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Kurioses - Q1/2019
geschrieben von def 
Ich als Laie würde dafür folgendes verantwortlich machen:

- seitens der Verantwortlichen werden die beschriebenen Sachen gar nicht als 'katastrophale Zustände' bewertet, weil es sich ja nur um Dreck handelt, der in 'ner Großstadt nun mal auftritt.

- eben WEIL dieser Dreck so viel vorhanden ist, wäre ein Vorgehen dagegen enorm aufwändig. Man sieht ja z.B. anhand der Tine-Wittler-Klebefolien in manchen Stationen, dass man den Aufwand zur Pflege wirklich minimal halten möchte.

- es kommen zu wenig Beschwerden. Und das ist dann ein Kreislauf. Bei einzelnen Beschwerden sehen die Verantwortlichen nicht die Dringlichkeit und wimmeln sie womöglich so wie von GraphXBerlin ab. Dadurch werden natürlich auch weniger Eingaben geschrieben, weil man ja von sowas ausgehen muss...

Es MUSS ein Hobby sein - leisten kann ich mir das nicht... :)
Meine Mutter war letzte Woche in Wien und meinte, dass sich dort scheinbar noch um Sauberkeit gekümmert wird..
T6
Re: Kurioses - Q1/2019
14.10.2019 10:32
Meine Tochter war in Rom und meinte danach, wir würden im Paradies leben.
Sowohl bezüglich der Sauberkeit der Stadt als auch des ÖPNV.
Re: Kurioses - Q1/2019
14.10.2019 11:35
Zitat
T6
Meine Tochter war in Rom und meinte danach, wir würden im Paradies leben.
Sowohl bezüglich der Sauberkeit der Stadt als auch des ÖPNV.

Kann ich so uneingeschränkt bestätigen.
Straßenbahn ist zwischendurch mit Notstrom gefahren (10 km/h), die Bahn nach Lido war so besprüht, dass man kein Sonnenlicht mehr gesehen hat.
Die Station machen der NY Bronx in den 1980 Jahren alle Ehre.
Die Liste lässt sich beliebig erweitern...

Ein weiteres Negativbeispiel ist aus meiner Sicht Athen, obwohl zur Olympiade verdammt viel Geld reingesteckt wurde, ist es total furchbar.
Straßenbahn fährt nicht mehr, SEV ist ein absolutes Fremdwort...

Ich finde den Nachverkehr in Berlin auch ganz gut, besonders die Verzahnung mit dem Umland und die Ringbahn sind schon echte Alleinstellungsmerkmale.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 14.10.2019 11:36 von lasy.
Zitat
T6
Meine Tochter war in Rom und meinte danach, wir würden im Paradies leben.
Sowohl bezüglich der Sauberkeit der Stadt als auch des ÖPNV.

Das kann ich auch bestätigen. War diesen Sommer mit meiner Frau und unserem Sohn in Rom. Ein wirklichen Takt gibt es dort bei Bussen nicht. An den Haltestellen gibt es keine Fahrpläne....man sagte uns das die meisten Busse ungefähr alle 20 -30 min fahren. Teilweise werden Busse eingesetzt die bei uns vor 20 Jahren gefahren sind und bei schlechten Straßen etwas außerhalb von Rom hörte sich der Bus an als ob er gleich auseinander fällt.
Die U-Bahnhöfe sind alle sehr dunkel und trostlos und ja es sind viele Züge besprüht (obwohl es hier in Berlin ja auch zugenommen hat , das liegt aber denke ich an dem Fahrzeugmangel der BVG).
Zitat
T6
Meine Tochter war in Rom und meinte danach, wir würden im Paradies leben.
Sowohl bezüglich der Sauberkeit der Stadt als auch des ÖPNV.

Ja als ich letztens in Rom konzertierte... Es war furchtbar zu den Probe- und Konzertorten mit dem ÖPNV zu kommen
def
Re: Kurioses - Q1/2019
14.10.2019 16:07
Zitat
PassusDuriusculus
Meine Mutter war letzte Woche in Wien und meinte, dass sich dort scheinbar noch um Sauberkeit gekümmert wird..

Zitat
T6
Meine Tochter war in Rom und meinte danach, wir würden im Paradies leben.
Sowohl bezüglich der Sauberkeit der Stadt als auch des ÖPNV.

