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Gleichzeitige Sperrung U7 und S-Bahn Südring
geschrieben von Tradibahner 
S-Bahn und BVG planen gleichzeitige Arbeiten im Frühling [m.tagesspiegel.de]

MfG Holger



Hoch lebe die Meinungs- und Pressefreiheit!



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Tradibahner
S-Bahn und BVG planen gleichzeitige Arbeiten im Frühling [m.tagesspiegel.de]
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Tagesspiegel
Vom 19. März bis 8. April fahren auf der U-Bahn–Linie U 7 keine Züge zwischen den Bahnhöfen Hermannplatz und Möckernbrücke. Und etwas weiter südlich unterbricht die S-Bahn vom 27. März bis 9. April den Verkehr auf dem Ring zwischen Hermannstraße und Südkreuz. In der Zeit der Doppelsperrung ist es nicht möglich, einen gesperrten Abschnitt in diesem Bereich mit einer Bahn zu umfahren; Fahrgäste müssen entweder einen weiten Umweg einschlagen – oder gleich auf die Ersatzbusse ausweichen.

Mit etwas Überlegen würde Klaus Kurpjuweit selbst drauf kommen, dass sein Text nicht ganz stimmt. Der gesperrte Abschnitt der U7 zwischen Möckernbrücke und Hermannplatz ist selbstverständlich mit den U-Bahnlinien U1 und U8 zu umfahren, während der gesamten knapp dreiwöchigen Bauzeit. Statt 7 Minuten Fahrzeit mit der U7 muss der betroffene Fahrgast 5,5 Minuten mit der U1 und 4 Minuten mit der U8, also 2,5 Minuten mehr Fahrzeit plus die drei Umsteigewege innerhalb der Bahnhöfe Möckernbrücke, Kottbusser Tor und Hermannplatz zum Bahnsteigwechsel einkalkulieren. Nur zum Erreichen der Bahnhöfe Südstern und Gneisenaustraße muss der Ersatzbusverkehr in Anspruch genommen werden. Für die Obdachlosen-, Trinker- und Drogenszene sind die beiden geschlossenen Bahnhöfe bestimmt ärgerlich.
Leider konnten Vorschläge nicht umgesetzt werden, die U7-Süd statt in Hermannplatz zu kehren, erst in Mehringdamm zu enden und in Hallesches Tor zu kehren.

so long

Mario
Zitat
der weiße bim
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Tradibahner
S-Bahn und BVG planen gleichzeitige Arbeiten im Frühling [m.tagesspiegel.de]
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Tagesspiegel
Vom 19. März bis 8. April fahren auf der U-Bahn–Linie U 7 keine Züge zwischen den Bahnhöfen Hermannplatz und Möckernbrücke. Und etwas weiter südlich unterbricht die S-Bahn vom 27. März bis 9. April den Verkehr auf dem Ring zwischen Hermannstraße und Südkreuz. In der Zeit der Doppelsperrung ist es nicht möglich, einen gesperrten Abschnitt in diesem Bereich mit einer Bahn zu umfahren; Fahrgäste müssen entweder einen weiten Umweg einschlagen – oder gleich auf die Ersatzbusse ausweichen.

Mit etwas Überlegen würde Klaus Kurpjuweit selbst drauf kommen, dass sein Text nicht ganz stimmt. Der gesperrte Abschnitt der U7 zwischen Möckernbrücke und Hermannplatz ist selbstverständlich mit den U-Bahnlinien U1 und U8 zu umfahren, während der gesamten knapp dreiwöchigen Bauzeit. Statt 7 Minuten Fahrzeit mit der U7 muss der betroffene Fahrgast 5,5 Minuten mit der U1 und 4 Minuten mit der U8, also 2,5 Minuten mehr Fahrzeit plus die drei Umsteigewege innerhalb der Bahnhöfe Möckernbrücke, Kottbusser Tor und Hermannplatz zum Bahnsteigwechsel einkalkulieren.

