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Auf ins Pankower Mexiko-Viertel - SPD will U2, U3 und U8 verlängern
geschrieben von B-V 3313 
Zitat
Marienfelde

Das, was die "Spitze" der Berliner SPD hier abzieht, halte ich für einen verkehrspolitischen Totalausfall,

Marienfelde.

Dem stimme ich absolut zu! Egal was man von den U-Bahn-Projekten im einzelnen halten mag: Bis zum Jahr 2030 wird davon so gut wie nichts fertig werden. Ginge nach jetzigem Planungsrecht auch gar nicht. Allein die Vorplanungen und die Planfeststellungen würden je drei Jahre beanspruchen, das wäre, gerechnet ab Ende 2021 nach den nächsten Abgeordnetenhaus-Wahlen etwa 2028. Dazu kämen noch Klagen und weitere Verzögerungen. Es wäre schon mehr als sportlich, im Jahre 2030 bei einem der Vorhaben (von der Verlängerung der U3 Süd vielleicht einmal abgesehen) überhaupt Baurecht zu haben. Und dann müsste man nochmals mindestens fünf Jahre drauflegen, ehe irgend eine der Strecken eröffnet werden kann. Was die SPD hier leistet, folgt entweder einer großen Ahnungslosigkeit, oder es ist eine bewusste Irreführung. Weder das eine noch das andere wäre eine Empfehlung.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 27.09.2020 15:18 von Bovist66.
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B-V 3313
Zitat
GraphXBerlin
Aber klassische Verlängerungen einer Linie gab es nicht. Das solltest auch Du mal zugeben und nicht behaupten es wäre etwas passiert.

Stimmt, die Verlängerungen U8-Nord und Leinestraße-Hermannstraße und sowie die U2 Vinetastraße-Pankow gab es nicht. Das sind Fakenews.

Zitat
GraphXBerlin
Die Wiederinbetriebnahmen und die U55 sehe ich eher als Akt der BVG und nicht als große Leistung der Politik.

Deine BVG-Hörigkeit ist ja schon fast niedlich.

Ja.... ich geb mich geschlagen. Mit ein paar hundert Meter der U8 und U2 nebst wahnsinnigen Wiederinbetriebnahmen hat Berlin in den letzten dreißig Jahren fleißige Verlängerungen erlebt... !

Wieso "BVG-Hörigkeit"? Es ist eine Tatsache. Hätte ich geschrieben, dass wir obige Sachen der tollen Verkehrspolitik zu verdanken haben wärst Du doch als erster auf die Palme gestiegen und hättest es gleich widersprochen.
Davon, dass Du hier ja täglich alle Oberlehrermäßig korrigierst und Dein Allwissen bzgl. dem Berliner Nahverkehr kundtust habe ich eher den Eindruck, dass Du die BVG ganz schön lieb haben mußt. Ich bin da ganz sicher kein Fanboy mit Hörigkeit.

Küß die Hand gnädiges Fräulein
Du vergisst anscheinend, dass in den Jahren 1990-2006/07 wahnsinnig viel im Berliner und Brandenburger Nahverkehr passiert ist. Dreiviertel des S-Bahnrings wurden wiedereröffnet, die S-Bahnstrecken ins Umland (Wannsee-Potsdam, Frohnau-Hohen Neuendorf, Lichtenrade-Blankenfelde) gingen wieder in den Betrieb, die Kremmener Bahn, die Anhalter Bahn, die Spandauer Vorortbahn und nicht wenige Straßenbahnstrecken. Dazu noch ein wenig U-Bahn. Dafür muss sich Berlin nicht schämen. Die Einschnitte der Sparjahre, die haben die Ausbaugeschwindigkeit gebremst.

