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U-Bahn, U-Bahn über alles...
geschrieben von B-V 3313 
Zitat
PassusDuriusculus
(...) gerne mit Gitter (...)

Um Himmels Willen, sonst ist alles okay? Die Straßenbahn soll noch mehr eine trennende Funktion für Fußgänger haben als ohnehin schon? Auf geraden Strecken gehören gut übertretbare Gleiskörper (Rasengleis statt Schotter oder dieser geklebte Kleinschotter) um Sturzgefahren zu minimieren, in Bögen muss natürlich genaer geschaut werden, hier sehe ich die Notwendigkeit der "Lenkung" der Fußgängerwege eher ein.

Soweit ich weiß haben wir solche Strecken - sind sie ernsthaft unfallträchtiger als komplett abgegitterte?

Über die Gitter an Haltestellen habe ich ja schon des Öfteren geschrieben. Ein paar zum Anlehnen gern, aber diese komplette Abgrenzung gehört nur an ernsthaft stark befahrene, mehrspurige Straßen. Andere Städte schaffen das auch und die fegen sicherlich trotzdem nicht täglich Leute von der Fahrbahn.

Es MUSS ein Hobby sein - leisten kann ich mir das nicht... :)
Zitat
Philipp Borchert
Zitat
PassusDuriusculus
(...) gerne mit Gitter (...)

Um Himmels Willen, sonst ist alles okay? Die Straßenbahn soll noch mehr eine trennende Funktion für Fußgänger haben als ohnehin schon? Auf geraden Strecken gehören gut übertretbare Gleiskörper (Rasengleis statt Schotter oder dieser geklebte Kleinschotter) um Sturzgefahren zu minimieren, in Bögen muss natürlich genaer geschaut werden, hier sehe ich die Notwendigkeit der "Lenkung" der Fußgängerwege eher ein.

Soweit ich weiß haben wir solche Strecken - sind sie ernsthaft unfallträchtiger als komplett abgegitterte?

Über die Gitter an Haltestellen habe ich ja schon des Öfteren geschrieben. Ein paar zum Anlehnen gern, aber diese komplette Abgrenzung gehört nur an ernsthaft stark befahrene, mehrspurige Straßen. Andere Städte schaffen das auch und die fegen sicherlich trotzdem nicht täglich Leute von der Fahrbahn.

Ich meinte nur dort, wo es an der Greiswalder derzeit eh keinen Überweg gibt. An den Haltestellen gerne weniger Gitter und die Fußgängerampeln Montag-Samstag ab 19 Uhr ausschalten und Sonntag komplett aus.

Die Gitter können auch gerne in Form grüner Hecken angelegt werden
Zitat
PassusDuriusculus
Wie gesagt, die M4 ließe sich leicht beschleunigen. Man kann gerne eine Linie 14 Gehrenseestr. - Greifswalder Str - Innenstadt einfügen zu Verdichtung, die Kreuzung Mollst./Otto-Braun-Str. für Autoverkehr sperren oder zur einer teils niveaufreien Kreuzung umbauen und in der Gleiswalderstr. die Gleise konsequent in die Mitte der Grünstreifen, gerne mit Gitter und signalisiert.
Dann wäre die M4 U-Bahn-schnell mit weniger Aufwand als eine neue U-Bahn in einem bereits gut versorgten Gebiet.
Das Beschleuningen und Verdichten des Taktes hat alles seine Grenzen. Der Schwachpunkt der Strassenbahn ist ihre limitierte Kapazität. Aber wie ich die Politik der etablierten Parteien kenne, akzeptieren sie auch diese Grenze nicht und ignorieren einfach das Problem.

Eine Metro hat gegenüber einer Strassenbahn übrigens den wenig beachteten, in Zukunft jedoch wichtiger werdenden Vorteil, automatisiert werden zu können.
Zitat
flierfy
Der Schwachpunkt der Strassenbahn ist ihre limitierte Kapazität.

Straßenbahnen können auf Sicht fahren, U-Bahnen nicht. Damit ist die U-Bahn stark limitiert, nicht die Straßenbahn.

