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BVG-Streik am 14. März 2019
geschrieben von B-V 3313 
Zitat
Arec
Gewerkschaften sind keine betrieblichen Vertretungsorgane der Beschäftigten, sondern Verbände, die ihre Mitglieder vertreten. In dem Zusammenhang ist es völlig natürlich, einen Bonus für die Mitglieder zu fordern, eigentlich werden sogar alle Forderungen nur für Mitglieder erhoben. Es wäre eher schwierig, für die Nichtmitglieder überhaupt zu verhandeln, es ist meines Wissens nach durch höchstrichterliche Rechtsprechung festgelegt, dass man bewusst Nichtmitglied einer Organisation sein kann (negative Koalitionsfreiheit). Entsprechend wird man auch verlangen dürfen, durch eine Organisation explizit auch nicht vertreten zu werden.

Es besteht auch weder rechtlich noch moralisch irgendeine Verpflichtung einer Gewerkschaft, für Dritte (Nichtmitglieder) irgendwas zu verhandeln.
Dann soll man aufhören die Höfe immer zu verbarrikadieren. Kann mir kein Mensch erzählen, dass alle Fahrer Verdimitglieder sind. Im Endeffekt hindert man Nichtmitglieder oder Mitglieder andere Gewerkschaften an deren Arbeitsaufnahme. Gezwungernermaße muß diese Personegruppe für Sachen mitstreiken, von den sie ja nichts haben.
Zitat
drstar
Zitat
Der Fonz
Hier geht es ja um eine Einmalzahlung.
Nein, in der Morgenpost war von 500 EUR monatlich für Gewerkschaftsmitglieder die Rede, nicht mehr von einer Einmalzahlung. Artikel in der Morgenpost, Abschnitt Verdis Wünsche summieren sich auf bis zu 150 Millionen Euro zusätzlich pro Jahr, letzter Absatz.
.

Lügenpresse? ;)
Nein, was da steht ist schlichtweg falsch. Die 500 Euro sind nur eine Einmalzahlung. Leider...

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Guten Tag !
Zitat
Barnimer
Zitat
Arec
Gewerkschaften sind keine betrieblichen Vertretungsorgane der Beschäftigten, sondern Verbände, die ihre Mitglieder vertreten. In dem Zusammenhang ist es völlig natürlich, einen Bonus für die Mitglieder zu fordern, eigentlich werden sogar alle Forderungen nur für Mitglieder erhoben. Es wäre eher schwierig, für die Nichtmitglieder überhaupt zu verhandeln, es ist meines Wissens nach durch höchstrichterliche Rechtsprechung festgelegt, dass man bewusst Nichtmitglied einer Organisation sein kann (negative Koalitionsfreiheit). Entsprechend wird man auch verlangen dürfen, durch eine Organisation explizit auch nicht vertreten zu werden.

Es besteht auch weder rechtlich noch moralisch irgendeine Verpflichtung einer Gewerkschaft, für Dritte (Nichtmitglieder) irgendwas zu verhandeln.
Dann soll man aufhören die Höfe immer zu verbarrikadieren. Kann mir kein Mensch erzählen, dass alle Fahrer Verdimitglieder sind. Im Endeffekt hindert man Nichtmitglieder oder Mitglieder andere Gewerkschaften an deren Arbeitsaufnahme. Gezwungernermaße muß diese Personegruppe für Sachen mitstreiken, von den sie ja nichts haben.

Doch..sie profitieren von den Tarifabschlüssen, die die Gewerkschaften abschließen. ( Von dem Fehltritt von Verdi im Jahre 2008 mal abgesehen)
Denn die Abschlüsse werden für alle Arbeitnehmer im Betrieb übertragen.
Wenn die Gewerkschaft einen Bonus für diejenigen mitaushandelt, die mit ihren Mitgliedsbeiträgen die Verhandlungsführer mitfinanzieren, ist das nicht ungerecht.

T6JP
Zitat
stephan
Bei BVG und Senat taucht nun das Problem auf, das die Steuereinnahmen nicht mehr so fließen, so das die Finanzierung wie der weitgehend überflüssige Straßenbahnausbau in Rtg. Westen nicht mehr bezahlbar ist.

