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Re: ÖPNV-Anbindung an den neuen Flughafen Berlin Brandenburg 09.01.2026 20:33 |
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Re: ÖPNV-Anbindung an den neuen Flughafen Berlin Brandenburg 09.01.2026 22:07 |
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marc-j
Ich finde es nur erstaunlich, dass hier seitenweise über die 4. Anbindung des Flughafens, den außer den Angestellten überwiegend Touristen & Fluggäste nutzen (besteht da überhaupt Konkurrenz zum MIV oder Zeitdruck?), gefachsimpelt wird, während beispielsweise in Friedrichshain ein B-Plan-Verfahren stattfindet, was wahrscheinlich dauerhaft eine Weiterführung der U1 zum Ostkreuz verunmöglicht.
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marc-j
... , während beispielsweise in Friedrichshain ein B-Plan-Verfahren stattfindet, was wahrscheinlich dauerhaft eine Weiterführung der U1 zum Ostkreuz verunmöglicht.
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Ingolf
Dies würde auch historisch zum (ehemals West-)Berliner Selbstverständnis passen. Schließlich hat man (hochgerechnet auf heutige Preise) in der Summe Milliarden ausgegeben, um parallel zu Schnellbahnen weitere Schnellbahnen zu bauen in Form von U-Bahn-Strecken, die möglichst viel S-Bahn-Strecken substituieren sollten. Nicht der maximale Fahrgastnutzen stand im Mittelpunkt, sondern darum, dem ungeliebten System eines auszuwischen.
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DerMichael
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Gleisdreiecke
Ist es denn unmöglich von Mahlow aus eine S-Bahn zum BER zu führen? Und wozu wurde südlich von Mahlow am BAR für die Bahn die Kurve Richtung BER gemacht, wenn der FEX über Großbeeren fährt ?
Mit der Dresdner Bahn fährt er eben nicht mehr über Großbeeren (Anhalter Bahn). Nicht von den falschen Renderings verwirren lassen, die im Vorfeld veröffentlicht wurden!
Das mit der S-Bahn von Mahlow stelle ich mir schwierig vor: zum einen der Platz in Mahlow und dann müsste die S-Bahn komplett unter der Fernbahn hindurch:
Zunächst unter der Dresdner Bahn und dann nochmals unter der Mahlower Kurve. Dann müsste nördlich des BAR ein zusätzliches, mindestens 5. Gleis für die S-Bahn gelegt werden, welches dann bei Waßmannsdorf den BAR und zweimal die B96a unterfahren müsste.
Parallel zum BAR müsste die Brücke über den Glasower Damm und die Brücke der B96 verbreitert werden.
Und dann gibt es dort noch ein Industriegebiet, welches bis an den BAR heranreicht.
Dort müsste entweder das Industriegebiet „beschnitten“ werden oder die viergleisige Trasse des BAR/Flughafenanbindung müssten nach Süden verlegt werden.
Vor allem in Mahlow müsstest du jetzt an private Grundstücke ran und vermutlich auch den Berliner Damm nach Westen verschieben.
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TemperaturBahnfahrer
Hier Auszüge aus dem Konsensbeschluss (und Anlagen) von 1996, zwischen Deutschland + Berlin + Brandenburg, mit dem sich z.B. gegen den Flughafen in Sperenberg und für den Flughafen-Ausbau in Schönefeld entschieden wurde.
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Gleisdreiecke
ist, dummerweise – leider keine Autobahn oder Bundesstraße. Da hätte bestimmt schon einen Weg gefunden genau das durchzuziehen. Wie hieß es mal viel früher: Wir sparen, koste es was wolle!
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Re: ÖPNV-Anbindung an den neuen Flughafen Berlin Brandenburg 10.01.2026 00:43 |
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der weiße bim
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Gleisdreiecke
ist, dummerweise – leider keine Autobahn oder Bundesstraße. Da hätte bestimmt schon einen Weg gefunden genau das durchzuziehen. Wie hieß es mal viel früher: Wir sparen, koste es was wolle!
Im Land Brandenburg wird auch bei Bundesautobahnen gespart. Die durch die neue Eisenbahntrasse Görlitzer Bahn - BER unterbrochene Autobahn A117 wurde nur einspurig pro Richtung über die neu angelegte Bahnstrecke geführt. Für eine richtige Bundesautobahnbrücke gab es keine Einigung zwischen Bund und Land. Nun will die Gemeinde Schönefeld die Brücke nebst einer zusätzlichen Anschlussstelle finanzieren.
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Ingolf
Nur gibt es seit der Eröffnung der Teltowkanalautobahn A113 keinerlei Autobahnbedarf mehr für diesen Reststummel, der sich A117 nennt. Die A113 hat eine Verkehrsstärke von über 80.000 / 24h - die A117 um die 20.000. Dafür reicht eine Spur pro Richtung völlig aus. Es ist purer automobiler Luxus, dieses Teil wieder vierspurig auszubauen, kaum mehr als 2km parallel zur A113. Einen wirklichen Verkehrsbedarf für eine Autobahn gibt es da nicht. Und es zeigt. Schönefeld hat zu viel Geld...