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Ein fester Standpunkt ist immer wichtig - besonders in Kurven und beim Bremsen. Bitte gut festhalten!
Zitat
vasarius
Wenn der Bahnhof hingegen direkt unter der Kreuzung liegt, mit Verteilerebenen an beiden Enden, von denen wiederum (Roll-)Treppen zu insgesamt allen vier Ecken der Kreuzung führen, finde ich persönlich den Zugang wesentlich angenehmer als zur Straßenbahn auf eigener Trasse. Bei der darf ich in mindestens einer wenn nicht beiden Richtungen die Ampelphase gegenüber dem Autoverkehr abwarten, kreuze bis zu vier Mal Straßenbahngleise, deren Grünphase nicht unbedingt synchron mit der des Straßenverkehrs ist und selbst wenn bspw. der Bahnsteig an der Südseite der Kreuzung liegt, ich am südlichen Ende der Bahn aussteige, nach Süden laufen möchte und keine Autos in Sicht sind, nützt das je nach Haltestelle nichts, weil dort alles narrensicher abgegittert ist und ich die gesamte Bahnlänge bis zur Ampel und hinterher wieder zurück laufen darf.

Während natürlich alle U-Bahneingänge perfekt ausgestattet sind, ist bei der Straßenbahn stets alles abgegittert. Ist dir das nicht selbst zu polemisch? Wo in Berlin haben wir denn deine perfekten Aufgänge?

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Ein fester Standpunkt ist immer wichtig - besonders in Kurven und beim Bremsen. Bitte gut festhalten!
Gegen eine echte Schnellbahm U10 mit den Stationen Alexanderplatz, Hufelandstr., Greifswalder Str., Antonplatz und Indira-Gandhi-Str. hätte ich auch nichts. Aber bitte als Unterpflasterbahn unter der östlichen Fahrbahn. Dann kann die M4 oben unbehelligt weiterfahren und die Feunverteilung übernehmen und auch während der Bauarbeiten ohne große Einschränkungen fahren. Ich fürchte nur, ohne Einstellung der Straßenbahn wird zumindest hier im Forum die Zahl der U10-Fans ziemlich schrumpfen. ^^
Zitat
B-V 3313
Zitat
vasarius
Wenn der Bahnhof hingegen direkt unter der Kreuzung liegt, mit Verteilerebenen an beiden Enden, von denen wiederum (Roll-)Treppen zu insgesamt allen vier Ecken der Kreuzung führen, finde ich persönlich den Zugang wesentlich angenehmer als zur Straßenbahn auf eigener Trasse. Bei der darf ich in mindestens einer wenn nicht beiden Richtungen die Ampelphase gegenüber dem Autoverkehr abwarten, kreuze bis zu vier Mal Straßenbahngleise, deren Grünphase nicht unbedingt synchron mit der des Straßenverkehrs ist und selbst wenn bspw. der Bahnsteig an der Südseite der Kreuzung liegt, ich am südlichen Ende der Bahn aussteige, nach Süden laufen möchte und keine Autos in Sicht sind, nützt das je nach Haltestelle nichts, weil dort alles narrensicher abgegittert ist und ich die gesamte Bahnlänge bis zur Ampel und hinterher wieder zurück laufen darf.

Während natürlich alle U-Bahneingänge perfekt ausgestattet sind, ist bei der Straßenbahn stets alles abgegittert. Ist dir das nicht selbst zu polemisch? Wo in Berlin haben wir denn deine perfekten Aufgänge?

u.a. Kurfürstendamm, Zoo, Spichernstr, Turmstr, Birkenstr., Güntzelstr, Bundesplatz, Osloer Str., Nauener Platz, Leopoldplatz, Amrumer Str., Hansaplatz, ...
Zitat
PassusDuriusculus
u.a. Kurfürstendamm, Zoo, Spichernstr, Turmstr, Birkenstr., Güntzelstr, Bundesplatz, Osloer Str., Nauener Platz, Leopoldplatz, Amrumer Str., Hansaplatz, ...

Und die haben nach deiner Ansicht überall Fahrtreppen für beide Richtungen?

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Ein fester Standpunkt ist immer wichtig - besonders in Kurven und beim Bremsen. Bitte gut festhalten!
Zitat
Global Fisch


Du meinst Hohenschönhausen?

