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Neue E-Buslieferungen
geschrieben von Harald Tschirner 
Zitat
nicolaas
Das mit den kürzeren Reichweiten von E-Bussen im Vergleich zu Dieselbussen wird doch künftig durch die Endstellen-Nachladung egalisiert. Es ist eher so, dass die BVG E-Busse perspektivisch wie Straßenbahnen teilweise 24 Stunden oder länger im Einsatz halten will. Welche Auswirkungen das auf den Zustand des Fahrgastraums haben wird, muss sich noch zeigen.

Wie weit ist man denn jetzt in der Planung der Elektroversorgung für die Endstellen gekommen? Wann ist denn mit den Inbetriebnahmen zu rechnen?
Zitat
nicolaas
Das mit den kürzeren Reichweiten von E-Bussen im Vergleich zu Dieselbussen wird doch künftig durch die Endstellen-Nachladung egalisiert. Es ist eher so, dass die BVG E-Busse perspektivisch wie Straßenbahnen teilweise 24 Stunden oder länger im Einsatz halten will. Welche Auswirkungen das auf den Zustand des Fahrgastraums haben wird, muss sich noch zeigen.

Solche E-Busse gab es mal. Die bezogen ihren Elektroenergiebedarf wie die Straßenbahn aus der Oberleitung und wurden deshalb O-Busse genannt. Diese Technologie wurde in Berlin 1973 endgültig wegen Unwirtschaftlichkeit abgeschafft.
Heutige E-Busse müssen für die Grundladung täglich viele Stunden an speziellen Ladesäulen stehen. Auch die sogenannten Endstellenlader, die ihren Stromtank an den Endstellen für die nächste Fahrt ergänzen, aber nicht wieder komplett auffüllen können.
Der Dieselbus braucht dafür nur wenige Minuten an der Tanksäule und wird dabei gleich geprüft und ausgefegt. Sofort danach ist er wieder für einen langen Betriebstag bereit.

so long

Mario
Re: Neue E-Buslieferungen
11.08.2025 06:01
Mario, Deine stets spürbare Abneigung gegen Batterie-E-Busse ist mittlerweile nicht mehr faktenbasiert.

Die Reichweitenprobleme trafen auf die ersten 12-Meter-E-Busse zu, von denen Frau Günther trotz mangelnder Technikausreifung so viele wie möglich kaufen wollte.
Schon bei der Ebusco-Beschaffung (letzte Depotlader-Beschaffung) war die Reichweite super, Ebusco hat leider andere Probleme (Liquidität und infolge dessen Ersatzteilversorgung).

Bei der anstehenden großen Gelenkbuslieferung ist davon auszugehen, dass das Fahrzeug selbst bei schwierigen Temperaturbedingungen die meisten Umläufe sogar ohne Nachladen schaffen würde, nur sehr lange Kurse von 4 Uhr bis Mitternacht werden Probleme machen. Dafür hat man dann die Nachladetechnik.

Bei der Nachladetechnik kann man mittlerweile sogar davon ausgehen, dass energieseitig ein Dauerbetrieb über viele Betriebstage im Fahrgasteinsatz möglich wäre. Die Gewerkschaften haben in den letzten Tarifrunden so lange Wendezeiten ausverhandelt, da sind die Akkus der Fahrzeuge viel schneller aufgeladen als die "Akkus der Fahrpersonale".
Zitat
Nemo

Man muss ja fürs Saubermachen nicht einrücken.

Aus der Erfahrung rührt allerdings die Befürchtung her, dass das Saubermachen in dem Zuge ganz gestrichen wird.
Re: Neue E-Buslieferungen
11.08.2025 08:29
Zitat
nicolaas
Zitat
Nemo

Man muss ja fürs Saubermachen nicht einrücken.

Aus der Erfahrung rührt allerdings die Befürchtung her, dass das Saubermachen in dem Zuge ganz gestrichen wird.

Hat man nicht für die M10 am Jahnsportpark eine Innenreinigungsanlage geschaffen?

Gruß Nemo
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Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Zitat
M48er
Mario, Deine stets spürbare Abneigung gegen Batterie-E-Busse ist mittlerweile nicht mehr faktenbasiert.

Das Problem hat er mittlerweile nicht nur bei den E-Bussen, dort allerdings besonders schlimm.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 11.08.2025 08:39 von Wutzkman.
Zitat
der weiße bim
Solche E-Busse gab es mal. Die bezogen ihren Elektroenergiebedarf wie die Straßenbahn aus der Oberleitung und wurden deshalb O-Busse genannt. Diese Technologie wurde in Berlin 1973 endgültig wegen Unwirtschaftlichkeit abgeschafft.

