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Neue E-Buslieferungen
geschrieben von Harald Tschirner 
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Lopi2000
Zitat
Alter Köpenicker
Apropos: Kann es sein, dass sich der neue Betriebshof in Niederschöneweide über mehrere Ebenen erstrecken wird? Bis jetzt sieht das aus wie ein großes Parkhaus mit Rampen, was da gebaut wird.

Was tatsächlich zweigeschossig zu werden scheint, ist das PKW-Parkhaus unmittelbar an der Köpenicker Landstraße.

Dann ist es das, was ich da immer beim Vorbeifahren aus dem Bus heraus sehe.


Das Gegenteil von pünktlich ist kariert.
Zitat
Alter Köpenicker
Wenn mir jemand einen plausiblen Grund nennt, warum das immer und überall so gehandhabt wird, bin ich doch schon zufrieden, stattdessen wird mir immer nur das Wort im Munde umgedreht und Wortklauberei vorgeworfen.

Nach meiner Beobachtung wird das nicht immer und überall so (oder anders) gehandhabt. Zumindest habe ich weder in meinem Stadtplanungsstudium, das ja potenziell auch auf eine ortsteilbezogene Tätigkeit in Berlin vorbereitet hat, noch im Rahmen meiner Tätigkeit für verschiedene Bezirksämter der Stadt von einer solchen Regelung gehört.

Es gibt viel mehr für unterschiedliche Anwendungsbereiche unterschiedliche Abgrenzungsmethoden, die teils historisch gewachsen, teils nach bestimmten Kriterien ausgewählt und oft recht willkürlich sind und andere Abgrenzungen ignorieren. Die Gemarkungen sind nur eine der Untergliederungen des Stadtgebiets in rund 100 Teile. Am Link von Florian Schulz [geoindex.io] sieht man z.B. ganz gut, dass die Grenzen zusammenhängend bebaute Bereiche wie um den Sterndamm ziemlich willkürlich (aber vielleicht auch historisch begründbar) zerschneiden.

Es gibt ähnlich viele Ortsteile wie Gemarkungen in Berlin, dennoch sind beide Einheiten nicht zwingend deckungsgleich. Eine zusätzliche Ebene, die Berlin in rund 100 Teile gliedert, sind die Bezirksregionen im System der "Lebensweltlich orientierten Räumen". Verwirrenderweise gibt es dann auch noch teils identische Namen trotz unterschiedlicher Abgrenzungen. All dies trägt sicherlich gut dazu bei, dass es keine einheitlichen Bezeichnungen für diese Betrachtungsebene gibt. Viele dieser Abgrenzungen lassen sich im Geoportal [gdi.berlin.de]# unter Fachdaten / Grenzen nachvollziehen.
Ich kann den Wunsch, das endlich mal zu vereinheitlichen, sehr gut nachvollziehen. Dabei würde ich die Ortsteile nutzen, die gliedern in der Regel fein genug und sie sind in jedem halbwegs vernünftigen Stadtplan ersichtlich, anders als irgendwelche Gemarkungen.

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Die paar Schritte kann ich auch fahren.
Das liegt doch alles nur an der verkorksten Bezirksreform. Warum konnte man nicht die Bezirke in Berlin belassen und Ortsteile nur als Unterbezirke benennen, wie es früher war. Das war doch auch im Westen einst so. Es gab Steglitz und Schöneberg und auch Friedenau und jeder wusste Bescheid. Heute findet sich keiner mehr wirklich zurecht, am wenigsten die Journalisten. Ich fahre am liebsten nach Schmargendorf, das kennt kaum noch jemand.
Zitat
Alter Köpenicker
Wenn wir jetzt alles nach alten Gemarkungsnamen benennen wollen, [...]
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Philipp Borchert
Ich kann den Wunsch, das endlich mal zu vereinheitlichen, sehr gut nachvollziehen. Dabei würde ich die Ortsteile nutzen, die gliedern in der Regel fein genug und sie sind in jedem halbwegs vernünftigen Stadtplan ersichtlich, anders als irgendwelche Gemarkungen.

