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Kurzmeldungen Juli 2019
geschrieben von Nicolas Jost 
Da sich der Verkehrspolitik-Thread der 2000er-Marke nähert, mache ich mal eine Kurzmeldung draus:

landkartenarchiv.de - Partner von MARCO POLO und dem Verlag Mairdumont - hat den legendären Berliner Falk-Stadtplan von 1976 digitalisiert.
In der besagten 37. Auflage wurden alle im Flächennutzungsplan 1965 vorgesehenen Autobahnprojekte berücksichtigt und als "in Planung" eingezeichnet.

Zum Falk-Plan mit patentierter Falk-Faltung

Grüße
Nic
Heilige Scheiße...da ist uns ja doch einiges erspart geblieben...

Es MUSS ein Hobby sein - leisten kann ich mir das nicht... :)
Interessant darauf auch die damalige Planung der nördlichen U8.

Die Autobahn von der Gradestraße nach Süden Richtung Blankenfelde könnten wir heute aber gut gebrauchen. Würde diese Autobahn doch sehr gut den Mariendorfer Damm und Tempelhofer Damm vom Autoverkehr entlasten. Diese Straße könnte dann auf einen Fahrstreifen für MIV und einen Fahrstreifen für Bus/ Tram angepasst werden. Aber dieser Drops ist gelutscht. Den Britzer Garten wird heute niemand mehr mit einer Autobahn zubauen wollen, ich auch nicht.

LG

Im Untergrund liegen Tunnel ;-)
Zitat
Untergrundratte
Interessant darauf auch die damalige Planung der nördlichen U8.

Die Autobahn von der Gradestraße nach Süden Richtung Blankenfelde könnten wir heute aber gut gebrauchen. Würde diese Autobahn doch sehr gut den Mariendorfer Damm und Tempelhofer Damm vom Autoverkehr entlasten. Diese Straße könnte dann auf einen Fahrstreifen für MIV und einen Fahrstreifen für Bus/ Tram angepasst werden. Aber dieser Drops ist gelutscht. Den Britzer Garten wird heute niemand mehr mit einer Autobahn zubauen wollen, ich auch nicht.

Du meinst, so wie das Adlergestell schmaler gemacht wurde, nach dem Neubau der A113? Und die Schlosstraße, die bekanntlich zu einer beliebten Fußgängerzone umgebaut wurde?

Hinweis für Henning: das ist Ironie!
Jay
Re: Kurzmeldungen Juli 2019
01.07.2019 12:54
Zitat
Latschenkiefer
Zitat
Untergrundratte
Interessant darauf auch die damalige Planung der nördlichen U8.

Die Autobahn von der Gradestraße nach Süden Richtung Blankenfelde könnten wir heute aber gut gebrauchen. Würde diese Autobahn doch sehr gut den Mariendorfer Damm und Tempelhofer Damm vom Autoverkehr entlasten. Diese Straße könnte dann auf einen Fahrstreifen für MIV und einen Fahrstreifen für Bus/ Tram angepasst werden. Aber dieser Drops ist gelutscht. Den Britzer Garten wird heute niemand mehr mit einer Autobahn zubauen wollen, ich auch nicht.

Du meinst, so wie das Adlergestell schmaler gemacht wurde, nach dem Neubau der A113? Und die Schlosstraße, die bekanntlich zu einer beliebten Fußgängerzone umgebaut wurde?

Hinweis für Henning: das ist Ironie!

Das Perverse beim Adlergestell ist ja, dass der Rückbau Teil des Planfeststellungsbeschlusses ist, dessen Ausführung (und sei es nur durch Umwidmung eines Fahrstreifens in einen Radfahrstreifen) bisher renitent verweigert wird, weil die Belastung ja schon wieder steigt. Man begründet also die Nichtausführung mit genau dem Effekt (induzierter Verkehr), den die Ausführung verhindern sollte.

--- Signatur ---
Bitte beachten Sie beim Aussteigen die Lücke zwischen Bus und Bordsteinkante!
def
Re: Kurzmeldungen Juli 2019
01.07.2019 13:21
Zitat
Jay
Das Perverse beim Adlergestell ist ja, dass der Rückbau Teil des Planfeststellungsbeschlusses ist, dessen Ausführung (und sei es nur durch Umwidmung eines Fahrstreifens in einen Radfahrstreifen) bisher renitent verweigert wird, weil die Belastung ja schon wieder steigt. Man begründet also die Nichtausführung mit genau dem Effekt (induzierter Verkehr), den die Ausführung verhindern sollte.

