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U-Bahn: Abweichung vom Fahrplan & Minderleistungen ab Mai 2018
geschrieben von PassusDuriusculus 
Solche Probleme hat man in der Tat auch auf der U7 (die ich nunmal recht oft nutze). Sowohl Jungfernheide wie auch Berliner Str. oft zu beobachten - mit etwas Pech schmeißen je 2 Züge pro Richtung der U9 die Umsteiger zur U7 aus, die dann von jeweils einem Zug pro Richtung aufgefangen werden müssen. Den Füllgrad kann man sich jetzt gut vorstellen. Und leider passiert es dann quasi immer sowohl Jungfernheide wie auch Berliner Str. bei den gleichen Zügen - kommt noch ein Regio in Jungfernheide dazu, ist Richtung Rudow die Schmerzgrenze erreicht.

Dennis
Zitat
Philipp Borchert
. Aber es gibt ja nicht nur ein, zwei weitere Umsteigemöglichkeiten, sondern unzählige mit vielen verschiedenen Takten und in (zugegeben wenigen) unterschiedlichen Rastern, es gibt unterschiedlich schnelle Umsteiger und so ganz nebenbei haben die U-Bahnlinien auch ein eigenes Einzugsgebiet. Die Größe des Problems "unterschiedlich hohe Besetzung durch Umsteigemöglichkeiten in anderen Taktrastern" halte ich für mindestens so theoretisch wie die Idee, mit einem 4/4/3-Takt eine höhere Kapazität erreichen zu können wie mit einem reinen 5-Minuten-Rhythmus.

Auch wenn ich den Nonius-Effekt in Bezug auf die Reisezeiten für das schwerwiegendere Problem mit diesen Taktzeiten halte:

Es gibt schon Umsteigestationen mit an die 50% Umsteigern, da ist schon praktisch merkbar, ob man die Reisenden aus einem oder aus zwei Zügen mitnimmt.

Auch der Kapazitätsunterschied zwischen 4/4/3 und 5 dürfte schon praktisch merkbar sein. Du meintest vermutlich 5/5/4 ;-)
Zitat
Philipp Borchert
Ja, und? Damit kann man doch aber nicht rechnen. Vielleicht ist ja 'ne U7 zwei Minuten zu spät eingetroffen und dadurch war die erste U9 so voll? Die zweite war von der nächsten regulären U7 so gut gefüllt, das steht ja außer Frage. Das ist doch hochtheoretischer Quatsch.

Quatsch ist es maximal dann, wenn man Verspätungen, schwankende Überfüllungen und Anschlussverluste als gottgegeben ansieht. Andernfalls haben diese "Phänomene" reale und ganz praktische Ursachen. Und abstellen kann man diese nur, wenn man die Ursachen analysiert und versteht. Wenn es dagegen "hochtheoretisch" wäre, würden Du und ich und alle anderen diesen betrieblichen Mist nicht tagtäglich ertragen müssen.

Zitat
Philipp Borchert
Und dass die Idee, den Takt im Raster passend gleich auf zweieinhalb Minuten zu verdichten, derzeit eine unrealistische ist, dürfte doch außer Frage stehen.

Um im 10-Minuten-Grundtakt zu bleiben, ist die auf einen Fünf-Minuten-Takt folgende Taktverdichtung ein 3 1/3-Minuten-Takt. Dies hatte die BVG viele Jahre lang in der HVZ auch so praktiziert. Wenn man dafür nicht genug Züge hat, kann man das eben nicht machen, sondern verwendet die Züge lieber zur Stabilisierung des 5-Minuten-Angebots. Im Übrigen wird aus gutem Grund im Bus- und Straßenbahnnetz ja auch nicht in 1-Minuten-Schritten das Angebot verdichtet, wenn die Auslastung steigt (und auch sonst nirgendwo in der Republik).

Viele Grüße
André
Zitat
andre_de
Im Übrigen wird aus gutem Grund im Bus- und Straßenbahnnetz ja auch nicht in 1-Minuten-Schritten das Angebot verdichtet, wenn die Auslastung steigt (und auch sonst nirgendwo in der Republik).

Die Linien 137 und M37 bilden in der Spät-HVZ auf ihrem gemeinsamen Abschnitt einen 4 Minuten-Takt, sonst einen 5 Minuten-Takt.

Der M45er fährt jetzt im 6 Minuten-Takt, vorher alle 7/6/7 Minuten.

x--x--x--x

Ein fester Standpunkt ist immer wichtig - besonders in Kurven und beim Bremsen. Bitte gut festhalten!



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 06.02.2019 20:01 von B-V 3313.
Zitat
andre_de
Zitat
PassusDuriusculus
Bin geradein der U9 gewesen. Hab am Zoo erst 2 pünktliche Züge wegfahren lassen müssen bis ich reingekommen bin. Und wenn ich mir vorstelle, dass jetzt noch ein Dreizehntel mehr reinpassen hätte müssen...