Dann baut man von Spandau Richtung Osten, dann gehts mit der Finanzierung...

x--x--x--x

Ein fester Standpunkt ist immer wichtig - besonders in Kurven und beim Bremsen. Bitte gut festhalten!
Zitat
Barnimer
Dann soll man aufhören die Höfe immer zu verbarrikadieren.

Tja, wenn der streikende Kollege seine Arbeit nun zufällig in der Hofeinfahrt niederlegt...?

Zitat
Barnimer
Gezwungernermaße muß diese Personegruppe für Sachen mitstreiken, von den sie ja nichts haben.

Mehr Geld z.B. ist also nichts?

x--x--x--x

Ein fester Standpunkt ist immer wichtig - besonders in Kurven und beim Bremsen. Bitte gut festhalten!
Zitat
T6Jagdpilot
In der Firma laueren viele schon mit vorgedruckter Kündigung auf das Ergebnis der Verhandlungen meldet der Buschfunk.
Kommt also nicht genug raus, sind die schon mal weg. Sollte dem KAV , BVG und Senat mal zu denken geben..
da hilft eine Arbeitszeitverlängerung auch nicht mehr....

T6JP
Wann immer man kritisiert, dass sich die Vorstandsmitglieder unabhängig von ihrer Leistung Millionen in die Tasche stopfen, wird erzählt, das läge an der Marktwirtschaft und mit weniger Geld würde man die Stelle nicht besetzen können.

Jetzt hat man aufgrund der Arbeitsbedingungen massiven Fahrermangel. Also entweder wir haben immer noch Marktwirtschaft, dann müsste man die Gehälter ganz ohne Druck der Gewerkschaft so weit anheben, dass wieder genug Bewerber bei der BVG landen. Oder Vorstände werden ab sofort nur noch nach Mindestlohn eingestellt. Wenn sich dann niemand mehr auf die Stelle bewirbt, müssen eben die verbleibenden Kollegen die Arbeit mitübernehmen. Und wenn die das nicht schaffen, müssen sie das mit Erhöhung der Arbeitszeit und Überstunden ausgleichen.
Zitat
VvJ-Ente
Jetzt hat man aufgrund der Arbeitsbedingungen massiven Fahrermangel. Also entweder wir haben immer noch Marktwirtschaft, dann müsste man die Gehälter ganz ohne Druck der Gewerkschaft so weit anheben, dass wieder genug Bewerber bei der BVG landen. Oder Vorstände werden ab sofort nur noch nach Mindestlohn eingestellt. Wenn sich dann niemand mehr auf die Stelle bewirbt, müssen eben die verbleibenden Kollegen die Arbeit mitübernehmen. Und wenn die das nicht schaffen, müssen sie das mit Erhöhung der Arbeitszeit und Überstunden ausgleichen.

Du hast da was sehr Grundsätzliches nicht verstanden: die Gesetze des Marktes gelten nur dann auf dem Arbeitsmarkt, wenn man es gegen die Masse der Arbeitnehmer anwenden kann. Nennt sich "soziale Marktwirtschaft" oder so.
Frau Pressesprecherin der BVG gestern im rbb at its best.

"Wo wir können werden bei U-Bahn und Tram lange Züge fahren".

Ich denke GT + GTZ in Doppeltraktion gehen von der Haltestellenlänge her nicht in Berlin und Tatras hat man doch kaum noch.

Aber zumindest ist die U7 heute früh gegen 5 Uhr ohne Kurzzüge unterwegs gewesen.
Zitat
B-V 3313
Zitat
Barnimer
Dann soll man aufhören die Höfe immer zu verbarrikadieren.

Tja, wenn der streikende Kollege seine Arbeit nun zufällig in der Hofeinfahrt niederlegt...?

...dann ist das schlicht und einfach nicht durch das Streikrecht gedeckt und könnte arbeitsrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen. Im ÖPNV mangelt es aber bei den meisten Betrieben am Willen einen Notbetrieb zu organisieren, insofern duldet auch die BVG ein solches Vorgehen.

