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ÖPNV-Anbindung an den neuen Flughafen Berlin Brandenburg
geschrieben von Harald Tschirner 
Würde denn das fachsimpeln über das B Planverfahren in diesem Forum dieses Verfahren verhindern? Ich vermute mal nicht, also wäre dann dieses fachsimpeln doch auch nicht wirklich nützlich, ähnlich wie das mit der vierten ÖPNV Anschluß des BER.
Hier Auszüge aus dem Konsensbeschluss (und Anlagen) von 1996, zwischen Deutschland + Berlin + Brandenburg, mit dem sich z.B. gegen den Flughafen in Sperenberg und für den Flughafen-Ausbau in Schönefeld zum heutigen Flughafen BER entschieden wurde.

"6. Verkehrsanbindung. Der Bund wird gemeinsam mit der Deutschen Bahn AG die angemessene Anbindung des Standortes Schönefeld an das regionale und überregionale Bahnnetz (Flughafenexpress, S-Bahn, IR, IC, ICE) sowie an die Bundesautobahnen sicherstellen. Berlin und Brandenburg werden die Straßenanbindungen (Berlin auch innerstädtisch) zügig und bedarfsgerecht ausbauen. Berlin mit Unterstützung des Bundes beabsichtigt die Verlängerung der U-Bahn-Linie 7 bis zum Terminalbereich in Schönefeld."

"4. Zum Punkt 6., „Verkehrsanbindung“
Es besteht Einvernehmen, daß der Flughafenexpress auf der Strecke Lehrter Bahnhof [Anmerkung: heute Berlin Hauptbahnhof], Bahnhof Papestraße [Anmerkung: heute Südkreuz], Flughafen Schönefeld verkehrt. Für die Straßenanbindung ist die A 113, soweit möglich ohne Untertunnelung, neu zu bauen."

" [...] auf Ihre Bitte hin, bestätige ich, daß der Bund folgende Investitionen für Verkehrsanbindung des auszubauenden Flughafens Schönefeld übernehmen wird.
[...]
Der Bund wird den für die Führung von Aiport-Expreßzügen vom Lehrter Bahnhof über den Bahnhof Papestraße zum Flughafen Schönefeld notwendigen zweigleisigen Ausbau der Verbindungskurve von der Dresdener Bahn auf den Berliner Außenring (sogenannte Mahlower Kurve) übernehmen, wozu nach dem Untersuchungsbericht Schienenverkehrsanbindung der BBI-Standorte“ vom 20. April 1995 rund 200 Mio. DM erforderlich sind. Der Bund wird außerdem den sogenannten Lückenschluß auf der „Dresdener Bahn“ im Rahmen des „Pilzkonzeptes“ sicherstellen.

Eine Finanzierung des auf Brandenburger Gebiet befindlichen Teils der U 7, die nach der gemeinsamen Empfehlung vom 28. Mai vorgesehen ist, wird der Bund auf Grundlage der von den Ländern Berlin und Brandenburg vorzulegenden Planungsunterlagen (Kosten, Zeitvorstellungen) im Rahmen der zugesagten Unterstützung prüfen. Ziel des Bundes ist es, nach Vorliegen der planungsrechtlichen Voraussetzungen die Maßnahmen zur Verkehrsanbindung zeitgerecht bis zu einer Inbetriebnahme von Schönefeld als Single-Standort zu realisieren. Wesentliche Eingangsgröße hierfür ist die in nächster Zeit zu konkretisierende Zeitschiene für den Flughafenausbau. [...]"

Quelle:
[www.tagesspiegel.de]



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 10.01.2026 00:10 von TemperaturBahnfahrer.
Zitat
marc-j

Ich finde es nur erstaunlich, dass hier seitenweise über die 4. Anbindung des Flughafens, den außer den Angestellten überwiegend Touristen & Fluggäste nutzen (besteht da überhaupt Konkurrenz zum MIV oder Zeitdruck?), gefachsimpelt wird, während beispielsweise in Friedrichshain ein B-Plan-Verfahren stattfindet, was wahrscheinlich dauerhaft eine Weiterführung der U1 zum Ostkreuz verunmöglicht.

Nunja, das wurde hier diskutiert...

Gruß Nemo
---

Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 09.01.2026 22:10 von Nemo.
Zitat
marc-j
... , während beispielsweise in Friedrichshain ein B-Plan-Verfahren stattfindet, was wahrscheinlich dauerhaft eine Weiterführung der U1 zum Ostkreuz verunmöglicht.

