Willkommen! Einloggen Ein neues Profil erzeugen

erweitert
Uferbahn Grünau - unsanierte Abschnitte
geschrieben von Arnd Hellinger 
Zitat
Bahnsteigkante
Deswegen hat sich die BVG, wie weiter vorn geschrieben, die Genehmigung des Tiefbauamts eingeholt.

Das ist ja das Drama. Man hat sich ernsthaft Mühe gegeben, um den Zustand für die Fußgänger zu verschlechtern.

****
Serviervorschlag
Dem Tiefbauamt sind weitere Wege sowas von egal, das sieht man auch bei Strassenbauarbeiten.
Zitat
Philipp Borchert
Zitat
Bahnsteigkante
Deswegen hat sich die BVG, wie weiter vorn geschrieben, die Genehmigung des Tiefbauamts eingeholt.

Das ist ja das Drama. Man hat sich ernsthaft Mühe gegeben, um den Zustand für die Fußgänger zu verschlechtern.

Die BVG bemüht sich nicht um Verschlechterungen für Fußgänger sondern um die Verfügbarkeit ihrer Infrastrukturanlagen für den Bahnbetrieb und muss dies mit ihren Instandhaltungsmitteln wirtschaftlich sicherstellen. Dafür wird die BVG vom Aufgabenträger bezahlt.
Über die Notwendigkeit von übrigen Verkehrsanlagen sind die Straßenverkehrsbehörden zuständig und entscheiden darüber.
Zitat
Bahnsteigkante
Zitat
Philipp Borchert
Zitat
Bahnsteigkante
Deswegen hat sich die BVG, wie weiter vorn geschrieben, die Genehmigung des Tiefbauamts eingeholt.

Das ist ja das Drama. Man hat sich ernsthaft Mühe gegeben, um den Zustand für die Fußgänger zu verschlechtern.

Die BVG bemüht sich nicht um Verschlechterungen für Fußgänger sondern um die Verfügbarkeit ihrer Infrastrukturanlagen für den Bahnbetrieb und muss dies mit ihren Instandhaltungsmitteln wirtschaftlich sicherstellen. Dafür wird die BVG vom Aufgabenträger bezahlt.
Über die Notwendigkeit von übrigen Verkehrsanlagen sind die Straßenverkehrsbehörden zuständig und entscheiden darüber.

Na Donnerwetter, muss ich mir nun auch über viele andere Bahnübergange Sorgen machen? Ganz schön unwirtschaftlich so n paar Betonplatten.

*******
Tugäsa ägänst caurona!
Zitat
Philipp Borchert
Zitat
Bahnsteigkante
Deswegen hat sich die BVG, wie weiter vorn geschrieben, die Genehmigung des Tiefbauamts eingeholt.

Das ist ja das Drama. Man hat sich ernsthaft Mühe gegeben, um den Zustand für die Fußgänger zu verschlechtern.

Und weiterhin wird nur der BVG die Schuld gegeben, alle anderen sind unschuldig? Ist das nicht zu einfach?

x--x--x--x

Für mehr gelbe Farbe im Netzplan: U4 verlängern - jetzt!
Zitat
B-V 3313
Zitat
Philipp Borchert
Zitat
Bahnsteigkante
Deswegen hat sich die BVG, wie weiter vorn geschrieben, die Genehmigung des Tiefbauamts eingeholt.

Das ist ja das Drama. Man hat sich ernsthaft Mühe gegeben, um den Zustand für die Fußgänger zu verschlechtern.

Und weiterhin wird nur der BVG die Schuld gegeben, alle anderen sind unschuldig? Ist das nicht zu einfach?

Nö. Die BVG ist Verursacher und Ausführende dieser Änderung. Aber wenn es dich glücklich macht: Das Tiefbauamt (TBA TK) ist auch ganz ganz doll böse.

--- Signatur ---
Bitte beachten Sie beim Aussteigen die Lücke zwischen Bus und Bordsteinkante!
Zitat
Arnd Hellinger
Zitat
andre_de
Es ist schlicht und einfach anmaßend, wenn die BVG einseitig bestehende Kreuzungen schließt und sich einbildet, die einzige Weißheit über deren (Nicht-)Notwendigkeit zu besitzen. Tatsächlich fällt dies dagegen komplett NICHT in ihren Aufgaben- und Kompetenzbereich.

