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U-Bahnzug Ik18
geschrieben von Bd2001 
Re: U-Bahnzug Ik18
04.09.2018 22:32
Herrje welch ein Unwissen hier verbreitet wird. Schaut einfach mal aus dem Fenster. In den Tunneln habe ich bisher noch keine LED-Röhre entdeckt. Diese sind deutlich heller als Leuchtstoffröhren herkömmlicher Art. Solange die alten leuchten werden sie auch nicht ausgetauscht.

Zitat
der weiße bim
LED-Leuchten haben meist keine wechselbaren Leuchtmittel. Hier muss bein Ende der im Mittel etwas größeren Lebendauer (im Vergleich zu Leuchtstoffröhren) die komplette Leuchte erneuert werden. Das ist teuer und nicht nachhaltig.

Bei LED in Röhren strahlen die Halbleiterchips die sichtbare Lichtstrahlung vorwiegend in eine Richtung (senkrecht zur Chipoberfläche) aus. Das hatte ich oben als gerichtetes Licht bezeichnet. Standard-Leuchtstofflampen in Röhrenform strahlen sehr gleichmäßig in alle Richtungen. Braucht man das Licht in eine bestimmte Richtung, lässt sich das über Reflektoren in der Leuchte erreichen.

Achtung Mario. Für LED-Leuchten muß kein neuer Beleuchtungskörper installiert werden. Wir reden hier bzw. gibt es LED-(Leuchtstof)röhren. Hier muß nur ein passender neuer Starter eingesetzt werden. Die Leuchtkraft verteilt sich eigentlich auch ganz gut auf alle Flächen der Röhre (habe ich selbst im Keller)

Zitat
drstar
Nunja, bei LEDs muß man schon aufpassen, was man kauft. SMD-LEDs haben in der Tat zumeist einen geringeren Abstrahlwinkel, größere LEDs nicht immer. Häufig werden hier auch LEDs mit Optiken angeboten, die den Abstrahlwinkel erweitern oder auch einengen - dann hat man wirklich gerichtetes Licht, es wird nur noch ein mehr oder weniger schmaler Streifen ausgestrahlt. Kommt halt drauf an, welchen Einsatzzweck die Leuchtmittel zu erfüllen haben. Im Tunnel selbstredend mit möglichst großem Abstrahlwinkel. Auch dafür gibt es mittlerweile hocheffiziente LED-Leuchtmittel, die allerdings meist teurer sind, auch, weil sie die notwendige Elektronik gleich mitbringen. Man erkauft sich aber zugleich eine sehr hohe Lebenserwartung, zudem fallen solche Leuchtmittel meist nicht plötzlich aus, sondern verlieren nach und nach an Leuchtkraft.

Du hast vollkommen Recht. Wie ich aber oben bereits schrieb ist der Austausch von herkömmlichen Leuchtstoffröhren zu LED-Röhren nur ein neuer Starter nötig und keine weitere Beachtung der LED-Beschaffenheit da die Kunststoffröhre mattiert/milchig ist und das Licht gleichmäßig verteilt. Das Licht ist ein wenig heller.

"Zielverzeichnis Berlin 2018 - Eine Sammlung" Die Preview jetzt erhältlich unter www.graphxberlin.de/Downloads/



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 04.09.2018 22:33 von GraphXBerlin.
Zitat
GraphXBerlin
Für LED-Leuchten muß kein neuer Beleuchtungskörper installiert werden. Wir reden hier bzw. gibt es LED-(Leuchtstof)röhren. Hier muß nur ein passender neuer Starter eingesetzt werden. Die Leuchtkraft verteilt sich eigentlich auch ganz gut auf alle Flächen der Röhre (habe ich selbst im Keller).

Ich weiß ja nicht, was du im Keller hast.
Seit ca. 20 Jahren werden im U-Bahnbereich nur noch Leuchten mit elektronischen Vorschaltgeräten (EVG) eingebaut, dann flackern die nicht beim Einschalten und besitzen keinen Starter.

Eine stinknormale lange Osram-Leuchstoffröhre 58W, 1500 mm kostet einzeln um 1,50€ (z.B [www.tandmore.de]), für die BVG ohne MWSt. und großer Stückzahl etwa 1€.
Die geben 5200 lm ab (90 W/lm) bei einer Lebensdauer von 20.000 Stunden, im Dauerbetrieb also 2,2 Jahre, in normalen Tunneln rund 10 Jahre. Bei ca. jeder zweiten der fünfjährigen Inspektionen, tauscht man einfach alle aus und spart sich die Reinigung. Schon das notwendige Putzen bei höherer Lebensdauer macht durch den Lohnaufwand noch langlebigere Produkte deutlich teurer in der Wartung.