Dann bringt der glatte 5 Minuten-Takt auch keine bessere Planungssicherheit

Na, und warum waren die beiden Züge überfüllt und Deiner dann nicht? Genau von diesen ungleichmäßigen Auslastungen sprechen wir doch! Wenn man die Ursachen der Auslastungsschwankungen und Überfüllungen nicht versteht, bringt ein Ruf nach höherer Kapazität (durch schiefe Taktverdichtungen) überhaupt nichts.

Die dritte in der ich war, war ja genausovoll und andere Leute sind zurückgeblieben, die vielleicht (wie ich beim ersten Zug) dachten: Is bestimmt watt ausjefallen,.nehm ick mal den nächsten
Bei den Metrolinien gibt es sehr wohl Takte zwischen alle 10' und alle 5', da fiele mir zuerst der M27 ein. Weil man eben an der Kapazität was machen musste, aber gleich den Schritt zum 5'-Rhythmus nicht gehen kann/konnte. Wie ist das mit der alle 3 - 4 Minuten fahrenden M4, die auf z.B. die alle 5 Minuten fahrende M10 trifft? Gibt es da dieses Problem auch? Und klar, wenn gerade 'ne Ringbahn angekommen ist, wird's an der Greifswalder Straße voll, der nächste Zug der M4 könnte deutlich weniger voll sein, wenn bis dahin keine weitere S-Bahn Leute ausschüttet.

Nun fehlt mir noch etwas das Problembewusstsein das bestehen muss zwischen dem Fall, dass jede U9 durch die U7 gefüttert wurde und dementsprechend voll ist und dem Fall, dass mal 'ne ganz volle und danach eine etwas weniger volle U9 kommt, weil die Takte von U7 und U9 nicht harmonisieren. In welchem Fall komme ich denn eher mit?

Es MUSS ein Hobby sein - leisten kann ich mir das nicht... :)
Zitat
PassusDuriusculus
Die dritte in der ich war, war ja genausovoll und andere Leute sind zurückgeblieben (...)

Haste Dir 'n Wartemärkchen gezogen, was?

:)

Es MUSS ein Hobby sein - leisten kann ich mir das nicht... :)
Es ist natürlich super schwierig, da es ja keine klare Grenze gibt.
Klar ist kapazitätsmäßig super, wenn im 3/4/3-Minuten-Takt gefahren wird. Und relativ sicher wird ein 7/8-Minuten-Takt im Berufsverkehr nicht ausreichen.*
Dazwischen ist ein fließender Übergang. Wenn man den 4,x- mit dem 5-Minuten-Takt direkt vergleicht, wird man in der durchschnittlichen Auslastung kaum Unterschiede merken. Aber mit dieser Argumentation könnte man dann schrittweise immer weiter zum 12 Minuten-Takt gehen, der ist ja auch nicht viel schlechter als ein 10-Minuten-Takt etc.

*Natürlich würde in der Praxis auch dieser funktionieren, weil dann nach ein paar extrem vollen Tagen, Alternativverbindungen mit andern Linien oder Autos genutzt werden würden.
Zitat
Philipp Borchert
Zitat
PassusDuriusculus
Die dritte in der ich war, war ja genausovoll und andere Leute sind zurückgeblieben (...)

Haste Dir 'n Wartemärkchen gezogen, was?

:)

Jep in Form von schwindender Geduld und schwindendem Transportqualitätsanspruch^^



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 06.02.2019 20:21 von PassusDuriusculus.
Zitat
Philipp Borchert
Bei den Metrolinien gibt es sehr wohl Takte zwischen alle 10' und alle 5', da fiele mir zuerst der M27 ein.

Schönes Beispiel, habe ich jahrelang auf dem Weg zur Arbeit genutzt: S1 -> S42 -> M27. Die S1 im 10-Minuten-Takt, M27 in 6/7/7. Ergebnis war, dass beim Umstieg in Jungfernheide in den M27 mit schiefem Takt die Gesamtreisekette nur noch alle 20 Minuten wirklich Sinn gemacht hat, weil die die dazwischen liegende Verbindung 6 Minuten langsamer war. D.h.: 10 Minuten später los, nur 4 Minuten später angekommen. Und vermieden, bei Kälte und Regen an dieser "Metro"-unwürdigen Bushaltestelle in Jungfernheide rumzustehen und dem gerade verpassten Bus hinterherzuschauen.

Im Übrigen ist der M27 seit vielen Jahren der Inbegriff von Unpünktlichkeit und Pulkbildung. Da ist so ein 6/7/7-"Metro"-Takt total super, wenn man am Linienende dann regelmäßig über 15 Minuten auf einen "Metro"-Bus wartet, um dann zeitgleich aus zwei überfüllten und einem komplett leeren auswählen zu können. Woran das wohl liegt?

Viele Grüße
André
Gewiss nicht am Takt.

x--x--x--x

Ein fester Standpunkt ist immer wichtig - besonders in Kurven und beim Bremsen. Bitte gut festhalten!
Zitat
andre_de
Da ist so ein 6/7/7-"Metro"-Takt total super, wenn man am Linienende dann regelmäßig über 15 Minuten auf einen "Metro"-Bus wartet, um dann zeitgleich aus zwei überfüllten und einem komplett leeren auswählen zu können. Woran das wohl liegt?

