Willkommen! Einloggen Ein neues Profil erzeugen

erweitert
Ausschreibung System Stadtbahn - Thema beendet
geschrieben von merlinbt01 
jetzt ist auch der Verkehrsminister von Baden-Würtemberg sauer. hier
warum ? . Zahle 100% meiner Forderungen bis 25.06.21, sonst fährt hier gar nichts mehr (Abellio) ....
«Als Verkehrsminister des Landes Baden-Württemberg muss ich ein solches Agieren mit ultimativen Drohungen und uneinlösbaren Fristsetzungen entschieden zurückweisen» ....



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 17.06.2021 21:14 von Jim Knopf vom Niederrhein.
Zitat
Marienfelde
Ihr liegt sowas von schief - schiefer geht es kaum. Vielleicht könnt Ihr auch nicht lesen.

EIN Geisterfahrer? Hunderte!

Vielleicht kannst du zumindest zugestehen, dass deine Meinung nichts weiter ist als deine Meinung. Und grundsätzlich erstmal nicht die absolute Wahrheit. Mehr nehme ich für mich auch nicht in Anspruch.
Zitat
andre_de
Zitat
Marienfelde
Ihr liegt sowas von schief - schiefer geht es kaum. Vielleicht könnt Ihr auch nicht lesen.

EIN Geisterfahrer? Hunderte!

Vielleicht kannst du zumindest zugestehen, dass deine Meinung nichts weiter ist als deine Meinung. Und grundsätzlich erstmal nicht die absolute Wahrheit. Mehr nehme ich für mich auch nicht in Anspruch.

Na und? Jedem steht es frei, hier seine Meinung kund zu tun. Man muss den Aussagen ja nicht zustimmen. Wer etwas dagegen hat, möge Gegenargumente vorbringen, statt denjenigen als Einzelmeinung abzuwerten. Ich finde den Austausch beider Lager bisher sehr erfrischend, gleichwohl ich der Sache weiterhin ambivalent gegenüberstehen werde.

--
Das Gegenteil von umfahren ist umfahren.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 17.06.2021 23:13 von Florian Schulz.
Gab des letztens in der Schweiz nicht eine Initiative von wegen Gewinnverbot im öffentlichen Verkehr?
Zitat
Gleisdreiecke
Gab des letztens in der Schweiz nicht eine Initiative von wegen Gewinnverbot im öffentlichen Verkehr?

Von mir aus dürfen Verkehrsunternehmen wie die DB oder NS/Abellio ja gerne Gewinn erzielen, der dürfte in meiner Vorstellung aber nicht mehr an irgendwelche Anteilseigner ausgeschüttet werden, sondern müsste - nach Steuern natürlich - vollumfänglich der verbesserten Sach- und Personalausstattung des Betriebs zu Gute kommen.

Warum führt man also die DB nicht als gemeinnützige Bundesstiftung...?

Viele Grüße
Arnd
Zitat
Jim Knopf vom Niederrhein
jetzt ist auch der Verkehrsminister von Baden-Würtemberg sauer. hier
warum ? . Zahle 100% meiner Forderungen bis 25.06.21, sonst fährt hier gar nichts mehr (Abellio) ....
«Als Verkehrsminister des Landes Baden-Württemberg muss ich ein solches Agieren mit ultimativen Drohungen und uneinlösbaren Fristsetzungen entschieden zurückweisen» ....

Im Strafrecht nennt man solches "Nötigung" oder sogar "Erpressung". Abellio war nicht gezwungen, die Verkehrsveträge zu schließen bzw. überhaupt an den Ausschreibungen teilzunehmen. Nachdem sie aber Beides aus freien Stücken taten, müssen sie ihre Verpflichtungen auch einhalten - oder eben von den Verträgen im geordneten Verfahren zurücktreten.

Wäre ich Aufgabenträger, bereitete ich jetzt mit in Frage kommenden EVU Notvergaben sowie Ersatzverkehre vor und ließe der NS ansonsten keine zusätzlichen Gelder mehr zukommen...

Viele Grüße
Arnd
Zitat
Arnd Hellinger
Im Strafrecht nennt man solches "Nötigung" oder sogar "Erpressung". Abellio war nicht gezwungen, die Verkehrsverträge zu schließen bzw. überhaupt an den Ausschreibungen teilzunehmen. Nachdem sie aber Beides aus freien Stücken taten, müssen sie ihre Verpflichtungen auch einhalten - oder eben von den Verträgen im geordneten Verfahren zurücktreten.

In der Realität nennt man das leider übliches Wirtschaften.

