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Auf ins Pankower Mexiko-Viertel - SPD will U2, U3 und U8 verlängern
geschrieben von B-V 3313 
Herr Friederici bereitet schon mal den Bebauungsplan (!!!) vor, damit die U-Bahn 2028 eröffnen kann. Und seine Kleinmachnower Parteifreundin Frau Ludwig hat die Buntstifte ihrer Kinder hervorgekramt und zeichnet schon mal die Pläne für eine Verlängerung gleich bis Kleinmachnow. Wer Wahlkampf führt, braucht halt Visionen... … wie er meine Steuergelder im märkischen Sand vergraben will.

Ich verstehe die ausgebrochene Euphorie beim Projekt Mexikoplatz ehrlich gesagt gar nicht. Eine Bahnhofslösung unter dem denkmalgeschützt Platz mit denkmalgerechten Zugängen, Rettungswegen und Aufzügen sehe ich wirklich nicht kommen. Wenn man jedoch die Brücke der S1 queren muss, sind die (ohnehin sehr optimistischen) günstigen Baukostenschätzungen der BVG hinfällig. Dann geht der Nutzen-Kosten-Faktor massiv in den Keller und die erhoffte Bundesförderung (die ich wegen der niedrigen Fahrgastzahlen der südlichen U3 und der 50 Millionen-Grenze sowieso nicht erwarte) gibt es definitiv nicht.
Und für einen positiven Nutzen-Kosten-Indikator braucht es auch noch mehr. Man muss Parallelverkehr abbauen (Bus 118E und Bus 623 müssten zum Mexikoplatz zurückgezogen werden), dafür bräuchte man aber eine Busendstelle am Mexikoplatz (viel Spaß beim Suchen an diesem denkmalgeschützten Platz).
Zitat
M48er
Und für einen positiven Nutzen-Kosten-Indikator braucht es auch noch mehr. Man muss Parallelverkehr abbauen (Bus 118E und Bus 623 müssten zum Mexikoplatz zurückgezogen werden), dafür bräuchte man aber eine Busendstelle am Mexikoplatz (viel Spaß beim Suchen an diesem denkmalgeschützten Platz).

Und vor allem müsste man ja auch sinnigerweise auch eine gewisse Zahl gewonnener Fahrgäste nachweisen. Wer soll das sein?

- Die großräumige Verbindung von Potsdam und Wannsee ins Zentrum übernehmen Regionalzüge und S7 viel besser und schneller als die Umsteigeverbindung S1/U3. Hinzu kommen aus dem Zehlendorfer Zentrum die Verbindungen mit S1 und U9.

- Die Ringbahn erreicht man aus diesem Bereich ebenfalls mit der S1 und S7.

- Wer mit dem Bus aus Kleinmachnow und Düppel mit dem Bus kommt, spart praktisch keine Zeit, wenn er etwas früher in die U3 umsteigt; allein deshalb wird niemand in den ÖPNV umsteigen.

Wer bleibt also als Nutzendengruppe der U3 übrig? Die direkten Anrainer:innen des Mexikoplatzes und Verkehrsströme zwischen Dahlem/FU und Wannsee/Potsdam, die ich in ihrer Quantität offensichtlich einfach unterschätze.
Zitat
def

Wer bleibt also als Nutzendengruppe der U3 übrig? Die direkten Anrainer:innen des Mexikoplatzes und Verkehrsströme zwischen Dahlem/FU und Wannsee/Potsdam, die ich in ihrer Quantität offensichtlich einfach unterschätze.

Es geht hier doch nicht um Fahrgäste. Es geht hier lediglich darum, eine Lücke zu schließen, Geld für den ÖV auszugeben ohne den Autoverkehr zu behindern und darum irgendwo in der Stadt U-Bahnen zu bauen. Bei anderen Strecken droht ja eine Straßenbahnalternative, wenn man sie falsch untersucht. Also bleibt nur diese Strecke übrig.

Gruß Nemo
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Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Zitat
Nemo
Zitat
def

Wer bleibt also als Nutzendengruppe der U3 übrig? Die direkten Anrainer:innen des Mexikoplatzes und Verkehrsströme zwischen Dahlem/FU und Wannsee/Potsdam, die ich in ihrer Quantität offensichtlich einfach unterschätze.

Es geht hier doch nicht um Fahrgäste. Es geht hier lediglich darum, eine Lücke zu schließen, Geld für den ÖV auszugeben ohne den Autoverkehr zu behindern und darum irgendwo in der Stadt U-Bahnen zu bauen. Bei anderen Strecken droht ja eine Straßenbahnalternative, wenn man sie falsch untersucht. Also bleibt nur diese Strecke übrig.

Jein. Richtig ist, dass es um den Lückenschluss und damit auch um die Netzresilenz geht. Und es ist ein Projekt, das keinem wirklich weh tut, womit es gut geeignet ist, um die aktuell immer lauter schreienden Tunnelfetis ein Häppchen zu überschaubaren Kosten hinzuwerfen.