Der U-Bahnbau stand aber schon ab 1984 auf dem Prüfstand. Schwarz/Gelb unter Diepgen ging davon aus, dass bis 1992 die U8 am Wilhelmsruher Damm ankommt, danach wollte man sich an die 3km der U9 nach Lankwitz machen ("Fertigstellung um die Jahrtausendwende"). Ansonsten waren neben dem Stück zum Mexikoplatz nur die Verbindungskurve Viktoria-Luise-Platz - Wittenbergplatz und Uhlandstraße - Adenauerplatz im Gespräch. Für die Verbindung Jungfernheide - Tegel war die Entscheidung noch offen, ob man die U-Bahn oder die S-Bahn (von Westend) aus baut.

Die BVG war über die U55 alles andere als erfreut. Wen wundert es, bei dem Aufwand für die paar Fahrgäste?


(Ganz pervers: 1988 überlegte Schwarz/Gelb, ob sich auf dem Lichtenrader Damm oder der Heerstraße nicht eine Straßenbahn einführen ließe?...)

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Ein fester Standpunkt ist immer wichtig - besonders in Kurven und beim Bremsen. Bitte gut festhalten!



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 27.09.2020 16:54 von B-V 3313.
Zitat
Bovist66
Was die SPD hier leistet, folgt entweder einer großen Ahnungslosigkeit, oder es ist eine bewusste Irreführung.

Das ist Taktik. Schlaue Leute in der SPD sind ja für die Straßenbahn, aber im Wahlkampf kann man keine Themen gebrauchen, die auf Widerstand stoßen können. U-Bahnbau versprechen ist so schön einfach. Ja, wir prüfen, prüfen, prüfen*. Gefühlte zwanzig Leute krakeelen nach der U7 zum BER und schon hängt man sich ran, wenn man wenigstens noch "Visionen", wie die U9 nach Pankow hätte. Aber Visionen hat ja damals Helmut Schmidt verteufelt...

Erinnert sei die 2011 im Koalitionsvertrag zwischen Rot und Schwarz erwähnte Verlängerung der U4 zum Magdeburger Platz. Was wurde daraus? Richtig, nüscht!

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Ein fester Standpunkt ist immer wichtig - besonders in Kurven und beim Bremsen. Bitte gut festhalten!



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 27.09.2020 16:37 von B-V 3313.
Zitat
B-V 3313
Zitat
Bovist66
Was die SPD hier leistet, folgt entweder einer großen Ahnungslosigkeit, oder es ist eine bewusste Irreführung.

Das ist Taktik. Schlaue Leute in der SPD sind ja für die Straßenbahn, aber im Wahlkampf kann man keine Themen gebrauchen, die auf Widerstand stoßen können.

Die Sache ist doch ganz einfach. Die SPD-Genossen lesen die Umfrageergebnisse, nicht nur die über Wahlprognosen und den zu erwartenden weiteren Stimmenschwund.
Infratest dimap hat es ermittelt und die Morgenpost gedruckt:


Nur 12% (darunter sicherlich viele hier Schreibende) meinen, dass der Ausbau der U-Bahn falsch sei. Aber 85% finden das richtig. Dieselben Anteile befürworten ein deutlich billigeres Jahresticket für den Berliner ÖPNV.
Bei Fahrradwegen statt Fahrstreifen für den allgemeinen Straßenverkehr gibt es fast Gleichstand des Für und Wider, ebenso beim Ausschluss von Verbrennungsmotoren für den Fahrzeugantrieb in der Berliner Innenstadt in 10 Jahren. Und eine deutliche Ablehung der Citymaut mit Zweidrittelmehrheit.

Das kann die SPD nicht einfach ignorieren, sonst wird ihr nächstes Wahlergebnis einstellig. Nun ist auch klar, warum unser Landesvater so deutlich bei allen Gelegenheiten für das 365-Euro-Jahresticket wirbt - er möchte seinen Job behalten.

so long

Mario
Ich freue mich die "Minderheit" der Forumnutzer in dieser Umfrage vertreten zu haben. ;)

Die Fragen waren genauso einfach gestellt, wie es den Anschein hat. Klar, dass 85% den U-Bahnausbau toll finden. Es ging ja nicht um Kosten, Aufwand oder Nutzen. Auch das 365€-Ticket kann man ganz toll finden, wenn man sich um die Finanzierung keine Gedanken machen muss. Dazu passt es ja dann auch, dass die Mehrheit jene Idee, die der Finanzierung dienen sollen, ablehnt.

