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Umbau S-Bahnhof Warschauer Straße - Bauzeitraum ab 10/2017
geschrieben von manuelberlin 
Zitat
Morgenpost
Sorge der Behörde war, dass Fußgänger, die spontan von den Bahnausgängen über die Straße zum Mall-Eingang gelangen wollten, vor Autos gelaufen wären.

Ach... komisch, wenn man so in Sorge um querende Fußgänger ist, wieso zum Teufel hat man dann nicht die westlichen Ausgänge vom Bahnhof bestellt?

~ Mariosch
Zitat
phönix
Jetzt scheint es bei dem Zugang des Einkaufszentrums von der Brücke endlich doch vorwärts zu gehen
[www.morgenpost.de]

Hier der Artikel lesbar für alle.
Zitat
Mariosch
Zitat
Morgenpost
Sorge der Behörde war, dass Fußgänger, die spontan von den Bahnausgängen über die Straße zum Mall-Eingang gelangen wollten, vor Autos gelaufen wären.

Ach... komisch, wenn man so in Sorge um querende Fußgänger ist, wieso zum Teufel hat man dann nicht die westlichen Ausgänge vom Bahnhof bestellt?

~ Mariosch

Vor allem ist die "Lösung" toll: Gitter! Damit die Fußgänger nicht einfach die Straße überqueren, sollen die Fußwege also weiter eingegittert werden, als das jetzt schon der Fall ist.

--- Signatur ---
Bitte beachten Sie beim Aussteigen die Lücke zwischen Bus und Bordsteinkante!
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Mariosch
Zitat
Morgenpost
Sorge der Behörde war, dass Fußgänger, die spontan von den Bahnausgängen über die Straße zum Mall-Eingang gelangen wollten, vor Autos gelaufen wären.

Ach... komisch, wenn man so in Sorge um querende Fußgänger ist, wieso zum Teufel hat man dann nicht die westlichen Ausgänge vom Bahnhof bestellt?

Weil die mit Einhausung, Aufzügen etc. eben auch Geld gekostet hätten bzw. dies bei - prinzipiell und platzmäßig nicht völlig unmöglicher - Nachbestellung ebenfalls nicht gratis zu haben wäre...

Natürlich hätte man vor 20 Jahren in den städtebaulichen Vertrag mit Anschutz schreiben können oder sollen, dass sich die Bauherren der dort mittlerweile entstandenen Etablissements (Arena, Hotels, Mall...) entsprechend dem zu erwartenden Publikumsaufkommens finanziell am Ausbau des U- und S-Bahnhofs hätten beteiligen müssen, hat man aber nicht. Damals ging es ja allgemein primär darum, überhaupt "private Investoren" in die Stadt zu holen - denen wollte man solcherlei Auflagen dann nicht zumuten.

Ob man aber das Vertragswerk jetzt entsprechend nachbessern könnte? Das wäre ja auch für die Heidestraße und den S-Bahnhof Perleberger Straße nicht so ganz uninteressant...

Viele Grüße
Arnd
Zitat
Arnd Hellinger
Damals ging es ja allgemein primär darum, überhaupt "private Investoren" in die Stadt zu holen - denen wollte man solcherlei Auflagen dann nicht zumuten.

Ja, das ist richtig, es wird nicht selten vergessen, dass die Planungen und die Verträge "uralt" sind und unter damaligen Bedingungen abgeschlossen wurden. Damals war man froh, überhaupt jemanden zu finden, der sich traut dieses Gebiet zu entwickeln.

Mit besten Grüßen

phönix
Hallo zusammen!

Nach längerer Zeit mal wieder ein Fotoupdate zum Bahnhof Warschauer Straße. Es hat allerdings niemand etwas verpasst - alles geht, wie von dieser Baustelle gewohnt, unfassbar zäh voran. Und die Ergebnisse sind leider nicht erfreulich.

Die Fotos sind von Freitag, 17. Mai, also inzwischen von gestern.

Viele Grüße
Manuel


(1) Das Hallendach ist immer noch nicht fertig, ...


(2) ... ebenso der Logistikzugang und der Steg auf der Nordseite ...


(3) ... sowie das Bahnsteigdach (rechts). Null Fortschritt.


(4) Seit ziemlich genau zwei Monaten, seit Mitte März, ist die linke Hälfte des Haupteingangs abgesperrt, um davor (von einem Vorplatz möchte ich nicht sprechen) das Pflaster verlegen zu können. Gearbeitet wurde dort in den zwei Monaten anscheinend gar nicht.


