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Neuer Vorschlag für die Straßenbahn in Mahlsdorf
geschrieben von TMBerlin 
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schallundrausch
Wenn die eigenen Leute sich selber die Beine stellen...
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TSP-Newsletter
Ein „gesicherter Übergang mit Ampel“ sei dann „notwendig und möglich“. So sieht es auch der Bezirk. Die Senatsbildungsverwaltung lehnt das aber strikt ab. „Es ist kaum organisierbar, dass Grundschulkinder mehrmals am Tag sowohl eine Trasse als auch eine Straße überqueren“, teilt deren Sprecherin Beate Stoffers auf Anfrage mit.

Bitte - was? Wenn die Kinder mehrmals am Tag die Straße überqueren müssen, dann ist das vollkommen OK (und geht, wenn ich das so zwischen den Zeilen rauslese, auch ohne Ampel). Aber wenn das kindermordende Monster TRAM auf einmal dazukommt, dann gibt es jeden Mittag Blutwurst.
Ich verstehe schon, wenn Personen aus einer bestimmten Interessenlage so etwas schreiben, doch ich will nicht begreifen, dass irgendwer diesen Quatsch auch glaubt.

Guck es dir bei Google mal an. Es gibt an der Stelle keine Straße - lediglich eine Erschließungsstraße für die Schule selbst und ein Jugendwerk nebenan. Die Freihaltetrasse ist eine Grasfläche mit Trampelpfaden zwischen Nossener und Ridbacher Straße.

--- Signatur ---
Bitte beachten Sie beim Aussteigen die Lücke zwischen Bus und Bordsteinkante!
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Jay
Es gibt an der Stelle keine Straße - lediglich eine Erschließungsstraße für die Schule selbst und ein Jugendwerk nebenan. Die Freihaltetrasse ist eine Grasfläche mit Trampelpfaden zwischen Nossener und Ridbacher Straße.

Daher ist man bei Planvarianten für den Lückenschluss Hellersdorf-Mahlsdorf inzwischen zur Hönower Straße umgeschwenkt: [signalarchiv.de]
Wegen des besseren Ersatzes von Busverkehrsleistungen durch die Straßenbahn und weniger Stress bei der Planfeststellung halte ich diese Variante für glücklicher, wenn auch etwas längere Strecke und Fahrzeiten zwischen S Mahlsdorf und U Hellersdorf zu erwarten ist.


Inzwischen wurde eine Einladung für die nächste Informationsveranstaltung bezüglich der Verkehrslösung Straßenbahnausbau Mahlsdorf veröffentlicht: [www.berlin.de]

Interessenten sollten sich wegen der begrenzten Platzzahl anmelden.

so long

Mario


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Stefan Metze
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Latschenkiefer
Hier beim Tagesspiegel geht es zwar nicht um die Situation am Bahnhof Mahlsdorf, sondern um die freigehaltene Trasse Richtung Hellersdorf. Trotzdem passt es m.E. thematisch rein, und zeigt überdeutlich dass die Mahlsdorfer CDU einfach keine Straßenbahn will, egal wo.

Die CDU hält das für überflüssig und will die jahrzehntealte Planung stoppen, damit die Grundschule am Schleipfuhl einen Modularen Ergänzungsbau (MEB) bekommen kann. Ihr Argument: Früher mussten Leute von der Großsiedlung zu den Industriebetrieben in Oberschöneweide kommen, aber heute nicht mehr. (...) Wenn es nach ihr geht, soll die Bezirksverordnetenversammlung am Donnerstag das Bezirksamt dazu auffordern, für ein sofortiges Ende der Tramplanung entlang von Ridbacher und Nossener Straße einzutreten.

Eine ziemlich schlechte Entwicklung. Auch bei einem Neubauprojekt auf einem Feld am Hultschiner Damm geht es in den Forderungen einer BI und der CDU, allen Vorweg Mario Czaja, vorrangig um die Schaffung für mehr Raum für Autos.
Die Argumentation mit der weggefallenen Nachfrage von und zu den Industriebetrieben in Oberschöneweide kontere ich mal mit dem in 2 Jahren eröffnenden Großflughafen.
Wenn dort und im Umfeld ca. 40.000 Arbeitsplätze ansässig sind, wird ein Teil der dort arbeitenden Menschen sicherlich auch aus dem Einzugsbereich rund um die Hönower Straße und dem Hultschiner Damm kommen. Von daher wäre dieser Korridor aufgewertet als MetroTram und die Ost-West-Verbindungen kreuzend (Mahlsdorf und Köpenick sind dann auch Regiohalt) schon enorm wichtig.