Leute, keiner hat gefordert, solche Orte nach Gemarkungsnamen zu benennen. Er hat sich für den einen Betriebshof einfach angeboten und er ist in der Sache auch nicht falsch.

Weil ihr nicht wisst, dass der eine Hof nach einer Gemarkung benannt wurde, könnt ihr daraus nicht schließen, dass Gemarkungen als zukünftige Systematik infrage kämen.

Die Welt ist nunmal ambivalent und so lange man die genannten Einrichtungen anhand der Postadresse findet, oder wie im nd-Artikel durch Kontextverständnis und Verlinkung, ist doch alles bestens. Die Höfe Cicero und Spandau könnt ihr doch bestimmt auch verorten.





1 mal bearbeitet. Zuletzt am 07.07.2026 22:08 von Florian Schulz.
Re: Neue E-Buslieferungen
07.07.2026 22:32
ich habe vor rund 60 Jahren im Heimatkundeunterricht mal gelernt, dass mein Stadtbezirk aus (Alt-) Treptow, Plänterwald, Baumschulenweg, Niederschöneweide, Oberspree, Johannisthal, Adlershof und Altglienicke besteht. Klar, nicht alles, was man damals so lernte, stellte sich über die Zeit als richtig heraus. Inzwischen ist die Stadt aus dem Stadtbezirk verschwunden und dafür Köpenick hinzugekommen. Aber dass die Bezeichnung Treptow bis runter zu meiner damaligen Grundschule gehen soll, das kann ich als alter Niederschöneweider niemals akzeptieren. Zumal diese seltsame "Gemarkung Treptow" auch nur Teile Niederschöneweides einschließt. Meine Köllnische Straße und die Schule gehöre dazu, aber sowohl das Gebiet westlich davon zwischen Friedenskirche und Bahnhof als auch östlich davon einschließlich Oberspree nicht! Oder verstehe ich diese Karte völlig falsch?

Gruß
Micha

Gemarkungen haben nichts mit Verwaltungseinheiten zu tun, sondern sind Einheiten aus dem Liegenschaftswesen. Gemarkungen waren mal nahezu deckungsgleich mit den jeweiligen Siedlungen oder Landschaftsräumen, nach denen sie benannt wurden. Durch 250 Jahre Grundstücksteilungen und -vereinigungen, Flurstückszerlegungen und -verschmelzungen sind sie stark verändert worden. In Berlin gab es mal die Bestrebung, alle Gemarkungen und Flure an den Blattschnitten der alten Stadtatlas-Kartenblättern zu orientieren, also durch geschickte Flurstückszerlegungen rechteckige Formen anzunehmen. Das hat sich als bürokratischer Irrsinn herausgestellt, erklärt jedoch insbesondere im Fall der Gemarkung Treptow die an manchen Stellen seltsam anmutenden rechteckigen, wie ein Lineal gezogenen Grenzabschnitte. Die heutigen Flicken der Gemarkung Treptow dürften zur Einführung des Grundbuchwesens mal ein großes Ganzes gebildet haben.





1 mal bearbeitet. Zuletzt am 07.07.2026 22:52 von Florian Schulz.
Zitat
Alter Köpenicker
Der Ortsteil mit dem im Bau befindlichen Betriebshof im Osten heißt N i e d e r s c h ö n e w e i d e.
Warum können in Zeitung, Funk und Fernsehen nur Orte im Westen korrekt benannt werden?

Lieber Alter Köpenicker, eben die Ortskenntnis hat mich dazu gebracht, die Bezirksbezeichnung zu verwenden. Denn die Standorte zu beiden Seiten der Spree würden zwei Ortsteilbezeichnungen erfordern, was angesichts der Länge der Namen schwierig wäre. Die BVG nennt das Ding "Treptow", was wegen des anderen Teils jenseits der Spree auch nicht korrekt ist. Irgendeinen Tod muss man sterben, wenn man nicht nur für Verwaltungsbeamte schreibt.
Zitat
Florian Schulz
Die Welt ist nunmal ambivalent und so lange man die genannten Einrichtungen anhand der Postadresse findet, oder wie im nd-Artikel durch Kontextverständnis und Verlinkung, ist doch alles bestens. Die Höfe Cicero und Spandau könnt ihr doch bestimmt auch verorten.