Das Argument geht ins Leere, hast du Ingolfs Beitrag drei Beiträge über deinem nicht gelesen oder nicht verstanden?
Zitat
Ingolf
Dies würde auch historisch zum (ehemals West-)Berliner Selbstverständnis passen. Schließlich hat man (hochgerechnet auf heutige Preise) in der Summe Milliarden ausgegeben, um parallel zu Schnellbahnen weitere Schnellbahnen zu bauen in Form von U-Bahn-Strecken, die möglichst viel S-Bahn-Strecken substituieren sollten. Nicht der maximale Fahrgastnutzen stand im Mittelpunkt, sondern darum, dem ungeliebten System eines auszuwischen.

Eine U1 zum Ostkreuz wäre exakt parallel zum am dichtesten befahrenen Abschnitt des gesamten Berliner S-Bahnnetzes.
Und in die S9 zum Flughafen Berlin Brandenburg kann man in Ostkreuz gar nicht umsteigen ;-)

so long

Mario
Zitat
DerMichael
Zitat
Gleisdreiecke
Ist es denn unmöglich von Mahlow aus eine S-Bahn zum BER zu führen? Und wozu wurde südlich von Mahlow am BAR für die Bahn die Kurve Richtung BER gemacht, wenn der FEX über Großbeeren fährt ?

Mit der Dresdner Bahn fährt er eben nicht mehr über Großbeeren (Anhalter Bahn). Nicht von den falschen Renderings verwirren lassen, die im Vorfeld veröffentlicht wurden!

Das mit der S-Bahn von Mahlow stelle ich mir schwierig vor: zum einen der Platz in Mahlow und dann müsste die S-Bahn komplett unter der Fernbahn hindurch:
Zunächst unter der Dresdner Bahn und dann nochmals unter der Mahlower Kurve. Dann müsste nördlich des BAR ein zusätzliches, mindestens 5. Gleis für die S-Bahn gelegt werden, welches dann bei Waßmannsdorf den BAR und zweimal die B96a unterfahren müsste.
Parallel zum BAR müsste die Brücke über den Glasower Damm und die Brücke der B96 verbreitert werden.
Und dann gibt es dort noch ein Industriegebiet, welches bis an den BAR heranreicht.
Dort müsste entweder das Industriegebiet „beschnitten“ werden oder die viergleisige Trasse des BAR/Flughafenanbindung müssten nach Süden verlegt werden.

Vor allem in Mahlow müsstest du jetzt an private Grundstücke ran und vermutlich auch den Berliner Damm nach Westen verschieben.

ist, dummerweise – leider keine Autobahn oder Bundesstraße. Da hätte bestimmt schon einen Weg gefunden genau das durchzuziehen. Wie hieß es mal viel früher: Wir sparen, koste es was wolle!
Zitat
TemperaturBahnfahrer
Hier Auszüge aus dem Konsensbeschluss (und Anlagen) von 1996, zwischen Deutschland + Berlin + Brandenburg, mit dem sich z.B. gegen den Flughafen in Sperenberg und für den Flughafen-Ausbau in Schönefeld entschieden wurde.

Richtig. Noch 1993 hatte der Bund die Finanzierung der U5-Verlängerung bis Flughafen Tegel untersuchen lassen, in Vorbereitung des Konsensbeschlusses sich aus der Finanzierung des Abschnitts Lehrter Bahnhof - TXL jedoch zurückgezogen. Deshalb gab es für die U5 die Bundesmittel laut Hauptstadtfinanzierungsvertrag nur für den Abschnitt Alexanderplatz - Lehrter Bahnhof. Immerhin gelang es, die Kreuzung der Nord-Süd-Fernbahn unter der Rampe zum Tiergartentunnel gleich mit zu bauen. Für die weitere Verlängerung der U5 über Turmstraße und Jungfernheide sollte das Land Berlin GVFG-Mittel beantragen.

so long

Mario
Zitat
Gleisdreiecke
ist, dummerweise – leider keine Autobahn oder Bundesstraße. Da hätte bestimmt schon einen Weg gefunden genau das durchzuziehen. Wie hieß es mal viel früher: Wir sparen, koste es was wolle!

Im Land Brandenburg wird auch bei Bundesautobahnen gespart. Die durch die neue Eisenbahntrasse Görlitzer Bahn - BER unterbrochene Autobahn A117 wurde nur einspurig pro Richtung über die neu angelegte Bahnstrecke geführt. Für eine richtige Bundesautobahnbrücke gab es keine Einigung zwischen Bund und Land. Nun will die Gemeinde Schönefeld die Brücke nebst einer zusätzlichen Anschlussstelle finanzieren.

so long

Mario
Zitat
der weiße bim
Zitat
Gleisdreiecke
ist, dummerweise – leider keine Autobahn oder Bundesstraße. Da hätte bestimmt schon einen Weg gefunden genau das durchzuziehen. Wie hieß es mal viel früher: Wir sparen, koste es was wolle!

