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S21 - Aktueller Stand der Arbeiten (ab Oktober 2017)
geschrieben von klausberlin 
Hallo André,

danke! Sehr interessant dazu auch dieses Foto auf Wikimedia Commons. Arbeitet dort "ALF" auf der Baustelle? Das ist ja heftig, da weiß man doch seinen nervigen Bürojob gleich wieder sehr viel mehr zu schätzen. Großen Respekt vor der Arbeit dieser Leute!

Viele Grüße
Manuel


Zitat
andre_de
Zitat
md95129
Frage an die Experten. Die Stahlteile der Bewehrung stehen ja unter ziemlich hoher Zugspannung. Wie werden die Bewehreisen der zweiten Haelfte mit der ersten verbunden?
Henner

Solche Bewehrungsanschlüsse kann man entweder "über Kreuz" einbetonieren (https://de.wikipedia.org/wiki/Übergreifungsstoß) bzw. nachträglich bohren und mit Spezialmörtel einsetzen. Bei sehr hohen Zugkräften gibt es aber auch spezielle Verbinder (https://de.wikipedia.org/wiki/Muffenstoß), diese werden auf die Bewehrungseisen aufgeschraubt.

Hier sieht man beide Fälle auf einem Foto (Bild 7):
http://www.baustellen-doku.info/berlin_erweiterung_u5/20140111/

Viele Grüße
André
Man gut, dass im jüngsten Tatort die S21 Baustelle sehr prominent im Hintergrund steht. ;-) Toller Drehort.

edit: Ok, war ne Wiederholung von 2015. Ich hab auch vom Fernsehen keine Ahnung. Trotzdem schön.

Heidekraut zum Hauptbahnhof



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 04.08.2018 10:54 von Heidekraut.
Zitat

"Trittbrettfahrer" am 10.7.2018 um 13.19 Uhr:

Wie weit sind denn die Pläne um den provisorischen Bahnhof? Gibt es Zeichnungen?

Bei meiner Suche nach einer Bahnseite zur Pressekonferenz vom 15.2.2018 (bei der der Begriff "City-S-Bahn" als Ersatz für den Planungsnamen "S21" eingeführt wurde ... und anscheinend mittlerweile nicht mehr gefunden werden kann) bin ich auf eine Seite gestoßen, auf der Medien zum Download angeboten werden, unter anderem eine Visualisierung des "Interimsbahnsteigs":



Gruß, Thomas (der das so bisher noch nicht gesehen hat)

--
Thomas Krickstadt, Berlin, Germany, usenet@krickstadt.de
Oh, mit barrierefreiem Aufzug...

Es MUSS ein Hobby sein - leisten kann ich mir das nicht... :)
Ich wusste gar nicht, dass man relativ bequem zwischen Straßenbahn, U5(5) und dem S21-Interimsbahnsteig wird umsteigen können.
Werden denn dann bald auch mal die Rolltreppen zur Straßenbahn eingebaut? Die Fertigstellung der U5 und der S21 wird ja etwa zeitgleich erfolgen.
Aber der Umsteigeweg zur Stadtbahn wird es dann in sich haben. ;-)

Heidekraut zum Hauptbahnhof
Zitat
Heidekraut
Aber der Umsteigeweg zur Stadtbahn wird es dann in sich haben. ;-)

Auch nicht schlimmer als der Weg zwischen Stadtbahn und Bus oder Straßenbahn, mit der künftig die Verbindung zwischen der verlängerten U5 und der U9 bzw. U7 hergestellt werden wird.

so long

Mario
Zitat
krickstadt
Bei meiner Suche nach einer Bahnseite zur Pressekonferenz vom 15.2.2018 (bei der der Begriff "City-S-Bahn" als Ersatz für den Planungsnamen "S21" eingeführt wurde ... und anscheinend mittlerweile nicht mehr gefunden werden kann) bin ich auf eine Seite gestoßen, auf der Medien zum Download angeboten werden, unter anderem eine Visualisierung des "Interimsbahnsteigs":

Vielen Dank, Thomas, sehr interessant! Zum Einen befindet sich er Interims-Aufzug an einer anderen Stelle, als ich vermutet hatte (das Loch in der Decke am Europaplatz ist dann wohl lediglich eine Logistiköffnung). Zum Anderen sieht man gut, dass der Interimsbahnsteig komplett im Tunnel liegt, der eigentliche Bahnsteig (dessen nördlichster Teil ja bereits realisiert ist) ist links an der "dickeren Bodenplatte" gut zu erkennen.

