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Wiederaufbau der Siemensbahn
geschrieben von Trittbrettfahrer 
Zitat
Nemo
Die Frage ist doch eher wozu!
Das steht im Artikel: "um den Industriestandort zu versorgen"

Zur Frage, warum das nicht gehen soll: möglicherweise, weil so ein typischer Güterzug deutlich schwerer ist als eine S-Bahn und damit die Tragfähigkeit der Viadukte überschreitet?
Keine Ahnung, ich kann es mir jedenfalls vorstellen, dass die Statik der Strecke damals nicht auf schwere Güterzüge ausgelegt wurde...

Unabhängig davon würde ich sagen: unabhängig von der technischen Machbarkeit erscheint er mir recht sinnfrei - ein Großteil der Strecke verläuft auf einem denkmalgestützten Viadukt. Rampen zur Ein-/Ausfädelung von Anschlußgleisen wird man da nicht anbringen können, ohne dass einem der Denkmalschutz gewaltig auf's Dach steigt.

Maximal kurz vor Gartenfeld könnte ein Abzweig möglich sein. Bleibt allerdings das Problem, einen Güterzug in den 10min (?) Takt der S-Bahn reinzubekommen - wobei die Strecke ja wohl eh nur für 60km/h zugelassen ist, da laufen wenigstens die nachfolgenden Züge nicht so schnell auf...

~ Mariosch
Zitat
PassusDuriusculus
Zitat

Zitat
Aus dem oben genannten Zeitungsartikel
Ramona Pop sagte am Sonnabend auf der Parteiveranstaltung, dass es Bereiche gebe, „wo Tram und Bus an ihre Grenzen stoßen“.

Die Siemenstadt gehört da sicher nicht zu...

Ursprüglich schon.
Ausführlich nachzulesen auf der Webseite von Mike Straschewski: [stadtschnellbahn-berlin.de]
Zum Bau einer Schnellbahn gab es Ende der 1920er Jahre keine vernünftige Alternative.
Seit Inbetriebnahme der U-Bahnlinie 7 trifft das aber nicht mehr zu. Die zweiseitige Anbindung an die Ringbahn in Jungfernheide und an Spandau ist für den Südteil von Siemensstadt optimal.

so long

Mario
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Jay
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Slighter
„Warum, verdammt noch mal, soll das nicht möglich sein?“, fragt Jens-Holger Kirchner, seines Zeichens Sonderbeauftragter der Senatskanzlei für Großprojekte zum Thema Güterzüge auf der neuen Siemensbahn. Das ist eine von mehreren Fragen, die in diesem Tagesspiegel-Artikel behandelt werden: [www.tagesspiegel.de]

Ja - Warum eigentlich nicht? Evtl. weiß die Runde der hier Anwesenden darauf schlüssige Antworten?

[...]

Die Antwort darauf ist ziemlich einfach. Die Strecke wurde mit der Parametern der S-Bahn für die S-Bahn gebaut. Zwischenzeitlich kam ja auch schon die Idee auf "einfach" den Flughafenexpress über die Siemensbahn zu verlängern. Es scheitert nicht nur daran, dass es eine Planfeststellung für die Fahrleitung bräuchte, sondern auch daran, dass die Strecke nicht für diese Lasten ausgelegt ist.

Der schnellste und einfachste Weg das Ding wieder in Betrieb zu nehmen, ist es so zu tun, wie es einmal war. Als S-Bahnstrecke mit dem vorhandenen Bahnhof in Gartenfeld. Die Einfädelung in Jungfernheide wird schon kompliziert genug, da braucht es keine weiteren Luftschlösser und wie weiter oben schon richtig festgestellt wurde, gibt es bereits einen Gleisanschluss vom Güterbahnhof Ruhleben zum Kraftwerk Reuter. Ein Wiederaufbau der Anschlussbahn wäre sicher sinnvoller, als Güterverkehr auf die Siemensbahn zu prügeln.

