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Citymaut mit BVG-Ticket?
geschrieben von Marienfelde 
Die Verkehrssenatorin Regine Günther (parteilos, für die Grünen) denkt für die nächste Legislaturperiode über die Einführung einer Innenstadtmaut zur Begrenzung des Autoverkehrs nach. Mit der Maut soll ein Ticket für Busse und Bahnen erworben werden.

Die Parkraumbewirtschaftung soll ausgeweitet und die Parkgebühren erhöht werden.

CDU, AFD und FDP äußerten sich ablehnend, ebenso die Linken, die für eine "Öffi-Flatrate" eintreten sowie die SPD. Diese setzt auf einen freiwilligen Umstieg in einen leistungsfähigen, preiswerten und zuverlässigen Nahverkehr, zu dem auch ein teurer U-Bahnausbau sowie mehr Park & Ride-Parkplätze in den Außenbezirken gehöre.

Hier noch ein Link zur Online-Fassung des Artikels in der heutigen Berliner Zeitung, der auf Seite 13 unter der unfreundlichen Schlagzeile "Umerziehungsprogramm für City-Autofahrer" abgedruckt ist: [www.berliner-zeitung.de]

Wie immer um diese Zeit wünsche ich Euch einen schönen Sonnabendabend,
Marienfelde
Das Problem bei einer City-Maut ist die Umsetzung:
Eine automatische Kennzeichenerfassung würde erhebliche Probleme, u.a. hinsichtlich Datenschutz mit sich bringen.
Andere Systeme hätten hingegen erhebliche negative Auswirkungen auf den Verkehrsfluss im Randgebiet, wären aber gleichzeitig auch sehr personalintensiv. Zudem könnten Binnen-Fahrten innerhalb des Gebiets kaum erfasst werden.


Mein Gedankengang wäre deshalb ein anderer:
Parkraum!
Sowohl hinsichtlich der Parkgebühren innerhalb der bewirtschafteten Zonen, sondern auch eine Abgabe für privat geschaffene Parkplätze. Dies erfolgt unter der Annahme, dass der Transitverkehr durch die City weitgehend vernachlässigt werden kann.
Der Vorteil wäre, dass durch verschiedene Parkgebühren / Abgaben gestaffelt werden können - je nach Kiez.
Bestehende Möglichkeiten wie Gästeparkausweise (z.b. von den Hotels zu bezahlen und auszuhändigen) bleiben als Ergänzung bestehen. Dadurch müssten sich auch Touristen etc nicht aktiv mit dem System auseinandersetzen, weil ja der "Gastgeber" die Organisation übernehmen könnte.

Eine, ggf anteilige, Verrechnung mit Jobtickets o.ä. wäre auch möglich.
Zitat
Giovanni
[...]
Eine automatische Kennzeichenerfassung würde erhebliche Probleme, u.a. hinsichtlich Datenschutz mit sich bringen.
[...]

Achja? Dann hätten wir aber bereits heute ein erhebliches Problem mit den Anlagen zur Überwachung der LKW-Maut.

--- Signatur ---
Bitte beachten Sie beim Aussteigen die Lücke zwischen Bus und Bordsteinkante!
Zitat
Marienfelde
Hier noch ein Link zur Online-Fassung des Artikels in der heutigen Berliner Zeitung, der auf Seite 13 unter der unfreundlichen Schlagzeile "Umerziehungsprogramm für City-Autofahrer" abgedruckt ist: ...

Irgendwie undurchdacht das ganze:
Zitat
Berliner Zeitung
Verkehrssenatorin Regine Günther (parteilos, für Grüne) hat eine neue Debatte über die Begrenzung des Autoverkehrs in der Innenstadt und die Förderung des ÖPNV losgetreten. Ihr Vorschlag: Autofahrer sollen eine Gebühr zahlen, wenn sie in die Innenstadt fahren und damit automatisch ein Ticket für Bus und Bahn erwerben.

Was soll ein Autofahrer mit dem zwangsgekauften VBB-Ticket, wenn er mit dem Auto fährt? Man braucht ein Ticket, wenn man nicht mit dem Auto unterwegs ist. Ein bisheriger Nicht-Nutzer von Bus&Bahn wird das nicht verstehen.

so long

Mario
Zitat
Jay
Zitat
Giovanni
[...]
Eine automatische Kennzeichenerfassung würde erhebliche Probleme, u.a. hinsichtlich Datenschutz mit sich bringen.
[...]

Achja? Dann hätten wir aber bereits heute ein erhebliches Problem mit den Anlagen zur Überwachung der LKW-Maut.