Viele Grüße
André
Zitat

"md95129" am 31.7.2018 um 16.42 Uhr:

Gibt es eigentlich Fortschritte beim Bau der Brücke über den Schiffahrtskanal?

Zitat

"manuelberlin" am 1.8.2018 um 19.32 Uhr:

[...] Der erste Abschnitt der S-Bahn-Brücke ist fertig betoniert, aber noch eingeschalt. Insgesamt scheint man sich dort derzeit kein Bein auszureißen. Urlaubszeit und Hitze.

<http://www.wortundgestalt-webservices.de/foren/bahn-info/s21/_D794964.jpg>

In der Tat ... es fällt mir im Moment schwer, bei einer Wanderung rund um die Perleberger Brücke Fortschritte zu erkennen. Es gibt sie zwar, aber diese sind entweder minimal oder finden im Verborgenen statt. Hier einmal ein Vergleich des "Brückenkopfes" vom 1.7.2018 (oben) und vom 15.7.2018 (unten):




Im Übrigen habe ich eine Sammelseite eingerichtet, auf die ich nach und nach alle Seiten mit Fotos vom ersten Bauabschnitt verschieben werde, die ich früher kreiert habe (aktuell nur die Fotos von den beiden oben genannten Rundgängen).

Gruß, Thomas

--
Thomas Krickstadt, Berlin, Germany, usenet@krickstadt.de
Gibt es eigentlich Arbeiten, die wegen der Hitze nicht ausgeführt werden können oder sollten?

Beste Grüße
Harald Tschirner
Hallo Krickstadt,
der Unterschied zwischen Deinen beiden Fotos ist schon beachtlich. Nach Fertigstellung des tragenden Hohlkörpers, wird nun, wie im zweiten Foto zu sehen, der eigentliche Fahrbahntrog vorbereitet. Die Eisenflechterei ist eine Sache, die nicht in ein paar Tagen zu realisieren ist. Das Wetter spielt sicher auch eine Rolle und ich kann vor den Monteuren, die dort in der prallen Sonne arbeiten, nur den Hut ziehen. Ja, auch wenn sie gerade nicht zu sehen sind.

Gruß O-37
Zitat

"O-37" am 8.8.2018 um 10.08 Uhr:

Hallo Krickstadt,

der Unterschied zwischen Deinen beiden Fotos ist schon beachtlich. Nach Fertigstellung des tragenden Hohlkörpers, wird nun, wie im zweiten Foto zu sehen, der eigentliche Fahrbahntrog vorbereitet.

Hallo O-37,

es freut mich, wenn Du das, was Du schreibst, auf meinen Fotos erkennen kannst (ich kann es nicht, weil ich von der Materie nichts verstehe). Was ich nicht wollte, ist, die Arbeit der am Bau beteiligten Personen zu diskreditieren. Und Du kannst mich Thomas nennen. ;-)

Gruß, Thomas

--
Thomas Krickstadt, Berlin, Germany, usenet@krickstadt.de
Hallo Thomas,
ich habe nur lange genug auf dem Bau gearbeitet, auch als Bauleiter, um zu erkennen, daß hier eine Bauphase eingetreten ist, bei der man eine Weile vom Baufortschritt nicht viel sehen kann. Besonders bei dieser Perspektive. Auf dem zweiten Bild sieht man am unteren Rand des Geländers eine Reihe von Bewehrungsstählen, an die dann die Seitenwände des Fahrbahntroges angegossen werden. Besonders am linken Bildrand ist das deutlich. Ansonsten lege ich Worte nicht auf die Goldwaage, das wird anderswo in diesem Forum schon genug gemacht.
Also Dank für die Bilder.

Gruß O-37
Zitat

"O-37" am 8.8.2018 um 21.16 Uhr:

Also Dank für die Bilder.

Gern geschehen. Ein Tipp vielleicht noch: Wenn Du an höheren Auflösungen meiner Bilder interessiert bist, um Details noch genauer erkennen zu können, dann kannst Du so etwas auf meinen Seiten seit gut drei Jahren finden (da habe ich mir einen jahrelangen Traum erfüllt und eine 50 Megapixel-Kamera gekauft: Canon 5DSR). Die beiden Fotos sind zwar Ausschnittvergrößerungen, aber es blieben noch genug Pixel für ein "Herangehen" übrig.