Was wollt ihr dann? MAOAM!

--- Signatur ---
Bitte beachten Sie beim Aussteigen die Lücke zwischen Bus und Bordsteinkante!
Solche Umfragen sind ja leider relativ undifferenziert. Wer in Treptow-Köpenick oder Marzahn-Hellersdorf hätte denn etwas von den U-Bahnplänen der SPD? Ich glaube auch kaum, dass hier Schreibende (genau wie ich) gegen den Ausbau sind, aber halt nicht für die spinnerten Plänen der Sozis. Ich glaube auch, dass die U-Bahn im MV stark an Zuspruch verlöre, wenn man die Folgen im Busnetz transparent offenlegen würde.

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Ein fester Standpunkt ist immer wichtig - besonders in Kurven und beim Bremsen. Bitte gut festhalten!
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der weiße bim

Nur 12% (darunter sicherlich viele hier Schreibende) meinen, dass der Ausbau der U-Bahn falsch sei. Aber 85% finden das richtig.

Wie viele von den 85% haben denn gewusst, dass sie für die U8-Verlängerung auch eine Straßenbahn M21 von Rosenthal/Quickborner Str./Senftenberger Ring nach Charlottenburg, für die U7 bis Heerstr. die Straßenbahnlinien M36 Heerstr. - Hakenfelde/Haselhorst, M37 Staaken - Spektefeld, M45 Johannisstift - Zoo und M49 Staaken - Zoo bekommen könnten?
Zitat
der weiße bim
Das kann die SPD nicht einfach ignorieren, sonst wird ihr nächstes Wahlergebnis einstellig. Nun ist auch klar, warum unser Landesvater so deutlich bei allen Gelegenheiten für das 365-Euro-Jahresticket wirbt - er möchte seinen Job behalten.

(1) Nun ja, Müller hat ja selber angekündigt, nicht mehr anzutreten. Also wird er seinen Job so oder so nicht behalten.
(2) Wenn die einzige Frage in der ganzen Unfrage zum Ausbau des ÖPNV auf die U-Bahn reduziert wird, ist dieses Ergebnis klar. Eine Abstimmungsmöglichkeit "Ausbau ÖPNV allgemein" oder zu bestimmten Verkehrsmitteln (oder einem Mix davon) gab es nicht.
Insofern sagt dieses Ergebnis absolut nichts zu einer gewünschten Priorisierung der U-Bahn gegenüber anderen öffentlichen Verkehrsmittels aus.

Hier der ganze Artikel, aus der die Grafik entnommen wurde:
[www.morgenpost.de]

Ingolf
Zitat
Ingolf
Zitat
der weiße bim
Das kann die SPD nicht einfach ignorieren, sonst wird ihr nächstes Wahlergebnis einstellig. Nun ist auch klar, warum unser Landesvater so deutlich bei allen Gelegenheiten für das 365-Euro-Jahresticket wirbt - er möchte seinen Job behalten.

(1) Nun ja, Müller hat ja selber angekündigt, nicht mehr anzutreten. Also wird er seinen Job so oder so nicht behalten.
(2) Wenn die einzige Frage in der ganzen Unfrage zum Ausbau des ÖPNV auf die U-Bahn reduziert wird, ist dieses Ergebnis klar. Eine Abstimmungsmöglichkeit "Ausbau ÖPNV allgemein" oder zu bestimmten Verkehrsmitteln (oder einem Mix davon) gab es nicht.
Insofern sagt dieses Ergebnis absolut nichts zu einer gewünschten Priorisierung der U-Bahn gegenüber anderen öffentlichen Verkehrsmittels aus.

