Zitat
Railroader
Ich hätte das Geld ehrlich gesagt lieber im Ausbau des ÖPNV gesehen. Wieviel Kilometer Straßenbahn und/oder U-Bahn hätte man dafür bekommen?
Gar keine. Denn der Bus hat in der Feinerschließung (u.a. geringe Haltestellenabstände, kleine Wohnstraßen etc.) seine Berechtigung im ÖPNV. Also bitte jetzt nicht wieder gleich pauschal verteufeln.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 29.03.2019 00:03 von GraphXBerlin.
Zitat
Logital
Zitat
südkreuz
Was ich vermisse, ist eine ehrliche Analyse, was mit dem Test auf der Linie 204 denn nun war bzw. ist. Wenn alles so toll ist, wie Nikutta immer wieder behauptet hat, warum wird das Konzept nicht weiter verfolgt? Oder war es doch ein Flop, wie ich mal unterstelle? Ich wohne an der Strecke, und an den meisten Tagen wurden andere Busse mindestens zur Hälfte eingesetzt. Und wer garantiert jetzt, dass das neue Konzept funktioniert? Mir ist das alles zu undurchsichtig.

Auf eine Pressemitteilung kannst du lange warten, und wenn die kommen würde wäre sie so dünn, dass man hinterher auch nicht schlauer ist.

Interessanter ist da schon ob in der Fachliteratur Artikel erschienen sind. Im Fachblatt des VDV "Der Nahverkehr" habe ich im Online Archiv geschaut und keine Auswertung zum Projekt gefunden.

Der Test der Ebusse wurde jedoch von der TU Berlin, Fakultät V, genau vom Fachgebiet Methoden der Produktentwicklung und Mechatronik begleitet.


[www.mpm.tu-berlin.de]

Wenn du magst schreibe oder rufe doch eine der beiden dort genannten Ansprechpartner an. Sicher liegt in der Bibliothek des Fachgebietes eine wissenschaftliche Arbeit über das Projekt vor.

(...)

"Ziel des Verbundprojektes E-Bus Berlin ist es, eine Buslinie in Berlin komplett elektrisch zu betreiben." Das oben angegebene Ziel konnte auf der Buslinie 204 nicht erreicht werden.

Die Umstellung einer stärker belasteten - nicht straßenbahnwürdigen - Innenstadtlinie auf einen zuverlässigen elektrischen Betrieb (in Form des Obusses) war und ist dagegen jederzeit möglich.

Das Ziel, vom Öl als Antriebstechnologie wegzukommen und Alternativen dazu zu entwickeln, leuchtet mir ja durchaus ein. Warum ein Einsatz bewährter Technik, die auch einen Beitrag in dieser Richtung leisten könnte, gar nicht in Betracht gezogen wird, leuchtet mir allerdings immer weniger ein.

Nur mal so gefragt: Funktioniert ein Übergang zur Elektromobilität eigentlich auch ohne Elektrifizierung von Eisenbahnstrecken?

Allseits eine gute Nacht wünscht Euch
Marienfelde
Hallo Marienfelde

Könnte es sein dass vier Batteriebusse (meinetwegen auch 5) auf so einer Linie immer noch günstiger sind als über die gesamte Strecke eine Oberleitung zu spannen?

*******
Aufgrund von Verzögerungen im Schreibablauf kommt es bei einige Beiträgen zu Verspätungen und Ausfällen.
Zitat
Harald Tschirner
Zitat
B-V 3313
Zitat
der weiße bim
Noch was merkwürdiges. Während der letzte angeschaffte Solaris Elektro-Urbino EN18 1689 im Vorjahr ein E-Kennzeichen erhielt [www.bahninfo-forum.de], werden die Neuwagen EN19 1801 bis 1815 (E-Solaris) und 1816 bis 1830 (ECitaro) wieder ohne E-Kennzeichen zugelassen.

Ölheizung und E-Kennzeichen passen nicht zueinander.

Ach so: zu dem Thema war zu hören, dass da zwar Ölheizungen eingebaut sind, die aber nur bei sehr niedrigen Temperaturen verwendet werden. Ansonsten soll es die Klimaanlage richten...

So sieht das auch aus.
Aber wenn es deswegen kein E-Kennzeichen geben sollte, da die Ölheizung nichts mit dem Antrieb zu tun hat, ist es ja komisch, das nun alle E-Busse in Hamburg nachträglich nun ein E-Kennzeichen erhalten haben. Auch die beiden eCitaros wie auch die von Solaris die eine Ölheizung verbaut haben.