Kann man aus dem Planfeststellungsbeschluss eigentlich einen Rechtsanspruch zum Rückbau des Adlergestells ableiten? Und wenn ja, wer ist "man"?
Keine schöne schnelle Autobahn für den Bereich Zehlendorf/Lichterfelde. Ja, warum wohl nicht?
0:-)
Zitat
Philipp Borchert
Heilige Scheiße...da ist uns ja doch einiges erspart geblieben...

Andersrum, was bliebe uns heute erspart wenn das alles umgesetzt worden wäre ...

Zitat
Jay
Das Perverse beim Adlergestell ist ja, dass der Rückbau Teil des Planfeststellungsbeschlusses ist, dessen Ausführung (und sei es nur durch Umwidmung eines Fahrstreifens in einen Radfahrstreifen) bisher renitent verweigert wird, weil die Belastung ja schon wieder steigt. Man begründet also die Nichtausführung mit genau dem Effekt (induzierter Verkehr), den die Ausführung verhindern sollte.

Pervers wäre den Planfeststellungsbeschuß trotz der sich geänderten Auslastung umzusetzen. Der Verkehr würde nicht weniger, nur langsamer und stockender.
Als es um den notwendigen Bau der A113 ging war halt mit anderen Zahlen geplant, welche von der Realität überholt werden.

Gruß aus dem Speckgürtel :-)

Regio + S-Bahn + U-Bahn + Tram + Bus = nur gemeinsam stark
Zitat
Havelländer
Der Verkehr würde nicht weniger, nur langsamer und stockender.
Als es um den notwendigen Bau der A113 ging war halt mit anderen Zahlen geplant, welche von der Realität überholt werden.

Das halte ich für eine unbelegte These. Damals (wie heute) wurde sogar noch ohne die Klimawandel-Folgen geplant.

Für einen viergleisigen Ausbau der S-Bahn zwischen Baumschulenweg und Schöneweide als begleitende Maßnahme zur Adlergestellreduzierung hätte ich nichts einzuwenden, auch wenn ich dort 4-Gleisigkeit nicht für notwendig halte.


Könnte man die Umsetzung des Planfeststellungsbeschlusses einklagen?



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 01.07.2019 14:14 von PassusDuriusculus.
Zitat
Havelländer
Zitat
Jay
Das Perverse beim Adlergestell ist ja, dass der Rückbau Teil des Planfeststellungsbeschlusses ist, dessen Ausführung (und sei es nur durch Umwidmung eines Fahrstreifens in einen Radfahrstreifen) bisher renitent verweigert wird, weil die Belastung ja schon wieder steigt. Man begründet also die Nichtausführung mit genau dem Effekt (induzierter Verkehr), den die Ausführung verhindern sollte.

Pervers wäre den Planfeststellungsbeschuß trotz der sich geänderten Auslastung umzusetzen. Der Verkehr würde nicht weniger, nur langsamer und stockender.
Als es um den notwendigen Bau der A113 ging war halt mit anderen Zahlen geplant, welche von der Realität überholt werden.

Ich fürchte, allein Deine Aufmerksamkeit wurde durch Jays Posting überholt.
Zitat
Mike485
Zitat
Havelländer
Zitat
Jay
Das Perverse beim Adlergestell ist ja, dass der Rückbau Teil des Planfeststellungsbeschlusses ist, dessen Ausführung (und sei es nur durch Umwidmung eines Fahrstreifens in einen Radfahrstreifen) bisher renitent verweigert wird, weil die Belastung ja schon wieder steigt. Man begründet also die Nichtausführung mit genau dem Effekt (induzierter Verkehr), den die Ausführung verhindern sollte.

Pervers wäre den Planfeststellungsbeschuß trotz der sich geänderten Auslastung umzusetzen. Der Verkehr würde nicht weniger, nur langsamer und stockender.
Als es um den notwendigen Bau der A113 ging war halt mit anderen Zahlen geplant, welche von der Realität überholt werden.

Ich fürchte, allein Deine Aufmerksamkeit wurde durch Jays Posting überholt.

Einfach die bewussten Provokationen der Haselnuss ignorieren. Hält den Blutdruck niedrig, und hält die Diskussionen einigermaßen beinander.
Zitat
Latschenkiefer
Einfach die bewussten Provokationen der Haselnuss ignorieren. Hält den Blutdruck niedrig, und hält die Diskussionen einigermaßen beinander.

Eure sinnfreien Unterstellungen und Ausfälle stören eine Diskussion weit mehr!

