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Krise bei der Berliner U-Bahn
geschrieben von Marienfelde 
Heute hat es die Berliner U-Bahn unter der Überschrift "Die Berliner U-Bahn-Krise" auf die Titelseite der Berliner Zeitung geschafft.

Zugausfälle, zu wenige Wagen, 390 von 1.284 Wagen in den Werkstätten, 4-Wagenzüge auf der U-Bahnlinie 3 - dies sind einige der im Artikel von Peter Neumann benannten Probleme unserer U-Bahn.

Hier noch der Link zur Online-Fassung des Artikels: [www.berliner-zeitung.de]

Dennoch einen schönen Nachmittag wünscht Euch
Marienfelde
Man sollte den Artikel persönlich an Herrn Kaeser schicken und ihn fragen, welchen Beitrag SIEMENS denn konkret zur zeitnahen Lösung der beschriebenen Probleme zu leisten gedenkt...

Viele Grüße
Arnd
Das wird Herrn Kaeser ziemlich egal sein. Erstens fährt der wohl nicht U-Bahn und zweitens ist er Siemens verpflichtet und nicht der Stadt Berlin.

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Viele Grüße aus Wedding
Ich verstehe auch nicht was Siemens damit zu tun haben soll. Es ist doch wohl verständlich und deren Recht, gegen die BVG zu klagen, was wohl auch Erfolg haben könnte, wenn man die gegenwärtigen Entwicklungen betrachtet.
Zitat
Railroader
Ich verstehe auch nicht was Siemens damit zu tun haben soll. Es ist doch wohl verständlich und deren Recht, gegen die BVG zu klagen, was wohl auch Erfolg haben könnte, wenn man die gegenwärtigen Entwicklungen betrachtet.

Siemesn verhindert derzeit mit seiner Klage die schnelle Beschaffung von wichtigen neuen Zügen damit die U-Bahn nicht in eine Krise wie die S-Bahn 2009/10 gerät.

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Ein fester Standpunkt ist immer wichtig - besonders in Kurven und beim Bremsen. Bitte gut festhalten!
Ja, das weiß ich schon soweit, aber das ist doch nun mal auch deren Recht?
Zitat
Railroader
Ja, das weiß ich schon soweit, aber das ist doch nun mal auch deren Recht?

Ob sie Recht kriegen, wird sich entscheiden. Übrigens wurde auch bei Siemens angefragt, ob sie schnell liefern können.

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Ein fester Standpunkt ist immer wichtig - besonders in Kurven und beim Bremsen. Bitte gut festhalten!
Schon richtig, hier wird aber oft Ursache und Auslöser verwechselt.
Siemens' Verhalten ist für alle Beteiligten - Senat, BVG, Fahrgäste - nervig und anstrengend. Aber niemand kann Siemens für aktuellen oder zukünftigen Wagenmangel verantwortlich machen.
Machen wir es doch klar für alle, und stellen die Schuldfrage. Die BVG hat mittelbar und der Senat unmittelbar durch schuldhafte Unterlassung rechtzeitiger Ersatzbeschaffungen die aktuelle Fahrzeugkrise erst hervorgerufen. Natürlich ist das schön, dass beide jetzt die Versäumnisse der Vergangenheit so schnell wie möglich aufholen möchten. Das ändert aber nichts daran, dass sie sich, wie bei allen Beschaffungen, an die geltenden Spielregeln zu halten haben.
Dass Siemens jetzt auf das bestehende Gesetz pocht, ist ja nun alles andere als moralisch fragwürdig, sondern einfach nur legitim.
Noch krasser, die BVG hätte doch durch einen Halbsatz in der IK-Beschaffung eine ausreichend große Option vereinbaren können, und wir hätten heute die ganze Diskussion nicht. Hat sie aber versäumt, und das muss sie sich zurechnen lassen.
Nochmal, es wäre natürlich schön, wenn die Bestellung einfach durchgeht und der Kelch des Totalzusammenbruchs nochmal an uns vorübergeht. Aber es gibt keine Rechtsnorm, die ein Privatunternehmen verpflichten könnte, aus Rücksicht auf die Interessen der Fahrgäste auf ihr verbrieftes Recht zu verzichten. Wenn, dann hat das Gericht zu entscheiden, dass eine Notsituation vorlag, die die Direktvergabe rechtfertigte. Niemand anderes.
Ich hoffe doch auch, dass das Gericht den Einspruch gegen die Vergabe zurückweist, aber ich finde das Fingerzeigen auf Siemens, nur weil sie versuchen ihre Rechte durchzusetzen, total schäbig und illegitim.
Ja eben, das wird ja im Mai verhandelt. Aber erstmal sind sie im Recht, dass sie dagegen vorgehen. Auch Siemens betreibt seinen Konzern nicht aus reiner Nächstenliebe.
Sehr gut geschrieben @schallundrausch. Genau so sehe ich das auch.
Zitat
schallundrausch
Ich hoffe doch auch, dass das Gericht den Einspruch gegen die Vergabe zurückweist, aber ich finde das Fingerzeigen auf Siemens, nur weil sie versuchen ihre Rechte durchzusetzen, total schäbig und illegitim.

