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Wiederaufbau der Siemensbahn
geschrieben von Trittbrettfahrer 
»Nach wie vor gilt: Zum hundertjährigen Jubiläum 2029 wird die Strecke wiedereröffnet«, berichtet Alexander Kaczmarek zur Siemensbahn.

»Da kam ein Anruf aus der Senatsverwaltung: Könnt ihr dieses Jahr noch Geld ausgeben an der Siemensbahn?«, berichtet Kaczmarek über den Beginn des Vorhabens. »Und dann kam das Projekt extrem schnell ins Laufen.«

Zwischenzeitlich kamen große Zweifel am Zeitplan auf, da bekannt wurde, dass die Autobahn GmbH des Bundes einen Teil der Strecke als Baustellenzufahrt für den anstehenden Neubau der Rudolf-Wissell-Brücke im Zuge der A100 nutzen wollte. Doch rechtlich ist die Siemensbahn »heute noch eine aktive Eisenbahnstrecke«, wie Kaczmarek unterstreicht. Das habe man den Autobahnplanern deutlich gemacht. »Wir haben uns inzwischen auf eine gute gemeinsame Lösung geeinigt«, berichtet er.

»So sicher wie bisher noch nie« ist sich Kaczmarek auch, dass der neue S-Bahn-Abzweig von der Ringbahn zum Hauptbahnhof nach vielen Verschiebungen tatsächlich im Frühjahr 2026 in Betrieb gehen soll.

Aus meinem Artikel im nd zum Fahrgastsprechtag i2030 am Montag.
Nur Schade, dass er sich anscheinend ausschließlich für den Personenverkehr interessiert, während der Westhafen als letzter Anschließer anscheinend genauso ausgehungert wird, wie die Anschließer im Westdeutschland.
Da schreit die Politik, dass die Güter auf die Schiene gehören und die Bahn selbst interessiert es nicht die Bohne.
Auch bei der Planfeststellung für Schönholz wurde er recht schmallippig.
Da scheinen nicht seine Leidenschaft drin zu stecken.
Die Bahnbrücke über die Spree die von der zuständigen Behörde für Bundeswasserstraßen errichtet werden muss, weil diese die alte Brücke auch hat abreissen lassen, wird bei der Trägheit dieser Behörde am Ende wahrscheinlich der eigentliche Flaschenhals für das Gesamtprojekt.

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Neues vom Ostkreuz im Ostkreuzblog
Er meinte auch, dass nicht irgendwelche Anwohner Einwände gegen die Planung von Jungfernheide haben, sondern die Behörden. Er muss erstmal die Planfeststellung durchbekommen und anschließend die Gelder für den Bau. Und ob er vorher schon die Gelder für die Sanierung der Trasse bekommt oder wenigstens beantragen darf, solange die Planfeststellung für Jungfernheide nicht durch ist, muss man auch mal schauen. Einer Sanierung der Trasse würde ja theoretisch nichts entgegenstehen, außer dass die Strecke als ganzes nicht planfestgestellt ist.
Zitat
DerMichael
...
Einer Sanierung der Trasse würde ja theoretisch nichts entgegenstehen, außer dass die Strecke als ganzes nicht planfestgestellt ist.

Die "Altstrecke" benötigt doch auch keine Planfeststellung? Nur Jungfernheide und die zu verändernde westliche Einbindung der Siemensbahn in den Ring sowie die fehlende Brücke über den neuen Kanalarm müssen meines Wissens ein PFV durchlaufen.

Ist natürlich auf mehreren Ebenen schwierig, die "Altstrecke" schon zu sanieren, wenn sozusagen an deren Ausgangspunkt formalrechtlich und damit finanziell noch keine finale Klarheit geschaffen ist. Wenn es aber aus Politik, Kommune und Bahn, ggf. auch aus der Wirtschaft im Einzugsgebiet, ein klares und verbindliches Bekenntnis dazu gibt "Die Siemensbahn kommt. Wir stehen fest dazu und unterstützen.", wird die Bahn auch eher in der Lage sein, Finanzen für die Sanierung und Rekonstruktion aufzutun bzw. zu akquierieren.