Im Land Brandenburg wird auch bei Bundesautobahnen gespart. Die durch die neue Eisenbahntrasse Görlitzer Bahn - BER unterbrochene Autobahn A117 wurde nur einspurig pro Richtung über die neu angelegte Bahnstrecke geführt. Für eine richtige Bundesautobahnbrücke gab es keine Einigung zwischen Bund und Land. Nun will die Gemeinde Schönefeld die Brücke nebst einer zusätzlichen Anschlussstelle finanzieren.

Nur gibt es seit der Eröffnung der Teltowkanalautobahn A113 keinerlei Autobahnbedarf mehr für diesen Reststummel, der sich A117 nennt. Die A113 hat eine Verkehrsstärke von über 80.000 / 24h - die A117 um die 20.000. Dafür reicht eine Spur pro Richtung völlig aus. Es ist purer automobiler Luxus, dieses Teil wieder vierspurig auszubauen, kaum mehr als 2km parallel zur A113. Einen wirklichen Verkehrsbedarf für eine Autobahn gibt es da nicht. Und es zeigt. Schönefeld hat zu viel Geld...
Zitat
Ingolf
Nur gibt es seit der Eröffnung der Teltowkanalautobahn A113 keinerlei Autobahnbedarf mehr für diesen Reststummel, der sich A117 nennt. Die A113 hat eine Verkehrsstärke von über 80.000 / 24h - die A117 um die 20.000. Dafür reicht eine Spur pro Richtung völlig aus. Es ist purer automobiler Luxus, dieses Teil wieder vierspurig auszubauen, kaum mehr als 2km parallel zur A113. Einen wirklichen Verkehrsbedarf für eine Autobahn gibt es da nicht. Und es zeigt. Schönefeld hat zu viel Geld...

Die A117 ist nun mal gewidmet, mit staatlichen Mitteln gebaut worden. Im Falle einer Störung durch Unfall oder Baustelle wäre ohne sie eine großräumige Umfahrung nötig, mit volkswirtschaftlichem Mehraufwand an Zeit und Energie.
Das ist wie beim Bahnnetz, je grobmaschiger es ist umso unflexibler wird es. Und immerhin versucht die Gemeinde durch eine zusätzliche Anschlussstelle diese Masche zu verkleinern und so mehr Verkehr von den Gemeindestraßen auf die BAB zu bekommen. Das nutzt allen Verkehrsteilnehmern im Ort und verkürzt Transportwege für die Wirtschaft.

so long

Mario
Zitat
der weiße bim
Zitat
Ingolf
Nur gibt es seit der Eröffnung der Teltowkanalautobahn A113 keinerlei Autobahnbedarf mehr für diesen Reststummel, der sich A117 nennt. Die A113 hat eine Verkehrsstärke von über 80.000 / 24h - die A117 um die 20.000. Dafür reicht eine Spur pro Richtung völlig aus. Es ist purer automobiler Luxus, dieses Teil wieder vierspurig auszubauen, kaum mehr als 2km parallel zur A113. Einen wirklichen Verkehrsbedarf für eine Autobahn gibt es da nicht. Und es zeigt. Schönefeld hat zu viel Geld...

Die A117 ist nun mal gewidmet, mit staatlichen Mitteln gebaut worden. Im Falle einer Störung durch Unfall oder Baustelle wäre ohne sie eine großräumige Umfahrung nötig, mit volkswirtschaftlichem Mehraufwand an Zeit und Energie.
Das ist wie beim Bahnnetz, je grobmaschiger es ist umso unflexibler wird es. Und immerhin versucht die Gemeinde durch eine zusätzliche Anschlussstelle diese Masche zu verkleinern und so mehr Verkehr von den Gemeindestraßen auf die BAB zu bekommen. Das nutzt allen Verkehrsteilnehmern im Ort und verkürzt Transportwege für die Wirtschaft.

