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Straßenbahn nach Steglitz: Ausschreibung bis Posdamer Platz draußen
geschrieben von Nemo 
Zitat
Ingolf
Und trotzdem sind die Straßenbahnen rappelvoll

Wobei der 245er auch deutlich mehr Fahrgäste gehabt hätte, wenn er entsprechend häufiger gefahren wäre... wenn man schon vergleicht, dann bitte fair. Erhebliche Taktverdichtung -> erheblich mehr Fahrgäste, ist doch klar... (natürlich denke auch ich nicht, dass mit dem Bus bei gleichem Takt wie heutigem annähernd so viele Fahrgäste transportiert worden wären)


Zitat
Ingolf
Und so stellt sich die Frage, was wir erst für eine Nachfrage für die Straßenbahn generieren könnten, wenn wir hier eine tatsächlich funktionierende Priorisierung hätten...

Du wirst vermutlich nicht ganz unrecht haben ;)
Um die Kurve zum Thema zu bekommen:

Ich wäre ja dafür, mal einen Großversuch zwischen Potsdamer Platz und Alex zu machen. Wie viele Fahrgäste mehr gibt es bei Umstellung auf Straßenbahn?

Gestern bin ich (nach längerer) Zeit mal wieder zwangsweise Bus gefahren, mangels schienengebundener Alternativen. So vom Fahrkomfort her ist dieses Geschaukel wirklich gruselig.
Zitat
Stichbahn
Zitat
Ingolf
Und trotzdem sind die Straßenbahnen rappelvoll

Wobei der 245er auch deutlich mehr Fahrgäste gehabt hätte, wenn er entsprechend häufiger gefahren wäre... wenn man schon vergleicht, dann bitte fair. Erhebliche Taktverdichtung -> erheblich mehr Fahrgäste, ist doch klar... (natürlich denke auch ich nicht, dass mit dem Bus bei gleichem Takt wie heutigem annähernd so viele Fahrgäste transportiert worden wären)
(...)

Die Linien 245 und M 10 (sowie M 8 und M 5) sind ohnehin nicht direkt vergleichbar. Während die Buslinie 245 eine Verbindung der Invalidenstraße (und früher auch der Bernauer Straße) in Richtung Moabit und City-West herstellte, bindet die heutige Tramlinie M 10 die Bernauer Straße und die Invalidenstraße nach Osten an; auch die M 8 und M 5 fahren nach Osten.

Unabhängig von derlei hinkenden Linienvergleichen ist der Erfolg der "Hauptbahnhofstrecke" trotz ihrer Schwächen natürlich erfreulich.
Ich möchte den Erfolg der Hbf-Tram ja nicht kleinreden, es wurden viele Fahrgäste gewonnen. Nur bin ich sehr enttäuscht, dass man aus dem Verkehrsmittel Tram so wenig draus macht. Wenn die Tram an allen Ecken warten muss, bis auch der letzte Verkehrsteilnehmer überholt hat, dann ist sie für den entsprechenden Streckenabschnitt nicht das ideale Verkehsmittel. Der Bus braucht zum Beispiel keine Ampeln für einen Spurwechsel und kommt damit schneller voran.

Dort wo man in Zukunft die Tram baut, sollte man auch die entsprechende Infrastruktur mit vorsehen, die ein schnelles Vorankommen ermöglicht. Im Prinzip müsste die Tram nur an Haltestellen anhalten, den Rest kann man mittels Vorangschaltungen lösen. Das gibt in den ersten Wochen vielleicht mehr Stau auf den MIV-Trassen, doch nach einiger Zeit steigen etliche Autofahrer um (vor allem wenn ständing eine Tram vorbei fährt, während man selbst im Stau steht).

Je umweltfreundlicher ein Verkehrsmittel ist, desto mehr Priorisierung sollte es im Verkehrsraum haben.
Zitat
DaniOnline
Der Bus braucht zum Beispiel keine Ampeln für einen Spurwechsel und kommt damit schneller voran.