Amen!
Zitat
Mariosch
Zitat
Nemo
Die Frage ist doch eher wozu!
Das steht im Artikel: "um den Industriestandort zu versorgen"

Zur Frage, warum das nicht gehen soll: möglicherweise, weil so ein typischer Güterzug deutlich schwerer ist als eine S-Bahn und damit die Tragfähigkeit der Viadukte überschreitet?
Keine Ahnung, ich kann es mir jedenfalls vorstellen, dass die Statik der Strecke damals nicht auf schwere Güterzüge ausgelegt wurde...

Unabhängig davon würde ich sagen: unabhängig von der technischen Machbarkeit erscheint er mir recht sinnfrei - ein Großteil der Strecke verläuft auf einem denkmalgestützten Viadukt. Rampen zur Ein-/Ausfädelung von Anschlußgleisen wird man da nicht anbringen können, ohne dass einem der Denkmalschutz gewaltig auf's Dach steigt.

Maximal kurz vor Gartenfeld könnte ein Abzweig möglich sein. Bleibt allerdings das Problem, einen Güterzug in den 10min (?) Takt der S-Bahn reinzubekommen - wobei die Strecke ja wohl eh nur für 60km/h zugelassen ist, da laufen wenigstens die nachfolgenden Züge nicht so schnell auf...

~ Mariosch

Weil es zur Versorgung der Siemenswerke mit Rohststoffen und dem Abtransport der Waren die Siemens-Güterbahn gab.....
da brauchte man die S-Bahnstrecke nicht für höhere Lasten errichten.

T6JP
Zitat
schallundrausch

... soll er sich doch bitte als erster dran halten. Der Wiederaufbau als konventionelle S-Bahn wird schon aufwändig genug. Kabinenbahn? Autonomer Verkehr?? Güterverkehr???
Das wird ja immer drolliger

Aha, man will die Siemensbahn also doch verhindern oder eben einen Siemens-Peoplemover dort fahren lassen. Vom U-Bahnhof Rohrdamm nach Gartenfeld. So kann man die Baukosten minimieren, man ist innovativ und - das wichtigste - man behindert den Autoverkehr nicht mit sowas wie einer Straßenbahn.

Gruß Nemo
---

Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Hallo zusammen!

Zitat
Nemo
Zitat
schallundrausch

... soll er sich doch bitte als erster dran halten. Der Wiederaufbau als konventionelle S-Bahn wird schon aufwändig genug. Kabinenbahn? Autonomer Verkehr?? Güterverkehr???
Das wird ja immer drolliger

Aha, man will die Siemensbahn also doch verhindern oder eben einen Siemens-Peoplemover dort fahren lassen. Vom U-Bahnhof Rohrdamm nach Gartenfeld. So kann man die Baukosten minimieren, man ist innovativ und - das wichtigste - man behindert den Autoverkehr nicht mit sowas wie einer Straßenbahn.

Man muss es so auffassen. Nach der Lektüre des Artikels kann ich Kirchner leider nicht mehr ernst nehmen.

Viele Grüße
Manuel
Zitat
manuelberlin
Zitat
Nemo
Aha, man will die Siemensbahn also doch verhindern oder eben einen Siemens-Peoplemover dort fahren lassen. Vom U-Bahnhof Rohrdamm nach Gartenfeld. So kann man die Baukosten minimieren, man ist innovativ und - das wichtigste - man behindert den Autoverkehr nicht mit sowas wie einer Straßenbahn.

Man muss es so auffassen. Nach der Lektüre des Artikels kann ich Kirchner leider nicht mehr ernst nehmen.

Dabei relativierte er seine Aussage im letzten Absatz wieder: "Kirchner warnte dennoch vor der 'Berliner Krankheit', die das Projekt noch lähmen könnte: Wenn alle ständig nur neue Wünsche äußerten, alle mitreden wollten, aber keiner irgendwas entscheide. 'Wenn das hier in Siemensstadt nicht klappt, wird gar nichts in Berlin klappen.' "

Ich glaube nicht, dass es Kirchner um eine bestimmte Festlegung auf einer der genannten Wünsche ging. Vielmehr dürfte es sich um eine erste Sammlung von Ideen und Vorstellungen aus diversen Richtungen handeln, die von jemanden geordnet werden müssen. Und um sondieren welche Konzepte Sinn ergeben, tragfähig sein könnten und wie die Öffentlichkeit drauf reagiert. Gerade Letzteres ist in Politikerkreisen sehr beliebt, da sie so die Rückkopplung von den Interessenvertretern als auch der Öffentlichkeit bekommen. Genauere Details werden im Rahmen der kommenden Machbarkeitsstudie abgewogen werden.

