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BVG-Streik am 14. März 2019
geschrieben von B-V 3313 
Zitat
der weiße bim
Die Umweltverwaltung beim Senat hat heute die (vorerst) einmalige Gelegenheit, die Luftgüte ohne Dieselabgase der schmutzigen BVG-Busflotte zu messen.
Die heutigen Werte sind ein Indiz für die Situation, wenn alle Dieselbusse der BVG durch Elektrobusse ersetzt sein werden. Sollte das nicht reichen, könnte man schon jetzt weiter gehende Maßnahmen vorbereiten.

Mit dem je Streiktag bei der BVG eingesparten Geld kann das Land Berlin außerdem mehr Akkus kaufen. o_o

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Dieser Beitrag ist für Sie kostenlos. Er finanziert sich allein aus der Freizeitspende seines Schreibers.
Zitat
der weiße bim
Die Umweltverwaltung beim Senat hat heute die (vorerst) einmalige Gelegenheit, die Luftgüte ohne Dieselabgase der schmutzigen BVG-Busflotte zu messen.
Die heutigen Werte sind ein Indiz für die Situation, wenn alle Dieselbusse der BVG durch Elektrobusse ersetzt sein werden. Sollte das nicht reichen, könnte man schon jetzt weiter gehende Maßnahmen vorbereiten.

Entweder war da Ironie bei (E-Busse stehen nur als defekt in den Werkstätten, nach diesem Motto) und mein Ironiedetektor ist / war kaputt oder meine Logik funktioniert heute nicht. Ich gehe sogar davon aus, daß die Werte heute schlechter waren, da meinem Eindruck nach der PKW-Verkehr in erheblichem Maße größer war als üblich und somit auch die Belastung durch Feinstaub und anderer Abgase größer gewesen sein dürfte.
Nur weil heute erheblich weniger Busse fuhren, waren nicht weniger Menschen motorisiert unterwegs...

Dennis
Bring deinen Detektor in Ordnung.

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Zitat
Nemo
Zitat
M.Z
Prinzipiell kann ich die Forderung nach 36,5 Std.(Anpassung an die Altbeschäftigten) Woche bei vollem Lohnausgleich verstehen. Mehr Geld haben die betroffenen Kollegen dadurch aber auch nicht. Gerade bei dem gebotenen Lohn wäre mir ein sattes Gehaltsplus lieber als die Verkürzung der wöchentlichen Arbeitszeit.

Bei kürzerer Arbeitszeit als gesetzlich erlaubt dürfte es dem Fahrer doch eigentlich freistehen zusätzliche Dienste zu übernehmen und so sich sein Gehaltsplus statt Arbeitszeitverkürzung zu verdienen - oder?

Ich halte nichts davon auf Sonderleistungen angewiesen zu sein nur um über die Runden zu kommen, die zudem meistens nur nach Stufe 1 der jeweiligen EG bezahlt werden.


Zitat
Bd2001
Zitat
M.Z

Ein neuer Kollege ist in EG 5 eingruppiert ? In welche EG ist ein Altbeschäftigter eingruppiert ?

Auch Altbeschäftige sind in die EG 5 eingruppiert. Sie bekommen nur einen persönlichen Sicherungsbetrag der die Differenz von TV-N zu den alten Bezügen ausgleicht.

Dann frag ich anders : Lässt sich die Differenz beziffern zwischen 5/5 und 5/5 mit Sicherungsbetrag ?
Nein da jeder Kollege seine eigne Personengebunde SiKo bekommt.

Wenn ein Altbeschäftigter bei seinen 36,5h bei vollen Lohnausgleich bekommen sollte, dann wären auch seine 6,41% wieder mehr auf dem Konto, auf die der Kollege seit Jahren verzichtet



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 14.03.2019 20:02 von Harald01.
Ist beim letzten Mal irgendwie untergegangen, würde mich aber trotzdem interessieren: Wäre es möglich ein System mit Zulagen zu entwickeln, mit den Zielen, dass ein Fahrer, der Mo-Fr von 9-17:30 Uhr arbeitet, in etwa dasselbe bekäme wie heute (vielleicht etwas weniger), und ein Fahrer, der nur "Schweinedienste" macht (geteilt früh+spät, alle Wochenenden Dienst, usw.), sein Netto-Gehalt damit verdoppeln würde?
Zitat
VvJ-Ente
Ist beim letzten Mal irgendwie untergegangen, würde mich aber trotzdem interessieren: Wäre es möglich ein System mit Zulagen zu entwickeln, mit den Zielen, dass ein Fahrer, der Mo-Fr von 9-17:30 Uhr arbeitet, in etwa dasselbe bekäme wie heute (vielleicht etwas weniger), und ein Fahrer, der nur "Schweinedienste" macht (geteilt früh+spät, alle Wochenenden Dienst, usw.), sein Netto-Gehalt damit verdoppeln würde?

