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Chaos im Ausflugsverkehr an die Ostsee
geschrieben von Tradibahner 
@Philipp: Aha. Gilt das nur für die doofen Radfahrer, die lieber wie jeder anständige Deutsche mit dem Auto über Land fahren sollten, oder schaffen wir Taktverdichtungen und Entlastungszüge auch auf den Strecken ab, wo ganz ohne Fahrräder regelmäßig total überfüllte Züge fahren, wie auf den ICE-Linien Berlin - Ruhrgebiet, Berlin - München oder Berlin - Hamburg? Was fahren die blöden Leute auch alle gleichzeitig und mit Gepäck(!) in Urlaub? Ich glaube, die Zustände auf den Strecken Berlin - Nauen und Berlin - Müncheberg (-Küstrin) haben auch wenig mit Rädern zu tun - also weg mit den Verstärkerzügen! Die Pendler können doch auf die RB Rathenow - Brandenburg ausweichen, da ist genug Platz.

Und wie stehst du zur kostenlosen Mitnahme von Kindern? Die nehmen ja in den vollen Zügen den anderen Leuten auch einen ganzen Sitzplatz weg!!!einself!!1



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 10.08.2018 07:16 von VvJ-Ente.
Zitat
Bd2001
Zitat
der weiße bim
Die Lösung für die Wiedereinführung regelmäßiger Fernverkehrsangebote wurde vom Betreiber bereits mitgeteilt: [inside.bahn.de]
Etwa ab 2021 gibt es zweistündlich (vermutlich im Wechsel mit dem RE) wieder Fernzüge zwischen Dresden - Berlin - Rostock.

Solange nehme ich mein Auto.

Diese Linie nimmt bereits im Dezember 2019 den Verkehr auf. Sie löst aber nicht das Problem der Anreise nach Rügen und Usedom.

Es ist schwer bis unmöglich eine Linie zu basteln, die sowohl die Probleme der Anreise nach Rostock und an die Seenplantte als auch die der Anreise nach Rügen und Usedom löst.
Zitat
VvJ-Ente
Und wie stehst du zur kostenlosen Mitnahme von Kindern?

Zumindest in der ersten Wagenklasse sollte die Mitnahme von Kindern nicht kostenlos sein.
Man bucht ja die erste Klasse um in Frieden mit der Bahn zu fahren, das ist angesichts der vielen Kinder, die sich dort häufig tummeln oftmals nicht gegeben.


Es fährt keinmal am Tag ein Bus und das in beide Richtungen.
Och Leute, ist einigen die lange Hitze nicht bekommen? Es ist schon witzig, wie manche Leute anderen schwarz-weiß-Denken oder Partikularinteressen vorwerfen, dann aber absurdeste Beispiele bringen. Wie viele Leute wollen denn wirklich solche Langstreckenradtouren machen? Und wie viele von denen stehen dann ausgerechnet Samstag um 8 oder 9 in Gesundbrunnen und wundern sich, dass ein Zug, der schon 4-mal in Berlin hielt, voll ist? Nein, diese Zielgruppe fährt aus ihrer Erfahrung heraus entweder um 6 oder an einem anderen Wochentag.
Das eigentliche Problem hier ist ein altbekanntes: Die Kapazitäten reichen vorne und hinten nicht, weil die Zunahme im nahen Umladverkehr keinerlei Berücksichtigung findet - so ist der RE3 zur Zeit ja sogar noch S-Bahn-Ersatzverkehr nach Bernau. Dass das nicht klappen kann, liegt auf der Hand; wobei ich weiter dafür plädiere, dass die Gruppe Rücksicht nehmen muss, die eine Alternative hat: Die gibt es nach Bernau und Eberswalde, aber eben nicht nach Prenzlau oder Ferrdinandshof.
Da Kapazitätssteigerungen frühestens mittelfristig zu erwarten sind, muss weiterhin an anderen Stellschrauben gedreht werden:
- mehr sichere Fahrradboxen an Umlandstationen
- billigere Tagestarife für die Fahrradausleihe im Umland
- verstärkte Zusammenarbeit z.B. von S-Bahn, VBB und ADFC und gezieltes Bewerben von Radtouren die mit der S-Bahn zu erreichen sind in der Punkt 3 und den entsprechenden Webseiten.
Zitat
Alter Köpenicker
Man bucht ja die erste Klasse um in Frieden mit der Bahn zu fahren, das ist angesichts der vielen Kinder, die sich dort häufig tummeln oftmals nicht gegeben.

