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Chaos im Ausflugsverkehr an die Ostsee
geschrieben von Tradibahner 
Dazu ein Bericht im [www.nordkurier.de]

Aber schön, das die Bahn den schwarzen Peter den Landesregierungen zuschiebt, aber dabei vergisst, das diese selbst, wegen Personalmangel ("Aufgrund einer Störung im Betriebsablauf ..."), Züge ausfallen lassen muss. Die Länder könnten am Wochenende einen 20 Minutentakt bestellen, die Bahn als Auftragnehmer kann dies aber nicht umsetzen, mangels Personal und Fahrzeuge. Aber, der Besteller ist Schuld, genauso tickt die Bahn.

MfG Holger



Hoch lebe die Meinungs- und Pressefreiheit!



Mit dem Auto gibt es keine Probleme. Sonnabend Morgen um 4Uhr in Bernau gestartet und 5:50Uhr in Zinnowitz eingeparkt. Staufrei und fast alleine unterwegs. Nach einem zweiten Frühstück um 9Uhr am Strand gelegen. Da bricht der normale Bürger in Berlin erst auf und wundert sich, warum die Bahn oder die Straßen überfüllt sind. Bei der Bahn wird sich nie was in der Richtung ändern, sparen ist wichtiger.
Zitat
Triebfahrzeugführer
Bei der Bahn wird sich nie was in der Richtung ändern, sparen ist wichtiger.

Und das ist das, was ich auch in anderen Threads, wenn auch mit etwas drastischen Worten, bemängele. So schafft man keine Fahrgäste vom Auto auf die Schiene zu überzeugen.

MfG Holger



Hoch lebe die Meinungs- und Pressefreiheit!



Passend dazu:

Der RE3-Verstärkerzug Prenzlau ab 15:42 Uhr fällt heute "Wegen Verzögerungen im Betriebsablauf" (Auskunft der DB-App von kurz nach halb Zehn vormittags) aus.

Der reguläre RE3 Prenzlau ab 16:01 Uhr fährt dafür mit einem Wagen weniger.

Also wohl wieder mal keine Chance, in Angermünde aus der RB66 in den RE3 zu kommen. Und der Umweg über Kostrzyn ist heute auch eine äußerst schlechte Idee. ;-)
Zitat
Tradibahner
Zitat
Triebfahrzeugführer
Bei der Bahn wird sich nie was in der Richtung ändern, sparen ist wichtiger.

Und das ist das, was ich auch in anderen Threads, wenn auch mit etwas drastischen Worten, bemängele. So schafft man keine Fahrgäste vom Auto auf die Schiene zu überzeugen.

Sowieso nicht. Die vom User "Triebfahrzeugführer" genannte Fahrzeit alleine ist schon mit dem Auto attraktiver.
Selbst wenn man zu einer späteren Zeit mit dem Auto zur Ostsee fährt ist man ohne Stau kürzer unterwegs. Berlin - Ostsee ca 2,5 Stunden, Fischland-Darß 3 Stunden.
Nur mit Rostock-Warnemünde ist man mit dem Auto in etwa gleichauf. Der Zug nach Rostock ist mit einem 2-Stundentakt jedoch ständig überfüllt.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 05.08.2018 14:20 von Flexist.
Also mit dem ersten Zug um 5 Uhr ab Bernau, ist man zwar erst gegen Dreiviertel Acht (=7:45) in Zinnowitz, aber sicherlich auch sehr unbehelligt von anderen Reisenden... ^^
Zitat
PassusDuriusculus
Also mit dem ersten Zug um 5 Uhr ab Bernau, ist man zwar erst gegen Dreiviertel Acht (=7:45) in Zinnowitz, aber sicherlich auch sehr unbehelligt von anderen Reisenden... ^^

Die Fahrzeit wäre ok, aber ein weiteres Problem, ist die Umsteigezeit in Züssow von 4-5min. Da darf aber auch nicht viel dazwischen kommen, im "Betriebsablauf". Um nicht zu sagen gar nichts.
Zitat
Triebfahrzeugführer
Mit dem Auto gibt es keine Probleme. Sonnabend Morgen um 4Uhr in Bernau gestartet und 5:50Uhr in Zinnowitz eingeparkt. Staufrei und fast alleine unterwegs.

Ebenso schnell, staufrei und fast alleine unterwegs war ich am vorletzten Sonnabend (28.07.) auf der Relation Berlin - Rostock. Um 6.27 Uhr Gesundbrunnen in den ICE gestiegen und überpünktlich um 8.24 Uhr in Rostock gelandet. Zwar war der Zug nicht gerade leer, aber es waren noch reichlich Plätze frei, anders als in den nachfolgenden RE 5.



Bin ich denn hier der Einzigste, wo Deutsch kann?
Zitat
Triebfahrzeugführer
Sonnabend Morgen um 4 Uhr in Bernau gestartet (...)

