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Auf ins Pankower Mexiko-Viertel - SPD will U2, U3 und U8 verlängern
geschrieben von B-V 3313 
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Railroader
Zitat
Latschenkiefer

Zum Artikel: Die Zwischenüberschrift "U-Bahn muss endlich wieder wachsen" trifft es ganz gut.

Das ist keine Zwischenüberschrift, sondern ein Link zu einem anderen Artikel vom 3.3.2020.

Zitat
Latschenkiefer
Es muss gebaut werden. Hauptsache U-Bahn. Wohin auch immer. Kosten egal.

Das stimmt nicht. Es wird geprüft, geprüft, geprüft. Ich kann hier bei Weitem nicht erkennen, dass man unüberlegt einfach baut und dabei die Kosten egal wären. Bisher ist noch nichts entschieden.

Zudem heißt es in dem Artikel auch: "Es ist "sicherzustellen, dass die weiteren Planungen nicht zu Lasten des Programms i2030 (Engpassbeseitigung auf den Pendlerstrecken und im Berliner S-Bahn-Netz) und der Planung neuer Straßenbahnstrecken gehen. Mit der Entscheidung für die Weiterführung einer U-Bahn-Planung müssen finanziell, strukturell sowie personell die entsprechenden Ressourcen zusätzlich bereitgestellt werden, da diese bisher entsprechend der Richtlinien der Regierungspolitik nicht eingeplant worden sind.""

Von "Hauptsache U-Bahn" kann hier also keine Rede sein.

Es kommt darauf an, wen man fragt. Dieses "U-Bahn bauen nur um des U-Bahnbauens willens" geht auf einen Teil der SPD, BVG und Verwaltung zurück und ist nicht Teil der offiziellen Senatspolitik. Diese Fraktion schafft es aber dieses Thema immer wieder - gerne auch mit Unterstützung der Windschutzscheibenfraktion - in die Presse zu hieven.

Gruß Nemo
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Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
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Latschenkiefer

Pardon, für mich liest es sich so. Man untersucht x verschiedene mögliche U-Bahn-Erweiterungen und hofft, dass sich irgendeine davon rechnet.

Das ist aber subjektive Interpretation, so, als wenn ich als U-Bahnbefürworter sagen würde: "Die Prüfen das doch alles nur so medienwirksam, damit sie hinterher sagen können, wir haben ja alles versucht, aber lohnt sich nicht."

Zitat
Latschenkiefer
Trotzdem fressen auch die Voruntersuchungen für alle möglichen U-Bahn-Strecken Zeit und Personalressourcen, das man nicht unbegrenzt hat.

Mich nervt diese übermäßige Prüferei immer neuer Projekte ebenso. Andererseits bin ich aber auch nicht dafür zu sagen, wir lassen das U-Bahnthema jetzt die nächsten 30 Jahre unangetastet. Auch ich bin der Meinung, dass in Berlin sowohl in die Straßenbahn, als auch in die Schnellbahnen investiert werden sollte. Es muss natürlich Sinn machen.
Na die "SPD" war schon seit über 100 Jahren mit der Bau- und Betonlobby verbunden, gibt da genug Literatur dazu. Seit ich denken kann (bin Baujahr 1967) war die "SPD" immer mit der Baulobby verfilzt. Vielleicht erinnert manch einer. der es noch erlebt hat, an Skandale mit dem "Architekten" Garski, Steglitzer Kreisel und noch andere Sachen. Die "SPD" war immer eine U-Bahn-Partei.

Letztendlich wurde gegen etwa 1980 der Stobbe ("SPD")- Senat damals abgesägt worden. Und wenn man heute die Pamphlete der "SPD" hört, es hat sich in der Gesinnung und am Filz nichts geändert.

Ein Meisterstück aus "SPD"- Zeiten ist ja der U-Bahnhof Schloßstrasse, heute eine Ruine. Aber Müller wird es schon machen.
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Nemo

Es kommt darauf an, wen man fragt. Dieses "U-Bahn bauen nur um des U-Bahnbauens willens" geht auf einen Teil der SPD, BVG und Verwaltung zurück und ist nicht Teil der offiziellen Senatspolitik. Diese Fraktion schafft es aber dieses Thema immer wieder - gerne auch mit Unterstützung der Windschutzscheibenfraktion - in die Presse zu hieven.

