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Nahverkehrsplan 2019 - 2023
geschrieben von Harald Tschirner 
Zitat
J. aus Hakenfelde
Wieso rumheulen? Wenn eine vierspurige (oder gar noch breitere) MIV-Schneise in eine zweispurige Straße + BRT-Trasse umgewandelt wird, wäre es dem Stadtbild doch sicherlich zuträglicher als eine homogene Blechlawine.

Davon mal abgesehen, die BRT-Trasse (später gerne auch mit Schienen ausgestattet) hätte den unschlagbaren Vorteil, dass Polizei- und Rettungsfahrzeuge dort schnell und ungestört an etwaigen Staus, roten Ampeln etc. vorbeifahren könnten und sich nicht erst durch den Verkehr mühevoll durchkämpfen müssten und dabei die kostbare Zeit verlieren, die in manchen Situationen über Leben und Tod entscheidet.

Vollkommen richtig. Ich habe bewusst ein Beispiel von einem Neubauquartier in Strassbourg gewählt, wo man quasi auf der Grünen Wiese planen konnte. Aber im Innenstadtkontext funktioniert das auch gut, vor allem weil in Mittellage seltenst irgendwelche Bäume im Weg stehen. Meine einzige Kritik ist eher: warum um alles in der Welt hat man nicht gleich eine Straßenbahn gebaut? Die Kosten dafür können nicht so viel höher gewesen sein. Zumal die Trasse fast ausschließlich linienrein befahren wird. Dieselbe Frage hatte ich mir neulich mal in Malmö gestellt. Dort fährt man sogar mit hybriden Doppelgelenkbussen die sogar als 'Bustram' vermarktet werden. Da hat man sich wohl nicht getraut, den letzten Schritt auch noch zu gehen ;)
Keine Sorge: Berliner Autofahrer schaffen es überall, falsch zu parken.
Zitat
J. aus Hakenfelde
Wieso rumheulen? Wenn eine vierspurige (oder gar noch breitere) MIV-Schneise in eine zweispurige Straße + BRT-Trasse umgewandelt wird, wäre es dem Stadtbild doch sicherlich zuträglicher als eine homogene Blechlawine.

Die Blechlawine wird dadurch aber nicht weniger, nur länger weil auf einer Spur aufgereiht und wenn ich mir den Ku'Damm oder andere Straßenzüge mit Mittelstreifen und prächtigem Baumbestand so ansehe und mit dem Foto vergleiche, dann weiß ich zumindest was ich nicht sehen will.

Zitat
J. aus Hakenfelde
Davon mal abgesehen, die BRT-Trasse (später gerne auch mit Schienen ausgestattet) hätte den unschlagbaren Vorteil, dass Polizei- und Rettungsfahrzeuge dort schnell und ungestört an etwaigen Staus, roten Ampeln etc. vorbeifahren könnten und sich nicht erst durch den Verkehr mühevoll durchkämpfen müssten und dabei die kostbare Zeit verlieren, die in manchen Situationen über Leben und Tod entscheidet.

Das ist in meinen Augen ein äußerst schwaches Argument für solche Schändlichkeiten und wenn später mal Schienen liegen, ist es ganz vorbei für die Rettungsfahrzeuge auf der verbleibenden Fahrspur ohne Ausweichmöglichkeit.
Zitat
Havelländer
Zitat
J. aus Hakenfelde
Wieso rumheulen? Wenn eine vierspurige (oder gar noch breitere) MIV-Schneise in eine zweispurige Straße + BRT-Trasse umgewandelt wird, wäre es dem Stadtbild doch sicherlich zuträglicher als eine homogene Blechlawine.

Die Blechlawine wird dadurch aber nicht weniger, nur länger weil auf einer Spur aufgereiht und wenn ich mir den Ku'Damm oder andere Straßenzüge mit Mittelstreifen und prächtigem Baumbestand so ansehe und mit dem Foto vergleiche, dann weiß ich zumindest was ich nicht sehen will.