Äh, ja, natürlich.
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B-V 3313
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PassusDuriusculus
u.a. Kurfürstendamm, Zoo, Spichernstr, Turmstr, Birkenstr., Güntzelstr, Bundesplatz, Osloer Str., Nauener Platz, Leopoldplatz, Amrumer Str., Hansaplatz, ...

Und die haben nach deiner Ansicht überall Fahrtreppen für beide Richtungen?

Von Fahrtreppen war nur optional die Rede
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PassusDuriusculus
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B-V 3313
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PassusDuriusculus
u.a. Kurfürstendamm, Zoo, Spichernstr, Turmstr, Birkenstr., Güntzelstr, Bundesplatz, Osloer Str., Nauener Platz, Leopoldplatz, Amrumer Str., Hansaplatz, ...

Und die haben nach deiner Ansicht überall Fahrtreppen für beide Richtungen?

Von Fahrtreppen war nur optional die Rede

Ohne Fahrtreppen kann von einem bequemen und zeitgemäßen Zugang keine Rede mehr sein.

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Ein fester Standpunkt ist immer wichtig - besonders in Kurven und beim Bremsen. Bitte gut festhalten!
Zitat
B-V 3313
Zitat
PassusDuriusculus
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B-V 3313
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PassusDuriusculus
u.a. Kurfürstendamm, Zoo, Spichernstr, Turmstr, Birkenstr., Güntzelstr, Bundesplatz, Osloer Str., Nauener Platz, Leopoldplatz, Amrumer Str., Hansaplatz, ...

Und die haben nach deiner Ansicht überall Fahrtreppen für beide Richtungen?

Von Fahrtreppen war nur optional die Rede

Ohne Fahrtreppen kann von einem bequemen und zeitgemäßen Zugang keine Rede mehr sein.

Das ist deine Meinung, die sei dir gegönnt :)
Zitat
PassusDuriusculus
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B-V 3313
Zitat
PassusDuriusculus
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B-V 3313
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PassusDuriusculus
u.a. Kurfürstendamm, Zoo, Spichernstr, Turmstr, Birkenstr., Güntzelstr, Bundesplatz, Osloer Str., Nauener Platz, Leopoldplatz, Amrumer Str., Hansaplatz, ...

Und die haben nach deiner Ansicht überall Fahrtreppen für beide Richtungen?

Von Fahrtreppen war nur optional die Rede

Ohne Fahrtreppen kann von einem bequemen und zeitgemäßen Zugang keine Rede mehr sein.

Das ist deine Meinung, die sei dir gegönnt :)

Es kommt letztlich sehr auf die zu überwindende Höhe an. Bei zu bewältigenden Höhenunterschieden von mehr als einer Etage (aktueller Wohnbauten) ist eine fehlende Rolltreppe wirklich eher grenzwertig. Man konkurriert noch immer hauptsächlich mit einem Verkehrsmittel, das meist nicht nur näher ist als die nächste U-Bahn-Station, sondern auch i.d.R. ohne Treppen zu erreichen.

Vergessen sollte man auch nicht, dass Rolltreppen sogar ein Beitrag zur Barrierefreiheit sein können, so sie vorhandene Aufzüge wirksam entlasten. Oder umgedreht formuliert: wenn es bei großen Höhenunterschieden keine Rolltreppe gibt, braucht sich niemand zu wundern, wenn der eine (ja, im Provinznest Berlin meist: EINE!) Aufzug überlastet ist. Alternative wäre halt, wie von schallundrausch neulich im U5-Thread am Beispiel Barcelona gezeigt, die Anlage mehrerer Aufzüge. Das wird z.B. auch in Wien praktiziert, wo z.B. am innerstädtischen Stubentor gar kein Platz für einen entsprechend langen Schacht für eine Rolltreppe wäre und deshalb gleich drei Aufzüge nebeneinander liegen (+ ein Treppenhaus als Fluchtweg).

Wieviele Aufzüge man wohl für das Geld hätte bauen können, dass der Scheuer an zwielichtige Mautfirmen verschenkt hat?



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 01.07.2019 08:07 von def.
Wie wäre es mit der U11 nach Marzahn?
Einfach in Google nach U-Bahn-Linie 11 (Berlin) suchen,
Wikipedia will den Link nicht einfügen.