Das ist doch aber im Endeffekt eine Unterstellung. Auch die U-Bahnbahnbefürworter wollen nicht per se eine U-Bahn, um des U-Bahn Willens, sondern weil sie sie aus eigener Überzeugung für sinnvoll halten. Man könnte das ja auch umdrehen und sagen: Straßenbahn bauen, nur um des Straßenbahn Willens. Ist doch Murks. So kommen wir nicht weiter.
Zitat
Wollankstraße
Na die "SPD" war schon seit über 100 Jahren mit der Bau- und Betonlobby verbunden, gibt da genug Literatur dazu. Seit ich denken kann (bin Baujahr 1967) war die "SPD" immer mit der Baulobby verfilzt. Vielleicht erinnert manch einer. der es noch erlebt hat, an Skandale mit dem "Architekten" Garski, Steglitzer Kreisel und noch andere Sachen. Die "SPD" war immer eine U-Bahn-Partei.

Solche Vergleiche sind unfair. Ansonsten müsstest du auch vergleichen, für was die heutige Linke vor einigen Jahrzehnten einstand oder CDU oder Grüne. Man darf einer Partei auch mal unterstellen, dass sie sich (mit neuem Peronal) weiterentwickelt. Im Übrigen vertrete ich selbst auch nicht mehr die Ansichten, die ich vielleicht vor 20 Jahren mal hatte. Wem geht's anders? Dieses Argument ist mit zu plump, sorry. Und ich halte von der SPD weiß Gott nichts.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 18.03.2020 00:36 von Railroader.
Zitat
Railroader
Das ist doch aber im Endeffekt eine Unterstellung. Auch die U-Bahnbahnbefürworter wollen nicht per se eine U-Bahn, um des U-Bahn Willens, sondern weil sie sie aus eigener Überzeugung für sinnvoll halten.

Du bemerkst den Widerspruch selbst?

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Ein fester Standpunkt ist immer wichtig - besonders in Kurven und beim Bremsen. Bitte gut festhalten!
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B-V 3313

Du bemerkst den Widerspruch selbst?

Dass es keine sinnvollen U-Bahnprojekte gibt? Ja, das sagen die straßenbahnaffinen Foristen, ich vertraue unparteiischen Fachleuten aber mehr. ;-) Von daher halte ich es für nötig, dass Projekte geprüft werden, es sollte aber so langsam auch mal ne Entscheidung kommen.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 18.03.2020 00:48 von Railroader.
Zitat
schallundrausch
Das dürfte der Downer auf alle hitzigen Ausbaupläne sein: Peter Neumann hat mal die Senatsvorlage der Machbarkeitsstudien zusammengefasst.
https://www.berliner-zeitung.de/mensch-metropole/neue-u-bahn-strecken-kosten-bis-zu-607-millionen-euro-li.78782

Sehr gut angelegte Investitionsmittel.
Die U-Bahn ist ihr Geld wert.

Beispiel Amsterdam: Noch 1997 waren 65% der Teilnehmer an einem Volksentscheid dagegen, gebaut wurde dennoch ab 2003, Fertigstellung 2018 [www.zeit.de]. Die 10 km lange Nord-Süd-Strecke kostete letztlich über 3 Milliarden Euro. Inzwischen sind die holländischen Hauptstädter stolz darauf. Die örtliche Straßenbahn wurde deswegen aber nicht eingestellt, wie es hier immer wieder befürchtet wird. Das Trauma aus der Westberliner Geschichte zwischen 1953 und 1967 sitzt offenbar sehr tief.
In Amsterdam wurde im Gegenteil vor einem Jahr ein 7,8 km langer oberirdischer U-Bahnabschnitt aus dem Netz gelöst, für gut 300 Millionen Euro auf Niederflur-Straßenbahnbetrieb umgebaut und künftig als Straßenbahnstrecke noch erweitert.