Also gehen wir mal tiefer in die Theorie und nehmen an, die BVG würde einen Notbetrieb durchführen woll. Das könnte ja durchaus passieren, wenn nach einer erfolgreichen Urabstimmung ein mehrtägiger "Erzwingsungsstreik" erfolgt. Die abgeschlossene Notdienstvereinbarung sorgt unter Anderem dafür, dass die Leitstellen besetzt sind. Die eingesetzten Mitarbeiter der Leitstelle sind zur Arbeit verpflichtet und müssten somit die nichtstreikenden Fahrdienstmitarbeiter gemäß Anweisung des Arbeitgebers einsetzen.
Stellt nun ein Fahrer seinen Bus oder seine Strab in die Hofeinfahrt, bzw. seine U-Bahn an den Bahnsteig, muss die Leitstelle eine Weiterfahrt anordnen und entweder zeitnah einen Ersatzfahrer organisieren oder das Aussetzen an einen geeigneten Ort anweisen. Weigert sich der Fahrer dem zu folgen, könnte daraus nicht nur eine Abmahnung, sondern sogar eine fristlose Kündigung folgen. Wichtig ist auch, dass der Arbeitnehmer auf die ggf. zu Dienstbeginn gestellte Frage "Streikst du nachher" nicht antworten braucht, aber wenn er die Frage beantwortet, dies korrekt tun muss. Spätestens zum Zeitpunkt des Streikbeginns ist dann die Stunde der Wahrheit erreicht und ein jeder Diensthabende muss sich bekennen oder er am Streik teilnimmt oder die Arbeit aufnimmt/fortsetzt.

Und bevor jetzt das Gepolter über das viel zu lasche Streikrecht hier in Deutschland losgeht, sei daran erinnert, dass die Grundzüge der heutigen Regeln unter dem Eindruck des Streikrechtsmissbrauchsm, dem Scheitern der Weimarer Republik und dem anschließenden Krieg entstanden sind. Wer jetzt mit dem Finger auf Frankreich oder Italien zeigt, der sollte wissen, dass es dort auch Mechanismen gibt - u.a. einen garantierten Notfahrplan.

--- Signatur ---
Bitte beachten Sie beim Aussteigen die Lücke zwischen Bus und Bordsteinkante!
Zitat
Bumsi
Eigentlich ist die Mehrvergütung für Gewerkschaftsmitglieder relativ üblich in Deutschland. Wer von der Mehrvergütung profitieren möchte, muss dem Arbeitgeber offen legen, Gewerkschaftsmitglied zu sein, es steht jedem frei dies nicht zu tun. Im übrigen kann der Arbeitgeber natürlich, wenn er möchte, auch den nicht Mitgliedern den Mitgliederlohn zahlen.

Ich kenne keinen Arbeitgeber, bei dem es eine Mehrvergütung für Gewerkschaftsmitglieder gibt. Er würde sich doch selber ans Bein pinkeln, da dann mehr - im Idealfall alle - Arbeitnehmer organisiert wären und dadurch seine eigene Position geschwächt wäre.
Sollte es trotzdem solche Arbeitgeber geben, verstehe ich nicht, warum nicht genau das passiert.
Prinzipiell kann ich die Forderung nach 36,5 Std.(Anpassung an die Altbeschäftigten) Woche bei vollem Lohnausgleich verstehen. Mehr Geld haben die betroffenen Kollegen dadurch aber auch nicht. Gerade bei dem gebotenen Lohn wäre mir ein sattes Gehaltsplus lieber als die Verkürzung der wöchentlichen Arbeitszeit.

Ein neuer Kollege ist in EG 5 eingruppiert ? In welche EG ist ein Altbeschäftigter eingruppiert ?



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 14.03.2019 12:53 von M.Z.
Zitat
M.Z
Prinzipiell kann ich die Forderung nach 36,5 Std.(Anpassung an die Altbeschäftigten) Woche bei vollem Lohnausgleich verstehen. Mehr Geld haben die betroffenen Kollegen dadurch aber auch nicht. Gerade bei dem gebotenen Lohn wäre mir ein sattes Gehaltsplus lieber als die Verkürzung der wöchentlichen Arbeitszeit.

