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Verbremst...
geschrieben von Chris97 
Re: Verbremst...
27.12.2019 17:12
Zitat
Flexist
Aber dennoch halten die Kurzzüge stadteinwärts doch nicht ganz hinten.

Hat man das nicht geändert, weil der Tunnel gesperrt ist und nur die südlichen Ein-/Ausgänge zugänglich sind?
Re: Verbremst...
27.12.2019 23:05
Zitat
Bumsi

In Pankow-Heinersdorf durfte ich auch mal einem Verbremser beiwohnen. ^^

Bei uns hier im Ruhrgebiet habe ich es einmal mit der Baureihe 422 erlebt, dass der erste Wagen über den Bahnsteig hinaus gefahren ist. Der Fahrer hat extra durchgesagt, dass der Wagen nicht am Bahnsteig ist bevor er die Türen freigab.
Re: Verbremst...
27.12.2019 23:08
Zitat
Railroader
Zitat
Lehrter Bahnhof

Eine Aufsicht hätte das unterbunden. Aber der DB-Konzern will halt $$$$$.

Eine Aufsicht hätte das auch nicht unterbinden können. Der Tf wählt i.d.R. die Türfreigabe vor, kommt er zum Stehen, sind die Türen freigegeben. Was soll die Aufsicht da machen? Habe ich selbst vor etlichen Jahren in Mahlsdorf mit abfertigender Aufsicht erlebt, als ich meinen Vollzug für einen Dreiviertelzug hielt und 2 Wagen noch auf der Brücke standen. Ich habe das selbst festgestellt und die Aufsicht mit den Worten: "Tut mir leid, hatte den ganzen Tag einen Dreiviertelzug, ich geh' mal hinter gucken" angefunkt und habe als Antwort bekommen: "Mach mal. Hab mich schon gewundert, was du da machst."

Jup, gefährlich ist das. Aber die Aufsicht hätte auch keine Gefahr abmildern können, es sei denn sie hätte den Tf angefunkt und gesagt: "Du fährst aber langsam ein. Sicher, dass du an der 3/4-Zugtafel halten willst?" Ich bitte dich, das hat und hätte keine Aufsicht getan.

Hast du die Türen schon freigegeben als du deinen Fehler bemerktest?
Re: Verbremst...
28.12.2019 00:16
Zitat
Lehrter Bahnhof
Krass! Das ist ein gefährliches Ereignis!

Eine Aufsicht hätte das unterbunden. Aber der DB-Konzern will halt $$$$$.

Unrealistisch Annahme...was wenn die Aufsicht grad den Zug der Gegenrichtung abfertigt??
Irgendwie ist "Aufsicht" dein persönliches Denkschema, an dem sich die Bahnwelt in gut und böse teilt???!!!

T6JP
Re: Verbremst...
28.12.2019 04:57
Zitat
Lehrter Bahnhof
Krass! Das ist ein gefährliches Ereignis!

Eine Aufsicht hätte das unterbinden können. Aber der DB-Konzern will halt $$$$$.

Was wollen die denn mit $$$/Dollar???
Müssen die ja dann noch umtauschen.
Da wären doch €€€/€uro viel praktischer?!? :-D
Zitat
VBB/HVV
Zitat
Flexist
[Schöneweide]
Aber dennoch halten die Kurzzüge stadteinwärts doch nicht ganz hinten.

Hat man das nicht geändert, weil der Tunnel gesperrt ist und nur die südlichen Ein-/Ausgänge zugänglich sind?

Ich meine ja. Zumindest hatte ich kürzlich den Eindruck, als ich von Spindlersfeld aus diesen Bahnhof passierte.


Beginne den Tag mit einem Lächeln - dann hast Du es hinter Dir.
Re: Verbremst...
29.12.2019 13:26
Zitat
Henning
Zitat
Bumsi

In Pankow-Heinersdorf durfte ich auch mal einem Verbremser beiwohnen. ^^

Bei uns hier im Ruhrgebiet habe ich es einmal mit der Baureihe 422 erlebt, dass der erste Wagen über den Bahnsteig hinaus gefahren ist. Der Fahrer hat extra durchgesagt, dass der Wagen nicht am Bahnsteig ist bevor er die Türen freigab.

Ich weiß nicht, wie es bei der BR 422 ist, aber wenn ich merke, daß vorn oder hinten eine Tür nicht am Bahnsteig ist, mache ich eine entsprechende Durchsage, daß die letzte / erste Tür nicht zum Aussteigen genutzt werden kann und sperre die Tür ab, bevor ich die Türfreigabe setze.