Ach kommt, hört doch auf irgenwelche Verkehrsströme zu einem imaginär zu eröffnenden Flughafen zu erfinden..
und genauso mit dem Gefasel einer "Metrotram 62" etc in Köp.
Die aktuellen Verkehrsströme dort füllen den Wagen nur zu Schulbeginn und Ende aus, ansonsten sindt da grad mal 2/3 der Sitzplätze belegt, wenn es mal "voll" wird.
Ich hab das fast täglich live vor Augen was da abgeht. Ab 21.00 genügt das A-Teil eines Gt6 für das Fahrgastaufkommen.
Da machen ein paar Pendler zum SXF den Kohl nicht fetter.
Eher wird es nötig, sollten die Bauvorhaben an Wohnungen entlang der Wendenschloßstr fertig sein, den Takt zum S-Bf Köpenick zu verstärken, erst recht Samstag/Sonntags.

T6JP
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Jay
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schallundrausch
Wenn die eigenen Leute sich selber die Beine stellen...
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TSP-Newsletter
Ein „gesicherter Übergang mit Ampel“ sei dann „notwendig und möglich“. So sieht es auch der Bezirk. Die Senatsbildungsverwaltung lehnt das aber strikt ab. „Es ist kaum organisierbar, dass Grundschulkinder mehrmals am Tag sowohl eine Trasse als auch eine Straße überqueren“, teilt deren Sprecherin Beate Stoffers auf Anfrage mit.

Bitte - was? Wenn die Kinder mehrmals am Tag die Straße überqueren müssen, dann ist das vollkommen OK (und geht, wenn ich das so zwischen den Zeilen rauslese, auch ohne Ampel). Aber wenn das kindermordende Monster TRAM auf einmal dazukommt, dann gibt es jeden Mittag Blutwurst.
Ich verstehe schon, wenn Personen aus einer bestimmten Interessenlage so etwas schreiben, doch ich will nicht begreifen, dass irgendwer diesen Quatsch auch glaubt.

Guck es dir bei Google mal an. Es gibt an der Stelle keine Straße - lediglich eine Erschließungsstraße für die Schule selbst und ein Jugendwerk nebenan. Die Freihaltetrasse ist eine Grasfläche mit Trampelpfaden zwischen Nossener und Ridbacher Straße.

Danke für den Hinweis, hatte das tatsächlich kurz nach meinem Post mal gemacht. Das ist schon schwierig, eine Straßenbahn quer "über den Schulhof" ist bestimmt nicht so optimal. Andererseits bin ich nicht sich ob für die Schule alle Optionen ausgeleuchtet wurden, und ob die Unterrichtsgebäude nicht woanders besser hin passen. Die Straßenbahntrasse scheint ja schon länger dort freigehalten worden zu sein, das gibt zumindest der Straßengrundriss her. Das wäre töricht, würde man sich diese Option verbauen. Zumal es kein sinnvolle alternative Streckenführung gibt. Oder wäre eine Führung über Jenaer/Heinrich-Grüber möglich?
Zitat
der weiße bim
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Jay
Es gibt an der Stelle keine Straße - lediglich eine Erschließungsstraße für die Schule selbst und ein Jugendwerk nebenan. Die Freihaltetrasse ist eine Grasfläche mit Trampelpfaden zwischen Nossener und Ridbacher Straße.

Daher ist man bei Planvarianten für den Lückenschluss Hellersdorf-Mahlsdorf inzwischen zur Hönower Straße umgeschwenkt: [signalarchiv.de]
Wegen des besseren Ersatzes von Busverkehrsleistungen durch die Straßenbahn und weniger Stress bei der Planfeststellung halte ich diese Variante für glücklicher, wenn auch etwas längere Strecke und Fahrzeiten zwischen S Mahlsdorf und U Hellersdorf zu erwarten ist.
[...]

