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Verlängerung S46
geschrieben von phönix 
Re: Verlängerung S46
12.04.2018 10:14
Zitat
Wollankstraße
Denke eine RB wäre das sinnvollste als Zubringer zur S-Bahn. wenn es auf der Schiene sein soll....

Das einzige was ich in dieser Hinsicht für sinnvoll halte, ist es die Strecke zu erhalten und vielleicht in 20 Jahren nochmal darüber reden. Das blödeste, was passieren könnte und leider nicht unwahrscheinlich ist, ist ein Bevölkerungswachstum mit gleichzeitigem Abbau der Strecke, weil man irgendwo eine Umgehungsstr. oder Parkplätze braucht oder oder.

Gruß Nemo
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Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Eine Reaktivierung der Strecke nach Mittenwalde / Zossen würde große Kosten verursachen. Das lohnt sich bei 2000-3000 Fahrgästen am Tag im Maximum kaum.
Ein Problem besteht auch an der Kreuzung der Cottbuser Str.: Soll hier ein Bahnübergang mit mitunter langen Schließzeiten für lange Staus sorgen? Dann doch lieber ein teures Brückenbauwerk?
Die komplette Strecke müsste mit Sicherungstechnik ausgestattet werden. Auch bestimmt Millionenbeträge.
Hinzu kommen die Neubaubahnsteige, auch nicht kostenlos.

Die Einführung eines Plusbusses im Stunden- oder Halbstundentaktes mit klarer Linienführung, Anschluss an den Regio und S-Bahn am Bahnhof KW sollte erstmal genügen. Die Strecke sollte der L30 folgen, also: Mittenwalde, Schenkendorf, KW Bahnhof. Wenn die Linie bereits in Zossen beginnen würde, wäre es auch nicht verkehrt.

LG

Im Untergrund liegen Tunnel ;-)
Re: Verlängerung S46
12.04.2018 12:29
Zitat
Nemo
Das einzige was ich in dieser Hinsicht für sinnvoll halte, ist es die Strecke zu erhalten und vielleicht in 20 Jahren nochmal darüber reden.

Und dann schreien die dortigen Neubürger weil sie ihre Ruhe haben wollen. Die Bahn müsste schon vor einem Wachstum da sein.

x--x--x--x

Ein fester Standpunkt ist immer wichtig - besonders in Kurven und beim Bremsen. Bitte gut festhalten!
Re: Verlängerung S46
12.04.2018 12:30
Die Sicherungstechnik könnte man bei Stichstreckenblock auf den Bahnhof Königs Wusterhausen beschränken. Ansonsten gibt es ja noch den guten alten Nebenbahnbetrieb mit Rückfallweichen und Disponenten. Ansonsten könnte man auch die BO-Strab bemühen.

Gruß Nemo
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Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Hauptgrund, der für die S-Bahn spricht, dürften die Kosten sein. Die würden dann vom Land / Bund getragen und nicht von der Gemeinde. Würde es ein so großes Verkehrsbedürfnis geben, hätte die Gemeinde auf eigene Kosten schon längst eine Buslinie eingerichtet, hat sie aber nicht.

Bäderbahn
def
Re: Verlängerung S46
13.04.2018 11:25
Zitat
Bäderbahn
Hauptgrund, der für die S-Bahn spricht, dürften die Kosten sein. Die würden dann vom Land / Bund getragen und nicht von der Gemeinde. Würde es ein so großes Verkehrsbedürfnis geben, hätte die Gemeinde auf eigene Kosten schon längst eine Buslinie eingerichtet, hat sie aber nicht.

... womit Du ganz gut die Absurditäten des (sicher nicht nur deutschen) Systems auf den Punkt bringst. Ehrlich gesagt ist mir als Steuerzahl egal, auf welcher Ebene Geld ausgegeben wird. Und wenn dann ein Vielfaches ausgegeben wird, nur damit eine niedrigere Ebene etwas Geld spart, zeigt das ja recht deutlich, dass bei der derzeitigen ÖPNV-Finanzierung irgendwas schiefläuft.