Gruß aus dem Speckgürtel :-)

Regio + S-Bahn + U-Bahn + Tram + Bus = nur gemeinsam stark
Zitat
Jay
Zitat
Latschenkiefer
Zitat
Untergrundratte
Interessant darauf auch die damalige Planung der nördlichen U8.

Die Autobahn von der Gradestraße nach Süden Richtung Blankenfelde könnten wir heute aber gut gebrauchen. Würde diese Autobahn doch sehr gut den Mariendorfer Damm und Tempelhofer Damm vom Autoverkehr entlasten. Diese Straße könnte dann auf einen Fahrstreifen für MIV und einen Fahrstreifen für Bus/ Tram angepasst werden. Aber dieser Drops ist gelutscht. Den Britzer Garten wird heute niemand mehr mit einer Autobahn zubauen wollen, ich auch nicht.

Du meinst, so wie das Adlergestell schmaler gemacht wurde, nach dem Neubau der A113? Und die Schlosstraße, die bekanntlich zu einer beliebten Fußgängerzone umgebaut wurde?

Hinweis für Henning: das ist Ironie!

Das Perverse beim Adlergestell ist ja, dass der Rückbau Teil des Planfeststellungsbeschlusses ist, dessen Ausführung (und sei es nur durch Umwidmung eines Fahrstreifens in einen Radfahrstreifen) bisher renitent verweigert wird, weil die Belastung ja schon wieder steigt. Man begründet also die Nichtausführung mit genau dem Effekt (induzierter Verkehr), den die Ausführung verhindern sollte.

Ich gebe mal meinen Senf dazu: Das Adlergestell ist ( noch) in einem baulich guten Zustand.
Es wäre hirnrissig, dort Geld für einen Rückbau auszugeben, das woanders in sinnvollere Erhaltungs oder Umbaumaßnahmen gesteckt werden kann.
Bus/Radfahrstreifen abzuteilen ist verkehrspolitisch auch Unsinn, die Zahl der Radfahrer auf dieser Relation ist sehr gering. Busse fahren dort nicht lang.
( Kleiner Zyniker: Die verstopfen mit den Rädern lieber die parallel S-Bahn)
Da man bei der Planung der A113 vergessen hat, das sämtliche Navis nun den küzesten Weg durch Berlin ansagen, ist ein Rückbau des Adlergestells nur ein weiterer Stau provozierender Aspekt.
Man braucht diese Straße halt zur Entlastung vom Durchgangsverkehr von Norden nach Süden und umgekehrt.
Vor allem, da die parallelfahrende S-Bahn nicht das zuverlässigste Verkehrsmittel ist, und der Regio selten fährt=keine Alternative für Umlandpendler.
Ein großes P+R Parkhaus am Treptower Park, dessen Parkgebühr gleichzeitig die ÖPNV-Fahrkarte wär bzw umgedreht,
würde dann vom weiteren Einfahren in den S-Bahnring abhalten, wenn Spinnerein wie Citymaut Wahrheit werden.

T6JP
Zitat
Havelländer
Der Verkehr würde nicht weniger, nur langsamer und stockender.
Nö.
Zitat
T6Jagdpilot
(...)
Da man bei der Planung der A113 vergessen hat, das sämtliche Navis nun den küzesten Weg durch Berlin ansagen, ist ein Rückbau des Adlergestells nur ein weiterer Stau provozierender Aspekt.
Man braucht diese Straße halt zur Entlastung vom Durchgangsverkehr von Norden nach Süden und umgekehrt.
(...)

Nun ist es so, dass die Autobahn offiziell zur Entlastung der Stadtstraßen, konkret des Adlergestells gebaut wurde. Und nun wird das Adlergestell benötigt, um die überlastete Autobahn zu entlasten?! Es ist schon kurios. Dann hätte man die Autobahn am besten gleich sein gelassen. Wie man sieht, gibt es sowieso keine "Entlastungswirkung". Ähnlichkeiten zu etwaigen A100-Planungen sind natürlich rein zufällig.
def
Re: Kurzmeldungen Juli 2019
01.07.2019 15:32
Zitat
T6Jagdpilot
Bus/Radfahrstreifen abzuteilen ist verkehrspolitisch auch Unsinn, die Zahl der Radfahrer auf dieser Relation ist sehr gering. [...]
(Kleiner Zyniker: Die verstopfen mit den Rädern lieber die parallel S-Bahn)

Und jetzt überlege mal, ob es da irgendeinen Zusammenhang geben könnte...
GS
Re: Kurzmeldungen Juli 2019
01.07.2019 15:41
Zitat
def
Zitat
T6Jagdpilot
Bus/Radfahrstreifen abzuteilen ist verkehrspolitisch auch Unsinn, die Zahl der Radfahrer auf dieser Relation ist sehr gering. [...]
(Kleiner Zyniker: Die verstopfen mit den Rädern lieber die parallel S-Bahn)

Und jetzt überlege mal, ob es da irgendeinen Zusammenhang geben könnte...

