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Busse und Bahnhöfe in Biesdorf / Erschließung UKB
geschrieben von Jay 
Da das Thema Busse in Biesdorf - abgeleitet vom IGEB-S+R-Konzept mit einer Neuaufteilung der S-Bahnhalte-Halte - auf größeres Interesse gestoßen ist, aber nicht wirklich ins Thema "Grundsatzdebatte zur S-Bahn" passt, eröffne ich nun mal einen neuen Thread, der sich primär mit den Bussen beschäftigen soll.

Ich sehe im Raum Biesdorf zwei Punkte:
1. Verknüpfung zwischen Busnetz und S5.
2. Erschließung des UKB

Bestand:
zu 1.: Am Haltepunkt Biesdorf besteht Übergang zum Bus 192, in Wuhletal zum 191/291 (sowie der Nachtknoten) und Kaulsdorf als nächste Achse mit 197, 269 und 399, wobei insbesondere der 269 eine Tangentialfunktion nach Köpenick übernimmt.
zu 2.: Tagsüber halten X69 und 154 westlich des UKB an der Haltestelle Rapsweg/UKB, nachts N5 und N69 südlich an der Altentreptower Straße. Beide Haltestellen haben eingeschränkte Bedienzeiten, es gibt also keine "zentrale" Haltestelle. Auf der Achse Blumberger Damm gibt es bisher keinen Nachtverkehr.

Überlegungen:
Das IGEB-Konzept bringt die zwei Halte Biesdorf(er Kreuz) und Blumberger Damm als Ersatz für den heutigen Haltepunkt Biesdorf ins Gespräch. Der 192er könnte so auf die Stichfahrt zum Bahnhof Biesdorf verzichten (ca 3-5 Minuten Fahrzeitersparnis) und würde die S5 stattdessen am neuen Biesdorfer Halt an der Brücke Märkische Allee erreichen. Mit dem Haltepunkt Blumberger Damm würde die S5 genau im Achsenschnittpunkt halten, so dass die Busse X69 und 154 weiterhin geradlinig verkehren können und keine Umwege fahren müssen.

Vom S-Bahn-Haltekonzept unabhängig würde ich den 190er vom Elsterwerdaer Platz nordwärts zum UKB verlängern. Idealerweise erhielte er eine neue Endstelle auf dem Klinkgelände, so dass kurze Wege, insbesondere zur Notaufnahme, bestünden.
Zudem würde ich den 194er nach Friedrichsfelde Ost zurückziehen und eine neue Linie von Friedrichsfelde Ost über Helene-Weigel-Platz, durch das Siedlungsgebiet durch (z.B. über Haltestelle Eitelstraße) zum Rapsweg/UKB und weiter über Altentreptower Straße nach Wuhletal führen. Die ausgedehnten Betriebszeiten des X69 (zur IGA) wurden gut angenommen, was zeigt, dass die Tangentiale Blumberger Damm nagefragt ist.

Der Idee eines M91 könnte ich auch durchaus etwas abgewinnen.

PS: Hab zur Veranschaulichung mal ein OSM-Bild hinzugefügt. Lila die Buslinien, schwarz der Nachtbus. Rosa die vorgeschlagenen Linienänderungen (Schleife im UKB-Bereich nur mal angedeutet, da müsste man gucken, ob/was da geht). Die S-Bahnhöfe und potenziellen Standorte in grün/hellgrün sowie die Trassenfreihaltung der Nahverkehrstangente in hellgrün gestrichelt angedeutet. Dazu in gelb die TVO-Planung. Über die TVO (so sie dann mal gebaut ist), würde ich einen X-Bus Marzahn - Springpfuhl - Biesdorfer Kreuz - Biesdorf-Süd - Wuhlheide - Spindlersfelder Brücke - ... schicken, aber das ist nur am Rande relevant.

© OpenStreetMap-Mitwirkende, eigene Bearbeitung

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2 mal bearbeitet. Zuletzt am 02.01.2018 16:26 von Jay.