Warum sollte es nicht möglich sein? IVU-Plan ist in dieser Hinsicht konfigurierbar! Allerdings hat man als Verkehrsbetrieb keinerlei Bedarf nach solchen Nine-to-five-Kandidaten, eine Spitzenzeit sollte jeder Dienst abdecken, man kann da den Fahrer bestenfalls lediglich vor die Wahl stellen, ob er bereit ist vor 6:00 Uhr zu beginnen oder nach 20:00 Uhr Feierabend zu haben.

Gruß Nemo
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Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 14.03.2019 21:47 von Nemo.
Zitat
Arec

Gewerkschaften sind keine betrieblichen Vertretungsorgane der Beschäftigten, sondern Verbände, die ihre Mitglieder vertreten. In dem Zusammenhang ist es völlig natürlich, einen Bonus für die Mitglieder zu fordern,

Das kann natürlich und rechtens sein wie es will und es ist ja auch nicht falsch was du schreibst, ich muss es aber nicht begrüßen. ;-) Die Gewerkschaft, der ich angehöre, offeriert regelmäßig Zusatzleistungen, deren Wert über den jährlichen Mitgliedsbeitrag hinausgeht (Zuschuss Sehhilfen/Zahnersatz/Kur etc., letztes Jahr 150 EUR Urlaubsgeld, diverse Versicherungen, Vermittlung und Kostenübernahme von/für spezialisierte Anwälte, Kostenzuschuss für Weiterbildung usw.) Da bekomme ich für meine paar EUR im Monat schon deutlich mehr, als würde ich alles privat absichern.
Lieber Mario

die heutigen Luftmesswerte sind dadurch verfälscht, das es heute viel geregnet hat und der Feinstaub deswegen gebunden wurde.

Gruß
Stephan
Ps.

Die Meßwerte der letzten Tage wären schon für einen Vergleich interessant.
Wird man nicht veröffentlichen, weil die vmtl. in einer Bagatellgrenze liegen?
Damit müßte man zugeben das alle Tempo 30 Zonen wirkungslos sind, weil man trotzdem vor jeder Ampel zum stehen kommt....Ich fahre die Leipziger Straße häufiger mit dem Dienstwagen und stehe zum Alexanderplatz vor jeder Ampel.
Da kann die Luft nicht besser werden, es sei denn es regnet.
Ich bin überrascht. Wenn man den Echtzeitdaten Glauben schenkt sind auf dem 197 alle 6 Umläufe rausgekommen, obwohl nur einer davon auf einen Nachtbus geht, beim 154 auch mindestens 5 oder 6 von 7 Umläufen (mindestens einer steht ohne Echtzeit drin), von denen geht keiner auf einen Nachtwagen. Damit hätte ich nicht gerechnet.
Zitat
stephan
die heutigen Luftmesswerte sind dadurch verfälscht, das es heute viel geregnet hat und der Feinstaub deswegen gebunden wurde.

Das macht nichts, man findet sicher einen ähnlich regnerischen und windigen Donnerstag bei mittleren Temperaturen mit BVG-Busverkehr als Vergleichstag. Die Emissionen von weit über 1000 Bussen mit großen Dieselmotoren müssten doch irgendwie messbar sein. Falls nicht, wäre die sauteure beschlossene Umstellung der gesamten Busflotte bis 2030? auf Elektroantrieb rausgeschmissenes Geld, bestenfalls ABM für die Akku- und Busindustrie. Beim Bau neuer Bahnstrecken wären diese Investitionsmittel erheblich besser angelegt.

OT: Ich war heute wie jeden Donnerstag auch mit dem Auto (in Kreuzberg, Friedrichshain, Prenzelberg, Weißensee und Pankow) unterwegs und empfand die Verkehrsdichte nicht höher als sonst. Druch das günstige Bauwetter nervt allerdings die große Zahl an Gleisbaustellen im Hauptstraßennetz, auch besonders die mit nicht unterbrochenem Straßenbahnverkehr wie auf der Eberswalder Straße, Berliner Allee, Gandhistraße, am Hohenschönhausener Tor, Rhinstraße/Allee der Kosmonauten ...

so long

Mario



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 15.03.2019 00:02 von der weiße bim.
Zitat
der weiße bim

Das macht nichts, man findet sicher einen ähnlich regnerischen und windigen Donnerstag bei mittleren Temperaturen mit BVG-Busverkehr als Vergleichstag.

