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Autostadt Berlin
geschrieben von Marienfelde 
Re: Autostadt Berlin
03.07.2018 20:33
Zitat
Beförderungsfall Nr. 8821

Fahrräder haben in der HVZ aber meiner Meinung nach nichts in den Zügen zu suchen. Die sind dann eh schon voll genug.

Richtig. Von daher könnte man sich da mal an Hamburg orientieren, wo zu den Berufsverkehrszeiten keine Fahrräder erlaubt sind.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 03.07.2018 20:33 von Flexist.
Zitat
Flexist
Zitat
Beförderungsfall Nr. 8821

Fahrräder haben in der HVZ aber meiner Meinung nach nichts in den Zügen zu suchen. Die sind dann eh schon voll genug.

Richtig. Von daher könnte man sich da mal an Hamburg orientieren, wo zu den Berufsverkehrszeiten keine Fahrräder erlaubt sind.

Die richtige Lösung wären längere Züge und dichtere Takte
Zitat
PassusDuriusculus
Zitat
Flexist
Zitat
Beförderungsfall Nr. 8821

Fahrräder haben in der HVZ aber meiner Meinung nach nichts in den Zügen zu suchen. Die sind dann eh schon voll genug.

Richtig. Von daher könnte man sich da mal an Hamburg orientieren, wo zu den Berufsverkehrszeiten keine Fahrräder erlaubt sind.

Die richtige Lösung wären längere Züge und dichtere Takte

So lange man momentan aufgrund von Wagenmangel/Personalmangel keine bedarfsgerechten Kapazitäten bereitstellen kann, die dies ermöglichen würden, haben Fahrräder in der HVZ nichts in irgendwelchen Bahnen zu suchen!

Außer vielleicht in der 61 oder 68 ;-)
Zitat
PassusDuriusculus
Die richtige Lösung wären längere Züge und dichtere Takte

Dem sind aber auch Grenzen gesetzt, selbst bei ausreichendem Wagenpark. Maximale Zuglänge S-Bahn 8 Wagen (S25 Nord 6 Wagen), U-Bahn-Großprofil 6 Wagen, Kleinprofil 8 (U4 4) Wagen. Maximale Zuglänge wird ja auf hochbelasteten Strecken nach Möglichkeit gefahren, nehme mal S41/42 mal aus. (Gründe kennen wir)
Irgendwann ist auch die maximale Taktdichte erreicht.

Noch längere Züge (die Idee hätte ja was) benötigen längere Bahnsteige, Die Ausführung wird aber am Geld und letztendlich an fehlendem Platz scheitern. Bei der Straßenbahn ist teilweise bestimmt noch was drin, aber nicht von heute auf morgen.

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Ein Hoch auf die Meinungsfreiheit

Viele Grüße aus Wedding
Re: Autostadt Berlin
03.07.2018 21:38
Zitat
Jay
Bei der S-Bahn kann es zumindest bei einzelnen Zügen vorkommen, dass nicht mehr alle Räder rein passen. Der Beförderungszustand ist aber auch so am Frühabend stadteinwärts teilweise grenzwertig, vor allem, weil die Türräume gnadenlos mit Rädern zugeparkt werden und somit auch die Fluchtwege und Rettungsmittel (Feuerlöscher, Nothammer) blockiert sind.

Sorry, aber bei solchen Beiträgen platzt mir der Kragen - dann soll man verdammt nochmal Wachschutz in den Zügen mitfahren lassen, die dafür sorgen, dass die Türräume und Fluchtwege frei bleiben. Ist ja nicht so, dass die Strecken, auf denen regelmäßig das Chaos aufgrund undisziplinierter Radler ausbricht, unbekannt wären. Dazu gehört dann aber auch, dass man den Radfahrern überhaupt ermöglicht die für sie vorgesehenen Stellplätze zu nutzen. Sei es, dass nicht ein einziger Radfahrer 4 Plätze blockiert, sei es, dass man das ganze rad- und gepäcklose Partyvolk auf die freien Sitzplätze im restlichen Wagen verteilt.