Vielen Dank für die Bemühungen und die Gedanken über die Möglichkeiten!

Also die etwaige Linie zwischen S Friedrichsfelde Ost und UKB-Klinikgelände über Luise-Zietz-Straße und Öseler Straße zu führen hielte ich für etwas gewagt, die nördliche Luise-Zietz-Straße und teilweise auch die Öseler Straße wirken etwas schmal, die Eitelstraße wäre hier wahrscheinlich geeigneter.

Wie die Fahrt auf dem Klinikgelände aussehen könnte habe ich auf dem bearbeiteten Bildschirmfoto von Google-Maps unten einmal festgehalten, potenzielle End-/Wendestellen wären auf jeden Fall im Brebacher Weg, entweder am Wuhlgarten oder etwas weiter nördlich am Landhausring. Basierend auf älteren Erinnerungen kann ich aber sagen, dass die Straßenlage auf dem Klinikgelände mehr als ungünstig für Busverkehr ist, die Straßen/Wege auf der potenziellen Linienführung zwischen dem Kreisverkehr am Eingang und dem Erreichen des Brebacher Wegs sind hierfür mehr als eng, ohne weitere Maßnahmen und Vorbereitungen wirkt das sehr schwierig.

Eine weitere Möglichkeit böte hier die Verknüpfung mit dem 190er mit einer Stichfahrt zum S+U Wuhletal, entweder man führe hier von Landhausring/Wuhlgarten den Weg der neuen Buslinie zurück zum Blumberger Damm und denselben dann Richtung Süden mit besagter Stichfahrt zum S+U Wuhletal. Alternativ möglich wäre auch die Fahrt über den Brebacher Weg bis zur Altentreptower Straße, von hier dann über S+U Wuhletal und Haltestelle Altentreptower Straße zum Blumberger Damm.

Bei dieser Möglichkeit fallen mir jedoch zwei Probleme auf:
1. Der Einsatz von 12m-Bussen bei Kopplung mit dem 190er wäre wahrscheinlich überaus schwierig aufgrund der Straßenlage auf dem Klinikgelände des UKB, bei Führung über Luise-Zietz-Straße und Öseler Straße möglicherweise auch aufgrund der Straßenlage dort, auf dem UKB-Klinikgelände würden wahrscheinlich nur Sprinter passen.
2. Aus 1. resultiert das zweite Problem, Sprinter auf dem 190er sind, zumindest tagsüber/in der HVZ, am Wochenende bei starkem Andrang zum FEZ/zur Wuhlheide wahrscheinlich auch, doch ziemlich klein. In der HVZ könnte man auf dem 190er Verstärker einführen, die mit denen des 108er gekoppelt sind, da hier oft Gelenkbusse fahren wahrscheinlich eine gute Alternative, um die Fahrgäste weg zu bekommen. Die gekoppelten 108-Verstärker könnten, falls Sprinter auf dem 190er tagsüber auch zu klein sind, tagsüber dann ausschließlich auf dem 190er bleiben. Wie man das am Wochenende handhabt wäre dann die Frage.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 02.01.2018 15:58 von VBB/HVV.


Den 191er ab Wuhletal und Elsterwerdaer Platz bis S Wuhlheide verlängern und gleich mehrere Wohngebiete hätten direkten Anschluß zum UKB über die Haltestelle Altentreptower Str.
Die Führung des "394" über Luise-Zietz und Öseler Straße wäre von der Erschließungswirkung besser, aber genau wegen der Straßenbreite hab ich sie nur gestrichelt eingezeichnet und die durchgehende Linie gleich über Eitelstraße und Rapsweg. Die Klinik-Endstelle ist allerdings "nur" für den 190er gedacht. Die Linie aus Springpfuhl sollte schon den "schnellen" Weg über den Blumberger Damm nehmen.

Auf dem Klinikgelände sehe ich ebenso das Problem, dass es selbst für eine 12-Meter-Bus verdammt eng wird und die Tragfähigkeit der Straßen/Wege vermutlich auch nicht ausreichend dimensioniert ist.