Hier der ganze Artikel, aus der die Grafik entnommen wurde:
[www.morgenpost.de]

Ingolf

Ich denke, sehr viele Wähler/innen werden ihre Wahlentscheidung nicht in erster Linie von verkehrspolitischen Aussagen abhängig machen, zumindest nicht nur.

Außerdem ist diese Art von Umfrage ein "gutes" Beispiel, wie man die Stimmung weiter in Richtung U-Bahnausbau manipulieren kann. Nach dem Ausbau der Straßenbahn - immerhin ein zentraler Bestandteil der "offiziellen" Landespolitik - wurde anscheinend überhaupt nicht gefragt.

Gegen diese Art Stimmungsmache - die geeignet ist, auch die ja immerhin möglichen mittelfristigen Realisierungen einiger Tramstrecken, die zu relativ zeitnahen Verbesserungen des ÖV beitragen können, zu gefährden - sollte man konsequent argumentieren.

Die von Infratest dimap betriebene Politik erinnert an Methoden der Springer-Presse in den 1960er und 1970er Jahren,

meint Marienfelde.
Zitat
B-V 3313
Du vergisst anscheinend, dass in den Jahren 1990-2006/07 wahnsinnig viel im Berliner und Brandenburger Nahverkehr passiert ist. Dreiviertel des S-Bahnrings wurden wiedereröffnet, die S-Bahnstrecken ins Umland (Wannsee-Potsdam, Frohnau-Hohen Neuendorf, Lichtenrade-Blankenfelde) gingen wieder in den Betrieb, die Kremmener Bahn, die Anhalter Bahn, die Spandauer Vorortbahn und nicht wenige Straßenbahnstrecken. Dazu noch ein wenig U-Bahn. Dafür muss sich Berlin nicht schämen. Die Einschnitte der Sparjahre, die haben die Ausbaugeschwindigkeit gebremst.

Der U-Bahnbau stand aber schon ab 1984 auf dem Prüfstand. Schwarz/Gelb unter Diepgen ging davon aus, dass bis 1992 die U8 am Wilhelmsruher Damm ankommt, danach wollte man sich an die 3km der U9 nach Lankwitz machen ("Fertigstellung um die Jahrtausendwende"). Ansonsten waren neben dem Stück zum Mexikoplatz nur die Verbindungskurve Viktoria-Luise-Platz - Wittenbergplatz und Uhlandstraße - Adenauerplatz im Gespräch. Für die Verbindung Jungfernheide - Tegel war die Entscheidung noch offen, ob man die U-Bahn oder die S-Bahn (von Westend) aus baut.

Die BVG war über die U55 alles andere als erfreut. Wen wundert es, bei dem Aufwand für die paar Fahrgäste?


(Ganz pervers: 1988 überlegte Schwarz/Gelb, ob sich auf dem Lichtenrader Damm oder der Heerstraße nicht eine Straßenbahn einführen ließe?...)
Na endlich mal eine seriöse Antwort von Dir. Und ich gebe Dir in Deinen Ausführungen sogar Recht. Vermutlich hast Du mich mit meiner Sarkastischen Antwort auch nur mißverstanden.
Es ging mir eigentlich nur um die ewig selben Verlängerungsforderungen bei der U-Bahn (Klassiker: Krumme Lanke -> Mexikoplatz) wie sie nun jedesmal von einem neuen unwissenden Politiker gefordert werden. Tatsache ist, dass ich das alles nicht Ernst nehmen kann da es meist Leute sind die null Ahnung von der Materie haben.
Zitat
VvJ-Ente
Sie fährt nicht durch Steglitz.