Bitte was? Es gibt genügend Ampeln, die Bussen das Einordnen ermöglichen! Hardenbergstraße (2x!), Kantstraße, Brunsbütteler Damm seien da nur als Beispiele genannt.

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Ein fester Standpunkt ist immer wichtig - besonders in Kurven und beim Bremsen. Bitte gut festhalten!
Zitat
DaniOnline
Wenn die Tram an allen Ecken warten muss, bis auch der letzte Verkehrsteilnehmer überholt hat, dann ist sie für den entsprechenden Streckenabschnitt nicht das ideale Verkehsmittel.

Abgesehen davon, dass die meisten von uns sich sicherlich über die ungünstige Situation in der Invalidenstraße zu Ungunsten der Straßenbahn einig sind, darf die Verkehrsmittelwahl wie in diesem Fall keinesfalls ausschließlich auf einem Streckenabschnitt (hier Nordbahnhof - Hauptbahnhof) betrachtet werden. Die M8 beispielsweise, die vom Start an der Stadtgrenze bis hin zum Rosenthaler Platz nahezu durchgehend vernünftig trassiert ist, muss dennoch zum Hauptbahnhof fahren, auch wenn die letzten drei Kilometer nur unzureichend ausgebaut sind (werden konnten/durften). Selbst wenn hier der Bus "glatter" durch käme wäre es Unfug, auf dem Weg aus diesem Grund das Verkehrsmittel wechseln zu müssen. Ähnlich blöd wäre es, die 62 wie ihre Schwesterlinie kurz vor dem Gutspark Mahlsdorf enden zu lassen nur weil auf dem kommenden Kilometer zum S-Bahnhof Mahlsdorf kein eigener Gleiskörper durchsetzbar wäre.

Es MUSS ein Hobby sein - leisten kann ich mir das nicht... :)
Der Zustand in der Invalidenstraße ist weit davon entfernt, ideal zu sein., und leider hat man auch den Ar** nicht in der Hose gehabt, eine komplette Spur abzutrennen. Der Unterschied ist schon enorm, wenn die Bimmel hinter der Sandkrugbrücke ENDLICH ihren eigenen Gleiskörper erreicht hat. Die (gefühlt) 1001 Ampeln tun ihr übriges dazu. Am Hbf selbst finde ich auch die Wartezeiten für Fußgänger beim Zugang zur Straßenbahn grenzwertig, während die Pkw großzügige Grünzeiten erhalten. Und dann halten die Straßenbahnen auch noch konsequent vorne, also vom Hauptzugang entfernt... Immerhin sind die kurzen M10 bis auf wenige Ausnahmen inzwischen Geschichte, so dass der Sprintweg etwas kürzer ist.
Um noch mal auf den 245er zu kommen. Der quetscht sich auch noch durch den Flaschenhals und endet nach 1,5 Leer-km am Robert-Koch-Platz. Wie konnte man am Hbf eine angemessene Endhaltestelle für Busse vergessen?

Die provisorische Endhaltestelle auf der Nordseite ist offenbar auch ein Dauerzustand.
Zitat
Latschenkiefer
Die provisorische Endhaltestelle auf der Nordseite ist offenbar auch ein Dauerzustand.

Langfristig muss einfach der Nordvorplatz komplett von Parkplätzen und Taxis befreit werden, damit dort Busse in mehreren versetzten Spuren den Fahrgastwechsel erledigen können und Zeitgleich eine Lösung für den 245er geschaffen werden. Kann ja nicht sein das ein Taxi mit 1-4 Personen soviel wertvollen Platz verschwendet als ein Bus mit 120 Fahrgästen. Zudem eine Touristeninformation sowie Ticketverkaufsstelle ausserhalb des Bahnhofs als Anlaufstation wäre auch nicht schlecht. Aktuell ist ja auch das Friedrich-List-Ufer zu, vorher ist da ja der M85 noch rumgekurvt. In ein paar Jahren ist die wieder frei und kann genutzt werden.

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Individuell unterwegs sind in Berlin nur noch Menschen, die nicht mit dem Auto unterwegs sind.
"Franz Fehrenbach"
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B-V 3313
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DaniOnline
Der Bus braucht zum Beispiel keine Ampeln für einen Spurwechsel und kommt damit schneller voran.