Zitat
Arnd Hellinger
Wäre ich Aufgabenträger, bereitete ich jetzt mit in Frage kommenden EVU Notvergaben sowie Ersatzverkehre vor und ließe der NS ansonsten keine zusätzlichen Gelder mehr zukommen...

... es sei denn die Notvergabe wird noch teurer als das nachträgliche Pampern von Abellio. Zugmaterial und Ersatz-Arbeitskräfte mit Ausbildung kannste nicht im Aldi kaufen, Ich hoffe, die Politiker haben ordentlich die Kosten beider Varianten durchgerechnet.
Zitat
phönix
Zugmaterial und Ersatz-Arbeitskräfte mit Ausbildung kannste nicht im Aldi kaufen

Genau das ist das Hauptproblem bei der Vergabe von Leistungen der Daseinsvorsorge an Private.

Wenn alles läuft wie sich die Marktwirtschaftler das denken, ist alles in Ordnung. Nun ist die Theorie das eine und die Praxis das andere, und wenn der Auftragnehmer seine Verpflichtungen nicht einhält - aus welchem Grund auch immer -, hat der Auftraggeber ein großes Problem. Ihm fehlt die Möglichkeit, diese Leistungen, zu denen er verpflichtet ist, selber zu erbringen, weil er sich der sachlichen und personellen Mittel begeben hat, die er dafür bräuchte.

Die Idee der Marktwirtschaftler ist ja, dass mit einer Ausschreibung das ganze billiger wird und damit der Steuerzahler Geld spart. Nun sind aber manche Firmen versucht, um jeden Preis billiger zu sein als die Konkurrenz, um die Aufträge zu bekommen. Ein Teil verkalkuliert sich und wird insolvent, und dann müsste der Staat die Leistungen wieder selber erbringen, kann er aber nicht mehr, weil der die Mittel nicht mehr hat. Er muss sich also einen neuen Dienstleister suchen, und dann kann es viel teurer werden, als wenn man die Leistungen nie privatisiert hätte. Und die Leistung wird dann oft auch noch schlechter.
Zitat
KHH
Zitat
phönix
Zugmaterial und Ersatz-Arbeitskräfte mit Ausbildung kannste nicht im Aldi kaufen

Genau das ist das Hauptproblem bei der Vergabe von Leistungen der Daseinsvorsorge an Private.

Wenn alles läuft wie sich die Marktwirtschaftler das denken, ist alles in Ordnung. Nun ist die Theorie das eine und die Praxis das andere, und wenn der Auftragnehmer seine Verpflichtungen nicht einhält - aus welchem Grund auch immer -, hat der Auftraggeber ein großes Problem.

Nun, man kann getrost sagen: man hätte in den 1990ern nicht von der Staatsbahn wegkommen sollen. Das mag diskutabel sein.

Aber man ist von der Staatsbahn weggekommen und die Besteller (=Länder) können mittelfristig daran nichts ändern; ich sehe auch nicht das große gesellschaftliche Klima für ein Zurück zur Staatsbahn.

Dann muss man schlichtweg mit der Prämisse leben, dass wir private Bahnen haben und man muss *unter dieser Prämisse* die beste Lösung finden. Alles andere ist illusorisch.

Und bei aller Kritik an Ausschreibungen: ich halte das für das *deutlich* geringere Übel gegenüber solchen Ideen, einem der privaten Unternehmen von vornherein den Kuchen zuzuschanzen oder beliebig für Verluste der Unternehmen aufzukommen.

Man kann aus den Fehlern bei den Ausschreibungen durchaus auch lernen, landeseigener Fahrzeugpool wäre etwa schon ein guter Weg. Dann ist es leichter, sich von einem Anbieter zu trennen. Oder mehr auf Qualität als nur auf den Preis achten.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 18.06.2021 11:41 von Global Fisch.
Zitat
phönix
... es sei denn die Notvergabe wird noch teurer als das nachträgliche Pampern von Abellio..

Das nachträgliche Pampern dürfte in aller Regel das Teuerste werden. Dann stehen nämlich die unterlegenen Anbieter sofort auf der Matte.

Es sei denn, man findet fundierte konkrete Gründe, warum die Kosten für Abellio (von Abellio unverschuldet und unvorhersehbar) gestiegen sind oder die Einnahmen (von Abellio unverschuldet und unvorhersehbar) gesunken sind. Das kann und sollte natürlich ausglichen werden.

