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U 1 zum Adenauerplatz
geschrieben von Bovist66 
U 1 zum Adenauerplatz
28.07.2018 19:58
In der heutigen Ausgabe der Berliner Morgenpost ist die mögliche Verlängerung der U1 zum Adenauerplatz Thema:

[www.morgenpost.de]
Die etwas nüchternere ...

Anfrage der Abgeordneten Ülker Radziwill (SPD) vom 29.6.2018 und Antwort vom 10.7.2018: Verlängerung der U-Bahnlinie 1 in der City-West (PDF-Datei)

.., auf die sich der Artikel bezieht.

Gruß, Thomas

--
Thomas Krickstadt, Berlin, Germany, usenet@krickstadt.de
Re: U 1 zum Adenauerplatz
28.07.2018 20:36
Zitat
krickstadt
Die etwas nüchternere ...

Anfrage der Abgeordneten Ülker Radziwill (SPD) vom 29.6.2018 und Antwort vom 10.7.2018: Verlängerung der U-Bahnlinie 1 in der City-West (PDF-Datei)

.., auf die sich der Artikel bezieht.

Gruß, Thomas

Ich finde solche Erkenntnisse wie z.B das es möglich ist unter einer überbreiten geradlinigen Straße eine U-Bahn zu bauen wirklich immer wieder sehr erheiternd, vorallem wenn das dann eine Zeitungsmeldung wert ist.

Gruß Nemo
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Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!



3 mal bearbeitet. Zuletzt am 28.07.2018 21:52 von Nemo.
Dass aus so einer kleinen Anfrage ein Artikel aufgebauscht wird, zeigt doch die Bedeutung dieses Lückenschlusses. Wenn vielleicht auch die Morgenpost hier den Knochen nimmt, um das Sommerloch zu überbrücken oder einen anderen Nutzen davon hat.

Insbesondere weil es sich hier um einen Lückenschluss in der Innenstadt handelt, sehe ich auch einen großen netzweiten positiven Effekt. Allein die Auslastung der Busse zwischen Uhlandstraße und Adenauerplatz spricht eine eindeutige Sprache.

Es hieß einmal, dass sich die Händler dort eher gegen die Verlängerung wehren, weil erstens die Baumaßnahmen abschrecken und dich dann natürlich des Oberflächenverkehrs teilweise nach unten verlagert und Werbemaßnahmen weniger Wirkung erzielen.

Hat sich das nun doch geändert?
Zitat
Trittbrettfahrer
Es hieß einmal, dass sich die Händler dort eher gegen die Verlängerung wehren, weil erstens die Baumaßnahmen abschrecken und dich dann natürlich des Oberflächenverkehrs teilweise nach unten verlagert und Werbemaßnahmen weniger Wirkung erzielen.

Hat sich das nun doch geändert?

Naja, wenn weniger oben fährt, dann benötigt man vielleicht gar keine Busspur mehr und die Kunden dürfen - ich meine können - nun wieder in zweiter Reihe parken. :D
Wenn das nicht was positives ist...
Zitat
Trittbrettfahrer
Dass aus so einer kleinen Anfrage ein Artikel aufgebauscht wird, zeigt doch die Bedeutung dieses Lückenschlusses. Wenn vielleicht auch die Morgenpost hier den Knochen nimmt, um das Sommerloch zu überbrücken oder einen anderen Nutzen davon hat.

Gut gesagt.

Zitat
Trittbrettfahrer
Insbesondere weil es sich hier um einen Lückenschluss in der Innenstadt handelt, sehe ich auch einen großen netzweiten positiven Effekt. Allein die Auslastung der Busse zwischen Uhlandstraße und Adenauerplatz spricht eine eindeutige Sprache.?


Nö, unter "Netzwirkung" verstehe ich etwas anderes. Wenn die Verlängerung einen Sinn hat, dann besteht dieser in einer Aufwertung des etwas verlorenen jetzigen Stummels unter dem Kuhdamm und der Erschließung des lokalen Potentials. Sonst sehe ich nichts.

