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Minderleistungen S-Bahn 2018-01
geschrieben von Tradibahner 
Heute Abend setzte übrigens erst ein Umlauf der S45 aus, dann 2 -> Derzeit nur 40-Minuten-Takt.
Zitat
JeDi
Heute Abend setzte übrigens erst ein Umlauf der S45 aus, dann 2 -> Derzeit nur 40-Minuten-Takt.

Und auf der S1 auch nur ein 20 Minutentakt

MfG Holger



Hoch lebe die Meinungs- und Pressefreiheit!



Und die S75 verkehrt nur noch zwischen Wartenberg und Lichtenberg

MfG Holger



Hoch lebe die Meinungs- und Pressefreiheit!



Zitat
Arec


Einen geschlossenen Vertrag hat man zu erfüllen. Man kann die vollständige Vertragserfüllung nicht davon abhängig machen, für Folgeleistungen beauftragt zu werden. Wenn man mit den Vertragsbedingungen nicht einverstanden ist, muss man sich das vor Vertragsschluss überlegen. Zudem ist der Fahrzeugmangel ist mindestens durch die Verschrottung von 485ern selbst herbeigeführt worden. Ich finde es ein Unding, dass man jetzt einfach mit den Schultern zuckt und sagt "ist so".

Ich gebe dir an sich in der Theorie Recht. Und hier muss ich nochmal betonen, dass ich als Privatperson schreibe und nicht für die S-Bahn, die das völlig anders sehen kann. Die Aussagen spiegeln nur meine rein subjetive Meinung wieder.

Dass das ehemalige Management der S-Bahn mit der Verschrottung der Fahrzeuge Mist gebaut hat, steht außer Frage. Aber ich würde auch nicht Fahrzeuge mit einem Millardenwert für 5 Jahre bestellen, wenn ich weder weiß, ob ich diese Fahrzeuge auch selbst langfristig nutzen werde, noch weiß, was mit ihnen passiert, wenn ich die Leistung nicht mehr selbst erbringe. Hier hat es der Senat versäumt, rechtzeitig Verbindlichkeiten zu schaffen.

Ein Vertrag muss erfüllt werden, aber ein Vetrag schließt eben auch Forderungen ein, die fällig werden, wenn man die vereinbarten Leistungen nicht erfüllen kann. Daher erfüllt man den Vertrag am Ende auch, wenn man mit der Leistung ausbleibt und dem Vertragspartner einen Regress zahlt, der dann eben statt Millarden "nur" Millionen kostet. Schließe ich einen Kredit ab und zahle die Raten nicht pünktlich, muss ich Verzugsgebühren zahlen. Das schließt der Vertrag mit ein. Solange ich das mache, wird sich auch keiner beschweren. Verstoße ich hingegen völlig gegen den Vertrag und erbringe weder meine Rate noch die Verzugsgebühren, kann man von einem Vertragsbruch reden.

Was ich damit sagen will ist, dass ein privatwirtschaftlich geführtes Unternehmen immer auf die Kosten achten wird und da spielt es keine Rolle, ob es S-Bahn Berlin, Eurobahn oder Violia heißt. Das ist auch kein Skandal, das ist überall so. Mag blöd klingen, ist aber nun mal überall Realität. Ich kann nicht verstehen, dass immer noch so viele Menschen denken, dass mit einem anderen privaten Betreiber alles besser wird. Man hat doch nun an so vielen Beispielen gesehen, dass das oft nicht der Fall ist. Kein Privater erbringt seine Leistung aus reiner Nächstenliebe, weil er sich seinen Kunden so verpflichtet fühlt. Das ist Träumerei. Es geht um Zahlen. Ich verstehe das Entsetzen darüber nicht, dass privatwirtschaftliche Unternehmen Gewinne einfahren wollen. Das ist doch überall so und nunmal Realität. Wenn man das nicht will, hätte man die Bahnreform nicht durchführen sollen. Das war doch aber auch politisch alles so gewollt. Nochmal: Die DB ist nach wie vor ein zu 100 Prozent bundeseigenes Unternehmen. Man hätte hier schon längst intervenieren können, wenn man es denn wollte. Hier haben am Ende alle gepennt und die Situation falsch eingeschätzt.

In Hamburg sind nun die ersten neuen Fahrzeuge für die S-Bahn eingetroffen. Da war die Regierung etwas schneller.
Zitat
Railroader
Zitat
Arec


Einen geschlossenen Vertrag hat man zu erfüllen. Man kann die vollständige Vertragserfüllung nicht davon abhängig machen, für Folgeleistungen beauftragt zu werden. Wenn man mit den Vertragsbedingungen nicht einverstanden ist, muss man sich das vor Vertragsschluss überlegen. Zudem ist der Fahrzeugmangel ist mindestens durch die Verschrottung von 485ern selbst herbeigeführt worden. Ich finde es ein Unding, dass man jetzt einfach mit den Schultern zuckt und sagt "ist so".

