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Stadtwerke Köln wollen in Mitarbeiterwohnungen investieren
geschrieben von Marienfelde 
„Wir bieten Mitarbeitern Wohnraum, der den Einkommen entspricht. Das ist ein wichtiges Pfund, mit dem wir wuchern wollen“, sagt die Personalleiterin der Kölner Verkehrsbetriebe (KVB), Sophie von Saldern.

Etwa 10% der rund 12.500 Beschäftigten der Stadtwerke Köln wohnt in unternehmenseigenen Wohnungen. Bis 2031 scheiden runde 50% der Stadtwerke-Mitarbeiter altersbedingt aus. Das Angebot "Job plus Wohnung" soll bei der Wiederbesetzung der Stellen helfen. Daher wollen die Stadtwerke Köln bis 2025 etwa 140 Mio. € in Sanierung und Neubau von Wohnungen für Mitarbeiter investieren.

Dies ergab sich aus einem Artikel in der Berliner Zeitung vom 9.05.2018: [www.berliner-zeitung.de]#

Erlaubt mir daher nochmals die Frage, ob solche Konzepte auch in Berlin (wieder) denkbar sein könnten.
Das war in DDR einst Gang und Gebe. Gegenüber von meinem Wohnblock, existiert ein ehemaliger Block für BVG-Mitarbeiter. Natürlich wohnen da dementsprechend auch viele BVG-Mitarbeiter heute noch.
Mitarbeiterwohnungen einst von der (Alt) BVG errichtet, wurden im Zuge der Sanierung der Unternehmens verkauft..
und ganz sicher passt das Thema immer noch nicht in S.E.Ni. schwarze Null-Strategie.

T6JP
Zitat
T6Jagdpilot
Mitarbeiterwohnungen einst von der (Alt) BVG errichtet, wurden im Zuge der Sanierung der Unternehmens verkauft..
und ganz sicher passt das Thema immer noch nicht in S.E.Ni. schwarze Null-Strategie.

T6JP

Eigentlich hat man in Zeiten des Haushaltsüberschusses durchaus ein wenig Geld über, um in stadteigene Wohnungen zu investieren. Zumal man da ja auch Einnahmen erwirtschaften kann. Nur weil man nicht den Wahnsinn des Marktes mitmacht heißt es ja nicht, dass man die Vermietung der Wohnungen nicht eigentwirtschaftlich betreiben kann.

Gruß Nemo
---

Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Der zur RTL-Gruppe gehörende Sender n-tv berichtet auch kurz über dieses Thema: [www.n-tv.de]
Der arme Projektleiter, kann sich von seinem Gehalt nur eine Wohnung leisten, welche eher zum Gehalt eines Fahrdienstkollrgen passt. :(

"Es gibt Besserwisser, die niemals begreifen, dass man recht haben kann und trotzdem ein Idiot ist."
Zitat
Nemo
Zitat
T6Jagdpilot
Mitarbeiterwohnungen einst von der (Alt) BVG errichtet, wurden im Zuge der Sanierung der Unternehmens verkauft..
und ganz sicher passt das Thema immer noch nicht in S.E.Ni. schwarze Null-Strategie.

T6JP

Eigentlich hat man in Zeiten des Haushaltsüberschusses durchaus ein wenig Geld über, um in stadteigene Wohnungen zu investieren. Zumal man da ja auch Einnahmen erwirtschaften kann. Nur weil man nicht den Wahnsinn des Marktes mitmacht heißt es ja nicht, dass man die Vermietung der Wohnungen nicht eigentwirtschaftlich betreiben kann.

Ich bin auch durchaus für stadteigene Wohnungen, und das in großer Zahl - allerdings über die städtischen Wohnungsbaugesellschaften. Mitarbeiterwohnungen, also einen Zusammenhang zwischen Arbeitsvertrag und Wohnungen, finde ich hingegen schwierig, da sie das Abhängigkeitsverhältnis zwischen Betrieb und Mitarbeitern zulasten der Mitarbeiter verstärken - wer den Betrieb verlässt, verliert seine Wohnung, und darf sich - evtl. samt Familie - eine neue Wohnung suchen: bei der aktuellen Situation am Wohnungsmarkt wäre diese wahrscheinlich teurer, und das bei Verdienstausfall. Kurz: Mitarbeiterwohnungen geben dem Arbeitgeber sehr viel mehr Macht. Und wie ist das eigentlich bei Renteneintritt?
Zitat
def
Zitat
Nemo
Zitat
T6Jagdpilot
Mitarbeiterwohnungen einst von der (Alt) BVG errichtet, wurden im Zuge der Sanierung der Unternehmens verkauft..
und ganz sicher passt das Thema immer noch nicht in S.E.Ni. schwarze Null-Strategie.

