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Neue Baureihe 483 / 484
geschrieben von Bäderbahn 
Zitat
drstar
Man sollte auch nicht vergessen, daß die BVG bewußt das U-Bahnnetz derart ausgebaut hat, der S-Bahn möglichst viele Fahrgäste abzugreifen, im Zusammenspiel mit dem Busnetz hat das durchaus auch funktioniert.

Nana, bis zur Pankower Verlängerung der U2 war der Bauherr in Sachen U-Bahn stets die Senatsbauverwaltung. Die BVG betreibt die Strecken "nur".

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Ein fester Standpunkt ist immer wichtig - besonders in Kurven und beim Bremsen. Bitte gut festhalten!
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Bd2001
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B-V 3313
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GraphXBerlin
Die Berliner S-Bahn hat wie keine andere in Deutschland eine große bedeutende Geschichte auf die man als Berliner stolz sein kann.

Auf die S-Bahn in dieser Stadt kann man stolz sein?

Auf die Geschichte der S-Bahn auf jeden Fall.

Ja, bis zum 1.Januar 1994
Zitat
B-V 3313
Zitat
drstar
Man sollte auch nicht vergessen, daß die BVG bewußt das U-Bahnnetz derart ausgebaut hat, der S-Bahn möglichst viele Fahrgäste abzugreifen, im Zusammenspiel mit dem Busnetz hat das durchaus auch funktioniert.

Nana, bis zur Pankower Verlängerung der U2 war der Bauherr in Sachen U-Bahn stets die Senatsbauverwaltung. Die BVG betreibt die Strecken "nur".

In Bezug auf die U-Bahn sicherlich richtig, aber dennoch paßte es der BVG gut in den Kram - nicht ohne Grund wurde ja auch der Busverkehr derart ausgerichtet, die S-Bahn zu ersetzen. Verstehe mich nicht falsch, ich bin heute froh über jede U-Bahn, die fährt, aber nicht alles konnte man der S-Bahn selbst anlasten. Anbei der Hinweis, heutzutage betreibt die S-Bahn als DB-Tochter auch nur den Betrieb - Eigentümer ist der Bund. Also den Pfeil kann man auch aus der Gegenrichtung abfeuern. Aber wir lassen das Thema besser, es ist nunmal ein geschichtliches Ereignis, viel wichtiger ist ja, was die Zukunft bringt, nicht wahr? ;)

Dennis
Zitat
drstar
...Man sollte auch nicht vergessen, daß die BVG bewußt das U-Bahnnetz derart ausgebaut hat, der S-Bahn möglichst viele Fahrgäste abzugreifen, im Zusammenspiel mit dem Busnetz hat das durchaus auch funktioniert...

Zu "...ausgebaut durch die BVG..." hat sich bereits B-V 3313 geäußert; "...der S-Bahn ...Fahrgäste abgreifen..." verschiebt den Schwarzen Peter vom herzensguten, harmlosen Staatsunternehmen der DDR jener Zeit zur fiesen BVG der so bezeichneten Frontstadt.
Fahrlässig oder doch ganz bewusst wird der politische Hintergrund in deinem Beitrag allenfalls gestreift: Was die DDR bis zu ihrem endgültigen Niedergang stets brauchte, waren Devisen, Devisen, Devisen. Nach 1961 waren sich - bis auf die Dépendance der SED - alle Parteien im Westteil der Stadt einig, den Verantwortlichen des Mauerbaus zur "Belohnung" nicht auch noch zusätzliche Devisen in Form der West-Fahrgelder in den Rachen zu werfen! Da die West-Berliner aber auch weiterhin von A nach B kommen mussten, unterstützten in der ersten Zeit diverse Verkehrsunternehmen aus "Wessiland" die BVG mit Material=Bussen wie auch Personal. Auf lange Sicht musste dann in Fahrzeuge wie Linien investiert werden, die in Strecken und Fahrzeiten mit der S-Bahn zu vergleichen waren, also der U-Bahn!
Ob die BR 483/484 besser wären, wenn man damals die S-Bahn nicht boykotiert hätte? Oder wenn die Reichsbahn die S-Bahn früher abgegeben hätte?...nur um mal wieder auf das Thema zurückzukommen. Die Politik und insbesondere die Verkehrspolitik der 60er Jahre ist sicherlich ein sehr interesantes Diskussionsthema, denn damals wurden ja die Grundlagen für die heutigen Probleme gelegt, ohne das man die damaligen Probleme gelöst hat. Einen Zusammenhang mit unseren hoffentlich hervorragenden zukünftigen S-Bahnen sehe ich aber auch nur sehr entfernt.

