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Uferbahn Grünau - unsanierte Abschnitte
geschrieben von Arnd Hellinger 
Zitat
Marienfelde
Im Entwurf des "Fußgängerparagraphen" 55 Abs. 3 wird nur folgendes ausgeführt:
"Grundsätzlich sollen in ausreichend geringen Abständen barrierefreie
Querungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen, die sicher genutzt werden können (...)."

Nun waren die Übergänge weder sicher nutzbar, noch barrierefrei. Die BVG baut viel Mist, aber da hat sie nicht falsch gehandelt. Warum nimmt hier niemand den Bezirk in die Pflicht?

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B-V 3313
Zitat
Marienfelde
Im Entwurf des "Fußgängerparagraphen" 55 Abs. 3 wird nur folgendes ausgeführt:
"Grundsätzlich sollen in ausreichend geringen Abständen barrierefreie
Querungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen, die sicher genutzt werden können (...)."

Nun waren die Übergänge weder sicher nutzbar, noch barrierefrei. Die BVG baut viel Mist, aber da hat sie nicht falsch gehandelt. Warum nimmt hier niemand den Bezirk in die Pflicht?

Die Lösung kann aber doch nicht darin bestehen, gleich fünf nicht den angestrebten Standards entsprechende Übergänge einfach dichtzumachen. So wird das Ziel des Mobilitätsgesetzes (Förderung des Fußgängerverkehrs) ins Gegenteil (durch eine zusätzliche Behinderung des Fußgängerverkehrs) verkehrt. Gerade weil die fünf Übergänge ein insgesamt überschaubares "Publikum" haben dürften, erscheint eine sofortige Anpassung auf "Weltniveau" auch nicht ganz so dringlich.

Vor allem aber lassen sich nach allen Erfahrungen Menschen nicht so einfach "umerziehen". Es wird also mehr Menschen als bisher geben, die unter Inkaufnahme zusätzlicher Behinderungen und auch Gefährdungen die Gleise der "68" widerrechtlich queren.

Vielleicht könnte man es anders sehen, wenn das Ergebnis nicht 0 : 0 : 5 (besser : gleich : schlechter) wäre, sondern zum Beispiel 1 : 3 : 1 (eine stärker genutzte Querung wird vernünftig ausgebaut, 3 nachrangigere bleiben erst einmal unverändert und eine absolut nachrangige wird aufgehoben) lauten würde.

Wenn es aber sogar im Bestand nur Verschlechterungen "für" Fußgänger gibt, hat das mit der Förderung des Fußgängerverkehrs nichts zu tun,

meint Marienfelde.
Um hier mal ein wenig Aufklärung gerade auch in Bezug auf den vom TSP frei interpretierten Fakten zu betreiben:

Im Rahmen der Sperrung dieses Streckenabschnitts für den Einbau des Gleiswechsels am S-Bhf Grünau wurden Gleisinstandhaltungsmaßnahmen durchgeführt. Es gab Spurerweiterungen sowohl in der Vetschauer Allee als auch an den thematisierten Überfahrten im Adlergestell. Diese Spurerweiterungen zeigen sich häufig an eben solchen Gleisquerungen, da hier die Gleisbefestigungen verdeckt liegen, nicht so unproblematisch ausgetauscht werden können und zudem für Metall ungünstig klimatischen Bedingungen ausgesetzt sind (ständige Feuchtigkeit durch Dreckansammlungen, keine Belüftung, stehende Feuchtigkeit, daher sehr viel höhere Korrosion und organischer Verfall dieser Kleinteile).
Die BVG hat hierfür das Einverständnis des Tiefbauamts eingeholt, diese Überfahrten am Adlergestell dauerhaft auszubauen, weil deren verkehrliche Bedeutung nicht mehr vorhanden ist und somit der Einbau nicht wirtschaftlich vertretbar ist (Reifenwerk geschlossen, kein sonstiges Gewerbe mehr, Gelände wurde zu Wald umgewidmet). Welche Fußgängerströme jetzt unterbrochen und gefährdet sein sollen, entzieht sich meiner Kenntnis und Vorstellungskraft. Auf der Seite des Reifenwerks gibt es schlicht kein fußgängerverkehrliches Ziel, dass den Einbau einer Querung rechtfertigen würde.
Die Überfahrten zu den Grundstücken in der Vetschauer Allee wurden natürlich wieder hergestellt. Was anderes war hier entgegen vieler Befürchtungen und Behauptungen auch nicht geplant.
Ich weiß ja nicht, wie oft mir das jetzt hier noch erklärt wird, was genau da passiert ist und um welche Querungen es geht. Mir war von Anfang an klar, dass es sich nicht um gut frequentierte Übergänge handelt. Ein Blick auf Maps zeigt ein Waldgebiet ohne Bebauung, Grundstücke finden sich in deutlichem Abstand zum Adlergestell. Und doch gab es ja offenbar Fußgänger, die die Dinger genutzt haben. Eben WEIL das ganze da unten nicht allzu bedeutend ist und die Straße zudem schnurgerade, gab es eben doch genug Lücken im fließenden Verkehr, die ein Queren der Gleise von Waldweg zu Waldweg ermöglichten. Und das hätten sie ohne großen Aufwand doch auch künftig tun können. Platten raus, Gleise instand setzen, Platte wieder rein - es wird ja sicherlich Bestandschutz gegeben haben. Das kann doch kein Aufwand sein, der eine 'mangelnde Wirtschaftlichkeit' zur Folge hätte. Stattdessen hat man - wenn ich es richtig gelesen habe - die ganzen abgesenkten Kanten sinnloserweise durch neue, hohe ersetzt. Wozu eigentlich? Wenn man nur die Platten entfernt hätte, wäre die Querung aus so weg gewesen.