T6JP

Eigentlich hat man in Zeiten des Haushaltsüberschusses durchaus ein wenig Geld über, um in stadteigene Wohnungen zu investieren. Zumal man da ja auch Einnahmen erwirtschaften kann. Nur weil man nicht den Wahnsinn des Marktes mitmacht heißt es ja nicht, dass man die Vermietung der Wohnungen nicht eigentwirtschaftlich betreiben kann.

Ich bin auch durchaus für stadteigene Wohnungen, und das in großer Zahl - allerdings über die städtischen Wohnungsbaugesellschaften. Mitarbeiterwohnungen, also einen Zusammenhang zwischen Arbeitsvertrag und Wohnungen, finde ich hingegen schwierig, da sie das Abhängigkeitsverhältnis zwischen Betrieb und Mitarbeitern zulasten der Mitarbeiter verstärken - wer den Betrieb verlässt, verliert seine Wohnung, und darf sich - evtl. samt Familie - eine neue Wohnung suchen: bei der aktuellen Situation am Wohnungsmarkt wäre diese wahrscheinlich teurer, und das bei Verdienstausfall. Kurz: Mitarbeiterwohnungen geben dem Arbeitgeber sehr viel mehr Macht. Und wie ist das eigentlich bei Renteneintritt?

Bei der gegenwärtigen Lage auf dem Arbeitsmarkt für Fachkräfte des Verkehrs wird der Jobwechsel in den meisten Fällen kaum zu einer Reduktion des Einkommens führen. Jobverluste dürften kaum vorkommen.
Der Vorteil ist halt, dass sich BVGer vermutlich nicht über den Lärm des Betriebshofes bei einer Betriebshofsrandbebauung beschweren werden. Man bekäme also evtl. zusätzlichen Wohnraum.Werkswohnungen sind sicherlich nicht die Lösung des Wohnungsproblems, aber sie können aber einen Bonus im Kampf um die Arbeitskräfte sein. Es besteht ja keine Pflicht, diese Wohnung dann zu nehmen und man kann sich auch jederzeit eine andere Wohnung in der Stadt suchen.

Gruß Nemo
---

Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 05.07.2018 09:51 von Nemo.
Schon irgendwie eine geile Vorstellung, dann kann sich der Dienstzuteiler auf den Hof stellen und in ein Megaphon brüllen: "Wer hat Zeit und Lust auf einen Dienst auf frei?", und dann sehen wie die Fenster alle zuschlagen...

Ernsthaft, das Konzept war mal zu den Zeiten, als noch ein großer Teil der Dienste auf den Höfen begann und als Zubringer zu den Höfen keine eigenes Auto und kein Nachtnetz im heutigen Umfang bestand, sinnvoll. Heute wird doch dank der Blockpausen zig mal abgelöst. Heute musst du auch nicht mehr täglich auf den Hof um abzurechnen und/oder deinen Dienst abzuschreiben.

x--x--x--x

Ein fester Standpunkt ist immer wichtig - besonders in Kurven und beim Bremsen. Bitte gut festhalten!
1. Zunächst ein Link zu einer Seite, in der es um die Entstehungsgeschichte der "Straßenbahnstadt" in der Müllerstraße geht:[www.berlinstreet.de]

Der Text stammt allerdings aus dem Jahr 2008. "In Berlin ist Wohnraum nicht mehr knapp, Hausbesitzer müssen heute nach Mietern suchen, statt umgekehrt." Diese Einschätzung ist heute sicher nicht mehr zutreffend - genau deswegen könnte der (Wieder-) Aufbau eines kleinen eigenen Wohnungsbestands sinnvoll sein.