PS: im vom Jim Knopf oben verlinkten Text nennt Abellio in BaWü die Gründe für die Forderung: Strafzahlungen infolge Unpünklichkeit nach Niederschlägen, höhere Tariflöhne, Strafzahlungen aufgrund ausfallender Züge von DB Netz. Die ersten beiden hätte ein Unternehmen m.E. bei der Vergabe einkalkulieren sollen (das sind Risiken, die immer bestehen).

Das dritte Risiko besteht, leicht sarkastisch, auf dem deutschen Markt auch immer. Ich finde es allerdings durchaus bedenkenswert, DB Netz über die Trassenpreise dazu zu motivieren, Sperrpausen nicht länger als unbedingt nötig zu machen. Das ist schon ein generelles Problem hierzulande, ein wirklich guten Ansatz habe ich auch nicht. Aber dennoch: das betrifft Mitbewerber von Abellio genauso.



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 18.06.2021 13:10 von Global Fisch.
Zitat
KHH
Zitat
phönix
Zugmaterial und Ersatz-Arbeitskräfte mit Ausbildung kannste nicht im Aldi kaufen

Genau das ist das Hauptproblem bei der Vergabe von Leistungen der Daseinsvorsorge an Private.

Wenn alles läuft wie sich die Marktwirtschaftler das denken, ist alles in Ordnung. Nun ist die Theorie das eine und die Praxis das andere, und wenn der Auftragnehmer seine Verpflichtungen nicht einhält - aus welchem Grund auch immer -, hat der Auftraggeber ein großes Problem. Ihm fehlt die Möglichkeit, diese Leistungen, zu denen er verpflichtet ist, selber zu erbringen, weil er sich der sachlichen und personellen Mittel begeben hat, die er dafür bräuchte.

.

Hat das Land Berlin beispielsweise bei der eigenen BVG AöR bessere Karten?

*******
Se srie dji rul äpleis onn trains!
Zitat
Logital
Hat das Land Berlin beispielsweise bei der eigenen BVG AöR bessere Karten?

Wie sollte das passieren? Als der BVG letztes Jahr die Einnahmen wegbrachen, blieb der BVG auch nur der Weg, dem Inhaber = Staat = Steuerzahler die Rechnung aufzumachen. Und es wurden alle Gehälter und alle Energierechnungen etc. bezahlt ...
Zitat
Logital
Zitat
KHH
Wenn alles läuft wie sich die Marktwirtschaftler das denken, ist alles in Ordnung. Nun ist die Theorie das eine und die Praxis das andere, und wenn der Auftragnehmer seine Verpflichtungen nicht einhält - aus welchem Grund auch immer -, hat der Auftraggeber ein großes Problem. Ihm fehlt die Möglichkeit, diese Leistungen, zu denen er verpflichtet ist, selber zu erbringen, weil er sich der sachlichen und personellen Mittel begeben hat, die er dafür bräuchte.

Hat das Land Berlin beispielsweise bei der eigenen BVG AöR bessere Karten?

Ja. Der Aufsichtsrat der BVG AöR ist nach dem vom Landesparlament erlassenen Berliner Betriebegesetz zusammengesetzt. Paritätisch aus Vertretern der Arbeitnehmer und der Arbeitgeberseite sowie als Vorsitzender (der im Streifall das letzte Wort hat, also alle wichtigen Entscheidungen trifft) einer der Senatoren. Der BVG-Vorstand wird vom Aufsichtsrat bestellt und hat die Weisungen des Aufsichtsrats umzusetzen und dabei nur geringe Entscheidungsspielräume.

Der Einfluss des Senats / des Landes auf die Betreiber der Berliner Eisenbahnanlagen ist nahe Null. Das war nicht immer so: Von 1984 bis 1994 führte das Land Berlin den Betrieb auf einer Hälfte des S-Bahnnetzes und sorgte mit der Beauftragung der BVG für die Instandsetzung bzw. Erneuerung der Bahninfrastruktur und des Wagenparks aus Landesmitteln, unterstützt aus Fördergeldern des Bundes. Leider vergebens - alle Investitionen fielen der in den Wendewirren neu gegründeten Deutschen Bahn AG zu.
Nun muss der Senat als Aufgabenträger des ÖPNV alle Eisenbahnverkehrsleistungen entsprechend den EU-Bestimmungen öffentlich ausschreiben und das wirtschaftlichste Angebot beauftragen. Der Handlungsspielraum ist gering, sonst drohen Klagen von Wettbewerbern und den EU-Wettbewerbshütern vor allen möglichen Gerichten durch sämtliche Instanzen.

so long

Mario
Der Witz ist gut. Wann gedenkt denn die BVG-Anstalt mal den Verkehrsvertrag zu befolgen und ihren Meldepflichten nachzukommen, sowie wirksam(!) gegen Verfrühungen vorzugehen?

