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Online-Petition für einen 10-Minuten-Takt nach Bernau
geschrieben von Marienfelde 
Zitat
Bumsi
Sollte dann nicht eher Geld aus dem Straßenbau in den ÖPNV fließen, die Gelder für den Ausbau von Fahrradwegen sind eh lächerlich gering. Wobei das BAB 100 Geld wohl vom Bund und nicht vom Land kommt.

Allerdings kann ich bei Betrachtung des Zustands mancher Straßen hier in Karlshorst - aber auch in anderen Kiezen - die hier vertretene These, der Straßenbau in Berlin sei auskömmlich finanziert, nicht so wirklich unterschreiben. Da finden sich seit Abschaffung der Anrainerbeteiligung auch diverse gravierende Instandhaltungsrückstände an Bürgersteigen, Fahrbahnen, Radwegen, die deren Benutzung mit Rollstuhl, Auto, Fahrrad sowie eigenen Füßen zur Safari werden lassen... :-(

Und nein, der Unterhalt von Bundesfernstraßen erfolgt nicht mit Geldern des Senats, sondern (derzeit noch - ab 2021 macht das die DEGES komplett) durch diesen im Auftrag und auf Rechnung des BMVI, also des Bundes. Folglich legt auch der Bund die dabei zu beachtenden Standards fest.

Viele Grüße
Arnd
Zitat
Nicolas Jost
Zitat
Nordender
Ich habe in den 90ern selber ein paar Jahre in Bernau gewohnt.
Der langjährige Bürgermeister Handke (CDU ) hat jahrelang null Interesse an den Pendlern gehabt. Auf einer öffentlichen Diskussion kam die Aussage, soll Berlin doch das Gleis bezahlen, für Brandenburg kein Thema.

Es ist doch vollkommen absurd, dass dieser Mensch 20 Jahre lang (bis 2014) gewählter Bürgermeister sein konnte
Überlass uns Bernauer die Einschätzung ob es eine gute oder schlechte Wahl war.

Ob diese Aussage jemals gefallen ist kann ich nicht feststellen. Fakt ist, dass der Bürgermeister von Bernau sehr wenig Einfluss überhaupt hat, eigentlich gar keinen, ob ein 2. Gleis gebaut wird oder nicht und ob die S-Bahn dann alle 10 Minuten fährt. Bis dato hat der Besteller (Land Brandenburg) sich immer geweigert da nachzubessern.

Zitat
schallundrausch
Gleichzeitig ist das Radfahren in der gesamten Fußgängerzone immer noch verboten (und zwar rund um die Uhr).
Richtig so, heißt ja auch Fußgängerzone. Gleiche Spiel mit den Laufbänder in der Stadt, diese sind für Fußgänger, nicht für Radfahrer.
Das Wegklingeln von Fußgängern ist ein absolutes No-Go.

Zitat
schallundrausch
..., dass während der Rathausbauarbeiten auf dem Marktplatz (einer Fußgängerzone) geparkt werden darf, weil auf der Rathausbaustelle 5 Parkplätze wegfallen.
Falsch, es sind ca. 35 Parkplätz weggefallen, nämlich alle Parkplätze in der Grünstraße.

Zitat
Nemo
Man darf parken, aber nicht radfahren? Ausgeschildert als Fußgängerzone mit Autos frei?
Nein, nur der Marktplatz ist zum parken frei gegeben. Die Bürgermeisterstraße ist weiterhin Fußgängerzone. Nur Anlieferverkehr darf rein.
Zitat
Barnimer
Gleiche Spiel mit den Laufbänder in der Stadt, diese sind für Fußgänger, nicht für Radfahrer.

Bitte was? Ihr habt Laufbänder in der Stadt? So Dinger wie am Flughafen?

Es MUSS ein Hobby sein - leisten kann ich mir das nicht... :)
Ich vermute, dass Bürgersteige gemeint sind.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 29.04.2019 08:49 von PassusDuriusculus.
Bitte löschen



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 29.04.2019 08:48 von PassusDuriusculus.
Da gehe ich auch von aus, aber ich dachte mir, ich frag' mal nach. Wenn ich ungewohnte Wörter für irgendwas nutze kann man mich auch gern fragen.