Ich würde sie allerdings erst ab Alex bauen und über das Steckenende in Marzahn sollte man auch noch mal
nachdenken.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 01.07.2019 08:25 von Nordender.
Moment ich vergleiche gerade die aktuelle Zugangssituation zur U-Bahn Berlin (oft nur ein/zwei Etagen Treppen) mit der Straßenbahn Berlin (oft mehrere Individualverkehrsfreundliche (MIV+Fahrrad) Ampeln zu überwinden)
Für mehr Aufzüge und Rolltreppen
weniger Ampeln oder längere Grünphasen für Fußgänger und weniger Gitter an Haltestellen bin ich sofirt zu haben
Zitat
def
Vergessen sollte man auch nicht, dass Rolltreppen sogar ein Beitrag zur Barrierefreiheit sein können, so sie vorhandene Aufzüge wirksam entlasten. Oder umgedreht formuliert: wenn es bei großen Höhenunterschieden keine Rolltreppe gibt, braucht sich niemand zu wundern, wenn der eine (ja, im Provinznest Berlin meist: EINE!) Aufzug überlastet ist. Alternative wäre halt, wie von schallundrausch neulich im U5-Thread am Beispiel Barcelona gezeigt, die Anlage mehrerer Aufzüge. Das wird z.B. auch in Wien praktiziert, wo z.B. am innerstädtischen Stubentor gar kein Platz für einen entsprechend langen Schacht für eine Rolltreppe wäre und deshalb gleich drei Aufzüge nebeneinander liegen (+ ein Treppenhaus als Fluchtweg).

Wieviele Aufzüge man wohl für das Geld hätte bauen können, dass der Scheuer an zwielichtige Mautfirmen verschenkt hat?

Relativ wenige. Der nachträgliche Einbau von Aufzügen in bestehende unterirdische Bauwerke ist alles andere als simpel. Sollen diese auch noch, wie es aus Sicht der Nutzer natürlich wünschenswert ist, möglichst viele Ebenen und die Straßenebene direkt miteinander verbinden, erfordert das in der Regel ganz erhebliche Eingriffe in die statische Konstruktion der Bauten, meist weit unter dem Grundwasserspiegel.
Am Beispiel Spichernstraße kann man das gut nachvollziehen. Um eine direkte Verbindung der Bahnsteigebene U9, dem Zwischengeschoß mit Übergang zur U3 und der Bundesallee außerhalb der Fahrbahnen, Fahrrad- und Gehwege herzustellen, muss der komplette südliche Ausgangsbereich zwischen den Tunnelwänden abgetragen und wieder neu errichtet werden. Das versperrt den Umsteigeweg über viele Monate, erfordert gegenwärtig und auch weiterhin bis zum Abschluss der Rohbauarbeiten trotz Ausnutzung aller Betriebspausen weitere Einschränkungen in vielfältiger Form von der einseitigen Durchfahrt bis zur mehrwöchigen Vollsperrung mit Ersatzverkehr. Dennoch werden alle Möglichkeiten genutzt, den Betrieb weitestgehend aufrecht zu erhalten.
Bei Bauwerken aus der Kaiserzeit ist das noch komplizierter. Im Bahnhof Hausvogteiplatz beispielsweise ist der Einbau auch nur eines Aufzuges bei Bahnsteigbreite um 4 Meter völlig ausgeschlossen. Auch der südliche Ausgang ist dazu zu schmal, die Treppe dauerhaft zu schließen wegen des Fluchtwegs nicht möglich.
Für zwei oder mehr Aufzüge müsste der ganze Bahnhof abgerissen und neu gebaut werden, an vielen Stellen einschließlich angrenzender Häuser.
Noch ein Beispiel - Bayerischer Platz. Unter dem U4 Bahnhof von 1910 liegt ein Bahnsteigende der U7. Die einzige Stelle neben den zum Umsteigen auch weiterhin nötigen Treppen ist ein schmaler Schacht, der alle Kabel, elektrische Leitungen, Wasserrohre, Abwasserleitungen enthält und noch dazu unter der Fahrbahn der Grunewaldstraße liegt. Ein irrer Aufwand schon für die kleinstmögliche Aufzugvariante. Für einen zweiten Aufzug müsste der obere Bahnhof mit größerer Breite neu errichtet werden. Jahrelange Sperrungen der U4, U7 und des Straßenverkehrs wären unumgänglich.

