Willkommen! Einloggen Ein neues Profil erzeugen

erweitert
Auf der S1 nur noch Halbzüge?
geschrieben von Hansawagen 
Zitat
Florian Schulz
Und selbst wenn. Vielleicht war der Halbzug vorher ein Vollzug, bei dem der zweite Teil aus Gründen abgekuppelt werden musste. Besser als wenn der Umlauf ausgefallen wäre.

Viele Grüße
Florian Schulz

Bitte einmal 5 Euro ins Phrasenschwein.

*******
Dieser Beitrag ist für Sie kostenlos. Er finanziert sich allein aus der Freizeitspende seines Schreibers.
Zitat
Logital
Zitat
Florian Schulz
Und selbst wenn. Vielleicht war der Halbzug vorher ein Vollzug, bei dem der zweite Teil aus Gründen abgekuppelt werden musste. Besser als wenn der Umlauf ausgefallen wäre.

Viele Grüße
Florian Schulz

Bitte einmal 5 Euro ins Phrasenschwein.

Wie meinen?

Viele Grüße
Florian Schulz

--
Dieser Beitrag endet hier. Sie können noch bis zum nächsten Beitrag mitlesen.
Zitat
Railroader
Gerade im Sommer, wenn auf der S1 viele mit dem Fahrrad unterwegs sind, halte ich Halbzüge dort auch für unterdimensioniert.

Es geht aber um den aktuellen (= im Winter) gefahrenen Spätverkehr. Auf der S3 gibt es (oder gab es, als man vor vielen vielen Jahren noch genug Fahrzeuge hatte) auch eine Fahrplanausweitung wegen Ausflugsverkehr im Sommer, oder?
Zitat
Latschenkiefer
Es mag ja sein, dass wir beide recht haben. Ich fahre vorwiegend auf den nördlichen Ästen und da wird abends definitiv warme Luft durch die Gegend gefahren. Die S1 Süd hat abends sogar bis fast Betriebsschluss einen 10 Minuten-Takt, während S2 und S25 ab 22 Uhr auf einen 20 Minuten-Takt ausgedünnt werden. Das deutet ja auch darauf hin, dass dort abends vergleichweise viel los ist.

Also auch auf der nördlichen S1 ist spätabends sehr gut was los. Besonders krass ist die Zeit, wenn die Oranienburger Zuggruppe von Voll- auf Halbzüge zurückfällt, während noch gut Leute unterwegs sind. Dann gibt es regelmäßig bis Frohnau nicht mal einen Sitzplatz! Und das abends gegen 22 Uhr, und nicht nur am Wochenende. Ich bin da bei GlobalFish, so lockt man keine Fahrgäste in den ÖPNV. Etwas entspannt hat sich die Situation, seit der 10-Minuten-Takt bis Frohnau abends etwas länger gefahren wird.

Viele Grüße
André
Zitat
Florian Schulz
Zitat
Logital
Zitat
Florian Schulz
Und selbst wenn. Vielleicht war der Halbzug vorher ein Vollzug, bei dem der zweite Teil aus Gründen abgekuppelt werden musste. Besser als wenn der Umlauf ausgefallen wäre.

Viele Grüße
Florian Schulz

Bitte einmal 5 Euro ins Phrasenschwein.

Wie meinen?

Viele Grüße
Florian Schulz

Es ist nicht nur hier im Forum, sondern auch von Verkehrsunternehmen eine beliebte Phrase den verärgerten Kunden gegenüber zu argumentieren, dass es statt der Schlechtleistung ja auch einen Ausfall geben könnte. Eine Argumentation, die ich nur aus dem dieser Branche kenne.

Kein Unternehmen einer anderen Branche würde seinem Kunden sagen: "Ok, das Produkt ist nicht wie bestellt, aber besser als hätten wir es gar nicht geliefert, oder?"

*******
Dieser Beitrag ist für Sie kostenlos. Er finanziert sich allein aus der Freizeitspende seines Schreibers.
Eine halbe Waschmaschine wäscht keine Wäsche, aber ein Halbzug kann immer noch ein paar Fahrgäste transportieren... ;-)
Zitat
Logital

Kein Unternehmen einer anderen Branche würde seinem Kunden sagen: "Ok, das Produkt ist nicht wie bestellt, aber besser als hätten wir es gar nicht geliefert, oder?"

