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FDP-Vorschlag: Berliner Busnetz privatisieren und ausschreiben
geschrieben von Arnd Hellinger 
Wenn man sich das hier [roter-renner.de] zu Gemüte führt, fragt man sich schon, was die FDP überhaupt zur Teilnahme an der verkehrspolitischen Debatte dieser Stadt qualifiziert...

Viele Grüße
Arnd
Zahnwahl-Partei ( Zahnärzte und Rechtsanwälte), gern Lobbyist für darbende Unternehmen ( Hotelsteuer)..
und denken natürlich das die zahlreichen privaten Unternehmen bei Bus und Bahn keine Fahrzeugprobleme haben sowie reichlichst Personal..

*Ironie aus*

T6JP
Zitat
komisches Lobbyblättchendings
Der Liberale hat vorgeschlagen einzelne Buslinien auszuschreiben, berichtet die Berliner Zeitung. »Ausschreibungen einzelner Linien halte ich durchaus für sinnvoll, um neue Ideen zu fördern und Alternativen zur bisherigen Betriebsweise einzubringen«, sagt Schmidt gegenüber der Tageszeitung.

So macht das für die FDP im Gegensatz zum im Threadtitel erwähnten ganzen Netz auch Sinn: Ausgeschrieben werden natürlich nur die Buslinien, die Gewinn abwerfen. Ich könnte mir vorstellen, dass z.B. in den Flughafenlinien genug Einzelfahrscheine gekauft werden, um damit die Betriebskosten zu decken. Das restliche Busnetz mit den defizitären Linien, die die Grundversorgung in den Außenbezirken sichern, bleibt schön in der öffentlichen Hand und wird weiterhin von denen finanziert, die sich keinen Steuerberater leisten können und niemals FDP wählen.

Gewinne privatisieren, Verluste sozialisieren. Nix neues in der FDP also...



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 01.02.2019 19:26 von VvJ-Ente.
Aus eigener leidlicher Erfahrung (die liegt zwar schon einige Jahre zurück, aber Protagonisten sind wohl noch dieselben) muss sogar ich zugeben, dass der Verkehrsausschuss der FDP Berlin eine einzige Katastrophenveranstaltung ohne jegliche Sachkenntnis ist. Ich war immer froh, wenn keine neuen Ideen in die Presse lanciert wurden.

Verärgert und genervt grüßt
Nic
Es gibt doch schon seit zwei Jahrzehnten Subunternehmer. Egal wie privat es sein soll. Alle müssen sich an das CD und die Daten der BVG richten bzw. integrieren. Wieder mal ein Politiker der Null Ahnung über den Nahverkehr in Berlin hat.
Na die FDP hat sowieso keine Ahnung, eine Partei für Unternehmer.

Privat ist bei denen alles besser, egal wie es der Allgemeinheit nutzt, Hauptsache es nützt ihrem Wählerklientel.

War schon immer so, und das die wieder in Parlamente einziehen konnten, war reine Protestwahl...

Sehe ich jedenfalls so

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Viele Grüße aus Wedding
Zitat
GraphXBerlin
Es gibt doch schon seit zwei Jahrzehnten Subunternehmer. Egal wie privat es sein soll. Alle müssen sich an das CD und die Daten der BVG richten bzw. integrieren. Wieder mal ein Politiker der Null Ahnung über den Nahverkehr in Berlin hat.

Es geht der Ferrari Daimler Porsche Partei aber nicht um Subunternehmer sondern um einem echten zweiten Verkehrsbetrieb,unabhängig von der BVG.

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Aufgrund von Verzögerungen im Schreibablauf kommt es bei einige Beiträgen zu Verspätungen und Ausfällen.
Klar, private Busunternehmen würden natürlich gerne einen deutlich übertariflichen lohn zahlen, daher würden bei den Unternehmen dann die Fahrer natürlich die Bude einrennen. Oder wie sollen den sonst die Probleme der BVG gelöst werden?

Gruß Nemo
---

Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Zitat
Nemo
Klar, private Busunternehmen würden natürlich gerne einen deutlich übertariflichen lohn zahlen, daher würden bei den Unternehmen dann die Fahrer natürlich die Bude einrennen.