--- Signatur ---
Bitte beachten Sie beim Aussteigen die Lücke zwischen Bus und Bordsteinkante!
Zitat
Logital
Zitat
KHH
Zitat
phönix
Zugmaterial und Ersatz-Arbeitskräfte mit Ausbildung kannste nicht im Aldi kaufen

Genau das ist das Hauptproblem bei der Vergabe von Leistungen der Daseinsvorsorge an Private.

Wenn alles läuft wie sich die Marktwirtschaftler das denken, ist alles in Ordnung. Nun ist die Theorie das eine und die Praxis das andere, und wenn der Auftragnehmer seine Verpflichtungen nicht einhält - aus welchem Grund auch immer -, hat der Auftraggeber ein großes Problem. Ihm fehlt die Möglichkeit, diese Leistungen, zu denen er verpflichtet ist, selber zu erbringen, weil er sich der sachlichen und personellen Mittel begeben hat, die er dafür bräuchte.

.

Hat das Land Berlin beispielsweise bei der eigenen BVG AöR bessere Karten?

Natürlich ist die öffentliche Hand in keinster Weise gehindert, einen ihr selbst gehörenden funktionierenden Betrieb kaputtzuwirtschaften.

(In einer funktionierenden Demokratie sollte eigentlich die Opposition in solchen Fällen einen gigantischen öffentlichen Proteststurm entfachen, der die Regierung an solchen Entscheidungen hindert und dazu führt, dass sie die nächste Wahl verliert. Dumm nur, wenn die Opposition - als sie noch selbst an der Regierung war - selber das Finanzchaos herbeigeführt hat, das der aktuellen Regierung als Rechtfertigung für das Kaputtsparen des Betriebs dient und sie sich selbst beim Wahlvolk so diskreditiert hat, dass sie vom Wähler nicht mehr ernst genommen wird.)
Zitat
Jay
Der Witz ist gut. Wann gedenkt denn die BVG-Anstalt mal den Verkehrsvertrag zu befolgen und ihren Meldepflichten nachzukommen, sowie wirksam(!) gegen Verfrühungen vorzugehen?

Um welche Meldepflichten geht es genau?

Wo gibt es signifikante Verfrühungen und wie soll die BVG diesen "wirksam entgegenwirken", wenn im Bus- und Straßenbahnverkehr die meisten nicht an Knoten gelegenen Haltestellen als Bedarfshalt eingestuft sind und sich auf den entsprechenden Straßen die Verkehrssituation eben auch gelegentlich ändert...?

Bei Bus und Tram gibt es weder Stellwerk noch Zugbeeinflussung.

Viele Grüße
Arnd
Zitat
Arnd Hellinger
Wo gibt es signifikante Verfrühungen und wie soll die BVG diesen "wirksam entgegenwirken", wenn im Bus- und Straßenbahnverkehr die meisten nicht an Knoten gelegenen Haltestellen als Bedarfshalt eingestuft sind und sich auf den entsprechenden Straßen die Verkehrssituation eben auch gelegentlich ändert...?

Indem man an der nächsten oder zumindest der nächsten etwas größeren Haltestelle auf die Abfahrtszeit wartet. Es gibt in zivilisierten Weltgegenden durchaus Betriebe, die genau das schaffen.
Zitat
Global Fisch
Zitat
Arnd Hellinger
Wo gibt es signifikante Verfrühungen und wie soll die BVG diesen "wirksam entgegenwirken", wenn im Bus- und Straßenbahnverkehr die meisten nicht an Knoten gelegenen Haltestellen als Bedarfshalt eingestuft sind und sich auf den entsprechenden Straßen die Verkehrssituation eben auch gelegentlich ändert...?

Indem man an der nächsten oder zumindest der nächsten etwas größeren Haltestelle auf die Abfahrtszeit wartet.

Genau das passiert in Berlin auch - an den Knoten-Zwangshaltestellen.

Viele Grüße
Arnd
Zitat
Arnd Hellinger
Zitat
Global Fisch
Zitat
Arnd Hellinger
Wo gibt es signifikante Verfrühungen und wie soll die BVG diesen "wirksam entgegenwirken", wenn im Bus- und Straßenbahnverkehr die meisten nicht an Knoten gelegenen Haltestellen als Bedarfshalt eingestuft sind und sich auf den entsprechenden Straßen die Verkehrssituation eben auch gelegentlich ändert...?