:)

[www.bab-lokalanzeiger.de]

Es MUSS ein Hobby sein - leisten kann ich mir das nicht... :)
Zitat
PassusDuriusculus
Ich vermute, dass Bürgersteige gemeint sind.
Jein. Wir haben in der Stadt vereinzelte Kopfsteinpflasterwege (zB. Stadtmauerweg). Für Fußgänger (vorallem für Senioren mit Rollatoren und co.) hat man ein ca. 1 Meter breites Band aus glatten Granitplatten verlegt. Dieses Band wird natürlich auch von Fahrradfahrer genutzt. Wenn nun aber Fußgänger und Fahrradfahrer gleichzeitig auf dem Band unterwegs sind, haben manche Pedalos die Angewohnheit diese wegzuklingeln oder darauf zu halten. Bleibt man als Fußgänger stur auf dem Weg, dann bleibt es nicht oft beim bösen Blick seitens des Fahradfahrers, da kommen gerne paar Drohungen hinterher, wie zBsp. "Beim nächsten Mal fahre ich dich um." und sone Scheiße. Mittlerweile sah man sich in der Stadt genötigt, ein Fahrradverbotszeichen auf die Bänder zu pinseln. Interessiert trotzdem einige immer noch nicht.
Zitat
Barnimer
Bleibt man als Fußgänger stur auf dem Weg, dann bleibt es nicht oft beim bösen Blick seitens des Fahradfahrers, da kommen gerne paar Drohungen hinterher, wie zBsp. "Beim nächsten Mal fahre ich dich um." und sone Scheiße. Mittlerweile sah man sich in der Stadt genötigt, ein Fahrradverbotszeichen auf die Bänder zu pinseln. Interessiert trotzdem einige immer noch nicht.

Kraß. Gut, dass die sich nicht mit nem Auto durch die Stadt bewegen.
Oder sind das frühere Autorambos, die sich keinen Wagen mehr leisten können oder den Führerschein los geworden sind?
Zitat
Barnimer
Zitat
PassusDuriusculus
Ich vermute, dass Bürgersteige gemeint sind.
Jein. Wir haben in der Stadt vereinzelte Kopfsteinpflasterwege (zB. Stadtmauerweg). Für Fußgänger (vorallem für Senioren mit Rollatoren und co.) hat man ein ca. 1 Meter breites Band aus glatten Granitplatten verlegt. Dieses Band wird natürlich auch von Fahrradfahrer genutzt. Wenn nun aber Fußgänger und Fahrradfahrer gleichzeitig auf dem Band unterwegs sind, haben manche Pedalos die Angewohnheit diese wegzuklingeln oder darauf zu halten. Bleibt man als Fußgänger stur auf dem Weg, dann bleibt es nicht oft beim bösen Blick seitens des Fahradfahrers, da kommen gerne paar Drohungen hinterher, wie zBsp. "Beim nächsten Mal fahre ich dich um." und sone Scheiße. Mittlerweile sah man sich in der Stadt genötigt, ein Fahrradverbotszeichen auf die Bänder zu pinseln. Interessiert trotzdem einige immer noch nicht.

Hilfe. Auf den Gedanken, dass glatter Untergrund nicht nur für Rollatoren sinnvoll sein, sondern womoglich auch für Radfahrer ist man in der Stadt noch nicht gekommen?

Dass man Fußgänger natürlich nicht von gemeinsamen Wegen wegklingelt (es sei denn, sie lassen einem wirklich keinen Platz zum Ausweichen) ist natürlich unbestritten.
Aber dennoch halte ich die Geschichte nicht gerade für ein Beispiel stadtplanerischer Kompetenz.
Zitat
Global Fisch
Aber dennoch halte ich die Geschichte nicht gerade für ein Beispiel stadtplanerischer Kompetenz.