Ich gebe dir an sich in der Theorie Recht. Und hier muss ich nochmal betonen, dass ich als Privatperson schreibe und nicht für die S-Bahn, die das völlig anders sehen kann. Die Aussagen spiegeln nur meine rein subjetive Meinung wieder.

Dass das ehemalige Management der S-Bahn mit der Verschrottung der Fahrzeuge Mist gebaut hat, steht außer Frage. Aber ich würde auch nicht Fahrzeuge mit einem Millardenwert für 5 Jahre bestellen, wenn ich weder weiß, ob ich diese Fahrzeuge auch selbst langfristig nutzen werde, noch weiß, was mit ihnen passiert, wenn ich die Leistung nicht mehr selbst erbringe. Hier hat es der Senat versäumt, rechtzeitig Verbindlichkeiten zu schaffen.

Ein Vertrag muss erfüllt werden, aber ein Vetrag schließt eben auch Forderungen ein, die fällig werden, wenn man die vereinbarten Leistungen nicht erfüllen kann. Daher erfüllt man den Vertrag am Ende auch, wenn man mit der Leistung ausbleibt und dem Vertragspartner einen Regress zahlt, der dann eben statt Millarden "nur" Millionen kostet. Schließe ich einen Kredit ab und zahle die Raten nicht pünktlich, muss ich Verzugsgebühren zahlen. Das schließt der Vertrag mit ein. Solange ich das mache, wird sich auch keiner beschweren. Verstoße ich hingegen völlig gegen den Vertrag und erbringe weder meine Rate noch die Verzugsgebühren, kann man von einem Vertragsbruch reden.

Was ich damit sagen will ist, dass ein privatwirtschaftlich geführtes Unternehmen immer auf die Kosten achten wird und da spielt es keine Rolle, ob es S-Bahn Berlin, Eurobahn oder Violia heißt. Das ist auch kein Skandal, das ist überall so. Mag blöd klingen, ist aber nun mal überall Realität. Ich kann nicht verstehen, dass immer noch so viele Menschen denken, dass mit einem anderen privaten Betreiber alles besser wird. Man hat doch nun an so vielen Beispielen gesehen, dass das oft nicht der Fall ist. Kein Privater erbringt seine Leistung aus reiner Nächstenliebe, weil er sich seinen Kunden so verpflichtet fühlt. Das ist Träumerei. Es geht um Zahlen. Ich verstehe das Entsetzen darüber nicht, dass privatwirtschaftliche Unternehmen Gewinne einfahren wollen. Das ist doch überall so und nunmal Realität. Wenn man das nicht will, hätte man die Bahnreform nicht durchführen sollen. Das war doch aber auch politisch alles so gewollt. Nochmal: Die DB ist nach wie vor ein zu 100 Prozent bundeseigenes Unternehmen. Man hätte hier schon längst intervenieren können, wenn man es denn wollte. Hier haben am Ende alle gepennt und die Situation falsch eingeschätzt.

In Hamburg sind nun die ersten neuen Fahrzeuge für die S-Bahn eingetroffen. Da war die Regierung etwas schneller.

Im Grunde stimme ich Dir zu. S-Bahn Berlin GmbH und der VBB, Berliner Senat, Brandenburger Landtag haben hier alle Mist gebaut. Mal völlig abgesehen von der vermurksten Ausschreibung, die schon zeigt, daß im Berliner Senat (und wohl auch im VBB) irgendwie nicht die hellsten Köpfe sitzen, kann man der S-Bahn aber eben auch Mißwirtschaft vorwerfen. Gut, daran mag Buchner nicht direkt Schuld sein, vielleicht nichtmal indirekt, aber ich kann auch nicht wirklich erkennen, wo Buchner dem wirksam entgegenzusteuern versucht. Der Umstand, daß reihenweise Heulsusen (BR 481, Anm. d. Autors) mit Problemen an den Achsen rumstanden, nach wie vor rumstehen und im Betrieb fehlten, zeigt, daß man noch immer nicht weitsichtig plant. Die fehlenden Ersatzteile sind doch wohl nicht wirklich erst so spät aufgefallen? Vernünftig wäre es gewesen, sich schon rechtzeitig zu bevorraten, zumal gerade die Heulsusen für Probleme mit den Achsen, Radsätzen und so weiter bekannt waren, denn gerade das hatte ja ab 2009 zum Crash bei der S-Bahn geführt. Gelernt hat man bei der S-Bahn daraus bis heute nicht. Und dieser Vorwurf geht Richtung Management und nicht gegen die Tf, Werkstattarbeiter etc. Was mir hingegen positiv aufgefallen ist, daß man inzwischen einen Großteil der Toaster (BR 480) in Bezug auf die Antriebsstränge ertüchtigt hat, ich kann fast keine lauten und schlecht beschleunigenden Toaster mehr entdecken. Dennoch fehlt im Management der S-Bahn das Auge für weitsichtige Planung.

