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Tram soll nach Spandau zurückkehren
geschrieben von Maju1999 
Wie nun bekannt wurde, setzte sich eine Bürgerinitiative für die Rückkehr der Tram nach Spandau ein, um die vollen Busse und Bahnen zu entlasten. Es ist seitens der Initiative wohl von vier Linien die Rede, die von Hakenfelde und das Falkenhagener Feld über das Zentrum nach Alt-Pichelsdorf und Staaken führen soll.

[www.morgenpost.de]



3 mal bearbeitet. Zuletzt am 23.07.2018 10:14 von Maju1999.
Also ist hier anscheinend erstmal von der x36er-Achse und der x37er-Achse die Rede.
Darüber hatten wir hier schon in einem anderen Thread geredet, nachdem das Konzeptbild vor ein paar Tagen in den sozialen Medien war. Ich kenne es schon deutlich länger. Hier steckt der örtliche DBV mit den bekannten Namen hinter, der weiterhin gegen die Verlängerung der S-Bahn ist und das nun mit einem neuen viergleisigen Regionalbahnhof ausgleichen will.

Grundsätzlich ist die Idee eines (Insel-)Netzes für Spandau natürlich richtig. Über die Strecken kann man sicher diskutieren, aber das Grundnetz (Hakenfelde/Wasserstadt, Rudolf-Wissell-Siedlung, Falkenhagener Feld) dürfte bei jedem Konzept ähnlich aussehen.

PS: Hier noch mal der "saubere" Direktlink ohne Facebook-Quelle: [www.morgenpost.de]

--- Signatur ---
Bitte beachten Sie beim Aussteigen die Lücke zwischen Bus und Bordsteinkante!



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 23.07.2018 12:44 von Jay.
Ich freue mich, dass einer Tram für Spandau zunehmend Beachtung geschenkt wird. Kaum ein Bezirk leidet dermaßen unter Verkehr wie Spandau, in Spandau herrscht mitunter der dringendste Handlungsbedarf.

Ärgern tue ich mich über diese ewig langen Handlungsspielräume, die genannt werden, egal ob von offizieller oder inoffizieller Seite. Jenseits von 2030 etc., das reicht einfach nicht. In Berlin mahlen die Mühlen nach wie vor einfach zu langsam, die Verwaltung kommt nicht hinterher und es gibt immer noch zu wenig Planerstellen, um die dringenden Verkehrsprojekte, über die sich ja mittlerweile sogar alle einig sind, auch umzusetzen.

Meiner Meinung nach hieße das im Prinzip, dass die Planung der Tram nach Jungfernheide eigentlich am besten sofort in eine Planung bis nach Spandau unmgewandelt wird, an einem Stück und nicht immer Kleckerlessweise. Es muss endlich geklotzt werden in dieser Stadt, die immer so eine große Klappe hat. Was die Verkehrswende für das 21. Jahrhundert angeht hinkt Berlin anderen Städten meilenweit hinterher. Dabei liegen so viele Ideen auf dem Tisch.
Zitat
hansaplatz
Ich freue mich, dass einer Tram für Spandau zunehmend Beachtung geschenkt wird. Kaum ein Bezirk leidet dermaßen unter Verkehr wie Spandau, in Spandau herrscht mitunter der dringendste Handlungsbedarf.

Ärgern tue ich mich über diese ewig langen Handlungsspielräume, die genannt werden, egal ob von offizieller oder inoffizieller Seite. Jenseits von 2030 etc., das reicht einfach nicht. In Berlin mahlen die Mühlen nach wie vor einfach zu langsam, die Verwaltung kommt nicht hinterher und es gibt immer noch zu wenig Planerstellen, um die dringenden Verkehrsprojekte, über die sich ja mittlerweile sogar alle einig sind, auch umzusetzen.

Meiner Meinung nach hieße das im Prinzip, dass die Planung der Tram nach Jungfernheide eigentlich am besten sofort in eine Planung bis nach Spandau unmgewandelt wird, an einem Stück und nicht immer Kleckerlessweise. Es muss endlich geklotzt werden in dieser Stadt, die immer so eine große Klappe hat. Was die Verkehrswende für das 21. Jahrhundert angeht hinkt Berlin anderen Städten meilenweit hinterher. Dabei liegen so viele Ideen auf dem Tisch.