Nun sollte man sich allerdings eher am besseren orientieren. In Rom ist eh Hopfen und Malz verloren. Zumindest im deutschsprachigen Raum ist m.E. aber der Berliner ÖPNV in punkto Sauberkeit schon ziemlich weit hinten.

Zitat
Philipp Borchert
Ich als Laie würde dafür folgendes verantwortlich machen:

- seitens der Verantwortlichen werden die beschriebenen Sachen gar nicht als 'katastrophale Zustände' bewertet, weil es sich ja nur um Dreck handelt, der in 'ner Großstadt nun mal auftritt.

- eben WEIL dieser Dreck so viel vorhanden ist, wäre ein Vorgehen dagegen enorm aufwändig. Man sieht ja z.B. anhand der Tine-Wittler-Klebefolien in manchen Stationen, dass man den Aufwand zur Pflege wirklich minimal halten möchte.

- es kommen zu wenig Beschwerden. Und das ist dann ein Kreislauf. Bei einzelnen Beschwerden sehen die Verantwortlichen nicht die Dringlichkeit und wimmeln sie womöglich so wie von GraphXBerlin ab. Dadurch werden natürlich auch weniger Eingaben geschrieben, weil man ja von sowas ausgehen muss...

Die Verantwortlichen sollten sich einmal mit der Broken-Windows-Theorie auseinandersetzen. Sicher kann man über die suggerierte fast Zwangsläufigkeit Vandalismusschaden => Kriminalitätsexplosion streiten, aber den Teil, dass das Nichtreparieren von Schäden oder die allgemeine Verwahrlosung des öffentliichen Raums zur weiteren Verwahrlosung beiträgt, halte ich für sehr plausibel.

Sicher gibt es Idioten, die auch in einem geplfegten öffentlichen Raum Schäden anrichten. Aber je verwahrloster der Raum, desto geringer auch bei anderen die Hemmschwelle, sich z.B. in der Ecke zu erleichtern oder Müll einfach fallen zu lassen.

Leider tut die Gestaltung oft ein übriges: bei der BVG seit einiger Zeit sehr beliebten Marmorfußböden, die sehr viel schneller als der klassische Belag schmuddelig wirken. Schön, dass man etwas teureres kauft, dann aber die Pflege vernachlässigt...

Oder eine komplette Gestaltungsverweigerung wie beim neuen Ostkreuz unten, v.a. unter dem Ringbahnsteig.
Zitat
T6
Meine Tochter war in Rom und meinte danach, wir würden im Paradies leben.
Sowohl bezüglich der Sauberkeit der Stadt als auch des ÖPNV.

Sagen wir mal so, schlimmer geht immer :D

Ich mache gerade quasi eine Berlin-Entgiftung. In Karlsruhe!
Wenn man sich zu lange mit Berliner Verkehrsplanung beschäftigt, dann wiederherstellt das ein bisschen den Glauben an die Menschheit. Was hier ÖV-mäßig geboten wird ist für einen Berliner nur unvorstellbar.
Ich lehne mich mal weit aus dem Fenster und behaupte: die haben hier die beste Straßenbahn der Welt.
2,65 breite 75m-wagen im Minutentakt.
Dichtes Netz mit Eigentrassen und funktionierenden (!!!) Vorrangschaltungen.
Großartiger Fahrkomfort mit teilniederflurigen Drehgestellwagen.
Überlandrouten mit Expresszügen, Panoramawagen, Straßenbahn mit Toilette und wlan an Bord.
Service unter der Woche bis nach 1 Uhr .
Faire Preise, BahnCard- Rabatt (!!) auf Einzeltickets
Freundliche (!!!) Ticketkontrolle auch spätnachts.
Letztes Wochenende Stadtfest: 2 Tage kompletter Stadtverkehr kostenlos.
Innenstadt so gut wie autofrei.
Von der Sauberkeit fang ich lieber gar nicht erst an, sonst heult ihr.
Oh, und übrigens sehr radfreundlich hier. Die indes entspricht zwar nicht den aktuellen Forderungen nach baulicher Trennung. Aber selbst wer auf der Straße fährt wird nicht bedrängt, geschnitten oder sonstwie vergewaltigt. Und die fahren dicke Schlitten hier unten! Absurdes Gefühl von nem AMG-Mercedes über lange Strecke mit Respektabstand verfolgt zu werden :D
Na, übertreib's mal nicht. Die Bahnen fahren da im Minutentakt, weil fast alle Linien auf einer Trasse gebündelt werden, nicht anders als bei uns auf'm Alexanderplatz, egal ob drauf oder drüber. Soweit ich weiß, fährt keine Linie für sich öfter als alle zehn Minuten (was ja nicht schlecht ist).