Es macht doch einen Unterschied, ob der gesamte Straßenzug auf seiner ganzen Breite von der Blechlawine überrollt oder dieses Bild in der Mitte durch einen vergleichsweise ruhigen Streifen aufgebrochen wird.

So einige dieser äußerst breiten Magistralen glänzen nicht unbedingt durch saftiges Grün auf dem Mittelstreifen, sondern stechen eher negativ durch Fehlnutzung vom Platz mittels ruhendem Verkehr heraus. Da würde die BRT-Trasse solche Mittelstreifen nicht nur aufwerten (man kann ja immerhin schmale Grünstreifen mit Baumbepflanzung zwischen der BRT-Trasse und den MIV-Fahrbahnen anlegen), sondern diese auch einer sinnvollen Nutzung zuführen.

Zitat
Havelländer
Zitat
J. aus Hakenfelde
Davon mal abgesehen, die BRT-Trasse (später gerne auch mit Schienen ausgestattet) hätte den unschlagbaren Vorteil, dass Polizei- und Rettungsfahrzeuge dort schnell und ungestört an etwaigen Staus, roten Ampeln etc. vorbeifahren könnten und sich nicht erst durch den Verkehr mühevoll durchkämpfen müssten und dabei die kostbare Zeit verlieren, die in manchen Situationen über Leben und Tod entscheidet.

Das ist in meinen Augen ein äußerst schwaches Argument für solche Schändlichkeiten und wenn später mal Schienen liegen, ist es ganz vorbei für die Rettungsfahrzeuge auf der verbleibenden Fahrspur ohne Ausweichmöglichkeit.

Da muss ich auch widersprechen, die Trasse kann nach der Verlegung vom Rillenschienen nach wie vor befahrbar bleiben, einerseits um abschnittweisen Busverkehr weiterhin zu ermöglichen, schließlich werden ja nicht alle Linien verstraßenbahnt, und auch die Tramstrecke eigentlich kreuzende Buslinien können so verlegt werden, dass diese für einen kurzen Abschnitt auf die ÖPNV-Trasse umzuschwenken, damit gute Umstiegsmöglichkeiten von/zur Tram hergestellt werden, die Busse können (nach der Haltestelle) dann über die nächste Querstraße in Richtung ihrer eigentlichen Ziele weiterfahren, andererseits soll die Trasse für Polizei- /Rettungsfahrzeuge definitiv erhalten bleiben, so wirds unter anderem auch in Frankreich gehandhabt.
Der Verkehrsplan trägt leider die falschen Daten - er müsste heissen: Verkehrsplan 2019 - 2123. Denn was wir bisher erlebt haben, ist: verschleppen, verschleppen und kaputtsparen.

Schauen wir uns die derzeitige Lage an: Die BVG streicht auf den starkbelasteten Straßenbahnlinien M5, M6 und M8 einfach alle - oder fast alle - 5 - Minutenverstärker in der HVZ. Ähnlich sieht es auf der U - Bahn aus. Hier fallen immer wieder Züge aus und Verstärkerzüge können aufgrund mangelnder Fahrer oder Fahrzeuge nicht verkehren - oder beides.

Einen Fahrplan auf dem Papier - oder besser gesagt auf dem Haltestellenfahrplanaushang - habe ich heute schon. Sieht toll aus, ist aber sch...... wenn er nicht gefahren wird. Man könnte es auch als totale Massenverarsche bezeichnen, denn die BVG ist bis heute nicht in der Lage, ihre Haltestellenpläne mit dem Hinweis zu versehen, das die Verstärkerfahrten aus den und den Gründen ausfallen.

Was nützt mir da also ein 3-4 Minutentakt auf dem Papier, wenn er denn doch nicht gefahren werden kann.

Das wichtigste wäre ja nun erst einmal, das man es hinbekommt, den Fahrzeug und Fahrermangel bei der BVG zu beseitigen. Und damit komme ich zum 2. Punkt.