Hmm? Ich dachte man bucht die erste Klasse um tendenziell weniger rassistischen Mitreisenden ausgesetzt zu sein.
Zitat
Global Fisch
Partikularinteressen
Zitat
VvJ-Ente
Und wie stehst du zur kostenlosen Mitnahme von Kindern?

Blödsinnige Fragen/Behauptungen, Personenzüge sind für Personen gedacht, die es hauptsächlich zu befördern gilt. Kinder sind - auch wenn es viele Menschen nicht wahr haben wollen - Personen, Fahrräder nicht!

Natürlich gilt es, Verbesserungen anzustreben, und wenn das Ziel in den Augen einiger gemischte Güter-/Personenzüge sein sollen, bitte sehr. Solange das Angebot aber so ist wie es ist gilt es, die Nachfrage den derzeitigen Gegebenheiten anzupassen - zum Beispiel über den Preis. Wie das beim Flugzeug und bei den ICE-Sparpreisen, bei Übernachtungsangeboten und Konzerttickets auch geschieht.

Es MUSS ein Hobby sein - leisten kann ich mir das nicht... :)
Zitat
eiterfugel
Zitat
Alter Köpenicker
Man bucht ja die erste Klasse um in Frieden mit der Bahn zu fahren, das ist angesichts der vielen Kinder, die sich dort häufig tummeln oftmals nicht gegeben.

Hmm? Ich dachte man bucht die erste Klasse um tendenziell weniger rassistischen Mitreisenden ausgesetzt zu sein.

Mir ist es egal, ob die Mitreisenden rassistisch sind, solange sie sich ruhig verhalten. Aber was hat denn jetzt das eine mit dem anderen zu tun? Und: Immerhin wirbt ja die Bahn damit, in der ersten Klasse mehr Ruhe zu haben, dem ist oft leider nicht so.


Es fährt keinmal am Tag ein Bus und das in beide Richtungen.
Zitat
Philipp Borchert
Zitat
Global Fisch
Partikularinteressen
Zitat
VvJ-Ente
Und wie stehst du zur kostenlosen Mitnahme von Kindern?

Blödsinnige Fragen/Behauptungen, Personenzüge sind für Personen gedacht, die es hauptsächlich zu befördern gilt. Kinder sind - auch wenn es viele Menschen nicht wahr haben wollen - Personen, Fahrräder nicht!

Naja, solange die Mitnahme von Fahrrädern und anderem Reisegepäck noch erlaubt ist, sind die Züge dafür auch gedacht... Früher gab es für sowas Traglastenabteile und Gepäckwagen. Also ist die Mitnaheme von derartigen Dingen keineswegs eine neue Erfindung.

Gruß Nemo
---

Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Wir leben nun mal in einer Konsum-/Wegwerf-/Oberflächlichkeitsgesellschaft, in der Besitz und Gegenstände einen hohen Status haben, also tragen die Menschen auch vieles - mehr oder weniger Nützliches - mit sich rum, auch im Personenverkehr.
Fahrräder halte ich persönlich noch für eher nützliche Gegenstände, die auch eher weniger ökologisch-negative Folgen haben.

Ebenfalls mir persönlich ist ein voller Stehplatz-Kuschelzug lieber, als aus konstruierten Prinzipien ausgeschlossen zu werden.
Vorschläge: Sitzplätze entfernen, vertikale Haltestangen entfernen (die verhindern ein effizientes Fahrradstapeln) --> sprich Fahrradwagen nutzen und 5 Wagen fahren und wenn dann nur 3 Wagen nach Elsterwerda fahren, da soll es ja angeblich nicht so schlimm sein.