EVG-geeignete LED-Röhren kosten mindestens das Zehnfache, haben aber weder die zehnfache Effizienz noch die zehnfache Lebensdauer. Für Tunnellicht sind sie daher (noch) unwirtschaftlich. Durchgesetzt hat sich die LED-Beleuchtung in den Innenräumen der U-Bahnwagen, aber nur bei dem neuesten Typ IK. Der Rest bleibt erstmal wie er ist - eine Umrüstung ist zu teuer und bringt unterm Strich keine Ersparnis.

so long

Mario



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 05.09.2018 13:09 von der weiße bim.
Re: U-Bahnzug Ik18
05.09.2018 10:50
Da finde ich ja persönlich das Tunnelbeleuchtungskonzept auf der neuen Noord-Zuidlijn in Amsterdam interessant: dort wurde etwa auf Höhe des Wagensfußbodens ein durchgehendes LED-Lichtband zur Tunnelbeleuchtung installiert. Sieht auf alle Fälle erstmal "abgespaced" aus. Bleibt die Frage ob das die einzige Beleuchtung ist oder ob es noch zusätzliche Beleuchtung gibt.

Wer es noch nicht gesehen hat, hier mal ein Link dazu:
Youtube-Video



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 05.09.2018 10:56 von friend0890.
Zitat
friend0890
Bleibt die Frage ob das die einzige Beleuchtung ist oder ob es noch zusätzliche Beleuchtung gibt.

Ja, diese Lichtbänder haben was. Möglicherweise sind sie sogar dimmbar, da man im Normalfall nur geringe Beleuchtungsstärken zu Orientierung benötigt. Hier sind die Notausstiege grün gekennzeichnet, was beim Verzicht auf ortsfeste Signale an der Strecke unproblematisch zu sein scheint. Da besteht keine Verwechslungsgefahr der Notausstiegskennzeichnung mit grünem Signallicht. Bei fahrerlosem Zugbetrieb sind Signale, Fahrsperren, Geschwindigkeitsüberwachungen und vieles mehr überflüssig.
Zur Durchführung von Wartungsarbeiten muss dann der Fahrbetrieb eingestellt und eine transportable Beleuchtung mitgeführt werden.
Andere Beleuchtungsanlagen sind auf den Tunnelstrecken nur im Bereich von Aufstellgleisen erkennbar. Erstaunlich finde ich die geringe Anzahl von Kabeln und Leitungen entlang der Strecke.

so long

Mario
Re: U-Bahnzug Ik18
05.09.2018 20:16
Ja, ist alles schon erstaunlich.

Dass dieses Lichtband dimmbar ist, und das sogar sektionsweise, sieht man im Video schön zwischen der Minute 7:00 und 7:20.
Re: U-Bahnzug Ik18
05.09.2018 21:28
Zitat
der weiße bim
Ich weiß ja nicht, was du im Keller hast.
Ganz normal Leuchtstoffröhre gegen LED-Röhre getauscht.

Zitat

Seit ca. 20 Jahren werden im U-Bahnbereich nur noch Leuchten mit elektronischen Vorschaltgeräten (EVG) eingebaut, dann flackern die nicht beim Einschalten und besitzen keinen Starter.
Ah, o.k. dann ist wohl ein ein einfacher Austausch nicht möglich. :-)

Gruß
Carsten

"Zielverzeichnis Berlin 2018 - Eine Sammlung" Die Preview jetzt erhältlich unter www.graphxberlin.de/Downloads/
Re: U-Bahnzug Ik18
05.09.2018 22:17
Zitat
der weiße bim
Eine stinknormale lange Osram-Leuchstoffröhre 58W, 1500 mm kostet einzeln um 1,50€ (z.B [www.tandmore.de]), für die BVG ohne MWSt. und großer Stückzahl etwa 1€.
Die geben 5200 lm ab (90 W/lm) bei einer Lebensdauer von 20.000 Stunden, im Dauerbetrieb also 2,2 Jahre, in normalen Tunneln rund 10 Jahre. Bei ca. jeder zweiten der fünfjährigen Inspektionen, tauscht man einfach alle aus und spart sich die Reinigung. Schon das notwendige Putzen bei höherer Lebensdauer macht durch den Lohnaufwand noch langlebigere Produkte deutlich teurer in der Wartung.