Die mit der Planung betrauten Personen sollte man lieber zu Fahrern umschulen, denn der Senat hat es doch seit den 1990iger Jahren sehr erfolgreich fertiggebracht, möglichst viel an Straßenbahn zu verhindern. Wie lange redet man denn schon von der Strecke zum Hermannplatz? Seit den 1990iger ist bekannt, das es diese Strecke braucht und das sie sinnvoll ist. Passiert ist NICHTS. Ebenso wenig fährt heute die M4 bis zum Kulturforum, geschweige denn auch nur ein klitzekleines Stück weiter nach Steglitz. Die Busse der M48 und M85 platzen aus allen Nähten aber es wird nichts getan.

Sorry aber ich kann an diesen ganzen Stuss einfach nicht mehr glauben. Tagtäglich müssen wir uns mit übervollen Bussen und Bahnen herumschlagen und sehen auf den Fahrplantafeln Züge, die nur noch da stehen aber nicht fahren.

Seit 1989 hat es in Berlin gerade mal 15 km neue Straßenbahnstrecke geben - also ich glaube, wenn in dem Tempo weitergebaut wird, dann ist selbst 2123 noch zu kurzfristig.

Was wir brauchen ist einen Senat, der anpackt und nicht nur labert. Wird aber nicht geschehen, denn es stört doch auch keinen das der BER immer noch nicht eröffnet ist und auch niemals fertig wird.

Hätte man noch einen Rest an Anstand im Kopf würde man das Planungsdezernat auflösen und sagen, wir lassen alles so, wie es jetzt ist. Denn selbst auf diesem Level können wir schon nicht leisten, was wir versprochen haben - und eigentlich auch verpflichtet wären.

'Herr Wowereit hat es nicht nur geschafft den Flughafen zu versemmeln, sein Senat hat es auch geschafft, die BVG dahin zu bringen, das sie heute nicht mehr so leistungsfähig ist, wie sie es sein müsste.
Zitat
Hansawagen
Der Verkehrsplan trägt leider die falschen Daten - er müsste heissen: Verkehrsplan 2019 - 2123. Denn was wir bisher erlebt haben, ist: verschleppen, verschleppen und kaputtsparen.

Schauen wir uns die derzeitige Lage an: Die BVG streicht auf den starkbelasteten Straßenbahnlinien M5, M6 und M8 einfach alle - oder fast alle - 5 - Minutenverstärker in der HVZ. Ähnlich sieht es auf der U - Bahn aus. Hier fallen immer wieder Züge aus und Verstärkerzüge können aufgrund mangelnder Fahrer oder Fahrzeuge nicht verkehren - oder beides.

Einen Fahrplan auf dem Papier - oder besser gesagt auf dem Haltestellenfahrplanaushang - habe ich heute schon. Sieht toll aus, ist aber sch...... wenn er nicht gefahren wird. Man könnte es auch als totale Massenverarsche bezeichnen, denn die BVG ist bis heute nicht in der Lage, ihre Haltestellenpläne mit dem Hinweis zu versehen, das die Verstärkerfahrten aus den und den Gründen ausfallen.

Was nützt mir da also ein 3-4 Minutentakt auf dem Papier, wenn er denn doch nicht gefahren werden kann.

Das wichtigste wäre ja nun erst einmal, das man es hinbekommt, den Fahrzeug und Fahrermangel bei der BVG zu beseitigen. Und damit komme ich zum 2. Punkt.

Die mit der Planung betrauten Personen sollte man lieber zu Fahrern umschulen, denn der Senat hat es doch seit den 1990iger Jahren sehr erfolgreich fertiggebracht, möglichst viel an Straßenbahn zu verhindern. Wie lange redet man denn schon von der Strecke zum Hermannplatz? Seit den 1990iger ist bekannt, das es diese Strecke braucht und das sie sinnvoll ist. Passiert ist NICHTS. Ebenso wenig fährt heute die M4 bis zum Kulturforum, geschweige denn auch nur ein klitzekleines Stück weiter nach Steglitz. Die Busse der M48 und M85 platzen aus allen Nähten aber es wird nichts getan.