2,5 Minuten Mehrfahrtzeit plus drei Umsteigewege heißt leider 14 Minuten mehr unterwegs, wenn man von der U7-Süd zur U7-West möchte. Die Reisezeit S-Bf Neukölln bis Kleistpark verlängert sich beispielsweise bei aktueller Fahrplanlage von 14 auf 28 Minuten. Es ist auch zu beachten, dass am Halleschen Tor die Umsteigewege erheblich und in Möckerbrücke nicht wirklich schlank sind.

Zitat

Leider konnten Vorschläge nicht umgesetzt werden, die U7-Süd statt in Hermannplatz zu kehren, erst in Mehringdamm zu enden und in Hallesches Tor zu kehren.

Weißt du dazu näheres? Was war denn da geplant und warum funktioniert das nicht, bzw., warum kann dann nicht wenigstens ein Pendelverkehr auf dem Abschnitt eingerichtet werden?
Zitat
Arec
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der weiße bim
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Tradibahner
S-Bahn und BVG planen gleichzeitige Arbeiten im Frühling [m.tagesspiegel.de]
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Tagesspiegel
Vom 19. März bis 8. April fahren auf der U-Bahn–Linie U 7 keine Züge zwischen den Bahnhöfen Hermannplatz und Möckernbrücke. Und etwas weiter südlich unterbricht die S-Bahn vom 27. März bis 9. April den Verkehr auf dem Ring zwischen Hermannstraße und Südkreuz. In der Zeit der Doppelsperrung ist es nicht möglich, einen gesperrten Abschnitt in diesem Bereich mit einer Bahn zu umfahren; Fahrgäste müssen entweder einen weiten Umweg einschlagen – oder gleich auf die Ersatzbusse ausweichen.

Mit etwas Überlegen würde Klaus Kurpjuweit selbst drauf kommen, dass sein Text nicht ganz stimmt. Der gesperrte Abschnitt der U7 zwischen Möckernbrücke und Hermannplatz ist selbstverständlich mit den U-Bahnlinien U1 und U8 zu umfahren, während der gesamten knapp dreiwöchigen Bauzeit. Statt 7 Minuten Fahrzeit mit der U7 muss der betroffene Fahrgast 5,5 Minuten mit der U1 und 4 Minuten mit der U8, also 2,5 Minuten mehr Fahrzeit plus die drei Umsteigewege innerhalb der Bahnhöfe Möckernbrücke, Kottbusser Tor und Hermannplatz zum Bahnsteigwechsel einkalkulieren.

2,5 Minuten Mehrfahrtzeit plus drei Umsteigewege heißt leider 14 Minuten mehr unterwegs, wenn man von der U7-Süd zur U7-West möchte. Die Reisezeit S-Bf Neukölln bis Kleistpark verlängert sich beispielsweise bei aktueller Fahrplanlage von 14 auf 28 Minuten. Es ist auch zu beachten, dass am Halleschen Tor die Umsteigewege erheblich und in Möckerbrücke nicht wirklich schlank sind.

Es muss doch nicht am Halleschen Tor umgestiegen werden, wenn man von Hermannplatz nach Möckernbrücke mit den Linien U1 und U8 fahren muss.
Zitat
Henning
Es muss doch nicht am Halleschen Tor umgestiegen werden, wenn man von Hermannplatz nach Möckernbrücke mit den Linien U1 und U8 fahren muss.

Stimmt schon, das muss man nur zum Mehringdamm, oder wenn man zu einer andere Station der U6 südlich vom Mehringdamm möchte.
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der weiße bim
Leider konnten Vorschläge nicht umgesetzt werden, die U7-Süd statt in Hermannplatz zu kehren, erst in Mehringdamm zu enden und in Hallesches Tor zu kehren.