Jedes Mal, wenn ich den Fehler mache, das Adlergestell und die nördlich weiterführenden Straßen anderen Namens radfahrend nutze, frage ich mich, warum ich das täglich tun sollte. Diese Hoppelpiste ist kein Rad"weg". Aber solange der Zustand des für die Autos vorgehaltene Teil gut ist, reicht das ja (Achtung Polemik).
Zitat
T6Jagdpilot
[. Busse fahren dort nicht lang.
( Kleiner Zyniker: Die verstopfen mit den Rädern lieber die parallel S-Bahn)

Warum verstopfen Busse mit Rädern die S-Bahn?
Jay
Re: Kurzmeldungen Juli 2019
01.07.2019 15:59
Zitat
Latschenkiefer
Zitat
T6Jagdpilot
(...)
Da man bei der Planung der A113 vergessen hat, das sämtliche Navis nun den küzesten Weg durch Berlin ansagen, ist ein Rückbau des Adlergestells nur ein weiterer Stau provozierender Aspekt.
Man braucht diese Straße halt zur Entlastung vom Durchgangsverkehr von Norden nach Süden und umgekehrt.
(...)

Nun ist es so, dass die Autobahn offiziell zur Entlastung der Stadtstraßen, konkret des Adlergestells gebaut wurde. Und nun wird das Adlergestell benötigt, um die überlastete Autobahn zu entlasten?! Es ist schon kurios. Dann hätte man die Autobahn am besten gleich sein gelassen. Wie man sieht, gibt es sowieso keine "Entlastungswirkung". Ähnlichkeiten zu etwaigen A100-Planungen sind natürlich rein zufällig.

Ebendrum. Die Planungsprämisse für die A113n war eben nicht "wir wollen mehr Autos", sondern "Flughafen anbinden & Stadtstraßen entlasten", wobei natürlich allein durch die neue Verbindungswirkung im Autobahnnetz induzierter Verkehr entstanden ist. Identisch wurde ja auch der nun im Bau befindliche Abschnitt der A100 begründet. Geht man diesen Schritt, dann muss man auch die entsprechenden Konsequenzen ziehen, um den induzierten Verkehr zu minimieren.

Guckt man sich nun aber mal den betroffenen Abschnitt des Adlergestells an, nämlich zwischen Glienicker Weg und Bahnhof Adlershof, bzw. weiter bis Schöneweide, dann wird man feststellen, dass selbst zur HVZ zwei Fahrstreifen völlig ausreichen, um den Verkehr abzuwickeln. Im Kreuzungsbereich Adlershof sind es nämlich sowieso nur zwei Fahrstreifen geradeaus und das ausgerechnet an der kritischsten Stelle, nämlich einem LSA-geregelten Verkehrsknoten. Komischerweise kollabiert da der MIV nicht täglich, sondern kommt im Gegenteil nach wie vor sehr gut durch. Es spricht also überhaupt nichts dagegen die Fahrstreifenanzahl auf dem Rest der Strecke entsprechend anzupassen. Und nebenbei - der neue Blitzer steht da sicher nicht ohne Grund in genau diesem Abschnitt.

Zum Thema Radverkehr in diesem Bereich gibt es ja nun schon erste Antworten. Die Nutzungspflicht auf den Gehwegen ist angesichts des Zustands als nicht existent zu werten. Auf der Straße fahren dort aber nur sehr geübte Fahrer. Und natürlich würde sich die Nutzung verändern, wenn entsprechende Anlagen vorhanden wären. Da wären wir dann wieder bei Verkehrsverlagerung und induziertem Verkehr, der im Falle des Radverkehrs ja durchaus gewünscht ist.

--- Signatur ---
Bitte beachten Sie beim Aussteigen die Lücke zwischen Bus und Bordsteinkante!
Zitat
VvJ-Ente
Zitat
T6Jagdpilot
[. Busse fahren dort nicht lang.
( Kleiner Zyniker: Die verstopfen mit den Rädern lieber die parallel S-Bahn)

Warum verstopfen Busse mit Rädern die S-Bahn?

Damit sie auch wieder rauskommen.

Busse ohne Räder in der S-Bahn würden diese noch viel nachhaltiger verstopfen.
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