Sorry aber ich kann an diesen ganzen Stuss einfach nicht mehr glauben. Tagtäglich müssen wir uns mit übervollen Bussen und Bahnen herumschlagen und sehen auf den Fahrplantafeln Züge, die nur noch da stehen aber nicht fahren.

Seit 1989 hat es in Berlin gerade mal 15 km neue Straßenbahnstrecke geben - also ich glaube, wenn in dem Tempo weitergebaut wird, dann ist selbst 2123 noch zu kurzfristig.

Was wir brauchen ist einen Senat, der anpackt und nicht nur labert. Wird aber nicht geschehen, denn es stört doch auch keinen das der BER immer noch nicht eröffnet ist und auch niemals fertig wird.

Hätte man noch einen Rest an Anstand im Kopf würde man das Planungsdezernat auflösen und sagen, wir lassen alles so, wie es jetzt ist. Denn selbst auf diesem Level können wir schon nicht leisten, was wir versprochen haben - und eigentlich auch verpflichtet wären.

'Herr Wowereit hat es nicht nur geschafft den Flughafen zu versemmeln, sein Senat hat es auch geschafft, die BVG dahin zu bringen, das sie heute nicht mehr so leistungsfähig ist, wie sie es sein müsste.

Hast Du konkrete Belege für Deine Aussagen, hast Du Dich mal mit den Gegebenheiten und Rahmenbedingungen beschäftigt? Oder ist das nur flaches Rumpöbeln?

Dir ist bewusst, dass der aktuelle R2G-Senat nicht von heute auf morgen die Fehler der Vergangenheit ausmerzen kann? Dir ist bewusst, dass es nichts bringt „Planer einfach mal zu Fahrdienstmitarbeitern“ umzuschulen? Dir ist bewusst, dass die Fahrzeuge und die Infrastruktur nicht einfach so vom Himmel fallen?

Was würdest DU besser machen, wenn Du in den entscheidenen Positionen wärst?
Ein Nahverkehrsplan ist im Grunde nur ein Wunschzettel. Scheitern und verzögern können sich die Projekte natürlich immer. Es ist aber schwierig ein Projekt anzugehen, das nicht im Nahverkehrsplan steht. Von daher ist es immer besser, wenn da mehr drin steht als nachher umgesetzt wird, als es gehen irgendwann die Projekte aus und du hast einen Planer ohne Beschäftigung.

Gruß Nemo
---

Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 10.03.2019 21:08 von Nemo.
Zitat
RF96
Zitat
Hansawagen
[…]

Hast Du konkrete Belege für Deine Aussagen, hast Du Dich mal mit den Gegebenheiten und Rahmenbedingungen beschäftigt? Oder ist das nur flaches Rumpöbeln?

Dir ist bewusst, dass der aktuelle R2G-Senat nicht von heute auf morgen die Fehler der Vergangenheit ausmerzen kann?

Nun, auch wenn es sehr deutliche Worte sind, aber ich kann nichts in seinen Ausführungen finden (bis auf die Umschulungs-Sache), die falsch sind oder nicht der Realität entsprechen. Und zwei der drei Parteien im aktuellen R2G-Senat sind hauptverantwortlich für das beschriebene Desaster.

Ich gebe ihm insbesondere dahingehend Recht, dass es schon viele wohlformulierte Nahverkehrspläne gab, deren Inhalte sich dann aus diversen Gründen in Luft aufgelöst haben. Somit gilt weiterhin und erst recht beim jetzigen Senat/Plan: Er wird sich an der Realität messen lassen müssen, nicht am hübsch bedruckten Papier.

Viele Grüße
André
Zitat
Havelländer
Zitat
J. aus Hakenfelde
Wieso rumheulen? Wenn eine vierspurige (oder gar noch breitere) MIV-Schneise in eine zweispurige Straße + BRT-Trasse umgewandelt wird, wäre es dem Stadtbild doch sicherlich zuträglicher als eine homogene Blechlawine.