Oh weh, das hielte ich aber für ziemlich faltal. Einerseits ist die Hönower Straße recht schmal, das gibt wieder Ärger mit den Eigenheimbesitzern, wenn neben der Tram auf Eigentrasse nur noch eine Fahrspur im Einbahnbetrieb übrig bleibt. Außerdem erschlösse die Tram dort nichts weiter außer besagten Eigenheimen. Bei einer Führung durch die Ridbacher Straße könnte man bei sinnvoller Gestaltung und Anlage der Haltestellen wenigstens _zwei_ Grundschulen sowie ein Teil der umliegenden Wohnblöcke erreichen.
Zitat
T6Jagdpilot
und genauso mit dem Gefasel einer "Metrotram 62" etc in Köp.
Die aktuellen Verkehrsströme dort füllen den Wagen nur zu Schulbeginn und Ende aus, ansonsten sindt da grad mal 2/3 der Sitzplätze belegt, wenn es mal "voll" wird.
Ich hab das fast täglich live vor Augen was da abgeht. Ab 21.00 genügt das A-Teil eines Gt6 für das Fahrgastaufkommen.

Wow, ein Angebot im attraktiven 20-min-Takt, das irgendwo kurz vorm Ziel gebrochen wird, wird nicht richtig angenommen? Sag bloß.

Gerade zwischen Marzahn-Hellerdorf und Köpenick ist der ÖPNV derzeit ziemlich schlecht aufgestellt, eben weil die Takte so schlecht und mit Ausnahme des nur tagsüber verkehrenden X69 alle Korridore an S5 oder U5 gebrochen sind. Es ist ziemlich gewagt, aus diesem miserablen "Angebot" gerade in den Abendstunden abzuleiten, dass es keinen Bedarf gäbe.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 22.08.2018 21:32 von def.
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schallundrausch
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der weiße bim
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Jay
Es gibt an der Stelle keine Straße - lediglich eine Erschließungsstraße für die Schule selbst und ein Jugendwerk nebenan. Die Freihaltetrasse ist eine Grasfläche mit Trampelpfaden zwischen Nossener und Ridbacher Straße.

Daher ist man bei Planvarianten für den Lückenschluss Hellersdorf-Mahlsdorf inzwischen zur Hönower Straße umgeschwenkt: [signalarchiv.de]
Wegen des besseren Ersatzes von Busverkehrsleistungen durch die Straßenbahn und weniger Stress bei der Planfeststellung halte ich diese Variante für glücklicher, wenn auch etwas längere Strecke und Fahrzeiten zwischen S Mahlsdorf und U Hellersdorf zu erwarten ist.
[...]

Oh weh, das hielte ich aber für ziemlich faltal. Einerseits ist die Hönower Straße recht schmal, das gibt wieder Ärger mit den Eigenheimbesitzern, wenn neben der Tram auf Eigentrasse nur noch eine Fahrspur im Einbahnbetrieb übrig bleibt. Außerdem erschlösse die Tram dort nichts weiter außer besagten Eigenheimen. Bei einer Führung durch die Ridbacher Straße könnte man bei sinnvoller Gestaltung und Anlage der Haltestellen wenigstens _zwei_ Grundschulen sowie ein Teil der umliegenden Wohnblöcke erreichen.

Also schmal ist die Hönower Straße nun wirklich nicht. Reicht neben den zwei Fahrstreifen immerhin noch für eine Baumreihe (mit Parkmöglichkeit) und Gehwege. Eine Eigentrasse ist hier auch nicht wirklich notwendig, denn das Verkehrsaufkommen hält sich im Rahmen. Heute fährt dort der 195er Bus, den die Strab auf diesem Abschnitt 1:1 ersetzen kann. Den Ast zum Krankenhaus Kaulsdorf kann der 395er übernehmen, der künftig durch die neu zu bauende verlängerte Menzelstraße (Schließung BÜ Lemkestraße) den Bahnhof direkt erreicht. Da sehe ich schon Synergieeffekte, die den längeren Fahrweg rechtfertigen. Denn die Ridbacher Straße ist im nördlichen Teil schmaler als die Hönower Straße. Insofern finde ich diese Variante inzwischen sinnvoller als die ursprünglich angedachte Trasse.

--- Signatur ---
Bitte beachten Sie beim Aussteigen die Lücke zwischen Bus und Bordsteinkante!
Übrigens gibt es in Mahlsdorf bald eine winzig kleine Verbesserung für die Straßenbahn!