Dennis
Zu den S75-Ausfällen am Wochenende fand ich in Twitter gerade einen/zwei interessante Tweets

MfG Holger



Hoch lebe die Meinungs- und Pressefreiheit!






Dazu bitte strecken.info beachten. Es gab in dem Bereich einen Kabeldiebstahl, weswegen das Stellwerk Hohenschönhausen in seiner Funktion eingeschränkt war.

Viele Grüße
Florian Schulz

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Die S-Bahn verleiht Personale nach München und Stuttgart? Wenn das war ist, wird mir manches, auch hier im Forum, klar.

MfG Holger



Hoch lebe die Meinungs- und Pressefreiheit!






Zitat
Arec

Einen geschlossenen Vertrag hat man zu erfüllen. Man kann die vollständige Vertragserfüllung nicht davon abhängig machen, für Folgeleistungen beauftragt zu werden. Wenn man mit den Vertragsbedingungen nicht einverstanden ist, muss man sich das vor Vertragsschluss überlegen. Zudem ist der Fahrzeugmangel ist mindestens durch die Verschrottung von 485ern selbst herbeigeführt worden. Ich finde es ein Unding, dass man jetzt einfach mit den Schultern zuckt und sagt "ist so".

Als die 485er unter Heinemann verschrottet wurden gab es noch keine Viertelzugvorgaben, die kamen erst nach der Krise (nach 2009) in die Vertragsverhandlung rein.

*******
Achtung! Türen können automatisch öffnen!
Zitat
Tradibahner
Die S-Bahn verleiht Personale nach München und Stuttgart?

Das stimmt zur Hälfte. Die S-Bahn verleiht freiwillig keinen, das kann auch logischerweise gar nicht in ihrem Interesse liegen.

Es gibt einen Pool, wo sich deutschlandweit jeder Tf der DB Regio als "Springer" bewerben kann und dann flexibel kurzzeitig in Regionen aushilft, die einen Notstand haben. Die Entscheidung und Verteilung legt die DB als übergeordnete Stelle fest, darauf hat die S-Bahn wenig Einfluss.

Du kannst ja da bei Twitter mal denjenigen, der von "Vielen" sprach, fragen, was er unter "Viele" versteht. ME waren es im letzten Jahr 2 und in diesem Jahr 2. Das Interesse an dem Projekt scheint nicht sonderlich groß, in der Regel kommen die Leute, die vor Jahren in andere Regionen sind, wieder zurück nach Berlin, da sie hier Haus und/oder Familie haben. Auch waren bei der S-Bahn schon Leihkräfte von DB Schenker tätig.

Man kann nur hoffen, dass dieses Angebot auch Kollegen aus anderen Regionen nutzen und zur Berliner S-Bahn kommen. Es ist irgendwo verständlich, dass man sich da erstmal an den Kopf fasst, aber wie ich schon sagte, ist die Personalsituation in anderen Regionen noch deutlich angespannter als bei uns. Zudem muss man davon ausgehen, dass diejenigen, die sich für die Teilnahme entscheiden, auch einen Grund haben, warum sie (vorerst) weg wollen. Ohne diese Möglichkeit würden diese Kollegen vermutlich auf kurz oder lang eh den Bereich wechseln und wären dann für das Uternehmen langfristig gar nicht mehr verfügbar.
Zitat
Tradibahner
Die S-Bahn verleiht Personale nach München und Stuttgart? Wenn das war ist, wird mir manches, auch hier im Forum, klar.

Das wird so gut wie nichts bringen, weil dort im Gegensatz zu Berlin ganz andere S-Bahntypen verkehren.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 12.02.2018 22:52 von Henning.
Zitat
Henning


Das wird so gut wie nichts bringen, weil dort im Gegensatz zu Berlin ganze andere S-Bahntypen verkehren.