Die Blechlawine wird dadurch aber nicht weniger, nur länger weil auf einer Spur aufgereiht und wenn ich mir den Ku'Damm oder andere Straßenzüge mit Mittelstreifen und prächtigem Baumbestand so ansehe und mit dem Foto vergleiche, dann weiß ich zumindest was ich nicht sehen will.

Zitat
J. aus Hakenfelde
Davon mal abgesehen, die BRT-Trasse (später gerne auch mit Schienen ausgestattet) hätte den unschlagbaren Vorteil, dass Polizei- und Rettungsfahrzeuge dort schnell und ungestört an etwaigen Staus, roten Ampeln etc. vorbeifahren könnten und sich nicht erst durch den Verkehr mühevoll durchkämpfen müssten und dabei die kostbare Zeit verlieren, die in manchen Situationen über Leben und Tod entscheidet.

Das ist in meinen Augen ein äußerst schwaches Argument für solche Schändlichkeiten und wenn später mal Schienen liegen, ist es ganz vorbei für die Rettungsfahrzeuge auf der verbleibenden Fahrspur ohne Ausweichmöglichkeit.

Wenn Du gegen eine eigene Bus-Trasse in Mittellage bist, dann würde mich mal Dein alternativer Vorschlag interessieren, wie man Busspuren dauerhaft von Falschparkern befreien kann. Die aktuelle Situation ist jedenfalls nicht tragbar, der ÖPNV wird zulasten des MIV ausgebremst.
Zitat
DaniOnline
Wenn Du gegen eine eigene Bus-Trasse in Mittellage bist, dann würde mich mal Dein alternativer Vorschlag interessieren, wie man Busspuren dauerhaft von Falschparkern befreien kann. Die aktuelle Situation ist jedenfalls nicht tragbar, der ÖPNV wird zulasten des MIV ausgebremst.

Der Staat sollte nicht vor asozialen Autofahrern kapitulieren.

x--x--x--x

Ein fester Standpunkt ist immer wichtig - besonders in Kurven und beim Bremsen. Bitte gut festhalten!
Zitat
DaniOnline
Wenn Du gegen eine eigene Bus-Trasse in Mittellage bist, dann würde mich mal Dein alternativer Vorschlag interessieren, wie man Busspuren dauerhaft von Falschparkern befreien kann. Die aktuelle Situation ist jedenfalls nicht tragbar, der ÖPNV wird zulasten des MIV ausgebremst.

Vermutlich ist er entweder für die Seitenlage oder gleich für reine Busstraßen. Das finde ich auch noch besser! ;)
Z.B. diese hier in der Nähe von Manchester: [Wikipedia]

Generell müssten die Busspuren aber auch gesichert werden, etwa so:
[YouTube]
Beim Straßenbahnkongress der BVG am vergangenen Mittwoch wurde große Skepsis geäußert, ob die im Nahverkehrsplan vorgesehenen Neubaustrecken gebaut werden können. Ich habe einen Artikel zum Kongress verfasst.
Zitat
Mein Artikel in neues deutschland
»Es ist die Verwaltung, die die Pläne ausbremst«, sagt Wulf Heineking-Fürstenau, oberster Straßenbahnplaner der BVG. »Es ist dokumentiert, dass die meisten Einwände gegen unsere Vorhaben aus der Verwaltung kommen«, erklärt er. Da gewinne man zunächst den Eindruck, alle Fragen in einem Planfeststellungsverfahren seien geklärt, dann käme die Behörde auf einmal mit einer »Neubewertung der Versiegelung von Grünflächen bei Rasengleisen« um die Ecke.
^ danke für den Link

Typisch BRD, nur sabbeln und diskutieren und am Ende kommt nichts dabei raus. Und das heilige Blechle (Auto) ist ja wie eine heilige Kuh.

Ich glaube, sollte mal ein Projekt zu Stande kommen, dann liege ich schon unter der Erde oder ich bin, wenn ich es noch erlebe, froh alleine zum Arzt, zur Apotheke und zum Supermarkt zu kommen.