Die halten dafür Liefertermine nicht ein, begründen fehlende Produkte mit Lieferengpässen oder schieben die große und völlig unerwartete Nachfrage vor, warum es ein Produkt nicht mehr gibt. Ich habe schon ewig keinen mehr gehört, der ehrlich gesagt hat "sorry, es ist unsere Schuld, dass sie ihre Leistung jetzt nicht erhalten." Es ist überall und immer ein Dritter schuld und man muss sich am Ende damit zufrieden geben, das nicht alles okay war. Bestes Beispiel auch die Berlin/Brandenburger Gastronomie in vielen Fällen. . Sagst du da dem Kellner, das Schnitzel hat nicht geschmeckt, probiert er am liebsten noch selbst um dir zu erklären, dass es doch gut ist.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 07.01.2019 20:43 von Railroader.
Zitat
Logital
Zitat
Florian Schulz
Zitat
Logital
Zitat
Florian Schulz
Und selbst wenn. Vielleicht war der Halbzug vorher ein Vollzug, bei dem der zweite Teil aus Gründen abgekuppelt werden musste. Besser als wenn der Umlauf ausgefallen wäre.

Bitte einmal 5 Euro ins Phrasenschwein.

Wie meinen?

Es ist nicht nur hier im Forum, sondern auch von Verkehrsunternehmen eine beliebte Phrase den verärgerten Kunden gegenüber zu argumentieren, dass es statt der Schlechtleistung ja auch einen Ausfall geben könnte. Eine Argumentation, die ich nur aus dem dieser Branche kenne.

Kein Unternehmen einer anderen Branche würde seinem Kunden sagen: "Ok, das Produkt ist nicht wie bestellt, aber besser als hätten wir es gar nicht geliefert, oder?"

Naja, es ist auch eine typische Haltung der Kunden und User hier im Forum erst mal Boshaftigkeit seitens des Verkehrsbetriebes zu unterstellen indem die konkrete Situation außer Acht gelassen wird. Wer die Fahrgastsprechtage regelmäßig verfolgt, weiß dass bei der S-Bahn der Einsatz von verkürzten Zügen meist auf die Nichteinsatzbereitschaft eines Fahrzeugteils hinweist. Früher (TM) ließe man den Umlauf einfach ausfallen. Inzwischen stehen für solche Fälle in der Regel ausreichend Reservezüge bereit. Wenn diese aber gerade an anderer Stelle zu Einsatz kommen, manchmal gibt es solche Tage, steht für den Schadzug erstmal keine operative Reserve bereit (oha, schon wieder eine Phrase). Hätte für den og. konkreten Fall irgendwo entlang der S1 ein Reservezug bereit gestanden, hätte man ihn doch sicherlich eingesetzt. Alles andere ergäbe in meinen Augen keinen Sinn. Es sei denn man unterstellt dem Verkehrsbetrieb die Boshaftigkeit, er hätte grundlos einen Halbzug losgeschickt. Dann möge man dies aber auch belegen.
Ich finde die Argumentation daher nicht zielführend. Ausgenommen, man will sich den Frust von der Seele schreiben. Dafür hätte ich vollstes Verständnis.

Viele Grüße
Florian Schulz

--
Dieser Beitrag endet hier. Sie können noch bis zum nächsten Beitrag mitlesen.
Zitat
Latschenkiefer
Zitat
Global Fisch
Zitat
Latschenkiefer

Dieser Fall tritt vielleicht bei 1 bis 2 Zügen ab Potsdamer Platz auf. Ansonsten ist die Auslastung der Nord-Süd-Bahn im Spätverkehr (wenn man es mit der Stadtbahn vergleicht) sehr unterdurchschnittlich. Warum soll man auf der ganzen Linie in Vollzügen heiße Luft durch die Gegend fahren? Diese Fahrzeug-km kann man sinnvoller einsetzen.

Was Du schreibst, liegt, um es neutral zu formulieren, völlig konträr zu meiner Wahrnehmung.

Ich beobachte *regelmäßig* um 22, 23 Uhr volle Züge auf dem Südast der S1 stadtauswärts. (Und Philipps Verweis auf die S2 mag berechtigt sein, aber die Nachfrage auf S2/S25 ist generell geringer als auf der S1). Sorry, aber da wird keine "heiße Luft" durch die Gegend gefahren!

Und warum ich Kurzüge auf der S1 um diese Zeit für nicht akzeptabel halte: man verjagt Kunden, die die Wahl zwischen ÖPNV und Auto haben (davon soll es einige in Steglitz-Zehlendorf geben), auf diese Weise nachdrücklich. Um diese Zeit kann man das nächste mal getrost wieder Auto fahren; anders als im Berufsverkehr hat man dann keinen Stau.