Netzwirkung wäre die Erschließung neuer, über das unmittelbare Einzugsgebiet hinausgehender Relationen. Und da gibt es nichts Nennenswertes. Zu allen relevanten Stationen der U7 kann man aus dem U1/U2/U3-Korridor östlich Wittenbergplatz direkt oder mit einmal Umsteigen auf kürzerem Weg (U2, Stadtbahn, U3, U9) gelangen als mit Umsteigen in Adenauerplatz. Ich sehe auch nicht, dass nennenswert Busse eingespart werden können; am Adenauerplatz endet aus Richtung Osten nichts, und den Leuten weiter aus Richtung Westen zum Bereich um Gedächtniskirche etc. Umsteigen am Adenauerplatz auf die U-Bahn zuzumuten, kann ja auch nicht das Ziel sein.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 30.07.2018 09:41 von Global Fisch.
Das einzige Potential bietet derzeit der 310er.
Zitat
Global Fisch
Zitat
Trittbrettfahrer
Insbesondere weil es sich hier um einen Lückenschluss in der Innenstadt handelt, sehe ich auch einen großen netzweiten positiven Effekt. Allein die Auslastung der Busse zwischen Uhlandstraße und Adenauerplatz spricht eine eindeutige Sprache.?

Nö, unter "Netzwirkung" verstehe ich etwas anderes. Wenn die Verlängerung einen Sinn hat, dann besteht dieser in einer Aufwertung des etwas verlorenen jetzigen Stummels unter dem Kuhdamm und der Erschließung des lokalen Potentials. Sonst sehe ich nichts.

Ich bin sehr häufig in der Innenstadt (Kudamm/Gleisdreieck) unterwegs und muss aus dieser dann Richtung Westen/Nordwesten oder umgekehrt. Ich habe mir schon sehr häufig gewünscht, dass ich mit der U1 die U7 erreichen kann bzw. dann auf den "Bus-Shuttle" verzichten kann. Da ich keine exotischen Gebiete ansteuere, kann ich nicht der einzige mit diesem Wunsch sein. (Dass es U3 zu F-Platz und U2 zur Bismarckstraße gibt, ist mir bewusst.)
Re: U 1 zum Adenauerplatz
30.07.2018 11:12
Zusätzliche Angebote sind immer toll! Da hat niemand was gegen. Ist halt nur die Frage, was man mit den Buslinien macht und ob man ggf. Fahrgäste zum Umsteigen zwingen will. Dann stellt sich immer die Frage, ob das Geld woanders besser investiert ist und erst dann kann man ernsthaft über die U-Bahn nachdenken.

Gruß Nemo
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Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Zitat
Nemo
Zusätzliche Angebote sind immer toll! Da hat niemand was gegen. Ist halt nur die Frage, was man mit den Buslinien macht und ob man ggf. Fahrgäste zum Umsteigen zwingen will. Dann stellt sich immer die Frage, ob das Geld woanders besser investiert ist und erst dann kann man ernsthaft über die U-Bahn nachdenken.

Wenn man nicht weiß, was man mit den vorhandenen Buslinien machen soll, dann gerät jede Betrachtungsweise für Ausbau von Bahnlinien ins Stocken. Doch sicherlich hast du recht. Es braucht ein ordentliches Konzept für die vielen dort verkehrenden Buslinien.

Ich vermute mal, dass der Bereich Hardenbergplatz - Joachimsthaler Straße zu den am stärksten durch Buslinien beanspruchten Korridore gehört. Ein Ersatzkonzept kann sicherlich so aussehen, dass man einen Teil der Buslinien zum S-Bahnhof Charlottenburg führt/zurückzieht. Oder alternativ ein oder zwei Buslinien zum Olivaer Platz führt und dort enden lässt. Vieles ist möglich.
Eine Verlängerung nur bis Adenauerplatz halte ich für halbherzig - ein wesentlich besseres Potential würde sich wohl bei einer Verlängerung bis S-Bhf. Halensee ergeben. Damit hätte man auch gleich eine fast komplette Ost-West-Tangente zum Umfahren des Südrings, denn abgesehen von der Stadtbahn fehlt eine solche. In Nord-Süd-Richtung haben wir ja reichlich Umfahrungen, aber in Ost-West-Richtung sieht es da eher mau aus. Und ja, man könnte dann sicherlich einige Buslinien einsparen bzw. verkürzen. M19, M29 würden wohl bleiben, aber den X10 z. B. könnte man direkt bis Halensee zurückziehen. Den X34 oder M49 könnte man dann ab Wilmersdorfer Str. auch zum Adenauerplatz umlenken, insgesamt käme das auch dem Bereich Zoo zugute, wo sich die Busse ja mitunter inzwischen stapeln.