Mit neueren U-Bahnnetzen wie Wien oder Barcelona ist das alles nicht vergleichbar. Dennoch lohnen sich solche Investitionen auf längere Sicht, denn die hohe Betriebsqualität, große Beförderungskapazität bei geringem Personaleinsatz, der minimale Flächenverbrauch nach Ende der Bauphase an der Oberfläche, kaum Lärmemission sowie Unabhängigkeit von der Witterung und die Möglichkeit für die laufende Instandhaltung in nächtlichen Betriebspausen bietet kein anderes großstädtisches Verkehrsmittel.

so long

Mario
Natürlich ist es in Bestandsbauten, die lange vor irgendwelchen Überlegungen zur Barrierefreiheit errichtet wurden, oft schwierig bis unmöglich, mal eben einen Aufzug einzubauen. Es gibt allerdings nicht nur die. Im Hauptbahnhof ist ja ein zweiter Aufzug von und zur U5 schon vorbereitet, wird aber nicht eingebaut. Und dann ist ja Deutschland auch etwas größer als Berlin: wieviel Landstationen harren wohl der Herstellung elementarster Barrierefreiheit?
Zitat
B-V 3313
Zitat
Railroader
Wie viele Fahrgäste hätten durch die U-Bahn jeden Tag Vorteile und Zeitersparnisse?

Nur die, die Start- und Zielort an der U-Bahn haben. Sonst frisst der lange Weg von und in den Untergrund schon die Ersparnis mehr als auf.

Eben-was soll dann U-bahn und Bimmel parallel? Wer weiter weg von der U-Bahnstation wohnt, muß die Bimmel nehmen, sonst brauchts mehr Fahr(+Lauf)zeit.
Und in dem Moment sind die Fahrgastzahlen für die U-Bahn Makulatur, wenn sie nur von denen genutzt wird, die Alex-Weissensee fahren, oder dicht am U-Bahnhof wohnen.

T6JP
Zitat
der weiße bim
Bei Bauwerken aus der Kaiserzeit ist das noch komplizierter. Im Bahnhof Hausvogteiplatz beispielsweise ist der Einbau auch nur eines Aufzuges bei Bahnsteigbreite um 4 Meter völlig ausgeschlossen. Auch der südliche Ausgang ist dazu zu schmal, die Treppe dauerhaft zu schließen wegen des Fluchtwegs nicht möglich.
Für zwei oder mehr Aufzüge müsste der ganze Bahnhof abgerissen und neu gebaut werden, an vielen Stellen einschließlich angrenzender Häuser.
Noch ein Beispiel - Bayerischer Platz. Unter dem U4 Bahnhof von 1910 liegt ein Bahnsteigende der U7. Die einzige Stelle neben den zum Umsteigen auch weiterhin nötigen Treppen ist ein schmaler Schacht, der alle Kabel, elektrische Leitungen, Wasserrohre, Abwasserleitungen enthält und noch dazu unter der Fahrbahn der Grunewaldstraße liegt. Ein irrer Aufwand schon für die kleinstmögliche Aufzugvariante. Für einen zweiten Aufzug müsste der obere Bahnhof mit größerer Breite neu errichtet werden. Jahrelange Sperrungen der U4, U7 und des Straßenverkehrs wären unumgänglich.

Mit neueren U-Bahnnetzen wie Wien oder Barcelona ist das alles nicht vergleichbar. Dennoch lohnen sich solche Investitionen auf längere Sicht, denn die hohe Betriebsqualität, große Beförderungskapazität bei geringem Personaleinsatz, der minimale Flächenverbrauch nach Ende der Bauphase an der Oberfläche, kaum Lärmemission sowie Unabhängigkeit von der Witterung und die Möglichkeit für die laufende Instandhaltung in nächtlichen Betriebspausen bietet kein anderes großstädtisches Verkehrsmittel.

Ist es überhaupt noch realisierbar, dass wenigstens je ein Aufzug in den Bahnhöfen Hausvogteiplatz und Bayerischer Platz eingebaut werden?

Das U-Bahnnetz von Barcelona ist auch schon sehr alt. Es existiert schon seit 1924.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 01.07.2019 23:27 von Henning.
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