2. @ def: "Mitarbeiterwohnungen geben dem Arbeitgeber sehr viel mehr Macht." Daher ist bei solchen Konzepten ohne Zweifel eine gewisse Vorsicht geboten. In meiner Jugend lautete der Titel einer Schulung "Klassenkampf um die 35-Stunden-Woche". Entsprechende Aktivitäten "meiner" Gewerkschaft (ver.di) würde ich auch heute für richtig halten - nicht nur bei der BVG.

"Und wie ist das eigentlich bei Renteneintritt?" Die Mutter meines Onkels (Zugabfertigerin bei der U-Bahn) wohnte bis zu ihrem Tod in einer dieser Wohnungen in der Holzmindener Straße (am Betriebshof Gradestraße). Offenbar konnte man solche Dinge damals zugunsten der Rentner/innen regeln.

3. Das Schwergewicht würde ich wegen der in 2. kurz gestreiften grundsätzlichen Bedenken auch eher bei der Stärkung des städtischen und genossenschaftlichen Sektors im Wohnungsbau sehen.

4. 1. - 3. vorausgeschickt, folgende Gedanken:

a) Aufbau einer hundertprozentigen "Wohnungsbautochter" der BVG (oder auch der Berliner Wasserbetriebe), der jährlich ein kleiner zweistelliger Millionenbetrag zugeführt wird, mit dem sie etwa 80 - 100 Wohnungen p.a. anteilig finanziert. Um das Jahr 2030 hätte man einen kleinen "eigenen" Wohnungsbestand von etwa 800 - 1.000 Wohnungen, bei einer Mitarbeiterzahl von (wie ich hoffe) dann wieder deutlich mehr als 15.000 Kolleginnen und Kollegen.

b) Mit dem relativ kleinen "eigenem" Wohnungsbestand könnte man dann - unabhängig von städtischen Gesellschaften - selbständig handeln. Es ist schon etwas anderes, wenn sich die Kolleginnen und Kollegen der BVG bei einer Gesellschaft hinten in der Schlange anstellen müssen, oder ob man ihnen auch selbst ein Angebot machen kann.

c) In der Lage der Wohnungen wäre man nicht an die Betriebshöfe gebunden (übrigens auch nichts neues, beispielsweise waren die Wohnungen am Müggelseedamm im Bereich der "61" ja auch "betriebshoffern"). Klar: BVG-eigene Wohnungen sollten sich nicht gerade vollkommen abseits öffentlicher Verkehrsmittel befinden.
So leid es mir auch tut, trotz des Spaßgehaltes der neuen Mitarbeiter fallen diese deutlich aus dem WBS (und der damit verbundenen total behämmerten 60% Regelung) und haben so kaum eine Chance auf eine bezahlbare Wohnung bei den städtischen Gesellschaften. Da kann eine Wohnung schon mehr Wert sein als viele denken, quasi eine soziale Komponente. Nur sollte diese „Dienstwohnung“ an den Arbeitsvertrag gebunden sein. So in der Art: Wenn der Kollege nach kurzer Zeit wieder geht, muß er auch die Wohnung räumen. Wird dagegen ein Mitarbeiter unverschuldet gekündigt, darf er weiter dort wohnen.

Letztlich ist es aber auch richtig, dass der Senat für genügend bezahlbaren Wohnraum für die arbeitende Bevölkerung sorgen muß. Das werde ich aber nicht mehr erleben, obwohl ich wahrscheinlich noch ein paar Jahrzehnte vor mir habe.....

Vielleicht stellt die BVG ganz einfach ein paar MUFs (dann als MUB bezeichnet) auf die Betriebshöfe (Ironie aus)
Zitat
Marienfelde
Der Text stammt allerdings aus dem Jahr 2008. "In Berlin ist Wohnraum nicht mehr knapp, Hausbesitzer müssen heute nach Mietern suchen, statt umgekehrt." Diese Einschätzung ist heute sicher nicht mehr zutreffend - genau deswegen könnte der (Wieder-) Aufbau eines kleinen eigenen Wohnungsbestands sinnvoll sein.

