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Wiederaufbau der Siemensbahn
geschrieben von Trittbrettfahrer 
Zitat
Slighter
Mal angenommen man entscheidet sich für eine Offene Bauweise:

Vielleicht gibt es ja eine städtebaulich attraktive Lösung, um diese S-Bahnverlängerung in Hochlage zu bauen, die von den Betroffenen und späteren Nutzern auch bereitwillig mitgetragen wird. Es muss ja nicht immer die alerhässlichste Bauform sein, die monolitisch in die Gegend geklotzt wurde, und womöglich mit 6m hohen Schallschutzwänden endgültig alles abfuckt.

Stattdessen etwas elegantes, mehr dezentes, mithilfe moderner Mittel leise gebautes. Das ist dann womöglich immernoch deutlich billiger als Bärlinde durchzujagen und wird auch akzeptiert.

Sicher würde sich da was finden - aber:

- Es wird NIMBYs im Zweifelsfall nicht interessieren.
- Wir reden von der Deutschen Bahn. Die hat ungefähr so viel für Ästhetik übrig wie Wladimir Putin für Demokratie.

Als Problem kommt hinzu, dass die Strecke über die Insel Gartenfeld im Alltag den künftigen Gartenfelder/innen auch wenig nutzen würde. Die Hauptlastrichtung ginge sowieso Richtung Ringbahn, und dazu bräuchte es aus Gartenfelder Sicht die Verlängerung über den gleichnamigen Bahnhof hinaus überhaupt nicht. Und Richtung Spandauer Zentrum ist der Mehrwert gegenüber dem Weg über Haselhorst überschaubar, vor allem im Vergleich zu einem durchgehenden Bus.

Kurz: man hat zwar alle Nachteile (einen Viadukt, der Blicke versperrt und ggf. die Zahl der Sonnenstunden in nördlich davon gelegenen Wohnungen reduziert, dazu Lärm), aber selbst keine Vorteile. (Ich betone, dass ich damit nicht meine persönliche Meinung wiedergebe, aber Argumentationsstränge vor Ort, die ich für wahrscheinlich halte). Vielleicht könnte ein weiterer S-Bahnhof am westlichen Rand Gartenfelds diese Argumentation wenigstens etwas dämpfen.

Zugleich wäre die "Variante Rot" m.E. auch die mit der geringsten Erschließungswirkung. Die mögliche (zumindest partielle) oberirdische Führung wäre wahrscheinlich ihr einziger Vorteil.

Zitat
Slighter
Ooooder man entscheidet sich für Mendelsson-Bartholdy-Park-XXL und baut alle Häuse quasi im die Linie herum. ;)

Das müsste man dann halt JETZT entscheiden, und selbst dann würde es vmtl. zu langjährigen Verzögerungen bei der Entwicklung der Insel Gartenfeld kommen, die wiederum kaum politisch durchsetzbar sein dürften (#Wohnungsnot). Nicht vergessen: Am Mendelssohn-Bartholdy-Park gab es, als die Häuser gebaut wurden, schon ein Jahrhundert lang eine Bahnstrecke.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 12.01.2022 10:54 von def.
Zitat
def


Das müsste man dann halt JETZT entscheiden, und selbst dann würde es vmtl. zu langjährigen Verzögerungen bei der Entwicklung der Insel Gartenfeld kommen, die wiederum kaum politisch durchsetzbar sein dürften (#Wohnungsnot). Nicht vergessen: Am Mendelssohn-Bartholdy-Park gab es, als die Häuser gebaut wurden, schon ein Jahrhundert lang eine Bahnstrecke.
Der Worst Case ist wohl der wahrscheinlichste. Man baut keine Straßenbahn, da ja irgendwann dort eine Tunnelbahn kommen soll.