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Re: ÖPNV-Anbindung an den neuen Flughafen Berlin Brandenburg 10.01.2026 01:25 |
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der weiße bim
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Ingolf
Nur gibt es seit der Eröffnung der Teltowkanalautobahn A113 keinerlei Autobahnbedarf mehr für diesen Reststummel, der sich A117 nennt. Die A113 hat eine Verkehrsstärke von über 80.000 / 24h - die A117 um die 20.000. Dafür reicht eine Spur pro Richtung völlig aus. Es ist purer automobiler Luxus, dieses Teil wieder vierspurig auszubauen, kaum mehr als 2km parallel zur A113. Einen wirklichen Verkehrsbedarf für eine Autobahn gibt es da nicht. Und es zeigt. Schönefeld hat zu viel Geld...
Die A117 ist nun mal gewidmet, mit staatlichen Mitteln gebaut worden. Im Falle einer Störung durch Unfall oder Baustelle wäre ohne sie eine großräumige Umfahrung nötig, mit volkswirtschaftlichem Mehraufwand an Zeit und Energie.
Das ist wie beim Bahnnetz, je grobmaschiger es ist umso unflexibler wird es. Und immerhin versucht die Gemeinde durch eine zusätzliche Anschlussstelle diese Masche zu verkleinern und so mehr Verkehr von den Gemeindestraßen auf die BAB zu bekommen. Das nutzt allen Verkehrsteilnehmern im Ort und verkürzt Transportwege für die Wirtschaft.
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Re: ÖPNV-Anbindung an den neuen Flughafen Berlin Brandenburg 10.01.2026 07:36 |
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Ingolf
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der weiße bim
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Ingolf
Nur gibt es seit der Eröffnung der Teltowkanalautobahn A113 keinerlei Autobahnbedarf mehr für diesen Reststummel, der sich A117 nennt. Die A113 hat eine Verkehrsstärke von über 80.000 / 24h - die A117 um die 20.000. Dafür reicht eine Spur pro Richtung völlig aus. Es ist purer automobiler Luxus, dieses Teil wieder vierspurig auszubauen, kaum mehr als 2km parallel zur A113. Einen wirklichen Verkehrsbedarf für eine Autobahn gibt es da nicht. Und es zeigt. Schönefeld hat zu viel Geld...
Die A117 ist nun mal gewidmet, mit staatlichen Mitteln gebaut worden. Im Falle einer Störung durch Unfall oder Baustelle wäre ohne sie eine großräumige Umfahrung nötig, mit volkswirtschaftlichem Mehraufwand an Zeit und Energie.
Das ist wie beim Bahnnetz, je grobmaschiger es ist umso unflexibler wird es. Und immerhin versucht die Gemeinde durch eine zusätzliche Anschlussstelle diese Masche zu verkleinern und so mehr Verkehr von den Gemeindestraßen auf die BAB zu bekommen. Das nutzt allen Verkehrsteilnehmern im Ort und verkürzt Transportwege für die Wirtschaft.
Diese Standardsätze als Antwort haben so ziemlich gar nichts mit der Situation in Schönefeld rund um die A117 zu tun. Es sei denn, man wünsche sich hierzulande flächendeckend zu jeder Autobahn eine parallele Entlastungsautobahn im Abstand von 2-3 km - unabhängig von jeglichem Bedarf und jeglicher Nachfrage... ;-)
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Re: ÖPNV-Anbindung an den neuen Flughafen Berlin Brandenburg 10.01.2026 07:38 |
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Re: ÖPNV-Anbindung an den neuen Flughafen Berlin Brandenburg 10.01.2026 10:08 |
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Re: ÖPNV-Anbindung an den neuen Flughafen Berlin Brandenburg 10.01.2026 10:22 |
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Re: ÖPNV-Anbindung an den neuen Flughafen Berlin Brandenburg 10.01.2026 10:39 |
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Re: ÖPNV-Anbindung an den neuen Flughafen Berlin Brandenburg 10.01.2026 10:54 |
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Re: ÖPNV-Anbindung an den neuen Flughafen Berlin Brandenburg 10.01.2026 11:23 |
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Heidekraut
Was man hat, hat man.
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Re: ÖPNV-Anbindung an den neuen Flughafen Berlin Brandenburg 10.01.2026 11:26 |
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Lopi2000
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Heidekraut
Was man hat, hat man.
Naja, an der fraglichen Stelle hat man die Autobahn offensichtlich nicht mehr in der ursprünglichen Dimension sondern in einer der verkehrlichen Bedeutung angemessenen Dimension. Der Neubau einer vierspurigen Brücke erschien den Planenden offensichtlich hier nicht erforderlich, also hat man darauf verzichtet. Genauso könnte man auf zahlreiche weitere Instandhaltungen und Ersatzinvestitionen verzichten, wenn es diese Miniautobahn nicht mehr gäbe und hätte die Siedlung in Bohnsdorf westlich der Autobahn sowie das Waldstück weniger durchteilt. Der verkehrliche Nutzen ist angesichts der Verkehrsstärke ziemlich gering, das könnten die Hauptstraßen der Umgebung sowie die A113 locker noch mit aufnehmen.
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Re: ÖPNV-Anbindung an den neuen Flughafen Berlin Brandenburg 10.01.2026 12:25 |
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Re: ÖPNV-Anbindung an den neuen Flughafen Berlin Brandenburg 10.01.2026 12:31 |
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Heidekraut
Oder anders gesagt: Was man hat, hat man. In Zukunft werden wir also, wenn es danach geht, was hier verzapft wird, die gesamte Stadtautobahn zurückbauen, renaturieren und mit Wohnungen zupflastern. Schöne Zukunft, das. Manche wünschen sich sowas.