Zitat
Flexist
Zitat
Beförderungsfall Nr. 8821

Fahrräder haben in der HVZ aber meiner Meinung nach nichts in den Zügen zu suchen. Die sind dann eh schon voll genug.

Richtig. Von daher könnte man sich da mal an Hamburg orientieren, wo zu den Berufsverkehrszeiten keine Fahrräder erlaubt sind.

Auch da ein klares Nein! Warum sollte man Leute, die gegen die Lastrichtung von Friedrichshain nach Mahlsdorf oder von Wilmersdorf nach Grünau fahren, wieder in die Autos scheuchen? Wenn man in den Außenbezirken arbeitet, ist es mit der ÖPNV-Herrlichkeit nämlich abseits der S-Bahn ganz schnell vorbei, vom Umland gar nicht erst anzufangen. Also schnell mit der halbleeren Bahn nach draußen und den Rest flexibel mit dem Rad... Die Kasper, die sich mit ihrem Rad in die überfüllten Züge der Stadtbahn, dem Ring oder in Lastrichtung drängeln wollen, muss man eben gezielt wieder rausholen.

Zitat
Wollankstraße
Zitat
PassusDuriusculus
Die richtige Lösung wären längere Züge und dichtere Takte

Dem sind aber auch Grenzen gesetzt, selbst bei ausreichendem Wagenpark. Maximale Zuglänge S-Bahn 8 Wagen (S25 Nord 6 Wagen), U-Bahn-Großprofil 6 Wagen, Kleinprofil 8 (U4 4) Wagen. Maximale Zuglänge wird ja auf hochbelasteten Strecken nach Möglichkeit gefahren, nehme mal S41/42 mal aus. (Gründe kennen wir)
Irgendwann ist auch die maximale Taktdichte erreicht.

Noch längere Züge (die Idee hätte ja was) benötigen längere Bahnsteige, Die Ausführung wird aber am Geld und letztendlich an fehlendem Platz scheitern. Bei der Straßenbahn ist teilweise bestimmt noch was drin, aber nicht von heute auf morgen.

Es gibt auch Strecken, wo das Wagenmaterial einfach nur ein Witz ist. Im Sommer fahren die RB 26 und die RB 36 an den Wochenenden mit einem(!) Triebwagen, der 10(?) Stellplätze hat. Der RE7 hat auch zu wenig Plätze für den Bedarf. Die S46 fährt inzwischen wenigstens mit 3/4, jahrelang mussten sich die Ausflügler in Halbzüge drängeln.
Zitat
VvJ-Ente
...dann soll man verdammt nochmal Wachschutz in den Zügen mitfahren lassen, die dafür sorgen, dass die Türräume und Fluchtwege frei bleiben.

Und wer bezahlt den Wachschutz ? Richtig, die Fahrgäste über Ticketpreise.

Zitat
VvJ-Ente
Warum sollte man Leute, die gegen die Lastrichtung von Friedrichshain nach Mahlsdorf oder von Wilmersdorf nach Grünau fahren, wieder in die Autos scheuchen? .... Die Kasper, die sich mit ihrem Rad in die überfüllten Züge der Stadtbahn, dem Ring oder in Lastrichtung drängeln wollen, muss man eben gezielt wieder rausholen.

Zum einen, wie soll man regeln, welche Linien in welche Fahrtrichtung auf welchen Linien freigegeben sind ?

Zum anderen, wer soll die "Kasper" aus den Zügen rausholen ?
Richtig, zusätzliches Personal. Kostet, siehe oben.
Und wie soll das gehen ? Da werden die Aufenthaltszeiten auf den Bahnhöfen unendlich lange werden.

Also dort bin ich auch für ein Modell wie im HVV.

Zitat
VvJ-Ente
Es gibt auch Strecken, wo das Wagenmaterial einfach nur ein Witz ist. Im Sommer fahren die RB 26 und die RB 36 an den Wochenenden mit einem(!) Triebwagen, der 10(?) Stellplätze hat. Der RE7 hat auch zu wenig Plätze für den Bedarf.