Zumal die Aussage laut Hersteller und HOCHBAHN ist, die die Reichweite von 150 Kilometern garantieren – unabhängig von Außentemperatur, Linienprofil und anderen Einflussfaktoren. Hier geht es nicht nur darum vor Ort emissionsfrei fahren zu können, sondern man auch von den fossilen Brennstoffen weg will.
Eine Reichweite von 150 Kilometern ist sicherlich nicht viel (eher ein Witz), aber die hat man nun auch so garantiert, das man die auch schaffen wird und nicht nur bei guten Wetter ohne weitere Verbraucher ansonsten bei 158 Kilometern liegen bleiben wird.
Ab dem Jahr 2020 soll dann die Reichweite bei 200 Kilometer liegen. Die Frage wäre dann, wenn man irgendwann mal bei garantiert 500 Kilometer liegen würde und die Aufladung verkürzt wäre, ob es dann überhaupt einen Sinn machen würde, die ganze Stadt mit Masten und Leitungen verlegen zu müssen. Ein reiner Obus, wäre auch heute keine Alternative mehr, wenn er nicht zusätzlich einen Akku dabei hätte und somit kann man sich das dann auch sparen.
Ab 2022 soll dann von EvoBus dann noch die Kombination als E-Bus und mit Wasserstoff als Serie auf dem Markt kommen, was die Reichweite dann noch einmal erhöhen soll.

Was noch kommen soll...
[edison.handelsblatt.com]



3 mal bearbeitet. Zuletzt am 29.03.2019 09:26 von Heiko T..
Zitat
Logital
Hallo Marienfelde

Könnte es sein dass vier Batteriebusse (meinetwegen auch 5) auf so einer Linie immer noch günstiger sind als über die gesamte Strecke eine Oberleitung zu spannen?

Für eine kurze Linie abseits von Haupttrassen zur Wohngebietserschließung ja-
auf dicht befahrene Trassen gehört ein Obus hin ( M-Linien etc), wenn man den Korridor nicht durch die Straßenbahn zeitnah ersetzen kann.

T6JP
Zitat
OlB
Zu den E Nummernschildern fand ich nur, dass die Fahrzeugklasse M3 nicht unter das Elektromoblitätsgesetz fällt. Dies könnte ein Grund sein.

Dies ist ja auch durchaus sinnvoll, da das Gesetz die Elektromobilität im motorisierten Individualverkehr fördern soll. Die Vorteile, die das E auf dem Kennzeichen bringen könnte, betreffen Linienbusse ohnehin nicht.

Was die Ölheizung angeht: die wäre wohl nicht das Problem, die Definitionen des Gesetzes beziehen sich alle nur auf den Antrieb. Die Schwelle ist ohnehin relativ niedrig, der elektrische Antrieb muss allein nur 40 km weit kommen.
Zitat
T6Jagdpilot
Zitat
Logital
Hallo Marienfelde

Könnte es sein dass vier Batteriebusse (meinetwegen auch 5) auf so einer Linie immer noch günstiger sind als über die gesamte Strecke eine Oberleitung zu spannen?

Für eine kurze Linie abseits von Haupttrassen zur Wohngebietserschließung ja-
auf dicht befahrene Trassen gehört ein Obus hin ( M-Linien etc), wenn man den Korridor nicht durch die Straßenbahn zeitnah ersetzen kann.

T6JP

Richtig, das hat übrigens auch das Land Berlin erkannt. Daher stehts entsprechend im Nahverkehrsplan.

*******
Aufgrund von Verzögerungen im Schreibablauf kommt es bei einige Beiträgen zu Verspätungen und Ausfällen.
Zitat
Logital
Zitat
T6Jagdpilot
Zitat
Logital
Hallo Marienfelde

Könnte es sein dass vier Batteriebusse (meinetwegen auch 5) auf so einer Linie immer noch günstiger sind als über die gesamte Strecke eine Oberleitung zu spannen?

Für eine kurze Linie abseits von Haupttrassen zur Wohngebietserschließung ja-
auf dicht befahrene Trassen gehört ein Obus hin ( M-Linien etc), wenn man den Korridor nicht durch die Straßenbahn zeitnah ersetzen kann.

T6JP

Richtig, das hat übrigens auch das Land Berlin erkannt. Daher stehts entsprechend im Nahverkehrsplan.


Und da haben Batterie-Bus-Jünger gewirkt und dem Oberleitungsbus negative Aspekte zugeordnet, die bei einer Straßenbahn wohl nicht bestehen, soetwas wie geringe Flexibilität und Oberleitung, die unästhetisch ist.... Lieber dann doch Busse, die schwere Batterien mit sich rum schleppen...
Aber halt, dann nennen wir das Kind einfach anders, der Streckenlader ist geboren und wird dem Batteriebus zugeordnet. Eben ein Batteriebus mit Oberleitung und kein Oberleitungsbus mit Batterie.... ist mir eigentlich auch egal, Hauptsache die Dinger kommen auch wirklich in naher Zukunft.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 29.03.2019 12:51 von Jahreskarte.
Zitat
Marienfelde
Nur mal so gefragt: Funktioniert ein Übergang zur Elektromobilität eigentlich auch ohne Elektrifizierung von Eisenbahnstrecken?
Marienfelde

Elektromobilität dient dem Ersatz von Öffentlichen Verkehrsmitteln. Endlich wird das Auto so umweltfreundlich, dass ihm nichts mehr im Wege stehen soll. Deine Elektrifizierung von Eisenbahnstrecken wird als Ersatzneubau stattfinden - auf der nächsten Autobahn.