Mit dem Abriss und Neubau des Rewe-Marktes am Bahnhof wird auch die Hönower Straße an die neue Zufahrt angepasst.

Negativ: Der Markt wandert "nach hinten", vorne entstehen 80 Stellplätze, so dass man als Fußgänger erstmal über den Parkplatz tapern darf. Die Zufahrt zu den Parkplätzen entsteht durch Ausbau der Einmündung Treskowstraße zur Kreuzung - weiterhin ohne Ampel! Von Norden kommend entsteht ein eigener Abbiegestreifen, um nach links zum Rewe-Parkplatz abzubiegen.

Positiv: Für die etwa 50 Meter von der Fritz-Reuter-Straße zur Treskowstraße entsteht nordwärts ein eigener Fahrstreifen östlich des Straßenbahngleises. Damit wandert das Gleis hier von der heutigen Seitenlage in die Mittellage, zwischen den Fahrstreifen beider Richtungen.

Die Antwort auf die schriftliche Anfrage von Mario Czaja enthält auch die Pläne zum Neubau des Rewe-Marktes, aus der diese Umgestaltung hervor geht. Richtig heftig finde ich die Schleppkurve für die Liefer-LKW. [www.mario-czaja.de]

--- Signatur ---
Bitte beachten Sie beim Aussteigen die Lücke zwischen Bus und Bordsteinkante!
Eben weil einigermaßen konkurrenzfähige Tangentialverbindungen benötigt werden, sollte die Straßenbahntrasse m.E. nicht unnötig lang sein und wie ursprünglich geplant auf direktem Weg zwischen Hellersdorf und Mahlsdorf gebaut werden. Theoretisch dürfte keiner der Anwohner in der Ridbacher Straße damit aus heiterem Himmel konfrontiert werden, in der Hönower Straße sieht das ganz anders aus.

Es MUSS ein Hobby sein - leisten kann ich mir das nicht... :)
Zitat
Philipp Borchert
Eben weil einigermaßen konkurrenzfähige Tangentialverbindungen benötigt werden, sollte die Straßenbahntrasse m.E. nicht unnötig lang sein und wie ursprünglich geplant auf direktem Weg zwischen Hellersdorf und Mahlsdorf gebaut werden. Theoretisch dürfte keiner der Anwohner in der Ridbacher Straße damit aus heiterem Himmel konfrontiert werden, in der Hönower Straße sieht das ganz anders aus.

Der Weg über die Hönower Straße ist nicht "unnötig" lang. Die Anwohner der Ridbacher Straße bekommen von ihren Lokalpolitikern seit Jahr und Tag versprochen, dass da keine Straßenbahn in ihre verschlafene Straße kommt. Aktuell fährt da ein Bus alle 20 Minuten als Ringlinie in nur eine Richtung. Die an der Hönower Straße leben hingegen mit dem Durchgangsverkehr und einer Buslinie, die im Entwurf zum neuen Nahverkehrsplan als potenzielle Metrolinie geführt wird.

Also steigen wir mal oberflächlich in die Variantenbetrachtung ein:
via Ridbacher Straße lande ich bei 2,27 km, via Hönower Straße bei 3,12 km, jeweils zwischen Jaques-Offenbach-Platz und Riesaer Str./Nossener Str. gemessen. Macht rund 850 Meter Unterschied. Bei der Variante über Hönower Straße kann aber 1 km Bestandsstrecke mitgenutzt werden, somit wäre die Neubaustrecke 150 Meter kürzer = nahezu identisch. Für die Abwägung der Trassenwahl ist die Fahrzeit nur ein Argument. Zwischen S Mahlsdorf und U Hellersdorf wird es gegenüber dem Nullfall (195er-Bus) in beiden Varianten schneller, weil der Umstieg an der Riesaer Straße bzw. die Umwegfahrt über U Louis-Lewin-Str. entfällt.

Dann hätten wir da noch das Thema Umweltverträglichkeit, wo die Hönower Straße besser abschneiden dürfte, weil gegenüber heute nahezu keine Fläche (nur der Grünstreifen zwischen Schleifeneinfahrt Riesaer Straße und Hönower Straße) zusätzlich beansprucht wird. K.O.-Kriterium für die Ridbacher könnte der Sanierungsfall Wernersee sein.