EVG-geeignete LED-Röhren kosten mindestens das Zehnfache, haben aber weder die zehnfache Effizienz noch die zehnfache Lebensdauer. Für Tunnellicht sind sie daher (noch) unwirtschaftlich. Durchgesetzt hat sich die LED-Beleuchtung in den Innenräumen der U-Bahnwagen, aber nur bei dem neuesten Typ IK. Der Rest bleibt erstmal wie er ist - eine Umrüstung ist zu teuer und bringt unterm Strich keine Ersparnis.

Eine LED-Röhre kostet also etwa 15 €. Wieviel lm geben sie bei welcher Lebensdauer ab?

Der F92-Wagen 2944 hatte vor einigen Jahren noch LED-Röhren als Fahrgastraumbeleuchtung. Ist es jetzt immer noch so?
Zitat
Henning
Eine LED-Röhre kostet also etwa 15 €. Wieviel lm geben sie bei welcher Lebensdauer ab?
Das ist ein weiterer Nachteil der LED-Lampen. Große Typenvielfalt, kaum Standardisierung. Lebensdauerangaben der Hersteller lassen sich erst viele Jahre nach Einsatzbeginn real prüfen. Die eine Type ist vielleicht direkt austauschbar, für andere muss die Leuchte umgebaut werden.
Bei herkömmlichen Leuchtstofflampen ist der Hersteller egal, ob Osram, Philips,

Zitat
Henning
Der F92-Wagen 2944 hatte vor einigen Jahren noch LED-Röhren als Fahrgastraumbeleuchtung. Ist es jetzt immer noch so?
Solche Versuche werden meist sehr lange durchgeführt. Wenn es keine nennenswerten Probleme gab, sind sie wohl noch drin.
Die Vorteile halten sich jedoch in engen Grenzen, insofern ist eine Umrüstung vorhandener älterer U-Bahnwagen derzeit nicht vorgesehen. Nur die gegenwärtig in Auslieferung befindlichen IK-Züge IK15 bis IK19 werden ab Werk damit ausgestattet.

so long

Mario
Re: U-Bahnzug Ik18
06.09.2018 23:03
...



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 06.09.2018 23:03 von Henning.
Re: U-Bahnzug Ik18
06.09.2018 23:07
Zitat
der weiße bim
Zitat
Henning
Der F92-Wagen 2944 hatte vor einigen Jahren noch LED-Röhren als Fahrgastraumbeleuchtung. Ist es jetzt immer noch so?
Solche Versuche werden meist sehr lange durchgeführt. Wenn es keine nennenswerten Probleme gab, sind sie wohl noch drin.
Die Vorteile halten sich jedoch in engen Grenzen, insofern ist eine Umrüstung vorhandener älterer U-Bahnwagen derzeit nicht vorgesehen. Nur die gegenwärtig in Auslieferung befindlichen IK-Züge IK15 bis IK19 werden ab Werk damit ausgestattet.

Eine spezielle Umrüstung der älteren Fahrzeuge ist natürlich nicht sinnvoll. Wie wäre es, wenn alte Züge LED-Röhren bei der nach sechs bis acht Jahren fälligen Hauptuntersuchung oder bei der eventuellen Ertüchtigung nach 40 Jahren bekommen würden?
Re: U-Bahnzug Ik18
07.09.2018 05:53
Die Einheit 1047 hatte gestern ihre Abnahmefahrt und dürfte nun auch im Fahrgastbetrieb eingeetzt werden.
Re: U-Bahnzug Ik18
07.09.2018 17:15
Zitat
Bd2001
Die Einheit 1047 hatte gestern ihre Abnahmefahrt und dürfte nun auch im Fahrgastbetrieb eingeetzt werden.

Wie sieht es da eigentlich mit Traktionsfahrten mit dem Hk aus?
Re: U-Bahnzug Ik18
07.09.2018 18:27
Zitat
Flexist
Zitat
Bd2001
Die Einheit 1047 hatte gestern ihre Abnahmefahrt und dürfte nun auch im Fahrgastbetrieb eingeetzt werden.

Wie sieht es da eigentlich mit Traktionsfahrten mit dem Hk aus?