Eben. Und genau deswegen wurden die Überwege eben auch erst nach Zustimmung des bzw. in Absprache mit dem dafür nach dem Berliner Straßengesetz zuständigen Straßen- und Grünflächenamt des Bezirks Treptow-Köpenick von Berlin aufgehoben und zurückgebaut. Korrekter Adressat für diesbezügliche Meckerei ist demnach nicht primär Frau Kreienkamp, sondern Herr Igel als Bezirksbürgermeister...

Da es um Zufahrten zu Waldwegen geht, hat das Bezirksamt wahrscheinlich wiederum Feuerwehr und Landes-Forstbetrieb gefragt, ob die aus fachlicher Sicht Bedarf an den Querungen haben.

Danke dir für die Info! Viele Behörden beim Zuständigkeits-Spiel. Klar, dass da die Bürger, für die man eigentlich arbeiten sollte, "etwas" aus dem Blickfeld geraten.

Viele Grüße
André
Zitat
Alter Köpenicker
Zitat
T6Jagdpilot
zu den Zeiten als die Bw Köpenick regelmäßig an Wochenenden die BP 2 der TDE/BDE durchführte,

Das wurde doch nicht nur an Wochenenden gemacht und wenn ich mich recht entsinne, sind auch T6 dort entlanggebremst oder betraf das nur die einfache Bremsprobe?

Zwischendurch auch mal, aber es gab damals richtig geplante WE dafür-zu den Zeiten wo die 86E nicht fuhr.
Mit den T6 wurde das nach den ZU praktiziert,( da waren die Meterzahlen auf die Schwellen gemalt) bis diese Arbeit und die BP2 nach Mar abgegeben wurden.

T6JP
Zitat
andre_de
Danke dir für die Info! Viele Behörden beim Zuständigkeits-Spiel. Klar, dass da die Bürger, für die man eigentlich arbeiten sollte, "etwas" aus dem Blickfeld geraten.

Ich denke, eine solche Planung kann man aus Behördensicht auch als bürgerfreundlich betrachten, da ja Gefahrenstellen - wie nicht normgerechte und tendenziell unsichere Querungen - beseitigt werden. Oder man kann sie in Form der Beachtung der aktuellen Regelwerke einfach als notwendiger Bestandteil der erforderlichen Streckensanierung sehen.

Dieses klassische Feindbild, die Behörden hätten nichts anders im Kopf und zum Ziel, als die Bürger zu schikanieren, ist eher unsinnig und nicht haltbar. Sie müssen nur leider oft die Konsequenzen von übergeordneten Regelungen ausführen, die den früheren Pragmatismus verhindern.
Zitat
Lopi2000
Zitat
andre_de
Danke dir für die Info! Viele Behörden beim Zuständigkeits-Spiel. Klar, dass da die Bürger, für die man eigentlich arbeiten sollte, "etwas" aus dem Blickfeld geraten.

Ich denke, eine solche Planung kann man aus Behördensicht auch als bürgerfreundlich betrachten, da ja Gefahrenstellen - wie nicht normgerechte und tendenziell unsichere Querungen - beseitigt werden. Oder man kann sie in Form der Beachtung der aktuellen Regelwerke einfach als notwendiger Bestandteil der erforderlichen Streckensanierung sehen.

Was soll denn bitte am ERSATZLOSEN Rückbau von Wegeüberführungen bürgerfreundlich sein? Gerade dadurch werden die Bürger doch regelrecht dazu getrieben, auf noch unsicherere Art und Weise durchs Schottergleis zu stolpern. Bürgerfreundlich wäre es z.B. gewesen, fünf unsichere Wegeüberführungen doch zwei..drei sichere und dauerhafte zu ersetzen. Dann hätte der Bürger auch einen Nutzen von der ganzen Aktion.

Zitat
Lopi2000
Dieses klassische Feindbild, die Behörden hätten nichts anders im Kopf und zum Ziel, als die Bürger zu schikanieren, ist eher unsinnig und nicht haltbar. Sie müssen nur leider oft die Konsequenzen von übergeordneten Regelungen ausführen, die den früheren Pragmatismus verhindern.

Eine solche Generalisierung habe ich nicht vorgenommen und wäre selbstverständlich unangemessen, hier ging es um einen ganz konkreten Vorgang. Und nebenbei: "Übergeordnete Regelungen" fallen nicht gottgegeben vom Himmel, sondern sind das Ergebnis der Arbeit von …. Behörden. Gerade der Standpunkt "Ich mache nur meinen Job und befolge Regeln" führt zu Ergebnissen wie diesem und unterbricht die dringend nötige Feedback-Schleife zu Regeln und deren Auswirkungen.

