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Schlechte Luft: EU-Kommission verklagt Deutschland
geschrieben von Marienfelde 
Die EU-Kommission hat beim Europäischen Gerichtshof Klage gegen Deutschland, Frankreich, Ungarn, Italien, Rumänien und Großbritannien eingereicht, weil die vereinbarten Grenzwerte für die Luftqualität dort nicht eingehalten werden.

Dies wird heute in Zeit Online berichtet. Die für Binnenmarkt, Industrie und den Mittelstand zuständige Kommissarin Elzbieta Bienkowska sagte: "Wir werden die Luftverschmutzung in Städten nur dann erfolgreich bekämpfen können, wenn auch die Autoindustrie ihren Teil dazu beiträgt. Emissionsfreie Fahrzeuge sind die Zukunft. Doch in der Zwischenzeit ist die Einhaltung der Emissionsvorschriften ein Muss. Hersteller, die weiterhin gegen die Vorschriften verstoßen, müssen die Konsequenzen für ihr Fehlverhalten tragen."

Hier noch Link zu Zeit Online: [www.zeit.de]

Einen schönen Abend wünscht Euch
Marienfelde

P.S.: Bei den Sonderzeichen zum Namen der EU-Kommissarin fehlt mir leider das Wissen, diese auf meiner Tastatur evtl. zu "erzeugen" - die falsche "Namensschreibe" ist keineswegs beabsichtigt.
Zitat
Marienfelde
P.S.: Bei den Sonderzeichen zum Namen der EU-Kommissarin fehlt mir leider das Wissen, diese auf meiner Tastatur evtl. zu "erzeugen" - die falsche "Namensschreibe" ist keineswegs beabsichtigt.

OT: unter Windows müsste man wohl für das ż die Alt-Taste gedrückt halten und dann 0380 eintippen und für das ń 0144 bei gedrückter Alt-Taste eingeben. Bei mir (kein Windows-Rechner) funktionierte die Tottaste „'“ (links neben der Rücktaste, auch Backspace genannt) auch in Verbindung mit dem „n“ – für das ż musste ich aber die Composetaste bemühen (Compose, „z“, „.“).

Allerdings wird das hier im Forum sowieso nutzlos sein. Mal gucken, wie der Name Elżbieta Bieńkowska nach dem Abschicken des Beitrags aussieht.
Zitat
Jumbo
Zitat
Marienfelde
P.S.: Bei den Sonderzeichen zum Namen der EU-Kommissarin fehlt mir leider das Wissen, diese auf meiner Tastatur evtl. zu "erzeugen" - die falsche "Namensschreibe" ist keineswegs beabsichtigt.

OT: unter Windows müsste man wohl für das ż die Alt-Taste gedrückt halten und dann 0380 eintippen und für das ń 0144 bei gedrückter Alt-Taste eingeben. Bei mir (kein Windows-Rechner) funktionierte die Tottaste „'“ (links neben der Rücktaste, auch Backspace genannt) auch in Verbindung mit dem „n“ – für das ż musste ich aber die Composetaste bemühen (Compose, „z“, „.“).

Allerdings wird das hier im Forum sowieso nutzlos sein. Mal gucken, wie der Name Elżbieta Bieńkowska nach dem Abschicken des Beitrags aussieht.

Ich habe kein Wort verstanden, aber der Beitrag war sehr lustig.
Zitat

"Marienfelde" am 17.5.2018 um 19.45 Uhr:

Bei den Sonderzeichen zum Namen der EU-Kommissarin fehlt mir leider das Wissen, diese auf meiner Tastatur evtl. zu "erzeugen"

Bei den beiden Sonderzeichen handelt es sich vom ein "z" mit Punkt (im Vornamen) und um ein "n" mit einem Akut (im Nachnamen), beides sind Zeichen, die im mitteleuropäischen Zeichensatz ISO-8859-2 enthalten sind (oder im Unicode-Zeichensatz). Da in diesem Forum alle Seiten im westeuropäischen Zeichensatz ISO-8859-1 "enkodiert" sind (siehe 1. Zeile des Quelltextes jeder Bahninfo-Seite), kann man diese beiden Zeichen hier nicht darstellen, selbst wenn man z. Bsp. unter Windows das Zeichentabellenprogramm "charmap.exe" zu Hilfe nimmt.

Gruß, Thomas

PS: Schreibt man in diesem Forum den Namen mit den Zeichenkodierungen, die in ISO-8859-1 zur Verfügung stehen, erhält man an Stelle der beiden Sonderzeichen folgendes: El¿bieta Bieñkowska. Auch nicht schön ...

