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BVG-Fähren im Tagesspiegel-Bericht
geschrieben von Deutsche_Oper 
Zitat
Bäderbahn
Die Solarzellen können bei weitem nicht soviel Strom erzeugen wie für den Betrieb benötigt wird. Aber sie helfen, die Ladezeiten am Kabel zu verkürzen.

Da hab ich gestern den Fährmann anders verstanden. Der zeigte mir mit stolzgeschwellter Brust die beiden Ladeanzeigen, 95%.
Trotz des gestern sehr bedeckten Himmels.
Bei Sonne, meint er, hat er 100.

@Bäderbahn
Eben unter der Dusche hab ich gerade noch mal nachgedacht, wie unsere Aussagen zusammenpassen.
Und die Lösung ist recht simpel.
Die Fähre fährt ja, gerade aufs Jahr gesehen, nicht nur bei Tage.
Da muss sie natürlich ans Netz.

Sorry.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 20.07.2018 07:14 von T6.
Zitat
VvJ-Ente
Zur F11: Die Fähre hat 2 Aufgaben - zum einen die Anbindung der Siedlung Wilhelmstrand an den ÖPNV. (...)
Die zweite Aufgabe der F11 ist die Beförderung von Fahrrädern im Alltags- und Freizeitverkehr. Mit den bisher fast 50.000 Fahrgästen im Jahr 2018 wurden über 20.000 Fahrräder befördert, wohlgemerkt kostenpflichtig! Die Freizeitradler zahlen 3,- € pro Nase für 2 Minuten Fahrt, und trotz Brücke in Sichtweite ist der Andrang an den Wochenenden enorm.
(...)

Ja. Der geringe Stellenwert, den die BVG dem Freizeitverkehr bisweilen einräumt, ist aus meiner Sicht erschütternd. Einige Beispiele: Die Sl 61 und 68 fahren unabhängig vom Bedarf alle 20 Minuten, der Busverkehr nach Nikolskoe wurde in der Zeit der "Sparorgien" eingestellt und der Betriebsschluß der F 10 (ursprünglich fälschlich F 11, der Setzer) an Herbstsonntagen in der Sommerzeit liegt teilweise um 16.31. Vor einigen Jahren habe ich bei der letzten Ankunft der "Lichterfelde" an einem Oktobersonntag (in der Sommerzeit) um 16.50 Uhr in Wannsee gezählt: Es waren ziemlich genau 300 Fahrgäste, die das Schiff bei strahlendem Sonnenschein verließen.

Für den Freizeitverkehr tut die BVG zu wenig, und dann verbreitet sie zu allem Überfluß auch noch vollkommen unhistorische Stellungnahmen dazu.

Nochmal: In Berlin gab es Zeiten, in denen die Fahrgastzahlen der Straßenbahn an Sonntagen am höchsten waren - bestimmt nicht deswegen, weil die Menschen an diesen Sonntagen mit ihr in die Fabriken gefahren sind. Derlei Erkenntnisse scheinen in der heutigen BVG nicht mehr bekannt zu sein, oder sie werden für uninteressant gehalten.

Manchmal denke ich: Dort befinden sich womöglich manchmal die falschen Leute am falschen Platz.

Einen schönen Freitag wünscht Euch
Marienfelde



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 21.07.2018 05:05 von Marienfelde.
Dann soll der Besteller eben Mehrleistungen bei den Fähren beauftragen.

Wir leben doch nicht mehr "damals". Die früher zahlreichen Ausflugslinien ("Dreieck") vom Zoo z.B. sind Geschichte. Heute ist der Samstag der dickste Tag, dem sollte natürlich Rechnung getragen werden. Man ist doch heute schon nicht in der Lage alle Fahrten in der Woche zu bedienen. Wie soll man da noch für das Wochenende Reserven aufbringen, die nur bei schönem Wetter vom Hof fahren?

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Ein fester Standpunkt ist immer wichtig - besonders in Kurven und beim Bremsen. Bitte gut festhalten!
Zitat
VvJ-Ente
Zur F11: Die Fähre hat 2 Aufgaben - zum einen die Anbindung der Siedlung Wilhelmstrand an den ÖPNV. Der "Ersatzbus" 365 hat seine nächste Haltestelle über 750 m entfernt! Sollte der tatsächlich die F11 ersetzen, müsste er mindestens eine Haltestelle Nalepastr. Ecke Fritz-König-Weg bekommen. Ich behaupte mal, damit wäre der 365er mausetot und fährt noch mehr heiße Luft durch die Gegend. Die BVG hat ihn nicht umsonst Richtung Oberschöneweide fahren lassen. (Wäre das rührende Märchen vom Erfüllen der Fahrgastwünsche wahr, müsste der 365er mindestens weiter die Griechische Allee bis zur Rathenaustr. fahren, eher bis zum FEZ, um das dortige Wohngebiet zwischen An der Wuhlheide und Griechischer Allee endlich großstadtwürdig anzubinden.)
Ohne jetzt Fahrgastzahlen zu haben, aber Morgens und Abends sind im 365 schon durchaus 10-30 Leute drin. Das ist für eine 300er Linie im Vergleich schon ordentlich, würde ich mal behaupten.
kann wech