Gruß Nemo
---

Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Zitat
Nemo
Zitat
def


Das müsste man dann halt JETZT entscheiden, und selbst dann würde es vmtl. zu langjährigen Verzögerungen bei der Entwicklung der Insel Gartenfeld kommen, die wiederum kaum politisch durchsetzbar sein dürften (#Wohnungsnot). Nicht vergessen: Am Mendelssohn-Bartholdy-Park gab es, als die Häuser gebaut wurden, schon ein Jahrhundert lang eine Bahnstrecke.
Der Worst Case ist wohl der wahrscheinlichste. Man baut keine Straßenbahn, da ja irgendwann dort eine Tunnelbahn kommen soll.

Ja, das fürchte ich auch. Dass die die S-Bahn wegen der besseren Erschließungswirkung und vor allem der Führung ins Spandauer Zentrum hervorragend ergänzen würde, spielt keine Rolle.
Gibt es schon sichtbare Fortschritte von den bisherigen Bauarbeiten oder hat sogar schon jemand Bilder gemacht?
Zitat
Henrik
Gibt es schon sichtbare Fortschritte von den bisherigen Bauarbeiten oder hat sogar schon jemand Bilder gemacht?

Welche Baumaßnahmen? Die haben doch bisher nur den Müll weggeräumt und das Grünzeug entfernt, damit man sieht, was zu tun ist.

Gruß Nemo
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Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Zumindest sieht es jetzt noch ruinöser aus.
Zitat
Henrik
Gibt es schon sichtbare Fortschritte von den bisherigen Bauarbeiten oder hat sogar schon jemand Bilder gemacht?

Ja, ich bereite dazu auch wieder eine Fotodokumentation vor, Bilder liegen schon umfangreich vor. Muss nur Zeit finden...

Viele Grüße
André
Da ich nicht in der Gegend wohne, kann ich schlecht mal eben hinfahren und schauen wie es aussieht.
Zitat
def


Zugleich wäre die "Variante Rot" m.E. auch die mit der geringsten Erschließungswirkung. Die mögliche (zumindest partielle) oberirdische Führung wäre wahrscheinlich ihr einziger Vorteil.

Wobei die rote Variante von ihrer Lage her (den Bahnhof Hakenfelde würde ich hier auf die Ecke Streitstr./Mertensstr. verorten) auf eine spätere Anbindung an die Gleisanlagen der HVLE am Johannesstift zielen könnte.
Meiner Meinung nach wäre die blaue Variante mit Verlängerung unter dem Hohenzollernring bis zum Klinkeplatz (Übergang zum M45) am sinnvollsten.

So würde man den nördlichen Rand der Spandauer Neustadt am besten anbinden und wäre näher dran am Vivantes Klinikum.
Zitat
Heidekraut
Nach Falkensee gibt es schon eine Regionalbahn, es müsste also eher doch eine S-Bahn sein, denn die fehlt ja.
Es geht um die Verbindung (Nauen -) Falkensee - Berlin Mitte, die heute schon verstärkt werden müsste. Das geht aber nicht, weil die bestehende Trasse voll ausgelastet ist. Deshalb soll ja Spandau - Falkensee die S-Bahn gebaut werden. Die ist den Falkenseern aber zu langsam. Könnte man jetzt auf einer verlängerten Siemensbahn Regionalbahnen fahren lassen, wäre das die Ideallösung.
Zitat
VvJ-Ente
Zitat
Heidekraut
Nach Falkensee gibt es schon eine Regionalbahn, es müsste also eher doch eine S-Bahn sein, denn die fehlt ja.
Es geht um die Verbindung (Nauen -) Falkensee - Berlin Mitte, die heute schon verstärkt werden müsste. Das geht aber nicht, weil die bestehende Trasse voll ausgelastet ist. Deshalb soll ja Spandau - Falkensee die S-Bahn gebaut werden. Die ist den Falkenseern aber zu langsam. Könnte man jetzt auf einer verlängerten Siemensbahn Regionalbahnen fahren lassen, wäre das die Ideallösung.

Nö, die Strecke wäre ebenfalls langsam, da umwegig und im Siemensbahnbereich mit Geschwindigkeitsbegrenzung und zudem würde man im Hauptbahnhof knappe Ferngleiskapazitäten brauchen.