Das hat Tradition in Bernau, wenn man sich die Plattenbauten geopferte Altstadt anschaut.
Wie die Berliner Woche Hier berichtet, fordert die CDU Fraktion Pankow, erneut einen 10 Minuten-Takt nach Bernau.
Mich wundert, warum man wegen den Planungsunterlagen bezüglich der EÜ Pölnitzweg bzw. deren Eingleisigkeit überrascht ist. Sind ihnen die bisher neu errichteten Überführungen auf Brandenburger Gebiet entgangen? Insbesondere fällt mir da die neu errichtete EÜ Zepernicker Chaussee ein, Platz für ein zweites S-Bahn Gleis?...Lach
Gleiche Situation an der EÜ Bahnhofstraße in Röntgental. Dort verbaut man sich auch gerade ein zweites Gleis.
Zitat
SBahner
Wie die Berliner Woche Hier berichtet, fordert die CDU Fraktion Pankow, erneut einen 10 Minuten-Takt nach Bernau.
Mich wundert, warum man wegen den Planungsunterlagen bezüglich der EÜ Pölnitzweg bzw. deren Eingleisigkeit überrascht ist. Sind ihnen die bisher neu errichteten Überführungen auf Brandenburger Gebiet entgangen? Insbesondere fällt mir da die neu errichtete EÜ Zepernicker Chaussee ein, Platz für ein zweites S-Bahn Gleis?...Lach
Gleiche Situation an der EÜ Bahnhofstraße in Röntgental. Dort verbaut man sich auch gerade ein zweites Gleis.

Die Planfeststellungs- (oder besser Planänderungsunterlagen) sind übrigens hier online:
[www.uvp-verbund.de]
Erlaubt mir eine Frage zum Einwendungsrecht von Trägern öffentlicher Belange: Nehmen wir an, die zuständige Senatsverwaltung (Sen UVK) würde gegen diese Planung den Einwand vorbringen, das Land Berlin hätte die Absicht, in Abstimmung mit dem Land Brandenburg einen zweigleisigen Ausbau der Strecke zwischen Buch und Röntgental (- Bernau) voranzutreiben - mit dem Ziel der Fahrplanstabilisierung sowie einer (teilweisen) Verdichtung auf einen 10-Minutentakt?

Würde so ein Einwand die gewünschte Wirkung entfalten?
Zitat
Marienfelde
Erlaubt mir eine Frage zum Einwendungsrecht von Trägern öffentlicher Belange: Nehmen wir an, die zuständige Senatsverwaltung (Sen UVK) würde gegen diese Planung den Einwand vorbringen, das Land Berlin hätte die Absicht, in Abstimmung mit dem Land Brandenburg einen zweigleisigen Ausbau der Strecke zwischen Buch und Röntgental (- Bernau) voranzutreiben - mit dem Ziel der Fahrplanstabilisierung sowie einer (teilweisen) Verdichtung auf einen 10-Minutentakt?

Würde so ein Einwand die gewünschte Wirkung entfalten?

Ich fürchte nicht, so lange keine konkreten Zusagen bestehen. Wenn Brandenburg jetzt sagen würde, wir bestellen den 10 Minuten Takt zum Jahr xx, dann vielleicht. Solange die Brücke für das derzeit geplante Betriebsprogramm ausreicht, besteht nicht nur keine Chance, sondern die Bahn würde mit Geldverschwendung und Wirtschaftlichkeit kontern.
Was viele wohl nicht verstehen: die Bahn darf keine Vorratsbauten errichten, wenn diese Vorratsbauten nicht bestellt werden. Und bisher ist diese Brücke nur ein Ersatzbau, den die Bahn bezahlen muss. Deshalb nur Ersatz des Status quo.
Zitat
DerMichael
Zitat
Marienfelde
Erlaubt mir eine Frage zum Einwendungsrecht von Trägern öffentlicher Belange: Nehmen wir an, die zuständige Senatsverwaltung (Sen UVK) würde gegen diese Planung den Einwand vorbringen, das Land Berlin hätte die Absicht, in Abstimmung mit dem Land Brandenburg einen zweigleisigen Ausbau der Strecke zwischen Buch und Röntgental (- Bernau) voranzutreiben - mit dem Ziel der Fahrplanstabilisierung sowie einer (teilweisen) Verdichtung auf einen 10-Minutentakt?

Würde so ein Einwand die gewünschte Wirkung entfalten?

Ich fürchte nicht, so lange keine konkreten Zusagen bestehen. Wenn Brandenburg jetzt sagen würde, wir bestellen den 10 Minuten Takt zum Jahr xx, dann vielleicht. Solange die Brücke für das derzeit geplante Betriebsprogramm ausreicht, besteht nicht nur keine Chance, sondern die Bahn würde mit Geldverschwendung und Wirtschaftlichkeit kontern.
Was viele wohl nicht verstehen: die Bahn darf keine Vorratsbauten errichten, wenn diese Vorratsbauten nicht bestellt werden. Und bisher ist diese Brücke nur ein Ersatzbau, den die Bahn bezahlen muss. Deshalb nur Ersatz des Status quo.
Status quo, wenn man die momentane Eingleisigkeit betrachtet.
Aber......wenn man nur die Bauwerke an sich betrachtet, meines Wissens nach sind/waren sämliche EÜ zw. Buch-Bernau mindestens 4 gleisig.(also jeweis 2 Fern- u. S-Bahn Gleise)auch gut auf Satellitenbildern zu erkennen, mit Stand vor Beginn des Ausbau der Stettiner Bahn in diesem Abschnitt.