(5) Innen gibt es dagegen einen sensationellen Fortschritt: Zielanzeiger an den westlichen Treppenabgängen. Man beachte die Kabelführung, die ein weiteres unschönes Detail hinzufügt. Obwohl die Zielanzeiger von Anfang an (siehe Visualisierungen) vorgesehen waren, hat man dafür anscheinend keine Leerrohre für die Verkabelung in den Stahlbetonstützen verlegt.


(6) Sensationell ist auch, dass nun zehn Monate nach der Inbetriebnahme die Brüstungen am südwestlichen Treppenabgang montiert werden. Links fehlen allerdings immer noch Wandverkleidungen.


(7) Am südöstlichen Abgang sind die Wand- und Deckenverkleidungen inzwischen komplett, während die Abschlüsse und Anschlüsse bis heute fehlen.


(8) In den Läden an der Ostseite geht es offensichtlich nicht besser voran - jede Menge Belüftungskanäle warten immer noch auf die Montage.


(9) Auch im Laden auf der Nordseite ist seit Monaten kaum ein Fortschritt zu erkennen ...


(10) ... ebenso wie an den Aufzügen.


(11) Sogar an der Nordseite, die zuerst begonnen wurde, ist die Fassadenverkleidung bis heute nicht vollständig. Und es regnet herein.


(12) Auch bis auf den Bahnsteig tropfte es an mehreren Stellen heftig durch, obwohl es am Aufnahmetag gar nicht geregnet hatte und am Vortag, dem 16. Mai, ebenfalls nur zeitweise und eher schwach. Hier weichen die Spatzen ihr erbeutetes Brot in den Pfützen auf. Hoffentlich wird das nicht noch zum Feuchtbiotop erklärt.


(13) Die Aufzüge sind immer noch weit von einer Inbetriebnahme entfernt, hier auf Bahnsteig B ...


(14) ... und hier auf dem südlichen Bahnsteig A.


(15) Ich habe noch nie einen Neubau gesehen, an dem die Details so schlecht ausgeführt wurden. Alles macht weiterhin den Eindruck, als ob eine Semesterarbeit als Grundlage für den Bau verwendet wurde. Wer soll künftig hinter den Automaten saubermachen und warum wurden die Wände immer noch nicht verputzt?


(16) In mehr als 100 Jahre alten Gebäuden muss heute oft Haustechnik installiert werden, die zur Bauzeit noch gar nicht bekannt war. Dort bekommt man es aber meistens eleganter und unauffälliger hin. Dieser Kabelkanal liegt tiefer als die abgehängte Decke.


(17) Auch das hier wirkt dermaßen bizarr, dass es nur noch zum Fremdschämen ist. Meines Wissens wurde an diesem Übergang nie etwas umgeplant, man hat sich wohl einfach nie einen Gedenken darum gemacht. In einer Semesterarbeit würde ich einen solchen Fehler akzeptieren, in der realen Umsetzung leider nicht.


(18) Der einzige Lichtblick ist der nun doch recht gute Fortschritt am Brückenüberbau für den Steg auf der Südseite. Er soll mutmaßlich über Pfingsten eingehoben werden, was durchaus noch ambitioniert ist. Man darf gespannt sein.

Da fehlen einem die Worte.
Die offenen Kanäle laden ja geradezu zur Brandstiftung ein (Bild 17)

1. Dach fertigstellen und abdichten (Bilder 1 und 3)
2. Fußwege wiederherstellen (Bilder 3 und 4)
3. einen ersten Laden fertigbauen

Dann wären die Probleme mit der Feuchtigkeit behoben und die Fahrgäste hätten endlich mal etwas von diesem Gebäude.

4. Steg betonieren und für Einbau vorbereiten
5. Aufzüge ausrüsten und in Betrieb nehmen

Damit wäre die Erreichbarkeit wesentlich verbessert.

6. Farbgestaltung und Müllbeseitigung
7. Neuplanung dilettantisch geplanter Kabelführungen und persönliche Haftbarmachung der Verantwortlichen



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 18.05.2019 12:46 von Rummelburg.
^Ja, das ist echt nicht zu glauben, Wahnsinn!

Gibt es denn seitens der Bahn (m. E. StuS) keinen Bauleiter oder Verantwortlichen auf dieser Baustelle und auch am Ostkreuz mehr, der das Geschehen in Bezug auf die allseits nutzbare Fertigstellung vorantreibt und der den Firmen neben der Terminseite auch hinsichtlich der Ausführungsqualität auf die Finger schaut (und haut)?