In der Tat könnte die FU den größten Anteil ausmachen und hier ließe sich die NKU auch gut schönen, indem man einfach annimmt, dass durch diese U-Bahn viele Studenten vom Auto (oder Fahrrad) auf den ÖPNV umsteigen. Die FU ist aber keine Einbahnstraße. Umgedreht gibt es ja auch Verkehrsbedarf aus dem U3-Südwesten in Richtung Potsdam (die Uni Potsdam wird ja auch gern von Berlinern heimgesucht). Hier ließen sich ja ganz einfach mal fiktive Verbindungen von Podbielskiallee, Oskar-Helene-Heim oder Onkel-Toms-Hütte nach Griebnitzsee und Golm ansetzen. Das sind heute 1-3 Umstiege. Die Reisezeit lässt sich durch diese eine Station deutlich beschleunigen, selbst wenn sich die Anzahl der Umstiege kaum reduziert. Setzt man nun aber noch fiktiverweise an, dass die S1 alle 20 Minuten (oder gar komplett) nach Potsdam fährt, dann sind wir nach Griebnitzsee plötzlich nur noch bei einem Umstieg.

Da geht rechnerisch schon ein wenig und ich denke tatsächlich auch, dass sich die Fahrgastzahlen dort steigern lassen. Berechtigt ist natürlich die Frage nach der Priorisierung. Das ist so eine wunderbare "nice to have"-Strecke, die niemals ganz oben in der Liste stehen wird. Umso mehr sehe ich aber aktuell auch die Chance, dass es jetzt etwas werden könnte. Ob die gebaut wird oder nicht, hat nur minimalen Einfluss auf die Straßenbahnprojekte.

--- Signatur ---
Bitte beachten Sie beim Aussteigen die Lücke zwischen Bus und Bordsteinkante!
Zitat
Jay
Umgedreht gibt es ja auch Verkehrsbedarf aus dem U3-Südwesten in Richtung Potsdam (die Uni Potsdam wird ja auch gern von Berlinern heimgesucht). Hier ließen sich ja ganz einfach mal fiktive Verbindungen von Podbielskiallee, Oskar-Helene-Heim oder Onkel-Toms-Hütte nach Griebnitzsee und Golm ansetzen. Das sind heute 1-3 Umstiege. Die Reisezeit lässt sich durch diese eine Station deutlich beschleunigen, selbst wenn sich die Anzahl der Umstiege kaum reduziert. Setzt man nun aber noch fiktiverweise an, dass die S1 alle 20 Minuten (oder gar komplett) nach Potsdam fährt, dann sind wir nach Griebnitzsee plötzlich nur noch bei einem Umstieg.

Das braucht schon heute nur einen Umstieg, nämlich in die Buslinie 118 bis Stahnsdorfer Brücke.
Zitat
Jay
Und es ist ein Projekt, das keinem wirklich weh tut, womit es gut geeignet ist, um die aktuell immer lauter schreienden Tunnelfetis ein Häppchen zu überschaubaren Kosten hinzuwerfen.

Hey, wieso dann nicht den Magdeburger Platz wieder ins Spiel bringen. Kommt ja schließlich noch günstiger...

*duckundweg*

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Die Deutsche Sprache ist Freeware, nicht Open Source. Du kannst sie kostenlos nutzen - aber nicht verändern
Zitat
frolueb
Zitat
Jay
Und es ist ein Projekt, das keinem wirklich weh tut, womit es gut geeignet ist, um die aktuell immer lauter schreienden Tunnelfetis ein Häppchen zu überschaubaren Kosten hinzuwerfen.

Hey, wieso dann nicht den Magdeburger Platz wieder ins Spiel bringen. Kommt ja schließlich noch günstiger...

*duckundweg*

ich denke, dass man das in einem Aufwasch mit der *neuen* U3 erledigen wird, sodass man entweder eine teure Bauvorleistung bräuchte oder aber gar nicht drauf achtet und sich dort alles verbaut :-D
Es gibt hier zugegebener Maßen eine nicht ganz neue Vision und zig Bedenkenträger. So what?

Heidekraut zum Hauptbahnhof
Verwechselt gern Wuppertaler Schwebebahn mit der Schwäb'schen Eisenbahn
Zitat
def
Die Wahl rückt näher - Herr Friederici verkündet im Tagesspiegel, dass die U3 im Jahre 2028 zum Mexikoplatz fahren könnte.

Mit etwas Verzögerung grift auch die lokale Presse die Initiative auf: [www.berliner-woche.de]

Das künftige U-Bahn-Ausbauprogramm ist schon seit dem letzten Sommer Wahlkampfthema: [cdu.berlin]

so long

Mario


CDUmm - der Mexikoplatz liegt in Düppel und die Verlängerung der U9-Nord hat keine Beschriftung und fehlt im Text.

x--x--x--x

Für mehr gelbe Farbe im Netzplan: U4 verlängern - jetzt!
Dafür haben sie deine Forderung erfüllt.
@CDU-U-Bahnprojekte:
jo, jetzt geht´s los ! Und zwar so richtig ! Ist ja schließlich Wahlkampf. Und da drehen die Politiker, die jahrelang die Verkehrspolitik der Stadt verpennt haben, mal so richtig auf und versprechen zur Wahl so alles Mögliche, auch wenn nach Corona wesentlich weniger Verkehr nachgefragt werden wird und eigentlich kaum Geld da sein wird.
Das Ganze zusammen dürften so um die 50 km U-Bahnstrecke sein. Bei dem Bautempo der vergangenen 10 Jahre ist das ein 220-Jahres-Programm.
Auf der angegeben Internetseite wird´s noch gruseliger. Da heißt es: "Moderne Magnetschwebebahnen können eine innovative Ergänzung zu den bestehenden Mobilitätsangeboten sein". Ein Tipp: Geht in Eure Keller und spielt Modelleisenbahn. Ihr habt von Verkehrspolitik keine Ahnung !
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