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BT SO - nicht der Jagdpilot



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 20.07.2018 07:40 von T6.
Zitat
Chep87
Ohne jetzt Fahrgastzahlen zu haben, aber Morgens und Abends sind im 365 schon durchaus 10-30 Leute drin. Das ist für eine 300er Linie im Vergleich schon ordentlich, würde ich mal behaupten.
Und wie viele von denen steigen an der Nalepastr. aus um Richtung Wilhelmstrand zu laufen? Das ist doch gerade der Punkt - der 365er ist kein Ersatz für die Fähre, sondern zieht seine Fahrgäste in Oberschöneweide.
Mal nebenbei gefragt, ist die Wannseefähre in den 70ern nicht sogar halbstündlich gefahren?
Nein.

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Ein fester Standpunkt ist immer wichtig - besonders in Kurven und beim Bremsen. Bitte gut festhalten!
Zitat
micha774
Mal nebenbei gefragt, ist die Wannseefähre in den 70ern nicht sogar halbstündlich gefahren?

Ich kann mich zumindest daran erinnern, dass man in den 80ern teilweise nicht nur mit der Lichterfelde gefahren ist, sondern die Stern- und Kreis-Schiffe auch BVG-Fahrgäste mitgenommen haben.

Gruß Nemo
---

Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Zitat
VvJ-Ente
Zitat
Chep87
Ohne jetzt Fahrgastzahlen zu haben, aber Morgens und Abends sind im 365 schon durchaus 10-30 Leute drin. Das ist für eine 300er Linie im Vergleich schon ordentlich, würde ich mal behaupten.
Und wie viele von denen steigen an der Nalepastr. aus um Richtung Wilhelmstrand zu laufen? Das ist doch gerade der Punkt - der 365er ist kein Ersatz für die Fähre, sondern zieht seine Fahrgäste in Oberschöneweide.

Steht in dem Artikel nicht, dass der Fährbetrieb pro Fähre ca. 250.000 jährlich kostet? Man hat doch sogar ein Jahr noch einmal die Fahrgäste gezählt und das Ergebnis lohnt die Ausgaben nicht. Da hat man doch mal alles richtig gemacht und offen gezeigt, was jetzt noch sinnvoll ist. Und was soll eine Fähre, wenn in wenigen hundert Metern eine Brücke steht, die auch nicht kostenlos vom Himmel gefallen ist? Und Fahrradstreifen hat die auch. Die Fähre weiterfahren zu lassen, wäre hier der Schildbürgerstreich.
Für einen Jäger, der 2,3 mal die Woche abends aufs Feld rausmuss, wird auch keine ganzjährig betriebene Buslinie eingerichtet.
Der Halbstundentakt wurde zu Kriegszeiten angeboten wo zw. Wannsee und Stößenseebrücke bis zu 16 Fähren im Einsatz waren. Das hatte ich auf die 70er Jahre bezogen und deshalb meine Frage gestellt.

Zur Auslastung habe ich etwas bei Wikipedia gefunden mit Stand 2016.


In der verlinkten Wikipedia-Seite über die Linie F 10 finden sich unten drei bunte Bildchen. Links unten eine Abbildung des MS Kohlhase, die man BVG- und Senatsleuten vielleicht einmal mit der Frage zeigen sollte, ob sie erraten können, wo die meisten Fahrgäste sitzen. Vielleicht würden die Damen und Herren ja etwas lernen - man soll die Hoffnung ja niemals aufgeben,

meint Marienfelde.

Hier noch der Link: [de.wikipedia.org]

Nachtrag: Ja, ich weiß, das Bild ist nicht auf dem Wannsee aufgenommen, aber dennoch.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 20.07.2018 14:01 von Marienfelde.
Bei Regenwetter sieht das bestimmt anders aus.

