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Schienenverkehrswochen 2018
geschrieben von Arnd Hellinger 
Zitat
485er-Liebhaber
Der Fahrgastsprechtag der BVG war dann doch eher ernühternd (wie erwartet):
Foliensatz

- Man befindet sich im Enspurt, was die Aufzüge angeht. Es handelt sich nur noch um "komplexe" Aufzüge.
- 56 Wagen weitere IK (bis zu 80 Wagen möglich) werden für F79 beschafft
- 28 Wagen der F79 sind dauerhaft stillgelegt
- Die neuen 30 E-Busse (EN) erhalten Depotladung (siehe Foliensatz). -> Auslieferung März bis August 2019
- 30 Busse weitere E-Buse sind schon freigegeben..
- 15 GN kommen als Gelegenheitslader

Aus den Fragen:
- Es wurde dramatisch eine Abo-Künigung an Frau Nikutta übergeben (Hauptkritikpunkt war die Betriebsqualität). Sie sagt dazu kurzgefasst: "Wachsen oder Pflegen und kleinbleiben."
- Beim Atlas ist mir ja fast die Kinnlade runtergefallen. "Wir überlegen ihn einzustellen." "Er wird regelmäßig [haha] veröffentlicht." "Nur eine kleine Szene kauft ihn". Vor ein-zwei Jahren war es noch DAS Produkt.
- Im Alexanderplatz sollen Daisys im Bahnhof für die Umsteiger Straßenbahn (und vermutlich auch Bus) kommen.
- Zur U-Bahn Verlängerung bemerkte die IGEB an, dass es sich leider nur um Außenäste handele. Frau Nikutta war eindeutig für Ausbau.
- Entwurf NVP: Hier läuft noch die Diskussion zur Finanzierung des 10 min Takt-Planes. Also erstmal noch mit Vorsicht genießen.
- Party-Tram: Hat sich noch nie gerechnet
- GTo werden alle mit LED ausgerüstet (GTZ 2.Serie - Frage wird mitgenommen)
- Berliner Fenster: ggf. eine Hälfte kriegt FIS. Wenn aber mit neuen Geräten.
- U1/U3: Erstmal mit 6 Wagen-Zügen (sofern es der Fuhrpark wieder zulässt)
- 2021: neue Baueihe J

Mehr fand ich persönlich nicht relevant.

Ich war auch da und fand es ehrlich gesagt sehr schade, daß die Veranstaltung von so vielen Leuten genutzt wurde, um sich einfach mal so richtig "auszukotzen" oder Frau Nikutta zu sagen, was sie immer schonmal sagen wollten...
Die Veranstaltung ist ja auch und gerade da, um Kritik zu äußern, aber doch bitte sachlich so wie die meisten von uns (und meistens auch ich ;-) ) das tun, sodaß die handelnden Personen auch etwas damit anfangen können! Auf mich wirkte es gerade gegen Ende der Veranstaltung, als wäre Frau Nikutta ein wenig gernervt.
Wenn man die Veranstaltung im nächsten Jahr wieder haben möchte, sollte man sich vielleicht auch so verhalten, daß Fr. Nikutta auch Lust hat, wiederzukommen...
LG Rekowagen



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 02.10.2018 15:29 von Rekowagen.
Wenn sie nicht will, kann sie Herrn Grätz schicken. Dann lohnt sich der Besuch dieser Veranstaltung wieder ;-)

Andererseits kann ich die Kritik an ihr und der BVG nachvollziehen, wenn man sich die Antwortmails mit den Textbausteinen anschaut. Da könnte man meinen nicht ernstgenommen zu werden. Und das gilt auch für die S-Bahn.

So vergrätzt man die Kunden die dann solche Veranstaltungen meiden und irgendwann werden die eingestellt.
Zitat
micha774
Wenn sie nicht will, kann sie Herrn Grätz schicken. Dann lohnt sich der Besuch dieser Veranstaltung wieder ;-)

Herr Grätz war dabei - wie auch letztes Jahr. ;)

Zitat
micha774
So vergrätzt man die Kunden die dann solche Veranstaltungen meiden und irgendwann werden die eingestellt.