Die in der Politik können nur labern auf unsere Kosten, aber es passiert nichts.

Kann nur sagen: Machen nicht reden

---------------------------------------------------------
Viele Grüße aus Wedding
Zitat
Wollankstraße

Typisch BRD, nur sabbeln und diskutieren und am Ende kommt nichts dabei raus.

Erinnert mich eher an die DDR und die Politbürokasper ...


Zitat
Wollankstraße
Ich glaube, sollte mal ein Projekt zu Stande kommen, dann liege ich schon unter der Erde oder ich bin, wenn ich es noch erlebe, froh alleine zum Arzt, zur Apotheke und zum Supermarkt zu kommen.

Das geht heute nicht an der Wollankstraße?
Meinte das Bürokratiemonstrer ist so groß, nur reden und nichts tun



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 16.03.2019 13:13 von Wollankstraße.
Warum bringt man hier kein Beschleunigungsgesetz zustande?
Klare Regeln, kurze Verfahren.
Die Einsprüche der Verwaltung werden per Gesetz einfach nicht zugelassen, wenn sie nach einer bestimmten Frist kommen sollten.
Gleichzeitig muss ein Planfeststellungsverfahren etabliert werden, wenn Strecken stillgelegt werden sollen.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 16.03.2019 13:33 von Rummelburg.
Zitat
DaniOnline
Wenn Du gegen eine eigene Bus-Trasse in Mittellage bist, dann würde mich mal Dein alternativer Vorschlag interessieren, wie man Busspuren dauerhaft von Falschparkern befreien kann. Die aktuelle Situation ist jedenfalls nicht tragbar, der ÖPNV wird zulasten des MIV ausgebremst.

Die aktuelle Situation beruht auf Versäumnissen aus der Vergangenheit und der geduldeten Frechheit einiger Autofahrer. Ein erster Schritt wäre Busspuren nicht mehr zeitlich zu begrenzen und Falschparker und Lieferanten konsequent zu vertreiben oder abzuschleppen.
Man müßte nur mal anfangen und nicht mit 2-3 Schwerpunkteinsätzen für ein klein wenig Aufregung sorgen.
Im zweiten Schritt sollten Ladezonen ausgewiesen werden, die allerdings zeitlich begrenzt frei gegeben werden können. So z.B. Sonntag den ganzen Tag und Mo-Sa von 21:00 - 05:00.
Würde auch hier konsequent verfolgt werden, spräche sich das rum. Auch die Ordnungsgelder dürfen ruhig erhöht werden.

So ein Häßlichkeit wie in dem Foto weiter oben möchte ich nicht sehen müssen. Aber es soll ja auch Leute geben die Lärmschutzwände für zwingend notwendig erachten ...
Zitat
Rummelburg
Warum bringt man hier kein Beschleunigungsgesetz zustande?
Klare Regeln, kurze Verfahren.
Die Einsprüche der Verwaltung werden per Gesetz einfach nicht zugelassen, wenn sie nach einer bestimmten Frist kommen sollten.

Das klingt nicht schlecht. Es dauert generell alles mittlerweile viel zu lange im Vergleich in welchen Zeiten unsere Urgroßeltern gebaut haben.

Zitat
Rummelburg
Gleichzeitig muss ein Planfeststellungsverfahren etabliert werden, wenn Strecken stillgelegt werden sollen.

Was soll das bringen?
Zitat
nicolaas
Beim Straßenbahnkongress der BVG am vergangenen Mittwoch wurde große Skepsis geäußert, ob die im Nahverkehrsplan vorgesehenen Neubaustrecken gebaut werden können. Ich habe einen Artikel zum Kongress verfasst.
Zitat
Mein Artikel in neues deutschland
»Es ist die Verwaltung, die die Pläne ausbremst«, sagt Wulf Heineking-Fürstenau, oberster Straßenbahnplaner der BVG. »Es ist dokumentiert, dass die meisten Einwände gegen unsere Vorhaben aus der Verwaltung kommen«, erklärt er. Da gewinne man zunächst den Eindruck, alle Fragen in einem Planfeststellungsverfahren seien geklärt, dann käme die Behörde auf einmal mit einer »Neubewertung der Versiegelung von Grünflächen bei Rasengleisen« um die Ecke.