Das "reiche" Athen verlängert gegenwärtig die Metrolinie 3 für 575 Mio Euro um 7,5 km nach Piräus (Inbetriebnahme 2020 geplant), daneben entsteht eine weitere Metrolinie 4, die im Endausbau 38 km mit 35 Bahnhöfen aufweisen soll [www.ametro.gr]. Der erste Bauabschnitt mit knapp 13 km Doppelröhren-Schildtunnel wird mindestens 1,8 Milliarden Euro kosten und frühestens 2026 fertig sein. Die Finanzierung erfolgt mit EU-Mitteln, von denen ein nicht unbedeutender Teil vom deutschen Steuerzahler stammen dürfte.
Außerdem arbeitet man in der griechischen Hauptstadt an der Erweiterung der 2004 (mit BVG-Unterstützung) neu eröffneten Straßenbahn/Stadtbahn um insgesamt fast 26 km für 340 Millionen Euro, ebenfalls finanziert von der Europäischen Investitionsbank. [www.ametro.gr]

Und für die Erweiterung / Lückenschlüsse im Berliner U-Bahnnetz soll kein Geld da sein?

so long

Mario
Zitat
Railroader
Zitat
B-V 3313

Du bemerkst den Widerspruch selbst?

Dass es keine sinnvollen U-Bahnprojekte gibt?

Nö, ich meine den in deiner Aussage. Einen Versuch hast du noch, bitte einmal ohne deinen üblichen Whataboutism.

x--x--x--x

Ein fester Standpunkt ist immer wichtig - besonders in Kurven und beim Bremsen. Bitte gut festhalten!



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 18.03.2020 00:55 von B-V 3313.
Zitat
Latschenkiefer
Trotzdem fressen auch die Voruntersuchungen für alle möglichen U-Bahn-Strecken Zeit und Personalressourcen, das man nicht unbegrenzt hat.

Ich gehe mal davon aus, das in den vergangenen 30 Jahren durchaus von BVG oder Senatsverwaltung bereits Studien erstellt wurden, die man durchaus vom Grunde her weiter verwenden kann, die aber natürlich hinsichtlich neuer Erkenntnisse oder Entwicklungen fortgeschrieben werden müssen. Und wenn wir Glück dabei haben, geht nicht allzu viel Wissen der früheren oder zwischenzeitlichen Autoren bei den Neufassungen verloren ;-)
Insoweit halte ich es durchaus für legitim und sinnvoll, sich immer wieder die Varianten und deren Nutzen sowie die damit im Zusammenhang stehenden Kosten aktualisiert vors Auge zu führen. Nur dann gibt es im Vergleich zu anderen Varianten außerhalb der U-Bahn die Chance, eine gut begründbare Entscheidung zugunsten oder zulasten eines Verkehrsträgers und einer Strecke zu treffen.

Mit besten Grüßen

phönix
Zitat
der weiße bim
Beispiel Amsterdam: Noch 1997 waren 65% der Teilnehmer an einem Volksentscheid dagegen, gebaut wurde dennoch ab 2003, Fertigstellung 2018 [www.zeit.de]. Die 10 km lange Nord-Süd-Strecke kostete letztlich über 3 Milliarden Euro.

Samt Baustop und Fasteinstürzen von Wohnhäusern, ja solche Beispiele erzeugen Vertrauen in den U-Bahnbau!

Zitat
der weiße bim
In Amsterdam wurde im Gegenteil vor einem Jahr ein 7,8 km langer oberirdischer U-Bahnabschnitt aus dem Netz gelöst, für gut 300 Millionen Euro auf Niederflur-Straßenbahnbetrieb umgebaut und künftig als Straßenbahnstrecke noch erweitert.

Ein wunderbares Argument "für den U-Bahnbau"...

Du hast die Sturmläufe der Bevölkerung nach der Neustrukturierung des Straßenbahnnetzes mit der U-Bahneröffnung 2018 vergessen. Absicht?

x--x--x--x

Ein fester Standpunkt ist immer wichtig - besonders in Kurven und beim Bremsen. Bitte gut festhalten!
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B-V 3313

Nö, ich meine den in deiner Aussage. Einen Versuch hast du noch, bitte einmal ohne deinen üblichen Whataboutism.

Wo sind die Lachsmileys, wenn man sie braucht.^^ Gute Nacht Schnuggi, schlafe gut.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 18.03.2020 01:00 von Railroader.
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Railroader
Zitat
B-V 3313

Nö, ich meine den in deiner Aussage. Einen Versuch hast du noch, bitte einmal ohne deinen üblichen Whataboutism.

Wo sind die Lachsmileys, wenn man sie braucht.^^ Gute Nacht Schnuggi, schlafe gut.