Beabsichtigtiges Wortspiel? :D

Die Berliner Linienchronik (+Stationierungen BVG) 1894-2018
Zitat
micha774
So vergrätzt man die Kunden die dann solche Veranstaltungen meiden und irgendwann werden die eingestellt.

Wer regelmäßig zu dieser Veranstaltung geht merkt auch, daß es gegenüber früher deutlich weniger Leute sind, die sich diese Veranstaltung antun.
Kann auch am Veranstaltungsort/-Termin liegen.

Aber hast schon recht, die immer gleichen Leuten stellen die gleichen Fragen und sind nie zufrieden.
Ich kann die Kritik am Fahrgastsprechtag nur bedingt teilen. Richtig ist, dass die BVG auf viele Fragen nur wenig erfreuliche Reaktionen parat hat. Entweder, weil sie die allgegenwärtige Betriebsqualität (Herr Buchner sagt immer "Perfomance" dazu) nicht kurzfristig deutlich heben kann (aber genau sowas erwartet wird)oder aber, weil sie der falsche Ansprechpartner ist (Bestellungen von Leistungen, Ausbau der Infrastruktur).

Richtig ist auch, dass viele Leute offenbar zum Dampf ablassen zu kommen scheinen - unabhängig davon, ob vorn der richtige Adressat steht.

Das war aber m.E. nie anders. Im erfreulichen Unterschied zum letzten (und auch vorletzten Jahr) wurde der Vortrag von Frau Dr. Nikutta ungewohnt kurz und knapp gehalten, um mehr dieser Eingaben dennoch zu ermöglichen. Das verdient unbedingt eine Anerkennung, weil ich mir gut vorstellen kann, dass die Dame logischerweise lieber ihr Unternehmen offensiv darstellt als unbequemen Fragen relativierend zu begegnen.

Auffällig fand ich, wie verschieden doch die Eindrücke vom Betrieb sind. So berichtete ein Herr vom Bucher Bürgerverein von Bedienlücken bis zu 90 Minuten der beiden "Stadtlinien" nach Buch - oder meinte er nur den 158er? Ich habe auch schon mal eine halbe Stunde (im eigentlichen 10-Minuten-Takt) an der Haltestelle gestanden bis mal irgendein Bus kam - das war aber während der BAB-114-Sperrung und ich habe es als Ausnahme empfunden. Ansonsten kann ich von solch heftigen Ausfällen in Buch nicht berichten. Ebenfalls stark auseinander gehen die Meinungen z.B. zum Thema Tauben. Nikutta: "Alle finden Tauben eklig..." (bezugnehmend auf eine Wortmeldung zum U Warschauer Straße) - wüsste nicht, warum. Lieber würde ich Hunde als Tauben aus der Stadt haben. Dreck machen alle, ob Tiere oder Menschen (ebenfalls erwähnt und ebenfalls meinerseits nicht teilbar, der andauernde, "ekelerregende Zustand" der U-Bahnen, die angeblich tagelang mit demselben Dreck durch die Gegend fahren würden). Dasselbe mit Musikern in den Zügen. Wenn es noch so viele Menschen gibt, die ihnen Geld geben, dass es sich lohnt in den Zügen zu spielen - ist dann die Ablehnung tatsächlich so groß wie überall propagiert?

Was bleibt denn anderes übrig als resignierend zu antworten, wenn sich die anderen, die keine oder weniger Probleme haben nicht zu Wort melden (mich eingeschlossen)?

Deutlich energischer wurde Frau Nikutta, als irgendwer offenbar besonders wichtiges von dem Vernehmen berichtete, die BVG wolle ihre Doppeldecker-Flotte weiter verkleinern (und er die ultimative Lösung für eine fremdgeleistete Umrüstung der DL auf elektrischen Antrieb mit anschließender "Überlassung" oder dem Einsatz durch Subunternehmer für die BVG parat hatte) - sie wisse gern, wer solche Gerüchte "immer wieder" streue.