Zur Zugverlängerung im Regio (wenn dies möglich ist) und für die Zugverlängerungen der S46 am Wochenende bin ich bei Dir. Mein Beitrag bezog sich auf U-/S-Bahn. Aber teilweise im Regioverkehr reichen einige Bahnsteige auch nicht, viele wurden ja in vergangenen Sparorgien sogar verkürzt.

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Ein Hoch auf die Meinungsfreiheit

Viele Grüße aus Wedding
Hat sich eigentlich mal jemand den Mottenpost-Artikel (der im 1. Post verlinkt ist) durchgelesen?

Für die Überschrift "Steigende Neuzulassungen - Berlin wird immer mehr zur Autostadt" kann ich eigentlich nur die Note 5 vergeben: Der Autobesitz pro 1000 Einwohner ist quasi gleich geblieben (332,7 Pkw / 100 Einwohner ist im deutschen Vergleich sehr wenig), der Zuwachs kommt lediglich aus der höheren Einwohnerzahl. Daraus herzuleiten, dass Berlin eine "Autostadt" wird, ist schon etwas schräg.

Natürlich darf das typische Beispiel des Berufstätigen, der jeden Tag 100 km durch die Stadt fährt, nicht fehlen, der dann auf die Verkehrspolitik der aktuellen Koalition schimpfen darf. Herrn Becker vom ADAC wird ebenfalls befragt, pro forma noch zwei Gegenstimmen. Fertig ist der Artikel!

Ein schwaches Stück von Herrn Neumann, wie ich finde.
Re: Autostadt Berlin
03.07.2018 22:02
Zitat
Jay
@Reißwolf: Da kennst du die Situation am Wochenende offenbar schlecht. Bei gutem Wetter sind die Züge mit Farradausflüglern teilweise völlig überfüllt. Die Regios gen Ostsee sind schon lange weit jenseits ihrer Kapazitätsgrenze und lassen regelmäßig Leute zurück. Bei der S-Bahn kann es zumindest bei einzelnen Zügen vorkommen, dass nicht mehr alle Räder rein passen. Der Beförderungszustand ist aber auch so am Frühabend stadteinwärts teilweise grenzwertig, vor allem, weil die Türräume gnadenlos mit Rädern zugeparkt werden und somit auch die Fluchtwege und Rettungsmittel (Feuerlöscher, Nothammer) blockiert sind.

Ansonsten finde ich die 4,50€ spannend. Berlin ABC kostet als Einzelfahrt 3,30€ und keine S-Bahn fährt über das C-Gebiet hinaus. Nördlich von Oranienburg ist in den Regios am Wochenende Ausflugschaos. Westlich von Wannsee ist davon auch teilweise der RE7 betroffen. Da wir diese Überfüllungszustände haben, wäre es keine gute Idee die Mitnahme eines Fahrrades stärker zu fördern.


Ich muss nur bis Waidmannslust/Hermsdorf und ich meinte mit den Kosten Hin- und Rückweg (4er AB-Ticket 2,25€, Fahrradticket 1,9€, Auto 27km* 22cent/km (bei mir ungefähr)). Und ja ab und zu fahre ich auch mit dem Rad mal durch.

Und ja selbst erlegt mit dem Fahrrad am Wochenende nach Dannenwalde mit dem RE5 (Verstärker fallen ja (immernoch!?) aus). Ich sag mal, wir alles waren sehr kreativ was das stapeln der Fahrräder anging. Aber mit Absprechen und so gings. Klar der Zug hatte natürlich etwas Verspätung. Davon rede ich ja auch nicht, sondern von der S-Bahn z.B.

