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S21 - Aktueller Stand der Arbeiten (ab Oktober 2017)
geschrieben von klausberlin 
Moin!

Zitat
Nemo
1. Doch, da wird gearbeitet
2. eigentlich eher weniger
3. Man hat ja den 2. Abschnitt noch nicht baureif geplant, also kann man noch nicht bauen.

Danke, es spricht also nichts wirklich dagegen, den 2. Bauabschnitt zu bauen, außer der nicht abgeschlossenen Planung. Und dass die nicht fertig ist, liegt vermutlich nicht an den Planern, sondern war politisch wohl noch gar nicht gewollt.

iGEL
Zitat
Slighter
Mag mir mal wer Nachhilfe in Politik geben? Die SPD stellt doch Senatsmitglieder, was ist an dieser Initiative jetzt so besonders? Kommt sie jetzt von der Parteibasis und ist sie nicht mit der Senatsführung abgesprochen, oder wie?

Keine blöde Frage!
Erstmal handelt es sich um organisatorisch vollkommen unterschiedliche Bereiche, als auch um verfassungsmäßig unterschiedliche Instanzen. Und außerdem wurde mal wieder journalistisch-schlampig formuliert.

Es geht nicht um DIE SPD, sondern konkret um die SPD-Fraktion des Berliner Abgeordnetenhauses. Diese ist Teil der Legislative und kann, wie jede ander Fraktion (auch welche der Opposition) Beschlussvorlagen in das Parlament einbringen.
Der Senat ist teil der Exekutive und hat erstmal ganz andere Aufgaben. Dass Teile des Senats der SPD angehören, ist erstmal ohne Belang, die Senatoren sind erstmal ihrer Fraktion gegenüber nicht rechenschaftspflichtig. Jetzt kann die Fraktion natürlich die eigenen Leute im Senat unterstützen und Vorlagen einbringen, die im Sinne der aktuellen Chefs der Verwaltung (nichts anderes ist der Senat) sind. genau so etwas passiert hier. Grüne und Linksfraktion haben schon Zustimmung signalisiert, und auch im Senat wird die Zustimmung für das Projekt groß sein. Sie können aber auch den Senat 'vor sich her treiben' und mit Gesetzesinitiativen gegen die 'eigene' Regierung arbeiten. Alles legal, hat es alles schon gegeben.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 16.11.2018 01:34 von schallundrausch.
Gegenüber dem Bild von Slighter hat sich auf den ersten Blick nicht viel geändert. Ich ergänze ein paar Detailaufnahmen von heute, zunächst von der Rüstung:


Im zweiten Bild ist schon ein wenig von der Armierung zu erkennen....


.... und es wird sogar am Samstag gearbeitet. Wie immer in solchen Fällen, mit ausgestreckten Armen über den Bauzuaun, ging leider nicht besser.
Am Friedrich-Krause-Ufer werden nach und nach die Kappen betoniert.


@klausberlin:

Danke sehr für die neuen Bilder. :-) Derweil überlege ich schon die ganze Zeit, wie denn nun der Abbau von Schalung und Hilfskonstruktion nach Aushärten des Brückenkörpers über dem Kanal ablaufen könnte - einfach Ausheben geht ja nicht...

Viele Grüße
Arnd
Ich vermute, dass die Hilfskontruktion samt Schalung auf ein Schwimmponton abgelassen und dann auf diesem unter dem Brückenkörper heraus gefahren wird.
Dann könnte mann die Kontruktion mit einem Mobilkran auf das Ufer zur Demontage heben.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 18.11.2018 16:13 von Klausi2015.
Zitat
Klausi2015
Ich vermute, dass die Hilfskontruktion samt Schalung auf ein Schwimmponton abgelassen und dann auf diesem unter dem Brückenkörper heraus gefahren wird.
Dann könnte mann die Kontruktion mit einem Mobilkran auf das Ufer zur Demontage heben.

Sind solche Hohlkastenträger eigentlich irgendwie genormt, so dass es Firmen gibt, die Schalungselemente vormontiert vorhalten? Falls nicht, werden die ganzen Holzteile anschließend ordentlich zerlegt, um sie wiederzuverwenden oder geht das alles jedes Mal in den Schredder?