Unanfechtbare Überzeugung ist nicht die schlechteste Eigenschaft, die man haben kann. Respekt.

Es MUSS ein Hobby sein - leisten kann ich mir das nicht... :)
Zitat
Philipp Borchert
Wie ist das mit der alle 3 - 4 Minuten fahrenden M4, die auf z.B. die alle 5 Minuten fahrende M10 trifft?

Im Prinzip ja, wobei ich mir nicht diese Massen an Umsteigen dort vorstellen kann. Ich sehe insofern nicht, dass man das vergleichen könnte.

Und, ja, dasselbe Problem gab es auch vorher natürlich auch schon. Etwa Osloer zwischen U9 (4' im Berufsverkehr)
und U8 (immer 5). Oder bei den ganzen Ausfällen.

Und ja: das ist/war schon immer ein Problem.

Zitat
Philipp Borchert
Nun fehlt mir noch etwas das Problembewusstsein

Nicht schlimm. Aber auch nicht wichtig.


Zitat

das bestehen muss zwischen dem Fall, dass jede U9 durch die U7 gefüttert wurde und dementsprechend voll ist und dem Fall, dass mal 'ne ganz volle und danach eine etwas weniger volle U9 kommt, weil die Takte von U7 und U9 nicht harmonisieren. In welchem Fall komme ich denn eher mit?

Du kommst immer eher mit, wenn Du die frühere Bahn nimmst, solange Überholungen ausgeschlossen sind. Mit der nachfolgenden Bahn kommst Du immer später mit.

HTH,
Zitat
PassusDuriusculus
Wenn man den 4,x- mit dem 5-Minuten-Takt direkt vergleicht, wird man in der durchschnittlichen Auslastung kaum Unterschiede merken. Aber mit dieser Argumentation könnte man dann schrittweise immer weiter zum 12 Minuten-Takt gehen, der ist ja auch nicht viel schlechter als ein 10-Minuten-Takt etc.

12:10 ist ein Verhältnis von 1,2 . Das halte ich schon für eine merklichen Unterschied in den Takten.
5:4,66667.. ist ein Verhältnis von 1,07. Das halte ich für nicht lohnend.
Zitat
andre_de
Im Übrigen ist der M27 seit vielen Jahren der Inbegriff von Unpünktlichkeit und Pulkbildung. Da ist so ein 6/7/7-"Metro"-Takt total super, wenn man am Linienende dann regelmäßig über 15 Minuten auf einen "Metro"-Bus wartet, um dann zeitgleich aus zwei überfüllten und einem komplett leeren auswählen zu können. Woran das wohl liegt?

Viele Grüße
André

Ich dachte, der Inbegriff von Unpünktlichkeit und Pulkbildung wäre der M29. Und der M41. Und die Linien M48/M85 im mittleren Bereich.
Laut Daisy am Alex verkehrt die U2 gerade nur alle 10 Minuten.

Edit: Leider hat Daisy Recht.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 07.02.2019 09:17 von PassusDuriusculus.
Hallo!
Heute waren mal wieder am Ostkreuz einige aufwärts führende Rolltreppen kaputt, während die abwärts führenden munter liefen.
Seit längerem versuche ich, wenn so etwas bei einer Station passiert, eine Art Bahnmitarbeiter zu finden um ihn zu fragen, ob man nicht die abwärts führende Treppe umsteuern könnte. Ich habe schon eine kleine Sammlung der natürlich jedes Mal negativen Antworten. Heute habe ich vom S-Bahnservice (immerhin war jemand nach intensivem Suchen zu finden) eine ganz neue Antwort bekommen: Es gibt Blinde unter den Menschen. Die könnten dann vermutlich verunglücken. Die Frage, warum dann der grundsätzliche Rolltreppen-Linksverkehr unter solchem Aspekt auf einem Bahnsteig überhaupt statthaft ist , habe ich nicht mehr gestellt.
Grüße
Also defekte Rolltreppen (gerne auch wochenlang und ohne Schild für die "voraussichtliche Reparatur") am Ostkreuz kann ich bestätigen, obwohl die Auskunftsseite der Bahn weiterhin behauptet, da wären alle in Ordnung.

Aber was hat das mit Abweichungen im Fahrplan und Minderleistungen bei der U-Bahn zu tun? ;-)
Zitat
fatabbot
(..)
Aber was hat das mit Abweichungen im Fahrplan und Minderleistungen bei der U-Bahn zu tun? ;-)

Seit Tradibahner nicht mehr schreibt, ist der S-Bahn-Thread so weit nach unten gerutscht ... ;-)
Tja, sind aufwärts führende Rolltreppen wirklich wichtiger? Bei meinen Knieproblemen sind abwärts führende Rolltreppen wichtiger!

Beste Grüße
Harald Tschirner
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