Die S1 ist am Wochenende nicht überfüllt (zumindest nie erlebt).
Keine Fahrräder ist auch keine Lösung. Nur damit wird man vom Bus unabhängig vor allem, wenn es weiter nach draußen (innerhalb Berlins) geht. Da ist es ohne Fahrrad einfach so was von dämlich teilweise.
Wenn Bahnsteiglängen nicht reichen und Takte wirklich ausgereizt sind (das dauert aber noch), braucht man neue Straßenbahn-, U-Bahn- und S-Bahn-Strecken.

Politik, Wirtschaft und Gesellschaft müssten da echt mal radikal umdenken.

Ich weiß, wir sind weit davon entfernt. Aber ganz ehrlich? Wie viele Radfahrer erlebt ihr in der Bahn so im vollen Berufsverkehr um 8 und 17 Uhr?



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 03.07.2018 22:24 von PassusDuriusculus.
GS
Re: Autostadt Berlin
03.07.2018 22:21
Wer in der Auto- und Busstadt Hamburg trotz aller Widrigkeiten Fahrrad fährt, ist für mich eher ein Held ;) Also eher trotz den Nichtmitnahme in der viel flächiger struktrurierten Stadt mit größeren zurückzulegenden Distanzen als Berlin.

Ich sehe es auch so, dass das Fahrrad vor allem fernab der Innenstadt ein sinnvoller und notwendiger Teil von Reiseketten ist. Wenn es noch nicht möglich ist, dann sollte zumindest mit den Lösungen wie der Mitnahme gegen die Lastrichtung gearbeitet werden (Stadtauswärts vormittags, stadteinwärts nachmittags), solange die Bahn bzw. die Besteller nicht aus dem Knick kommen.

Wer weniger Autos haben will, muss auch gescheite Alternativen anbieten. Mitnahmeverbote in Öfffis zu Zeiten, wo Menschen fahren müssen, gehören nicht dazu.
Zitat
Ruhlebener
[Sitzplatz im Pkw]
(komfortabler als in den meisten ÖPNV-Wagen).

Was soll denn das für ein Pkw sein? In den allermeisten Pkw sitzt man doch völlig eingezwängt, daß man sich kaum noch rühren kann, noch dazu oft in einer Position, aus der man sich nur schwer wieder befreien kann.



Bin ich denn hier der Einzigste, wo Deutsch kann?
Zitat
PassusDuriusculus
Wenn Bahnsteiglängen nicht reichen und Takte wirklich ausgereizt sind (das dauert aber noch), braucht man neue Straßenbahn-, U-Bahn- und S-Bahn-Strecken.

Politik, Wirtschaft und Gesellschaft müssten da echt mal radikal umdenken.

Ich weiß, wir sind weit davon entfernt.

Auf Investieren hat momentan in Deutschland halt kaum kein Politiker wirklich Bock. Sei es wegen der schwachsinnigen Schuldenbremse, oder wegen der deutschen Bedenkenträger- und Billig-Mentalität. Die ganzen Diskussionen um S21, Elphi oder dem BER haben diese Situation mit Sicherheit nicht verbessert, wenn man sich mal anschaut, was man über diese Projekte so in der Öffentlichkeit/den Medien zu hören bekommt, da hat dann halt kein Politiker Lust, sich für 10 Milliarden Ausgaben für den Ausbau der Öffis zu rechtfertigen, er würde dafür geteert und gefedert werden.
Vor allem, weil die Autos der deutschen Bevölkerung nun einmal wichtiger sind.


In der Berliner Politik gibt es auch überhaupt kein durchdachtes und zukunftsfähiges Verkehrskonzept, mit der man die Verkehrswende schaffen könnte. Nur Flickschusterei und Klientelpolitik, und Verkehrspolitik die nicht Blick auf die kommenden Jahrzehnte, sondern nur auf die aktuelle Legislaturperiode geprägt ist.

Und diese Initiative "Saubere Luft" des Bundes ist - für die 5 Modellstädte (Bonn, Essen, Reutlingen, Rest habe ich vergessen, irgendwelche Kleinstädte) - ist eh nur ein billiges Ablenkungsmanöver und wird sich früher oder später als Tropfen auf dem heißen Seiten entpuppen.