--
Thomas Krickstadt, Berlin, Germany, usenet@krickstadt.de
Ich finds gut (die Klage).

*******
Bitte beachten Sie, dass diese Signatur keine Hinweise auf die Meinungsfreiheit enthält.
Zitat
Logital
Ich finds gut (die Klage).

Es ist nur logisch und konsequent und war ja auch schon lange angekündigt und angedroht. Leider macht sich hier schon wieder dieses Denken in 'Alternativlosigkeiten' breit. Denn die Fahrverbote werden kommen. Aber sie werden gerichtlich verordnet werden. Weil niemand in der Politik bereit ist, die Verantwortung für unpopuläre Maßnahmen zu übernehmen (lokale Fahrverbot, Zonenregelung, Plakettenlösung) warten jetzt alle, bis die Maximallösung verordnet wird und jeder mit dem Finger auf das böse Gericht zeigen und gleichzeitig sagen kann "Oh. Da kann ich jetzt nicht für."
"Hauptstadt des Feinstaubs" - so wurde heute auf Seite 9 der Berliner Zeitung geschlagzeilt. Der Schadstoffausstoß in Berlin ist in den letzten Jahrzehnten sehr stark gesunken.

Allerdings wurde der aktuelle Grenzwert für Feinstaub (40 Mikrogramm je Kubikmeter Luft) im Jahr 2018 häufiger überschritten als z.B. in Stuttgart. Ostwinde spielen auch eine Rolle: Außer kalter Luft werden auch Schadstoffe "eingeführt".

Hier noch ein Link zum Artikel: [www.berliner-zeitung.de]

Allseits einen schönen Sonnabendabend wünscht Euch
Marienfelde
In Hamburg wurden schon einige Fahrverbotsschilder errichtet mit dem Zusatz "Diesel bis Euro 5/V", vorerst durchgekreuzt. Ein Verbot kann also schnell bewirkt werden.

Frage zur gesetzlichem Logik: wenn "Diesel bis Euro 5/V" am Verbotsschild steht, sind Euro-5-Fahrzeuge nun mitverboten oder nicht?
Zitat
Ruhlebener
Frage zur gesetzlichem Logik: wenn "Diesel bis Euro 5/V" am Verbotsschild steht, sind Euro-5-Fahrzeuge nun mitverboten oder nicht?

Das Schild heißt ja "Verbot für Fahrzeuge aller Art" und das untere Zusatzschild klärt, für wen das Schild gilt. Es bedeutet somit "Verbot für Fahrzeuge mit Dieselantrieb bis Euro 5" und schließt auch diese Fahrzeuge aus.
Die Dieselfahrzeuge mit Euro 5 wären in dem Verbot mit eingeschlossen, also sprich aus der Innenstadt ausgeschlossen. Nur Diesel mit Euro 6 (und höher) dürften dann in die Innenstadt!

Eigentlich müsste auf dem Schild stehen:
"Diesel bis einschließlich Euro 5/V"

LG

Im Untergrund liegen Tunnel ;-)
Ich hoffe man wird nicht daraus falsche Konsequenzen ziehen und z.B. Fahrkarten senken oder sogar ÖPNV irgendwo kostenlos machen. Dies würde meiner Meinung nach kaum Probleme lösen. Denn für die meisten Autofahrer ist der ÖPNV mit Sicherheit nicht aufgrund des Preises unattraktiv, sondern weil er oft einfach zu langsam ist, und das Angebot (z.B. Taktdichte) nicht stimmt. Denn mit den jetzigen Preisen ist der ÖPNV in der Regel immer noch erheblich günstiger als das Auto.
Außerdem ist die Infrastruktur auf kräftige Fahrgastzuwächse nicht ausgerichtet, gefühlt jeder Verkehrsbetrieb einer großen Stadt Deutschlands schlägt sich aufgrund stark gestiegener Fahrgastzahlen mit Kapazitätsengpässen rum.
Kostenloser ÖPNV würde viel eher zusätzlichen Verkehr induzieren, anstatt den MIV-Anteil nennenswert zurückgehen zu lassen.