Dennis
Zitat
Trittbrettfahrer
Ich bin sehr häufig in der Innenstadt (Kudamm/Gleisdreieck) unterwegs und muss aus dieser dann Richtung Westen/Nordwesten oder umgekehrt. Ich habe mir schon sehr häufig gewünscht, dass ich mit der U1 die U7 erreichen kann bzw. dann auf den "Bus-Shuttle" verzichten kann. Da ich keine exotischen Gebiete ansteuere, kann ich nicht der einzige mit diesem Wunsch sein. (Dass es U3 zu F-Platz und U2 zur Bismarckstraße gibt, ist mir bewusst.)
Die U1 erreicht doch bereits an der Möckernbrücke die U7. Und durch die U2, U3 und U9 bleibt dann genau noch eine einzige Station auf der Strecke der U1 übrig, von der aus die U7 nicht direkt erreicht werden kann.

Im Kontext der irgendwann mal zu bauenden U10 ist die Verlängerung wohl sinnvoll. Allerdings wird man bei der U10 wohl erst mal östlich des Alexanderplatzes bauen.
Zitat
Beförderungsfall Nr. 8821
Die U1 erreicht doch bereits an der Möckernbrücke die U7. Und durch die U2, U3 und U9 bleibt dann genau noch eine einzige Station auf der Strecke der U1 übrig, von der aus die U7 nicht direkt erreicht werden kann.

Danke für die Erklärung des hiesigen Schnellbahnnetzes...

Die Auslastung der Buslinien auf dem Korridor, um die U7 zu erreichen, geben augenscheinlich mehr als deutlich einer Verlängerung recht.
Wer dort häufiger pendelt, wird dies sicher bestätigen.
Ich finde da gibt es einige gute Möglichkeiten das Busnetz umzugestalten:

(Ich gehe davon aus, das im Zuge der U5-Eröffnung das Angebot 100/200 reduziert werden kann)

M29 Hertzallee - Breidscheidplatz (wie Linie 100) - Lützowplatz - Herrmannplatz

M19 fährt alternierend (zwecks umsteigefreier Verbindung)
S Grunewald / Roseneck - U Mehringdamm
je alle 20 Minuten (mit langen Doppeldeckerbussen)
dazu Verstärkerfahrten S Grunewald / Roseneck - Olivaer Platz

109/110 Urbaner Technologie Park Tegel ;) - S Charlottenburg - U Adenauerplatz - U Oskar-Helene-Heim tgl. alle 20 Min.
109/310 Urbaner Technologie Park Tegel ;) - S Charlottenburg - U Adenauerplatz - U Blissestr. tgl. tagsüber alle 20 Min.
zusammen im glatten 10 Minuten-Takt

X10 entweder ab Roseneck mit Halt nur am Adenauer Platz bis Zoo, oder OlivaerPlatz - Teltow, integriert in die Verstärker Olivaerplatz-Roseneck mit Halt (fast) überall


Entschuldigt für meine Sommerloch-Hitze-Fantasien
Zitat
Trittbrettfahrer
Die Auslastung der Buslinien auf dem Korridor, um die U7 zu erreichen, geben augenscheinlich mehr als deutlich einer Verlängerung recht.
Wer dort häufiger pendelt, wird dies sicher bestätigen.

Nö, denn die Busse werden ja nicht Uhlandstraße schlagartig voll und Adenauerplatz wieder leer.

x--x--x--x

Ein fester Standpunkt ist immer wichtig - besonders in Kurven und beim Bremsen. Bitte gut festhalten!
Zitat
Nemo
Zusätzliche Angebote sind immer toll! Da hat niemand was gegen. Ist halt nur die Frage, was man mit den Buslinien macht und ob man ggf. Fahrgäste zum Umsteigen zwingen will. Dann stellt sich immer die Frage, ob das Geld woanders besser investiert ist und erst dann kann man ernsthaft über die U-Bahn nachdenken.

Mit der "Denke" wird es nie was werden mit dem Umweltverbund und der Erhöhung des ÖPNV Anteils am Modalsplit.
Re: U 1 zum Adenauerplatz
30.07.2018 18:04
Zitat
Havelländer
Zitat
Nemo
Zusätzliche Angebote sind immer toll! Da hat niemand was gegen. Ist halt nur die Frage, was man mit den Buslinien macht und ob man ggf. Fahrgäste zum Umsteigen zwingen will. Dann stellt sich immer die Frage, ob das Geld woanders besser investiert ist und erst dann kann man ernsthaft über die U-Bahn nachdenken.

