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5.06.2019: Information zur Tramstrecke Alexanderplatz - Potsdamer Platz/Kulturforum
geschrieben von Marienfelde 
Bei allem Verständnis für die Planungen (und auch ein bisschen Off-Topic), aaaber:

Der Berliner Stadtgrundriss ist "dank" Hobrecht, dem 2. Weltkrieg und dem autogerechten Wiederaufbau in Ost und West alles andere als eng oder dicht zu bezeichnen.
Erhaltene Grundrisse aus dem Mittelalter wie in Frankreich und Spanien konnten trotzdem die Straßenbahn integrieren, teilweise mit komplett neuen Netzen.
Insofern halte ich die aktuellen Planungen für die Verlängerung als das Mindestmaß an Kompromiss für eine gute Intermodalität - darunter sollte es aber tatsächlich nicht gehen.
Zitat
Marienfelde
Hallo Global Fisch, vorab: Der zentrale Schlüssel zur Lösung städtischer Verkehrsprobleme ist meines Erachtens der öffentliche Verkehr. Alle anderen Verkehrsarten benötigen mehr Fläche je "Beförderungsfall" (Tschuldigung), dies gilt womöglich sogar für den Fußgängerverkehr.
Drehen wir es doch lieber um: Das einzige wirkliche Verkehrsproblem ist das Auto. ÖPNV, Rad- und Fußverkehr würden auf den meisten Straßen sich gegenseitig nicht stören.
Straßenbahn/Bus in die Mitte, daneben den Radverkehr und an der Seiten ist dann genug Platz für Fußgänger und den parkenden Wirtschaftsverkehr.

Zitat
Marienfelde
Wir haben einen gegebenen Stadtgrundriß, gegebene, kaum erweiterbare Verkehrsflächen, mit denen man irgendwie auskommen muß - daher ist eine große Kompromißfähigkeit aller Akteure erforderlich, sonst gibt es in der Innenstadt im Zweifel keine einzige "neue" Straßenbahnstrecke, weil es immer irgendwo "neuralgische Stellen" geben wird.
So eng ist Berlin nicht gebaut. Auf der Prenzlauer Allee passen beispielsweise mehrere Autospuren pro Richtung, Straßenbahn auf dem Mittelstreifen, Parkstreifen, Radweg und ein breiter Bürgersteig problemlos nebeneinander. Nebenan auf der Schönhauser hat man sogar eine Hochbahn plus Straßenbahn auf der Verkehrsfläche untergebracht.
Wir haben in Berlin definitiv kein Platzproblem.
Zitat
Beförderungsfall Nr. 8821
Zitat
Marienfelde
Hallo Global Fisch, vorab: Der zentrale Schlüssel zur Lösung städtischer Verkehrsprobleme ist meines Erachtens der öffentliche Verkehr. Alle anderen Verkehrsarten benötigen mehr Fläche je "Beförderungsfall" (Tschuldigung), dies gilt womöglich sogar für den Fußgängerverkehr.
Drehen wir es doch lieber um: Das einzige wirkliche Verkehrsproblem ist das Auto. ÖPNV, Rad- und Fußverkehr würden auf den meisten Straßen sich gegenseitig nicht stören.
Straßenbahn/Bus in die Mitte, daneben den Radverkehr und an der Seiten ist dann genug Platz für Fußgänger und den parkenden Wirtschaftsverkehr.

Zitat
Marienfelde
Wir haben einen gegebenen Stadtgrundriß, gegebene, kaum erweiterbare Verkehrsflächen, mit denen man irgendwie auskommen muß - daher ist eine große Kompromißfähigkeit aller Akteure erforderlich, sonst gibt es in der Innenstadt im Zweifel keine einzige "neue" Straßenbahnstrecke, weil es immer irgendwo "neuralgische Stellen" geben wird.
So eng ist Berlin nicht gebaut. Auf der Prenzlauer Allee passen beispielsweise mehrere Autospuren pro Richtung, Straßenbahn auf dem Mittelstreifen, Parkstreifen, Radweg und ein breiter Bürgersteig problemlos nebeneinander. Nebenan auf der Schönhauser hat man sogar eine Hochbahn plus Straßenbahn auf der Verkehrsfläche untergebracht.
Wir haben in Berlin definitiv kein Platzproblem.