Zumindest im Bereich der Warener Straße sollte sich aber auch eine Wendestelle schaffen lassen, die "Standardbus"-tauglich ist. Alternativ ließe sich zur Bedienung des Klinik-Geländes auch eine Linie "391" einrichten, die ab Wuhletal mit einem Sprinter fährt. Das wäre dann allerdings wirklich eine ziemliche Luxuslösung.

--- Signatur ---
Bitte beachten Sie beim Aussteigen die Lücke zwischen Bus und Bordsteinkante!
Den 190er nach Norden zu verlängern ist schonmal nicht schlecht. Ich würde den aber nicht auf dem Klinikgelände rumgurken lassen, sondern weiter verlängern wie der damalige 90er Bus. Also weiter bis Elisabethstr, AdK, Springpfuhl ggf. noch Friedrichsfelde Ost.
Hat den Vorteil der Verbindung "Springpfuhl-Gebiet" - UKB - Achse Köpenicker Str..

Versuche heute mal aus dem Gebiet Elsterwerdaer Platz zum Helene-Weigel-Platz zu kommen. Katastrophe.
Ich hatte vor ca. 4 Jahren mal zu diesem Thema eine Variante bei der BVG vorgeschlagen. Bekam nach einiger Zeit auch eine Antwort, die ungefähr so ausfiel: Danke, guter Vorschlag, aber momentan nicht realisierbar. Außerdem wird UKB/Umgebung schon jetzt sehr gut angebunden.(X69, 154). Es sollte eine Fahrgastanalyse durchgeführt werden, um zu sehen, ob es sich lohnt zur Veränderung. Sollte dann eine Antwort nochmals bekommen. Auf die warte ich heute noch.

Hatte folgende Variante vorgeschlagen: Den 191 und 291 wechselnd ab Kreuzung Blumberger Damm/Cecilienst. zum S-U.Bhf. Wuhletal zu führen. (über UKB dann Altentreptower Str.). 191 alte Linienführung über Cecilienstr.- U-Kaulsdorf Nord zu Wuhletal., rück über Altentreptower Str.- UKB- Marzahn; 291 ab Blumberger Damm/Cecilienstr. -UKB- Altentreptower Str.- Wuhletal., rück über U-Kaulsdorf-Nord- Cecilienstr. nach Marzahn. Das sollte im Wechsel geschehen, so dass jede Linie wechselseitig fährt.
Hätte großen Vorteil, weil sämtlich benötigte Haltestellen schon vorhanden sind.
Zitat
micha774
Den 191er ab Wuhletal und Elsterwerdaer Platz bis S Wuhlheide verlängern und gleich mehrere Wohngebiete hätten direkten Anschluß zum UKB über die Haltestelle Altentreptower Str.

Naja, von der Altentreptower Straße ist es doch noch ein gehöriger Fußmarsch bis zum Krankenhaus. Da halte ich eine Verlängerung des 190ers für eleganter. Der könnte dann auf dem Parkplatz an der Ecke Blumberger Damm/Am Gewerbegebiet bequem wenden. Besser wäre natürlich eine Weiterführung auf dem Blumberger Damm im Zuge der Linie X69 um dieselbe in diesem Bereich zu entlasten und zu ergänzen.
Man sollte die Entwicklung der autonomen Busse in Mitte abwarten und mit denen dann (wie an der Charité) einen Anschluss an den Bhf Wuhletal einrichten. Das wäre ein weiteres Testgebiet.

x--x--x--x

Ein fester Standpunkt ist immer wichtig - besonders in Kurven und beim Bremsen. Bitte gut festhalten!
Zitat
B-V 3313
Man sollte die Entwicklung der autonomen Busse in Mitte abwarten und mit denen dann (wie an der Charité) einen Anschluss an den Bhf Wuhletal einrichten. Das wäre ein weiteres Testgebiet.