Um die Zeit wird's mit dem Zug auch keine Probleme geben.

Wer sich das aber antut an 'nem warmen Wochenendtag nach dem Ausschlafen sich in RE3 oder RE5 nordwärts zu begeben, muss sowas wie 'ne masochistische Ader haben. Warum man zwingend ein eigenes Rad mitnehmen muss, bleibt wohl jedem sein Geheimnis.

Es MUSS ein Hobby sein - leisten kann ich mir das nicht... :)
Die Leute, die Südkreuz, Hauptbahnhof und Gesundbrunnen den RE stürmen, haben auch unabhängig von der Uhrzeit bestimmt kein Auto in Bernau zu stehen, mit dem sie einfach losfahren können.

Wir fahren einmal im Jahr ein Wochenende nach Doberlug. Ich habe Freitag um 16 Uhr Feierabend, steige in Schöneweide ganz entspannt in die RB und bin um kurz vor 18 Uhr vor Ort. Andere, die aus persönlichen Gründen auf das Auto angewiesen sind, sind um die Zeit nicht mal von der A13 runter oder müssen einen halben Tag freinehmen.

Das Problem ist, dass die Züge Richtung Ostsee seit Jahren überfüllt sind. Aber die Wirtschaft sagt, Reservezüge und -fahrer sind pöhse. Außerdem will ja die von teuer Steuergeld gebaute A20 gefüllt werden.
Das ist ein Skandal erster Güte, der mich auch selbst betroffen hat.
Während bei meiner letzten Reise vor zwei Jahren noch ein IC mit Platzreservierung im Angebot war, verkehren in diesem Jahr zwischen Berlin und Warnemünde nur noch die selbst an Wochentagen völlig überfüllten RE im Zweistundenabstand, die für den Fernverkehr ziemlich ungeeignet sind. Viele Reisende kommen gar nicht mit, weil sie und ihr Gepäck in den Zug nicht mehr reinpassen. Die Folge sind Bundespolizeieinsätze, denn Fluchtwege für das Personal im Steuerwagen und Gänge, Türen müssen passierbar bleiben. Ankunftszeiten sind so nicht mehr kalkulierbar.
Die einzige IC-Verbindung geht in Richtung Sylt bis Ludwigslust und danach 3x umsteigen in Regionalzügen und Ersatzverkehrsbus über Schwerin, Wismar und Rostock - Fahrzeit fast vier Stunden (wenn alles klappt).

An jenem Junimorgen habe ich es schließlich aufgegeben, den Koffer zum Taxistand gerollt und kam so rechtzeitig und stressfrei nach Warnemünde. Immerhin verspricht die Bahn in der Presse, dass ab Ende 2019 alles besser werden wird, wenn der IC2 nach Rostock fährt: [www.morgenpost.de]

Im Usedom-Eisenbahnverkehr sind noch nicht mal die Weltkriegsschäden behoben, wie die zerstörte Brücke bei Karnin. Auch bei der letzten Neufassung hat es der Wiederaufbau nicht in den Bundesverkehrswegeplan geschafft.
Zum Glück wird die Autobahn derzeit weiter ausgebaut, so dass ich künftig gleich das Auto wählen werde, um ans Wasser zu reisen.
Wer auf die Eisenbahn angewiesen ist, sollte abends an die Küste und morgens zurückfahren, auch wenn zwei zusätzliche Übernachtungen anfallen. Die sind unter Umständen günstiger als eine Taxi-Fernfahrt.

so long

Mario
Zitat
Philipp Borchert
. Warum man zwingend ein eigenes Rad mitnehmen muss, bleibt wohl jedem sein Geheimnis.
Wenn du die Lösung hast, ruf sofort beim Bundesverkehrsminister an! Der komplette innerdeutsche MIV kann dann dank dir auf Stadtverkehr beschränkt werden und die Autobahnen gesperrt und in Biotope umgewandelt. Einfach mit der Bahn zum Zielort und dort ein Auto mieten, fertig!
Zitat
Tradibahner
Die Länder könnten am Wochenende einen 20 Minutentakt bestellen, die Bahn als Auftragnehmer kann dies aber nicht umsetzen, mangels Personal und Fahrzeuge. Aber, der Besteller ist Schuld, genauso tickt die Bahn.

Da gäbe es auch nur 3 Möglichkeiten:
1. Die Bahn wäre nicht Auftragnehmer.
2. Es gäbe überhaupt keine Auftragnehmer.
3. Die Länder bezahlen den x-fachen Preis je Zugkilometer für das Vorhalten der Leistung, die nur am Wochenende benötigt wird.

Mit besten Grüßen

phönix
Zitat
Philipp Borchert
Warum man zwingend ein eigenes Rad mitnehmen muss, bleibt wohl jedem sein Geheimnis.