Foto vom 1.7.2018
Foto vom 15.7.2018

Beide Tage waren übrigens Sonntage, deshalb ist kein Bauarbeiter zu sehen. ;-)

Gruß, Thomas

--
Thomas Krickstadt, Berlin, Germany, usenet@krickstadt.de
Hallo,

heute wurde vom Berliner Abgeordnetenhaus eine parlamentarische Anfrage nebst Antwort zur S21 und zum S-Bahnhof Perleberger Straße veröffentlicht:

Zitat

Anfrage des Abgeordneten Andreas Statzkowski (CDU) vom 13.7.2018 und Antwort vom 31.7.2018: S-Bahnhof Perleberger Brücke

Frage 1: Seit wann ist die S21 bei der S-Bahn im Bau, wie sah die ursprüngliche Dauer der Baumaßnahmen aus, wann ist jetzt mit der Fertigstellung der S21 zu rechnen?

Antwort zu 1.: Die DB AG teilt hierzu mit:

"Für den Neubau der S-Bahn Berlin wurden in der Vergangenheit verschiedene Vorleistungen erbracht. Auf diese Vorleistungen wurde mit der Bauausführung der weiteren Bauhauptmaßnahmen 2011 aufgesetzt. Zunächst wurde eine Fertigstellung des 1. Bauabschnitts im Jahr 2017 angenommen, jedoch konnte die Bautechnologie durch nicht vorhersehbare Schwierigkeiten im Untergrund am Hauptbahnhof nicht umgesetzt werden. Die Planungen waren komplett umzustellen. Mit der Bauausführung gemäß neuer Planung wurde in diesem Jahr gestartet. Zur Kompensation der Terminverzögerung im Tunnelabschnitt am Hauptbahnhof wird ein Interimsbahnsteig etwa in Lage unter der Invalidenstraße erstellt. Die Zeitpläne für Bau und Inbetriebnahme der einzelnen Bauabschnitte der S 21 sind zurzeit in der Überarbeitung und werden nach Abstimmung mit den Beteiligten kommuniziert."

Frage 2: Wie viel Menschen leben im Bereich Heidestraße bzw. werden nach Fertigstellung der Gebäude an der Heidestraße dort wohnen?

Antwort zu 2.: Nach Fertigstellung der Gebäude an der Heidestraße werden dort circa 6.000 Menschen leben.

Frage 3: Inwieweit gab es eine Zusage des Berliner Senats gegenüber den Investoren an der Heidestraße, den Bau eines S-Bahnhofs an der Perleberger Straße zu errichten bzw. inwieweit hält der Berliner Senat den Bau eines S-Bahnhofs an dieser Stelle für sinnvoll?

Antwort zu 3.: Es gab keine Zusagen gegenüber den Investoren an der Heidestraße, den Bau eines S-Bahnhofs an der Perleberger Straße zu errichten.

Vor dem Hintergrund der Entwicklungen im Umfeld der Heidestraße/Europacity besteht schon früher als ursprünglich vorgesehen der Bedarf für eine schnellbahnmäßige Erschließung des Gebietes. Durch die inzwischen erfolgte und weiter geplante Entwicklung des Umfeldes im Bereich Heidestraße ließen sich mit der Errichtung der S-Bahnhalte Perleberger Brücke weitere neue Potentiale erschließen. Einen zusätzlichen hohen Verkehrswert hätte dieser Bahnhof durch die beiden dichten Wohngebiete im Südwesten und Nordwesten (Anwohner mit hoher Affinität zum Öffentlichen Personennahverkehr) und die an der Perleberger Brücke verkehrenden Buslinien.

Frage 4: Wie ist der aktuelle Sachstand zum Bau eines S-Bahnhofs an der Perleberger Brücke, inwieweit ist über den Bau entschieden worden bzw. wann wird ggf. über den Bau des S-Bahnhofs entschieden?

Frage 5: Wo liegen aus Sicht des Berliner Senats etwaige Probleme bei einem Bau des S-Bahnhofs?

Frage 6: Wie sähe ein möglicher Zeitplan aus bzw. mit welchen Kosten ist zu rechnen bzw. inwieweit hat der Berliner Senat eine Vorsorge im Berliner Haushalt getroffen?

Antwort zu 4. bis 6.: Im Zuge der Planung für die S 21 wurden durch die DB AG vorbereitende Maßnahmen für den S-Bahnhof bereits vorgesehen und mit dem Bau der S-Bahnstrecken aus Richtung Westhafen und Gesundbrunnen zum Hauptbahnhof notwendige Vorleistungen (z. Bsp. Fundamente, Brückenkonstruktion, etc.) errichtet. Zugänge zum S-Bahnhof sind sowohl zur Perleberger Straße als auch südlich der beiden Bahnhöfe vorgesehen. Die technische Machbarkeit ist gegeben.

