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Uferbahn Grünau - unsanierte Abschnitte
geschrieben von Arnd Hellinger 
Zitat
EBostrab
mal eine Frage in die Runde. Heute habe ich gesehen, dass auf dem stadteinwärtigen Gleis hinter der Weiche des neuen Gleiswechsels Kästen verbaut sind, auf die ich mir nicht so recht einen Reim machen kann. Weiß jemand, wozu die sind und, ob es sich um Rückfall- oder elektrische Weichen handelt? Stadtauswärtig gibt es derlei Kästen übrigens nicht!

Das sind Ortsbalisen, siehe hier, Bilder 18 und 19:
https://www.baustellen-doku.info/berlin_strassenbahn_adlershof_II_wista_schoeneweide/20200831/

Mit den Weichen haben die damit wohl so direkt nichts zu tun.

Viele Grüße
André
Zitat
andre_de

Das sind Ortsbalisen, siehe hier, Bilder 18 und 19:
https://www.baustellen-doku.info/berlin_strassenbahn_adlershof_II_wista_schoeneweide/20200831/

Mit den Weichen haben die damit wohl so direkt nichts zu tun.

Viele Grüße
André

Vielen Dank zunächst einmal für die schnelle Resonanz! Gehören die kleinen "Kästen" außen an der Schiene auch dazu? Auf Deinem Foto Nummer 18 ist solch einer lediglich am linken Gleis zu erkennen.
Zitat
andre_de
Zitat
EBostrab
mal eine Frage in die Runde. Heute habe ich gesehen, dass auf dem stadteinwärtigen Gleis hinter der Weiche des neuen Gleiswechsels Kästen verbaut sind, auf die ich mir nicht so recht einen Reim machen kann. Weiß jemand, wozu die sind und, ob es sich um Rückfall- oder elektrische Weichen handelt? Stadtauswärtig gibt es derlei Kästen übrigens nicht!

Das sind Ortsbalisen, siehe hier, Bilder 18 und 19:
https://www.baustellen-doku.info/berlin_strassenbahn_adlershof_II_wista_schoeneweide/20200831/

Mit den Weichen haben die damit wohl so direkt nichts zu tun.

Viele Grüße
André

Diese sog. Ortsbaken sind für die Standorterkennung der Züge zuständig. Von der korrekten Synchronisierung des Bordrechners mit dem RBL hängen u.a. LSA- und Weichenansteuerung ab sowie die korrekte Anzeige der Fahrplanlage bei Daisy.
Ist im Bordrechner beispielsweise eine falsche Route aktiv oder muss von der "richtigen" Route abgewichen werden, ohne eine hinter dem Abzweig entsprechend passende Route einzugeben, kann man den Fahrer öfter beim "A kaufen" an Ampeln beobachten.
Zitat
EBostrab
Gehören die kleinen "Kästen" außen an der Schiene auch dazu? Auf Deinem Foto Nummer 18 ist solch einer lediglich am linken Gleis zu erkennen.

Die kleinen, meist einseitig montierten Kästen dienen als Anschlusspunkt für Rückleitungskabel bzw. Erdungsanschlüsse. Im Rasengleis kommt man ja nur schlecht an die Fahrschienen ran.

so long

Mario
Zitat
Tatra77
Zitat
andre_de
Zitat
EBostrab
mal eine Frage in die Runde. Heute habe ich gesehen, dass auf dem stadteinwärtigen Gleis hinter der Weiche des neuen Gleiswechsels Kästen verbaut sind, auf die ich mir nicht so recht einen Reim machen kann. Weiß jemand, wozu die sind und, ob es sich um Rückfall- oder elektrische Weichen handelt? Stadtauswärtig gibt es derlei Kästen übrigens nicht!

Das sind Ortsbalisen, siehe hier, Bilder 18 und 19:
https://www.baustellen-doku.info/berlin_strassenbahn_adlershof_II_wista_schoeneweide/20200831/

Mit den Weichen haben die damit wohl so direkt nichts zu tun.