Wäre es gar nicht. Autonomes Fahren in abgeschlossenen Gegenden nur mit Passanten ist heutzutage sehr gut möglich, die Nutzung einer öffentlichen Straße mit vollständigem Individualverkehr nahezu unmöglich. Da musst du min. 10 Jahre noch warten.

Die Berliner Linienchronik (+Stationierungen BVG) 1894-2018
Zitat
485er-Liebhaber
Autonomes Fahren in abgeschlossenen Gegenden nur mit Passanten ist heutzutage sehr gut möglich, die Nutzung einer öffentlichen Straße mit vollständigem Individualverkehr nahezu unmöglich. Da musst du min. 10 Jahre noch warten.

So etwas fährt bereits seit 2017 in Bad Birnbach. In Berlin wird es ab diesem Jahr autonome Busse auf dem Charite Gelände geben. Aber es ist auch für dieses Jahr geplant, mit dem Olli-Nachfolger ein autonom fahrenden Bus am Südkreuz im Straßenverkehr einzusetzen.

Gruß
Micha

Die Idee einer Verlängerung der Buslinie 190 bis min. S+U Wuhletal gab es schon vor längerer Zeit seitens des Bezirks Marzahn-Hellersdorf.
-> 2105/VI - Beschlüsse

Ist irgendwann anscheinend im Sande verlaufen.
Zitat
Jay
Das IGEB-Konzept bringt die zwei Halte Biesdorf(er Kreuz) und Blumberger Damm als Ersatz für den heutigen Haltepunkt Biesdorf ins Gespräch. Der 192er könnte so auf die Stichfahrt zum Bahnhof Biesdorf verzichten (ca 3-5 Minuten Fahrzeitersparnis) und würde die S5 stattdessen am neuen Biesdorfer Halt an der Brücke Märkische Allee erreichen. Mit dem Haltepunkt Blumberger Damm würde die S5 genau im Achsenschnittpunkt halten, so dass die Busse X69 und 154 weiterhin geradlinig verkehren können und keine Umwege fahren müssen.
Ich bin im Allgemeinen skeptisch ob der Aufgabe bestehender Haltepunkte im S-Bahn-Netz. Oft haben sich - wie auch im Falle Biesdorf - um die Stationen Stadtteilzentren entwickelt, so auch in Biesdorf. Zwar hat die Geschäftsansammlung in diesem Bereich nur für die lokale Umgebung etwas Bedeutung (also ein sehr kleines Zentrum), doch können wir davon ausgehen, dass mit Schließung des S-Bahnhofs dieses schnell komplett kollabieren wird. An den beiden vorgeschlagenen Standorten wird sich aufgrund der vorhandenen baulichen Umgebung mit Sicherheit kein neues Stadtteilzentrum entwickeln.
Insofern bin ich - bei allen potenziellen Vorteilen durch neue Umsteigebeziehungen - nicht ganz überzeugt von der Schließung von Biesdorf.

Zitat
Jay
Vom S-Bahn-Haltekonzept unabhängig würde ich den 190er vom Elsterwerdaer Platz nordwärts zum UKB verlängern. Idealerweise erhielte er eine neue Endstelle auf dem Klinkgelände, so dass kurze Wege, insbesondere zur Notaufnahme, bestünden.
Zudem würde ich den 194er nach Friedrichsfelde Ost zurückziehen und eine neue Linie von Friedrichsfelde Ost über Helene-Weigel-Platz, durch das Siedlungsgebiet durch (z.B. über Haltestelle Eitelstraße) zum Rapsweg/UKB und weiter über Altentreptower Straße nach Wuhletal führen. Die ausgedehnten Betriebszeiten des X69 (zur IGA) wurden gut angenommen, was zeigt, dass die Tangentiale Blumberger Damm nagefragt ist.
Der Bus 190 alleine bis zum Klinikum würde nur wenig Nachfrage auf sich ziehen - die Fahrten wären meist nur schwach ausgelastet. Eben auch weil zwei weitere Buslinien in unmittelbarer Nähe diese Relation auch bedienen.
Eher würde ich mir eine Verlängerung des 190ers Richtung S Marzahn wünschen - schließlich befindet sich dort ja das wichtigste Stadtteizentrum weit und breit, welches aus dem Bereich südlich der S5 nur schwer erreicht werden kann. Gegebenfalls könnte der 154er auch dahin zurückgezogen bzw. nach Marzahn verschwenkt werden. Insgesamt hat jedoch die Achse entlang des Blumberger Damms eine deutliche Angebotsausweitung nötig - insbesondere auch der X69er selbst.

