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Entscheidung über neue U-Bahnzüge am 3. April 2019?
geschrieben von Marienfelde 
Ich vermute er will schreiben, dass Bombardier kein zuverlässiger Hersteller von Schienenfahrzeugen ist.

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Zitat
Logital
Ich vermute er will schreiben, dass Bombardier kein zuverlässiger Hersteller von Schienenfahrzeugen ist.

Glücklicherweise arbeitet hier Bombardier mit Siemens zusammen, das würde die Chancen auf einen funktionierenden Wagen steigern.
Die Flexities sind zwar Gleisfräsen aber dabei doch sehr zuverlässig - oder?

Gruß Nemo
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Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Tagesspiegel: "Zieht Siemens für einen Drei-Milliarden-Auftrag vor Gericht? Die BVG braucht 1.500 neue U-Bahnwagen. Den Auftrag soll nach Tagesspiegel-Informationen die Firma Stadler bekommen. Siemens könnte dagegen vorgehen."

https://www.tagesspiegel.de/berlin/neue-u-bahnen-fuer-die-bvg-zieht-siemens-fuer-einen-drei-milliarden-auftrag-vor-gericht/24352608.html

Zitat
Ruhlebener
Tagesspiegel: "Zieht Siemens für einen Drei-Milliarden-Auftrag vor Gericht? Die BVG braucht 1.500 neue U-Bahnwagen. Den Auftrag soll nach Tagesspiegel-Informationen die Firma Stadler bekommen. Siemens könnte dagegen vorgehen."

https://www.tagesspiegel.de/berlin/neue-u-bahnen-fuer-die-bvg-zieht-siemens-fuer-einen-drei-milliarden-auftrag-vor-gericht/24352608.html

Irgendwie war das zu erwarten.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 16.05.2019 21:06 von Flexist.
Zitat
Ruhlebener
Tagesspiegel: "Zieht Siemens für einen Drei-Milliarden-Auftrag vor Gericht? Die BVG braucht 1.500 neue U-Bahnwagen. Den Auftrag soll nach Tagesspiegel-Informationen die Firma Stadler bekommen. Siemens könnte dagegen vorgehen."

https://www.tagesspiegel.de/berlin/neue-u-bahnen-fuer-die-bvg-zieht-siemens-fuer-einen-drei-milliarden-auftrag-vor-gericht/24352608.html

Hmm, und wer hätte jetzt etwas von einem jahrelangen Rechtsstreit? Es werden doch jeden Monat irgendwo in der EU Fahrzeuge ausgeschrieben - soll Siemens sich halt dort oder auf den noch offenen Straßenbahn-Auftrag der BVG bewerben...

Sorry, aber dieses Kindergarten-Gehabe, als ob dieser Auftrag jetzt der allerletzte überhaupt zu vergebende wäre, nervt einfach und das hat ein Weltkonzern wie Siemens eigentlich auch nicht wirklich nötig.

Allerdings: Der TSP-Artikel beinhaltet auch sehr viel Kaffeesatzleserei - warum sagt Siemens also nicht offen, ob sie Einspruch einlegen oder nicht...?

Viele Grüße
Arnd
Ich finde es auch absolut sinnlos, dass Siemens sich wegen der Vergabe dieses Auftrages beschwert, weil es an Stadler ging. Es gibt genügend andere Aufträge, die Siemens bekommen kann.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 16.05.2019 23:32 von Henning.
Krieg jetzt schon Kopfschmerzen, wenn ich darüber nachdenke, ernsthaft ohne Prototypen zu fahren, das kann nur schiefgehen.
Zitat
Arnd Hellinger
Hmm, und wer hätte jetzt etwas von einem jahrelangen Rechtsstreit? Es werden doch jeden Monat irgendwo in der EU Fahrzeuge ausgeschrieben - soll Siemens sich halt dort oder auf den noch offenen Straßenbahn-Auftrag der BVG bewerben...

Sorry, aber dieses Kindergarten-Gehabe, als ob dieser Auftrag jetzt der allerletzte überhaupt zu vergebende wäre, nervt einfach und das hat ein Weltkonzern wie Siemens eigentlich auch nicht wirklich nötig.

Aus Fahrgastsicht nicht schön. Aber fast erwartbar, wenn es um eine solch riesige Summe geht.