Die Lösung für Nauen wäre die S5X... (Edit: Das ist aber eher was für einen anderen Thread.)

Gruß Nemo
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Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 12.01.2022 18:29 von Nemo.
Zitat
Klausi2015
Zitat
def


Zugleich wäre die "Variante Rot" m.E. auch die mit der geringsten Erschließungswirkung. Die mögliche (zumindest partielle) oberirdische Führung wäre wahrscheinlich ihr einziger Vorteil.

Wobei die rote Variante von ihrer Lage her (den Bahnhof Hakenfelde würde ich hier auf die Ecke Streitstr./Mertensstr. verorten) auf eine spätere Anbindung an die Gleisanlagen der HVLE am Johannesstift zielen könnte.

Den Gedanken hatte ich auch, gab es dazu schon mal offizielle Gedanken? Die S-Bahn ins Falkenhagener Feld ist ja ebenfalls geplant und vom Johannesstift bis zu einem fiktiven Endpunkt der Siemensbahn ist es ja wirklich nicht weit. So ein Ringschluss hätte schon was.
Zitat
hansaplatz
Zitat
Klausi2015
Zitat
def


Zugleich wäre die "Variante Rot" m.E. auch die mit der geringsten Erschließungswirkung. Die mögliche (zumindest partielle) oberirdische Führung wäre wahrscheinlich ihr einziger Vorteil.

Wobei die rote Variante von ihrer Lage her (den Bahnhof Hakenfelde würde ich hier auf die Ecke Streitstr./Mertensstr. verorten) auf eine spätere Anbindung an die Gleisanlagen der HVLE am Johannesstift zielen könnte.

Den Gedanken hatte ich auch, gab es dazu schon mal offizielle Gedanken? Die S-Bahn ins Falkenhagener Feld ist ja ebenfalls geplant und vom Johannesstift bis zu einem fiktiven Endpunkt der Siemensbahn ist es ja wirklich nicht weit. So ein Ringschluss hätte schon was.

Ja, allerdings kann ich mir nicht vorstellen, dieses Industriegleis zu einer S-Bahnstrecke auszubauen (Stichworte: Eingleisigkeit, Platz und Bahnübergänge)

Gruß Nemo
---

Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 12.01.2022 18:53 von Nemo.
Zitat
def
Zitat
Slighter
Ooooder man entscheidet sich für Mendelsson-Bartholdy-Park-XXL und baut alle Häuse quasi im die Linie herum. ;)

Das müsste man dann halt JETZT entscheiden, und selbst dann würde es vmtl. zu langjährigen Verzögerungen bei der Entwicklung der Insel Gartenfeld kommen, die wiederum kaum politisch durchsetzbar sein dürften (#Wohnungsnot). Nicht vergessen: Am Mendelssohn-Bartholdy-Park gab es, als die Häuser gebaut wurden, schon ein Jahrhundert lang eine Bahnstrecke.

in der Tat müsste man das sofort angehen - und vielleicht auch mal die bauliche Entwicklung der Insel und deren verkehrliche Erschließung zusammen denken - dann wäre das womöglich auch ein bewältigbares Problem.

Was ich mir ebenfalls vorstellen könnte wäre das errichten der Bahn in einfacher Tieflage in offener Bauweise und die Verwendung der Tunnelbohrmachine nur zur Unterführung der Havel. Oder ist das aufgrund des Baugrundes und der schon fortgeschrittenen Bebauung nicht möglich?
Also dass die Siemensbahn zur Regionalbahn wird, daran glaube ich nun wahrlich nicht. Wie wäre es denn mit einer Kombination. Die schon bestehende Regionalbahn ohne Taktverdichtung. Und im Zwischentakt die S-Bahn als Ergänzung für Falkensee.