Was tatsächlich schade ist. Das wurde doch bereits vor einer Weile praktiziert. War das nicht erfolgreich oder weshalb verzichtet man nun darauf?
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Arec
Was war denn da geplant und warum funktioniert das nicht, bzw., warum kann dann nicht wenigstens ein Pendelverkehr auf dem Abschnitt eingerichtet werden?

Das Problem ist die Baulogistik in dem kurzem Tunnelstück zwischen Mehringdamm und Möckernbrücke (abzüglich der beiden Bahnhofsbereiche und Durchrutschwege) ist null Platz zum Lagern von Baumaterial, Werkzeug und Gerät. Alles muss (Just in Time) mit Arbeitszügen rangekarrt und abgeholt werden. Ein Loch in der Tunneldecke läge im Wasser und würde falls doch machbar wochenlang die Uferstraße blockieren.
Arbeitszug aus Britz in Regelfahrrichtung rein und auf dem anderen Gleis raus wäre auch noch zwischen den U7-Zügen möglich. Da die Weichen im Baubereich erneuert werden, kann über diese aber nicht das Gleis gewechselt werden. Zum Wechseln des Gleises muss jeder Arbeitszug entgegen der gewöhnlichen Fahrtrichtung wieder aus dem Bauabschnitt raus und ebenso in Linksfahrt wieder rein, nach der Kehrfahrt über die U6 in Hallesches Tor. Zwischen Regelzügen ist das ausgeschlossen, auch mit Pendel unverträglich. Mit Logistik nur in der Betriebspause (fünf Mal pro Woche 2,5 Stunden) würde der Bau mehrfach so lange dauern und sicher auch sehr viel teurer werden. Außerdem in die Zeit der U1-Baustelle und der Abendsperrungen zwischen Britz und Rudow reichen ...

so long

Mario
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der weiße bim
... also 2,5 Minuten mehr Fahrzeit plus die drei Umsteigewege innerhalb der Bahnhöfe Möckernbrücke, Kottbusser Tor und Hermannplatz zum Bahnsteigwechsel einkalkulieren.

Und demnächst schreibst Du uns noch, dass Umwegfahrten bei gesperrten Strecken gar zu einer Reduzierung der Reisezeit führen werden...
Und man deshalb das gleichzeitige Sperren von zwei parallelen Strecken eigentlich sogar noch ausweiten müsste im Interesse der Fahrgäste.

Sarkastische Grüße
Ingolf
Zitat
Ingolf
Und demnächst schreibst Du uns noch, dass Umwegfahrten bei gesperrten Strecken gar zu einer Reduzierung der Reisezeit führen werden...

Meine Kritik bezog sich nicht auf die abschnittsweise Sperrung des Südrings durch die DB Netz während einer laufenden Baumaßnahme der BVG (dafür wird es wichtige Gründe geben), sondern auf die Behauptung in der Presse, dass keiner der gesperrten Abschnitte mit Bahnen umfahren werden könnte.
Das ist beim Ring schon merkwürdig (fährt man halt andersrum), aber bei der U-Bahn richtig unwahr. Wie viel sich die Reisezeit verlängert, ist neben der Fahrplanlage der zur Umfahrung benutzten Linien auch von der individuell stark unterschiedlichen Umsteigezeit innerhalb der Bahnhöfe abhängig. Manche schaffen es in einer Minute, andere brauchen mit den Rolltreppen etwas länger, einige müssen auf den Aufzug warten. Schlecht, dass der Bahnhof Möckernbrücke noch immer nicht barrierefrei ist.

Aus Sicht der Fahrgäste sollte es gar keine Baumaßnahmen geben, da diese viele Fahrverbindungen verlängern und viel Geld kosten. Leider wurden verschleißfreie Bahnanlagen noch nicht erfunden. Und es wurde langsam Zeit, dass die schon länger gesperrten Weichen zwischen Möckernbrücke und Mehringdamm erneuert werden. Im Vorjahr war dafür aus Rücksicht auf andere Bauvorhaben im Berliner Schnellbahnnetz kein geeigneter Termin zu finden.

so long

Mario
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der weiße bim
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Ingolf
Und demnächst schreibst Du uns noch, dass Umwegfahrten bei gesperrten Strecken gar zu einer Reduzierung der Reisezeit führen werden...