Indem man an der nächsten oder zumindest der nächsten etwas größeren Haltestelle auf die Abfahrtszeit wartet.

Genau das passiert in Berlin auch - an den Knoten-Zwangshaltestellen.

Genau das passiert in Berlin auch an Knoten-Zwangshaltestellen nicht immer. Oft genug aufm M21 Ri. Jungfernheide am Kurt-Schumacher erlebt.

Aber wie auch immer: es mag denkbar sein: ein Bus fährt 20s vor Planabfahrt zu einer Bedarfshaltestelle, da steht keiner, also fährt er durch. Viellicht an der nächsten dasselbe Spiel, dann sind es 40s. Aber spätestens dann sollte es auch reichen.

Verfrühungen sind kein Naturgesetz.
Zitat
Global Fisch
Zitat
Arnd Hellinger
Zitat
Global Fisch
Zitat
Arnd Hellinger
Wo gibt es signifikante Verfrühungen und wie soll die BVG diesen "wirksam entgegenwirken", wenn im Bus- und Straßenbahnverkehr die meisten nicht an Knoten gelegenen Haltestellen als Bedarfshalt eingestuft sind und sich auf den entsprechenden Straßen die Verkehrssituation eben auch gelegentlich ändert...?

Indem man an der nächsten oder zumindest der nächsten etwas größeren Haltestelle auf die Abfahrtszeit wartet.

Genau das passiert in Berlin auch - an den Knoten-Zwangshaltestellen.

Genau das passiert in Berlin auch an Knoten-Zwangshaltestellen nicht immer. Oft genug aufm M21 Ri. Jungfernheide am Kurt-Schumacher erlebt.

Aber wie auch immer: es mag denkbar sein: ein Bus fährt 20s vor Planabfahrt zu einer Bedarfshaltestelle, da steht keiner, also fährt er durch. Viellicht an der nächsten dasselbe Spiel, dann sind es 40s. Aber spätestens dann sollte es auch reichen.

Verfrühungen sind kein Naturgesetz.

Naja, im BVG-Land anscheinend schon. Ist halt auch eine Mentalitätsfrage und in Berlin herrscht da schlicht Schulterzucken. Vom Kundenservice kam sogar häufig die völlig falsche Antwort auf Beschwerden, dass 90s ok wären. Das ist aber falsch, denn Verfrühungen sind unerwünscht. Die 90s gingen nach dem alten Verkehrsvertrag lediglich nicht in die Statistik ein.

Und da Arnd es offenbar noch immer nicht verstanden hat, muss ich es wiederholen: Verfrühungen sind bei der BVG ein systematisches Problem. Es sind eben keine bedauerlichen Einzelfälle, sondern betrifft auf machen Linien (fast) jede Fahrt. Mein "Lieblingsbeispiel" ist die M2, die ab Alex 2 Minuten hat, um um die Ecke zu fahren und weitere 2 Minuten, um zur Mollstraße zu kommen. Etwa 90% der Fahrten, die ich nutze, schaffen das in unter 3 Minuten. Noch immer gibt es Fahrer, die bereits an der Starthaltestelle vor Plan abfahren. Die sind dann an der Mollstraße bereits locker 2 Minuten vor Plan. Und nein, die werden da nicht abgewartet.

Beim Bus ist es nicht besser. Die Fahrpläne sind teilweise dermaßen heftig gestreckt, dass selbst mit langsamem Fahren Verfrühung eingesammelt wird. An anderen Stellen fehlen aber Minuten und das führt eben dazu, dass auf manchen Abschnitten dauerhaft vor Plan gefahren wird, weil die Fahrer gerne "Polster" vor dem Problemabschnitt sammeln. Das mag menschlich nachvollziehbar sein, aber ist nicht Sinn der Sache.

Selbstverständlich habe ich schon mehr als einmal Beschwerden geschrieben und auch gemäß Fahrzeitgarantie schon Gratis-Fahrscheine erhalten. Ich habe die Thematik auch in Gesprächsrunden angebracht oder anbringen lassen. Dort gibt es dann peinliches Schweigen, Schulterzucken oder Lippenbekenntnisse - man müsse sich ja aktuell um die Mehrleistungspakete kümmern.

Bezüglich der Meldepflichten: Dem Vernehmen nach war CNB zum Ende des alten Verkehrsvertrags mangels Datenlieferung nicht in der Lage festzustellen, ob die BVG ihren Vertragspflichten nachgekommen ist.

--- Signatur ---
Bitte beachten Sie beim Aussteigen die Lücke zwischen Bus und Bordsteinkante!
Dieses Thema wurde beendet.