Einzelkarte KA 2,60 zu B 2,90; 4er KA 9,60 zu B 9,00; Tageskarte - okay, KA 6,60 zu künftig B 8,60 (aber derzeit sieht's noch anders aus), Monat KA 64,00 zu B 84,00. Tariflich also schon mal nah beieinander wenn man bedenkt, wie hier vielerorts das Angebot aussieht.

Was ich aber bestätigen kann sind die "richtigen" Straßenbahnen (die Hochflurer würde ich aufgrund ihrer teils anderen Aufgaben nicht zum Vergleich heranziehen) - die sind unglaublich bequem und großzügig mit Sitzen und dennoch viel Stellfläche ausgestattet! Und fahren wie auf Schienen!

Aber ich mag deren Farben nicht...die erinnert mich immer an irgendwas...und wirkt altbacken...

:p

Es MUSS ein Hobby sein - leisten kann ich mir das nicht... :)
Zitat
T6
Meine Tochter war in Rom und meinte danach, wir würden im Paradies leben.
Sowohl bezüglich der Sauberkeit der Stadt als auch des ÖPNV.

Ja, Italien ist da wohl so ein Fall für sich. Je weiter man sich nach Süden bewegt, desto schlimmer wird es sowohl mit dem ÖPNV als auch mit der Sauberkeit. In Mailand ist noch alles gut und in Rom eigentlich auch, wenn man zuvor mal in Palermo oder Catania war. Die Stadtbusse von Catania sind praktisch nur für Eingeweihte nutzbar, da es weder ein Liniennetz noch einen Fahrplan gibt. An den Haltestellen findet sich lediglich ein grober Überblick über die wichtigsten Straßen und Plätze und im Fahrzeug wird nichts angesagt oder angezeigt. Selbst Google ist überfragt und liefert Fehlinformationen. Letztendlich muß man sich dort mit der U-Bahn begnügen, die immerhin den Superlativ, die südlichste von Europa zu sein, innehat.


Beginne den Tag mit einem Lächeln - dann hast Du es hinter Dir.
Zitat
schallundrausch
[Karlsruhe]
Ich lehne mich mal weit aus dem Fenster und behaupte: die haben hier die beste Straßenbahn der Welt.

Das kann man natürlich so sehen. Nüchtern betrachtet sind es aber auf den nach EBO bedienten Strecken keine richtigen Straßenbahnen. Aber Spaß macht es allemal, damit zu fahren, vor allem in Richtung Baden-Baden oder mit dem S4-Sprinter nach Heilbronn.


Beginne den Tag mit einem Lächeln - dann hast Du es hinter Dir.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 15.10.2019 07:49 von Alter Köpenicker.
Als ich gestern in den Bus eingestiegen bin, hielt ich, wie immer, dem Busfahrer mein Handy mit dem Fahrschein auf dem Display vor die Nase. Dieser ermuntert mich daraufhin, den Aztec-Code vor den Scanner zu halten, da es sich ja auch um ein Foto handeln könnte, das ich ihm präsentiere. So etwas habe ich ja bislang überhaupt noch nicht erlebt.

Frohen Mutes hielt ich also das Handy vor den Scanner und es passierte nichts. Der Fahrer betätigte einige Knöpfe und forderte mich erneut zum Scannen auf. Schnell gewann ich den Eindruck, der Busfahrer wollte selbst einmal ausprobieren, wie es funktioniert. Nach einigen Scanversuchen meinerseits und diversen Tastendrücken seitens des Busfahrers konnte mein Ticket endlich eingelesen werden.