Angesichts laufender Abstimmungen konnte sie leider nicht auf im nächsten Jahr anstehende, große Baumaßnahmen eingehen.

Für mich überraschend: Der Erfolg des Berlkönig-Projektes und die beabsichtigte Einstellung des Atlas (dass die mangelnde Nachfrage auch aus den vergangenen Angebotsverschlechterungen dieses Produkts generiert werden könnte, ist offenbar keine akzeptierte Kausalität).

Und noch etwas, das gestern falsch aufgegriffen wurde: Der gezeigte Foliensatz (Seite 6) verweist tatsächlich auf kommende Fahrplanmaßnahmen und ist keine Wiederholung vom letzten Jahr, wie es ein Anwesender (seltsamerweise) unwidersprochen festgestellt hat.

Soweit meine Einschätzung der Veranstaltung.

Es MUSS ein Hobby sein - leisten kann ich mir das nicht... :)
Das Thema Tauben ist aber auf dem Bahnhof auch wirklich extrem. Man hat da immer den Eindruck, da kommt gleich etwas von oben. Auch Angesichts der Verkaufsstände ist das dort kein Zustand. Ich kenne Miarbeiter, die schon das Gesundheitsamt eingeschaltet haben weil sie sich nicht mehr sicher sind, daß die dort verkauften Lebensmittel noch hygienisch einwandfrei sind.

Bei den Musikern habe ich noch nie erlebt, daß da jemand seitens der BVG eingeschritten ist.

Hunde ist auch so ein Thema, besonders die ohne Leine. Da gibt es im Durchschnitt jeden Monat ein Vorfall, wo Hund in der Bahn und Mensch draußen oder umgedreht ist. Leider hat da noch keiner die Arbeit gemacht, nachzurechnen, wieviel Verspätungen da entstanden sind.
Wird nur das Printprodukt Atlas eingestellt oder die komplette Kartographie Abteilung geschlossen?

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Hallo 485er-Liebhaber,

ganz herzlichen Dank für Deine ausführliche Zusammenfassung!

Zitat
485er-Liebhaber
- Zur U-Bahn Verlängerung bemerkte die IGEB an, dass es sich leider nur um Außenäste handele. Frau Nikutta war eindeutig für Ausbau.

Das wundert mich gar nicht. Sigrid Nikutta hat ja Nicole Grummini, ihre langjährige Weggefährtin und Mitarbeiterin aus der gemeinsamen Zeit bei DB Cargo, als U-Bahn-Chefin zur BVG geholt. Bei DB Cargo ist Nicole Grummini vorrangig durch die ihr nachgesagte bedingungslose Loyalität in Erinnerung geblieben.

Viele Grüße
Manuel



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 02.10.2018 23:47 von manuelberlin.
Wo kann/ sollte man denn noch innenstädtisch ausbauen?
Keine Ahnung, aber hier halte ich vom Standpunkt der IGEB wenig. Denn - wie wir ja nun schon diverse Male feststellen dürfen - wir haben im Zentrum diverse U-Bahnstrecken, die teils deutlich unterhalb dessen bedient werden, was so eine U-Bahnstrecke leisten können sollte. Ob grundsätzlich aufgrund des Wagen- und Personalmangels oder weil die Ausrüstung für dichtere Zugfolgen nicht ausreicht - hier sollte angesetzt werden.

Es MUSS ein Hobby sein - leisten kann ich mir das nicht... :)
Zitat
Philipp Borchert
Keine Ahnung, aber hier halte ich vom Standpunkt der IGEB wenig. Denn - wie wir ja nun schon diverse Male feststellen dürfen - wir haben im Zentrum diverse U-Bahnstrecken, die teils deutlich unterhalb dessen bedient werden, was so eine U-Bahnstrecke leisten können sollte. Ob grundsätzlich aufgrund des Wagen- und Personalmangels oder weil die Ausrüstung für dichtere Zugfolgen nicht ausreicht - hier sollte angesetzt werden.