Unter Umständen würden sie das vielleicht ja tatsächlich wollen. Dann stünden sie aber sicher sofort wieder bei SenUVK/VBB auf der Matte und wollten sich diese "soziale Großzügigkeit" von denen (=den Steuer- und Fahrpreiszahlenden) über entsprechend neu berechnete Bestellentgelte bzw. Fahrgeldanteile kompensieren lassen...

Viele Grüße
Arnd
Zitat
Arnd Hellinger
Wenn man sich das hier [roter-renner.de] zu Gemüte führt, fragt man sich schon, was die FDP überhaupt zur Teilnahme an der verkehrspolitischen Debatte dieser Stadt qualifiziert...

Diese Ideen sind bei der Berliner FDP aber nicht neu, hier mal ein Zitat aus dem Wahlprogramm zur Abgeordnetenhauswahl 2016 (Schiene und Öffentlicher Nahverkehr, S. 28):

"Ebenso wollen wir sowohl einzelne U-Bahn- und Straßenbahn-Strecken als auch Buslinien und Fährverbindungen ausschreiben. Dabei sollen niedrigere Kosten für die Bürgerinnen und Bürger, eine höhere Servicequalität (Frequenzen, Sauberkeit, Sicherheit) sowie eine hohe Umweltfreundlichkeit als Ziele vorgegeben werden. Das einheitliche Tarifsystem im Stadtgebiet wollen wir dabei weiterhin erhalten.

Wir wollen neuen Anbietern von Transportleistungen ermöglichen, ihre Geschäftsmodelle für den Personen- und Güterverkehr unbürokratisch umzusetzen.

Im Interesse der Kunden setzen wir auf eine Liberalisierung des Taxi-Markts und wollen zusätzlichen Anbietern ermöglichen, neue Geschäftsmodelle für die gewerbliche Personenbeförderung zu verwirklichen. Dabei muss ein Rahmen von gleichen, fairen Regeln für alle Anbieter gesetzt werden. Das Personenbeförderungsgesetz muss reformiert und den heutigen technischen Möglichkeiten angepasst werden."

Hier noch ein Link zum nachlesen: [www.abgeordnetenwatch.de]

Noch einen schönen Sonntagabend wünscht Euch
Marienfelde
... und mit solch einer Ausschreibung würde es nie wieder regnen, das Butterbrot fällt nie wieder auf die beschmierte Seite und Männer werden nicht mehr unter Haarausfall leiden.

Die Berliner FPD - mit der Fantasie eines 6jährigen Schulmädchens ... kann man sich in euer Poesiealbum eintragen?



D
Edit. Tippfehler
Edit 2 ... Überarbeitet

In Bus und Bahn offenbaren sich die sozialen Abgründe unserer Mitbürger.



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 03.02.2019 20:29 von Stahldora.
Zitat
Logital
Zitat
GraphXBerlin
Es gibt doch schon seit zwei Jahrzehnten Subunternehmer. Egal wie privat es sein soll. Alle müssen sich an das CD und die Daten der BVG richten bzw. integrieren. Wieder mal ein Politiker der Null Ahnung über den Nahverkehr in Berlin hat.

Es geht der Ferrari Daimler Porsche Partei aber nicht um Subunternehmer sondern um einem echten zweiten Verkehrsbetrieb,unabhängig von der BVG.
Soso. Haben die dann auch ihre eigenen Haltestellen, Abfahrtsanzeiger und werden bei den BVG-Information nicht berücksichtigt / erwähnt etc? Völliger Quatsch.
Zitat
GraphXBerlin
Zitat
Logital
Zitat
GraphXBerlin
Es gibt doch schon seit zwei Jahrzehnten Subunternehmer. Egal wie privat es sein soll. Alle müssen sich an das CD und die Daten der BVG richten bzw. integrieren. Wieder mal ein Politiker der Null Ahnung über den Nahverkehr in Berlin hat.

Es geht der Ferrari Daimler Porsche Partei aber nicht um Subunternehmer sondern um einem echten zweiten Verkehrsbetrieb,unabhängig von der BVG.
Soso. Haben die dann auch ihre eigenen Haltestellen, Abfahrtsanzeiger und werden bei den BVG-Information nicht berücksichtigt / erwähnt etc? Völliger Quatsch.