Dennis
Re: Verbremst...
29.12.2019 14:53
Zitat
drstar
Zitat
Henning
Zitat
Bumsi

In Pankow-Heinersdorf durfte ich auch mal einem Verbremser beiwohnen. ^^

Bei uns hier im Ruhrgebiet habe ich es einmal mit der Baureihe 422 erlebt, dass der erste Wagen über den Bahnsteig hinaus gefahren ist. Der Fahrer hat extra durchgesagt, dass der Wagen nicht am Bahnsteig ist bevor er die Türen freigab.

Ich weiß nicht, wie es bei der BR 422 ist, aber wenn ich merke, daß vorn oder hinten eine Tür nicht am Bahnsteig ist, mache ich eine entsprechende Durchsage, daß die letzte / erste Tür nicht zum Aussteigen genutzt werden kann und sperre die Tür ab, bevor ich die Türfreigabe setze.

Ich hatte das mal auf der S5 mitten im Herbst. Dem unerträglichen Gequietsche zu entnehmen, tat der Fahrer was er konnte. Die ersten beiden Türen hatten es nicht mehr geschafft noch im Bahnhof zu stehen. Der Fahrer hat bevor er die Türen freigegeben hat den Warnton abspielen lassen und dann erst etliche Sekunden später die Türen frei gegeben.
Re: Verbremst...
29.12.2019 23:29
Ich bin mir ziemlich sicher, dass es in aller Regel nicht gemacht wird eine Tür kurzfristig nur deswegen zu sperren, weil der Fahrer sich verbremst hat und deshalb sie nicht am Bahnsteig ist.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 30.12.2019 00:13 von Henning.
Re: Verbremst...
29.12.2019 23:47
Wenn sich ein Tf. verbremst kann eine Aufsicht null tun. Die Frage ist inwieweit er aus Sicherheitsgründen ein wenig zurücksetzen darf.
Re: Verbremst...
30.12.2019 00:18
Zitat
GraphXBerlin
Wenn sich ein Tf. verbremst kann eine Aufsicht null tun. Die Frage ist inwieweit er aus Sicherheitsgründen ein wenig zurücksetzen darf.

Vor einigen Jahren habe ich mal erlebt, dass ein Zug zurücksetzte, nachdem er in Wittenau Richtung Norden erst am Bahnsteigende zum Stehen gekommen war. Inwieweit das Zurücksetzen erlaubt war, weiß ich nicht. Der „Rückwärtsgang“ war jedenfalls so schnell eingelegt, dass da kaum eine Rücksprache mit Aufsicht (die müsste es damals noch gegeben haben) oder Fahrdienstleiter erfolgt sein konnte.
Für den Rückwärtsgang müssen Fahrer doch aussteigen und ans andere Ende?
Re: Verbremst...
30.12.2019 11:09
Das war ja das merkwürdige. Es ist niemand am Zug entlanggelaufen. Und falls zufällig der hintere Führerstand besetzt gewesen sein sollte, hätte der vordere Tf sich ja erstmal mit dem hinteren verständigen müssen. Aber sebst dafür setzt der Zug zu schnell zurück.
Ja krass:-D

Oder ist der Bahnhof Wittenau vielleicht leicht geneigt, sodass mit gelösten Bremsen der Zug rückwärts rollen konnte? Wäre meine Spontanidee...

PS: aber was weiß ich schon... war ja nicht dabei



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 30.12.2019 11:54 von PassusDuriusculus.
Re: Verbremst...
30.12.2019 15:58
Ohne dabei gewesen zu sein, aber wenn die Rückwärtsfahrt tatsächlich in so kurzer Zeit einsetzte, handelte es sich um ein betriebsgefährdendes Ereignis. Zum Zurücksetzen gibt es 2 Voraussetzungen an den Triebfahrzeugführer:

- er muss einen schriftlichen Befehl vom Fahrdienstleiter erhalten (alleine das Schreiben dauert 2-3min)
- es muss sich ein Mitarbeiter im hinteren Führerstand befinden (entweder er selbst oder ein gastfahrender Tf, falls vorhanden)

-------------------
MfG, S5M
Re: Verbremst...
30.12.2019 20:50
Zitat
S5 Mahlsdorf
Ohne dabei gewesen zu sein, aber wenn die Rückwärtsfahrt tatsächlich in so kurzer Zeit einsetzte, handelte es sich um ein betriebsgefährdendes Ereignis. Zum Zurücksetzen gibt es 2 Voraussetzungen an den Triebfahrzeugführer:

- er muss einen schriftlichen Befehl vom Fahrdienstleiter erhalten (alleine das Schreiben dauert 2-3min)
- es muss sich ein Mitarbeiter im hinteren Führerstand befinden (entweder er selbst oder ein gastfahrender Tf, falls vorhanden)

Auf das Zürücksetzen trifft das zu, mit öA gab es allerdings auch das Verfahren "Zurückschieben", was genau für solche Fälle (über das Ziel geschossen) angewandt wurde. Voraussetzung war, dass die Aufsicht das absichert. Hiefür musste auch kein Befehl erteilt oder der hintere Führerstand besetzt werden. Der Auftrag der öA zum Zurückschieben reichte aus.