Viele Grüße
André
Zitat
Lopi2000
Ich denke, eine solche Planung kann man aus Behördensicht auch als bürgerfreundlich betrachten, da ja Gefahrenstellen - wie nicht normgerechte und tendenziell unsichere Querungen - beseitigt werden.

Indem man eine noch unsichere Querung herstellt? Wir können uns doch wohl darüber einig sein, daß die wenigsten Menschen einen bis zu 1.000 m langen Umweg in Kauf nehmen, um auf die andere Straßenseite zu gelangen. Dieser Umstand läßt sich auch andernorts hervorragend beobachten.


Bitte sprechen Sie während der Fahrt mit dem Busfahrer/der Busfahrerin - er/sie hat sonst niemanden.
Zitat
T6
Zitat
Marienfelde


"Wow, wow, wow.
Ruhig Brauner." Ich denke, hier wäre ein Entschuldigung angezeigt. Ansonsten sehe ich mich durch diesen bestätigt: Es wird hoffentlich bald gelingen, die von der BVG betriebene - in diesem Fall sogar als reaktionär zu bewertende - Verkehrspolitik zu unterbinden.

Hallo Marienfelde,

mir fehlt gerade ein wenig der Zugang zu deiner Forderung.
Wenn es etwas zu entschuldigen gibt bin ich dabei.

Solltest du allerdings "Brauner" politisch interpretiert haben dann ist dass eindeutig ein Missverständnis.
Eigentlich ist das ein Spruch eines Kutschers.
Eines richtigen Kutschers, so mit Pferd und Wagen.
Wenn der Gaul mal wieder unruhig wird.

Also ein umgangssprachliches Äquivalent zu "Immer ruhig Blut", nur spaßigerflapsiger.

Ist dein Einwurf damit erledigt oder übersehe ich was?

Lg
Ju


Ach so, dann ich habe ich diese Formulierung wirklich komplett falsch aufgefaßt, entschuldige das Mißverständnis.


Ansonsten habe ich die mehr oder weniger heftige Debatte in diesem Beitragsstrang zum Anlaß genommen, mich am letzten Donnerstagnachmittag doch auch einmal vor Ort umzusehen. Ich spiele einmal den noch nicht vorhandenen Fußgängerbeauftragten des Bezirks Treptow-Köpenick:


1. Von "Am Seeblick" ausgehend, habe ich den nun beseitigten Übergängen die Nummern 1 bis 5 verpaßt. Die ersten beiden Übergänge waren wohl Überfahrten für das abgerissene Reifenwerk Köpenick, deren Aufhebung aus Fußgänger- und Radfahrersicht unkritisch erscheint.

Anders sieht es aber bei den Überwegen 3, 4 und 5 aus, weil es dort jeweils auf beiden Seiten der Straße Waldwege gibt, die sicher auch im Rahmen der Freizeitgestaltung von Einheimischen und Besuchern des "grünen Bezirks" genutzt werden. Jeder Fußgängerbeauftragte, der auf sich hält, hätte der BVG hinsichtlich der Aufhebung dieser Überwege die rote Kelle gezeigt.


2. Der wirkliche Grund für die "vorausschauende Beseitigung" dieser Übergänge durch die BVG mag die Überlegung gewesen sein, im Rahmen der ja noch ausstehenden (genehmigungspflichtigen?) Grundinstandsetzung der Strecke nicht auch noch mit Fragen des Bestandsschutzes konfrontiert zu werden.

Dieses Motiv könnte ich durchaus verstehen, aber es widerspricht mehr oder weniger eindeutig dem Mobilitätsgesetz, in dem das politische Ziel zum Ausdruck kommt, auch die "gesunden Verkehrsarten" zu fördern. Dies gilt besonders auch wegen des ja seit Januar vorliegenden Entwurfs für den "Fußgängerteil" des Gesetzes, der damit auch der BVG bekannt ist und in deren Überlegungen mit einfließen sollte. In Schmöckwitz ist aber das genaue Gegenteil passiert.


3. Im Rahmen der ja noch ausstehenden Renaturierung der Fläche des ehemaligen Reifenwerks wird der dort noch vorhandene Betonbelag abzubauen und abzufahren sein. Für eine freizügige LKW-Logistik wäre der Erhalt der Überfahrten über die Tramgleise sicher nicht verkehrt gewesen. Dieses Problem wurde vom Tiefbauamt Treptow-Köpenick ja sicher bedacht.