Gruß Nemo
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Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Zitat
Bw Steg
Was die DDR bis zu ihrem endgültigen Niedergang stets brauchte, waren Devisen, Devisen, Devisen. Nach 1961 waren sich - bis auf die Dépendance der SED - alle Parteien im Westteil der Stadt einig, den Verantwortlichen des Mauerbaus zur "Belohnung" nicht auch noch zusätzliche Devisen in Form der West-Fahrgelder in den Rachen zu werfen!

Trotz der immer nur auf das allernötigste beschränkten Instandhaltung der Eisenbahnanlagen in den westlichen Besatzungszonen Berlins verschlang die tarifliche Bezahlung der im Westteil ansässigen Eisenbahner weitaus mehr Devisen als Fahrgeldeinnahmen erzielt werden konnten. Das steigende DM-Defizit im S-Bahnbetrieb war dann auch ausschlaggebend für die Übertragung der Betriebsrechte an den Berliner Senat. Bei positivem Betriebsergebnis wäre es nie dazu gekommen.
Insofern war der S-Bahnboykott in Westberlin die Grundlage für den in einer Hand liegenden Nahverkehr innerhalb der Mauer ab 1984 bis hin zur Einführung der einheitlichen Umweltkarte (Gesamtnetz-Monats/Jahreskarte) für den Westberliner ÖPNV am 1. Oktober 1989 für monatlich 65 DM, jährlich 600 DM bzw. im Abo für 580 DM pro Jahr.

so long

Mario
Ergo, ohne Mauer hätten wir heute keine Umweltkarte. :-))))

Heidekraut zum Hauptbahnhof
Zitat
der weiße bim
Trotz der immer nur auf das allernötigste beschränkten Instandhaltung der Eisenbahnanlagen in den westlichen Besatzungszonen Berlins verschlang die tarifliche Bezahlung der im Westteil ansässigen Eisenbahner weitaus mehr Devisen als Fahrgeldeinnahmen erzielt werden konnten. Das steigende DM-Defizit im S-Bahnbetrieb war dann auch ausschlaggebend für die Übertragung der Betriebsrechte an den Berliner Senat. Bei positivem Betriebsergebnis wäre es nie dazu gekommen.
Davon können wir ausgehen.

Zitat
der weiße bim
Insofern war der S-Bahnboykott in Westberlin die Grundlage für den in einer Hand liegenden Nahverkehr innerhalb der Mauer ab 1984 bis hin zur Einführung der einheitlichen Umweltkarte (Gesamtnetz-Monats/Jahreskarte) für den Westberliner ÖPNV am 1. Oktober 1989 für monatlich 65 DM, jährlich 600 DM bzw. im Abo für 580 DM pro Jahr.
In der Tat eine sehr gewagte These.
Nur so als Hinweis: Tarifkooperationen und Verkehrsverbünde von verschiedenen Verkehrsunternehmen waren damals bereits erfunden...

Und es wäre gar nicht so abwegig, dass die Reichsbahn im Rahmen einer integrierten ÖPNV-Planung im Westteil der Stadt an so etwas gerne teilgenommen hätte. Denn dann hätte sie tatsächlich eine ganze Menge Fahrgäste im Westteil befördern können und damit wertvolle Deviseneinnahmen generieren können. Nur war dies politisch nicht gewollt - mit den aus Sicht des öffentlichen Verkehrs allseits bekannten fatalen Folgen...