Kann der VBB hier niemanden verantwortlich machen? (Ich kenne die Vertragslage zu wenig...)

Auch müsste doch eigentlich jemand ein Interesse daran haben, die Läden endlich zu vermieten und damit Einnahmen zu generieren...

[Das EG Nord in Ostkreuz blende ich hierbei mal aus, es geht mir um die baulichen Teile, die seit dem Fahrplanwechsel im Dezember auf beiden Stationen nahezu nicht vorankommen. Speziell Lifte, Fertigstellung Zugang Straße / Abgänge / Anzeigen, ...]

Gruß
Die Ferkeltaxe
Zitat
Ferkeltaxe
Gibt es denn seitens der Bahn (m. E. StuS) keinen Bauleiter oder Verantwortlichen auf dieser Baustelle und auch am Ostkreuz mehr, der das Geschehen in Bezug auf die allseits nutzbare Fertigstellung vorantreibt und der den Firmen neben der Terminseite auch hinsichtlich der Ausführungsqualität auf die Finger schaut (und haut)?

Die Bauphase wird zunächst von (ehem.) DB Projektbau verantwortet, gehört seit kurzer Zeit zu DB Netz. DB StuS usw. übernehmen das erst nach Fertigstellung in die eigene Verantwortung, wobei es sicher eine Einbindung ins Projekt und auch eine Teilbewirtschaftung vor Fertigstellung gibt. Allerdings hat der verantwortliche Projektleiter bei DB Projektbau für das Projekt Ostkreuz, zu dem auch Warschauer Straße gehört, während der letzten Jahre mehrfach gewechselt. Ich habe den Eindruck, dass man seit einiger Zeit, spätestens seit den Kostensteigerungen, das ganze Ding einfach nur noch irgendwie fertig kriegen will, und da keine Identifikation mit dem Projekt und keine Liebe zum Detail mehr aufkommt. Da wird dann auch gerne mal eine Fertigstellung mitten auf der Baustelle gefeiert ;-)

Viele Grüße
André
Zitat
andre_de
Zitat
Ferkeltaxe
Gibt es denn seitens der Bahn (m. E. StuS) keinen Bauleiter oder Verantwortlichen auf dieser Baustelle und auch am Ostkreuz mehr, der das Geschehen in Bezug auf die allseits nutzbare Fertigstellung vorantreibt und der den Firmen neben der Terminseite auch hinsichtlich der Ausführungsqualität auf die Finger schaut (und haut)?

Die Bauphase wird zunächst von (ehem.) DB Projektbau verantwortet, gehört seit kurzer Zeit zu DB Netz. DB StuS usw. übernehmen das erst nach Fertigstellung in die eigene Verantwortung, wobei es sicher eine Einbindung ins Projekt und auch eine Teilbewirtschaftung vor Fertigstellung gibt. Allerdings hat der verantwortliche Projektleiter bei DB Projektbau für das Projekt Ostkreuz, zu dem auch Warschauer Straße gehört, während der letzten Jahre mehrfach gewechselt. Ich habe den Eindruck, dass man seit einiger Zeit, spätestens seit den Kostensteigerungen, das ganze Ding einfach nur noch irgendwie fertig kriegen will, und da keine Identifikation mit dem Projekt und keine Liebe zum Detail mehr aufkommt. Da wird dann auch gerne mal eine Fertigstellung mitten auf der Baustelle gefeiert ;-)

Es stellt sich hier allerdings irgendwo auch die Frage ob die Bauüberwachung und -abnahme des Empfangsgebäudes durch das EBA regelkonform erfolgt(e). Sollte ich die Tage etwas Zeit finden, möchte ich eigentlich gerne - Manuels Einverständnis vorausgesetzt - das EBA sowie Herrn Pofalla mit diesen letzten Bildern konfrontieren.

Ich bin ja in Baufragen sehr verständnisvoll, aber irgendwann... :-(

Viele Grüße
Arnd
Das wirkt ja wirklich alles sehr, sehr unschön - da lernt man das Südkreuz echt zu schätzen, an dem zwar auf den unteren Bahnsteigen auch keine ernsthaft gute Aufenthaltsqualität zu finden ist, aber das Bauwerk wirkt durchdacht und vor Allem vollständig.

Es MUSS ein Hobby sein - leisten kann ich mir das nicht... :)
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