Klar: Nötigenfalls könnte man die stadtauswärtige Richtungsfahrbahn in der Rückbauphase für den allgemeinen Kfz-Verkehr sperren, dem Baustellenverkehr vorbehalten und damit evtl. zusätzliche Belastungen durch umwegige LKW-Fahrten über Am Seeblick bzw. Adlergestell/Vetschauer Allee vermeiden.


4. Etwas zum weißen bim: Die Debatte, ob die BVG im Eigeninteresse entgegen der Intention des Mobilitätsgesetzes Übergänge für Fußgänger und Radfahrer beseitigen darf, könnt ihr nur verlieren. Ihr müßt umdenken.

Zugespitzt: Käme es an so einem aufgehobenen Übergang zu einem schweren (rechtlich "natürlich" selbstverschuldeten) Personenunfall z.B. mit einer Schülerin, wer hat dann wohl die Arschkarte? Richtig, die BVG - darüber solltet Ihr Euch im klaren sein,


Marienfelde.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 07.12.2020 10:57 von Marienfelde.
Zitat
Marienfelde

4. Etwas zum weißen bim: Die Debatte, ob die BVG im Eigeninteresse entgegen der Intention des Mobilitätsgesetzes Übergänge für Fußgänger und Radfahrer beseitigen darf, könnt ihr nur verlieren. Ihr müßt umdenken.

Zugespitzt: Käme es an so einem aufgehobenen Übergang zu einem schweren (rechtlich "natürlich" selbstverschuldeten) Personenunfall z.B. mit einer Schülerin, wer hat dann wohl die Arschkarte? Richtig, die BVG - darüber solltet Ihr Euch im klaren sein,


Marienfelde.

Das letztere teile ich nicht, entscheiden müsste das Justizia, aber ersteres teile ich schon. Sollte der BVG auf Grund des MobG, das ja ihr Auftraggeber verabschiedet hat, höhere Kosten entstehen wäre das doch ganz klares Nachtragsmanagement. Heißt: Die BVG setzt es um um stellt die höheren Kosten dem Verursacher in Rechnung.
Mir gehts da jetzt gar nicht genau um den Übergang am Adlergestell, sondern ganz allgemein.

*******
Tugäsa ägänst caurona!
Zitat
Logital
Zitat
Marienfelde

4. Etwas zum weißen bim: Die Debatte, ob die BVG im Eigeninteresse entgegen der Intention des Mobilitätsgesetzes Übergänge für Fußgänger und Radfahrer beseitigen darf, könnt ihr nur verlieren. Ihr müßt umdenken.

Zugespitzt: Käme es an so einem aufgehobenen Übergang zu einem schweren (rechtlich "natürlich" selbstverschuldeten) Personenunfall z.B. mit einer Schülerin, wer hat dann wohl die Arschkarte? Richtig, die BVG - darüber solltet Ihr Euch im klaren sein,


Marienfelde.

Das letztere teile ich nicht, entscheiden müsste das Justizia, aber ersteres teile ich schon. Sollte der BVG auf Grund des MobG, das ja ihr Auftraggeber verabschiedet hat, höhere Kosten entstehen wäre das doch ganz klares Nachtragsmanagement. Heißt: Die BVG setzt es um um stellt die höheren Kosten dem Verursacher in Rechnung.
Mir gehts da jetzt gar nicht genau um den Übergang am Adlergestell, sondern ganz allgemein.

Gemeint war nicht die rechtliche Würdigung, sondern der Verlauf der darauf folgenden öffentlichen Debatte.

Ansonsten befindet sich die Novelle des Mobilitätsgesetzes im parlamentarischen Verfahren. Zuletzt wurde sie am 3.12.20 mit den Stimmen des Linksblocks und der FDP im "Verkehrsausschuss" beschlossen. Soweit ich sehen konnte, ist im Frühjahr 2021 mit der Beschlussfassung durch das Abgeordnetenhaus zu rechnen.

Hier noch ein Link zur Seite von Tino Schopf (sh. den Eintrag vom 3.12.20): [www.tino-schopf.de]
Braucht man nicht eigentlich für die Beseitigung eines Übergangs eine Planfeststellung? Falls ja, dann hat wohl die Fußgängervertretung gepennt.

Gruß Nemo
---

Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Zitat
Marienfelde
Zitat
Logital
Zitat
Marienfelde

4. Etwas zum weißen bim: Die Debatte, ob die BVG im Eigeninteresse entgegen der Intention des Mobilitätsgesetzes Übergänge für Fußgänger und Radfahrer beseitigen darf, könnt ihr nur verlieren. Ihr müßt umdenken.