Ist es denn dann einfach nur ein Ersatz, wenn aus ursprüglich 2 Brücken für die S-Bahn mit 2 Gleisen, nur noch eine wird, wo nur noch Eines drüber führt? Mir ist schon klar, dass es heute andere Gleismittenabstände gibt und mehr Platz benötigt wird.
Hallo,

die notwendigen Unterwerke sind jetzt wg. der 483/484 ja schon eingeplant. Wenn die fertig sind, könnte der 2 gleisige Wiederaufbau beginnen. In wie weit eine Herstellung des Zustandes von 1924 ohne Planfeststellung möglich ist, bleibt abzuwarten.
Es fehlt ja an Planern. Die Petition, die COVID-19/Sars-Co V-2 Krise und die sich anbahnende Wirtschaftskrise gäbe Möglichkeiten Aufträge an finanziell notleidende Baubetriebe zu vergeben. In wie weit ausländische Planer über Homeoffice solche Projekte realisieren können???

Gruß
Bernd



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 25.03.2020 18:08 von Bernd.
Zitat
SBahner

Ist es denn dann einfach nur ein Ersatz, wenn aus ursprüglich 2 Brücken für die S-Bahn mit 2 Gleisen, nur noch eine wird, wo nur noch Eines drüber führt? Mir ist schon klar, dass es heute andere Gleismittenabstände gibt und mehr Platz benötigt wird.

In den Planänderungsunterlagen steht ja auch drin, wofür - neben dem erweiterten Gleismittenabstand - der Platz benötigt wird: Randwege, Bankette, Kabelkanäle und Schallschutzwände. Bei einigen Brücken ist der "Zug ja schon abgefahren". Bei einem 10 Minutentakt wird man hier entweder Engstellen / Zwangspunkte bekommen oder die Brücken müssen nochmal nach Westen verbreitert werden. Aber wenn Brandenburg jetzt nicht ganz schnell handelt und bei der Bahn den 10 Minutentakt bestellt und auf einen zweigleisigen Ausbau besteht und diesen u.U. auch bezahlt, dann werden immer mehr Fakten durch "optimierte" Trassen auf den Brücken geschaffen. Da nun aber die Fernbahngleise vermutlich nach Westen gerutscht sind und die Trasse nicht von der Mitte ausgehend nach beiden Seiten verbreitert wurde, wird es vermutlich richtig teuer, wenn denn überhaupt noch der Platz da ist, wenn jetzt ausschließlich nach Westen verbreitert werden muss.
Zitat
Bernd
Hallo,

die notwendigen Unterwerke sind jetzt wg. der 483/484 ja schon eingeplant. Wenn die fertig sind, könnte der 2 gleisige Wiederaufbau beginnen. In wie weit eine Herstellung des Zustandes von 1924 ohne Planfeststellung möglich ist, bleibt abzuwarten.
Es fehlt ja an Planern. Die Petition, die COVID-19/Sars-Co V-2 Krise und die sich anbahnende Wirtschaftskrise gäbe Möglichkeiten Aufträge an finanziell notleidende Baubetriebe zu vergeben. In wie weit ausländische Planer über Homeoffice solche Projekte realisieren können???

Gruß
Bernd

Man vergisst hier eins: Früher mag das mit der Investition in Infrastruktur funktioniert haben, als die Leute noch mit Schaufeln und Hacken gearbeitet haben. Da konnte man noch tausende in Lohn und Brot bringen. Heute hat man schwere Maschinen und braucht ein paar Spezialisten. Da reiten nur noch 4-5 Leute auf einer TBM durch den Untergrund, wo vorher zig Leute gebuddelt und gesprengt haben.

Nicht umsonst gibt es immer weniger Baukonzerne in Deutschland. Wer soll denn die ganze Infrastruktur bauen, wenn niemand da ist, der es machen kann...
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