Bitte was? Es gibt genügend Ampeln, die Bussen das Einordnen ermöglichen! Hardenbergstraße (2x!), Kantstraße, Brunsbütteler Damm seien da nur als Beispiele genannt.

Falsche Antwort und Brunsbütteler Damm ist die reinste Fehlkonstruktion und Verkehrsbremse! Wer so einen Mist plant gehört in den Wald gejagt!
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Pneumatik
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Latschenkiefer
Die provisorische Endhaltestelle auf der Nordseite ist offenbar auch ein Dauerzustand.

Langfristig muss einfach der Nordvorplatz komplett von Parkplätzen und Taxis befreit werden, damit dort Busse in mehreren versetzten Spuren den Fahrgastwechsel erledigen können und Zeitgleich eine Lösung für den 245er geschaffen werden. Kann ja nicht sein das ein Taxi mit 1-4 Personen soviel wertvollen Platz verschwendet als ein Bus mit 120 Fahrgästen. Zudem eine Touristeninformation sowie Ticketverkaufsstelle ausserhalb des Bahnhofs als Anlaufstation wäre auch nicht schlecht. Aktuell ist ja auch das Friedrich-List-Ufer zu, vorher ist da ja der M85 noch rumgekurvt. In ein paar Jahren ist die wieder frei und kann genutzt werden.

Langfristig wird man dort wegen S21 und Straßenbahnausbau zumindest keinen Busverkehr mehr durch den Tiergartentunnel haben. Wenn man das Friedrich-List-Ufer wieder befahren kann, kann ich mir eine Endstelle auch auf dem südlichen Vorplatz vorstellen.

Gruß Nemo
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Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Zitat
Marienfelde
Die Linien 245 und M 10 (sowie M 8 und M 5) sind ohnehin nicht direkt vergleichbar. Während die Buslinie 245 eine Verbindung der Invalidenstraße (und früher auch der Bernauer Straße) in Richtung Moabit und City-West herstellte, bindet die heutige Tramlinie M 10 die Bernauer Straße und die Invalidenstraße nach Osten an; auch die M 8 und M 5 fahren nach Osten.

Eben, darum geht es auch. Und es ist auch ein gewichtiges Argument, warum gerade unter den Berliner Bedingungen der Ausbau der Straßenbahn einen so hohen Nutzen stiftet.

Wir haben in Berlin auch fast 30 Jahre nach dem Fall der Mauer noch etliche Stellen, wo wir starke Verkehrsströme am Rande der Innenstadt bzw. mitten ich dichtest besiedelten und hochgenutzten Stadtquartieren brechen bzw. gar kein adäquates Angebot für durchgehende Fahrten anbieten. Und das sind genau die Stellen, wie die Straßenbahn in der Nähe der ehemaligen Grenze zwischen Ost und West endet. Mit selbst schon vergleichsweise kurzen Verlängerungen können wir hier überdurchschnittliche Zuwächse erreichen.

Mit Bussen ostwärts würde so etwas übrigens nicht funktionieren. Von Attraktivitätbetrachtungen mal ganz abgesehen, wären diese auf den relevanten Korridoren schlichtweg überlastet. Oder will jemand ernsthaft eine Linie M10 als Bus im 2-Minuten-Takt in Erwägung ziehen?

Ingolf
Zitat
Havelländer
Falsche Antwort und Brunsbütteler Damm ist die reinste Fehlkonstruktion und Verkehrsbremse!

Was soll daran falsch sein? Die Ampelanlage ist einzig für den Spurwechsel des Busses so ausgelegt und nichts anderes.

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Ein fester Standpunkt ist immer wichtig - besonders in Kurven und beim Bremsen. Bitte gut festhalten!
Zitat
Ingolf
Mit Bussen ostwärts würde so etwas übrigens nicht funktionieren. Von Attraktivitätbetrachtungen mal ganz abgesehen, wären diese auf den relevanten Korridoren schlichtweg überlastet. Oder will jemand ernsthaft eine Linie M10 als Bus im 2-Minuten-Takt in Erwägung ziehen?