Es mag ja sein, dass wir beide recht haben. Ich fahre vorwiegend auf den nördlichen Ästen und da wird abends definitiv warme Luft durch die Gegend gefahren. Die S1 Süd hat abends sogar bis fast Betriebsschluss einen 10 Minuten-Takt, während S2 und S25 ab 22 Uhr auf einen 20 Minuten-Takt ausgedünnt werden. Das deutet ja auch darauf hin, dass dort abends vergleichweise viel los ist.

Richtung Norden mag das harmloser sein, da fahre ich so herum selten.

Richtung Süden kommt hinzu: die S26 fährt nur bis ca. 20.30., die S2-Verstärker nur bis gegen 22 Uhr.
Man hat danach folgende Zugfolge im Tunnel südwärts: S1-Stammzuggruppe - S2 Stammzuggruppe - S25 - S1-Verstärker und dann 10 Minuten nichts bis zum nächsten S1-Stammzug. Die werden also schon im Tunnel voll.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 07.01.2019 22:12 von Global Fisch.
Zitat
Logital
Es ist nicht nur hier im Forum, sondern auch von Verkehrsunternehmen eine beliebte Phrase den verärgerten Kunden gegenüber zu argumentieren, dass es statt der Schlechtleistung ja auch einen Ausfall geben könnte.

Ein Kursausfall ist doch nicht besser?
Ein Kurzzug in Lastrichtung bietet vielleicht vielen nur einen Stehplatz, die Alternative bei einem Ausfall wäre eine Reisezeitverlängerung auch für Fahrgäste der dann ebenso ausfallenden Rückfahrt, bei der die Sitzplätze auch eines Kurzzuges reichen würden.
Der fahrplanmäßig folgende Zug hätte ganz ohne "Vordermann" etwa das Doppelte zu befördern und würde vielen ebenso nur einen Stehplatz bieten.

Dass die Fahrzeug- und Personaldecke aufgrund falscher Sparpolitik inzwischen abgedankter politisch Verantwortlicher noch immer regierender Parteien und des Bahnkonzerns angesichts der stark steigenden Fahrgastzahlen chronisch zu kurz ist, wird noch jahrelang andauern. Solange wird es immer wieder zu Leistungseinschränkungen kommen. Zum Glück ist das Berliner Verkehrssystem stark genug, wird nicht kollabieren, wofür es weltweit leider viele Beispiele gibt.

so long

Mario
Zitat
der weiße bim

Ein Kursausfall ist doch nicht besser?

Es geht ja vermutlich eher um die Aussage: "Sein se zufrieden, besser als nüscht!" Ich kann das aus Kundensicht verstehen, impliziert es doch irgendwie, dass man diese Leistung selbst als zufriedenstellend erachtet und der Fahrgast sich bitte genau so daran erfreuen sollte.

Intern ist es aber eben nicht so, da versucht man Angebotskürzungen zu vermeiden und lotet sehr wohl aus, wo welche Ressource nun besser genutzt werden kann. Sicher, manche sind da fitter, andere nicht. Über Weihnachten bis Neujahr konnten wir Reservezüge und -schichten besetzen. Störungen, die das Unternehmen selbst oder Dritte zu verantworten haben führen aber dazu, dass auch diese Reserven schnell "verkauft werden". Im Übrigen hatte ich neulich selbst wieder einen Fall, bei dem es plötzlich hieß: "Stell mal deine S45 ab, wir haben Ostbahnhof ein Vorkommnis, du musst jetzt S7 fahren!" Soviel auch zum Thema, Personal wird spontan systemübergreifend schon jetzt nicht mehr ausgeliehen.
Zitat
Railroader
Zitat
Logital

Kein Unternehmen einer anderen Branche würde seinem Kunden sagen: "Ok, das Produkt ist nicht wie bestellt, aber besser als hätten wir es gar nicht geliefert, oder?"

Die halten dafür Liefertermine nicht ein, begründen fehlende Produkte mit Lieferengpässen oder schieben die große und völlig unerwartete Nachfrage vor, warum es ein Produkt nicht mehr gibt. Ich habe schon ewig keinen mehr gehört, der ehrlich gesagt hat "sorry, es ist unsere Schuld, dass sie ihre Leistung jetzt nicht erhalten." Es ist überall und immer ein Dritter schuld und man muss sich am Ende damit zufrieden geben, das nicht alles okay war. Bestes Beispiel auch die Berlin/Brandenburger Gastronomie in vielen Fällen. . Sagst du da dem Kellner, das Schnitzel hat nicht geschmeckt, probiert er am liebsten noch selbst um dir zu erklären, dass es doch gut ist.