Auf der anderen Seite weiß ich aus einem hiesigen Reaktivierungsprojekt, dass es möglich ist, alle Förder- und Antragsunterlagen etc. zu 90-95% vorformuliert und vorbereitet 'in der Schublade liegen zu haben'. Kommt dann (endlich) der Beschluss zur Planfeststellung, werden nur noch Live-Daten und -Angaben anstelle von Platzhaltern eingetragen und ergänzt. So kann es mit dem 'Knopfdruck' zum Absenden von Förderanträgen etc. dann auch ziemlich schnell gehen. Ich hoffe, A. K. lässt das so vorbereiten, er sagt es uns nur nicht... Daran gut beraten wäre er allemal.

Gruß
Die Ferkeltaxe
Zitat
Ferkeltaxe
Auf der anderen Seite weiß ich aus einem hiesigen Reaktivierungsprojekt, dass es möglich ist, alle Förder- und Antragsunterlagen etc. zu 90-95% vorformuliert und vorbereitet 'in der Schublade liegen zu haben'. Kommt dann (endlich) der Beschluss zur Planfeststellung, werden nur noch Live-Daten und -Angaben anstelle von Platzhaltern eingetragen und ergänzt. So kann es mit dem 'Knopfdruck' zum Absenden von Förderanträgen etc. dann auch ziemlich schnell gehen. Ich hoffe, A. K. lässt das so vorbereiten, er sagt es uns nur nicht... Daran gut beraten wäre er allemal.

Im Grundsatz kann man das natürlich so machen, sollte dabei aber im Kopf haben, dass es evtl. mit dem Ersetzen einiger Platzhalter nicht getan ist, sondern natürlich die Rechtsgrundlagen zur Antragstellung relevant sind. Nachdem da immer mindestens ein bisschen Bewegung drin ist, weil z.B. im Bahnbereich neue Erkenntnisse und Empfehlungen aus Unfalluntersuchungen hinzukommen, steht dann sicher noch ein aufwändiger Check an, ob alles rechtskonform ist. Diesen könnte man sich ersparen, aber es kann es auch Wert sein, um in diesem Fall die klassische Berliner-Lösung (die ersten 10 Betriebsjahre SEV von Jungfernheide bis zum Wernerwerk) zu vermeiden.
@ Lopi:
Ja, natürlich. Das meinte ich mit 'Live-Daten', da ja ein Planfeststellungsbeschluss allermeist auch ergänzende Randbedingungen und sogar Auflagen mit sich bringt. Und der von dir erwähnte Check sollte demzufolge auch allermeist durchgeführt werden (müssen).
Nichts desto trotz - gute Vorbereitung kann hier sehr beschleunigend wirken. ;-)

Gruß
Die Ferkeltaxe
Muss man nicht auch in den nächsten Jahren die Betriebe und Belegschaften beschäftigen, die jetzt durch die Fertigstellung der Dresdner Bahn und der S15 arbeitslos werden? Oder schicken wir die nach Stuttgard21, damit die Schwaben mal zu Potte kommen?
Zitat
Heidekraut
Muss man nicht auch in den nächsten Jahren die Betriebe und Belegschaften beschäftigen, die jetzt durch die Fertigstellung der Dresdner Bahn und der S15 arbeitslos werden? Oder schicken wir die nach Stuttgard21, damit die Schwaben mal zu Potte kommen?

Ich hoffe ja eher, dass Herr Reuner und sein Team demnächst zur Stammbahn stoßen. Das wird noch groß genug. Da muss man sich nicht im Ländle die Finger verbrennen.
Du bist optimistisch, das gefällt mir.
Hat nicht der Großraum BB auch aktuell schon genügend Verkehrsbau-Hotspots, auf die man die Firmen und ihre Leute loslassen sollte / könnte, um mehr zu erreichen?

Aber: Von diesen Mitarbeitern geht ja noch ein gutes Viertel bis Drittel in den Ruhestand... Babyboomer. (Kleiner Schärrz!)