Diese Standardsätze als Antwort haben so ziemlich gar nichts mit der Situation in Schönefeld rund um die A117 zu tun. Es sei denn, man wünsche sich hierzulande flächendeckend zu jeder Autobahn eine parallele Entlastungsautobahn im Abstand von 2-3 km - unabhängig von jeglichem Bedarf und jeglicher Nachfrage... ;-)



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 10.01.2026 01:34 von Ingolf.
Zitat
Ingolf
Zitat
der weiße bim
Zitat
Ingolf
Nur gibt es seit der Eröffnung der Teltowkanalautobahn A113 keinerlei Autobahnbedarf mehr für diesen Reststummel, der sich A117 nennt. Die A113 hat eine Verkehrsstärke von über 80.000 / 24h - die A117 um die 20.000. Dafür reicht eine Spur pro Richtung völlig aus. Es ist purer automobiler Luxus, dieses Teil wieder vierspurig auszubauen, kaum mehr als 2km parallel zur A113. Einen wirklichen Verkehrsbedarf für eine Autobahn gibt es da nicht. Und es zeigt. Schönefeld hat zu viel Geld...

Die A117 ist nun mal gewidmet, mit staatlichen Mitteln gebaut worden. Im Falle einer Störung durch Unfall oder Baustelle wäre ohne sie eine großräumige Umfahrung nötig, mit volkswirtschaftlichem Mehraufwand an Zeit und Energie.
Das ist wie beim Bahnnetz, je grobmaschiger es ist umso unflexibler wird es. Und immerhin versucht die Gemeinde durch eine zusätzliche Anschlussstelle diese Masche zu verkleinern und so mehr Verkehr von den Gemeindestraßen auf die BAB zu bekommen. Das nutzt allen Verkehrsteilnehmern im Ort und verkürzt Transportwege für die Wirtschaft.

Diese Standardsätze als Antwort haben so ziemlich gar nichts mit der Situation in Schönefeld rund um die A117 zu tun. Es sei denn, man wünsche sich hierzulande flächendeckend zu jeder Autobahn eine parallele Entlastungsautobahn im Abstand von 2-3 km - unabhängig von jeglichem Bedarf und jeglicher Nachfrage... ;-)

Nicht nur, dass man sinnloserweise die Autobahn ausbaut, noch schlimmer finde ich, dass man sie überhaupt erhalten hat. Sie hätte schlicht aufgelassen werden sollen. Das Waltersdorfer Dreieck wäre eine einfache Ausfahrt, die Autobahntrasse in Bohnsdorf hätte renaturiert oder bebaut werden, die S-Bahn-Trasse bei der Einfädelung Am Seegraben begradigt werden können.

Ungefähr zur gleichen Zeit, zu der man den Bohnsdorfer:innen weiterhin die Autobahn zugemutet hat, hat das Land Berlin sich übrigens mit Händen und Füßen gegen eine oberirdische Dresdner Bahn gewehrt, weil die den Stadtteil zerschneide...

Nebebei lockt man so weiterhin Autos auf die B96A, die man angeblich entlasten wollte.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 10.01.2026 07:38 von def.
Oh, der Beitrag vom bim ist auch dann entlarvend genug, wenn man dem Ausbau der A117 einen Nutzen unterstellen würde. Schließlich hat Gleisdreiecke den Autobahnvergleich beim Thema Weiterbau der S2 gebracht.

Wir haben hier also AUSBAU der A117 gegenüber GAR KEIN BAU der S2. Und der bim bestätigt netterweise, dass er dieses Denken für völlig normal hält, und er ist leider nicht alleine damit, nicht einmal in einem ÖPNV-Forum...
Wobei man für die zusätzliche Flughafenanbindung sicherlich die S2 hinter Lichtenrade hätte zweigleisig aufbauen müssen, was wohl kaum ohne zumindest teilweiser Enteignung gegangen wäre.

Dafür hätte man Mahlow noch einen zusätzlichen Halt im Norden oder im Süden gönnen können.
Gut. In der Beermannstraße geht das auch.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 10.01.2026 10:22 von DerMichael.
Aus meiner Sicht würde es erst einmal reichen, die U7 auf der geradesten Strecke zum Bahnhof Schönefeld zu führen. Dort in den inzwischen überdimensionierten Bahnhof einfädeln. Dort kann man dann einfach in die S-Bahn umsteigen. Bestimmt bequemer, als den Bus in Rudow zu nehmen. Weitere Verlängerung der U-Bahn in die Zukunft prognostizieren.
@marc-j, ich weiß nicht was du sonst noch für Probleme hast, aber die Anbindung der U1 nach Ostkreuz ist die unnützeste Idee von allen.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 10.01.2026 10:40 von Heidekraut.
Was die A117 betrifft, so ist es ziemlicher Blödsinn, der hier von vielen geäußert wird. Oder anders gesagt: Was man hat, hat man. In Zukunft werden wir also, wenn es danach geht, was hier verzapft wird, die gesamte Stadtautobahn zurückbauen, renaturieren und mit Wohnungen zupflastern. Schöne Zukunft, das. Manche wünschen sich sowas.
Zitat
Heidekraut
Was man hat, hat man.