Warum ist es deiner Meinung nach ein Kriterium, dass die U55 durch Steglitz fahren sollte?
Zitat
GraphXBerlin
Zitat
B-V 3313
In den letzten dreißig Jahren gab es drei Verlängerungen, die U55 und zwei Wiederinbetriebnahmen. Wie kannst du da behaupten, es sei nichts passiert?
Wiederinbetriebnahmen und eine Insellinie sind kein typischen Verlängerungen im Sinne eines Neubaus. Die U55 ist zwar ein Neubau aber Verkehrstechnisch irrelevant.
Aber klassische Verlängerungen einer Linie gab es nicht. Und somit sind die politischen Forderungen langweilig. Das solltest auch Du mal zugeben und nicht behaupten es wäre etwas passiert. Die Wiederinbetriebnahmen und die U55 sehe ich eher als Akt der BVG und nicht als große Leistung der Politik.

Was zählt für dich als klassische Verlängerung einer Linie?
Zitat
GraphXBerlin
Es ging mir eigentlich nur um die ewig selben Verlängerungsforderungen bei der U-Bahn (Klassiker: Krumme Lanke -> Mexikoplatz) wie sie nun jedesmal von einem neuen unwissenden Politiker gefordert werden.

Natürlich ist die Auswahl an möglichen Verlängerungen nicht unbegrenzt, aber mich frappiert genau umgekehrt, dass bei jedem neuen U-Bahn-Verlängerungsdebatten durchs Dorf treiben immer wieder *wechselnde* Favoriten auf der Liste stehen.

Von der U1 nach Ostkreuz ist jedenfalls diesmal nicht die Rede.

Das heißt eben, dass *keins* der Projekte wirklich so wichtig erscheint, dass es wirklich beständig favorisiert wird.


Zitat
GraphXBerlin
Tatsache ist, dass ich das alles nicht Ernst nehmen kann da es meist Leute sind die null Ahnung von der Materie haben.
Zitat
Global Fisch
Zitat
GraphXBerlin
Es ging mir eigentlich nur um die ewig selben Verlängerungsforderungen bei der U-Bahn (Klassiker: Krumme Lanke -> Mexikoplatz) wie sie nun jedesmal von einem neuen unwissenden Politiker gefordert werden.

Natürlich ist die Auswahl an möglichen Verlängerungen nicht unbegrenzt, aber mich frappiert genau umgekehrt, dass bei jedem neuen U-Bahn-Verlängerungsdebatten durchs Dorf treiben immer wieder *wechselnde* Favoriten auf der Liste stehen.

Von der U1 nach Ostkreuz ist jedenfalls diesmal nicht die Rede.

Das heißt eben, dass *keins* der Projekte wirklich so wichtig erscheint, dass es wirklich beständig favorisiert wird.

Das ist halt Folge des Debattenniveaus in der Verkehrspolitik: man will keine konkreten Probleme an konkreten Orten lösen, sondern einfach mehr U-Bahn. Offensichtlich als Selbstzweck.
Zitat
Henning
Zitat
VvJ-Ente
Sie fährt nicht durch Steglitz.

Warum ist es deiner Meinung nach ein Kriterium, dass die U55 durch Steglitz fahren sollte?

Das hat er ironisch gemeint weil ich in Steglitz wohne. Man nennt es auch "verarschen" ;-)
Zitat
Latschenkiefer
Die SPD stellt ihr U-Bahn-Verlängerungskonzept vor.

Erst mal ohne Kommentar hier.


Daraufhin hatte ich der SPD Berlin geschrieben und nun Antwort von Tino Schopf erhalten:

"Eine City Maut lehnen wir in der Tat ab. [...] Sehr viele Berlinerinnen und Berliner sind beruflich auf ihr Auto angewiesen [achja?] Ein überfüllte ÖPNV nützt niemandem etwas. Wir wollen die Menschen nicht vom Auto in die Tram zwingen; sie sollen es freiwillig tun."
Zitat
PassusDuriusculus
Zitat
Latschenkiefer
Die SPD stellt ihr U-Bahn-Verlängerungskonzept vor.

Erst mal ohne Kommentar hier.