Auch in Berlin ist man mit dem Auto auf den meisten Relationen einfach schneller als per ÖPNV (es sei denn, auf der Relation gibt es Schnellbahnen, und damit meine ich ausdrücklich nicht die Straßenbahn). Daran würden auch günstigere Fahrscheine nichts ändern.
@Marienfeld

Wenn Du schon solche Threads hier einstellst, versuche doch auch mal einen Bezug zum Nahverkehr herzustellen. Was bedeutet es für die Busse etc...
Weder in Deinem Posting noch in dem Artikel ist irgendetwas über Busse oder Dieselloks zu lesen. Somit ist dieser Artikel eigentlich irgendwie uninteressant bzw. themenfremd für das Forum. Ergo: Über was soll jetzt genau diskutiert werden? Ist eine ernste Frage.

"Zielverzeichnis Berlin 2018 - Eine Sammlung" >> Infos bei Facebook "GraphX Berlin"
Hallo Carsten,

ich antworte - auch ernsthaft - an @Marienfeldes statt, weil ich auch schon mehrere Male über Deine (meines Erachtens sehr enge) Auslegung von On Topic/Off Topic gestolpert bin.
Wir diskutieren hier über Busse, Bahnen und Fähren. Aber die existieren nicht im luftleeren Raum, sondern sie erfüllen einen Zweck und eine Funktion. Sie sorgen für die Mobilität der Menschen in unserer Stadt (und im Land drumherum).
Wenn wir über Verkehr diskutieren, dann macht das für mich keinen Sinn, den ÖV losgelöst vom restlichen Verkehr zu betrachten, ohne die Wechselwirkungen zu anderen Verkehrsarten und -trägern zu beleuchten. Denn jeder andere Verkehr ergänzt den ÖV, oder er steht in Konkurrenz mit ihm. Zum Beispiel ist der Fußverkehr integraler Bestandteil des ÖV, ohne ihn würde keine einzige Reisekette funktionieren. Das wird hier viel zu selten thematisiert, aber natürlich gehört das hier rein.
MIV steht als direkter Wettbewerber dem ÖV gegenüber, es gibt Konkurrenz um Verkehrsflächen, Priorität an Kreuzungen, finanzielle Mittel und natürlich die Nutzer. Klar, ist das richtig, dass wir diskutieren "die BVG testet neuen Scania-Doppeldecker" aber nicht "BMW stellt den neuen 3er vor". Aber wenn so grundlegende Dinge sich ändern wie Fahrverbote, flächendeckende Tempolimits, Innenstadtmaut, Parkraumbewirtschaftung, Verkehrsberuhigung, Abgaben und Steuern... dann sind die natürlich für das Nutzerverhalten relevant und deswegen hier im Forum nicht nur schmückendes Beiwerk in der Diskussion, sondern Basis für eine ganzheitliche Sicht der Dinge.
Der Radverkehr hat ein sehr spannendes Verhältnis zu ÖV. Denn vielfach ist er synergetisch zu ihm (Rad zum Bahnhof, Bike and Ride, Rad in der Bahn), vielfach steht er aber auch in Konflikten mit dem ÖV (Flächen an Bahnhöfen und Haltestellen, Flächen in den Mehrzweckabteilen der Bahnen). Ich hatte neulich eine leidenschaftliche Diskussion mit @GlobalFish über die bestmögliche Ausgestaltung von Infrastruktur für Busse und Räder - gemeinsam, getrennt, baulich oder farblich? - und ich finde dass so eine Diskussion her genausowenig off topic ist wie in einem Radlerforum.

Ich verstehe, dass alle hier ein ganz eigenen Faible haben und viele auch sehr detailverliebt sich einem Bestimmtem Thema widmen. Der eine interessiert sich für Busnummern, ein anderer verfolgt Tatrawage bis ans Ende der Welt, ein weiterer sammelt Netzpläne und Karten oder sammelt Busblinker, jeder hat irgendwie einen Lieblingstyp oder ein bestimmte Baureihe, für die er schwärmt. Alle diese Details sind nicht für alle wichtig und relevant, sind aber ein berechtigter Teil der Diskussion hier. Sie müssen und sollen genauso hier diskutiert werden wie die großen globalen Fragen - in was für einer Stadt wollen wir leben und wie wollen wir uns in ihr fortbewegen? Und für diese Fragen gehören die Themen wie Stadtplanung, Wohnungsneubau, Verkehrspolitik aber auch MIV und Radverkehr zwingend dazu.

Viele Grüße!

Arian
Zitat
RathausSpandau
Auch in Berlin ist man mit dem Auto auf den meisten Relationen einfach schneller als per ÖPNV (es sei denn, auf der Relation gibt es Schnellbahnen, und damit meine ich ausdrücklich nicht die Straßenbahn). Daran würden auch günstigere Fahrscheine nichts ändern.