Das ist schon richtig. Nur hat der Senat zur Zeit Probleme die notwendigen Stellen zu besetzen. Daher denke ich, man sollten lieber weniger Streckenkm richtig schnell und gut planen und auch relativ schnell bauen statt viele Strecken nicht fertig planen und dann doch nicht bauen.. Es besteht die Gefahr, dass bei der nächsten Wahl (auch wenn es gegenwärtig nicht so aussieht) wieder eine Auto-Regierung gewählt wird, die würde dann alle Strecken, wo der Bau noch nicht vergeben wurde sicherlich "erstmal" zurückstellen.

Gruß Nemo
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Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Du hast völlig Recht, das Besetzen von Planerstellen scheint alles andere als einfach zu sein. Und man muss dem aktuellen Senat zugute halten, dass er einige der Hauptprobleme immerhin mal als solche erkannt und entsprechende Maßnahmen eingeleitet hat. Das Einstellen zusätzlicher Planer ist da schon mal der richtige Weg.

Man muss halt immer aufpassen, dass man durch diesen enormen Nachholbedarf nicht zu viel auf einmal will, auch da hast du nicht unrecht. Die Zeit drängt aber nun mal, die Lebensqualität in Berlin wird nur besser, wenn massiv in den Ausbau des ÖPNV investiert wird, um damit insbesondere den MIV zu entlasten/zurückzudrängen.
Zitat
Nemo
Das ist schon richtig. Nur hat der Senat zur Zeit Probleme die notwendigen Stellen zu besetzen. Daher denke ich, man sollten lieber weniger Streckenkm richtig schnell und gut planen und auch relativ schnell bauen statt viele Strecken nicht fertig planen und dann doch nicht bauen.. Es besteht die Gefahr, dass bei der nächsten Wahl (auch wenn es gegenwärtig nicht so aussieht) wieder eine Auto-Regierung gewählt wird, die würde dann alle Strecken, wo der Bau noch nicht vergeben wurde sicherlich "erstmal" zurückstellen.

Statt von schnellen Ausbauten zu träumen, sollte erst einmal ins Bestandsnetz investiert werden, damit dieses wieder stabil läuft und den Anforderungen entspricht, egal ob Regio, S-Bahn oder BVG.
[www.tagesspiegel.de]
Nur hilft das nicht bei völlig überlasteten Buslinien.

x--x--x--x

Ein fester Standpunkt ist immer wichtig - besonders in Kurven und beim Bremsen. Bitte gut festhalten!
Ein erster Schritt wäre ja, in Spandau (und auch generell in Berlin) viel mehr Doppeldecker fahren zu lassen anstatt diesen "Flachjekloppten". Mit dem Rückgang an DDs wurden den Fahrgästen definitiv keinen Gefallen getan.
Was natürlich keine Schienenbahn ersetzen würde, aber wäre ein (kleiner) Schritt in die richtige Richtung.
Hmm, der gefühlt hundertste Thread zur Strassenbahn in Spandau.
Passiert denn eigentlich mal was Handfestes oder wird immer nur geredet?

_____________

Guten Tag !
Zitat
Der Fonz
Hmm, der gefühlt hundertste Thread zur Strassenbahn in Spandau.
Passiert denn eigentlich mal was Handfestes oder wird immer nur geredet?

Hier wird nur geredet, aber wenn mal was passiert, dann erfährst du hier davon, weil hier darüber geredet wird. Der Senat kann auch gar nicht soviel machen, wie hier geredet wird.

Gruß Nemo
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Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Zitat
Der Fonz
Hmm, der gefühlt hundertste Thread zur Strassenbahn in Spandau.
Passiert denn eigentlich mal was Handfestes oder wird immer nur geredet?

Und "was Handfestes" sähe in Deiner Vorstellung genau wie aus? Gottseidank dürfen hierzulande SenUVK, BVG und/oder DB Netz nicht einfach so Gleise und Kabel verlegen, Betriebshöfe und Bahnhöfe hochziehen oder Haltestellen anlegen. Das nennt man Rechtsstaat und Partizipation - zudem solche Großvorhaben eben auch sauber geplant und finanziert werden wollen...

Sicher könnte ich mir auch an der ein oder anderen Stelle schnellere Entscheidungen sowie kürzere Verfahrensfristen vorstellen, hier aber bzgl. Planungsqualität und Rechtssicherheit für alle Beteiligten das richtige Maß zu finden, ist halt auch nicht trivial.

Viele Grüße
Arnd
Zitat
Arnd Hellinger
Und "was Handfestes" sähe in Deiner Vorstellung genau wie aus?