Vielleicht sollte bei Doppeldeckerbussen das Oberdeck generell auch offen gestaltet werden. Bei dem derzeitigen Wetter würden dann auch alle (denen es möglich ist Treppen zu überwinden) oben sitzen wollen...

Vielleicht könnten mit Haltestangen ausgerüstete Flachwagen vorrübergehend auf der Ringbahn zur Zugverlängerung aushelfen könnten...

PS: Dieser Post schwankt zwischen Satire und ernstgemeinten Ideen... Weiß selbst gerade nicht ob ich das nicht ein bisschen Ernst meine oder evtl. doch vollkommen ironisch .... hm :-)
Es ist eigentlich totaler Quatsch, keine Außenplätze anzubieten. Man hat ja schließlich gerade bei gutem Wetter deutlich mehr Nachfrage und eben dann auch zusätzliche Schönwetterplätze.

Gruß Nemo
---

Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Zitat
Nemo
Es ist eigentlich totaler Quatsch, keine Außenplätze anzubieten. Man hat ja schließlich gerade bei gutem Wetter deutlich mehr Nachfrage und eben dann auch zusätzliche Schönwetterplätze.

Ja, jedenfalls bei den Fähren. Die Wiederbeschaffung von Decksitzwagen beim Bus und offenen Sommerwagen bei der Tram verlangt ja niemand. Obwohl: Die bei der U-Bahn angebotenen "Cabriofahrten" sind natürlich schon ein "Knaller",

meint Marienfelde.
Zitat
Marienfelde
Zitat
Nemo
Es ist eigentlich totaler Quatsch, keine Außenplätze anzubieten. Man hat ja schließlich gerade bei gutem Wetter deutlich mehr Nachfrage und eben dann auch zusätzliche Schönwetterplätze.

Ja, jedenfalls bei den Fähren. Die Wiederbeschaffung von Decksitzwagen beim Bus und offenen Sommerwagen bei der Tram verlangt ja niemand. Obwohl: Die bei der U-Bahn angebotenen "Cabriofahrten" sind natürlich schon ein "Knaller",

meint Marienfelde.

^^
Also wenn schon dann richtig! Warum sollten die schönen Außenplätze auf den Fährverkehr beschränkt bleiben?
ich erinnere mich an eine Sommerurlaub, da wurde zumindest eine Küstenlinie mit Cabriobussen gefahren, zum ganz normalen Stadtbustarif. Ich meine, das war auf Madeira, ist aber echt lange her. Die Fahrzeuge in Kombination mit dem halsbrecherischen Fahrstil waren schon eine Attraktion an sich.
Für die Straßenbahn wünsche ich mir dann offene Wagen à la Blackpool. Wozu haben wir so viele funktionsfähige KT4 und T6 auf den Höfen rumstehen, wenn man die doch hervorragend absägen könnte?

Ich bin da hin- und hergerissen, verstehe beide Seiten. Auf der einen Seite wähle ich immer Außenplätze, wenn es welche gibt und das Wetter es zulässt. Aber auf der anderen Seite verwechseln einige hier 'Freizeitverkehr' mit 'Vergnügungsfahrt'. Und ich verstehe sehr gut die BVG, die ihre Verkehrsmittel nicht für letzteres zum Einzelfahrscheinpreis (oder für lau, bei Zeitkarten) mißbraucht sehn wollen. und ich geb's ja zu, ich bin der erste, der in jeder Stadt, die das anbietet eine Rundfahrt zum Nahverkehrstarif mitschippert. Oslo, Paris, Amsterdam, Kopenhagen, Hamburg. Die öffentlichen Fähren in den Städten bieten übrigen alle auch Außenplätze, trotzdem ist die Vergnügungsschiffahrt jeweils nebenan nicht pleite...
In Erfurt konnte man, wohl dank einer anderen Klientel Fahrgast, solche Rundfahrten im offnen Gothabeiwagen anbieten.
In Berlin chancenlos, und woher einen Begleiter nehmen der pausenlos aufpasst, ob Arme und andere Gegenstände binnenbords bleiben..
Diese chancenlosigkeit war übrigens der Grund, das der in Fragmenten vorhandene hist.Sommerbeiwagen nicht nach Köp umzog,sondern zum Schrott.