Hallo Henning,

es gibt auch Kollegen bei der S-Bahn, die aus anderen Bereichen kommen und die Baureihen bereits haben. Zur damaligen S-Bahnkrise, als die Stadtbahn lahmgelegt war, fuhren auch S-Bahner den Ersatzverkehr mit X-Wagen und 425. Ansonsten kann man eine Baureihe auch in ein paar Tagen erlernen, so umfangreich ist das nicht.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 12.02.2018 22:50 von Railroader.
Zitat
Railroader
Zitat
Henning

Das wird so gut wie nichts bringen, weil dort im Gegensatz zu Berlin ganz andere S-Bahntypen verkehren.

Hallo Henning,

es gibt auch Kollegen bei der S-Bahn, die aus anderen Bereichen kommen und die Baureihen bereits haben. Zur damaligen S-Bahnkrise, als die Stadtbahn lahmgelegt war, fuhren auch S-Bahner den Ersatzverkehr mit X-Wagen und 425. Ansonsten kann man eine Baureihe auch in ein paar Tagen erlernen, so umfangreich ist das nicht.

Die Baureihe 425 sind Regionalbahnzüge mit Toiletten.

Während der S-Bahnkrise fuhren in Berlin als Ersatzverkehr S-Bahnzüge mit x-Wagen und der Baureihe 423.
Oh sorry, ja stimmt, waren ja 423. Die meine ich. 425 fuhren ja davor irgendwann mal.

Zitat
Flexist
Aber er war nicht derjenige, der vorher schon entschlossen hat einen Teil der Fahrzeugflotte bereits abzustellen. Schließlich wurden schon vor 2007 viele Viertelzüge zerlegt.

Herr Heinemann war es eh nicht, für die Fahrzeuge war Herr Thon verantwortlich.
Zitat
Henning
Zitat
Railroader
Zitat
Henning
Das wird so gut wie nichts bringen, weil dort im Gegensatz zu Berlin ganz andere S-Bahntypen verkehren.
[E]s gibt auch Kollegen bei der S-Bahn, die aus anderen Bereichen kommen und die Baureihen bereits haben. Zur damaligen S-Bahnkrise, als die Stadtbahn lahmgelegt war, fuhren auch S-Bahner den Ersatzverkehr mit X-Wagen und 425. Ansonsten kann man eine Baureihe auch in ein paar Tagen erlernen, so umfangreich ist das nicht.

Die Baureihe 425 sind Regionalbahnzüge mit Toiletten. Während der S-Bahnkrise fuhren in Berlin als Ersatzverkehr S-Bahnzüge mit x-Wagen und der Baureihe 423.

Ich habe mich diesbezüglich gerade erkundigt, dass die Berechtigung zum Führen der Baureihen 423 bis einschließlich 426 gemeinsam in einer Ausbildung erworben wird lange Zeit erworben wurde, seit ein gut drei Jahren werden aber wohl 423 und die restlichen Triebwagen aus der Reihe getrennt ausgebildet. Es sind auch quasi die gleichen Züge, für das Führen des Zuges ist es nachrangig, ob eine Toilette vorhanden ist. Anders ist das bei Lokomotiven, bei der Baureihe 146 gibt es nenneswerte Unterschiede zwischen den Unterbaureihen, deswegen braucht man für verschiedene Unterbaureihen eine separate Berechtigung.

Zudem werden Züge der Baureihe 425 auch bei der S-Bahn Hannover eingesetzt.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 13.02.2018 00:21 von Arec.
Zitat
Arec

Ich habe mich diesbezüglich gerade erkundigt, dass die Berechtigung zum Führen der Baureihen 423 bis einschließlich 426 gemeinsam in einer Ausbildung erworben wird.

So ist es.
Braucht man also für die S-Bahntypen 422 und 430 eine extra Ausbildung?
Zitat
Henning
Braucht man also für die S-Bahntypen 422 und 430 eine extra Ausbildung?

Jo
Zitat
Arec
Ich habe mich diesbezüglich gerade erkundigt, dass die Berechtigung zum Führen der Baureihen 423 bis einschließlich 426 gemeinsam in einer Ausbildung erworben wird. Es sind auch quasi die gleichen Züge, für das Führen des Zuges ist es nachrangig, ob eine Toilette vorhanden ist. Anders ist das bei Lokomotiven, bei der Baureihe 146 gibt es nenneswerte Unterschiede zwischen den Unterbaureihen, deswegen braucht man für verschiedene Unterbaureihen eine separate Berechtigung.

Hallo Arec,

danke, das ist sehr interessant.

Die Hochflur-423 (S-Bahn München, Stuttgart, Rhein-Main, Köln) sind ungeachtet der äußerlichen Ähnlichkeit technisch doch recht verschieden von den Mittelflur-424-425-426 (S-Bahn Hannover, Regionalverkehr). Meines Wissens weit mehr als die Unterbauarten der 146.