Ingolf
Ich frage mich dann nur, warum man den Verkehr auf den Transitautobahnen dann mit Devisen unterstützt hat und warum man die U-Bahn gegen Devisen unter Ost-Berlin hat durchfahren lassen. Die BVG-Ost hätte mit den Strecken ja auch was anfangen können. Seltsam ist es zudem, dass man Nahrungsmittel und andere Industriegüter in der DDR eingekauft hat und den Müll ist man auch in der DDR losgeworden - natürlich gegen Devisen. Aber klar, wehe die S-Bahn wird von einem Ossi oder einem Wessi, der bei einem Ost-Unternehmen arbeitet, gefahren. Irgendwie war das alles ein wenig unlogisch.

Gruß Nemo
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Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Eure Beiträge zum S-Bahn-Boykott in Ehren.
Aber das ist ja nun seit 1984 vorbei.
Was hat das gabze mit der neuen Baureihe 483 /484 zu tun ?
Denke mal zum Thema zurückkommen....

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Viele Grüße aus Wedding
Hallo zusammen,

nochmal zum Thema Farbtöne:

Zitat
schallundrausch
Die Gelb- und Rottöne am in Schöneweide gezeigten Modell waren ungewohnt, sahen an dem Modell aber extrem OK aus. Die wurden ausgewählt, bei denen bleibt es. [...] Unter Kunstlicht wirken Farben immer anders als unter Tageslicht. Und jede Kamera, zumal im digitalen Zeitalter, verschiebt die Farben mal munter im Spektrum, so sie nicht vor der Aufnahme vernünftig kalibirert wurde. Nennt sich Weißabgleich. Außerdem dürfte kaum wer von Euch vor nem kalibrierten Monitor sitzen.

Ein kalibrierter Monitor und ein sorgfältiger Weißabgleich sind in der Tat sehr hilfreich, ersterer vor allem, wenn man Printproduktionen vorbereitet.

Den Weißabgleich müsste man streng genommen vor Ort mittels einer Graukarte vornehmen. Aber auch da müsste man aufpassen, dass das Licht, das auf die Graukarte fällt, dassselbe ist, das auf das Objekt fällt (und nicht etwa auf die Graukarte oder das Objekt Licht unterschiedlich von farbigen Objekten in der Umgebung reflektiert wird).

Praktisch außerhalb eines Studioaufbaus kaum durchzuführen.

Noch bevor ich Haralds Foto gesehen habe, hatte ich mein Foto bearbeitet und einen Weißabgleich durchgeführt. Als Referenzobjekt habe ich die Betonstütze der Halle hinter dem Führerstand benutzt, das ist das einzige Referenzobjekt, das mir hier brauchbar erscheint. Metallische oder spiegelnde Oberflächen scheiden für den Weißabgleich aus.

Leider ist die Säule aber hinter dem Objekt und bekommt möglicherweise anderes Licht ab als der Wagenkasten (beispielsweise vom Wagenkasten selbst reflektiertes Licht). Allerdings unterscheiden sich die Werte hier nur minimal, je nach dem, ob man kurz über Fußboden oder oben an der Stütze misst.

Und wir wissen nicht, ob das Grau der Säule wirklich neutral ist, oder etwa etwas warm oder kalt.

Es gibt aber noch ein anderes Problem: Kunstlicht mit einem nicht-kontinuierlichen Farbspektrum. Dadurch kann man mit dem Weißabgleich machen, was man will, die Farben können nie so erscheinen, wie sie beispielsweise bei Tageslicht wirken.

Zuguterletzt wird jeder, der nicht über einen genau kalibrierten Monitor verfügt, die Farben der bearbeiteten Bilder auf seinem Monitor wieder anders sehen. Das Umgebungslicht spielt dabei zusätzlich eine Rolle.

Bei aller Mühe, die man sich machen kann, ist ein exakte Farbbeurteilung so praktisch unmöglich.

Viele Grüße
Manuel


Haralds Foto (ich hoffe, Du gestattest):


Mein Foto mit Weißabgleich auf die Betonstütze. Zusätzlich kann aber auch eine unterschiedliche Belichtung den Eindruck verändern. Die spiegelnde Lackoberfläche ist ein weiteres Thema.

Re: Neue Baureihe 484
18.10.2017 20:19
Lustig, der Wagenkasten sieht aus wie aus einem 3D-Drucker ... ;)
Zitat
manuelberlin



Haralds Foto (ich hoffe, Du gestattest):

Selbstverständlich!