Das ist ja alles gut und schön, geht aber am Kern meiner Frage völlig vorbei. Mir ging es vor allem darum, den Grund zu erfahren, warum in Zeitung, Radio und Fernsehen bei Orten im Westen meist der korrekte Ortsteil benannt wird, während im Osten nur lapidar der Bezirk genannt wird. Ich glaube nicht, dass da irgendwelche alten Gemarkungen eine Rolle spielen und ich hätte auch mal wieder nicht gedacht, mich so undeutlich ausgedrückt zu haben, obwohl ich die betreffende Stelle zur Veranschaulichung nun schon zweimal zitiert habe und es gerne auch noch ein drittes Mal mache:

Zitat
nd
Bundesmittel gibt es zudem für den Bau der zwei neuen E-Bus-Betriebshöfe, die bis Ende 2027 in Marienfelde und Treptow-Köpenick entstehen

Richtig wäre doch, wenn da stehen würde "Tempelhof-Schöneberg und Treptow-Köpenick" oder "Marienfelde und Niederschöneweide", wobei ich die letzte Variante ganz klar bevorzugen würde.


Das Gegenteil von pünktlich ist kariert.
Zitat
Alter Köpenicker
Ich glaube nicht, dass da irgendwelche alten Gemarkungen eine Rolle spielen [...]

Ich habe dir lediglich eine Erklärung spendiert, was der Urspung der Namens "Betriebshof Treptow" ist, da du diesen Namen ebenfalls zitiert hattest:

Zitat
Alter Köpenicker
Zitat

Bundesmittel gibt es zudem für den Bau der zwei neuen E-Bus-Betriebshöfe, die bis Ende 2027 in Marienfelde und Treptow-Köpenick entstehen
[...]
Die für 2027 geplante Inbetriebnahme der neuen Betriebshöfe Treptow und Säntisstraße

Aber ich sehe ein, dass du den Eigennamen offensichtlich nicht infrage gestellt hattest. Zum Rest siehe nicolaas' neuester Kommentar.





1 mal bearbeitet. Zuletzt am 07.07.2026 23:08 von Florian Schulz.
Zitat
Alter Köpenicker
Das ist ja alles gut und schön, geht aber am Kern meiner Frage völlig vorbei. Mir ging es vor allem darum, den Grund zu erfahren, warum in Zeitung, Radio und Fernsehen bei Orten im Westen meist der korrekte Ortsteil benannt wird, während im Osten nur lapidar der Bezirk genannt wird.

Wie bereits ausgeführt wäre nur "Niederschöneweide" entgegen Deiner Annahme nicht korrekt. Und das hat nicht mit Osten oder Westen zu tun.
Zitat
Micha
Zumal diese seltsame "Gemarkung Treptow" auch nur Teile Niederschöneweides einschließt. Meine Köllnische Straße und die Schule gehöre dazu, aber sowohl das Gebiet westlich davon zwischen Friedenskirche und Bahnhof als auch östlich davon einschließlich Oberspree nicht! Oder verstehe ich diese Karte völlig falsch?

Seltsam ist ja gar kein Ausdruck für diesen Quatsch. Schau Dir mal die "Gemarkung Oberschöneweide" an, da wohnen 47 Leute und das Leben spielt sich größtenteils in zwei kleinen Teilen der Spree ab: [geoindex.io]


Das Gegenteil von pünktlich ist kariert.
Zitat
nicolaas
Zitat
Alter Köpenicker
Der Ortsteil mit dem im Bau befindlichen Betriebshof im Osten heißt N i e d e r s c h ö n e w e i d e.
Warum können in Zeitung, Funk und Fernsehen nur Orte im Westen korrekt benannt werden?