Das stimmt. Morgens (so zwischen 6:00 und 7:00) brauche ich per PKW so um die 25-30 Minuten nach Kreuzberg. Mit der U-Bahn ist dies nicht zu schaffen: die reine Fahrzeit is schon 27 Minuten, dazu kommen Geh-Zeiten (2 x 5 Minuten) und Wartezeiten (im Normalfall, ohne die neulich zu oft angetretene Zugausfälle). Heinwärts am Nachmittag ist deutlich mehr Verkehr auf der Strasse; dann kann es tatsächlich mal länger dauern mit dem Auto.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 21.05.2018 17:38 von Ruhlebener.
Zitat
Ruhlebener
Das stimmt. Morgens (so zwischen 6:00 und 7:00) brauche ich per PKW so um die 25-30 Minuten nach Kreuzberg. Mit der U-Bahn ist dies nicht zu schaffen: die reine Fahrzeit is schon 27 Minuten, dazu kommen Geh-Zeiten (2 x 5 Minuten) und Wartezeiten (im Normalfall, ohne die neulich zu oft angetretene Zugausfälle).

Und du hast überall sofort einen freien Parkplatz zur Verfügung und musst von dem nicht laufen?

x--x--x--x

Ein fester Standpunkt ist immer wichtig - besonders in Kurven und beim Bremsen. Bitte gut festhalten!
Zitat
B-V 3313
Zitat
Ruhlebener
Das stimmt. Morgens (so zwischen 6:00 und 7:00) brauche ich per PKW so um die 25-30 Minuten nach Kreuzberg. Mit der U-Bahn ist dies nicht zu schaffen: die reine Fahrzeit is schon 27 Minuten, dazu kommen Geh-Zeiten (2 x 5 Minuten) und Wartezeiten (im Normalfall, ohne die neulich zu oft angetretene Zugausfälle).

Und du hast überall sofort einen freien Parkplatz zur Verfügung und musst von dem nicht laufen?

Außerdem: Wie lange musst Du anteilig arbeiten, um Dir den eigenen PKW (Anschaffungs- und Betriebskosten) leisten zu können?

Nicht zuletzt: Wofür nutzt Du die eingesparte Zeit? Eventuell zum Geldverdienen, um Dir einen eigenen PKW zu finanzieren? Oder zur Klärung der mit dem Fahrzeug verbundenen Formalitäten (Werkstattfahrten, TÜV, Infos über Versicherungen etc) :-) ?

Etwas philosophisch betrachtet und nicht ganz ernst gemeint: Wer schneller am Arbeitsplatz ist, wird auch mehr schaffen - umso mehr Aufgaben und Pflichten fallen dem Tüchtigen zu :-) .



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 21.05.2018 18:37 von Bovist66.
@schallundrausch
War ja nicht unbedingt böse gemeint. Aber in letzter Zeit werden hier Threads eröffnet die auf den ersten Blick keinen Zusammenhang mit dem ÖPNV haben ;-)
Natürlich war der Hintergedanke bzgl. unserer Dieselbusse. Aber dies hätte er auch dementsprechend verpacken können ;-)

"Zielverzeichnis Berlin 2018 - Eine Sammlung" >> Infos bei Facebook "GraphX Berlin"
Zitat
B-V 3313
Und du hast überall sofort einen freien Parkplatz zur Verfügung und musst von dem nicht laufen?
Ja. Sonst würde der Zeitvergleich ja anders ausgehen.

Zitat
Bovist66
Wofür nutzt Du die eingesparte Zeit?

Ich habe diese Zeitrechnung als nur Beispiel gegeben, um zu zeigen, daß auch die U-Bahn zu nehmen nicht unbedingt schneller ist als das Auto, sondern das Gegenteil, denn wer mit der ÖPNV fahren möchte, muß erst zur ÖPNV hinkommen, und am Ziel davon. Nur wer wirklich die Haltestelle direkt vorm Tür hat - an beide Enden der Reise - kann ohne Gehweg rechnen. Außerdem muß man öfters auf die ÖPNV warten; es fährt nicht jeder Linie im ganzer Länge im Fünfminutentakt.