Gruß
Die Ferkeltaxe
Zitat
Heidekraut
Muss man nicht auch in den nächsten Jahren die Betriebe und Belegschaften beschäftigen, die jetzt durch die Fertigstellung der Dresdner Bahn und der S15 arbeitslos werden?

Bis die S15 fertig ist sind die alle in Rente
Zitat
DerMichael
Ich hoffe ja eher, dass Herr Reuner und sein Team demnächst zur Stammbahn stoßen. Das wird noch groß genug. Da muss man sich nicht im Ländle die Finger verbrennen.

Ich fände es wichtiger wenn er und sein Team an die Stettiner Bahn gehen würden. Ist immerhin eine Stadt mit 390.000 Einwohnern. Wäre gut und wichtig wenn die Menschen dort direkten Zugang zum Flughafen BER und natürlich insgesamt Berlin hätten und natürlich auch umgedreht.

Auch insgesamt sollte der Ausbau des Deutsch-Polnischen Grenzüberschreitenden Bahnverkehrs priorisiert werden, allein schon aus Militärtaktischen Gründen und Notwendigkeiten.

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Neues vom Ostkreuz im Ostkreuzblog
Zitat
Stefan Metze
Zitat
DerMichael
Ich hoffe ja eher, dass Herr Reuner und sein Team demnächst zur Stammbahn stoßen. Das wird noch groß genug. Da muss man sich nicht im Ländle die Finger verbrennen.

Ich fände es wichtiger wenn er und sein Team an die Stettiner Bahn gehen würden. Ist immerhin eine Stadt mit 390.000 Einwohnern. Wäre gut und wichtig wenn die Menschen dort direkten Zugang zum Flughafen BER und natürlich insgesamt Berlin hätten und natürlich auch umgedreht.

Auch insgesamt sollte der Ausbau des Deutsch-Polnischen Grenzüberschreitenden Bahnverkehrs priorisiert werden, allein schon aus Militärtaktischen Gründen und Notwendigkeiten.

Die soll doch schon in zwei Jahren fertig sein. Die werden da kaum viel zu tun haben. Planfeststellung ist fertig, Bau ist vergeben und an den polnischen Teil angepasst.
Die Brücken bis Bernau sind natürlich noch ein Thema und das dämliche Thema zweigleisiger Ausbau ab Bernau in südlicher Richtung soweit noch nicht alles komplett durch die Fernbahn verbaut ist.
Die Lücke zwischen Bernau und Angermünde fehlt noch, die ist aber noch nicht mal im BVWP und Lindner/Wissing haben den eigentlich von Habeck für das Gasterminal versprochen Ausbau über Angermünde bis Stralsund ja geflissentlich ignoriert. Ergo hat bis jetzt noch nichtmal irgendjemand vor, die Lücke zu schließen. Wobei ich da natürlich voll bei dir wäre.
Die Stammbahn steht aber in den Startlöchern.
Zitat
Stefan Metze
Zitat
DerMichael
Ich hoffe ja eher, dass Herr Reuner und sein Team demnächst zur Stammbahn stoßen. Das wird noch groß genug. Da muss man sich nicht im Ländle die Finger verbrennen.

Ich fände es wichtiger wenn er und sein Team an die Stettiner Bahn gehen würden. Ist immerhin eine Stadt mit 390.000 Einwohnern. Wäre gut und wichtig wenn die Menschen dort direkten Zugang zum Flughafen BER und natürlich insgesamt Berlin hätten und natürlich auch umgedreht.

Auch insgesamt sollte der Ausbau des Deutsch-Polnischen Grenzüberschreitenden Bahnverkehrs priorisiert werden, allein schon aus Militärtaktischen Gründen und Notwendigkeiten.