Das ist derzeit kein Thema. Es sind ausreichend Ik da um die vier Kurse zu bestücken. Da wegen der Gewährleistung die Ik auch laufen müssen setzt man in den Kursen den Ik reinrassig ein um eine maximale Anzahl der Ik einsetzen zu können.

Für Ausbildungsfahrten werden aber weiterhin bei Bedarf gemischte Züge gebildet.
Wobei das Fahren von IK und HK Ausschreibungssache war. Wenn dies nun aus technischen Gründen nun nicht mehr möglich ist, ist dies ein Mangel, sodass die BVG Schadenersatzansprüche gegenüber Stadler geltend machen könnte. Es bleibt weiterhin spannend.

LG

Im Untergrund liegen Tunnel ;-)
Also ich habe in der Antwort von Bd2001 nicht gelesen, dass das Kuppeln Hk/Ik nicht möglich sei.

Es MUSS ein Hobby sein - leisten kann ich mir das nicht... :)
Zitat
Philipp Borchert
Also ich habe in der Antwort von Bd2001 nicht gelesen, dass das Kuppeln Hk/Ik nicht möglich sei.

Momentan ist es aber technisch nicht möglich beide Gattungen zusammengekuppelt in den Umlauf zu schicken. Beide Züge spucken gleich nach dem Zusammenkuppeln Fehler aus. Ein Fahren mit Fahrgästen ist damit unmöglich. Stadler muss das in den Griff bekommen, weil das ein Ausschreibungskriterium gewesen ist.

LG

Im Untergrund liegen Tunnel ;-)
Re: U-Bahnzug Ik18
08.09.2018 15:58
Zitat
Untergrundratte
Zitat
Philipp Borchert
Also ich habe in der Antwort von Bd2001 nicht gelesen, dass das Kuppeln Hk/Ik nicht möglich sei.

Momentan ist es aber technisch nicht möglich beide Gattungen zusammengekuppelt in den Umlauf zu schicken. Beide Züge spucken gleich nach dem Zusammenkuppeln Fehler aus. Ein Fahren mit Fahrgästen ist damit unmöglich. Stadler muss das in den Griff bekommen, weil das ein Ausschreibungskriterium gewesen ist.

Das Problem ist das Stadler laufend die Software ändert, daher klappt manches nicht mehr was vor einer Woche noch lief. Die Kuppelei Hk und Ik war aber schon immer ein Glücksspiel. Manchmal klappt es sofort, manmal nach mehreren Versuchen und manchmal eben gar nicht.

Wie ich schon schrieb ist jetzt erst einmal der Vorrang soviel Ik auf Strecke zu bringen wie nur möglich um möglichst in der Gewährleistungsfrist alle Mängel zu finden.
Re: U-Bahnzug Ik18
08.09.2018 16:13
Aber aktuell sollen wohl nur 4 Umläufe mit Ik-Zügen bestückt werden, obwohl mit den bisher ausgelieferten Einheiten sowie den beiden IK15 1025 und 1026 man sechs Züge bilden könnte.



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 08.09.2018 16:14 von Maju1999.
Re: U-Bahnzug Ik18
08.09.2018 16:22
Zitat
Maju1999
Aber aktuell sollen wohl nur 4 Umläufe mit Ik-Zügen bestückt werden, obwohl mit den bisher ausgelieferten Einheiten sowie den beiden IK15 1025 und 1026 man sechs Züge bilden könnte.

Nicht sollen, es dürfen nur vier Umläufe mit Ik fahren weil bei den anderen Umläufen nicht gesichert ist, daß Ik-kundiges Personal da fährt. Die Ausbildung geht zwar ihrem Ende entgegen, aber es sind eben doch noch einige Fahrer zu schulen.

Ich denke, der nächste Dienstplanwechsel wird nicht mehr lange auf sich warten lassen und dann werden es mehr Ik-Umläufe werden.
Muss ja auch zwangsläufig geändert werden. Bzw es geht dann irgendwann wieder alles auf Anfang, ganz ohne IK-Kurse, da die guten Stücke dann flexibel einsetzbar sind. Wann, das ist noch unsicher.
1047 ist übrigens noch nicht im Einsatz, 1025 und 1026 sind abgestellt da die bereits ihre erste km-Grenze erreicht haben. Könnten frühestens ab Mitte der KW 37 wieder eingesetzt werden.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 08.09.2018 16:53 von Ubahnschiller.
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