Zugespitzt: Käme es an so einem aufgehobenen Übergang zu einem schweren (rechtlich "natürlich" selbstverschuldeten) Personenunfall z.B. mit einer Schülerin, wer hat dann wohl die Arschkarte? Richtig, die BVG - darüber solltet Ihr Euch im klaren sein,


Marienfelde.

Das letztere teile ich nicht, entscheiden müsste das Justizia, aber ersteres teile ich schon. Sollte der BVG auf Grund des MobG, das ja ihr Auftraggeber verabschiedet hat, höhere Kosten entstehen wäre das doch ganz klares Nachtragsmanagement. Heißt: Die BVG setzt es um um stellt die höheren Kosten dem Verursacher in Rechnung.
Mir gehts da jetzt gar nicht genau um den Übergang am Adlergestell, sondern ganz allgemein.

Gemeint war nicht die rechtliche Würdigung, sondern der Verlauf der darauf folgenden öffentlichen Debatte.

Ansonsten befindet sich die Novelle des Mobilitätsgesetzes im parlamentarischen Verfahren. Zuletzt wurde sie am 3.12.20 mit den Stimmen des Linksblocks und der FDP im "Verkehrsausschuss" beschlossen. Soweit ich sehen konnte, ist im Frühjahr 2021 mit der Beschlussfassung durch das Abgeordnetenhaus zu rechnen.

Hier noch ein Link zur Seite von Tino Schopf (sh. den Eintrag vom 3.12.20): [www.tino-schopf.de]

Früher, so vor 3 Jahren, dachte ich auch: "Wow, wir haben jetzt ein Mobilitätsgesetz! Mal sehen was sich jetzt ändert."
Heute denke ich. "Also ob die jetzt noch me Novellierung dieses Gesetzes verabschieden oder in China eine U-Bahn eröffnet wird, beides ändert doch nix am Verkehr in der Stadt!
Deshalb weiß ich nicht welche Hoffnung du dir da jetzt machst.

*******
Tugäsa ägänst caurona!
Zitat
Logital
Zitat
Marienfelde
Zitat
Logital
Zitat
Marienfelde

4. Etwas zum weißen bim: Die Debatte, ob die BVG im Eigeninteresse entgegen der Intention des Mobilitätsgesetzes Übergänge für Fußgänger und Radfahrer beseitigen darf, könnt ihr nur verlieren. Ihr müßt umdenken.

Zugespitzt: Käme es an so einem aufgehobenen Übergang zu einem schweren (rechtlich "natürlich" selbstverschuldeten) Personenunfall z.B. mit einer Schülerin, wer hat dann wohl die Arschkarte? Richtig, die BVG - darüber solltet Ihr Euch im klaren sein,


Marienfelde.

Das letztere teile ich nicht, entscheiden müsste das Justizia, aber ersteres teile ich schon. Sollte der BVG auf Grund des MobG, das ja ihr Auftraggeber verabschiedet hat, höhere Kosten entstehen wäre das doch ganz klares Nachtragsmanagement. Heißt: Die BVG setzt es um um stellt die höheren Kosten dem Verursacher in Rechnung.
Mir gehts da jetzt gar nicht genau um den Übergang am Adlergestell, sondern ganz allgemein.

Gemeint war nicht die rechtliche Würdigung, sondern der Verlauf der darauf folgenden öffentlichen Debatte.

Ansonsten befindet sich die Novelle des Mobilitätsgesetzes im parlamentarischen Verfahren. Zuletzt wurde sie am 3.12.20 mit den Stimmen des Linksblocks und der FDP im "Verkehrsausschuss" beschlossen. Soweit ich sehen konnte, ist im Frühjahr 2021 mit der Beschlussfassung durch das Abgeordnetenhaus zu rechnen.

Hier noch ein Link zur Seite von Tino Schopf (sh. den Eintrag vom 3.12.20): [www.tino-schopf.de]

Früher, so vor 3 Jahren, dachte ich auch: "Wow, wir haben jetzt ein Mobilitätsgesetz! Mal sehen was sich jetzt ändert."
Heute denke ich. "Also ob die jetzt noch me Novellierung dieses Gesetzes verabschieden oder in China eine U-Bahn eröffnet wird, beides ändert doch nix am Verkehr in der Stadt!
Deshalb weiß ich nicht welche Hoffnung du dir da jetzt machst.