Meine Kritik bezog sich nicht auf die abschnittsweise Sperrung des Südrings durch die DB Netz während einer laufenden Baumaßnahme der BVG (dafür wird es wichtige Gründe geben), sondern auf die Behauptung in der Presse, dass keiner der gesperrten Abschnitte mit Bahnen umfahren werden könnte.
Das ist beim Ring schon merkwürdig (fährt man halt andersrum), aber bei der U-Bahn richtig unwahr. Wie viel sich die Reisezeit verlängert, ist neben der Fahrplanlage der zur Umfahrung benutzten Linien auch von der individuell stark unterschiedlichen Umsteigezeit innerhalb der Bahnhöfe abhängig. Manche schaffen es in einer Minute, andere brauchen mit den Rolltreppen etwas länger, einige müssen auf den Aufzug warten. Schlecht, dass der Bahnhof Möckernbrücke noch immer nicht barrierefrei ist.

Bei Benutzung der Fahrplanauskunft werden dort Fahrzeitverlängerungen von 14 Minuten ausgegeben. Das liegt auch daran, dass man einen 6-Minuten-Umstieg kaum brauchbar auf eine Minute reduzieren kann. In diesem Zusammenhang kann wohl nicht mehr davon gesprochen werden, dass man eine Umfahrungsmöglichkeit hat, da in dem Fall der SEV in jedem Fall schneller sein wird.
Den abendlichen SEV U7 Britz-Süd - Rudow kann man als Nonsens bezeichnen oder aber als Beispiel das die Fahrzeit irrelevant am PC erstellt wurde.

17min von Rudow gibt es.

Die Busse schaffen es aber in 10-11min.
Das hat zur Folge das sie dennoch schleichen und auf Minute 1 oder 2 Britz-Süd ankommen (statt 8) und unten die Bahn nach Spandau auf 2 abfährt.
Nach ein paar Tagen Erfahrungen mit dem Ersatzverkehr, kann ich nur sagen, was die BVG ihren Fahrgästen zumutet, ist eigentlich unzumutbar.

Ich bin auf dem betroffenen Abschnitt zu mehreren Tageszeiten unterwegs gewesen und es war jedes mal schlimm:

Tagsüber und besonders im Berufsverkehr stecken die Busse hoffnungslos im MIV fest – es dauert eine halbe Ewigkeit. Warum hat man dort in der Planungsphase nicht an provisorische Busspuren auf Gneisenaustr. und Hasenheide gesorgt? Ist so etwas nicht möglich?

Abends (wenn der Verkehr nachlässt, aber der 10-Minuten Takt gilt) ist dafür häufig der Anschluss zwischen U-Bahn und Bus eine Katastrophe. Busse die halbleer losfahren, auch wenn gerade ein U-Bahn am Hermannplatz angekommen ist und U-Bahnen, die anstelle noch mal eine Minute zu warten. ebenfalls abfahren, so dass für viele Insassen eines vollbesetzten Busse keine reelle Chance besteht, den Zug noch zu erreichen. Alles in den letzten Tagen mehrfach erlebt und erlitten.

Warum liebe BVG – Du bist auch sonst nicht zimperlich, wenn es um „unregelmäßigen Zugbetrieb“ geht – muss das so sein? Sei doch – angesichts der Belastungen, die Du den Fahrgästen zumutest, auch mal „ein bisschen flexibel“. Aber ich vergaß: Die flott-infantilen Werbesprüche, mit denen Du uns seit Jahren so beglückst, sind natürlich immer nur an die geplagten Fahrgäste und „Kunden“ gerichtet. Für dich gelten die nicht - du "liebst uns" aber dennoch.