Warum ist es eigentlich immer so wichtig, dass Leute schnell zu Flughäfen kommen? Verstehe ich genau so wenig wie diese komische Direktverbindungsdebatte. Das nutzt ja immer noch nur ein kleiner Teil der Bevölkerung regelmässig.
Zitat
marc-j


Warum ist es eigentlich immer so wichtig, dass Leute schnell zu Flughäfen kommen? Verstehe ich genau so wenig wie diese komische Direktverbindungsdebatte. Das nutzt ja immer noch nur ein kleiner Teil der Bevölkerung regelmässig.

Für den internationalen Konzern Siemens sehe ich da schon eine gewisse Notwendigkeit eine gute Anbindung an den Flughafen zu haben.

Für den Normalsterblichen ist es halt so, dass dieser als Ottonormalautofahrer eben allenfalls auf dem Weg zum Flughafen die Öffis nutzt, folglich sind da gedanklich Flughafenanbindungen einfach wichtiger.

Gruß Nemo
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Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Zitat
marc-j
Zitat
Stefan Metze
Zitat
DerMichael
Ich hoffe ja eher, dass Herr Reuner und sein Team demnächst zur Stammbahn stoßen. Das wird noch groß genug. Da muss man sich nicht im Ländle die Finger verbrennen.

Ich fände es wichtiger wenn er und sein Team an die Stettiner Bahn gehen würden. Ist immerhin eine Stadt mit 390.000 Einwohnern. Wäre gut und wichtig wenn die Menschen dort direkten Zugang zum Flughafen BER und natürlich insgesamt Berlin hätten und natürlich auch umgedreht.

Auch insgesamt sollte der Ausbau des Deutsch-Polnischen Grenzüberschreitenden Bahnverkehrs priorisiert werden, allein schon aus Militärtaktischen Gründen und Notwendigkeiten.

Warum ist es eigentlich immer so wichtig, dass Leute schnell zu Flughäfen kommen? Verstehe ich genau so wenig wie diese komische Direktverbindungsdebatte. Das nutzt ja immer noch nur ein kleiner Teil der Bevölkerung regelmässig.
Weil es im Augenblick von Stettin aus wohl ziemlich viele Busse gibt, die zum BER fahren. Da wäre es schon sinnvoll, wenn die Stettiner relativ schnell und zuverlässig zum BER kommen. Die wären auch gute Kundschaft für einen Direktzug.
Oft sind das aber nur Kleinbusse. Nichts was einen Zug voll macht. Und bei einem Regionalexpress Stettin Berlin Hbf bestehen ja gute Unsteigemöglichkeiten zum BER
Zitat
marc-j
Warum ist es eigentlich immer so wichtig, dass Leute schnell zu Flughäfen kommen? Verstehe ich genau so wenig wie diese komische Direktverbindungsdebatte. Das nutzt ja immer noch nur ein kleiner Teil der Bevölkerung regelmässig.

Ganz einfach: weil ein funktionierender gut angebundener AirPort der Garant für eine gute wirtschaftliche Entwicklung einer ganzen Region ist und umgekehrt (In Wechselwirkung ist das auch gut für den Standort Stettin). Es ist ja auch nicht so dass Stettin mit seinen 390.000 Einwohnern gut mit ein mal umsteigen in Hauptbahnhof am AirPort BER angebunden ist, sondern aktuell gar nicht.

Und wenn der künftige RE9 ohnehin schon von Stettin nach Berlin fährt, dann kann er eben wie geplant auch direkt zum Flughafen fahren.
Ebenso erhält Cottbus mit gut 100.000 Einwohnern ja auch eine stündliche direkte Anbindung an den BER (RE20 mit Ende des 2-Gleisigen Ausbaus).

Und um auf die Siemensbahn zurück zu kommen, hier verhält es sich ebenso. Die Siemensstadt erhält einen guten Anschluss zum Hauptbahnhof (für nationale Siemens-Relevante Reisen) und in der Fortführung ist die Siemensstadt dann ebenfalls gut an den Airport BER angebunden [(für internationale Siemens-Relevante Reisen) mit Ausbau des 2 Tunnels direkt und ohne mit einmaligem Umsteigen in Hauptbahnhof].

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Neues vom Ostkreuz im Ostkreuzblog
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