Aber eigentlich geht es ja um das Für und Wider der herkömmlichen Farbgebung, zu der natürlich jeder eine eigene Meinung hat. Dabei soll ja niemandem die eigene Meinung aufgezwungen werden, aber man darf sich ja wohl das Recht heraus nehmen, eben diese eigene Einstellung zum Thema zu verkünden, auch wenn man damit vielleicht jemand irritiert und der dann unflätig wird. Und dazu: meine Meinung, die ich hier bereits verkündet habe, steht fest und wird sich nicht ändern, auch wenn es noch so viele Argumente wie "unzeitgemäß", "museal" oder "verstaubt" usw. dagegen gibt. Wem das nicht passt, dem empfehle ich oben den Ignorieren-Knopf!

Beste Grüße
Harald Tschirner
Hallo Harald,

da fühle ich mich jetzt aber etwas irritiert. Ich glaube nicht, dass ich unflätige Aussagen zur Meinung von irgend jemand gemacht oder auch nur Einstellungen zu diesem Thema kritisiert habe.

Falls doch, sehe ich mir das gerne nochmal an und lerne daraus.

Viele Grüße
Manuel


Zitat
Harald Tschirner
Zitat
manuelberlin
Haralds Foto (ich hoffe, Du gestattest):

Selbstverständlich!

Aber eigentlich geht es ja um das Für und Wider der herkömmlichen Farbgebung, zu der natürlich jeder eine eigene Meinung hat. Dabei soll ja niemandem die eigene Meinung aufgezwungen werden, aber man darf sich ja wohl das Recht heraus nehmen, eben diese eigene Einstellung zum Thema zu verkünden, auch wenn man damit vielleicht jemand irritiert und der dann unflätig wird. Und dazu: meine Meinung, die ich hier bereits verkündet habe, steht fest und wird sich nicht ändern, auch wenn es noch so viele Argumente wie "unzeitgemäß", "museal" oder "verstaubt" usw. dagegen gibt. Wem das nicht passt, dem empfehle ich oben den Ignorieren-Knopf!
Hallo Manuel! Du warst damit nicht gemeint! Sorry, ich bezog mich auf diesen Beitrag [www.bahninfo-forum.de], das hätte ich deutlicher machen sollen, mir war auch nicht klar dass der schon so weit nach hinten gerutscht war.

Beste Grüße
Harald Tschirner
Ist das eigentlich ein Alu-Kasten? Ja 3D-Drucker trifft es noch besser, als Kunststoff. Meine Meinung: die anderen hier noch mal vorgestellten Entwürfe finde ich beide nicht schlecht, aber eher konservativ, bzw.sogar altväterlich und den jetzigen Wagenkasten finde ich viel neuzeutlicher. Meiner Ansicht nach ist genug Reminiszenz an die Altbaureihen erfolgt und gleichzeitig etwas moderner und leichter in der Farbaufteilung. Ob nun das Tomatenrot die Sache gegenüber dem alten Weinrot rausreist, wird man erst im fertigen Zustand sehen können, denke ich.

Heidekraut zum Hauptbahnhof
Zitat
Heidekraut
Ist das eigentlich ein Alu-Kasten?
Korrekt.
Mal was anderes: werden bei der neuen Baureihe die Türen automatisch nach wenigen Sekunden schließen wie bei den Regios? Und läuft das dann per Lichtschranken?
Es ist zumindest so geplant, ja. Ob es per Lichtschranke läuft? Ich gehe davon aus. Zumindest denke ich, dass man dabei den S-Bahnen gegenüber den Regios keinen neuen großen Wurf entwickeln wird.
Zitat
VBB/HVV
Es ist zumindest so geplant, ja. Ob es per Lichtschranke läuft? Ich gehe davon aus. Zumindest denke ich, dass man dabei den S-Bahnen gegenüber den Regios keinen neuen großen Wurf entwickeln wird.

Wie wenn nicht per Lichtschranke könnte es denn noch gehen? Trittkontaktstufen schließe ich mal aus.

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