T6JP

PS: Zum Fahrtakt von Fähren in Kriegs bzw Nachkiegszeiten-diese ersetzten dabei auch Eisenbahn/bzw S-Bahnlinien, mit heut kaum vergleichbar.
Wer unbedingt Dampfer zum Normalfahrpreis fahren will, soll sich mit den vorhandenen Begebenheiten begnügen,
wer es mit Aussendeck und Kaffeekellner will, zahlt den höheren Preis der Ausflugsschiffahrt.
Trotzdem bliebe es möglich in den Sommermonaten das "Ersatzschiff" für die Kladowlinie als Verstärker zu chartern,
um einen halbstündigen Takt anbieten zu können.
Überlegenswert wäre ist einen kleinen Aufpreis zu nehmen für die, die das als Billigdampferfahrt nutzen, während Monatskarteninhaber nicht zusätzlich zahlen.
Zitat
Marienfelde
Obwohl: Die bei der U-Bahn angebotenen "Cabriofahrten" sind natürlich schon ein "Knaller",
meint Marienfelde.

Ist das nicht ein Ansatz, um die angespannte Situation im Fuhrpark zu entschärfen?
Zitat
Trittbrettfahrer
Zitat
Marienfelde
Obwohl: Die bei der U-Bahn angebotenen "Cabriofahrten" sind natürlich schon ein "Knaller",

Ist das nicht ein Ansatz, um die angespannte Situation im Fuhrpark zu entschärfen?

Ganz sicher nicht, denn die Plattformwagen werden wochentags für Arbeitszüge benötigt. Von der Menge an Aufpassern mal abgesehen.
Die Fahrten laufen eigenwirtschaftlich, sonst wären sie bereits abgeschafft.

Und eigenwirtschaftliche Schifffahrten gibt es nun wirklich genug, auch im Bereich der vom Senat subventionierten Fährlinien.

so long

Mario



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 20.07.2018 18:37 von der weiße bim.
Zitat
Trittbrettfahrer
Steht in dem Artikel nicht, dass der Fährbetrieb pro Fähre ca. 250.000 jährlich kostet? Man hat doch sogar ein Jahr noch einmal die Fahrgäste gezählt und das Ergebnis lohnt die Ausgaben nicht. Da hat man doch mal alles richtig gemacht und offen gezeigt, was jetzt noch sinnvoll ist. Und was soll eine Fähre, wenn in wenigen hundert Metern eine Brücke steht, die auch nicht kostenlos vom Himmel gefallen ist? Und Fahrradstreifen hat die auch. Die Fähre weiterfahren zu lassen, wäre hier der Schildbürgerstreich.
Für einen Jäger, der 2,3 mal die Woche abends aufs Feld rausmuss, wird auch keine ganzjährig betriebene Buslinie eingerichtet.

Du vergisst allerdings, dass ÖPNV auch Daseinsvorsorge ist. Die 750 m sind ja nur die Strecke von der heutigen Anlegestelle zum 365er. Wer schon dahin 200 m laufen muss, braucht dann vielleicht dann 800 - 900 m zum Bus. Ja, es mag auch andere Siedlungsgebieten geben, wo das so sein mag. Aber dann sollte man eher fragen, was man da verbessern kann, statt sich am schlechteren zu orientieren.

Wenn Du so BWL-lastig argumentierst, könnte man auch ganz zynisch fragen, wieso es überhaupt außerhalb des Metronetzes ein tägliches Nachtsystem geben muss. Wieviele fahren denn so am Dienstagmorgen gegen 2:30 Uhr von Müggelheim nach Köpenick oder nach Kladow? Ich sehe es eigentlich eher so: wenn man möglichst viele Leute von der Nutzung des ÖPNV überzeugen möchte, muss man ihnen auch die Gelegenheit geben, ihn zu nutzen.

Zurück zum Wilhelmstrand: natürlich könnte man auch andere Wege finden, die Gegend zu erschließen. Am besten fände ich es ja, die Straßen so herzurichten, dass zumindest Kleinbusse hier unterwegs sein können (und vielleicht auf dem Weg Richtung Karlshorst noch die ebenfalls unterversorgte Waldsiedlung Wuhlheide mit erschließen). Aber das Herrichten dürfte so viel Geld kosten, dass man davon die Fähre noch auf Jahre hinaus finanzieren kann. Vielleicht könnte es als Kompromiss auch ein Rufbussystem mit Großraumtaxen sein.

Zitat
Kursbuch (oder wie immer er sich auch gerade nennt)
Hinken tut dein kleiner Horizont, daß hast du hier und bei DSO oft genug bewiesen! Mir egal, bleib ich eben im Auto.

Ich überlege gerade, ob ich traurig oder erleichtert bin, Dich nie zufällig in der S-Bahn zu treffen. Ungewollte Komik von Mitfahrern kann den Alltag ja auch auflockern. :)



3 mal bearbeitet. Zuletzt am 20.07.2018 20:51 von def.
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