Die Idee der Aufteilung des 194ers hat duchaus etwas Reizvolles, diese Linie könnte dann in den Bereich des Krankenhaueses hereinfahren. Ebenso denkbar wäre aber auch eine Entwicklung einer Linie ins Gelände hinein aus dem Linienbündel 191/291.

Aber ich denke, dass insgesamt im Bereich südliches Marzahn / Friedrichsfelde / Wuhletal insgesamt eine genauere Untersuchung der Busangebote erforderlich ist. Viele Linien verkehren ineffektiv und umständlich, relevante Verkehrsströme werden dahingegen zu schwach oder gar nicht bedient u.s.w.

Ingolf
Ich würde diese Linie wie schon andernorts geschrieben im Zuge des heutigen 291ers über das UKB hinaus verlängern und den 291er dafür komplett einstellen. Der 154er kann zum S- und U-Bahnhof Wuhletal fahren und die Station "Altentreptower Straße" ganztägig bedienen. Der Quatsch mit den zwei Schulfahrten des 291ers kann dann ebenfalls entfallen wie auch der unsägliche Stolpertakt auf dem Bruno-Bürgel-Weg, der durch die "Weglenkung" der Leistungen zur Poelchaustraße entstanden ist. Hier ist durch Mehrleistungen ein sauberer 10-Minuten-Takt wieder herzustellen. Der X69 sollte auf kompletter Linie während der gesamten Betriebszeit verkehren.

Wenn wie heute der S-Bahnhof Poelchaustraße zu gewissen Zeiten (abends, sonntags) nicht extra angefahren werden braucht, kann der 190er in dieser Zeit am UKB wenden. Ich könnte mir sogar vorstellen, dass man dazu gar keine gesonderte Wendefahrt auf dem Klinikgelände benötigt, der Blumberger Damm ist breit und die Busse können sonntags wie bisher einfache EN sein.

Den Umbau der S-Bahn-Anlagen halte ich für etwas übers Ziel hinaus geschossen. Diese Nahverkehrstangente ist mir völlig unbekannt, ist das die Wegführung der "Ostring-S-Bahn"? Dann war mir nur entgangen, dass es an dieser Stelle die Option einer abseitig des BAR führenden Strecke gibt. Mensch, was würde das an Wegen vereinfachen und den Ostring entlasten...nun gut. Solange das aber nicht in Aussicht ist, braucht's meines Erachtens keine Umverlegung der Bahnhöfe.

Es MUSS ein Hobby sein - leisten kann ich mir das nicht... :)
Ich war ebenso erstaunt, zumal ich die ganze Zeit davon überzeugt war, dass der S-Bahnhof Biesdorfer Kreuz sich direkt am namensgebenden Schnittpunkt zwischen Ostbahn und Außenring befinden würde. Allerdings kamen die ersten Zweifel auf, als ich anhand des Sattelitenbildes festgestellt habe, dass es bei dieser Streckenführung ziemlich eng werden könnte. Zwischen Springpfuhl und Biesdorfer Kreuz liegt die bestehende Bebauung (insbesondere der Baumarkt und der "Mediendiscounter") teilweise recht nah an der bestehenden Strecke und es gibt dadurch keinen Platz für ein weiteres Gleispaar östlich der S7(5)-Strecke.