Und dann kommt da noch das Thema Mobilitätsgesetz. Die Hönower Straße weist bereits Radwege auf, auch wenn die nicht dem Regelquerschnitt entsprechen. Im vorhandenen Straßenquerschnitt wären regelkonforme Radwege möglich, dafür müssten ggf. aber die Bäume teilweise oder komplett fallen. Die Ridbacher Straße ist schmaler, so dass wohl in jedem Fall die Bäume fallen müssten. Abschnittsweise könnte sogar die Rückverlegung von Grundstücksgrenzen, also die Enteignung von Eigentum notwendig werden. In dem Fall ist die Variante Ridbacher Straße tot und die Hönower wird klar zur Vorzugsvariante.

--- Signatur ---
Bitte beachten Sie beim Aussteigen die Lücke zwischen Bus und Bordsteinkante!



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 22.08.2018 23:07 von Jay.
Zitat
Jay
Zitat
Philipp Borchert
Eben weil einigermaßen konkurrenzfähige Tangentialverbindungen benötigt werden, sollte die Straßenbahntrasse m.E. nicht unnötig lang sein und wie ursprünglich geplant auf direktem Weg zwischen Hellersdorf und Mahlsdorf gebaut werden. Theoretisch dürfte keiner der Anwohner in der Ridbacher Straße damit aus heiterem Himmel konfrontiert werden, in der Hönower Straße sieht das ganz anders aus.

Der Weg über die Hönower Straße ist nicht "unnötig" lang. Die Anwohner der Ridbacher Straße bekommen von ihren Lokalpolitikern seit Jahr und Tag versprochen, dass da keine Straßenbahn in ihre verschlafene Straße kommt. Aktuell fährt da ein Bus alle 20 Minuten als Ringlinie in nur eine Richtung. Die an der Hönower Straße leben hingegen mit dem Durchgangsverkehr und einer Buslinie, die im Entwurf zum neuen Nahverkehrsplan als potenzielle Metrolinie geführt wird.

Also steigen wir mal oberflächlich in die Variantenbetrachtung ein:
via Ridbacher Straße lande ich bei 2,27 km, via Hönower Straße bei 3,12 km, jeweils zwischen Jaques-Offenbach-Platz und Riesaer Str./Nossener Str. gemessen. Macht rund 850 Meter Unterschied. Bei der Variante über Hönower Straße kann aber 1 km Bestandsstrecke mitgenutzt werden, somit wäre die Neubaustrecke 150 Meter kürzer = nahezu identisch. Für die Abwägung der Trassenwahl ist die Fahrzeit nur ein Argument. Zwischen S Mahlsdorf und U Hellersdorf wird es gegenüber dem Nullfall (195er-Bus) in beiden Varianten schneller, weil der Umstieg an der Riesaer Straße bzw. die Umwegfahrt über U Louis-Lewin-Str. entfällt.

Dann hätten wir da noch das Thema Umweltverträglichkeit, wo die Hönower Straße besser abschneiden dürfte, weil gegenüber heute nahezu keine Fläche (nur der Grünstreifen zwischen Schleifeneinfahrt Riesaer Straße und Hönower Straße) zusätzlich beansprucht wird. K.O.-Kriterium für die Ridbacher könnte der Sanierungsfall Wernersee sein.

Und dann kommt da noch das Thema Mobilitätsgesetz. Die Hönower Straße weist bereits Radwege auf, auch wenn die nicht dem Regelquerschnitt entsprechen. Im vorhandenen Straßenquerschnitt wären regelkonforme Radwege möglich, dafür müssten ggf. aber die Bäume teilweise oder komplett fallen. Die Ridbacher Straße ist schmaler, so dass wohl in jedem Fall die Bäume fallen müssten. Abschnittsweise könnte sogar die Rückverlegung von Grundstücksgrenzen, also die Enteignung von Eigentum notwendig werden. In dem Fall ist die Variante Ridbacher Straße tot und die Hönower wird klar zur Vorzugsvariante.

Ich bin ja stichhaltigen Argumenten gegenüber stets aufgeschlossen. Da waren jetzt so einige dabei ;)
Zitat
Jay
[Ridbacher Straße]
Aktuell fährt da ein Bus alle 20 Minuten als Ringlinie in nur eine Richtung.

Kleine Ergänzung:
Im Mahlsdorfer Abschnitt der Straße verkehren auch noch die Linien 197 und N90 in beide Richtungen.