Mehr ist von dir leider oft nicht zu erwarten. Schade. Aber ja, schlafe auch du gut und träume von deiner U-Bahn. ,-)

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Ein fester Standpunkt ist immer wichtig - besonders in Kurven und beim Bremsen. Bitte gut festhalten!
Zitat
B-V 3313

Mehr ist von dir leider oft nicht zu erwarten. Schade. Aber ja, schlafe auch du gut und träume von deiner U-Bahn. ,-)

Ich träume immer nur vom Tram. Das muss mal klargestellt werden!11!!!elf1!!!11111 ;-)



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 18.03.2020 01:05 von Railroader.
Zitat
B-V 3313
Du hast die Sturmläufe der Bevölkerung nach der Neustrukturierung des Straßenbahnnetzes mit der U-Bahneröffnung 2018 vergessen. Absicht?

ja klar ;-)
Allen kann man es nie recht machen.

so long

Mario
Zitat
Railroader
Zitat
B-V 3313

Mehr ist von dir leider oft nicht zu erwarten. Schade. Aber ja, schlafe auch du gut und träume von deiner U-Bahn. ,-)

Ich träume immer nur vom Tram. Das muss mal klargestellt werden!11!!!elf1!!!11111 ;-)

Armes Hascherl. Träume lieber von deinen Liebsten, das bringt dir mehr. ;-)

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Ein fester Standpunkt ist immer wichtig - besonders in Kurven und beim Bremsen. Bitte gut festhalten!
Natürlich soll der Verkehrsbedarf ordentlich geprüft werden.

Wie man es nicht macht, beweist doch die U5. Da plante man Anfang der 90er Jahre mal eben mit utopischen fünf Millionen Berlinern im Jahr 2000. Der Abschnitt Alexanderplatz - Hauptbahnhof ist nie seperat untersucht worden. Außerdem plante mit einem offenen Flughafen Tegel, obwohl "im Nachbarbüro" schon an den Planungen für den neuen Berliner Großflughafen samt Schließung Tegels gearbeitet wurde...

Man muss dann auch so ehrlich sein und bei den U8-Planungen ins MV die Auswirkungen auf das Busnetz dort aufzeigen. Die bloße Aussage "die U8 bis kostet x Millionen" reicht nicht!

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Ein fester Standpunkt ist immer wichtig - besonders in Kurven und beim Bremsen. Bitte gut festhalten!



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 18.03.2020 01:12 von B-V 3313.
Wenn ich richtig liege, hat der Bund beträchtliche Mittel für die Verlängerung der U5 bereitgestellt. Glaubt hier jemand, er hätte das für eine Straßenbahnstrecke getan? Und wieviel solcher Tramgelder sind eigentlich durch die U5 verloren gegangen?

Heidekraut zum Hauptbahnhof
Zitat
Heidekraut
Wenn ich richtig liege, hat der Bund beträchtliche Mittel für die Verlängerung der U5 bereitgestellt. Glaubt hier jemand, er hätte das für eine Straßenbahnstrecke getan?

Bist du wirklich so derart unwissend oder tust du nur so? Klar hat der Bund bei der U5 zugebuttert und natürlich hätte er das auch bei einer Straßenbahn gemacht! Das Zauberwort heißt Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz.

Zitat
Heidekraut
Und wieviel solcher Tramgelder sind eigentlich durch die U5 verloren gegangen?

Da jeder Euro nur einmal ausgegeben werden kann ist diese Summe identisch mit den Kosten der U5-Verlängerung (525 Millionen Euro).

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Ein fester Standpunkt ist immer wichtig - besonders in Kurven und beim Bremsen. Bitte gut festhalten!
Hätte er unter Garantie nicht gemacht, sondern hat den U-Bahnbau durchgedrückt. Berlin hatte ihn ja vorübergehend eingestellt. Dei U55 wäre sonst nie gebaut worden. Ich bin ziemlich sicher, dass das mit einem Straßenbahnvorhaben so nicht abgelaufen wäre. Ich bin auch ganz sicher, das die CDU-Bezirksfraktion in Reinikendorf, die Mittel für die U8-Verlängerung beim Bund locker machen wird, falls sie sich doch durchsetzt. Aber hauptsache es werden keine Busse getötet. Also wirklich.

>Da jeder Euro nur einmal ausgegeben werden kann ist diese Summe identisch mit den Kosten der U5-Verlängerung (525 Millionen Euro).

Das halte ich für ziemlich naiv.

Heidekraut zum Hauptbahnhof



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 18.03.2020 02:54 von Heidekraut.
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