Weitere Ergänzung: Ordner, die die Fahrgäste im Zug/Bahnhof lenken



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 10.08.2018 09:56 von PassusDuriusculus.
Zitat
PassusDuriusculus
Fahrräder halte ich persönlich noch für eher nützliche Gegenstände, die auch eher weniger ökologisch-negative Folgen haben.

Ist ja auch alles in Ordnung, aber ich will eben hauptsächlich auf das von "eiterfugel" (igittigitt, und das bei der Hitze :p ) angesprochene hinaus, den Grundgedanken der ansatzweisen Vernunft:

Zitat
eiterfugel
Wie viele Leute wollen denn wirklich solche Langstreckenradtouren machen? Und wie viele von denen stehen dann ausgerechnet Samstag um 8 oder 9 in Gesundbrunnen und wundern sich, dass ein Zug, der schon 4-mal in Berlin hielt, voll ist? Nein, diese Zielgruppe fährt aus ihrer Erfahrung heraus entweder um 6 oder an einem anderen Wochentag.

Solche Gedanken sollten schlicht in die Planung von Freizeitvergnügen einfließen. Ansonsten bedarf es eben einer gewissen Steuerung. Völlig planlos scheint es ja gar nicht mal zu laufen, wenn ich die Artikel richtig gelesen habe - viele Fahrgäste mit Rad arrangieren sich miteinander, klären offenbar durchaus gezielt vorher ab wer wann wo raus muss und sehen zu, dass sie mit dem knappen Platz zurande kommen. Aber es ist doch ein gewaltiger Stress, zudem kann man nicht allzu bequem im Zug verweilen, weil man ja auf sein Rad auch ein wenig aufpassen muss. Also schon aus ureigenstem Interesse, mich nicht so einem Stress auszusetzen, würde ich mich nicht mit 'nem Fahrrad in einen Regionalzug begeben, der eine solche Nachfrage erwarten lässt. Ebenso wenig würde ich mich natürlich auch nicht am ersten Ferientag gegen 9 Uhr aufmachen und mich mit dem Auto auf die A9 begeben. Oder mich zwingend am frühen Donnerstagabend im Kaufland an der Kasse anstellen. Deswegen frage ich mich eben tatsächlich ernsthaft, wie sehr es einem pressieren muss (es muss mit dem Rad unbedingt um die Zeit an die Ostsee gehen, ich will unbedingt in der Mittagssonne gen Süden fahren, ich will am liebsten einkaufen wenn's alle wollen), sich gezielt solchem Unbehagen auszusetzen.

Es MUSS ein Hobby sein - leisten kann ich mir das nicht... :)
Achso jetzt verstehe ich dich richtig :)
Das ist aber eine völlig andere Aussage als im ersten Beitrag. Natürlich muss ich mich als Radfahrer in der Stoßzeit nicht in einen völlig überfüllten Zug drängeln. In dem hier vom Threaderöffner erwähnten Fall hat aber die Bahn das Chaos verschuldet, weil sie den Fahrradwagen UND den Entlastungszug gestrichen hat, und das auch noch kurzfristig.

Wie gesagt, streiche auf der Strecke nach Köln den Entlastungs-ICE am Freitag Nachmittag und lasse den nächsten nur mit einem Zugteil fahren, und ich garantiere dir einen Einsatz der Bahnpolizei, ohne einen einziges popliges Brompton-Rad im Zug.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 10.08.2018 15:28 von VvJ-Ente.
Zitat
Flexist
Warum macht man keinen IRE daraus?
Den IRE gab es, hab noch das Schild aus der Tür

auf dem Stand
InterRegioExpress/RegionalExpress 5
Rostock
Elsterwerda

auf dem MV Abschnitt als IRE und in Berlin/Brandenburg als RE glaube ich


Ist ja kein Wunder, dass der IRE nicht mehr existiert - du hast ja das Schild...