Schäbig ist das Verhalten von Siemens. Trotz massiven Gewinnen Leute entlassen (auch in Berlin) und ihren restlichen Arbeitern den täglichen Weg zu Arbeit erschweren und mehrere hunderttausende Fahrgäste in Geiselhaft nehmen.

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Ein fester Standpunkt ist immer wichtig - besonders in Kurven und beim Bremsen. Bitte gut festhalten!
Zitat
B-V 3313
Zitat
schallundrausch
Ich hoffe doch auch, dass das Gericht den Einspruch gegen die Vergabe zurückweist, aber ich finde das Fingerzeigen auf Siemens, nur weil sie versuchen ihre Rechte durchzusetzen, total schäbig und illegitim.

Schäbig ist das Verhalten von Siemens. Trotz massiven Gewinnen Leute entlassen (auch in Berlin) und ihren restlichen Arbeitern den täglichen Weg zu Arbeit erschweren und mehrere hunderttausende Fahrgäste in Geiselhaft nehmen.

Das eine hat ja mit dem anderen ... recht wenig zu tun.
Und Deine Argumentation ist einleuchtend... am Stammtisch. Vor Gericht kommste da nicht weit ;)
Klar ist das schäbig, kann B-V 3313 nur zustimmen.

Der Grundsatz "Eigentum verpflichtet" gilt ja seit einer gefühlten Ewigkeit nicht mehr.

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Viele Grüße aus Wedding
Zitat
Railroader
Ich verstehe auch nicht was Siemens damit zu tun haben soll. Es ist doch wohl verständlich und deren Recht, gegen die BVG zu klagen, was wohl auch Erfolg haben könnte, wenn man die gegenwärtigen Entwicklungen betrachtet.

Richtig. In manchen Situationen kann es aber strategisch und konzernpolitisch sinnvoll sein, auf das Durchsetzen ggf. bestehender Rechte zu verzichten und stattdessen Beiträge zur pragmatischen Lösung realer Probleme zu leisten: hier also Rücknahme der Klage gegen Aufarbeitung zusätzlicher F-Züge in Siemenswerken...

Viele Grüße
Arnd
Hat nicht Siemens die Berliner U-Bahn erfunden? Und nun wollen sie sie mit ihrer Rechthaberei kaputt machen? Schäbig ist noch milde ausgedrückt!

Beste Grüße
Harald Tschirner
Zitat
Arnd Hellinger
hier also Rücknahme der Klage gegen Aufarbeitung zusätzlicher F-Züge in Siemenswerken...

Stimmt, denn so etwas muss man dann ja nicht ausschreiben...
Man kann doch Siemens nicht für etwaige Versäumnisse der BVG und des Senats verantwortlich machen. Wir haben nunmal geltendes Recht und wenn man diesen Ausschreibungswahn politisch will, muss man auch dazu stehen und kann es sich nicht immer so hindrehen, wie es einem gerade passt. In Geiselhaft wird hier schon gar keiner genommen. Das ist sowieso so ein Unwort. Hier wird keiner gefangen gehalten, wenn ein paar Züge ausfallen.
Zitat
Railroader
In Geiselhaft wird hier schon gar keiner genommen. Das ist sowieso so ein Unwort. Hier wird keiner gefangen gehalten, wenn ein paar Züge ausfallen.

Ironie on:
Nur die GdL nimmt Geiseln wenn sie streikt... ;-)

Ironie und offtopic out
Naja, auf mich als Bürger wirkt die Geschichte so, dass Siemens zwar durchaus legitim vorgeht, sich aber wie ein beleidigtes Kind im Buddelkasten verhält dem man die Schippe vorenthalten hat.
Ich weiß auch nicht ob Siemens sich mit der Aktion klug verhällt. Letztendlich entscheidet die BVG was sie in Zukunft bei Siemens noch bestellt (Fahrzeuge, Stromanlagen, Telekommunikation etc.)

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Zitat
GraphXBerlin
Letztendlich entscheidet die BVG was sie in Zukunft bei Siemens noch bestellt (Fahrzeuge, Stromanlagen, Telekommunikation etc.)

Da die BVG aus Steuergeldern finanzierte Zuschüsse vom Senat erhält, wäre es ein Unding, wenn man da beste und günstigste Angebot, wenn es denn von Siemens kommt, bei künftigen Ausschreibungen ablehnt, nur weil diese ihre Rechte wahrgenommen hat.
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