Es wird gebaut.

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Guten Tag !
Zwischen Berliner und Chinesischem Tempo liegen sicherlich noch einige Geschwindigkeiten, die es ermöglichen rechtsstaatlich zu handeln und trotzdem spürbare Verbesserungen zu bringen. Ich denke, hinsichtlich des ÖPNV-Ausbaus ist das Berliner Tempo auch eher der Finanz- und Verkehrspolitik der letzten Jahrzehnte geschuldet weniger der Einhaltung von rechtsstaatlichen Normen und Gesetzen.

Bei Straßenbahnen, die größtenteils auf dem Mittelstreifen von Hauptverkehrsstraßen fahren, sehe ich sowieso wenig Leute, die sich da überhaupt dran stören oder gar rechtlich dagegen vorgehen könnten. Also kann das Planungsverfahren hier nichtmal der Grund für den mangelnden Fortschritt sein. Bei Straßenbahnstrecken, die anderswo verlaufen, ist das natürlich anders. Letztendlich sehe ich da aber weniger Widerstand als bei Autobahnbauten.

Gruß Nemo
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Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Zitat
Der Fonz
Zitat
Arnd Hellinger
Und "was Handfestes" sähe in Deiner Vorstellung genau wie aus?

Es wird gebaut.

Immerhin sind gegenwärtig 3 Strecken in der Planfeststellung. Das hatten wir solange ich mich erinnern kann noch nie!

Gruß Nemo
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Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Warum wird hierfür nicht der vorhandene Thread genutzt? Solange es keinen öffentlichen festen Beschluß gibt muß man für den Gedankenquark doch nicht jedesmal einen Thread eröffnen.
Zitat
GraphXBerlin
Warum wird hierfür nicht der vorhandene Thread genutzt? Solange es keinen öffentlichen festen Beschluß gibt muß man für den Gedankenquark doch nicht jedesmal einen Thread eröffnen.

Wir machen es wie beim Fernsehen. Wir wiederholen uns, da wir zu wenig neues Material haben.

Gruß Nemo
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Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Genau. Und da hätten wir noch: Reaktivierung Siemensbahn, Verlängerung von Ruhleben, Verlängerung von Warschauer Str. nach Ostkreuz usw. usw... Sommerloch ;-)
Du hast den Ausbau der U4 vergessen :-))

Bäderbahn
Mal ganz ehrlich, während ich früher ein Verfechter der Reaktivierung der Siemensbahn gewesen bin, fange ich zunehmend an, den Sinn eines solchen Vorhabens zu bezweifeln.

Im Großen und Ganzen hat die U7 den Schnellbahnverkehr in der Gegend übernommen, Gartenfeld soll irgendwann über die Tram angebunden werden, die im weiteren Verlauf Hakenfelde und die Altstadt erreichen soll. Einzig der Bahnhof Siemensstadt bleibt außen vor, wobei dieser sich in halbwegs fußläufiger Entfernung vom U-Bhf. Rohrdamm befindet und außerdem der 123er dort vorbeifährt.

Wo sollte eine reaktivierte Siemensbahn denn sonst hinfahren? Einen oberirdischen Schwenk Richtung "Tegeler Feld" machen? Eine Tunnelstrecke nach Hakenfelde halte ich für ausgeschlossen, zu teuer und mit Sicherheit unrentabel, egal wie dicht die Wasserstadt (östlich der Havel) noch bebaut wird. Eine Tramstrecke würde dort gänzlich ausreichen.

Thema U2: ist bestimmt ein Nice-To-Have, mehr aber nicht. Eine Verstraßenbahnung des M45ers wäre in meinen Augen sinnvoller, zumindest für erste. Die U-Bahn wäre höchstens als "weiterer Bedarf" niederer Priorität zu betrachten.

Die U1 Warschauer -> Ostkreuz sollte im Bereich der Phantasien verbleiben, ich sehe hierbei keinen Mehrwert und die Umsetzung wäre kompromisbehaftet.

U4: höchstens eine Verlängerung zum Magdeburger Platz bzw. zur Genthiner Str. (im Falle des Baus der U3/10) wäre zu berücksichtigen - prioritätsmäßig ganz hinten. Ansonsten könnte ich mir diese Strecke als Museumslinie gut vorstellen (entsprechendes Personal und fahrfähige, historische Wagen vorausgesetzt).



3 mal bearbeitet. Zuletzt am 25.07.2018 00:27 von J. aus Hakenfelde.
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