Beginne den Tag mit einem Lächeln - dann hast Du es hinter Dir.
Re: Kurioses - Q1/2019
16.10.2019 16:34
Auf der U5 fährt heute der Zugverband 2582/83+2700/2701+2586/87 mit der Abfertigungsstimme von Inge Metz-Neun. Warum auch immer. Vor ein paar Tagen war es noch Ingo Ruff. Der Zug fuhr Richtung Alexanderplatz!
Re: Kurioses - Q1/2019
22.10.2019 03:34
Hallo,

bereits vor drei Wochen stieß ich in Britz auf diese seltsam gekleidete Ersatzhaltestelle...


Haltestelle, Berlin-Neukölln (Grüner Weg), 2019

...vielleicht hat man sich ja ein paar neue gebastelt, nachdem kürzlich einfache Vierkantprofile ohne Fahrplankästen als Ersatzhaltestellen herhalten mussten.

Viele Grüße vom Oberdeck...


BVG - Doofheit auf Rädern!
Re: Kurioses - Q1/2019
22.10.2019 23:08
Aber für ein einlaminiertes Linienmodul "Bus U7 Ersatzverkehr Richtung Rathaus Spandau (bzw. Grenzallee)" hat es wohl dann nicht mehr gereicht?
Habe ich aber leider an mehreren Haltestellen des U7-SEV gesehen, dass es leider noch nicht mal für die laminierten Linienmodule gereicht hat.
Gefühlt hatte nur ca. jede dritte Haltestelle den entsprechenden "Fahrtrichtungshinweis".
Re: Kurioses - Q1/2019
22.10.2019 23:12
Der Aufwand wird scheinbar nicht mehr oft betrieben. Nicht mal die alten Einschübe werden rausgenommen, beispielsweise bei der aktuellen Ersatzhaltestelle am Adersleber Weg Richtung Norden kann man noch die umgedrehte M1 erkennen.

Die Ersatzhaltestellen mit Masten im 'Urban-Jungle'-Design sehe ich zuletzt sogar in etwa gleich oft wie die mit gelben.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 22.10.2019 23:13 von VBB/HVV.
Re: Kurioses - Q1/2019
22.10.2019 23:12
Der SEV 60/61 fuhr heute im Zielschild nur mit Liniennummer und ohne Zielangabe umher.
Einen Fahrplan sucht man an der Haltestelle Bahnhofstr./Lindenstr.auch vergebens.

Der Anschluß funktionierte auch nicht.
Re: Kurioses - Q1/2019
22.10.2019 23:40
Zitat
Oberdeck
Hallo,

bereits vor drei Wochen stieß ich in Britz auf diese seltsam gekleidete Ersatzhaltestelle...


Haltestelle, Berlin-Neukölln (Grüner Weg), 2019

...vielleicht hat man sich ja ein paar neue gebastelt, nachdem kürzlich einfache Vierkantprofile ohne Fahrplankästen als Ersatzhaltestellen herhalten mussten.

Viele Grüße vom Oberdeck...

Die Informationen sind doch vorhanden. Was soll an dieser Ersatzhaltestelle kurios sein?



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 22.10.2019 23:54 von Henning.
Re: Kurioses - Q1/2019
23.10.2019 00:33
Ach Mensch Henning! *rolleyes*

Guck' dir doch beide Masten der Haltestelle mal genauer an, dann wirst Du bestimmt den Unterschied bemerken.
Re: Kurioses - Q1/2019
23.10.2019 00:51
Hallo,

Zitat
VBB/HVV
Die Ersatzhaltestellen mit Masten im 'Urban-Jungle'-Design sehe ich zuletzt sogar in etwa gleich oft wie die mit gelben.

Ach, echt? Ich habe bislang nur die eine in Britz gesehen, insgeheim allerdings gehofft, dass die in Zukunft alle so schick aussehen werden.

Zitat
VBB/HVV
Nicht mal die alten Einschübe werden rausgenommen, beispielsweise bei der aktuellen Ersatzhaltestelle am Adersleber Weg Richtung Norden kann man noch die umgedrehte M1 erkennen.

Geht noch besser, am Prerower Platz treffen durch solche Schlampereien jetzt die Linien M17 und 50 zusammen, gesehen am vergangenen Sonntag...


Haltestelle, Berlin-Hohenschönhausen (Falkenberger Ch.), 2019.

Viele Grüße vom Oberdeck...


BVG - Doofheit auf Rädern!
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