Für die Beantwortung der Frage, warum der Straßenbahnausbau nicht einmal zu beginnen scheint, finde ich den Artikel recht lehrreich. Als Ursachen sehe ich u.a. folgende Punkte:

1. Gemessen an den Ausbauzielen weiterhin viel zu niedrige Planungskapazitäten: Der Bau von 6 Kilometern Straßenbahnatrecken p.a. erscheint vor diesem Hintergrund als vollkommen unrealistisches Ziel.

In der Phase des Wiederaufschwungs der Ostberliner Straßenbahn von 1973 bis 1989 kamen durchschnittlich etwa 2 Kilometer Strecken im Jahr hinzu. Wenn man so weitermacht wie bisher, wird man auch dieses (zugegebenermaßen nicht geringe) Ausbautempo nicht wieder erreichen können.

2. Prüfaufträge für U-Bahnstrecken, die auf absehbare Zeit nicht gebaut werden: Hier werden sinnlos Planungkapazitäten gebunden, die dann bei der Straßenbahn fehlen - es sei denn, man verfolgt das politische Ziel, den vereinbarten Straßenbahnausbau jedenfalls zu einem Teil zu torpedieren.

Wenn man verkehrspolitischen Stillstand für besser hält als die Rückkehr der verhaßten Straßenbahn in den Westen, dann hat man mit diesen Prüfaufträgen natürlich alles richtig gemacht.

Das mit so einer Herangehensweise für durchaus wünschenswerte U-Bahnerweiterungen (U 1 West, U 2 Nord, U 3 Süd, U 8 Nord, U 9 Nord und Süd) überhaupt nichts positives bewirkt wird, sei noch erwähnt.

3. Teile der Verwaltung arbeiten gegen die Straßenbahn: Der ach so straßenbahnfreundliche Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg wußte seit Jahr und Tag von der Absicht, die Straßenbahn wieder einmal an den Bahnhof Ostkreuz heranzuführen. Wann trägt der Bezirk seine Einwendungen vor? Na klar, im Planfeststellungsverfahren - vorher hat der Bezirk einfach nichts in Erfahrung bringen können, und konnte sich daher nicht so richtig einbringen.

Beim Bezirk Treptow-Köpenick bin ich befangen - die haben sich immerhin alle eingesetzt für den Erhalt der "61", und damit objektiv auch einen politischen Anteil an der Tatsache, daß wir uns heute überhaupt mit dem Ausbau der Straßenbahn beschäftigen können.

4. Letztlich kann zum Beispiel die Wiederaufnahme des Straßenbahnbetriebs zum U-Bhf. Turmstraße mit dem Fahrplanwechsel vom 13.12.2020 nicht politisch angeordnet werden. Möglichst viele Leute müssen sich für so ein Ziel einsetzen, von "unten" genauso wie von "oben" - überall und vielleicht auch ein wenig lauter.

Einen schönen Sonnabendabend wünscht Euch
Marienfelde
Das Verwaltungsrecht muss sich an den Notwendigkeiten der wachsenden Stadt orientieren.
Es kann nicht sein, dass der aufgeblähte Regelzirkus, den sich eine Provinzstadt wie Berlin leistet, deren Weiterentwicklung derartig hemmt.
Man stelle sich vor, die Mauer fällt und wir brauchen 10 Jahre für die Wiedereröffnung von Bahnstrecken, weil irgendeine Verwaltung moniert, dass die geplanten Rasenstücke nicht zu verantworten sind und damit der ganze Plan von vorne begonnen werden muss.

Wir brauchen hier keine Bedenkenträger, sondern Lösungen für die Mobilität einer Weltstadt.

Ich würde daher raten, diese Verwaltung sofort aufzulösen.
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