Heidekraut zum Hauptbahnhof
Zitat
Slighter
Zitat
def
Zitat
Slighter
Ooooder man entscheidet sich für Mendelsson-Bartholdy-Park-XXL und baut alle Häuse quasi im die Linie herum. ;)

Das müsste man dann halt JETZT entscheiden, und selbst dann würde es vmtl. zu langjährigen Verzögerungen bei der Entwicklung der Insel Gartenfeld kommen, die wiederum kaum politisch durchsetzbar sein dürften (#Wohnungsnot). Nicht vergessen: Am Mendelssohn-Bartholdy-Park gab es, als die Häuser gebaut wurden, schon ein Jahrhundert lang eine Bahnstrecke.

in der Tat müsste man das sofort angehen - und vielleicht auch mal die bauliche Entwicklung der Insel und deren verkehrliche Erschließung zusammen denken - dann wäre das womöglich auch ein bewältigbares Problem.

Was ich mir ebenfalls vorstellen könnte wäre das errichten der Bahn in einfacher Tieflage in offener Bauweise und die Verwendung der Tunnelbohrmachine nur zur Unterführung der Havel. Oder ist das aufgrund des Baugrundes und der schon fortgeschrittenen Bebauung nicht möglich?

Das Ding heißt nicht grundlos "Insel Gartenfeld". Vor der Havelquerung gibt's noch andere Gewässer zu bezwingen.

--- Signatur ---
Bitte beachten Sie beim Aussteigen die Lücke zwischen Bus und Bordsteinkante!
Zitat
hansaplatz
Zitat
Klausi2015

Wobei die rote Variante von ihrer Lage her (den Bahnhof Hakenfelde würde ich hier auf die Ecke Streitstr./Mertensstr. verorten) auf eine spätere Anbindung an die Gleisanlagen der HVLE am Johannesstift zielen könnte.

Den Gedanken hatte ich auch, gab es dazu schon mal offizielle Gedanken? Die S-Bahn ins Falkenhagener Feld ist ja ebenfalls geplant und vom Johannesstift bis zu einem fiktiven Endpunkt der Siemensbahn ist es ja wirklich nicht weit. So ein Ringschluss hätte schon was.


Dann aber bitte in Anlehnung an eine alte Zuggruppe als S549 Grünau - Mahlsdorf.

Aber dann bitte mit folgender Linienführung: Grünau - Warschauer Str. - Zoo - Spandau - Hakenfelde - Jungfernheide - Ostkreuz - Südkreuz - Halensee - Zoo - Warschauer Str - Mahlsdorf

;-)





1 mal bearbeitet. Zuletzt am 12.01.2022 21:53 von PassusDuriusculus.
Wäre es denn rechtlich (nicht technisch!) so ohne Weiteres möglich, ein Industriegleis in ein S-Bahn-Gleis umzuwidmen? Daß es technisch wohl ginge, ist mir bewußt, nur ob es rechtlich so ohne Weiteres geht, da habe ich doch Bedenken. Fällt der Bestandsschutz für die Strecke, ist es schon Essig mit den Bahnübergängen - dann müßte ordentlich umgebaut werden (Eisenbahnüberführung oder Straßenüberführung), dann die Frage nach der Betriebsführung. Würde man sich wirklich eine eingleisige Strecke antun - dichter Takt ist dann nicht, und Zuverlässigkeit wäre auch unterirdisch. Und dann auch, wohin mit der Strecke? Nach Spandau zum Bahnhof? Oder doch Richtung Falkensee? Die Verlängerung nach Hakenfelde macht aus meiner Sicht nur Sinn, wenn man die Strecke auch weiter verlängert, womöglich sogar zweigeteilt Stadtauswärts (Richtung Falkensee) und ins Spandauer Zentrum mit Halten Höhe Neue Bergstr. und nördlich vom Wröhmännerpark, und dann halt Bhf. Spandau. Damit hätte man eine sinnvolle Erschließungsfunktion.

Dennis
Du willst ernthaft ne Art U-Bahn in Spandau daraus machen?

x--x--x--x

Für mehr gelbe Farbe im Netzplan: die Farben der U4 und U7 tauschen!
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