Ja, natürlich nur für ein paar Hanseln am Tag und bei schlechtem Wetter womöglich sogar für niemanden. Aber den großen Aufwand, die Übergänge bestehen zu lassen, sehe ich nicht.

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Serviervorschlag
Irgendwann sind die Übergänge aber baufällig,abgesehen davon das der Abschnitt zischen den Hst. Am Seeblick und Schappachstr in den nächsten Jahren auch mal überarbeitet werden muss.
Die Querungen mit den Platten haben auch so manchen Autofahrer verleitet dort zu wenden, was nicht immer gut ausging, daher auch das hochsetzen der Borde.
Für eine Feuerwehrüberfahrt waren die Platten eh zu klein.
Wegen paar Spaziergängern muss man hier keinen Bedarf herbeireden, ebensowenig wie für eine Verlegung der Hst./Vetschauer/Adlergestell.

T6JP
Nein. Für die Verschlechterung der Bedingungen für Fußgänger und Radfahrer braucht man kein Mobilitätsgesetz. Die BVG wird sich auf Dauer nicht über dieses Gesetz hinwegsetzen können, was auch gut so ist.

Besonders ärgerlich finde ich in diesem Fall, wie die BVG mit den eigenen Verbündeten für den Erhalt der Uferbahn umgeht. Hoffentlich ändert sich in absehbarer Zeit mal was in diesem Laden,

Marienfelde.
Zitat
Marienfelde
Nein. Für die Verschlechterung der Bedingungen für Fußgänger und Radfahrer braucht man kein Mobilitätsgesetz. Die BVG wird sich auf Dauer nicht über dieses Gesetz hinwegsetzen können, was auch gut so ist.

Da es dort - im rechtlichen Sinne - anscheinend keine Übergänge gab, wurde auch nichts beseitigt. Ist es nicht scheinheilig, dass die Barrierefreiheit dort jahrelang egal war und jetzt der gespielte Aufschrei kommt?

Zitat
Marienfelde
Besonders ärgerlich finde ich in diesem Fall, wie die BVG mit den eigenen Verbündeten für den Erhalt der Uferbahn umgeht.

Verbündete? Fahrgäste der Uferbahn werden diese wohl an den Haltestellen verlassen und überqueren.

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B-V 3313
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Marienfelde
Nein. Für die Verschlechterung der Bedingungen für Fußgänger und Radfahrer braucht man kein Mobilitätsgesetz. Die BVG wird sich auf Dauer nicht über dieses Gesetz hinwegsetzen können, was auch gut so ist.

Da es dort - im rechtlichen Sinne - anscheinend keine Übergänge gab, wurde auch nichts beseitigt. Ist es nicht scheinheilig, dass die Barrierefreiheit dort jahrelang egal war und jetzt der gespielte Aufschrei kommt?

Ja, so kann man sich auch zurückziehen, wenn man als Unternehmen keinen Bock auf den ganzen Mist hat und seine Hauptaufgabe eher in der Arbeitsbeschaffung schwer vermittelbarer Hipsteridioten auf Twitterkanälen sieht.

