Willkommen! Einloggen Ein neues Profil erzeugen

erweitert
Heute vor 25 und 30 Jahren oder: Huch, wie lange ist das denn her? Der Thread für historisches.
geschrieben von B-V 3313 
Zitat
Florian Schulz
Ich muss ergänzen: Da der Fahrplanbetrieb erst einen Tag später startete, waren am Gesundbrunnen und Südkreuz auch historische Fahrzeuge ausgestellt. Damals konnte die Bahn noch groß. Und bunt!

Und wie ich erst jetzt sehe, eine geniale Marketing-Idee, Fahrzeuge und -ziele aus allen Enden der Republik zu zeigen.

Bunt könnte sie ja auch heute: würde man "die Bahn" nicht nur auf die DB beziehen, könnte man eine deutlich farbenfrohere Ausstellung hinbekommen als damals. Auch könnte man neue Fahrzeugtypen wie Bemu-Triebwagen oder Wasserstofftriebwagen zeigen, die es zwar grundsätzlich in der Region bereits gibt, aber halt doch eher in Randbereichen.

Allerdings war die damalige Situation 2 fertige neue Bahnhöfe weitgehend ohne Fahrbetrieb für so eine "Spaßveranstaltung" nutzen zu können, wohl ziemlich einmalig. Gut, man könnte es natürlich an wenig genutzten Stationen oder auf anderen Flächen machen, aber ganz das gleiche wäre das wohl nicht.
Zitat
Florian Schulz
Heute vor 20 Jahren wurde feierlich eines der größten Infrastrukturprojekte nach dem Mauerfall eröffnet: Der Berliner Hauptbahnhof mitsamt seines Nord-Süd-Tunnels. Dazu veranstaltete die Bahn am Freitag Abend im Zulauf zur Mitternachtsstunde am Spreebogen ein ziemliches Bimborium mit eindrücklicher Lichtsinfonie. Die Türen wurden meines Wissens gegen 23:30 Uhr geöffnet, jedoch aufgrund des massigen Andrangs dauerte es ewig, reinzukommen. Wer auf zeittypische Briefmarken-Videos steht und avi abspielen kann, für den habe ich noch einen Mitschnitt, der gut die musikalische Stimmung widerspiegelt: [daten-transport.de] (34 MByte)

Ja, das war schon eine beeindruckende Show, die die DB damals auf die Beine gestellt hat. Vor allem passte auch das Wetter, es war nicht zu kalt und der ganz leichte Nieselregen hat manche Lichteffekte erst so richtig zur Geltung gebracht.

Die Öffnung der Türen könnte etwas früher gewesen sein: ich habe in meinen Notizen stehen, dass ich 23:47 ab Unter den Linden nach Hause gefahren bin und ich war gleich nach Ende der Lichtsinfonie zur S-Bahn gelaufen, was aber ob der Menschenmassen recht lange gedauert hat. Und dann habe ich auf dem Pariser Platz „meine“ S-Bahn durchfahren hören, sodass ich noch 20 Minuten warten musste. Ich müsste also gegen 23:30 schon am Pariser Platz gewesen sein. (Interessant war, dass der S-Bahnsteig dort anfangs total überfüllt war, aber binnen der 20 Minuten, die ich gewartet hatte, fast alle Leute abtransportiert waren, sodass meine Bahn dann einen normalen Füllungsgrad hatte).

Meinen ersten Besuch des Hauptbahnhofs selbst hatte ich dann am Sonntag auch eher unfreiwillig. Ich hatte an der Fahrradsternfahrt teilgenommen und dafür den allerallerersten Regionalexpress von Oranienburg nach Gesundbrunnen genutzt, um dort nach Eberswalde umzusteigen. Nach dem Ende der Sternfahrt am Spreebogen fand ich mich plötzlich in den Massen wieder, die in den Hauptbahnhof strömten – keine Chance, da mit dem geschobenen Fahrrad aus dem Strom auszubrechen, um auf der Straße auf die andere Seite der Stadtbahn zu kommen. So ließ ich mich mit dem Strom in den Bahnhof treiben, wo sich die Massen zum Glück etwas verteilten und ich auf der anderen Seite wieder rauskam.

Die Eröffnungsfeierlichkeiten der M10 waren dann an dem Nachmittag auch schon vorbei, als ich dort angelangt war.
Die Eröffnung des Berliner Hauptbahnhofes habe ich noch in sehr guter Erinnerung:














Gruß
Micha


Sorry, in diesem Forum dürfen nur registrierte Benutzer schreiben.

Hier klicken, um sich einzuloggen