Gruß
Salzfisch

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Berlins Straßen sind zu eng, um sie mit Gelenkbussen zu verstopfen!
Da die Form des Hohlkastenträgers eng mit der Form, der freitragenden Spannweite und der Tragfähigkeit verknüpft ist, gibt es meines Wissens keine "Normteile".
Wobei die Schräge der Seitenwange ja durchaus öfter vorkommen könnte, so dass eine Widerverwertung unter Umständen möglich wäre.
Allerdings, ist zumindest das Schalholz beim Bau eher der kleinere Kostenfaktor...
Selbst im normalen Gebäudebau landet so viel Schalholz im Abfallcontainer, dass manch Eigenheimbauer davon zwei oder drei Häuser einschalen könnte.
Das Schalholz geht in den Abfall, meist in die Verbrennung.
Die Holzpreise sind durch die Stürme und dem daraus resultierenden Bruch derart in den Keller gegangen,
das eine Wiederverwedung samt Lagerung viel teurer wäre.

T6JP
Heute in der Morgenpost:
[www.morgenpost.de]

Wenn das so stimmt, dann ist das eine neue Posse des Senats:

Zitat

Heute verzögert sich ein Beschluss zum Bahnhofsbau wohl auch wegen interner Probleme in der Senatsverwaltung für Verkehr. Bei einem Treffen zwischen Behördenmitarbeitern und Investor CA Immo im Juni soll ein Vertreter der Stadt gesagt haben, es lägen alle Unterlagen für die Kosten-Nutzen-Untersuchung vor – es fände nur niemand Zeit, sie dem mit der Analyse betrauten Büro zu schicken.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 19.11.2018 12:20 von chilldow.
Panoramabilder vom Nordufer und vom BSSK aufgenommen am 15. Dezember 2018, verkleinert:

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Thomas Krickstadt hat auf seiner Seite zu Vorleistungen und Bauarbeiten für den ersten Bauabschnitt des Projektes „S21“ seine Ausbeute von meinen Fotos veröffentlicht, die ich am Samstag, dem 15. Dezember 2018 um ca. 16 Uhr aufgenommen hatte (der Zeitstempel in den Fotos ist falsch: die Kamerauhr ging um ca 10 Minuten vor und stand noch auf Sommerzeit). Zwei Einzelaufnahmen und vier Panoramen, davon verbesserte Versionen der beiden im vorigen Beitrag von mir gezeigten.

Der Betrachter bewegt sich von Bild zu Bild auf einem Rundgang, ausgehend von der Querung des Tegeler Wegs im Uhrzeigersinn bis auf zwei Standpunkte auf der Fennbrücke.

Zuerst kommen zwei Ansichten aus verschiedenen Blickwinkeln von dem Portalpfeiler, durch den die S21-Strecke hindurchführen wird, dann ein Panoramablick von der Ecke des Bauzauns aus auf diesen Portalpfeiler im Profil und die Baustelle rechts und links davon, dann drei Panoramabilder von der Brücke über den BSSK (Berlin-Spandauer Schiffahrtskanal), erst vom Bauzaun entlang des Tegeler Wegs, dann von zwei Punkten der Fennbrücke aus.

Direkt zu diesem Teil von Thomas Krickstadt's Bildergalerie

Ich danke Thomas Krickstadt für die gut gelungenen Panoramen von meinen Fotos!

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1 mal bearbeitet. Zuletzt am 06.01.2019 16:03 von L.Willms.
Zitat
chilldow
Heute in der Morgenpost:
[www.morgenpost.de]

Aus dem Artikel:
Zitat
Christian Latz (Morgenpost)
Also baut die Deutsche Bahn erst einmal keinen S-Bahnhof an der Stelle. Lediglich bauliche Vorleistungen für die Station wie ein entsprechendes Fundament führt die Bahn bereits beim Bau der S21 durch.
Dies Fundament hab ich am 15.12.2018 bei der Busfahrt über die Perleberger Brücke gesehen.

Zitat
Christian Latz (Morgenpost)
Ein Bau des Bahnhofs zusammen mit der S-Bahnstrecke sei wünschenswert gewesen. „Doch zum Zeitpunkt, als die Entscheidung für den Bau der S21 gefallen ist, war die Entwicklung der ‚Europa-City‘ noch nicht abzusehen“, erklärt die Sprecherin [der Senatsverwaltung Stadt und Verkehr]. Eine Entscheidung für den Bahnhof habe deshalb damals noch nicht getroffen werden können.

Die Leutz haben einen Weitblick, der bis zur Nasenspitze reicht. Die hatten in den 1990er Jahren ja auch dem S21-Projekt insgesamt den Abschied gegeben, weswegen der Tunnel vom "Heuboden" bis zum Hauptbahnhof mit 2 Stationen gemeinsam mit der U-Bahn 5 nicht gebaute wurde (in der Station Bundestag im Obergeschoß, wo heute die Galerie ist, oder etwas drunter, im Hbf mit gemeinsamen Richtungsbahnsteigen zum direkten Umstieg zwischen U und S, so wie in Wuhletal). Natürlich war es abzusehen, daß die leeren Flächen rund um den neuen Hauptbahnhof ziemlich schnell bebaut werden würden. Nicht nur die Natur, auch das Stadtleben hat einen horror vacui, eine Abscheu vor Leere.