Es MUSS ein Hobby sein - leisten kann ich mir das nicht... :)
Würde die Bahn alle bestellten Züge mit den richtigen Zuglängen und mit Fahrradwagen fahren, wäre alles schick, meint das Land Brandenburg: [www.nordkurier.de]

Na denn,
Marienfelde
Zitat
Marienfelde
Würde die Bahn alle bestellten Züge mit den richtigen Zuglängen und mit Fahrradwagen fahren, wäre alles schick, meint das Land Brandenburg: [www.nordkurier.de]

Na denn,
Marienfelde

Was ja auch erstmal richtig sein könnte. Die Bahn kann nicht, wenn sie schon nicht die vertraglich bestellte Leistung erbringt, den schwarzen Peter dem Auftraggeber, den Ländern zu schieben. Das kann man doch eigentlich erst, wenn man seine vertraglichen Pflichten nachkommt, und es dann noch, und die wird es auch dann geben, die Züge überfüllt sind. Und wie schon zu Beginn des Threads geschrieben, auch bei einer Mehrbestellung der Länder, wird das Bestellte nicht gefahren werden können, weil, irgendwas ist immer bei der Bahn, fehlendes Personal, fehlendes Wagenmaterial, denn woher nehmen, wenn nicht stehlen.

MfG Holger



Hoch lebe die Meinungs- und Pressefreiheit!



Finde ich merkwürdig, dass es keine Reservezüge geben soll. Schließlich verliert die Deutsche Bahn bei Ausschreibungen immer wieder mal Strecken und auf dem RE3 fahren immer noch DBuza.
Zitat
Flexist
Finde ich merkwürdig, dass es keine Reservezüge geben soll. Schließlich verliert die Deutsche Bahn bei Ausschreibungen immer wieder mal Strecken und auf dem RE3 fahren immer noch DBuza.

Das Problem wird der Unterschied zwischen 'physisch vorhanden' und 'einsatzfähig sein'. Bin vor einigen Wochen in Mukran durchgefahren und fast aus den Latschen gekippt, wieviele laufende Kilometer Gleis da mit Altmaterial vollgeparkt ist. Wie aufwendig das ist, auch nur einige Wagen davon wieder zum laufen zu bekommen, ist aber eine ganz andere Frage.
Die Zusatzzüge (auch DBuza), die regelmäßig zum Baumblütenfest eingesetzt werden (wenn sich denn Lokführer finden, wie wir dieses Jahr gelernt haben), werden ja auch nicht den Rest des Jahres kaputt sein. Bevor für die RB14 Dostos aus den unterschiedlichsten Netzen besorgt wurden waren die ja auch regelmäßig auf der Strecke anzutreffen, wenn man wieder ein Talent2 den Geist aufgegeben hatte.

Im Fernverkehr (darum geht es ja im Artikel) scheint es auch irgendwo™ Reserven zu geben. Vor nicht allzu langer Zeit kam in Spandau abends ein 8-Wagen-IC, der ausschließlich aus 1.-Klasse-Wagen bestand, als Ersatzzug für einen ausgefallenen ICE eingefahren. Die müssen ja auch irgendwo gestanden haben.

Btw: Da ich am Freitag keine Lust hatte mich wieder in überfülltes, überhitztes DB-Wagenmaterial auf der RE3-Strecke zu begeben, fuhr ich statt 14:47 Uhr Lichtenberg ab über Bernau/Eberswalde/Angermünde nach Szczecin (an: 16:45 Uhr), sondern mit einem Diesel-Talent der NEB bis Kostrzyn und von dort weiter mit einem 9-Wagen-TLK nach Szczecin (an 17:17 Uhr). Dauert eine halbe Stunde länger, ist aber weitaus entspannender.

So wie bisher kriegt man jedenfalls keine neuen Kunden in die Züge - aber die will die Bahn ja auch gar nicht, ist ja kein Material da. :-P
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