Recht hast du auf alle Fälle, da muss ein Umdenken in der Politik stattfinden. Nur wie?
Zitat
Alter Köpenicker
Zitat
Ruhlebener
[Sitzplatz im Pkw]
(komfortabler als in den meisten ÖPNV-Wagen).

Was soll denn das für ein Pkw sein? In den allermeisten Pkw sitzt man doch völlig eingezwängt, daß man sich kaum noch rühren kann, noch dazu oft in einer Position, aus der man sich nur schwer wieder befreien kann.

Im SUV nicht ;-)

T6JP
Zitat
PassusDuriusculus
Die richtige Lösung wären längere Züge und dichtere Takte
Bringt nicht viel, weil dann die Fahrräder immer noch Bahnsteige und Aufzüge verstopfen würden.

Die viel bessere Lösung sind Leihfahrräder am Zielort. Die braucht man nicht im Zug mitschleppen.

Wenn die letzte Meile weniger als 2km lang ist, bietet sich auch ein Klapptretroller wie bspw. der Oxelo Town 9 an. Nimmt im Zug kaum Platz weg und ist binnen Sekunden zusammengeklappt bzw. auseinandergeklappt.
Re: Autostadt Berlin
04.07.2018 09:30
Zitat
PassusDuriusculus
Wenn Bahnsteiglängen nicht reichen und Takte wirklich ausgereizt sind (das dauert aber noch), braucht man neue Straßenbahn-, U-Bahn- und S-Bahn-Strecken.

Zu kurze Bahnsteige sind im Regionalverkehr allenfalls ein Problem, was kurzfristige Bestellungen angeht. Mit einigem planerischen Vorlauf und Zusagen, die längeren Züge dann auch zu bestellen, sollte das mittelfristig schon lösbar sein. Kurzfristige Zwischenlösungen werden z.B. grad auf dem RE1 angedacht, wo man durch Expresszüge nicht nur eine leichte Beschleunigung erreichen dürfte, sondern auch eine Möglichkeit schaffen könnte, nur wenige Bahnsteige mit entsprechender Nachfrage verlängern zu müssen.

Mit solchen Themen beschäftigt sich ja auch das neue Programm i2030, in dem es um deutlich größere Investitionen geht als ein paar Bahnsteigverlängerungen.
Zitat
Latschenkiefer
Hat sich eigentlich mal jemand den Mottenpost-Artikel (der im 1. Post verlinkt ist) durchgelesen?

Für die Überschrift "Steigende Neuzulassungen - Berlin wird immer mehr zur Autostadt" kann ich eigentlich nur die Note 5 vergeben: Der Autobesitz pro 1000 Einwohner ist quasi gleich geblieben (332,7 Pkw / 100 Einwohner ist im deutschen Vergleich sehr wenig), der Zuwachs kommt lediglich aus der höheren Einwohnerzahl. Daraus herzuleiten, dass Berlin eine "Autostadt" wird, ist schon etwas schräg.

Natürlich darf das typische Beispiel des Berufstätigen, der jeden Tag 100 km durch die Stadt fährt, nicht fehlen, der dann auf die Verkehrspolitik der aktuellen Koalition schimpfen darf. Herrn Becker vom ADAC wird ebenfalls befragt, pro forma noch zwei Gegenstimmen. Fertig ist der Artikel!

Ein schwaches Stück von Herrn Neumann, wie ich finde.

Ja, ich selbst habe den Artikel in der Berliner Zeitung sogar mehrfach gelesen. Trotz einer im Vergleich zur Bevölkerungszahl um knapp 2% (332,7 : 339,3 PKW auf 1.000 Einwohner = 98,05% -> - 1,95%) rückläufigen PKW-Dichte nimmt der Handlungsdruck wegen der Zunahme der Einwohnerzahl weiter zu, diese Tatsache fand ich wissenswert.