Ein Unternehmen, das TATSÄCHLICH in der Stadt verankert wäre (und nicht nur so tut), würde anders agieren. Aber Schmöckwitz ist ja außerhalb der Ringbahn und deshalb für die BVG eh hochgradig uninteressant.

Zitat
B-V 3313
Zitat
Marienfelde
Besonders ärgerlich finde ich in diesem Fall, wie die BVG mit den eigenen Verbündeten für den Erhalt der Uferbahn umgeht.

Verbündete? Fahrgäste der Uferbahn werden diese wohl an den Haltestellen verlassen und überqueren.

Na, mal wieder nur dem Diskussionsstrang so halb gefolgt, aber eine starke Meinung haben? ("starke Meinung" ist doch der neue Medienbegriff für "Hauptsache, man hat eine Meinung, Fakten stören da nur".)

Marienfelde wies bereits vorgestern darauf hin, wen er meint (22 min bevor Du einen Beitrag verfasst hast, aber wieso solltest Du auch den vorletzten Beitrag lesen, bevor Du schreibst?): es geht um Peer Hauschild, Sprecher des Tourismusvereins Treptow-Köpenick. Der war nämlich seinerzeit auch Sprecher von "Pro Uferbahn" und hat somit einen nicht unwesentlichen Beitrag zur Rettung der Linie geleistet. (Denn nicht ausbezahlte S-Bahn-Gelder hin oder her - die hätte man ja auch anderswo ausgeben können, wenn es in Schmöckwitz und Karolinenhof keine Proteste gegen die Stilllegung gegeben hätte.) Das hätte man auch durch einfaches Googeln herausfinden können, wenn es ums Thema ginge und nicht nur darum, allen zu zeigen, wie unglaublich dumm sie sind.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 01.12.2020 07:12 von def.
Du erklärst uns doch gebetsmühlenartig, dass nach deiner Meinung bei der BVG nur sogenannte Mitte-Hipster beschäftigt werden. Wer dir nicht folgt, ist nach deiner Meinung der Dumme. Den Beweis erbringst du mit deiner Unterstellung, ich würde Peer Hauschild nicht kennen, dankenswerterweise selbst. Die Arbeit und der Erfolg der Initiative sind aller Ehren wert, aber soll man den Mann/ die Gruppe nun vor jeder Baustelle dort fragen, was er/sie davon hält/halten?

Selbstverständlich darfst auch nur du Verbände kritisieren (Fuss e.V.), andere User dürfen das nicht. Und dann wirfst ausgerechnet du anderen Usern eine starke Meinung vor?

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Trotzdem sollte man aufpassen, bei den großen Gleissanierungen in den 90ern wurden allerhand kleine (nicht immer unwichtige) Übergänge
stadtweit mitentsorgt. Damals wurde das von der BVG als Beschleunigung verkauft.
Oder bei der Sanierung der Haltestellen den zweiten Zugang einfach entfernt (angeblich kein Bedarf, zumutbarer Umweg) und mit Gittern zugebaut, damit keiner auf die Idee kommt dort langzulaufen. So mancher zweiter Zugang (z. B. Genslerstr. Richtung Marzahn) wurde
inzwischen ja wieder eingerichtet.
Da haben wir ja im Moment ja ein aktuelles Beispiel mit der Planung Rosenthal, wo man gleich wieder zusätzliche Ampeln ins Spiel bringt.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 01.12.2020 09:05 von Nordender.
Da gehe ich absolut mit, zweite Zugänge sollten der Standard sein. Nach Möglichkeit auch gerne mit Zebrastreifen gesichert.

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B-V 3313
Da es dort - im rechtlichen Sinne - anscheinend keine Übergänge gab, wurde auch nichts beseitigt. Ist es nicht scheinheilig, dass die Barrierefreiheit dort jahrelang egal war und jetzt der gespielte Aufschrei kommt?

Ist es nicht, es handelt sich um zwei unterschiedlich stark vertretene Nutzergruppen und zwei verschiedene Forderungen. Zum Einen Menschen, die auf Barrierefreiheit angewiesen sind. Die scheinen in der Gegend nicht so unterwegs zu sein. Wie auch, die Waldwege sind ja sicherlich auch nicht barrierefrei. Vermutlich gab es daher bislang noch keine gewichtigen Forderungen, diese Überwege für sie nutzbar zu gestalten. Und dann die Fußgänger ohne weitgehende Einschränkungen. Die tummeln sich in der Gegend und konnten jahrzehntelang diese Querungen nutzen. Jetzt sind diese weg, am Adlergestell die Seite wechseln ist schwieriger (und gefährlicher) geworden. Daher nun die Anklage durch einen Interessenvertreter - ich sehe da überhaupt keinen Widerspruch und daher auch keine Scheinheiligkeit.