Der Bau von Verkehrsmitteln ist eigentlich immer auch Stadt- und Landesplanung, und sollte dem Bau von Gebäuden vorangehen. In vielen Fällen folgt die Bebauung spontan. Viele Stationen vom Berliner Innenring lagen anfangs auch erst noch in freiem Gelände, haben aber dann die Bebauung gefördert.

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1 mal bearbeitet. Zuletzt am 06.01.2019 16:26 von L.Willms.
Zitat
L.Willms
Die Leutz haben einen Weitblick, der bis zur Nasenspitze reicht. Die hatten in den 1990er Jahren ja auch dem S21-Projekt insgesamt den Abschied gegeben, weswegen der Tunnel vom "Heuboden" bis zum Hauptbahnhof mit 2 Stationen gemeinsam mit der U-Bahn 5 nicht gebaute wurde (in der Station Bundestag im Obergeschoß, wo heute die Galerie ist, oder etwas drunter, im Hbf mit gemeinsamen Richtungsbahnsteigen zum direkten Umstieg zwischen U und S, so wie in Wuhletal). Natürlich war es abzusehen, daß die leeren Flächen rund um den neuen Hauptbahnhof ziemlich schnell bebaut werden würden. Nicht nur die Natur, auch das Stadtleben hat einen horror vacui, eine Abscheu vor Leere.

Der Bau von Verkehrsmitteln ist eigentlich immer auch Stadt- und Landesplanung, und sollte dem Bau von Gebäuden vorangehen. In vielen Fällen folgt die Bebauung spontan. Viele Stationen vom Berliner Innenring lagen anfangs auch erst noch in freiem Gelände, haben aber dann die Bebauung gefördert.

Nach Äußerungen des Senats soll es so gewesen sein, dass die Nutzen-Kosten-Rechnung für den S-Bahnhof Perleberger Brücke erstaunlicherweise eine Wirtschaftlichkeit <1 ergab. Wenn man es wirklich gewollt hätte, wäre der S-Bahnhof trotzdem entstanden. Aber man wollte es wohl einfach nicht.

Wenn man die Peleberger Brücke nicht baut, hätte man auch einen Pendelzug Gesundbrunnen - Hbf - Potsdamer Platz einrichten können. Der hat fast den gleichen Nutzen, aber man muss keine Strecke neu bauen. Das war leider zu einfach.
Hallo,

der Bau der S21 geht nun konsequent voran, u.a. haben auch die Arbeiten am Streckenast Richtung Westhafen und der Tiefbau für die Station am Hauptbahnhof begonnen. Eine neue Galerie gibt einen aktuellen Überblick über alle Teilbaustellen:

http://www.baustellen-doku.info/berlin_neubau_s-bahn_s21/20190102/

Trotz des sehr schwierigen Lichts im Winter sind die Fotos dann doch recht farbenfroh geworden.

Viele Grüße
André
Danke fuer den Update. Wird tatsaechlich die Bruecke jetzt im Winter weiter betoniert? Die Abdichtung der Problemzone scheint ja immer noch nicht geklappt zu haben. Plan "B"?
Henner
@André

Tolle Bildstrecke, vielen Dank für die aktuellen Eindrücke.

Schade dass bei dem Gewühle nicht gleich der Weiterbau zum Heuboden stattfindet, so wird man in ein paar Jahren wohl auf der Südseite des Hauptbahnhofes noch ein mal ein große Baustelleneinrichtungsfläche bereit halten müssen und das Grundstück kann nicht bebaut werden.

Diese komischen Betonkonstruktionen die über der künftigen Bahnhofsgrube zu sehen sind, dienen temporär glaube ich zur Aussteifung der Grube.

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Neues vom Ostkreuz im Ostkreuzblog
Die Morgenpost will folgendes herausgefunden haben:

Zitat

Der Start der neuen Berliner Linie S21 vom Nordring über den Hauptbahnhof bis zur Yorckstraße für Ende 2020 ist nicht sicher.

https://www.morgenpost.de/berlin/article216194239/Die-neue-Berliner-City-S-Bahn-S21-wird-teurer-als-geplant.html

Der Rest des Artikels ist dann aber doch recht interessant und berichtet von weiteren Kostensteigerungen und Verzögerungen.

Viele Grüße
André



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 13.01.2019 23:22 von andre_de.
Man braucht sich darüber überhaupt nicht wundern. In Deutschland ist es inzwischen absoluter Alltag, dass Bauprojekte sich verzögern und teurer werden.
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