Ich würde sogar noch einen Schritt weitergehen: wir haben keine Platzproblem, aber ein Problem mit dem Platz! Berlin hat so unglaublich breite Magistralen, dass der Leidensdruck ungemein gering ist, mit dem Platz sparsam umzugehen. Andere, dichter bebaute Städte mussten schon viel früher mit dem begrenzten Straßenraum effizienter umgehen lernen und haben in der Konsequenz die platzineffizientesten Nutzungen eingeschränkt. Wir sind halt gewohnt, dass alles nebeneinander passt. Und kriegen jetzt Panik, weil das auf einmal an einem an sich immer noch großzügigen Querschnitt wie der Leipziger Straße auf einmal nicht mehr klappt. Woanders wäre das schon längst Fußgängerzone - wie der ganze Bereich drumrum auch. Wir beginnen heute mit einer Entwicklung, die anderswo schon vor 40 Jahren angefangen hat.
Am Dienstag, dem 25. Februar 2020, folgt nun der nächste Schritt:

Von 18 bis 21 Uhr (Einlass 17.30 Uhr) findet in der Alten Münze, Produktionshallen - Haus 2, Molkenmarkt 2 in 10179 Berlin eine weitere Informationsveranstaltung zur beabsichtigten Wiederaufnahme des Straßenbahnbetriebs zum Potsdamer Platz statt.

"In der zweiten Informationsveranstaltung möchten wir Ihnen die Überarbeitung der am 5.6.2019 vorgestellten Planung präsentieren und die in der Zwischenzeit erarbeiteten Planungsstände vorstellen und uns mit Ihnen austauschen. Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme."

Eine Online-Beteiligung soll ab dem 26. Februar 2020 unter: www.mein.berlin.de möglich sein.

Hier noch ein Link dazu: [www.berlin.de]
Zitat
Marienfelde
Am Dienstag, dem 25. Februar 2020, folgt nun der nächste Schritt:

Von 18 bis 21 Uhr (Einlass 17.30 Uhr) findet in der Alten Münze, Produktionshallen - Haus 2, Molkenmarkt 2 in 10179 Berlin eine weitere Informationsveranstaltung zur beabsichtigten Wiederaufnahme des Straßenbahnbetriebs zum Potsdamer Platz statt.

"In der zweiten Informationsveranstaltung möchten wir Ihnen die Überarbeitung der am 5.6.2019 vorgestellten Planung präsentieren und die in der Zwischenzeit erarbeiteten Planungsstände vorstellen und uns mit Ihnen austauschen. Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme."

Eine Online-Beteiligung soll ab dem 26. Februar 2020 unter: www.mein.berlin.de möglich sein.

Hier noch ein Link dazu: [www.berlin.de]

Dazu hab ich heute an der Hstl. Potsdamer Brücke diesen Aushang über dem Fahrplan gesehen. Lustig, wie darauf aufmerksam gemacht wird....


Am Dienstag, den 25. Februar 2020, lädt die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz zur zweiten Informationsveranstaltung zur geplanten Straßenbahnstrecke zwischen Alexanderplatz und Potsdamer Platz/Kulturforum ein.

Ort: Alten Münze, in den Produktionshallen - Haus 2, Molkenmarkt 2, 10179 Berlin
Zeit: 18 bis 21 Uhr (Einlaß 17.30 Uhr)

[mein.berlin.de]
Geht jemand hin und kann berichten? Ich muss zu der Zeit arbeiten und kann deshalb leider nicht.
Hey und ab dem 26.02.20 ist dann hier die Online-Beteiligung möglich:
[mein.berlin.de]
Falls ich es zeitlich schaffe, gehe ich hin (Keine Garantie). Drei Stunden wirkt recht lang. Ist das üblich für so ein Format?
Die Morgenpost war wohl mit ihrem Bericht zu den Ergebnissen der Veranstaltung am schnellsten:

https://www.morgenpost.de/bezirke/mitte/article228547285/Tram-Plaene-Leipziger-Strasse-soll-in-Teilen-einspurig-werden.html

Viele Grüße
André
Hallo André,

danke für den Link! Am schnellsten, ja. Aber hier werden auch schon gleich die Argumentationslinien und Interessen klar: Im Morgenpost-Artikel dreht sich fast alles nur um die mögliche Reduzierung auf einen MIV-Fahrstreifen pro Richtung, schon gleich in der Überschrift.

Ich konnte die Veranstaltung leider nicht besuchen, aber es würde mich sehr interessieren, welchen Stellenwert diese Variante dort tatsächlich eingenommen hat und wie diese aufgenommen wurde.

Viele Grüße
Manuel


Zitat
andre_de
Die Morgenpost war wohl mit ihrem Bericht zu den Ergebnissen der Veranstaltung am schnellsten:

https://www.morgenpost.de/bezirke/mitte/article228547285/Tram-Plaene-Leipziger-Strasse-soll-in-Teilen-einspurig-werden.html

Viele Grüße
André
Die Präsentation ist verfügbar: [www.berlin.de] (pdf, 15,5MByte)

Viele Grüße
Florian Schulz

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Zitat
TomB
Hey und ab dem 26.02.20 ist dann hier die Online-Beteiligung möglich:
[mein.berlin.de]

Die Online-Beteiligung startet um 12 Uhr.
Wozu ist die Kehranlage zw. U Spittelmarkt und Jerusalemer Str. vorgesehen?Für die M2? Es ist auch ein Abzweig in die Axel-Springer-Str. in den Planungsunterlagen zu sehen?
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