Warum gilt dieses Argument in anderen Städten nicht, in denen sich Trolleybusse großer Beliebtheit erfreuen?


Zitat
der weiße bim
Der Dieselbus braucht dafür nur wenige Minuten an der Tanksäule und wird dabei gleich geprüft und ausgefegt. Sofort danach ist er wieder für einen langen Betriebstag bereit.

Dafür kann der E-Bus während seiner längeren Ladezeit auch mal feucht durchgewischt werden.


Das Gegenteil von pünktlich ist kariert.
Etwas OT, aber bei Interesse ein meiner Meinung nach sehr schöner Bericht, was möglich ist, wenn man will: [www.electrive.net]
Die BVG startet nun endlich mit dem Bau der ersten Schnellladestationen im Streckennetz, heute am Schwarzelfenweg, die nächsten Tage auch an den S-Bhf. Kaulsdorf und Marzahn:

[www.bvg.de]

Auf irgendwelchen Betriebshöfen gibt es aber auch noch keine Schnellladestationen für die neuen Solaris-E-Gelenkbusse, oder?

~~~~~~
Die paar Schritte kann ich auch fahren.
Kurzfristig vermutlich auch nicht geplant.
Die langen Solaris sollen ja dann die beiden neuen Betriebshöfe bevölkern, wenn sie denn mal fertig sind.

___
Gute Nacht, Forum!
Re: Neue E-Buslieferungen
06.10.2025 17:42
Auf dem Betriebshof wird in der Regel langsamer geladen. 200 Busse gleichzeitig an einer Schnellladetechnik ist nicht optimal, wenn man die ganze Nacht zum Laden Zeit hat
Klingt nachvollziehbar.

~~~~~~
Die paar Schritte kann ich auch fahren.
Zitat
Philipp Borchert
Die BVG startet nun endlich mit dem Bau der ersten Schnellladestationen im Streckennetz, heute am Schwarzelfenweg, die nächsten Tage auch an den S-Bhf. Kaulsdorf und Marzahn

Sehr schön!
Zitat
Philipp Borchert
Die BVG startet nun endlich mit dem Bau der ersten Schnellladestationen im Streckennetz, heute am Schwarzelfenweg, die nächsten Tage auch an den S-Bhf. Kaulsdorf und Marzahn:

[www.bvg.de]

Auf irgendwelchen Betriebshöfen gibt es aber auch noch keine Schnellladestationen für die neuen Solaris-E-Gelenkbusse, oder?
S Marzahn hat bereits begonnen. Schwarzelfenweg folgte heute und S Kaulsdorf starten in den nächsten zwei Wochen. Schnellladestationen machen auf Betriebshöfen keinen Sinn. Es geht ja darum, dass die E-Wagen länger auf Strecke bleiben und Betriebsfahrten reduziert werden.
Zitat
GraphXBerlin
Schnellladestationen machen auf Betriebshöfen keinen Sinn.

Es könnte höchstens in Ausnahmefällen sinnvoll sein, eine Buslinie, deren Endhaltestelle in der Nähe eines Betriebshofes liegt, aber keine gute Möglichkeit für eine Schnellladestation bietet, bis zum Betriebshof zu verlängern, um dort eine solche Station einzurichten, aber im Grundsatz sind die Lademöglichkeiten auf den Betriebshöfen natürlich eher für die Depotlader.
Hat Frau Bonde in ihrer fanatischen "Technologieoffenheit" Herrn Falk eigentlich mittlerweile auch verboten, über eine batterieelektrische Variante (oder von mir aus notfalls auch eine H2-Version) der ADL Doppeldecker nachzudenken und seine Gedanken sodann im Vergabeportal zu veröffentlichen oder warum wird dieses Vorhaben nicht mehr verfolgt...?

Wenn mensch sich schon geradezu phobisch weigert, etwa die von Zoo ausgehenden Langläufer M45, M49 etc. auf Straßenbahnbetrieb umzustellen sowie innert überschaubarer Fristen die hierfür erforderliche Infrastruktur zu schaffen, sollten diese wenigstens mit lokal emissionsfreien DD betrieben werden. Auch mancher Innenstadtlinie stünde die Rückkehr der einst so berlintypischen Doppeldecker sehr gut zu Gesicht.

Viele Grüße
Arnd
Zitat
Arnd Hellinger
Hat Frau Bonde in ihrer fanatischen "Technologieoffenheit" Herrn Falk eigentlich mittlerweile auch verboten, über eine batterieelektrische Variante (oder von mir aus notfalls auch eine H2-Version) der ADL Doppeldecker nachzudenken und seine Gedanken sodann im Vergabeportal zu veröffentlichen oder warum wird dieses Vorhaben nicht mehr verfolgt...?