Die BVG macht ja beispielsweise bei der Straßenbahn ein großes Gewese um Baureihenberechtigungen für jede Unterbauart, beispielsweise bei den Flexity-Typen. Oder ob man einen GT6 als Solowagen oder in Doppeltraktion fahren darf.

Viele Grüße
Manuel
Zitat
Henning
Zitat
Railroader
Zitat
Henning

Das wird so gut wie nichts bringen, weil dort im Gegensatz zu Berlin ganz andere S-Bahntypen verkehren.

Hallo Henning,

es gibt auch Kollegen bei der S-Bahn, die aus anderen Bereichen kommen und die Baureihen bereits haben. Zur damaligen S-Bahnkrise, als die Stadtbahn lahmgelegt war, fuhren auch S-Bahner den Ersatzverkehr mit X-Wagen und 425. Ansonsten kann man eine Baureihe auch in ein paar Tagen erlernen, so umfangreich ist das nicht.

Die Baureihe 425 sind Regionalbahnzüge mit Toiletten.

Während der S-Bahnkrise fuhren in Berlin als Ersatzverkehr S-Bahnzüge mit x-Wagen und der Baureihe 423.

425er waren durchaus auch in Berlin im Einsatz, allerdings vor der Krise: in Heft 4/2006 von Blickpunkt Straßenbahn schrieb ich folgenden Text:

Zitat
Zitat aus Blickpunkt Straßenbahn 4/2006
„S21“: Obwohl ein realistischer Baubeginn für die geplante und zu einem geringen Teil bereits vorbereite-te S-Bahnstrecke Nordring – Hbf – Potsdamer Pl. – Südring, die in Bauunterlagen als „S21“ bezeichnet wird, guten Gewissens nicht angegeben werden kann, warf diese Linie bereits ihre Schatten voraus. So wurde anlässlich der Öffnung des Nordsüd-Fernbahn-Tunnels am 27. und 28.5.06 alle 20 Minuten ein als Regionalbahn bezeichneter Pendelverkehr zwischen den neu eröffneten Fern- und Regionalbahnhöfen Gesundbrunnen und Südkreuz (bisher: Papestraße) mit Halt am Hbf (tief) und Potsdamer Platz und einer Fahrzeit von 12 Minuten eingerichtet. Eingesetzt wurden an diesen Tagen folgende Wechselstrom-Triebzüge: 425/435 050 + 425 144 (Leihgabe der DBRegio Bayern), 424/434 014 + 424 027 (S-Bahn Hannover) und 425 077 (DBRegio Essen) + 425 003 (DBRegio Magdeburg).

Während der Fußball-WM 2006 richtete DBRegio auf eigene Kosten vom 8.6. bis 10.7.06 auf der selben Strecke einen gleichartigen Pendelverkehr ein. Die Züge verkehrten täglich von 5 bis 23:30 Uhr in einem angenäherten 20-Min.-Takt. Die Züge waren intern immer und anfänglich auch für die Fahrgäste als Re-gionalbahn bezeichnet, nach kurzer Zeit ging man jedoch für die Öffentlichkeit zur Bezeichnung „S-Bahn“ mit der zukunftsweisenden Linienbezeichnung S21 über. Da diese Linie jedoch in gedruckten Unterlagen nicht zu finden war und auch Fahrpläne nur als Aushänge existierten, war der Nutzungsgrad der Züge nicht sehr hoch. Auch konnte nicht die Zuverlässigkeit eines echten S-Bahnbetriebes angeboten werden, denn bei Störungen und Verspätungen im Fern- und Regionalverkehr wurde der Betrieb der „S21“ beein-trächtigt. Unverständlich ist, warum in den Zügen über Lautsprecher gegebenen Anschlusshinweise zwar auf Fern-, Regional- und U-Bahnlinien aufmerksam machten, die Linien der S-Bahn Berlin GmbH aber ignoriert wurden!

Von den von der Münchener S-Bahn (423/433 187 und 189) und der S-Bahn Frankfurt(Main) (423/433 436) ausgeliehenen Wechselstrom-S-Bahn-Triebzügen waren immer zwei im Einsatz, der dritte diente als Reserve. Die Züge trafen am 1.6. in Berlin ein, am 2.6. wurden Personalschulungsfahrten mit Fahrgästen auf der RB20 Oranienburg – Birkenwerder – Hennigsdorf absolviert und am 12.7. verließen sie Berlin wieder in Richtung Heimat. Während des Einsatzes in Berlin waren sie mit den hier üblichen Netzplänen usw. versehen.

Beste Grüße
Harald Tschirner
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