Kann man ja wohl nicht wirklich miteinander vergleichen...
Zitat
Jay

Achja? Dann hätten wir aber bereits heute ein erhebliches Problem mit den Anlagen zur Überwachung der LKW-Maut.

Ein Scannen aller Kennzeichen mit standardisierter Datenbankabfrage wird nicht zulässig sein, hat das BVerfG gerade zur Überwachung von Fahrverbotszonen geurteilt. Aus demselben Grund dürfen LKW-Mautdaten auch nicht zur Strafverfolgung verwendet werden.

Was sicher möglich wäre, ist ein System, das mit einem Transponder an der Windschutzscheibe arbeitet, so wie EZ-Pass in den USA.

Grüße
Nic
Zitat
Nicolas Jost
Zitat
Jay

Achja? Dann hätten wir aber bereits heute ein erhebliches Problem mit den Anlagen zur Überwachung der LKW-Maut.

Ein Scannen aller Kennzeichen mit standardisierter Datenbankabfrage wird nicht zulässig sein, hat das BVerfG gerade zur Überwachung von Fahrverbotszonen geurteilt. Aus demselben Grund dürfen LKW-Mautdaten auch nicht zur Strafverfolgung verwendet werden.

Was sicher möglich wäre, ist ein System, das mit einem Transponder an der Windschutzscheibe arbeitet, so wie EZ-Pass in den USA.

Dann erkläre mir mal bitte, warum die Daten aus dem Mautsystem bereits mehrfach im Rahmen von Ermittlungen und Überwachungen genutzt wurden. Der letzte medienwirksame Fall war das verschwundere Mädchen aus Berlin, dessen Schwager unter Mordverdacht steht.

--- Signatur ---
Bitte beachten Sie beim Aussteigen die Lücke zwischen Bus und Bordsteinkante!
Bevor ihr die Debatte jetzt auf das Mautsystem lenkt (macht doch dafür nen neuen Baum auf):
Ich bin gegen jede Form von Gängelung. Damit ist Frau Günters Idee raus. Man muss es auch nicht zur Flatrate übertreiben, das muss einfach nur billiger werden. Das Ergebnis von Unattraktivität mit Zwang wird demjenigen, der sich die Wohnung in Mitte nicht mehr leisten kann und deswegen von Hönow nach Mitte pendeln muss nicht helfen (und wenn ihr anfangt Ausnahmen machen zu wollen, überlegt gleich wo ihr die Grenze ziehen wollt).

Wir hatten die Diskussion schon mindestens ein mal, entweder gilt die 2h-Karte wieder für 2- Stunden oder es kommt endlich was Brauchbares in Richtung Kurzstrecke oder 1h oder 30min in eine Richtung. Es ist schlicht für den Gelegenheitsnutzer komplett unattraktiv und obendrein zu teuer (mal abgesehen davon, dass ständig irgendetwas aus irgendwelchen selbst ausgedachten Gründen nicht fährt).

Und bitte jetzt keine Debatte über ein eventuell viel zu kompliziertes Tarifsystem. Das war in Zeiten von Papiertickets vielleicht noch ein Argument, heute ist mit nem Smartphone oder mit ner Chipkarte jegliche Debatte erschlagen. 5,60€ für 15min bis zu McFit (einmal Umsteigen, deswegen funtkioniert Kurzstrecke nicht) sind n Witz.
Der Ausbau muss einfach deutlich erhöht werden. Dichte zuverlässige Takte bei U und S-Bahn, maximal mögliche Zuglängen, Beseitigung von Engpässen und Ausbau von Konfliktknoten bei S und Regionalbahn. Konsequentes Durchsetzen der Busspuren usw. Dann kann man parallel auch den Autoverkehr zurückdrängen. Sonst ist es reine Gängelung.

Klar, dass geht nur, wenn man die Züge und Fahrer hat, also parallel daran arbeiten. Jeder, der die Bahn sinnvoll nutzen kann, tut es jetzt schon nach meinem Gefühl, weil man sich den Stau nur ungern antut.


Nicht umsonst boomen die Zonen, wo die Züge regelmäßig und zügig ins Zentrum fahren.
Zitat
Denyo
5,60€ für 15min bis zu McFit (einmal Umsteigen, deswegen funtkioniert Kurzstrecke nicht) sind n Witz.