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 30.12.2019 21:01 von Railroader.
Re: Verbremst...
30.12.2019 22:37
Zitat
PassusDuriusculus
Für den Rückwärtsgang müssen Fahrer doch aussteigen und ans andere Ende?

Das "müssen" ergibt sich vielleicht formal aus den Regularien, da hat ja Railroader was zu geschrieben. Technisch ist das Rückwärtsfahren von vorne kein Problem: Einfach den Sollwertsteller auf "rückwärts" und den Bremssteller auf "Fahren" und ab geht's... Frage an Railroader: Da man ja bei "rückwärts" keine Geschwindigkeit vorgibt - was ist da maximal möglich?

Gruß
Salzfisch

---
Berlins Straßen sind zu eng, um sie mit Gelenkbussen zu verstopfen!




1 mal bearbeitet. Zuletzt am 30.12.2019 22:37 von Salzfisch.
Re: Verbremst...
30.12.2019 23:43
Zitat
Salzfisch

Da man ja bei "rückwärts" keine Geschwindigkeit vorgibt - was ist da maximal möglich?

Rangiergeschwindigkeit. Also max. 25. Hab noch nicht geschaut, ob sie es mit der Änderung der Rangiergeschwindigkeit bei der Berliner S-Bahn auf 20 km/h angepasst haben. Aber schneller als 25 nicht.
Re: Verbremst...
31.12.2019 10:41
Zitat
Railroader
Auf das Zürücksetzen trifft das zu, mit öA gab es allerdings auch das Verfahren "Zurückschieben", was genau für solche Fälle (über das Ziel geschossen) angewandt wurde. Voraussetzung war, dass die Aufsicht das absichert. Hiefür musste auch kein Befehl erteilt oder der hintere Führerstand besetzt werden. Der Auftrag der öA zum Zurückschieben reichte aus.

Hm, so ein kurzer Auftrag per Funk („Zug xxx zurückschieben“), der von der Aufsicht gegeben wurde, könnte vielleicht zeitlich hinkommen, wenn die Aufsicht schon draußen stand und das drohende Dilemma des Verfehlens der Halteposition hat kommen sehen. Ich bitte auch zu berücksichtigen, dass ich die Zeit nicht gestoppt hatte und die Erinnerung im Laufe der Zeit verblasst ist. Sicher erinnere ich mich an das Fahren bis zum Bahnsteigende und das sehr zeitnahe Zurücksetzen.

Ich kann aber schon nicht mehr sagen, wie lange es gedauert hat, bis der Zug nach dem Zurücksetzen weiterfuhr. Theoretisch müsste durch das Zurücksetzen ja die Stellwerkstechnik verwirrt und erst durch einen manuellen Eingriff wieder „entwirrt“ worden sein.
Normalerweise hält der Zug in Wittenau ja vor einem (in der Regel Fahrt erlaubenden) Hauptsignal. Durch das Verbremsen ist er aber dran vorbeigefahren, sodass der nachfolgende Blockabschnitt belegt worden und das Signal auf Halt gefallen sein müsste. Nach dem Zurückschieben stand der Zug dann aber wieder vor dem – jetzt Halt zeigenden – Hauptsignal.
Ich täte vermuten, dass das Signal dann nicht einfach automatisch wieder auf Fahrt schaltet, weil die Rückmeldung aus Waidmannslust fehlt, dass der Zug dort vollständig angekommen ist. Hier wäre doch sicher ein manueller Eingriff des Fahrdientleiters nötig, der erst eine Rücksprache erfordert, was mit dem Zug passiert ist‽
Re: Verbremst...
31.12.2019 11:48
Zitat
Jumbo

Ich täte vermuten, dass das Signal dann nicht einfach automatisch wieder auf Fahrt schaltet, weil die Rückmeldung aus Waidmannslust fehlt, dass der Zug dort vollständig angekommen ist. Hier wäre doch sicher ein manueller Eingriff des Fahrdientleiters nötig, der erst eine Rücksprache erfordert, was mit dem Zug passiert ist‽
Deshalb muss der Tf ja auch den Fdl informieren wenn das Zurücksetzen beendet wurde und auch, dass alle Fahrzeuge zurückgekehrt sind.
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