Ich glaube nicht, dass es aktuell so viele 3-Milliarden-Ausschreibungen gibt, als dass sich ein Bieter hier einfach schulterzuckend zurückzieht. Das erscheint mir doch etwas blauäugig. Für Bombardier in Hennigsdorf kann die Vergabeentscheidung u.U. das finale Aus für den Standort bedeuten. Und wie Stadler die hohen Mengen in der kurzen geforderten Zeit produzieren will, exakt parallel zum S-Bahn-Auftrag, ist mir schleierhaft.

Eigentlich ist es total unsinnig, einen derart großen Auftrag so auszuschreiben, dass er nur an einen einzigen Hersteller gehen kann. Kann klappen, kann aber auch im totalen Desaster enden. Mindestens die Groß- und die Kleinprofil-Fahrzeuge hätte man locker getrennt (ggf. in zwei Losen) ausschreiben können.

Viele Grüße
André
Zitat
andre_de
Hmm, und glaube nicht, dass es aktuell so viele 3-Milliarden-Ausschreibungen gibt, als dass sich ein Bieter hier einfach schulterzuckend zurückzieht. Das erscheint mir doch etwas blauäugig. Für Bombardier in Hennigsdorf kann die Vergabeentscheidung u.U. das finale Aus für den Standort bedeuten. Und wie Stadler die hohen Mengen in der kurzen geforderten Zeit produzieren will, exakt parallel zum S-Bahn-Auftrag, ist mir schleierhaft.

Stadler produziert an sieben, bald acht, eurpopäischen Standorten und beliefert ja parallel zum S-Bahnauftrag auch andere Kunden. Ich würde mir da keine großen Sorgen machen, Liquidität ist seit dem kürzlichen Börsengang definitiv vorhanden, da lassen sich Kapazitäten auch kurzfristig erweitern.

Gruß
Nic
Zitat
andre_de
Mindestens die Groß- und die Kleinprofil-Fahrzeuge hätte man locker getrennt (ggf. in zwei Losen) ausschreiben können.

Tja, dann hätte man die Hersteller aber zur Zusammenarbeit verpflichten müssen. Sonst wäre eine gemeinsame Ersatzteilhaltung nicht möglich.

x--x--x--x

Ein fester Standpunkt ist immer wichtig - besonders in Kurven und beim Bremsen. Bitte gut festhalten!
Zitat
Nicolas Jost
Stadler produziert an sieben, bald acht, eurpopäischen Standorten und beliefert ja parallel zum S-Bahnauftrag auch andere Kunden. Ich würde mir da keine großen Sorgen machen, Liquidität ist seit dem kürzlichen Börsengang definitiv vorhanden, da lassen sich Kapazitäten auch kurzfristig erweitern.

Wenn man Stadler genauer betrachtet so stellt man zwischen den verschiedenen Werken Unterschiede in der Qualität und Wertigkeit der Fahrzeuge fest. Die Erfahrungen der letzten Jahre anderer Bahnhersteller haben gezeigt, daß eine kurzfristige Ausweitung der Fertigungskapazität möglich ist, aber unter dem Qualtitätsanspruch eher zurückhaltend betrachtet werden soll.
Zitat
Bd2001
[Wen mann Stadler genauer betrachtet so stellt man zwischen den verschiedenen Werken Unterschiede in der Qualität und Wertigkeit der Fahrzeuge fest.

Das sollte eigentlich nicht so sein. Hast du da ein konkretes Beispiel? Aber bei den Herstellern von Schienenfahrzeugen läuft scheinbar sowieso einiges anders als in anderen Branchen.
Es wäre unvorstellbar, dass nach unterschiedlichen Qualitätsstandards in den BMW-Werken München, Regensburg und Spartanburg (USA) produziert würde.

Zitat

Die Erfahrungen der letzten Jahre anderer Bahnhersteller haben gezeigt, daß eine kurzfristige Ausweitung der Fertigungskapazität möglich ist, aber unter dem Qualtitätsanspruch eher zurückhaltend betrachtet werden soll.

Jetzt schauen wir erst einmal, ob und weshalb SIEMENS Einspruch eingelegt hat.