Ein Witz ist vor allem, dass man 15 min inkl. Umsteigen zu Fitti fährt. Lauf doch einfach, dann bist du auch gleich "warm".
Zitat
Denyo
Bevor ihr die Debatte jetzt auf das Mautsystem lenkt (macht doch dafür nen neuen Baum auf):
Ich bin gegen jede Form von Gängelung.

schreiben meistens die, für die es selbstverständlich ist, dass die fürs Auto genutzten Stadtflächen Menschen in Bewegungsfreiheit und Lebensqualität gängeln.

Zitat
Denyo
Damit ist Frau Günters Idee raus. Man muss es auch nicht zur Flatrate übertreiben, das muss einfach nur billiger werden. Das Ergebnis von Unattraktivität mit Zwang wird demjenigen, der sich die Wohnung in Mitte nicht mehr leisten kann und deswegen von Hönow nach Mitte pendeln muss nicht helfen (und wenn ihr anfangt Ausnahmen machen zu wollen, überlegt gleich wo ihr die Grenze ziehen wollt).

Ja? Aber die in der Innenstadt sollen die höheren Mieten zahlen und dazu noch den Autoverkehr der Vorstädter? Im übrigen: billiger ist Pendeln per ÖPNV im Vergleich zu täglichen Autofahrten von Hönow nach Mitte schon jetzt. Wo man "die Grenze ziehen" will, sei dahingestellt. Aber die Klientel ist die, mit der man getrost als erstes anfangen kann. Oder als zweites, erstmal käme die:

Zitat
Denyo
5,60€ für 15min bis zu McFit (einmal Umsteigen, deswegen funtkioniert Kurzstrecke nicht) sind n Witz.

Sorry, 15 Min mit ÖPNV und Umsteigen: da ist man praktisch immer mit dem Rad schneller. Und auch kaum langsamer als mit dem Auto. Und sorry. Autofahren muss man in solchen Relationen überhaupt nicht (es sei denn, man macht Sport als Reha. Dann sollte man aber nicht unbedingt McFit nehmen).



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 03.06.2019 14:47 von Global Fisch.
Zitat
der weiße bim
Was soll ein Autofahrer mit dem zwangsgekauften VBB-Ticket, wenn er mit dem Auto fährt?

Er soll den Öffentlichen Verkehr, von dessen Existenz er ungemein profitiert, mitfinanzieren. Und wenn er das schon tut, darf er ihn auch mitbenutzen. Die Einnahmen der Verkehrsbetriebe steigen, und die neuen Nettozahler bekommen dafür auch eine Gegenleistung. So verrückt finde ich das gar nicht.
Zitat
DasVerkehrswesen
Die Einnahmen der Verkehrsbetriebe steigen, und die neuen Nettozahler bekommen dafür auch eine Gegenleistung. So verrückt finde ich das gar nicht.

Das werden aber die neuen Nettozahler nicht verstehen. Sie hören/lesen/sehen jeden Tag im Autoradio/Lokalfernsehen/Presse/Internet von ausfallenden-überfüllten-verspäteten-verfrühten-gekürzten-umgeleiteten-(im Winter)eiskalten-(im Sommer)kochendheißen Bussen und Bahnen, sehen alte/beschmierte Fahrzeuge und verdreckte Haltestellen/Bahnhöfe, dort herumlungernde-stinkende-rauchende-schreiende-drängelnde-aggressivbettelnde-müllsammelnde Mitmenschen und werden jeden Politiker, der ihnen diese Erlebniswelt zwangsweise verordnen will, gnadenlos abwählen.

so long

Mario



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 03.06.2019 23:50 von der weiße bim.
Zitat
der weiße bim
Das werden aber die neuen Nettozahler nicht verstehen. Sie hören/lesen/sehen jeden Tag im Autoradio/Lokalfernsehen/Presse/Internet von ausfallenden-überfüllten-verspäteten-verfrühten-gekürzten-umgeleiteten-(im Winter)eiskalten-(im Sommer)kochendheißen Bussen und Bahnen, sehen alte/beschmierte Fahrzeuge und verdreckte Haltestellen/Bahnhöfe, dort herumlungernde-stinkende-rauchende-schreiende-drängelnde-aggressivbettelnde-müllsammelnde Mit"menschen" und werden jeden Politiker, der ihnen diese Erlebniswelt zwangsweise verordnen will, gnadenlos abwählen.

Das hat sich die Senatorin wahrscheinlich auch schon gedacht und deshalb ganz vorsichtig nur so eine Pseudo-Maut erwähnt. Für den Anfang finde ich diesen Ansatz nicht verkehrt. Die Richtung zur echten Citymaut ist immerhin eingeschlagen.
Zitat
der weiße bim
und werden jeden Politiker, […], gnadenlos abwählen.