Ceterum censeo U5 esse aedificandam
Zitat
Deutsche_Oper
Warum hat man dort in der Planungsphase nicht an provisorische Busspuren auf Gneisenaustr. und Hasenheide gesorgt? Ist so etwas nicht möglich?

Glücklicherweise ist sowas offenbar immer häufiger möglich. Auf der stark benutzten Treskowallee gibt es südwärts eine Busspur und eine für den Rest - das ist schon 'ne Hausnummer, die vor wenigen Jahren noch undenkbar gewesen ist. Warum es jetzt im angesprochenen Fall nicht dazu gereicht hat, müssen andere beantworten. Meine Vermutung: Der Verweis aufs Schnellbahnnetz und die Hoffnung, dass der SEV von nur wenigen genutzt werden muss.

Es MUSS ein Hobby sein - leisten kann ich mir das nicht... :)
Nochmal zur Thematik U7 bis Hallesches Tor.
Hatte man nicht erst letztes Jahr am Mehringdamm die Signaltechnik umgebaut/verbessert um eben auf solche Fälle (und kürzere Takte) reagieren zu können?
@Deutsche Oper

Schwierig zu beantworten warum es keine provisorischen Busspuren gibt. Vielleicht hängt es mit dem Zeitraum der Sperrung oder den dortigen Verhältnissen zusammen, dass es kein Busspuren gibt. Vielleicht würde es mit dem fehlendem Parkraum ein Chaos geben etc.
Letztendlich ist es aber leider für den Fahrgast immer einzuplanen bzw. nicht neu, dass ein SEV im Stau steht und sich die Fahrzeit verlängert. Man kann nie darauf vertrauen, dass der SEV auch nur annähernd die Fahrtzeit der U-Bahn hat.
Beim Anschluß bzgl. U-Bahn und SEV kann man dem U-Bahnfahrer keinen Vorwurf machen. Er sieht nicht wann ein Bus kommt und hält sich an den Fahrplan. Beim SEV kann man ein wenig Augenmerk verlangen, dass der Busfahrer den Fahrplan der U-Bahn vorliegen hat und ein wenig auf die Fahrgäste wartet die aus dem U-Bahnhof kommen.

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Zitat
GraphXBerlin

Letztendlich ist es aber leider für den Fahrgast immer einzuplanen bzw. nicht neu, dass ein SEV im Stau steht und sich die Fahrzeit verlängert. Man kann nie darauf vertrauen, dass der SEV auch nur annähernd die Fahrtzeit der U-Bahn hat.

Am Montag war es ganz schlimm. Da brauchten die Busse von Möckernbrücke bis Herrmannplatz eine Stunde. Daher suchen sich die Fahrgäste Alternativen und umfahren den SEV mit U1&U8. Dabei platzt die U1 nun aus allen Nähten, die U8 schafft es wenn nicht wieder eine Kurzzug unterwegs ist.
Ja, es klingt unbefriedigend. Aber beim SEV o.ä. muß man halt immer mit allem rechnen. Bei mir ist es mit der Ringbahn glücklicherweise morgens nur eine S-Bahn früher die ich nehmen muß.

"Zielanzeigenverzeichnis Berlin 2018 - Eine Sammlung" Die Preview jetzt erhältlich unter www.graphxberlin.de/Download
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Bd2001
Zitat
GraphXBerlin

Letztendlich ist es aber leider für den Fahrgast immer einzuplanen bzw. nicht neu, dass ein SEV im Stau steht und sich die Fahrzeit verlängert. Man kann nie darauf vertrauen, dass der SEV auch nur annähernd die Fahrtzeit der U-Bahn hat.