Mit der "Denke" wird es nie was werden mit dem Umweltverbund und der Erhöhung des ÖPNV Anteils am Modalsplit.

Wenn man für teuer Geld eine U-Bahn baut und dann deswegen viele Leute häufiger umsteigen müssen wird es damit was? Du kritisierst den Boten der schlechten Nachricht!

Gruß Nemo
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Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Am sinnvollsten zum überlegen wäre, ob die U1, die U7 damit ein Stück entlasten würde.
Zitat
Flexist
Am sinnvollsten zum überlegen wäre, ob die U1, die U7 damit ein Stück entlasten würde.

Da die U7 aufkommensbedingt - weder derzeit noch auf absehbare Zeit - noch sehr weit weg von einem 90-Sekunden-Takt ist, braucht sie auch keine Entlastung.

x--x--x--x

Ein fester Standpunkt ist immer wichtig - besonders in Kurven und beim Bremsen. Bitte gut festhalten!
Zitat
drstar
Eine Verlängerung nur bis Adenauerplatz halte ich für halbherzig - ein wesentlich besseres Potential würde sich wohl bei einer Verlängerung bis S-Bhf. Halensee ergeben. Damit hätte man auch gleich eine fast komplette Ost-West-Tangente zum Umfahren des Südrings, denn abgesehen von der Stadtbahn fehlt eine solche. In Nord-Süd-Richtung haben wir ja reichlich Umfahrungen, aber in Ost-West-Richtung sieht es da eher mau aus. Und ja, man könnte dann sicherlich einige Buslinien einsparen bzw. verkürzen. M19, M29 würden wohl bleiben, aber den X10 z. B. könnte man direkt bis Halensee zurückziehen. Den X34 oder M49 könnte man dann ab Wilmersdorfer Str. auch zum Adenauerplatz umlenken, insgesamt käme das auch dem Bereich Zoo zugute, wo sich die Busse ja mitunter inzwischen stapeln.

Wenn die Metrobuslinien M19 und M29 bleiben würden, bedürfte es westlich des Adenauerplatzes keiner Verlängerung der U1. Würde die U-Bahnstrecke bis zur Ringbahn verlängert, müssten besagte Metrobuslinien östlich vom Bf Halensee eingestellt oder zuminderst stark ausgedünnt werden. Wäre meines Erachtens aber beides nicht durchsetzbar, da die Bürger/innen aus Roseneck/Grunewald immer stark darauf drängen werden, mit dem Bus (oder künftig Straßenbahn?) mindestens direkt bis zum Wittenbergplatz fahren zu können (auch wenn sie das in der Praxis nicht unbedingt mit dem Bus tun). Die - teilweise recht zahlungskräftigen - Menschen dort werden ihre Interessen im Zweifel wirkungsvoll artikulieren und durchsetzen können. Nach meiner Beobachtung sind die Busse auch den ganzen Kurfürstendamm durch gleichmäßig hoch ausgelastet, an praktisch jeder Haltestelle - mit entsprechend hohem Binnenverkehr. Wie sollte das zwischen U-Bahn und Bus sinnvoll aufgeteilt werden? Zwischen Uhlandstraße und Adenauerplatz mag das wegen der Kürze der Strecke noch halbwegs gehen, aber weiter bis Halensee halte ich es für zumindest sehr schwierig.

Somit scheint mir die U1 westlich des Adenauerplatzes eine planerische Totgeburt, ausgenommen eventuell langfristig eine Verlängerung zum S-Bf Westkreuz. Was aber auch nur realistisch erscheint, wenn diese Gegend massiv bebaut würde (z.B. durch Überbauen der Stadtautobahn). Und dafür scheinen mir die Voraussetzungen in absehbarer Zeit nicht wirklich gegeben zu sein.

Auch wenn es unsinnigere U-Bahnprojekte als die U1 zum Adenauerplatz geben mag (z.B. U 5 zur Turmstraße), scheint mir das Vorhaben trotzdem eher nur nice to have zu sein, aber weitab von echten Notwendigkeiten. Wenn schon mittel- bis langfristiger weiterer U-Bahnbau, wäre der Lückenschluss zwischen U 9 und Nordbahn meines Erachtens viel wichtiger, außerdem vielleicht einigere kleinere preiswerte Projekte (Magdeburger Platz, Mexikoplatz).



4 mal bearbeitet. Zuletzt am 30.07.2018 20:01 von Bovist66.
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