Lieber Alter Köpenicker, eben die Ortskenntnis hat mich dazu gebracht, die Bezirksbezeichnung zu verwenden. Denn die Standorte zu beiden Seiten der Spree würden zwei Ortsteilbezeichnungen erfordern, was angesichts der Länge der Namen schwierig wäre. Die BVG nennt das Ding "Treptow", was wegen des anderen Teils jenseits der Spree auch nicht korrekt ist. Irgendeinen Tod muss man sterben, wenn man nicht nur für Verwaltungsbeamte schreibt.

Vielen Dank für die Erklärung. Durch den Teil des Betriebshofes, der in Oberschöneweide liegt ist eine gemeinsame Nennung natürlich schwierig und es wird ein Spagat erforderlich, das sehe ich ein. Da der Hauptteil des Hofes meinem Vernehmen nach in Niederschöneweide liegt, könnte man den kleineren Teil vielleicht vernachlässigen oder einfach nur von "Schöneweide" sprechen, was jedoch auch nicht korrekt wäre. Zumindest denkt aber die BVG, ihr Betriebshof in der Nalepastraße befindet sich in diesem Ort und auch die Busse der Linie 160 sind mit "Schöneweide, Hasselwerderstr." beschildert.


Das Gegenteil von pünktlich ist kariert.
Zitat
nicolaas
Und das hat nicht mit Osten oder Westen zu tun.

Bei Dir vielleicht nicht, verschiedene andere Zeitungen und der rbb setzen das recht konsequent um. Dort habe ich das auch schonmal angesprochen, die haben sich aber nur für die Zuschrift bedankt.


Das Gegenteil von pünktlich ist kariert.
Re: Neue E-Buslieferungen
08.07.2026 21:31
Zitat
Alter Köpenicker
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nicolaas
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Alter Köpenicker
Der Ortsteil mit dem im Bau befindlichen Betriebshof im Osten heißt N i e d e r s c h ö n e w e i d e.
Warum können in Zeitung, Funk und Fernsehen nur Orte im Westen korrekt benannt werden?

Lieber Alter Köpenicker, eben die Ortskenntnis hat mich dazu gebracht, die Bezirksbezeichnung zu verwenden. Denn die Standorte zu beiden Seiten der Spree würden zwei Ortsteilbezeichnungen erfordern, was angesichts der Länge der Namen schwierig wäre. Die BVG nennt das Ding "Treptow", was wegen des anderen Teils jenseits der Spree auch nicht korrekt ist. Irgendeinen Tod muss man sterben, wenn man nicht nur für Verwaltungsbeamte schreibt.

Vielen Dank für die Erklärung. Durch den Teil des Betriebshofes, der in Oberschöneweide liegt ist eine gemeinsame Nennung natürlich schwierig und es wird ein Spagat erforderlich, das sehe ich ein. Da der Hauptteil des Hofes meinem Vernehmen nach in Niederschöneweide liegt, könnte man den kleineren Teil vielleicht vernachlässigen oder einfach nur von "Schöneweide" sprechen, was jedoch auch nicht korrekt wäre. Zumindest denkt aber die BVG, ihr Betriebshof in der Nalepastraße befindet sich in diesem Ort und auch die Busse der Linie 160 sind mit "Schöneweide, Hasselwerderstr." beschildert.
Bei der Namensgebung durch die BVG spielen viele Aspekte mit hinein. Schöneweide wollte man den Hof nicht nennen, um keine Verwechslungen mit der Tram zu erzeugen. Vorteil von der Bezeichnung Treptow ist ebenso, dass der Buchstabe T bei den Bezriebshofkürzeln noch frei war.
Zitat
M48er
Vorteil von der Bezeichnung Treptow ist ebenso, dass der Buchstabe T bei den Bezriebshofkürzeln noch frei war.

Man könnte auch argumentieren, es sei der ehemalige Betriebshof Treptow aus der Elsenstraße, der nun an einem anderen Standort wiedererrichtet wird, ähnlich wie es bei der Feuerwache Treptow der Fall ist. Dann hat man auch gleich eine schöne Geschichte parat.


Das Gegenteil von pünktlich ist kariert.
Zitat
Alter Köpenicker
Zitat
M48er
Vorteil von der Bezeichnung Treptow ist ebenso, dass der Buchstabe T bei den Bezriebshofkürzeln noch frei war.