Natürlich ist es ein Unterschied, ob das Land die BVG beauftragt, die ihrerseits dann einige Subunternehmen beauftragt (formell aber Betreiber der entsprechenden Linien bleibt) oder ob das Land einzelne Linien direkt an andere Unternehmen vergibt. Die Frage, wie man dann mit Haltestellen etc. verfährt, ist natürlich zu klären.
Zitat
GraphXBerlin
Zitat
Logital
Zitat
GraphXBerlin
Es gibt doch schon seit zwei Jahrzehnten Subunternehmer. Egal wie privat es sein soll. Alle müssen sich an das CD und die Daten der BVG richten bzw. integrieren. Wieder mal ein Politiker der Null Ahnung über den Nahverkehr in Berlin hat.

Es geht der Ferrari Daimler Porsche Partei aber nicht um Subunternehmer sondern um einem echten zweiten Verkehrsbetrieb,unabhängig von der BVG.
Soso. Haben die dann auch ihre eigenen Haltestellen, Abfahrtsanzeiger und werden bei den BVG-Information nicht berücksichtigt / erwähnt etc? Völliger Quatsch.

Vielleicht "völliger Quatsch". Aber wahrlich nicht aus den Gründen die du genannt hast.

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Aufgrund von Verzögerungen im Schreibablauf kommt es bei einige Beiträgen zu Verspätungen und Ausfällen.
Zitat
def
(...) Die Frage, wie man dann mit Haltestellen etc. verfährt, ist natürlich zu klären.

Ach den Bussen von Flixus ist es am Haus des Rundfunks auch egal, dass die selbst während der Zeiten, wo die BVG die Endstelle zur Aufstellung der Sonderwagen benötigt, sich da abstellen. Naja, dann stehen wir halt in zweiter Reihe auf der Masurenalleee. Und daher kann ich mir nicht vorstellen, dass es da "Absprachen" zwischen Flixbus und BVG gibt.
Abderswo wird das mit den Haltestellen auch geregelt, dabei gibt es Lösungen von gemeinsamer Haltestellennutzung, Abkauf der alten Masten, Neuaufstellung von Masten, sogar so weit, dass zwei Haltestellen unterschiedlicher Betreiber 2m voneinander entfernt stehen.

Gruß Nemo
---

Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Zitat
Nemo
Abderswo wird das mit den Haltestellen auch geregelt, dabei gibt es Lösungen von gemeinsamer Haltestellennutzung, Abkauf der alten Masten, Neuaufstellung von Masten, sogar so weit, dass zwei Haltestellen unterschiedlicher Betreiber 2m voneinander entfernt stehen.

Dafür braucht die BVG doch gar keine Fremdanbieter. Bis zu 3 Haltestellenmasten waren ja bei Unleitung und SEV schon mehrfach zu sehen. Für den einjährigen S3-SEV in Rummelsburg stellte auch die BVG die Masten.

--- Signatur ---
Bitte beachten Sie beim Aussteigen die Lücke zwischen Bus und Bordsteinkante!
Zitat
def
Die Frage, wie man dann mit Haltestellen etc. verfährt, ist natürlich zu klären.

Eigentlich ganz einfach: Das übernimmt der VBB. In London hat auch nicht jedes Busunternehmen seine eigene Haltestelle, da regelt das alles die TfL.


Es fährt keinmal am Tag ein Bus und das in beide Richtungen.
Zitat
Alter Köpenicker
Eigentlich ganz einfach: Das übernimmt der VBB. In London hat auch nicht jedes Busunternehmen seine eigene Haltestelle, da regelt das alles die TfL.

Ein Stück weit klingt das, was aus Abgeordnetenwatch zitiert wurde, auch so, als wäre dies die Idee der FDP.

Es gibt (oder gab) in Großbritannien auch Beispiele, wo mehrere Busunternehmen sich die Rosinen aus dem Kuchen gepickt haben, Strecken parallel bedienten und einen Wettbewerb über den Preis führten. Auf gut nachgefragten Hauptachsen fuhren dann 10 Linien von 4 Unternehmen mit 4 Haustarifen parallel, die kostenintensive Feinerschließung musste dann über subventionierte Linien erfolgen.
Zitat
Nahverkehrsplan
Und daher kann ich mir nicht vorstellen, dass es da "Absprachen" zwischen Flixbus und BVG gibt.

Die würden die Fahrer von Flixbus eh nicht verstehen ;-)
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