Mit einer plakativen Überschrift (in der Zeitung selbst "Autostadt Berlin") sollen die Leser/innen sicher auch gelockt und nicht gleich eingeschläfert werden, daher sollte man derlei Schlagzeilen nicht überbewerten.

Meines Erachtens ist eine schrittweise Ausweitung der Parkraumbewirtschaftung eine sehr zentrale Stellschraube, zu etwas geringeren PKW-Anteilen zu gelangen. Im "Westberliner Altbezirk" Kreuzberg z.B. gibt es bis heute keine einzige Parkraumbewirtschaftungszone. Bei einer Wiederaufnahme des Straßenbahnbetriebs in der Falckensteinstraße würden demnach lediglich einige Stellplätze in einem mit Parkraum ohnehin überversorgten Gebiet entfallen - immer unterstellt, die im Bezirk (Friedrichshain-) Kreuzberg betriebene Politik der "Parkplätze zum Nulltarif" ist richtig.

Noch einen schönen Mittwoch wünscht Euch
Marienfelde

P.S.: Im "Westberliner Altbezirk" Tempelhof gibt es bis jetzt auch keine Parkraumbewirtschaftungszone, aber da halte ich mich als "Alt-Tempelhofer" selbstverständlich ein wenig zurück, ist ja klar.
Zum Thema Fahrrad in der Bahn hier mal ein Beitrag aus dem Hamburger Forum auf bahninfo.

Zitat
PommesSchranke
Zitat
Kirk
Des weiteren wäre meines Erachtens mal ein Statement zu den Fahrrädern in den Bahnen fällig. Entweder stärkere Kontrollen in er HVZ...


Unbedingt. Das wird ja überhaupt nicht mehr beachtet. Nervt gewaltig.

Zitat
Kirk
...oder die Sperre aufheben...


Bitte nicht. In der HVZ passt das nicht. Und nur bestimmte Richtungen frei geben wird nicht funktionieren.

Zitat
Kirk
...und eventuell gerade die Dt4 so nachrüsten (mit mehr Quersitze) das man auch mit Fahrrädern gut mit kommt.


Auch hier bitte nicht. Zu viele blockieren mit einem Rad 3 Quersitze weil sie zu faul sind das Rad gerade einzustellen und festzuhalten.

Das alles sage ich übrigens als Nichtautobesitzer & Fahrradfahrer.

Zitat
Kirk
Ansonsten ist es aber ein richtiger Schritt in die richtige Richtung. Gab es doch Zeiten als man gerade beim Nahverkehr immer zu gerne als erstes gespart hat.


Das sehe ich auch so.
Sorry für Rad-OT.

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Ein Hoch auf die Meinungsfreiheit

Viele Grüße aus Wedding
Re: Autostadt Berlin
04.07.2018 18:59
Der Trend geht zum Zweitfahrrad, erstes für den Weg von Zuhause zum ÖPNV und ein zweites am Zielort des ÖPNV zum Arbeitsplatz. Angenehmer Nebeneffekt, man fällt als TF nicht mehr beim Verlassen des Fahrerstandes zum Fahrgastraum auf die Fresse...

"Es gibt Besserwisser, die niemals begreifen, dass man recht haben kann und trotzdem ein Idiot ist."
Zitat
Tf-34074-
Der Trend geht zum Zweitfahrrad, erstes für den Weg von Zuhause zum ÖPNV und ein zweites am Zielort des ÖPNV zum Arbeitsplatz. Angenehmer Nebeneffekt, man fällt als TF nicht mehr beim Verlassen des Fahrerstandes zum Fahrgastraum auf die Fresse...


Hm das klappt aber nur in Jobs mit festem Arbeitsort
Re: Autostadt Berlin
04.07.2018 20:39
Zitat
PassusDuriusculus
Hm das klappt aber nur in Jobs mit festem Arbeitsort

Dann eben ´nen Klapp(t)rad! :D

"Es gibt Besserwisser, die niemals begreifen, dass man recht haben kann und trotzdem ein Idiot ist."
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