Genau das ist doch aber der öffentliche vertretende IGEB-Standpunkt, der immer gern auf "Die IGEB will keine U-Bahn" reduziert wird!

Die Aussage zum innerstädtischen Ausbau war lediglich eine verwunderte Replik auf die Pläne von Senat und BVG-Bauabteilung solche Strecken, wie den U6-Abzweig nach Tegel und zum Bahnhof Schönefeld (oder gar nur bis zur Stadtgrenze) nun intensiver zu prüfen und nicht beispielsweise den U1-Lückenschluss zum Adenauerplatz.

--- Signatur ---
Bitte beachten Sie beim Aussteigen die Lücke zwischen Bus und Bordsteinkante!
Ich würde die Prioritäten auch anders setzen, dabei aber durchaus auf kurze, effektive Strecken (Adenauerplatz) oder tatsächliche Meilensteine wie eine nordwärtige Zusammenführung von U2 und U9.

Es MUSS ein Hobby sein - leisten kann ich mir das nicht... :)
Zusammenführung U2/U9 ist aber nicht innenstädtisch ebenso wenig wie U1/S1 :-)

U3/U7 schon eher.

Ein paar mehr Weichen im Netz würden im Störungsfall Erleichterung bringen. Nur bei der S-Bahn nicht... ;-)
Zitat
micha774
Zusammenführung U2/U9 ist aber nicht innenstädtisch ebenso wenig wie U1/S1 :-)

S1 und U1 treffen sich irgendwann einmal am Gleisdreieck. Das ist für dich nicht in der Innenstadt?

Zitat
micha774
U3/U7 schon eher.

Öhm, die U7 und die U3 treffen sich bereits zweimal (Fehrbelliner Platz und Möckernbrücke), wo und warum willst du da noch einen Umsteigebahnhof bauen?

x--x--x--x

Ein fester Standpunkt ist immer wichtig - besonders in Kurven und beim Bremsen. Bitte gut festhalten!
Zitat
B-V 3313
Zitat
micha774
Zusammenführung U2/U9 ist aber nicht innenstädtisch ebenso wenig wie U1/S1 :-)

S1 und U1 treffen sich irgendwann einmal am Gleisdreieck. Das ist für dich nicht in der Innenstadt?

Inwiefern müsste die U-Bahn denn innerstädtisch noch ausgebaut werden, damit sich U1 und S1 am Gleisdreieck treffen können?

Dass die S-Bahn noch nicht am Gleisdreieck vorbei kommt und deswegen innerstädtisch erstmal ausgebaut werden muss, ist klar. Aber hier ging's ja grade um U-Bahn-Ausbau.
Die S-Bahn kommt ja drei Meter neben dem Gleisdreieck vorbei - nur eben unterirdisch und ohne Haltestelle.

Zitat
micha477
Zusammenführung U2/U9 ist aber nicht innenstädtisch ebenso wenig wie U1/S1 :-)

Sag' an, aber genau das wollte ich ja sagen. Ich finde, dass es innerstädtisch derzeit keine (extrem aufwändige) Erweiterung des U-Bahnnetzes braucht, sondern die bestehenden Kapazitäten besser genutzt und mit andere Netzergänzungen bereichert werden soll. Insofern kann ich die Verwunderung der IGEB nicht teilen, sehe aber dennoch eine merkwürdige Priorisierung seitens des Senats, die m.E. aber nicht zugunsten innerstädtischer Abschnitte sondern anderer "Außenprojekte" geändert werden sollte.

Es MUSS ein Hobby sein - leisten kann ich mir das nicht... :)
Sorry war ein Zahlendreher von mir.
Mit U1/S1 meinte ich die U3 Krumme Lanke mit der S1 am Mexicoplatz
...

-------------------
MfG, S5M



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 03.10.2018 15:01 von S5 Mahlsdorf.
Zitat
micha774
Sorry war ein Zahlendreher von mir.
Mit U1/S1 meinte ich die U3 Krumme Lanke mit der S1 am Mexicoplatz

sehr guter Vorschlag :D
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