Bei kürzerer Arbeitszeit als gesetzlich erlaubt dürfte es dem Fahrer doch eigentlich freistehen zusätzliche Dienste zu übernehmen und so sich sein Gehaltsplus statt Arbeitszeitverkürzung zu verdienen - oder?

Gruß Nemo
---

Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Zitat
M.Z
Prinzipiell kann ich die Forderung nach 36,5 Std.(Anpassung an die Altbeschäftigten) Woche bei vollem Lohnausgleich verstehen. Mehr Geld haben die betroffenen Kollegen dadurch aber auch nicht. Gerade bei dem gebotenen Lohn wäre mir ein sattes Gehaltsplus lieber als die Verkürzung der wöchentlichen Arbeitszeit.

Ein neuer Kollege ist in EG 5 eingruppiert ? In welche EG ist ein Altbeschäftigter eingruppiert ?

Vielen Kollegen geht es gar nicht um das Geld. Ich kenne viele im Fahrdienst, die freiwillig auf Teilzeit gegangen sind weil ihnen die Freizeit wichtiger ist. Die arbeiten jetzt schon nur 36,5 Std. Für die Mehrarbeit bekommen sie ein Blockfrei und haben damit noch zusätzlichen Urlaub.

Auch Altbeschäftige sind in die EG 5 eingruppiert. Sie bekommen nur einen persönlichen Sicherungsbetrag der die Differenz von TV-N zu den alten Bezügen ausgleicht.
Frage mich gerade auf wessen Seite einige hier stehen (die sonst immer so sozial tun)? Offensichtlich nur auf ihrer eigenen egoistischen Seite :-(
Fakt ist nun mal dass damals ein Ungleichgewicht zw. Alt- und Neubeschäftigten geschaffen wurde, was Verdi nun versucht abzuschaffen. Das ist erstmal positiv hervorzuheben. Neben dieser Forderung gilt es aber auch am Lohn kräftig an der Schraube zu drehen, aber nicht nach unten, sondern deutlich nach oben. Vor allem wenn der AG von den Beschäftigten mehr Leistung verlangen möchte. Dann sollte das Gehaltsplus erst recht deutlich spürbar sein. Fair wäre ein Gehaltsplus von 5% pro Jahr für die nächsten 5 Jahre. Das wäre tatsächlich spürbar für die Beschäftigten der BVG/BT. Alles darunter, vor allem deutlich darunter, verschärft den Mangel an Gehalt und Personal umso mehr und zementiert den Status Quo für die nächsten vielen Jahre...

LG

Im Untergrund liegen Tunnel ;-)
Zumal in den nächsten 10 Jahren viele Alt-BVGer die Firma in Richtung Ruhestand verlassen werden.
Den Personalmehrbedarf deswegen plus der geplanten Erweiterungen im Netz bekommt man nur,
wenn man eine ordentliche Schippe beim Lohn drauflegt+bessere Arbeitsbedingungen.
Zu den Entlohnungsbedingungen für Neuensteller TVN wird man nicht viele von diesen Jobs überzeugen.
Nicht umsonst suchen die Leipziger Verkehrsbetriebe inzwischen Busfahrer aus Serbien..das ist nichtmal mehr EU !!

T6JP
Was macht Frau Nikutta eigentlich heute?

Das Gespräch mit den streikenden suchen, einen Bus steuern oder sich im Trias einigeln?
Sie tauchte am Hof Lichtenberg auf und diskutierte...

T6JP
Nein.

Doch.

Ohhh.


Was anderes: Wie gehen die Ausfälle heute eigentlich in die Statistik ein? Lt. Öffi fahren die Linien ohne Privatuntermehmen nämlich pünktlich... :-x
Die Umweltverwaltung beim Senat hat heute die (vorerst) einmalige Gelegenheit, die Luftgüte ohne Dieselabgase der schmutzigen BVG-Busflotte zu messen.
Die heutigen Werte sind ein Indiz für die Situation, wenn alle Dieselbusse der BVG durch Elektrobusse ersetzt sein werden. Sollte das nicht reichen, könnte man schon jetzt weiter gehende Maßnahmen vorbereiten.

so long

Mario
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