Viele Grüße
André

Diese sog. Ortsbaken sind für die Standorterkennung der Züge zuständig. Von der korrekten Synchronisierung des Bordrechners mit dem RBL hängen u.a. LSA- und Weichenansteuerung ab sowie die korrekte Anzeige der Fahrplanlage bei Daisy.
Ist im Bordrechner beispielsweise eine falsche Route aktiv oder muss von der "richtigen" Route abgewichen werden, ohne eine hinter dem Abzweig entsprechend passende Route einzugeben, kann man den Fahrer öfter beim "A kaufen" an Ampeln beobachten.

Und da hier der E-Wagen der 68 die Fahrtrichtung und damit die Route wechselt, ist eine genaue Standortsychronisation für den Leitstellenrechner ebenso wichtig,
als auch für den beschriebenen Fall der "Wegfindung"des Bordrechners für die Elektrische.

T6JP
Zitat
EBostrab
Zitat
der weiße bim

In Richtung Schmöckwitz. Das derzeitige Streckengleis Richtung Schmöckwitz erhält einen stumpfen Gleiswechsel zum stadteinwärtigen Gleis. Nach meinen Infos wird es später zum Stumpfgleis. Ein zusätzliches, drittes Gleis zweigt östlich der Haltestelle nach rechts ab und umfährt das Stumpfgleis als neues Streckengleis.
Dafür soll der bisher für Autos genutzte Streifen zwischen Fahrradweg und Bahnkörper verwendet werden.

Ob das ganze Bauvorhaben jetzt sofort komplett verwirklicht wird, oder zunächst nur der Gleiswechsel, weiß ich nicht.
Hintergrund ist der Wunsch des Aufgabenträgers nach einem Zehnminutentakt zwischen Köpenick und Grünau sowie weiter nach Schmöckwitz im Zwanzigminutentakt. Die bestehende Gleisschleife im Wald soll für Wenden von und nach Schmöckwitz erhalten bleiben.

Hallo allerseits,

mal eine Frage in die Runde. Heute habe ich gesehen, dass auf dem stadteinwärtigen Gleis hinter der Weiche des neuen Gleiswechsels Kästen verbaut sind, auf die ich mir nicht so recht einen Reim machen kann. Weiß jemand, wozu die sind und, ob es sich um Rückfall- oder elektrische Weichen handelt? Stadtauswärtig gibt es derlei Kästen übrigens nicht!


Im Übrigen erstaunt mich, oder eher stelle ich fest das doch nur der einfache Wechsel "wieder" eingebaut wurde,
so wie es der Buschfunk schon bei der Erneuerung der Schleife meldete...(Bild 2)

T6JP

PS. aus dem kryptischen Datensalat beim zitieren hab ich das Bild zwei nicht extrahieren wollen
Was hätte denn sonst für einer entstehen sollen?

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Dieser Text ist zu gut, um mit einer Signatur von ihm abzulenken.
Zitat
Philipp Borchert
Was hätte denn sonst für einer entstehen sollen?

Na so wie ihn Mario in einer Grafik auf Seite 1 im 7.Beitrag veranschaulicht hat...

T6JP
Ja, aber so wie ich verstanden habe kommt das ja noch.

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Forum schon leergelesen? Dann weiß ich auch nicht weiter.
Es gibt - zurecht - Ärger an der Uferbahn, weil einige Fußgängerwege über die Trasse ersatzlos abgebaut wurden:

[www.tagesspiegel.de]

Im Artikel wird Peer Hauschild, Sprecher des Tourismusvereins Treptow-Köpenick, zitiert:

"Aus Sicht von Hauschild dürften die Veränderungen sogar gegen das Mobilitätsgesetz verstoßen, weil sie die Situation für Radfahrer und Fußgänger verschlechtern."

Das hoffe ich. Also dass das nicht vereinbar ist und die BVG hier wieder nachbessern muss. Offenbar kann man nicht alles auf einmal haben: Für den ÖPNV ist man jetzt deutlich eher bereit, sich ins Zeug zu legen, Fußgänger bleiben aber immer noch außen vor.