Dem Kunden Gründe zu nennen, liegen sie nun in eigener Verantwortung oder nicht, halte ich immer noch für sinnvoller als ihm eine Schlechtleistung für "ist nochmal gut gegangen" zu verkaufen.
Wenn ich dem Kunden dann noch glaubhaft machen kann dass ich alles tue um solche Gründe in Zukunft abzustellen (ob mit Erfolg oder nicht) sehe ich das als die bessere Antwort.

*******
Dieser Beitrag ist für Sie kostenlos. Er finanziert sich allein aus der Freizeitspende seines Schreibers.
Zitat
Railroader
Zitat
der weiße bim

Ein Kursausfall ist doch nicht besser?

Es geht ja vermutlich eher um die Aussage: "Sein se zufrieden, besser als nüscht!" Ich kann das aus Kundensicht verstehen, impliziert es doch irgendwie, dass man diese Leistung selbst als zufriedenstellend erachtet und der Fahrgast sich bitte genau so daran erfreuen sollte.

[/quote]

Richtig.

*******
Dieser Beitrag ist für Sie kostenlos. Er finanziert sich allein aus der Freizeitspende seines Schreibers.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 08.01.2019 07:05 von Logital.
Zitat
Logital


Dem Kunden Gründe zu nennen, liegen sie nun in eigener Verantwortung oder nicht, halte ich immer noch für sinnvoller als ihm eine Schlechtleistung für "ist nochmal gut gegangen" zu verkaufen.
Wenn ich dem Kunden dann noch glaubhaft machen kann dass ich alles tue um solche Gründe in Zukunft abzustellen (ob mit Erfolg oder nicht) sehe ich das als die bessere Antwort.

Naja, die S-Bahn würde doch aber einem Kunden, der sich schriftlich über den Kurzzug beschwert, auch nicht antworten: "Bitte freuen Sie sich, dass überhaupt was gefahren ist." Diesen saloppen Ton haben ja vor allem wir hier unter uns und leider manche Kollegen gegenüber der Kundschaft. Förmlich würde die S-Bahn doch ihr Bedauern äußern und mitteilen, dass sie alles dafür tut, dass sowas nicht mehr vorkommt und genau das glaubt dann auch keiner.

Aber ehrlich gesagt habe ich auch nichts von, wenn mir der Pizzadienst zum 3. Mal erzählt, dass der Fahrer längst los ist und in 10 Minuten da ist, die Verzögerung nur durch Stau entstand und ein 2. Mitarbeiter mir dann bei der 4. Anfrage erzählt (wohl Schichtwechsel), dass die Pizza schlicht vergessen wurde und man sie nun macht. Oder wenn die Heizungsableser dann trotz Termin einfach ohne Absage gar nicht erscheinen und behaupten, ich war nicht zu hause. Oder wenn mir ein Kundendienst erzählt, wie wichtig meine Eingebung bzgl. einer fehlerhaften Produktbeschreibung war und man alles daran setzt, sich zu verbessern, die Produktbeschreibung aber 3 Monaten danach immer noch falsch ist. Alles erlebt und ich weiß nicht, ob ich das nun besser finden soll als ne saloppe Antwort nach Berliner Schnauze, wo ich dann aber zumindest weiß woran ich bin. Diese Höflichkeitsfloskeln können nämlich manchmal auch sehr anstrengend sein, weil eben 90 Prozent davon eh nicht ehrlich gemeint sind.

Wie sollte der Kollege am Bahnsteig auch glaubhaft vermitteln, dass die S-Bahn alles dafür tun wird, künftig Halbzüge trotz geplantem Vollzug zu vermeiden, ohne eine grundsätzliche zeitraubende Diskussion über Fahrzeug- und Personalressourchen zu beginnen? Oder wie soll das die S-Bahn selbst? Sowas passiert, sowas wird künftig passieren und sowas kommt auch mit Reserven vor. Mehr als zu sagen, Zug war kaputt und musste abgekuppelt werden, kann man da doch gar nicht sagen. Es wird auch künftig keine 5 Reserven pro Linie geben und dem Kunden dahingend Hoffnung zu machen, wäre einfach nicht ehrlich. Und auch hier wieder die Frage: Sind Reservezüge und Reserve-Tf in der Ausschreibung gefordert?



3 mal bearbeitet. Zuletzt am 08.01.2019 21:13 von Railroader.
Sorry, in diesem Forum dürfen nur registrierte Benutzer schreiben.

Hier klicken, um sich einzuloggen