So erkläre ich mir auch immer die Wahlergebnisse: Die Leute dachten, sie sollen jemanden rauswählen, analog zum Dschungel-Camp oder Big Brother ect.


Es fährt keinmal am Tag ein Bus und das in beide Richtungen.
Zitat
der weiße bim
Zitat
DasVerkehrswesen
Die Einnahmen der Verkehrsbetriebe steigen, und die neuen Nettozahler bekommen dafür auch eine Gegenleistung. So verrückt finde ich das gar nicht.

Das werden aber die neuen Nettozahler nicht verstehen. Sie hören/lesen/sehen jeden Tag im Autoradio/Lokalfernsehen/Presse/Internet von ausfallenden-überfüllten-verspäteten-verfrühten-gekürzten-umgeleiteten-(im Winter)eiskalten-(im Sommer)kochendheißen Bussen und Bahnen, sehen alte/beschmierte Fahrzeuge und verdreckte Haltestellen/Bahnhöfe, dort herumlungernde-stinkende-rauchende-schreiende-drängelnde-aggressivbettelnde-müllsammelnde Mit"menschen" und werden jeden Politiker, der ihnen diese Erlebniswelt zwangsweise verordnen will, gnadenlos abwählen.

Du hast schon meinen Beitrag im anderen Thread gelesen, in dem ich dargelegt habe, dass man Menschen, die mit dem Auto fahren, mit rund 4,30 Euro am Tag mehrbelasten kann, und sie trotzdem immer noch zu den Nettoempfängern zählen?
Zitat
DasVerkehrswesen

Er soll den Öffentlichen Verkehr, von dessen Existenz er ungemein profitiert, mitfinanzieren. Und wenn er das schon tut, darf er ihn auch mitbenutzen. Die Einnahmen der Verkehrsbetriebe steigen, und die neuen Nettozahler bekommen dafür auch eine Gegenleistung. So verrückt finde ich das gar nicht.

Das ist exakt dieselbe verrückte Argumentation wie bei der Rundfunkgebühr.
Da der typische Autofahrer mit B- oder Umland-Kennzeichen nur selten steuerlich im Kanton Zug veranlagt ist, finanziert er diese Errungenschaften bereits mit.

Grüße
Nic
Zitat
Reißwolf
Der Ausbau muss einfach deutlich erhöht werden. Dichte zuverlässige Takte bei U und S-Bahn, maximal mögliche Zuglängen, Beseitigung von Engpässen und Ausbau von Konfliktknoten bei S und Regionalbahn. Konsequentes Durchsetzen der Busspuren usw. Dann kann man parallel auch den Autoverkehr zurückdrängen. Sonst ist es reine Gängelung.

Mein Reden. Klappt auch in China wunderbar: ÖPNV wird schnell ausgebaut, Tickets sehr günstig, sauber, sicher, schnell, dichter Takt. Gleichzeitig Kontingente beim Kennzeichenerwerb für PKW, die wirklich empfindlich teuer sind oder stellenweise auch nur durch Auktionen erworben werden können. Fahrverbote für KFZ ohne Umweltkennzeichen zu gewissen Zeiten und ganztäglich auf einigen Straßen. Toller Kompromiss, der Nahverkehr erfreut sich bester Beliebtheit. Push and pull eben, so sollte es sein. Solange wir hier aber immer noch um jeden Cent beim Ausbau des ÖPNV rumdruchsen und uns streiten, ob nun U-Bahn oder Straßenbahn und die berechtigte Befüchtung im Raum steht, dass das Eine dem Anderen aus Kostengründen weichen muss und lediglich eine Machbarkeitsstudie nach der anderen in Auftrag gegeben, es aber kaum endlich mal konkret wird, hat man die langfristige Notwendigkeit des ÖPNV von politischer Seite mE einfach nicht in erforderlichem Maße verstanden und priorisiert.

Wenn man hier dann regelrecht anfängt, die Leute für ne Kurzstrecke aufs Fahrrad zu zwingen, ist das mE der falsche Weg. Offenbar sind Menschen bereit, den ÖPNV statt dem Auto zu nutzen, wenn es denn tariflich attraktiver wäre. Einfachste Lösung in dem Fall: Kurzstreckentarif gilt auch beim Umsteigen. Völlig sinnvoll, Ziel erreicht. Warum nicht gefordert? Aber nein, man möchte lieber die halbe Welt mit seinem Fahrrad bekehren und sie belehren, wie sinnvoll ihre Fahrten zu McFit sind. Sollte nicht jeder selbst entscheiden dürfen, wie er dahinkommt? Einfach mal zuhören, ernstnehmen und nicht immer nur gängeln.