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Serviervorschlag
Da wird einfach mal wieder übertrieben.
Wann immer man mit der Bimmel da langkam-höchst selten sieht man Fußgänger zwischen der Einmündung Vetschauer und der Hst. Am Seeblick die Straße queren.
Weil nun am Tag da gefühlt 3,5 Leute die Straße zwischendurch querten so ein Tamtam?
Spätestens seit das Reifenwerk dicht ist ist doch tote Hose in der Gegend, Wochenend+Sonnenschein lockt eher zur Eisdiele ggü der Tankstelle, nur wenige zur Fähre.

Bei den angesprochenen Überfahrten im Wald zw. K-hof und Strandbad liegt die Gewichtung völlig anders-
es sind Wirtschaftszufahrten für die Forst und Wasserbetriebe, als auch Feuerwehrzufahrten-schlicht miteinander nicht vergleichbar.

T6JP
Nein. Diese überhebliche Position gegenüber den paar Fußgängern (und Radfahrern) ist nicht gut.

Wenn die BVG solche Positionen im Ernst über längere Zeit vertritt oder vertreten sollte (was ich mir kaum vorstellen kann), wird sie eine Menge Sympathien verspielen. Mehr noch: Mit solchen Positionen wäre die BVG in der Verkehrspolitik mehr oder weniger bündnisunfähig.

Politische Bündnisse können nur funktionieren, indem die Interessen und Bedürfnisse der jeweiligen Verbündeten immer mitbedacht und soweit wie möglich berücksichtigt werden. Ansonsten steht man irgendwann alleine da und muß sich nicht wundern, wenn woanders die Interessen der BVG hinten runterfallen - und sich außer der BVG niemand daran stört,

Marienfelde.
Bist du sicher, dass der große Hammer gerechtfertigt ist?

Teilhabe ist ein ganz anderes Thema.
Da sollte die Anzahl der Nutzer (fast) keine Rolle spielen.
Aber hier?
Muss da wirklich gleich die Kirche aus dem Dorf?
Kleinvieh macht auch Mist? Hab' ich heute erst wieder gesehen. Winziger Terrier, Frauchen war die ganze Zeit am Aufsammeln.

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Serviervorschlag
Zitat
T6
Bist du sicher, dass der große Hammer gerechtfertigt ist?

Teilhabe ist ein ganz anderes Thema.
Da sollte die Anzahl der Nutzer (fast) keine Rolle spielen.
Aber hier?
Muss da wirklich gleich die Kirche aus dem Dorf?

Ganz meine Meinung. Die BVG sollte den großen Hammer gegen die falschen Gegner einpacken und die aufgehobenen Übergänge wieder einrichten.

Als sinnvolles Ziel der Straßenbahnbeschleunigung in Berlin würde ich eine mittelfristige Erhöhung der durchschnittlichen mittleren Reisegeschwindigkeit auf einen Wert von etwa 20 km/h ansehen.

Ob dies gelingen kann, entscheidet sich nicht in Schmöckwitz und Karolinenhof, sondern zum Beispiel in der Invalidenstraße, der Schönhauser Allee, der Greifswalder Straße, in der Landsberger Allee usw. Hier ist das Engagement der BVG für die Beschleunigung des Ostberliner Nischenverkehrsmittels ungleich mehr gefragt als ausgerechnet auf einem der schnellsten Streckenabschnitte im gesamten Netz (einer der anderen wäre dann "natürlich" der der "61" zwischen dem S-Bf Friedrichshagen und Rahnsdorf - auch dort klappt es mit der Beschleunigung schon ganz gut).

Im Oberflächenverkehr der BVG gibt es wirklich haufenweise Probleme, mit denen sich die BVG sinnvollerweise beschäftigen könnte. Ein Beispiel aus "meinem" Bezirk Tempelhof-Schöneberg wäre die Buslinie 246. Damit in der Beckerstraße beidseitig geparkt werden kann, läßt der Bezirk den 246er in dieser Straße erbarmungslos verrecken - von der BVG habe ich dazu noch nie etwas gehört, korrigiert mich, wenn ich falsch liege.