Viele Grüße
Florian Schulz

--
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Zitat
Nemo
Aha, man will die Siemensbahn also doch verhindern oder eben einen Siemens-Peoplemover dort fahren lassen.
Also das habe ich anders verstanden... zur Siemensbahn kam von Kirchner nur der Wunsch, die Züge dort möglichst autonom fahren zu lassen.

Der People Mover hat mit der Siemensbahn wohl eher nichts zu tun:

Zitat

In den benachbarten Forschungs- und Industriepark, der auf dem bisherigen Tegeler Flughafengelände entstehen soll (Urban Tech Republic, UTR), könnte von Siemensstadt ein ganz neues Verkehrsmittel fahren, sagte Kirchner.
Hier ist also die Rede von einer Verbindung Siemensstadt in Richtung ehemaliger Flughafen Tegel. Normalerweise halte ich so kurze Verbindungen mit gesonderten Verkehrsmitteln für wenig sinnvoll, weil man ja ständig umsteigen müßte - wenn es hier explizit um die Verbindung des Siemens-Campus mit der Urban Tech Republic geht - also sowas die die H-Bahn an der Uni Dortmund - und zwischen beiden Orten ein ein entsprechendes Verkehrsbedürfnis existiert, dann fällt das Umsteigeproblem natürlich größtenteils weg und ein separates System kann durchaus sinnvoll sein..

~ Mariosch
Die Frage ist nur, ob ein ins S-Bahn-System integrierter Schienenverkehr und ein durch Verlängerung ins U-Bahnnetz integriertes Schienenverkehrssystem, sprich aufheben der Endstation Ruhleben, nicht die sinnvollere Variante ist. Ansonsten kann man auch Busseshutle fahren lassen.

Kirchner ist ein inkompetenter Quatschkopp, das war er schon immer. in der Schönholzer Heide ne Fahrradrennbahn (betoniert) bauen, damit er schneller zur Arbeit kommt. das war ne Glanzleistung.

D.

Heidekraut zum Hauptbahnhof



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 03.12.2019 21:04 von Heidekraut.
Bildergalerie der Tagesspiegel.

Bild 72 Siemensbahn aus der Luft 1930er.

IsarSteve



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 07.12.2019 14:31 von IsarSteve.
Zitat

"IsarSteve" am 7.12.2019 um 14.29 Uhr:

Bild 72 Siemensbahn aus der Luft 1930er.

Stephen, man kann die eine Postkarte auch direkt verlinken, mit dieser Adresse ist sie dann auch noch etwas höher aufgelöst zu sehen. ;-)

Gruß, Thomas

--
Thomas Krickstadt, Berlin, Germany, usenet@krickstadt.de
Zitat
krickstadt
Zitat

"IsarSteve" am 7.12.2019 um 14.29 Uhr:

Bild 72 Siemensbahn aus der Luft 1930er.

Stephen, man kann die eine Postkarte auch direkt verlinken, mit dieser Adresse ist sie dann auch noch etwas höher aufgelöst zu sehen. ;-)

Gruß, Thomas

Perfekt, Danke !

IsarSteve
Hallo zusammen!

Bei Fotos auf Tagesspiegel Online kommt man meist an eine weit höhere Bildauflösung heran, wenn man in der URL des Fotos beispielsweise hier "-format140.jpg" durch "-formatOriginal.jpg" ersetzt. Je nach Vorlage manchmal nur ein wenig, manchmal bekommt man sogar die volle Auflösung moderner Kameras.

Viele Grüße
Manuel


Zitat
IsarSteve
Zitat
krickstadt
Zitat

"IsarSteve" am 7.12.2019 um 14.29 Uhr:

Bild 72 Siemensbahn aus der Luft 1930er.

Stephen, man kann die eine Postkarte auch direkt verlinken, mit dieser Adresse ist sie dann auch noch etwas höher aufgelöst zu sehen. ;-)

Gruß, Thomas

Perfekt, Danke !
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