Berlins Straßen sind zu eng, um sie nur dem MIV zu opfern!
Re: Neue E-Buslieferungen
29.03.2019 13:23
Zitat
dubito ergo sum
Zitat
Marienfelde
Nur mal so gefragt: Funktioniert ein Übergang zur Elektromobilität eigentlich auch ohne Elektrifizierung von Eisenbahnstrecken?
Marienfelde

Elektromobilität dient dem Ersatz von Öffentlichen Verkehrsmitteln. Endlich wird das Auto so umweltfreundlich, dass ihm nichts mehr im Wege stehen soll. Deine Elektrifizierung von Eisenbahnstrecken wird als Ersatzneubau stattfinden - auf der nächsten Autobahn.

Das Auto steht sich vorallem in Form von Stau selbst im Wege. Daran wird auch die scheinbare Umweltfreundlichkeit nichts ändern! Die Argumente für die Bahn und den ÖPNV dass diese umweltfreundlicher sind werden etwas abgeschwächt. Mehr Platz haben wir aber deshalb in der Stadt nicht.

Gruß Nemo
---

Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Klar - das war der Duktus der Verfechter von Elektromobilität.

Berlins Straßen sind zu eng, um sie nur dem MIV zu opfern!
Re: Neue E-Buslieferungen
19.06.2019 13:00
Und die nächsten 90 E-Solarien!



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 19.06.2019 13:03 von Lepus.
Zitat
Lepus
Und die nächsten 90 E-Solarien!

Aha?

Zitat
BVG-Pressemitteilung
Die bereits aus der ersten Charge bekannten Fahrzeuge des Typs New Urbino 12 Electric...

Ahja? die 'erste Charge' besteht aktuell aus genau wievielen Fahrzeugen? Doch nur einem einzigen, oder habe ich was verpasst?
Zitat
schallundrausch
die 'erste Charge' besteht aktuell aus genau wievielen Fahrzeugen? Doch nur einem einzigen, oder habe ich was verpasst?

Es waren je 15 Fahrzeuge bei Solaris und Evobus bestellt worden. Davon wurden bisher nur Einzelexemplare im Linienverkehr (142, 347, 259) gesichtet, obwohl die dazugehörigen 30 Ladesäulen eines chinesischen Herstellers auf dem Bushof I inzwischen fertig sein sollen.

so long

Mario
Ich verstehe das mit der Buslinie 240 nicht. Diese Linie wird zunehmend immer mehr mit GN befahren und trotzdem setzt die BVG noch auf EN auf dieser Linie, welche auf dieser Linie mehr als fehl am Platz sind.
Vielleicht hat man nicht so viele GN. Momentan fahren sogar teilweise 165 und 169 als EN, ich denke da sind sie auf dem 240 noch besser passend. Es hieß ja anfangs auch, bestimmte Umläufe seien erst einmal mit GN geplant, wieso genau bestimmte Umläufe, vielleicht setzen die bei Ende des 10-Minuten-Takts aus und abends reichen EN. Oder es sind die, die abends weiterfahren.
Aufm 240er sind es immer die gleichen Umläufe zwischen 720-740 Uhr ab Storkower Str, wegen den Berufsschülern, die in die Josef Orlopp Str müssen, hinter Ruschstr.

Na aber aufm 259 und 294 sind dich GN viel sinnvoller :-). In der Tat wäre dort ein Tausch zwischen dem Hof I und L mal notwendig. Aber der Fahrzeugpark ist ja aktuell im Wandel, sodass es sich ja eh einiges in Zukunft stark ändern wird.
Zitat
Harald01
Na aber aufm 259 und 294 sind dich GN viel sinnvoller :-). In der Tat wäre dort ein Tausch zwischen dem Hof I und L mal notwendig. Aber der Fahrzeugpark ist ja aktuell im Wandel, sodass es sich ja eh einiges in Zukunft stark ändern wird.

Der Wagenpark ist doch immer im Wandel.

x--x--x--x

Ein fester Standpunkt ist immer wichtig - besonders in Kurven und beim Bremsen. Bitte gut festhalten!
Zitat
Lepus
Und die nächsten 90 E-Solarien!

"Einsatzzeiten von 16 Betriebsstunden pro Tag"

Auf der Linie 349...?

Gruß
Salzfisch

---
Berlins Straßen sind zu eng, um sie mit Gelenkbussen zu verstopfen!
Zitat
Im Testbetrieb erreichten die Fahrzeuge aus der ersten Charge bereits Einsatzzeiten von 16 Betriebsstunden pro Tag.

Alle Fahrzeuge zusammen gerechnet, sicherlich...

x--x--x--x

Ein fester Standpunkt ist immer wichtig - besonders in Kurven und beim Bremsen. Bitte gut festhalten!
Sorry, in diesem Forum dürfen nur registrierte Benutzer schreiben.

Hier klicken, um sich einzuloggen