Am Montag war es ganz schlimm. Da brauchten die Busse von Möckernbrücke bis Herrmannplatz eine Stunde. Daher suchen sich die Fahrgäste Alternativen und umfahren den SEV mit U1&U8. Dabei platzt die U1 nun aus allen Nähten, die U8 schafft es wenn nicht wieder eine Kurzzug unterwegs ist.

Am Montag war doch auch der defekte Schachtdeckel auf der A100 in die eine Richtung und der brennende LKW in die andere Richtung. Da war High Noon und nichts ging mehr rund um die Autobahn - egal wo.

--- Signatur ---
Bitte beachten Sie beim Aussteigen die Lücke zwischen Bus und Bordsteinkante!
Wobei das auch wieder zu Berlin passt.
Defekter Gulli = zwei gesperrte Streifen und stundenlange Behinderungen.
[www.tagesspiegel.de]

In dem obigen Artikel, der die Misere (auch auf den zur Umfahrung genutzten Strecken) noch einmal zusammenfasst, erscheinen mir zwei besonders zwei Passagen noch einmal hervorhebenswert:

„Bahn und BVG haben sich vorab über die parallelen Baumaßnahmen abgesprochen“, sagt Gisbert Gahler, Sprecher der Deutschen Bahn für den Raum Berlin. Bei der Bahn stünden größere Arbeiten wie an der Ringbahn mindestens ein Jahr vorab fest [...] Beide Bauarbeiten hätten gedrängt und ließen sich nicht anders legen, sagt auch BVG-Sprecherin Petra Reetz. „Sonst kommt in einem Jahr die Aufsicht und zieht die Bahnhöfe aus dem Verkehr.“ Es blieb nur die Möglichkeit, beide Bauarbeiten parallel auf die Osterferien zu legen.

Gähn, geht nicht, kann nicht, haben wir schon immer so gemacht. Da kann ich nur sagen – „sei doch mal ein bisschen Flexibel“. Aber wie gesagt, dass gilt ja nur für die Fahrgäste, die für eine erhebliche Nicht- und Minderleistung natürlich nach wie vor den gleichen Fahrpreis abzudrücken haben.

Und auch der Aussage von Jens Wieseke (IGEB) kann ich nur zustimmen:

„Zweimal pro Jahr finden Konferenzen statt, bei die Verkehrsunternehmen in ihre Bauvorhaben untereinander koordinieren sollen. „Angesichts der Überschneidungen wurde nur mit den Schultern gezuckt“, sagt Wieseke. Auch der Verkehrssenat ist in diesen Koordinationsrunden vertreten. Für Wieseke Anlass, um auch die Verkehrssenatorin Regina Günther zu kritisieren. Klimaschutz sei ein lobenswertes Ziel, „aber Günther sollte sich mal wieder in die Niederungen der Verkehrsplanung begeben.“

Wenn schon Ersatzverkehr sein muss, dann kann man den wenigstens mit Buspuren usw. angemessen planen. Da hat man schon einmal eine grüne Verkehssenatorin und dann soll auch der MIV nicht mal ein „bisschen Flexibel“ sein?

Und eines noch, wenn auch fast OT: Genau solche Missstände sind der Grund warum mir diese „Wir übertünchen mit flotten und zynischen Sprüchen das tägliche Chaos“-Werbekampagne der BVG so extrem gegen den Strich geht. (Bei der S-Bahn sieht's nicht besser aus, aber wenigstens sparen die sich die - ja ich weiß, vielfach mit Werbepreisen ausgezeichneten - dummen Sprüche).
Wo ist eigentlich Nikutta? Die könnte sich ja auch probeweise einmal in ihren desorganisierten Ersatzverkehr zwängen, um im nächsten Bvg-Plus von ihren Erfahrungen zu berichten, anstatt auf die sinnige und wichtige Leserfrage zu antworten, warum auf Kleinprofilbahnhöfen die Papierkörbe 2,50 m weiter rechts stehen.

Ceterum censeo U5 esse aedificandam



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 23.03.2018 09:36 von Deutsche_Oper.
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