Interessant und objektiv wäre das tatsächlich. Würde mich in der Tat interessieren.
Kleiner Bericht aus Spandau:
Viele Leute sind trotz Regen gelaufen. Der 671 wurde sehr gut als Alternative angenommen, vor allem von Fahrgästen mit einem Ziel/Start zwischen Schülerbergstr und Johannesstift, ich habe zwei Gelenkbusse gesehen (normalerweise sind sie hier sporadisch zu sehen). Beim 136 haben erstaunlich viele auf gut Glück auf einen OVG Umlauf gewartet, allein an der Hst. Mertensstr hab ich bis zu 10 Leute Richtung Spandau entdeckt, entsprechend gut ausgelastet waren die Busse. Vielleicht haben sie auch den Streikfahrplan auf der OVG-Website entdeckt (s.u.), die Busse fuhren aber auch nur bis S+U Rathaus Spandau. Dafür hat sich das Unternehmen am Morgen auf Berlin konzentriert, was man an einer verkürzten Runde bis/vom Aalemannufer sehen kann. Mehr Busse dürften angesichts des Schülerverkehrs am Morgen bei der OVG kaum möglich gewesen sein.
Der 638 wurde auch gut angenommen, scheinbar auch von vielen mit einem Ziel in Kladow.
Der erste BVG Bus am Bahnhof Spandau kam als 236 nach Haselhorst gegen 22:20 an, kurz darauf setzte ein 134er nach Kladow ein.
Die Taxifahrer haben bis dahin ein scheinbar gutes Geschäft gemacht, manche haben auch ziemlich penetrant an den Bushaltestellen auf Fahrgäste gewartet.

Ansonsten unterstütze ich den Streik voll und ganz, die Arbeitgeberseite muss sich endlich bewegen. Den Beruf attraktiver machen will man nicht, personalbedingte Ausfälle aber auch nicht. In vielen anderen Länder sind solche Berufe (wie Busfahrer, aber auch Altenpfleger u.ä.) deutlich besser gestellt, entsprechend gibt es dort kaum solche Probleme und bis sich das automatisierte Fahren mal durchsetzt, sind wir schon im nächsten Jahrhundert...

[www.ovg-online.de]



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 15.03.2019 00:20 von Marc1.
Zitat
Railroader
Zitat
der weiße bim

Das macht nichts, man findet sicher einen ähnlich regnerischen und windigen Donnerstag bei mittleren Temperaturen mit BVG-Busverkehr als Vergleichstag.

Interessant und objektiv wäre das tatsächlich. Würde mich in der Tat interessieren.

Die Daten sind zumindest leicht verfügbar, wenn man sie dann auch noch etwas aufarbeiten und interpretieren muss:
Der DWD hat detaillierte Klimadaten als Open Data verfügbar: [ftp-cdc.dwd.de]
SenUVK liefert dann die Daten zur Luftqualität: [www.berlin.de] bzw. [luftdaten.berlin.de]

Wenn man sich die Klimadaten in Excel oder ähnliches importiert, kann man Tage mit vergleichbaren Bedingungen finden und für diese Daten dann die Meßwerte vergleichen.

Allerdings sind die Tagesdaten für gestern noch nicht in den Klimadaten enthalten und auch eine gute Uhrzeit, um zu schlafen...
Zitat
def

Richtig. Es können aber auch kleinere Sticheleien sein, z.B. hinsichtlich gewünschten Fortbildungen oder Aufstiegen sein.

Ich denke auch, dass es dieses Problem in kleineren Betrieben gibt, in großen Unternehmen aber weniger.
Zitat
Lopi2000

Die Daten sind zumindest leicht verfügbar, wenn man sie dann auch noch etwas aufarbeiten und interpretieren muss:

Danke dir, aber in der Tat nen bisschen kompliziert. Hab mit Excel nicht viel Ahnung.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 15.03.2019 01:51 von Railroader.
Zitat
Marc1
Dafür hat sich das Unternehmen am Morgen auf Berlin konzentriert, was man an einer verkürzten Runde bis/vom Aalemannufer sehen kann.

Die morgendliche Fahrt der OVG bis Aalemannufer ist doch völlig normal (wenn auch sonst in der Gatower Straße startend).

Zitat
Marc1
Der 638 wurde auch gut angenommen, scheinbar auch von vielen mit einem Ziel in Kladow.