Klaro! Beim Bus reichte locker ein 5 Minutenen-Takt. Der ist so unattraktiv, dass die Fahrgäste von alleine davonrennen.

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Ein fester Standpunkt ist immer wichtig - besonders in Kurven und beim Bremsen. Bitte gut festhalten!
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B-V 3313
Zitat
Havelländer
Falsche Antwort und Brunsbütteler Damm ist die reinste Fehlkonstruktion und Verkehrsbremse!

Was soll daran falsch sein? Die Ampelanlage ist einzig für den Spurwechsel des Busses so ausgelegt und nichts anderes.

Ganz toll wenn der quer stehende Bus alle Fahrspuren blockiert und für mindestens 1 Ampelphase, die dort in Richtung Osten eh sehr kurz ist, kein Rad rollt.
Ganz großes Kino!
Und? In dem Bus sitzen vermutlich fünfmal so viele Menschen wie in allen dahinter stehenden Autos zusammen. Setz' dich dazu und genieße es, wenigstens für einen kleinen Moment mal mit zu den ersten zu gehören.

Es MUSS ein Hobby sein - leisten kann ich mir das nicht... :)



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 21.09.2018 21:25 von Philipp Borchert.
Zitat
Philipp Borchert
Und? In dem Bus sitzen vermutlich fünfmal so viele Menschen wie in allen dahinter stehenden Autos zusammen. Setz' dich dazu und genieße es, wenigstens für einen kleinen Moment mal mit zu den ersten zu gehören.

Es ist natürlich schon blöd, wenn die Ampel - warum auch immer - den Geradeausverkehr am querstehenden Bus vorbei fahren lassen möchte. Wenn die Ampel mitbekommt, dass der Bus die Haltestelle verlassen hat, dann sollte sie immer zunächst den Bus und die Linksabbieger über die Kreuzung lassen. Wenn das so nicht passiert, dann hat sich die Ampelschaltung wohl irgendwie verschluckt.

Gruß Nemo
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Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Außerdem sofern der Fahrer mal etwas das Lenkrad benutzen würde, dann schafft man es sogar zu 95% in die Linksabbiegerspur und die anderen kommen mit einem leichten Schlenker einfach vorbei. Nur sehe ich oft Kollegen, die es anscheinend nicht für nötig halten, mal am Rad zu drehen oder mit angepasster Geschwindigkeit in die Bucht reinzufahren. Nervt selbst mich, wenn ich mit einem Xer über die östliche Heerstraße brause.
Angenommen, eine Straßenbahn entlang der B1 bis nach Steglitz würde in betrieb gehen - welche Linienführungen würdet ihr für am sinnvollsten halten?

Wäre die M4, wenn sie von Hohenschönhausen nach Steglitz führe, nicht zu lang und damit verspätungsanfällig?
Die M2 wäre wohl, was Bau und Betriebsablauf (sie müsste mindestens ein mal die M4/5/6-Trasse kreuzen) betrifft, nicht ganz optimal.

Andererseits würde eine Tramlinie welche z.B. auf Alex - Steglitz beschränkt ist, einige mögliche Vorteile (z.B. Direktverbindung aus dem Nordosten bis Potsdamer Platz, Stadtmitte) der neuen Strecke nicht ausspielen können.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 22.09.2018 18:47 von RathausSpandau.
Zitat
RathausSpandau
Wäre die M4, wenn sie von Hohenschönhausen nach Steglitz führe, nicht zu lang und damit verspätungsanfällig?
Die M2 wäre wohl, was Bau und Betriebsablauf (sie müsste mindestens ein mal die M4/5/6-Trasse kreuzen) betrifft, nicht ganz optimal.

AlexII soll eh an die NBS angebunden werden, also könnten es problemlos die Linien M2 und/oder M4 werden. Das wird man dann sehen, wenn es soweit ist.

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Ein fester Standpunkt ist immer wichtig - besonders in Kurven und beim Bremsen. Bitte gut festhalten!
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