Gruß
Nic



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 17.05.2019 01:59 von Nicolas Jost.
Siemens will nicht klagen
[www.tagesspiegel.de]

_____________

Guten Tag !
Zitat
Der Fonz
Siemens will nicht klagen
[www.tagesspiegel.de]

"Großes Kino", was da läuft und vor allem, was nun so an Details der BVG-Ausschreibung an die Öffentlichkeit kommt:

Zitat

Teilweise seien die von der BVG bereitgestellten Zahlenwerke schlicht falsch gewesen, heißt es in Branchenkreisen. Eine solche "katastrophale" Ausschreibung wie die der BVG habe es noch nicht gegeben. Dem Vernehmen nach hat sich die BVG technisch nicht beraten lassen bei der Ausschreibung.

Zitat

Nach Angaben von Experten habe die BVG für die neuen Züge eine Ausschreibung formuliert, in der keinerlei Innovationen zulässig sind. So werde die neue U-Bahn für Berlin keine moderne Bremse und keine Klimaanlage bekommen, in der Branche werden Begriffe wie "Aldi-Bahn" oder "Billig-Bahn" verwendet.

Nach "Ikke" kommt jetzt also "Aldi", auch wenns nicht ganz ins Alphabet passt ;-)

Viele Grüße
André
Zitat
andre_de

Zitat

Nach Angaben von Experten habe die BVG für die neuen Züge eine Ausschreibung formuliert, in der keinerlei Innovationen zulässig sind. So werde die neue U-Bahn für Berlin keine moderne Bremse und keine Klimaanlage bekommen, in der Branche werden Begriffe wie "Aldi-Bahn" oder "Billig-Bahn" verwendet.

Nach "Ikke" kommt jetzt also "Aldi", auch wenns nicht ganz ins Alphabet passt ;-)

Viele Grüße
André

Umso weniger (moderne) Technik verbaut ist, umso weniger kann auch kaputt gehen. Man muss das Ganze nur positiv sehen ;)

_____________

Guten Tag !
Richtig, aber "ALDI-Bahn" klingt eben polemischer als "bewährte Technik". Die BR 481 war ja so furchtbar innovativ. Gleich 500 Prototypen wurden geliefert...

x--x--x--x

Ein fester Standpunkt ist immer wichtig - besonders in Kurven und beim Bremsen. Bitte gut festhalten!
Zitat
B-V 3313
Richtig, aber "ALDI-Bahn" klingt eben polemischer als "bewährte Technik". Die BR 481 war ja so furchtbar innovativ. Gleich 500 Prototypen wurden geliefert...

Bei Aldi-Produkten denke ich zuerst an gute Qualität zu günstigem Preis. Innovationen sind ja wirklich toll, aber wichtig ist zunächst, dass die U-Bahn fährt.

Inwiefern ist die neue U-Bahn eigentlich wirklich für eine spätere Automatisierung ungeeignet?

Gruß Nemo
---

Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Zitat
B-V 3313
Richtig, aber "ALDI-Bahn" klingt eben polemischer als "bewährte Technik". Die BR 481 war ja so furchtbar innovativ. Gleich 500 Prototypen wurden geliefert...

Woher weißt Du denn schon wieder so schnell, dass "bewährte Technik" ausgeschrieben wurde? Zwischen "bewährt" und "billig" gibt's nämlich einen großen Unterschied! Die Baureihe IK wird sich aus Betreibersicht erst noch bewähren müssen, aus Fahrgastsicht ist sie ein Reinfall:
https://de.wikipedia.org/wiki/BVG-Baureihe_IK#Bewertung_und_Kritik

Bei der S-Bahn Baureihe 483/484 gibt's eine lange Liste an technischen Innovationen, die sowohl der Verfügbarkeit als auch dem Fahrgast-Komfort zugute kommen sollen. Ich bin gespannt auf die Innovations-Liste der BVG J/JK-Züge. Dem Artikel nach werden sie nicht einmal dem Stand der Technik genügen, was eigentlich selbstverständlich sein sollte...
@André:


In der jetzigen Situation des Fahrzeugparks bei der U-Bahn wäre es allerdings auch nicht sonderlich klug gewesen, Züge mit supertollen Innovationen zu bestellen, die dann wieder jahrelang mit irgendwelchen Kinderkrankheiten herumführen und zeit- sowie kostenintensiv nachgebessert werden müssten. Derlei lässt der Bestand aber - leider - nicht zu.

Hätte man diese Beschaffung vor 10 Jahren gestartet... :-)

Viele Grüße
Arnd
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