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Dieser Text ist zu gut, um mit einer Signatur von ihm abzulenken.
"Für den ÖPNV ist man jetzt deutlich eher bereit, sich ins Zeug zu legen, Fußgänger bleiben aber immer noch außen vor."

Inwiefern legt sich wer wo für den ÖPNV ins Zeug?

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Forum schon leergelesen? Dann weiß ich auch nicht weiter.
Zitat
Logital
"Für den ÖPNV ist man jetzt deutlich eher bereit, sich ins Zeug zu legen, Fußgänger bleiben aber immer noch außen vor."

Inwiefern legt sich wer wo für den ÖPNV ins Zeug?


Mir erscheint es zur Zeit eher so zu sein, dass man gegenwärtig verstärkt bereit ist, Flächen und Mittel innerhalb des Umeltverbundes umzuverteilen, sodass man dann sagen kann, man habe viel für den Rad-, Fußgänger- oder ÖPN-Verkehr getan ohne den Autoverkehr behindert zu haben.

Gruß Nemo
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Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Zitat
Logital
Inwiefern legt sich wer wo für den ÖPNV ins Zeug?

Man kann nicht nur immer davon reden, den Straßenbahnverkehr zu beschleunigen.
Jede ungesicherte höhengleiche Kreuzung mit Straßen, Wegen und Trampelpfaden ist eine potentielle Gefahrenquelle für den Schienenverkehr. Präventives Bremsen an diesen Stellen kostet Fahrzeit und Energie, fördert den Verschleiss und erhöht die Betriebskosten.
Die Beseitigung selten bis nie genutzter Gleisquerungen ist nur einer von sehr vielen Schritten in die richtige Richtung, hoffentlich rudert man nun nicht gleich wieder zurück, weil es etwas Kritik gab.

so long

Mario
Ich finde, es ist die falsche Richtung. Wenn Straßenbahnstrecken Wege verstellen, dann geht das zulasten der Akzeptanz dieses Verkehrsmittels. Bedenke: Die Straßenbahn ist nicht zum Selbstzweck unterwegs. Und jeder Fußweg verlängert sich zeitlich sehr deutlich, wenn er nicht auf direkter Linie führen kann. Um ein Vielfaches der eigentlichen Wegzeit mehr als beispielsweise ein Auto länger braucht für einen Umweg. Auch die Straßenbahn braucht nur geringfügig länger, wenn das Fahrpersonal umsichtiger fahren muss. Zudem sind sowohl Auto- als auch Straßenbahninsassen wettergeschützt länger unterwegs.

Zitat
Mario
(...) hoffentlich rudert man nun nicht gleich wieder zurück, weil es etwas Kritik gab.

Warum denn nicht, die BVG ist doch sonst so gutmütig gegenüber Kritik. Wie war das mit den Klimaanlagen, weil's manchem Einwohner zu laut ist an der Endhaltestelle? Da ist die BVG eingeknickt, wider jeglicher Vernunft.

Übrigens: Wenn es sich um selten bis nie genutzte Querungen handeln würde, käme auch keine Kritik. Oder?

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Dieser Text ist zu gut, um mit einer Signatur von ihm abzulenken.
Ergänzend zu Philipps Ausführungen, denen ich voll und ganz zustimme:

Zitat
der weiße bim
Man kann nicht nur immer davon reden, den Straßenbahnverkehr zu beschleunigen.

Ja, stimmt, bei der 68 war genau dieser Übergang das, was sie immer ausgebremst hat. Keine straßenbahnfeindlichen Ampelschaltungen im Nordteil... mithin genau ein Beispiel für das, was Nemo gesagt hat: Verbesserungen im Umweltverbund gibt es meist nur auf Kosten anderer Verkehrsteilnehmer im Umweltverbund, die auch hier besonders betroffen sind.

Zitat
der weiße bim
Präventives Bremsen an diesen Stellen kostet Fahrzeit und Energie, fördert den Verschleiss und erhöht die Betriebskosten.