Mit der an BVG-Streiktagen obligatorischen Führung durch die Wilhelmstraße und damit die Auslassung der Haltestelle Am Omnibushof.

Zitat
Marc1
Der erste BVG Bus am Bahnhof Spandau kam als 236 nach Haselhorst gegen 22:20 an, kurz darauf setzte ein 134er nach Kladow ein.

22:15Uhr kann der erste Wagen vom Hof fahren, daher ist 22:20Uhr gut möglich. ;-)

x--x--x--x

Ein fester Standpunkt ist immer wichtig - besonders in Kurven und beim Bremsen. Bitte gut festhalten!
Hoi Folks,

ich lese in diesem Forum ja eher nur mehr mit, als mich selbst zu beteiligen... Wäre ich ein Teletubbie und würde an das Gute in jedem Idioten glauben, so würde ich mich einfach freuen, dass dieser Streik eine solche diskussionsfreude hervorgerufen hat.

Leider bin ich aber kein Teletubbie, sondern ein Mensch... und bei allem Respekt vor einigen hier, ich glaube, dass einige nicht hier begriffen haben, worum es hier eigentlich geht.
Als ich neulich las, wie hoch der Unterschied im Gehalt zwischen einem S-Bahn-Führer und einem U-Bahn-Führer war, ist mir fast das kotzen gekommen. Ich meine, wir bei der Bahn suchen qualifizierte Kräfte händeringend.... kommt zu uns...
Aber kann das das Ziel sein?

Im Tagesspiegel hat ein(e) Kommentar(in) die Frage geäußert, wann in Talkshows "alte weiße Männer" äußern würden, dass der BVG Streik doch besser in der Freizeit stattfinden solle... Ihr versteht worauf ich hinaus möchte?

Ehrlich gesagt bin ich geschockt über diese Antihaltung, die einige wenige hier sehr deutlich vortragen, über den Streik... Aber vielleicht sind einige auch nur deshalb so sauer und angepisst, weil sie mit ihrem Auto auf einmal im Stau stehen, weil eben kein Bus 20 Autos ersetzt...

Diese Heuchelei aus dem Havelland oder andereren Berlinfremden Landen kotzen mich eh an... Wenn XYZ dorthin zieht, dann rechnet nicht, dass das CO2 neutrale Klimataxi Euch in 10 Minuten 75km durch die Welt trägt...

Und eins noch: Wenn es uns nix wert ist, was die Fahrer leisten, so gebe ich den Schreibern recht, die fragen, was uns 1000 neue Fahrzeuge mehr nützen, wenn niemand da ist, der sie bedienen will?


MfG
Ro

PS: Ein bisschen Anarchie täte uns allen gut...



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 15.03.2019 02:35 von RobertM.
Zitat
Marc1
Kleiner Bericht aus Spandau:
Beim 136 haben erstaunlich viele auf gut Glück auf einen OVG Umlauf gewartet, allein an der Hst. Mertensstr hab ich bis zu 10 Leute Richtung Spandau entdeckt, entsprechend gut ausgelastet waren die Busse. Vielleicht haben sie auch den Streikfahrplan auf der OVG-Website entdeckt (s.u.), die Busse fuhren aber auch nur bis S+U Rathaus Spandau. Dafür hat sich das Unternehmen am Morgen auf Berlin konzentriert, was man an einer verkürzten Runde bis/vom Aalemannufer sehen kann. Mehr Busse dürften angesichts des Schülerverkehrs am Morgen bei der OVG kaum möglich gewesen sein.

[www.ovg-online.de]

Diese Pausenzeiten am Rathaus waren ja ein Traum. Passt ja zu diesem Tag ;-)
Edit: meine Einwendung doppelt sich mit vorigen Antworten (hatte Seite 5 im Thread zunächst übersehen)

Zitat
der weiße bim
Die Umweltverwaltung beim Senat hat heute die (vorerst) einmalige Gelegenheit, die Luftgüte ohne Dieselabgase der schmutzigen BVG-Busflotte zu messen.
Die heutigen Werte sind ein Indiz für die Situation, wenn alle Dieselbusse der BVG durch Elektrobusse ersetzt sein werden. Sollte das nicht reichen, könnte man schon jetzt weiter gehende Maßnahmen vorbereiten.

Allerdings dürften währenddessen auch mehr private PKW-Kilometer gefahren werden/worden sein als an üblichen Werktagen (dafür wiederum Regen und Wind die Messwerte positiv beeinflusst haben).
Glaube nur der Statistik, die Du selbst fälschen willst ;)



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 15.03.2019 08:40 von Stichbahn.
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