Vielleicht sollte es für den ÖPNV "Regionalisierungsmittel" wie im Bahnverkehr geben, auch auf Gemeindeebene. Natürlich zweckgebunden, und natürlich kontrolliert - anders ausgegebene Gelder werden gekürzt und sämtliche Straßenbauförderung in der Gemeinde eingestellt.
Re: Verlängerung S46
13.04.2018 11:31
Zitat
def
Zitat
Bäderbahn
Hauptgrund, der für die S-Bahn spricht, dürften die Kosten sein. Die würden dann vom Land / Bund getragen und nicht von der Gemeinde. Würde es ein so großes Verkehrsbedürfnis geben, hätte die Gemeinde auf eigene Kosten schon längst eine Buslinie eingerichtet, hat sie aber nicht.

... womit Du ganz gut die Absurditäten des (sicher nicht nur deutschen) Systems auf den Punkt bringst. Ehrlich gesagt ist mir als Steuerzahl egal, auf welcher Ebene Geld ausgegeben wird. Und wenn dann ein Vielfaches ausgegeben wird, nur damit eine niedrigere Ebene etwas Geld spart, zeigt das ja recht deutlich, dass bei der derzeitigen ÖPNV-Finanzierung irgendwas schiefläuft.

Vielleicht sollte es für den ÖPNV "Regionalisierungsmittel" wie im Bahnverkehr geben, auch auf Gemeindeebene. Natürlich zweckgebunden, und natürlich kontrolliert - anders ausgegebene Gelder werden gekürzt und sämtliche Straßenbauförderung in der Gemeinde eingestellt.

Das stimmt aber nicht. Auch der kommunale ÖPNV wird letztlich über einen Teil der Regionalisierungsmittel finanziert, zumindet in Brandenburg.

[www.mil.brandenburg.de]

"Im Jahr 2014 waren es bundesweit 7,3 Milliarden Euro, Brandenburg erhielt davon rund 417 Millionen Euro. 344 Millionen davon standen für den Regionalverkehr auf der Schiene zur Verfügung. Rund 73 Millionen standen über das ÖPNV-Gesetz des Landes für die Kommunen im Land Brandenburg bereit. Diese Mittel werden im SPNV und übrigen ÖPNV gebraucht, weil Ticketverkäufe die Kosten ungefähr nur zur Hälfte decken. Es soll aber ein möglichst flächendeckendes Angebot geben als so genannte Daseinsvorsorge des Staates für seine Menschen.

*******
Dieser Beitrag ist für Sie kostenlos. Er finanziert sich allein aus der Freizeitspende seines Schreibers.



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 13.04.2018 11:32 von Logital.
Zitat
Nemo
Ansonsten könnte man auch die BO-Strab bemühen.

Wohl kaum bei einer Eisenbahn
def
Re: Verlängerung S46
13.04.2018 11:46
Oh, das war mir nicht klar, danke für die Ergänzung/ Korrektur.
Es ändert leider nichts daran, dass das aktuelle Finanzierungsmodell große, von höherer Ebene zu bezahlende Modelle fördert (oder zumindest den Ruf nach ihnen), während auf die naheliegende, schnell und einfach umsetzbare Lösung verzichtet wird. Mit dem Ergebnis, dass überhaupt nichts passiert.
Re: Verlängerung S46
13.04.2018 12:06
Zitat
def
Oh, das war mir nicht klar, danke für die Ergänzung/ Korrektur.

Gern, bei weitergehenden Interesse zum Thema:

[www.mil.brandenburg.de]

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Re: Verlängerung S46
13.04.2018 12:09
Zitat
Havelländer
Zitat
Nemo
Ansonsten könnte man auch die BO-Strab bemühen.

Wohl kaum bei einer Eisenbahn

Man kann die Zuordnung einer Strecke zu einem Rechtsraum auch ändern!

Gruß Nemo
---

Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Zitat
Nemo
Zitat
Havelländer
Zitat
Nemo
Ansonsten könnte man auch die BO-Strab bemühen.

Wohl kaum bei einer Eisenbahn

Man kann die Zuordnung einer Strecke zu einem Rechtsraum auch ändern!

Man kann auch realistisch bleiben und die eigenen Phantasien für sich behalten.
Re: Verlängerung S46
13.04.2018 13:23
Zitat
Havelländer
Zitat
Nemo
Zitat
Havelländer
Zitat
Nemo
Ansonsten könnte man auch die BO-Strab bemühen.

Wohl kaum bei einer Eisenbahn

Man kann die Zuordnung einer Strecke zu einem Rechtsraum auch ändern!

Man kann auch realistisch bleiben und die eigenen Phantasien für sich behalten.

Ok, nur wozu dann dieser Thread?