Was würde denn etwas ändern?

Gruß Nemo
---

Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Zitat
Nemo


Was würde denn etwas ändern?

Gute Frage. Das Aufstellen von schicken Gesetzen, Leitfäden, Planwerken und Ausrufen von Klimanotständen ändert aber ganz offensichtlich nichts:
- Parken ist weiterhin kostenlos bis superbillig
- Bei Bürgerbeteiligungen kippen die Verantwortlichen zu schnell um (Beispiel Siegfriedstraße)
- Für die Planung von Radschnellwegen brauchen wir zur Planfeststellung eine Zeitspanne bei der andere Städte ganze U-Bahnstrecken planen
- Frau Günther schwadroniert seit 4 Jahren in jedem größeren Zeitungsinterview, dass sie die Citymaut prüfen will, so langsam wird das aber lächerlich, soll sie halt sagen dass es nicht geht
- über Vorrangschaltungen kann man ja bereits im Wista Thread meine Ansicht lesen
- bei Busspuren sind wir auch nicht weitergekommen

Das einzige was ich dem Senat anrechne sind die Popupbikelanes. Klar, manche sind auch schlecht geworden. Aber ich wäre froh wenn halt überhaupt mal was gemacht wird, auch wenn dabei Fehler gemacht werden. Die Umgestaltung der Friedrichstraße fand ich auch mutig, auch wenn sie in der Kritik steht. Was ich sagen will: Wer was verändert oder gar baut, der macht Fehler steht in der Kritik, dann ist das eben so! Wer ewig plant und prüft macht natürlich keine Fehler, aber es herrscht eben Stillstand und das finde ich enttäuschender.

*******
Tugäsa ägänst caurona!



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 08.12.2020 20:11 von Logital.
Schicke Gesetze stärken aber unsere Rechtsposition. Anfang März habe ich einmal diesen Satz eingetippt:

"Mit dem Mobilitätsgesetz wurde ein Instrument geschaffen, mit dessen Hilfe in den kommenden Jahrzehnten Veränderungen der Verkehrspolitik Schritt für Schritt "von unten" durchgesetzt werden können."

Schicke Gesetze sind immerhin auch ein Ausdruck gesellschaftlicher Umdenkprozesse. Geht es dann in die Niederungen der Ebene, kommen die ja immer nur punktuellen Veränderungen nicht unbedingt aus dem Tiefbauamt Treptow-Köpenick oder der konservativen BVG, sondern von Leuten wie uns, die sich immer wieder hartnäckig und selbstverständlich ungefragt zu Wort melden sollten.

Der bereits erreichte Stand wird ja stets kaum wahrgenommen. Ich glaube, irgendwann Anfang der 1960er Jahre wurde (jedenfalls in Westdeutschland) der Vorrang für Fußgänger auf "Zebrastreifen" eingeführt. Das war sicher gut gemeint, aber die seinerzeit überall sitzenden verkehrspolitischen Reaktionäre nahmen dies zum Anlaß, "Zebrastreifen" in großem Stil zu beseitigen.

Einige Jahrzehnte später gab es in Berlin dann eine Senatorin Junge-Reyer, in deren Zeit die Bezirke angewiesen wurden, "neue" Zebrastreifen anzuordnen. So gesehen, wirkt das, was die BVG und der zuständige Bezirk in Schmöckwitz verzapft haben, wie ein erfolgreiches Rückzugsgefecht.

"Die" werden schon noch eine ganze Reihe weiterer solcher "Siege" feiern können - bis sie mit dieser Art Verkehrspolitik am Ende sind,

Marienfelde.
Zitat
Marienfelde

Einige Jahrzehnte später gab es in Berlin dann eine Senatorin Junge-Reyer, in deren Zeit die Bezirke angewiesen wurden, "neue" Zebrastreifen anzuordnen. So gesehen, wirkt das, was die BVG und der zuständige Bezirk in Schmöckwitz verzapft haben, wie ein erfolgreiches Rückzugsgefecht.

Marienfelde.

Wo sind denn diese "neuen" Zebrastreifen eingerichtet worden? Mir fällt keiner ein.
Vielmehr hat die gute Frau zusammen mit Fr. Lompscher maßgeblich an dem Verkauf von senatseigenen Wohnungen kräftig mitgeholfen,
daher kenne ich diesen Namen noch.
Sorry, in diesem Forum dürfen nur registrierte Benutzer schreiben.

Hier klicken, um sich einzuloggen