Daraufhin hatte ich der SPD Berlin geschrieben und nun Antwort von Tino Schopf erhalten:

"Eine City Maut lehnen wir in der Tat ab. [...] Sehr viele Berlinerinnen und Berliner sind beruflich auf ihr Auto angewiesen [achja?] Ein überfüllte ÖPNV nützt niemandem etwas. Wir wollen die Menschen nicht vom Auto in die Tram zwingen; sie sollen es freiwillig tun."

Ich bin widerum auf den öpnv angewiesen. Daher lehne ich Fahrpreise ab.

*******
Forum schon leergelesen? Dann weiß ich auch nicht weiter.
Zitat
der weiße bim

Nur 12% (darunter sicherlich viele hier Schreibende) meinen, dass der Ausbau der U-Bahn falsch sei. Aber 85% finden das richtig. Dieselben Anteile befürworten ein deutlich billigeres Jahresticket für den Berliner ÖPNV.
Bei Fahrradwegen statt Fahrstreifen für den allgemeinen Straßenverkehr gibt es fast Gleichstand des Für und Wider, ebenso beim Ausschluss von Verbrennungsmotoren für den Fahrzeugantrieb in der Berliner Innenstadt in 10 Jahren. Und eine deutliche Ablehung der Citymaut mit Zweidrittelmehrheit.

Das kann die SPD nicht einfach ignorieren, sonst wird ihr nächstes Wahlergebnis einstellig. Nun ist auch klar, warum unser Landesvater so deutlich bei allen Gelegenheiten für das 365-Euro-Jahresticket wirbt - er möchte seinen Job behalten.

Wenn man in einer Umfrage nach "Freibier für alle" fragen würde, dürften die Ergebnisse ähnlich ausfallen. Wenn man aber hinzufügen würde, dass man dafür die Preise für alle anderen Lebensmittel anheben müsste, wäre es mit der übergroßen Mehrheit auch schon wieder vorbei.

Mit Verlaub: Solche Umfragen besagen annähernd gar nichts. In Cottbus z.B. haben die Menschen 2009 vehement für den Erhalt der Straßenbahn gestimmt, in Aachen 2013 mehrheitlich gegen die Wiedereinführung der Elektrischen. Wäre die Situation genau vertauscht gewesen, hätten die Aachener sicher für den Erhalt ihrer Straßenbahn gestimmt und die Cottbuser vielleicht gegen die Wiedereinführung.

Ob die Menschen für oder gegen etwas stimmen, hängt von sehr vielen Faktoren ab. Besser ist es immer, wenn man zu einem Sachverhalt mehrere Fragen stellt, dann gewinnt man im Zweifel differenziertere Ergebnisse. Freilich tun sich viele Journalisten mit differenzierten "Wahrheiten" schwer ...
Zitat
B-V 3313

(Ganz pervers: 1988 überlegte Schwarz/Gelb, ob sich auf dem Lichtenrader Damm oder der Heerstraße nicht eine Straßenbahn einführen ließe?...)

Hast Du dazu nähere Informationen? Ich war damals ja überaus verkehrspolitisch aktiv und kann mich daran jedenfalls für das Jahr 1988 überhaupt nicht erinnern. Meines Wissens lagen die Überlegungen für eine Straßenbahn auf dem Lichtenrader Damm länger zurück - ich meine, bis Mitte der 1970er. Weil sich in damaliger Zeit die Wiedereinführung einer Straßen- oder Stadtbahn wohl nicht hätte zeitnah realisieren lassen, gehörte die S-Bahn nach Lichtenrade zu den zwei Strecken, auf denen nach dem 09.01.1984 in West-Berlin der S-Bahnbetrieb fortgeführt wurde. Soweit ich mich erinnere, war dies sozusagen als Ersatz für die unterlassene Verlängerung der U6 Richtung Lichtenrade gemeint, vielleicht aber außerdem zur (vorläufigen) Erledigung von Straßenbahn-Ideen Richtung Lichtenrade.

Weiß dazu jemand mehr?



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 29.09.2020 21:51 von Bovist66.
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