Gruß Nemo
---

Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Zitat
Nemo
Zitat
Havelländer
Zitat
Nemo
Zitat
Havelländer
Zitat
Nemo
Ansonsten könnte man auch die BO-Strab bemühen.

Wohl kaum bei einer Eisenbahn

Man kann die Zuordnung einer Strecke zu einem Rechtsraum auch ändern!

Man kann auch realistisch bleiben und die eigenen Phantasien für sich behalten.

Ok, nur wozu dann dieser Thread?

Eher die Frage, wozu die BOStrab ins Spiel gebracht wird, wenn es um die Verlängerung einer S-Bahnstrecke geht.

Viele Grüße
Florian Schulz

--
Dieser Beitrag endet hier. Sie können noch bis zum nächsten Beitrag mitlesen.
Re: Verlängerung S46
13.04.2018 13:41
Die BOStrab wäre eher eine Alternative zu der Alternative Regionalbahnpendelzug, falls solche Dinge wie Signaltechnik und Bahnübergänge zu problematisch werden. Außerdem käme man so auch in die Ortsteilzentren rein.

Gruß Nemo
---

Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 13.04.2018 13:42 von Nemo.
Zitat
Logital
Zitat
def
(...)
Vielleicht sollte es für den ÖPNV "Regionalisierungsmittel" wie im Bahnverkehr geben, auch auf Gemeindeebene. Natürlich zweckgebunden, und natürlich kontrolliert - anders ausgegebene Gelder werden gekürzt und sämtliche Straßenbauförderung in der Gemeinde eingestellt.

Das stimmt aber nicht. Auch der kommunale ÖPNV wird letztlich über einen Teil der Regionalisierungsmittel finanziert, zumindet in Brandenburg.

[www.mil.brandenburg.de]

"Im Jahr 2014 waren es bundesweit 7,3 Milliarden Euro, Brandenburg erhielt davon rund 417 Millionen Euro. 344 Millionen davon standen für den Regionalverkehr auf der Schiene zur Verfügung. Rund 73 Millionen standen über das ÖPNV-Gesetz des Landes für die Kommunen im Land Brandenburg bereit. Diese Mittel werden im SPNV und übrigen ÖPNV gebraucht, weil Ticketverkäufe die Kosten ungefähr nur zur Hälfte decken. Es soll aber ein möglichst flächendeckendes Angebot geben als so genannte Daseinsvorsorge des Staates für seine Menschen.

Insbesondere für den ÖPNV in der Fläche wird in unserem Land viel zu wenig getan. Für den ÖV im Landkreis Dahme-Spreewald in den Jahren 2017 und 2018 betragen die Zuweisungen des Landes Brandenburg 4,5 bzw. 4,7 Mio. € (S. 23).

Bei den Aufwendungen für den ÖV wird mit Zuwendungen für den laufenden Betrieb (RVS, "Nachbarn", Bürgerbus Lieberose/ Oberspreewald) in Höhe von 7,683 bzw. 8,031 Mio. € sowie Investitionen bei der RVS i.H.v. 799 bzw. 844 TEURO (Tschuldigung) geplant (S. 36), sh. hier: [www.dahme-spreewald.info]

Schlapp 9 Millionen € bei etwa 166.000 Einwohnern im Kreis - 54 € "pro Nase" und Jahr, oder etwa 15 Cent für den ÖV je Einwohner und Tag. Wenn man sich diese Zahlen vergegenwärtigt, wundert man sich nicht über die "Bedienungsqualität" in den "ländlichen" Gebieten des VBB.

Der SPNV wird durch die Regionalisierungsmittel einigermaßen finanziert, wobei die von den Ländern für den übrigen ÖV "zweckentfremdeten" Mittel der Eisenbahn natürlich fehlen.

Will man den (Brandenburger) ÖV abseits der (verbliebenen) Bahnstrecken zu einer flächendeckenden Alternative entwickeln, dann reichen die zur Zeit bereitgestellten Mittel bei weitem nicht aus.

Der VCD hat vor einigen Jahren mal einen Vorschlag für einen an die Grundsteuer gekoppelten "ÖV-Beitrag" entwickelt, mit dem bundesweit etwa 5 Mrd. € p.a. für den ÖPNV bereitgestellt werden könnten: [www.vcd.org]

Auf der Basis solcher Finanzierungsquellen wäre eine Annäherung an die in der Schweiz üblichen Bedienungsstandards vorstellbar, vielleicht auch ein Leben ohne Auto in Mittenwalde (Mark),

meint Marienfelde.
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