Zur Vorbereitung einer Realisierungsentscheidung sind allerdings noch Wirtschaftlichkeitsuntersuchungen erforderlich, die der Senat bereits beauftragt hat. Mit Bestätigung einer positiven Wirtschaftlichkeit kann die Entscheidung zu einer Realisierung erfolgen und anschließend mit den vertiefenden Planungen begonnen werden.

Nach Kostenprognose der DB AG ist für die Gesamtaufgabenstellung mit Kosten in Höhe von circa 37 Mio. EUR für die Verkehrsstation Perleberger Brücke zu rechnen. Die DB AG teilt hierzu mit:

"Die Kosten beinhalten sowohl die Bahnsteige auf dem Abzweig Richtung Wedding als auch Richtung Westhafen und eine umfangreiche Erschließung für mobilitätseingeschränkte Personen. Von der DB AG wurde ein erster möglicher Zeitplan für die Umsetzung der Verkehrsstation Perleberger Brücke entwickelt. Danach wird ab Finanzierungssicherung für die Vorplanung je nach den Randbedingungen ein Zeitbedarf von circa 10 Jahren bis zur Inbetriebnahme der Verkehrsstation erforderlich, wobei dieser Zeitplan bereits Prämissen, wie z. Bsp. die Parallelisierung der Prozessschritte 'Finanzierungssicherung für die Bauausführung' und 'Herstellen des bestandskräftigen Planrechts' beinhaltet."

Gruß, Thomas

PS: Detail am Übergang von der Beton- zur Stahlbrücke an der Perleberger Straße:


(Webseite mit der Möglichkeit zur Vergrößerung)

--
Thomas Krickstadt, Berlin, Germany, usenet@krickstadt.de



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 09.08.2018 11:17 von krickstadt.
^^

ZEHN Jahre von der (noch lange nicht erfolgten) Finanzierungssicherung bis zur Inbetriebnahme?! Buhuhuhu... :(
Ja, leider!

Aber so "schnell" wie Berlin bauen lässt, könnte der Zeitplan vielleicht sogar stimmen!

LEIDER!!! ;*-(
Zitat
Zektor
Aber so "schnell" wie Berlin bauen lässt, könnte der Zeitplan vielleicht sogar stimmen!

Ich vermute mal, in dem Fall hat Berlin noch nicht mal sonderlich viel damit zu tun.
Die Zeit beinhaltet ja mit Sicherheit auch die Planfeststellung - da dauert es erstmal eine ganze Weile, den entsprechenden Antrag zu schreiben. Dann muß er geprüft werden, ausgelegt, die Einwände dagegen bearbeitet werden und und und... evtl ist auch gleich noch eine Klagerunde vor Gericht mit einkalkuliert?
Es wird also eine Menge Zeit vergehen, ehe überhaupt Baurecht da ist.

Danach darf dann die Bauleistung ausgeschrieben werden - auch das geht nicht von heute auf morgen. Dann ist der Bahnhof (bzw zumindest ein Bahnsteig) mit seiner Brückenlage sicherlich auch nicht die trivialste Konstruktion.
Und ich nehme an, die Bahn plant auch, den Bahnsteig unter rollendem Rad zu errichten, was Bauarbeiten meistens ebenfalls in die Länge zieht...

Ich find den Zeitraum für einen Bahnhof auch verdammt lang, aber es geht auch im mehr als nur einen Bahnsteig links und rechts neben ein Gleis zu setzen...

~ Mariosch
Ja, das ist schon klar, die Bahn lässt ihn natürlich bauen.
Und es braucht auch alles so seine Zeit, aber "10 Jahre" hört sich erstmal brutal an.
Aber hätte man alles gleich von Anfang an geplant, dann hätte das Ding vielleicht sogar schon stehen können!
Aber nun ja, jetzt ist es sowieso zu spät.
Zitat

"Mariosch" am 10.8.2018 um 12.23 Uhr:

[...] es geht auch ["im" => "um"] mehr, als nur einen Bahnsteig links und rechts neben ein Gleis zu setzen [...]

Nicht zu vergessen, auch um einen Mittelbahnsteig an der Kurve Westhafen - Hauptbahnhof unter der Perleberger Brücke inkl. aller Zugänge:


(Webseite)

Gruß, Thomas

--
Thomas Krickstadt, Berlin, Germany, usenet@krickstadt.de



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 11.08.2018 00:18 von krickstadt.
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