Schön theoretisiert. Und nun zum konkreten Fall: Inwiefern muss man an einer bestens einsehbaren Stelle (links und rechts verlaufen schließlich die Autofahrbahnen des Adlergestells parallel) präventiv bremsen? Wie viel Fahrzeit kostete das bisher, wie viele Umläufe lassen sich nun einsparen - und wurde uns nicht immer erzählt, die modernen Bahnen würden beim Bremsen gewonnene Energie zurück ins Netz speisen?
Der Artikel ist für nicht Ortskundige etwas wirr, wieviel Übergänge sind entfallen?
In der Bildunterschrift des Artikels steht "Insgesamt wurden fünf Übergänge zwischen Karolinenhof und Schmöckwitz entfernt." Das Bild zeigt einen auf dem Adlergestell, ich gehe davon aus, dass alle aufgegebenen Übergänge auf dem Adlergestell liegen. Maps zeigt tatsächlich diverse Querungen in dem Bereich.

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Dieser Text ist zu gut, um mit einer Signatur von ihm abzulenken.
Auf was wird es in der Praxis denn hinauslaufen? Die Fußgänger werden die bisherigen Querungsstellen weiterhin nutzen und über die Schienen krabbeln. Die Radfahrer gegebenenfalls ebenfalls, auch wenn das Fahrrad schon eine nicht unerhebliche Last darstellt. Gekniffen sind die Autofahrer, die wirklich mehr Strecke zurücklegen müssen.
Es wird sicher niemand auf die Idee kommen, die komplette Strecke einzuzäunen, um den "illiegalen" Querungsbetrieb komplett zu verhindern.
Zitat
TWhanno
Gekniffen sind die Autofahrer, die wirklich mehr Strecke zurücklegen müssen.

Egal! Wenn ein Autofahrer einen Kilometer zusätzlich fahren muss, dauert das zwei Minuten. Das Ganze im warmen und trockenen Auto. Daher halte ich das für verschmerzbar, zumal ich an der Stelle tatsächlich keinen Bedarf sehe, ein Auto zu wenden. Dass Fußgänger über Waldwege gehen, erschließt sich mir da deutlich eher.

Zitat
TWhanno
Es wird sicher niemand auf die Idee kommen, die komplette Strecke einzuzäunen, um den "illiegalen" Querungsbetrieb komplett zu verhindern.

Ich hoffe es, aber in anderen Städten ist das durchaus üblich. In Berlin baut man solche Gitter bislang glücklicherweise nur, wo die Situation tatsächlich schlecht einsehbar ist. Und leider prinzipiell an Haltestelleninseln, unabhängig vom Verkehrsaufkommen der Straße.

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Dieser Text ist zu gut, um mit einer Signatur von ihm abzulenken.
Zitat
TWhanno
Auf was wird es in der Praxis denn hinauslaufen? Die Fußgänger werden die bisherigen Querungsstellen weiterhin nutzen und über die Schienen krabbeln. Die Radfahrer gegebenenfalls ebenfalls, auch wenn das Fahrrad schon eine nicht unerhebliche Last darstellt. Gekniffen sind die Autofahrer, die wirklich mehr Strecke zurücklegen müssen.
Es wird sicher niemand auf die Idee kommen, die komplette Strecke einzuzäunen, um den "illiegalen" Querungsbetrieb komplett zu verhindern.

Ein Queren von Schottergleis durch Fußgänger und Radfahrer ist mit Sicherheit deutlich gefährlicher, als es vorher war! Dies betrifft dann auch den Straßenbahnbetrieb, den man mit dieser weltfremden Maßnahme eigentlich sicherer machen will. Jeder, der schonmal mit einem Fahrrad über ein Schottgleis quer rüber ist, wird wissen, wie sehr man die Hindernishöhe unterschätzt und damit auch den zeitlichen Bedarf zum Queren. Das, was die BVG da (rück)baut, provoziert regelrecht schwere Unfälle! Das Queren von Autos hätte man mit einfacheren Maßnahmen verhindern können.

Viele Grüße
André
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