Bin ich denn hier der Einzigste, wo Deutsch kann?
Zitat
def
Zitat
T6Jagdpilot
und genauso mit dem Gefasel einer "Metrotram 62" etc in Köp.
Die aktuellen Verkehrsströme dort füllen den Wagen nur zu Schulbeginn und Ende aus, ansonsten sind da grad mal 2/3 der Sitzplätze belegt, wenn es mal "voll" wird.
Ich hab das fast täglich live vor Augen was da abgeht. Ab 21.00 genügt das A-Teil eines Gt6 für das Fahrgastaufkommen.

Wow, ein Angebot im attraktiven 20-min-Takt, das irgendwo kurz vorm Ziel gebrochen wird, wird nicht richtig angenommen? Sag bloß.

Gerade zwischen Marzahn-Hellerdorf und Köpenick ist der ÖPNV derzeit ziemlich schlecht aufgestellt, eben weil die Takte so schlecht und mit Ausnahme des nur tagsüber verkehrenden X69 alle Korridore an S5 oder U5 gebrochen sind. Es ist ziemlich gewagt, aus diesem miserablen "Angebot" gerade in den Abendstunden abzuleiten, dass es keinen Bedarf gäbe.

Die allermeisten der Fahrgäste nutzen die 62 nur abschnittsweise,spätestens am S-bf Köp leert und füllt sich die 62 nahezu komplett.
Durchreisende Fahrgäste kann man an einer Hand abzählen, irgendwelche imaginäre Pendler in irgendeiner Zukunft des Fluchhafen BER werden da nicht viel mehr ausmachen.
Zu den Schichtwechselzeiten auf einem Flughafen draussen in Brandenburg wird da keine nennenswerte Nachfrage entstehen, das ist einfach nur Wunschdenken.
Um in der Richtung Nachfrage zu adäquaten Fahrzeiten generieren, gehört eine RE-Linie von Hohenschöngrünkohl <-> Wuhlheide mit Halt dort von/nach Schönefeld,
wer tut sich das an mit den Öffis gefühlt 1,5h von Hellerdorf nach Schönefeld zu gurken und alle 400m einen Halt einzulegen??
Ich schätze ein Ausbau von eingleisig auf zwei Gleise ohne die ganzen Kreuzungen holt dort auch nur 5-7 min Fahrzeit heraus,
das einzig positive wär der Entfall der echt nervenden und behindernden Signalstörungen wegen hochmoderner Computertechnik...

T6JP
Zitat
T6Jagdpilot
am S-bf Köp leert und füllt sich die 62 nahezu komplett.

Dieses Phänomen tritt aber an der S5/U5 nicht in diesem Umfang auf, sehr schön an den Linien X69 und 269 zu beobachten, wo nur etwa 50% der Insassen das Fahrzeug verlassen. Und genau darum geht es doch bei der Verlängerung der 62 gen Norden. Außerdem kann man eine bis nach Hellersdorf durchgebundene 62 wohl kaum mit dem aktuellen Zustand vergleichen: Angebot generiert bekanntlich Nachfrage, umso mehr, desto besser das Angebot ist.



Bin ich denn hier der Einzigste, wo Deutsch kann?
Zitat
T6Jagdpilot
Die allermeisten der Fahrgäste nutzen die 62 nur abschnittsweise,spätestens am S-bf Köp leert und füllt sich die 62 nahezu komplett.
Durchreisende Fahrgäste kann man an einer Hand abzählen

Genau das sage ich ja. Bei dem derzeitigen Angebot ja auch kein Wunder. Einen Bedarf für tangentiale Verbindungen scheint es aber zu geben, denn sonst würde man keine vielspurige Schnellstraße planen.

Zitat
T6Jagdpilot
irgendwelche imaginäre Pendler in irgendeiner Zukunft des Fluchhafen BER werden da nicht viel mehr ausmachen.
Zu den Schichtwechselzeiten auf einem Flughafen draussen in Brandenburg wird da keine nennenswerte Nachfrage entstehen, das ist einfach nur Wunschdenken.

Ich sehe noch nichtmal BER und sein Umfeld als Hauptziel. Aber auch der Raum Schöneweide-Johannisthal-Adlershof, schon heute Standort tausender (zehntausender?) Arbeitsplätze entwickelt sich weiter. Und auch im Freizeitbereich ist der Raum Köpenick nicht zu unterschätzen.