Tatsächlich kommen natürlich auch andere Faktoren im Betracht: PKW-Anschaffungs-, Betriebs, Werkstatts- und Versicherungskosten sowie die Luftverschmutzung (ausser bei E-Autos) wirken gegen den PKW; dagegen wirken Flexibilität und Komfort für den PKW (Flexilität: nicht an Fahrpläne angebunden zu sein; Komfort: der PKW ist nicht überfüllt, hat Klima (meistens), und es steigen keine Zugmusikanten zu). Dazu kommt die Stressfrage: manche finden den Stadtverkehr stressig; manche finden überfüllte, überwarme Bussen und Bahnen stressig, sowie sog. Musikanten, und beim-Unsteigen-vor-der-Nase-abfahrende Bussen und Bahnen und längere Wartezeiten.

Tatsächlich fahre ich daher normalerweise mit der U-Bahn (obwohl, wenn ich wieder mal länger warten muß, frage ich mich warum). Nur wenn's im Hochsommer heiss wird halte ich nachmittags die U-Bahn nicht aus, dann fahre ich klimatisiert im Auto.
Zitat
Ruhlebener
Zitat
B-V 3313
Und du hast überall sofort einen freien Parkplatz zur Verfügung und musst von dem nicht laufen?
Ja. Sonst würde der Zeitvergleich ja anders ausgehen.

Zitat
Bovist66
Wofür nutzt Du die eingesparte Zeit?

Ich habe diese Zeitrechnung als nur Beispiel gegeben, um zu zeigen, daß auch die U-Bahn zu nehmen nicht unbedingt schneller ist als das Auto, sondern das Gegenteil, denn wer mit der ÖPNV fahren möchte, muß erst zur ÖPNV hinkommen, und am Ziel davon. Nur wer wirklich die Haltestelle direkt vorm Tür hat - an beide Enden der Reise - kann ohne Gehweg rechnen. Außerdem muß man öfters auf die ÖPNV warten; es fährt nicht jeder Linie im ganzer Länge im Fünfminutentakt.

Tatsächlich kommen natürlich auch andere Faktoren im Betracht: PKW-Anschaffungs-, Betriebs, Werkstatts- und Versicherungskosten sowie die Luftverschmutzung (ausser bei E-Autos) wirken gegen den PKW; dagegen wirken Flexibilität und Komfort für den PKW (Flexilität: nicht an Fahrpläne angebunden zu sein; Komfort: der PKW ist nicht überfüllt, hat Klima (meistens), und es steigen keine Zugmusikanten zu). Dazu kommt die Stressfrage: manche finden den Stadtverkehr stressig; manche finden überfüllte, überwarme Bussen und Bahnen stressig, sowie sog. Musikanten, und beim-Unsteigen-vor-der-Nase-abfahrende Bussen und Bahnen und längere Wartezeiten.

Tatsächlich fahre ich daher normalerweise mit der U-Bahn (obwohl, wenn ich wieder mal länger warten muß, frage ich mich warum). Nur wenn's im Hochsommer heiss wird halte ich nachmittags die U-Bahn nicht aus, dann fahre ich klimatisiert im Auto.

Gerade wer regelmäßig den ÖPNV nutzt, kennt die Fahrzeiten von S+U-Bahn und nutzt nach Möglichkeit auch den Regionalverkehr. Auf nahezu allen Relationen bin ich mit den Öffentlichen (sofern sie planmäßig und pünktlich fahren, anderer Punkt) schneller wie mit dem Auto. Gerade aus Spandau raus in die Innenstadt ist das Auto chancenlos. 15 Minuten von Staaken zum Berliner Hbhf., 20 bis 25 Minuten bis zum Postdamer Platz, 30 Minuten bis Südkreuz, nach Neukölln und Tempelhof ist das Auto glatt geschlagen. Auch zum Nordring bin ich deutlich schneller als ich es mit dem Auto sein könnte - Schönhauser Allee 30 Minuten. Gerade in der Innenstadt käme noch Parkplatzsuche hinzu und dank Parkraumbewirtschaftung auch noch Parktickets. In der HVZ hat das Auto ohnehin den Nachteil des Stop-and-Gos, zumindest die S+U-Bahn wie auch der Regionalverkehr dankenswerterweise nicht. Wenn man dann noch konsequenter Busse und Straßenbahnen mit Vorrangschaltungen und sinnvoller Eingliederung in das Straßenland hinbekäme, wäre man selbst mit dem Bus schneller wie mit dem Auto.

Dennis
@drstar

Du wohnst genau am Bahnhof Staaken und musst exakt nur zu den Bahnhöfen? Das Glück haben aber die wenigsten. Des weiteren würde ich immer die halbe Taktzeit draufschlagen.

*******
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1 mal bearbeitet. Zuletzt am 22.05.2018 12:57 von Logital.
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