Die zahlreichen Abzweige vom und zum Außenring, welche die neue Trasse der S-Bahn vielfach kreuzen würden, hätten zur Folge, dass die S-Bahngleise eine Ebene höher liegen müssten als die Ferngleise des Außenringes und damit auch längere Umsteigewege (viele Treppenstufen, dadurch ein permanent überfüllter Aufzug und der Einbau von Rolltreppen wäre wohl kaum möglich).

Da klingt die Streckenführung entlang der Märkischen recht einleuchtend und weitaus unkomplizierter, danke für den Hinweis. Ich hab mich schon gewundert, wieso die Gleisabstände auf der Ostbahn sich ausgerechnet dort aufweiten und nicht direkt unter dem Kreuz.

Ich hätte aber noch einige Fragen dazu:

- Zwischen Springpfuhl und Ostbahn befindet sich eine Tankstelle direkt auf der angedachten Trasse. Soll sie dann (wann auch immer es dazu kommen mag) weichen oder mit einem Viadukt überbrückt werden? Wäre letzteres, also Tankstelle unter einer Bahnstrecke, denn überhaupt genehmigungsfähig?

- Südlich der Ostbahn befindet sich ein Gewerbegebiet westlich der Märkischen Allee, welches bis an die Straße reicht. Da sehe ich persönlich keinen Platz für die S-Bahn. Wie will man das denn schaffen?

- Wie bzw. wo genau will man die Strecke von der Märkischen Allee an den Außenring heranführen? Unmittelbar südllich der Kreuzung/Anschlussstelle Märkische Alle / Alt-Biesdorf befindet sich eine Wohnsiedlung und nordwestlich davon reicht das besagte Gewerbegebiet heran.

- Am Außenring angekommen, sehe ich dort stellenweise auch kaum Platz, da die besagte Wohnsiedlung doch recht nah an die bestehenden Gleise heranrreicht, insbesondere im Bereich der Straßen Vorstadtweg und Schlochauer Str.
Den 154 zum S Marzahn umzuschwenken halte ich für keine besonders gute Idee, viele Fahrgäste fahren von vor der Raoul-Wallenberg-Straße mindestens bis Alt-Marzahn durch, außerdem tut der Haltestelle Jan-Petersen-Straße (der durchaus Bedeutung zukommt) die etwas weiter reichende Buslinie ziemlich gut, nachdem hier ja schon der X54 wegfiel.

Der reine 10-Minuten-Takt in der Bruno-Baum-Straße (nicht Bruno-Bürgel-Weg) ist sicherlich eine gute Idee, jedoch gibt es diesen 'Stolpertakt' (7/13-Minuten-Takt) ja auch nur in der HVZ und die Fahrgastzahlen, die sich diesen Takt in diesen paar Stunden des Tages merken müssen, sind auch ziemlich überschaubar. Ideal wäre ein 190er über's Unfallkrankenhaus hinaus natürlich schon.
Zitat
Ingolf
Der Bus 190 alleine bis zum Klinikum würde nur wenig Nachfrage auf sich ziehen - die Fahrten wären meist nur schwach ausgelastet. Eben auch weil zwei weitere Buslinien in unmittelbarer Nähe diese Relation auch bedienen.

Das klingt aber sehr theoretisch; die Praxis sieht da ganz anders aus. Die "zwei weiteren Buslinien" fahren am Elsterwerdaer Platz von zwei unterschiedlichen Haltestellenpositionen, sind häufig im Doppelpack unterwegs und stets pickepackevoll mit UKB-Patienten, so daß da ein 190er, der idealerweise um zehn Minuten versetzt zu den Linien X69 und 154 fahren sollte, für willkommene Entspannung sorgen könnte. Allerdings besteht nicht nur eine große Nachfrage zwischen UKB und Elsterwerdaer Platz sondern auch ab UKB in Richtung Norden; ein bis zum UKB verlängerter 190er würde die Nachfrage daher nur teilweise befriedigen.
Wir sind uns also schon mal einig: 190er übers UKB hinaus verlängern und zu einer ernst zu nehmenden Verbindung ausbauen. Wohin genau bleibt zu klären.

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