4 mal bearbeitet. Zuletzt am 04.06.2019 01:56 von Railroader.
Zitat
Global Fisch

schreiben meistens die, für die es selbstverständlich ist, dass die fürs Auto genutzten Stadtflächen Menschen in Bewegungsfreiheit und Lebensqualität gängeln.


Meine Eltern, Rentner, haben nen Auto, steht in der Tiefgarage (wofür sie bezahlen) und wird alle 2-3 Wochen zum Großeinkauf und im Sommer nen paar Mal zum Campingplatz nach Kleinzerlang und zurück bewegt. Während sie das Auto früher fast immer benutzt haben, fahren sie mittlerweile häufig Bus und Bahn zu Terminen, weil sie keinen Bock auf Stau haben und sie nicht wissen, wie sie da wegen Stau und so durchkommen. Sind das jetzt egoistische Menschen, die den Leuten Platz wegnehmen und irgendeinen besonderen Luxus genießen? Darfst ruhig ehrlich und direkt sein. Könnte die ja mal auf Amazon fresh verweisen, dann fahren die Lieferdienste für sie und sie kommen noch weniger aus der Bude.
Zitat
Railroader
Mein Reden. Klappt auch in China wunderbar:

Also bislang wurde in Bahn- und Nahverkehrsforen die Schweiz immer als Vorbild gepriesen. Vielleicht könnten wir langsam mal mit der Glorifizierung dieser Diktatur mit Umerziehungslagern, wo schon mal Millionen Menschen ohne die Möglichkeit der Beschreitung des Rechtswegs umgesiedelt werden, beenden.

Zitat

ÖPNV wird schnell ausgebaut, Tickets sehr günstig, sauber, sicher, schnell, dichter Takt. Gleichzeitig Kontingente beim Kennzeichenerwerb für PKW, die wirklich empfindlich teuer sind oder stellenweise auch nur durch Auktionen erworben werden können.

Also ein exklusives Vergnügen für die Eigentümer deutscher Ingenieurskunst auf vier Rädern? So kann man soziale Spaltung pushen.
Stellen wir uns vor, die Seniorin, die nicht mehr so gut zu Fuß ist, will einen VW Polo zulassen. Oder ganz normale Leute, die ein Auto zur Ausübung ihres Berufs benötigen. Oder die Hebamme oder jemand, der einfach ein Auto braucht, an einem Oldtimer schrauben will ... freie Entfaltung der Persönlichkeit.

Zitat

Toller Kompromiss, der Nahverkehr erfreut sich bester Beliebtheit.

Er erscheint eher alternativlos.

[/quote]
Push and pull eben, so sollte es sein. Solange wir hier aber immer noch um jeden Cent beim Ausbau des ÖPNV rumdruchsen und uns streiten, ob nun U-Bahn oder Straßenbahn und die berechtigte Befüchtung im Raum steht, dass das Eine dem Anderen aus Kostengründen weichen muss und lediglich eine Machbarkeitsstudie nach der anderen in Auftrag gegeben, es aber kaum endlich mal konkret wird, hat man die langfristige Notwendigkeit des ÖPNV von politischer Seite mE einfach nicht in erforderlichem Maße verstanden und priorisiert. [/quote]

Na ja, ich zähle mal die S21-Süd als U-Bahnprojekt, bei dem kein Zeithorizont abzusehen ist. Für die Straßenbahn nach Steglitz und zum Hermannplatz filt dasselbe.
Lediglich für die S25 lässt sich ein grober Zeitplan benennen: Planfeststellung ab 2029/30

Zitat

Offenbar sind Menschen bereit, den ÖPNV statt dem Auto zu nutzen, wenn es denn tariflich attraktiver wäre.

Das Angebot ÖPNV muss einen Wettbewerbsvorteil gegenüber dem Auto haben.
- die Züge müssten über genügend Kapazitäten verdügen, dass man die realistische Chance auf einen Sitzplatz hat, um die Fahrtzeit sinncoll zu nutzen
- auch aus den Außenbezirken konkurrenzfähige Zeiten, kurze Anschlüsse
- wohltemperierte Fahrzeuge
- absolut zuverlässig
- abends müssen Anschlüsse klappen, no matter what

Grüße
Nic



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 04.06.2019 01:56 von Nicolas Jost.
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