Wenn mensch sich schon geradezu phobisch weigert, etwa die von Zoo ausgehenden Langläufer M45, M49 etc. auf Straßenbahnbetrieb umzustellen sowie innert überschaubarer Fristen die hierfür erforderliche Infrastruktur zu schaffen, sollten diese wenigstens mit lokal emissionsfreien DD betrieben werden. Auch mancher Innenstadtlinie stünde die Rückkehr der einst so berlintypischen Doppeldecker sehr gut zu Gesicht.

Etwas weniger Schaum vor dem Mund und Berichte vom Fahrgastsprechtag lesen helfen da. ;)

Da wird darauf verwiesen, dass die Bestandsdoppeldeckerflotte recht neu ist, aktuell neue Gelenkbusse zugehen und es auch unlogisch wäre Busse zu kaufen, wenn man dafür nichts ausmustert. Die Kassen sind klamm, für neue Busse muss auch irgendwas ausgemustert werden. Und pseudomäßig wird behauptet, es gibt keinen guten serienreifen Doppeldecker mit der Tür auf der korrekten Seite.

Berliner Linienchronik (+ Stationierungen/Werbungen/...) 1858-2026
Zitat
485er-Liebhaber
Etwas weniger Schaum vor dem Mund und Berichte vom Fahrgastsprechtag lesen helfen da. ;)

Warum immer gleich so abwehrend? In der Vergangenheit kam es häufiger vor, dass auf Fahrgastsprechtagen oder anderen öffentlichen Veranstaltungen "A" erzählt und dann intern "B" verfolgt wurde... :-(

Zitat
485er-Liebhaber
Da wird darauf verwiesen, dass die Bestandsdoppeldeckerflotte recht neu ist, aktuell neue Gelenkbusse zugehen und es auch unlogisch wäre Busse zu kaufen, wenn man dafür nichts ausmustert. Die Kassen sind klamm, für neue Busse muss auch irgendwas ausgemustert werden. Und pseudomäßig wird behauptet, es gibt keinen guten serienreifen Doppeldecker mit der Tür auf der korrekten Seite.

Die Scanias und Diesel-Citaros werden indes nicht wirklich jünger oder zuverlässiger, oder gelten für die jetzt plötzlich hinsichtlich Alterung, Abschreibung etc. vollkommen andere Regeln als bisher?

Und ja, wenn ich morgen anfange, als BVG einen Elektro-Doppeldecker zu konzipieren, habe ich mit Entwicklung, Ausschreibung, Vergabe, Prototyp-Erprobung das erste Serienfahrzeug frühestens in 2033/35, sofern niemand die Vergabekammer bemüht oder den Herren Trump, Putin oder/und Xi Jiping nicht wieder irgendwelche Spontaneinfälle mit Auswirkungen auf die Weltwirtschaft kommen.

Insofern wäre es schon von Vorteil, bereitete die Anstalt wenigstens schon einmal intern ein Lastenheft vor, was sie dann bei günstigem stadtpoltischem Umfeld zügig in die Ausschreibung geben könnte. Das ließe sich auch mit dem im Bus- und Einkaufsbereich derzeit vorhandenem Personal vorbereiten, ohne zusätzliche Gelder zu benötigen.

Viele Grüße
Arnd
Ich würde mich freuen, wenn der Ton solcher Nachrichten nicht mehr klingt nach (ich übertreibe absichtlich): Alles schlimm, böse BVG, Politik kann gar nichts, Müll, warum bekomme ich nicht das, was ich will?

Die Diesel-Citaros sind zum Großteil nicht wesentlich älter als die Diesel-Doppeldecker.

Dann muss morgen aber auch Geld da sein. Und wir sehen ja schon die Anzeichen, dass man bei Straßenbahn und U-Bahn lieber weniger als mehr hätte - weil die Kassen so klamm sind. Daher muss man doch einfach realistisch sein: Wäre schön, aber die höchste Prior das eben nicht.

Und wenn weiter so schnell Ladeinfrastruktur gebaut wird, dann brauchen wir wohl auch noch länger Dieselbusse.

Berliner Linienchronik (+ Stationierungen/Werbungen/...) 1858-2026
Re: Neue E-Buslieferungen
14.05.2026 11:36
Du hast die Dieselpreisentwicklung mitbekommen?
Jeder E-Bus-Kilometer spart Bares Geld für die BVG.
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