Zitat
T6Jagdpilot
Um in der Richtung Nachfrage zu adäquaten Fahrzeiten generieren, gehört eine RE-Linie von Hohenschöngrünkohl <-> Wuhlheide mit Halt dort von/nach Schönefeld,
wer tut sich das an mit den Öffis gefühlt 1,5h von Hellerdorf nach Schönefeld zu gurken und alle 400m einen Halt einzulegen??

Das wäre natürlich ergänzend auch notwendig, mit weiteren Halten in Biesdorf-Süd und an der Dörpfeldstraße.
Zitat
T6Jagdpilot
Die allermeisten der Fahrgäste nutzen die 62 nur abschnittsweise,spätestens am S-bf Köp leert und füllt sich die 62 nahezu komplett.
Durchreisende Fahrgäste kann man an einer Hand abzählen
T6JP

Das mag z.Zt. so sein, aber auch weil ein sehr schlechtes Angebot vorhanden ist.
Nicht umsonst ist die Wuhlheide ständig mit Autos verstopft, und viele nehmen den Umweg mit der S-Bahn über Ostkreuz.
Eine mal angedachte Straßenbahnverbindung zwischen Köpenick-Mahlsdorf-Hellersdorf-Marzahn-Falkenberg-Pankow wäre auch heute dringend erforderlich, auch wenn so keiner durchgängig fahren würde. Die Busse X69/269 und 154/X54 sind nur halbherzig.

Gruß Giebelsee
Zitat
Alter Köpenicker
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Jay
[Ridbacher Straße]
Aktuell fährt da ein Bus alle 20 Minuten als Ringlinie in nur eine Richtung.

Kleine Ergänzung:
Im Mahlsdorfer Abschnitt der Straße verkehren auch noch die Linien 197 und N90 in beide Richtungen.

Aber nur 1 Station von S Mahlsdorf bis Hirtschulzstraße (bzw. 2 bis Wernersee in Kaulsdorf). Das sind vielleicht 5-10% der Ridbacher Straße.

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MfG, S5M
Beim Lesen des Themas kam mir eine Frage "Warum müssen Straßenbahnstrecken eingleisig sein?"
Als ich in der Region Hannover wohnte, sah ich dort manche Stellen, wo die Straßenbahn auf einer schmalen Straße war und trotzdem zweigleisig. Es geht also.
Und diese Führung, dass einem Autofahrer auf derselben Spur eine Straßenbahn entgegen kommen kann, erinnert an Geisterfahrer, das passt doch nicht.
Es kann auch nicht die Lösung sein, so wie in Alt-Glienicke die Straßenbahn komplett abzureißen.

Mit besten Grüßen
Wuhletal
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Säh Dohrs will oupänn onnsä läft zeit.
Zitat
Wuhletal
Beim Lesen des Themas kam mir eine Frage "Warum müssen Straßenbahnstrecken eingleisig sein?"
Als ich in der Region Hannover wohnte, sah ich dort manche Stellen, wo die Straßenbahn auf einer schmalen Straße war und trotzdem zweigleisig. Es geht also.
Und diese Führung, dass einem Autofahrer auf derselben Spur eine Straßenbahn entgegen kommen kann, erinnert an Geisterfahrer, das passt doch nicht.
Es kann auch nicht die Lösung sein, so wie in Alt-Glienicke die Straßenbahn komplett abzureißen.

Ja, es ginge auch hier in Berlin so einfach wie in Hannover, aber es muss hier wieder jeder mitdiskutieren, alles zerreden und schlecht machen und dann auch noch auf Zeit spielen. Die ganze Angelegenheit hätte schon längst unter Dach und Fach sein müssen!

LG

Im Untergrund liegen Tunnel ;-)



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 03.09.2018 19:59 von Untergrundratte.
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Wuhletal
Und diese Führung, dass einem Autofahrer auf derselben Spur eine Straßenbahn entgegen kommen kann, erinnert an Geisterfahrer, das passt doch nicht.

Ich teile sonst deine Meinung, nur dieser Satz ist falsch. Die Spur, in der die Straßenbahn verkehrt, ist nicht für Fahrzeuge jeglicher Art (außer Straßenbahn) freigegeben.



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MfG, S5M
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