Die Einrichtung des abgetrennten Radwegs im Prellerweg (nach Westen) mag für die Radfahrer prima sein. Aus Sicht einer vierstelligen Zahl von Fahrgästen der Linien 170 und 246 (die der Linien M 76 und X 76 sind etwas weniger betroffen), die nach Steglitz oder einfach nur am Priesterweg in die S-Bahn umsteigen wollen, sieht das aber etwas anders aus. Bei solchen Konflikten wäre die BVG gefordert. Hier habe ich von der BVG nichts gehört - wahrscheinlich habe ich das lautstarke Engagement der BVG für ihre Buslinien ja einfach nur überhört,

Marienfelde.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 02.12.2020 07:02 von Marienfelde.
Zitat
Marienfelde
Politische Bündnisse können nur funktionieren, indem die Interessen und Bedürfnisse der jeweiligen Verbündeten immer mitbedacht und soweit wie möglich berücksichtigt werden. Ansonsten steht man irgendwann alleine da und muß sich nicht wundern, wenn woanders die Interessen der BVG hinten runterfallen - und sich außer der BVG niemand daran stört

Ich fürchte, die BVG stört sich daran auch nicht. Der Saftladen hat doch ganz andere Prioritäten als die Vertretung der eigenen Interessen oder die der Beförderungsfälle. So lange das Geld für die Sesselpfurzer/innen sehr fleißigen Menschen im Trias und die Marketing-Hipsteridiot/innen sehr, sehr talentierten Marketinggenies im St. Oberholz rechtzeitig auf dem Konto ist, sind Nebensächlichkeiten wie ein funktionierender ÖPNV doch völlig egal.

Hoffentlich gelingt es Frau Kreienkramp, bei der BVG einmal gehörig aufzuräumen und die richtigen Prioritäten zu setzen. Das sind nach Jahrzehnten des Missmanagements dicke Bretter, die zu bohren sind.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 02.12.2020 07:50 von def.
Es gibt ja die "Task Force Beschleunigung" in Zusammenarbeit mit der BVG (gestartet noch unter der Vorgängerin von Frau Kreienkamp...), nur kommen deren Vorschläge und Anträge im Sumpf der Bezirksämter und Senatsverwaltung nicht bzw. kaum durch. Dort geht man die Linien durch. Anfänge sieht man ja in den neuen Busspuren, aber das dauert eben berlintypisch alles viel zu lange. Ob man das lauter in die Öffentlichkeit tragen sollte, darüber kann man streiten. Ich würde das befürworten, aber andere Mituser sehen das vielleicht nur als ABM für die Presseleute...

Die BVG ist in solchen Sachen gar nicht so schlecht, als 1989 die erste größere Welle der Busspuren unter Momper kam, sind die Personalräte der Betriebshöfe zu Anwohnern und Geschäftsleuten gegangen und haben dafür geworben und Aufklärungsarbeit geleistet.

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Marienfelde
Zitat
T6
Bist du sicher, dass der große Hammer gerechtfertigt ist?

Teilhabe ist ein ganz anderes Thema.
Da sollte die Anzahl der Nutzer (fast) keine Rolle spielen.
Aber hier?
Muss da wirklich gleich die Kirche aus dem Dorf?

Ganz meine Meinung. Die BVG sollte den großen Hammer gegen die falschen Gegner einpacken und die aufgehobenen Übergänge wieder einrichten.

Als sinnvolles Ziel der Straßenbahnbeschleunigung in Berlin würde ich eine mittelfristige Erhöhung der durchschnittlichen mittleren Reisegeschwindigkeit auf einen Wert von etwa 20 km/h ansehen.

Ob dies gelingen kann, entscheidet sich nicht in Schmöckwitz und Karolinenhof, sondern zum Beispiel in der Invalidenstraße, der Schönhauser Allee, der Greifswalder Straße, in der Landsberger Allee usw. Hier ist das Engagement der BVG für die Beschleunigung des Ostberliner Nischenverkehrsmittels ungleich mehr gefragt als ausgerechnet auf einem der schnellsten Streckenabschnitte im gesamten Netz (einer der anderen wäre dann "natürlich" der der "61" zwischen dem S-Bf Friedrichshagen und Rahnsdorf - auch dort klappt es mit der Beschleunigung schon ganz gut).

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Marienfelde.

Noch mal die Frage- für wen..??
Da quert nicht der Inhalt einer S-Bahn aus Eichwalde die Schienen.
Das ist die Querung einiger Waldwege-nichts weiter!!

T6JP


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