Man könnte auch argumentieren, es sei der ehemalige Betriebshof Treptow aus der Elsenstraße, der nun an einem anderen Standort wiedererrichtet wird, ähnlich wie es bei der Feuerwache Treptow der Fall ist. Dann hat man auch gleich eine schöne Geschichte parat.

Der Straßenbahnhof an der Elsenstr. hieß "Tre" und der Busbetriebshof in der Eichenstraße 4 "T". Letzterer wurde 1927/28 errichtet und war zeitweise für den gesamten Busverkehr der BVG-OST zuständig. Seine architektonische Besonderheit war eine Wagenhalle 70x100m mit stützenloser Überdachung. Heute ist dort die [www.arena.berlin] zu Hause.
Nach dem Mauerbau lag er direkt im Grenzgebiet, diente aber weiterhin als Busbetriebshof, war aber nicht jedermann zugänglich. Geschlossen wurde er aber erst 1992.

Beste Grüße
Harald Tschirner
Re: Neue E-Buslieferungen
08.07.2026 23:45
T könnte heute auch für Todenhagen stehen. Dann wäre auch gleich ein neuer Stadtteil geboren.

Gruß Nemo
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Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Zitat
Harald Tschirner
Der Straßenbahnhof an der Elsenstr. hieß "Tre" und der Busbetriebshof in der Eichenstraße 4 "T". Letzterer wurde 1927/28 errichtet und war zeitweise für den gesamten Busverkehr der BVG-OST zuständig. Seine architektonische Besonderheit war eine Wagenhalle 70x100m mit stützenloser Überdachung. Heute ist dort die [www.arena.berlin] zu Hause.
Nach dem Mauerbau lag er direkt im Grenzgebiet, diente aber weiterhin als Busbetriebshof, war aber nicht jedermann zugänglich. Geschlossen wurde er aber erst 1992.

Ja, ein Trauerspiel.
Das Gelände in Treptow wurde bereits vom BVG-Busvorläufer ABOAG 1925 erworben, um zunächst anstelle der früher dort produzierenden Maschinenfabrik Beermann den Fahrgestell- und Karosseriebau aus der Hauptwerkstatt Jasmunder Straße, später Hof U (Usedomer Straße) auszulagern. Der wirtschaftliche Aufschwung der "goldenen Zwanziger Jahre" erlaubte eine großzügige Busbeschaffung, so dass große Wagenhallen neu gebaut werden mussten. Der Hof Helmholtzstraße mit einer 6700m² großen Halle (1926), Eichenstraße 7000m² stützenfrei (1927/28) und 1929/30 Neubau Hof U waren wegweisend, dann kam die Weltwirtschaftskrise aus USA und der Hof Z (Zehlendorf) konnte erst 1936/37 nach wirtschaftlichem Aufschwung errichtet werden.

Der Busverkehr der BVG-Ost wurde nach der Betriebsteilung infolge der Währungsreform im Westen neben Hof T auch vom Weißenseer Hof W in der Belfortstraße aus organisiert, dessen Halle aus der Kaiserzeit 1913 recht klein war und 1963 vom Neubau in der Lichtenberger Straße (Hof L) abgelöst wurde, nach Straßenumbenennung 1985 Hof I genannt. Der 1951 eingerichtete Obusbetrieb musste in Straßenbahnhof Lichtenberg unterkommen, ging jedoch 1973 schon wieder ein. Die Busse und die Bus-Zentralwerkstatt halten sich aber dort bis heute.
Schaun wir mal, ob Hof I, F und demnächst T für den Ostteil des BVG-Busbetriebes reichen werden.
Ohne den Verkauf der Bushöfe H, T, Z, teilweise U und der Hw Uferstraße zum ungünstigsten Zeitpunkt, als freie Gewerbegrundstücke im Überfluss im Angebot waren und nur ein geringer Erlös erzielt werden konnte, wären die teuren Neubauten mit Grundstückserwerb kaum nötig geworden.

so long

Mario
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