Um auf einem der zahlreichen und gut ausgebauten Radwegen nach Berlin zurück zufahren?
Tja, mit Ausschreibungen wird ja alles so schön transparent, preiswert und vor allem besser für den Bahnkunden ...
Zitat
Alter Köpenicker
Zitat
Triebfahrzeugführer
Mit dem Auto gibt es keine Probleme. Sonnabend Morgen um 4Uhr in Bernau gestartet und 5:50Uhr in Zinnowitz eingeparkt. Staufrei und fast alleine unterwegs.

Ebenso schnell, staufrei und fast alleine unterwegs war ich am vorletzten Sonnabend (28.07.) auf der Relation Berlin - Rostock. Um 6.27 Uhr Gesundbrunnen in den ICE gestiegen und überpünktlich um 8.24 Uhr in Rostock gelandet. Zwar war der Zug nicht gerade leer, aber es waren noch reichlich Plätze frei, anders als in den nachfolgenden RE 5.

Den nutze ich auch nächsten Samstag, aber natürlich schon ab Südkreuz nach Rostock.

MfG Holger



Hoch lebe die Meinungs- und Pressefreiheit!



Zitat
der weiße bim
Die einzige IC-Verbindung geht in Richtung Sylt bis Ludwigslust und danach 3x umsteigen in Regionalzügen und Ersatzverkehrsbus über Schwerin, Wismar und Rostock - Fahrzeit fast vier Stunden (wenn alles klappt).

Der SEV zwischen Schwerin und Rostock ist Geschichte, es fahren seit Anfang Juli wieder Züge.

MfG Holger



Hoch lebe die Meinungs- und Pressefreiheit!



Zitat
der weiße bim
Während bei meiner letzten Reise vor zwei Jahren noch ein IC mit Platzreservierung im Angebot war, verkehren in diesem Jahr zwischen Berlin und Warnemünde nur noch die selbst an Wochentagen völlig überfüllten RE im Zweistundenabstand, die für den Fernverkehr ziemlich ungeeignet sind.

Es gibt schon noch ein paar ICE bzw. IC Verbindungen. Für morgen 18.25 Uhr kann ich beispielsweise noch den IC 2356 von Südkreuz nach Rostock Hbf für 14,90 EUR buchen. Für das gleiche Geld kam ich am 28.07. mit dem Lumpensammler-ICE 1049 (Köln > Ostseebad Binz) flugs an die Küste. Auch die Umsteigeverbindungen via Ludwigslust dauern teilweise kaum länger als die Fahrt im RE 5. Das kurze Stück bis Warnemünde kann man ja mit der S-Bahn fahren, wobei ich ja die RB 12 in Richtung Graal-Müritz empfehlen würde.



Bin ich denn hier der Einzigste, wo Deutsch kann?
Zitat
Tradibahner
[ICE 1049]
Den nutze ich auch nächsten Samstag, aber natürlich schon ab Südkreuz nach Rostock.

Der Zug fuhr in Südkreuz eine Stunde früher als in Gesundbrunnen und verbrachte die zum fahren nicht benötigte Zeit in Hbf, weswegen meine Wahl diesmal nicht auf Südkreuz als Startbahnhof fiel.



Bin ich denn hier der Einzigste, wo Deutsch kann?
Zitat
phönix
Zitat
Tradibahner
Die Länder könnten am Wochenende einen 20 Minutentakt bestellen, die Bahn als Auftragnehmer kann dies aber nicht umsetzen, mangels Personal und Fahrzeuge. Aber, der Besteller ist Schuld, genauso tickt die Bahn.

Da gäbe es auch nur 3 Möglichkeiten:
1. Die Bahn wäre nicht Auftragnehmer.
2. Es gäbe überhaupt keine Auftragnehmer.
3. Die Länder bezahlen den x-fachen Preis je Zugkilometer für das Vorhalten der Leistung, die nur am Wochenende benötigt wird.

Ja ist klar, die Bahn lässt Züge ausfallen, weil ihr der Preis, den der Auftraggeber zahlt, zu niedrig ist, und sie deshalb keine Reserven vorhalten kann? Dann sollte sich die Bahn nicht an Ausschreibungen beteiligen!

Der eigentliche Mängel ist aber, das die Bahn (DB AG) immer die Schuld bei anderen sucht. Einmal die Landesregierungen, oder die Fahrgäste, die ja auch hier Schuld sind, was wollen diese Fahrgäste auch alle an die Ostsee, und dann noch mit Rad, verstopfen einfach die Züge und sorgen für Verspätungen. Einfach mal die bestellte Leistung zur Verfügung stellen.

Aber keine Sorge, statt mehr, wird wohl demnächst aus Mangel an Personal, weniger bestellt. Egal wie erfolgreich der Regionalverkehr ist.

MfG Holger



Hoch lebe die Meinungs- und Pressefreiheit!



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