Genau deshalb wird das nicht passieren.
Der Verkauf des größten Teils des Wohnungsbestandes der BVG geschah zu eben dieser Zeit, als es einen Wohnungsüberschuss auf dem Markt gab und die "Heuschrecken" nur geringe Preise für die größtenteils ordentlich gepflegten Wohnanlagen (einschließlich Mietern mit überwiegend sicheren Arbeitsverträgen bzw. Pensionen) zu zahlen bereit waren.
Heute müsste für den Rückkauf ein Vielfaches der damaligen Preise geboten werden, ähnlich wie für Betriebshofflächen, die nun überall fehlen.

Wieder grandiose Managementfehler auf Veranlassung und mit ausdrücklicher Zustimmung der heute noch Regierenden. Der Zug mit den BVG-Wohnungen ist daher endgültig abgefahren. Nur noch wenige BVG-Wohnungen existieren in betriebsnotwendigen (und daher prinzipiell unverkäuflichen) Gebäuden. Diese unterliegen meist höheren Einflüssen durch Emissionen. Wer tut sich das schon an für etwas billigeres Wohnen?

so long

Mario
Zitat
Marienfelde
[...] Die Mutter meines Onkels [...]

Magst du deine Omi nicht, dass du sie so sehr verklausulierst? ;)
Ich bin mir nicht ganz sicher (in der Schule hatte ich das glaube ich nicht), aber die Mutter meines Onkels ist nicht meine Oma.

Edit: Hm, also doch. Da bin ich durcheinander gekommen.

Es MUSS ein Hobby sein - leisten kann ich mir das nicht... :)



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 07.07.2018 10:49 von Philipp Borchert.
Zitat
Wutzkman
Magst du deine Omi nicht, dass du sie so sehr verklausulierst? ;)

Zitat
Philipp Borchert
Ich bin mir nicht ganz sicher (in der Schule hatte ich das glaube ich nicht), aber die Mutter meines Onkels ist nicht meine Oma.

Edit: Hm, also doch. Da bin ich durcheinander gekommen.

Das ist einfach eine Uneindeutigkeit in der deutschen Sprache. Die Wörter "Onkel" und "Tante" werden sowohl für die Geschwister der Eltern als auch für deren Ehepartner/innen benutzt.

Folglich kann die "Mutter meines Onkels" meine Oma sein - oder eben die Mutter des Mannes meiner Tante.
Zitat
def
Zitat
Wutzkman
Magst du deine Omi nicht, dass du sie so sehr verklausulierst? ;)

Zitat
Philipp Borchert
Ich bin mir nicht ganz sicher (in der Schule hatte ich das glaube ich nicht), aber die Mutter meines Onkels ist nicht meine Oma.

Edit: Hm, also doch. Da bin ich durcheinander gekommen.

Das ist einfach eine Uneindeutigkeit in der deutschen Sprache. Die Wörter "Onkel" und "Tante" werden sowohl für die Geschwister der Eltern als auch für deren Ehepartner/innen benutzt.

Folglich kann die "Mutter meines Onkels" meine Oma sein - oder eben die Mutter des Mannes meiner Tante.

Und es geht noch kompilzierter, wenn Halbgeschwister auf den Plan treten oder Onkels und Tanten jünger als ihre Nichten/Neffen sind. ;)

--- Signatur ---
Bitte beachten Sie beim Aussteigen die Lücke zwischen Bus und Bordsteinkante!
Zitat
Wutzkman
Zitat
Marienfelde
[...] Die Mutter meines Onkels [...]

Magst du deine Omi nicht, dass du sie so sehr verklausulierst? ;)

Nee ja wieso: Die Mütter meiner Eltern waren doch meine Omas. Verrentete Kolleginnen und Kollegen der BVG konnten damals weiter in den "BVG-Wohnungen" bleiben, darauf wollte ich ja eigentlich nur hinweisen.
Zitat
Marienfelde
Verrentete Kolleginnen und Kollegen der BVG konnten damals weiter in den "BVG-Wohnungen" bleiben, darauf wollte ich ja eigentlich nur hinweisen.

Richtig. Das galt auch für die Ehegatten der pensionierten Mitarbeiter. Stand so in den Mietverträgen (Ost und West gleichermaßen).

so long

Mario
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