Naja, an der fraglichen Stelle hat man die Autobahn offensichtlich nicht mehr in der ursprünglichen Dimension sondern in einer der verkehrlichen Bedeutung angemessenen Dimension. Der Neubau einer vierspurigen Brücke erschien den Planenden offensichtlich hier nicht erforderlich, also hat man darauf verzichtet. Genauso könnte man auf zahlreiche weitere Instandhaltungen und Ersatzinvestitionen verzichten, wenn es diese Miniautobahn nicht mehr gäbe und hätte die Siedlung in Bohnsdorf westlich der Autobahn sowie das Waldstück weniger durchteilt. Der verkehrliche Nutzen ist angesichts der Verkehrsstärke ziemlich gering, das könnten die Hauptstraßen der Umgebung sowie die A113 locker noch mit aufnehmen.
Zitat
Lopi2000
Zitat
Heidekraut
Was man hat, hat man.

Naja, an der fraglichen Stelle hat man die Autobahn offensichtlich nicht mehr in der ursprünglichen Dimension sondern in einer der verkehrlichen Bedeutung angemessenen Dimension. Der Neubau einer vierspurigen Brücke erschien den Planenden offensichtlich hier nicht erforderlich, also hat man darauf verzichtet. Genauso könnte man auf zahlreiche weitere Instandhaltungen und Ersatzinvestitionen verzichten, wenn es diese Miniautobahn nicht mehr gäbe und hätte die Siedlung in Bohnsdorf westlich der Autobahn sowie das Waldstück weniger durchteilt. Der verkehrliche Nutzen ist angesichts der Verkehrsstärke ziemlich gering, das könnten die Hauptstraßen der Umgebung sowie die A113 locker noch mit aufnehmen.

Außerdem: warum gilt "was man hat, hat man" eigentlich beim Bahnverkehr nicht? Nach der gleichen Logik hätte man den 15kV-Bereich westlich von Schönefeld viergleisig belassen und für die S-Bahn eine Neubautrasse errichten müssen. (Nicht, dass ich das für sinnvoll gehalten hätte, nur wäre es "was man hat, hat man" zu Ende gedacht.)
So richtig notwendig erscheint mir die A117 eigentlich auch nicht. Sie erschließt nichts, sie kürzt nur den Weg von Berlin über die B96a nach Süden etwas ab. Und dabei umfährt sie das wichtigste Ziel entlang der A113, also den Grund warum man die A113 überhaupt bauen musste.

Mir erscheint da ein Rückbau auf eine 2 spurige Verbindungsstraße durchaus sinnvoll. Wenn man sie zu macht, würde der Verkehr über die Waltersdorfer Str. durch Bohnsdorf fahren. Da könnte die Führung über die heutige Autobahn durchaus stadtverträglicher sein.

Letztendlich sollte man sich das überlegt haben, wenn die Brückensanierungen anstehen? Wie ist denn da der Stand auf der A117?

Wenn sich Schönefeld erschlossen hat, diese Autobahn auszubauen, kann Berlin da aber wohl wenig machen.

Das idiotische ist hier, dass die Autobahn der Bund bezahlt und wenn man sich hier zum Geld sparen entschließt, die Länder und Gemeinden bezahlen dürfen. Wobei hier Schönefeld wegen seiner Größe noch nicht selber zahlen muss.

Gruß Nemo
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Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Zitat
Heidekraut
Oder anders gesagt: Was man hat, hat man. In Zukunft werden wir also, wenn es danach geht, was hier verzapft wird, die gesamte Stadtautobahn zurückbauen, renaturieren und mit Wohnungen zupflastern. Schöne Zukunft, das. Manche wünschen sich sowas.

Wo möchtest du lieber leben? An einer Autobahn mit Abgasen und dem Schattenwurf einer Lärmschutzwand oder in einem Neubau auf der Trasse einer ehemaligen Autobahn mit einer guten ÖPNV-Anbindung, einem Car-Sharing-Angebot, einer ausreichenden Straßenanbindung für den verbliebenen Rest-Verkehr und Liefer- und Handwerkerparkplätzen vor der Türe?

Die meisten wollen ja lieber in einer ruhigen Wohngegend wohnen und die anderen sollen doch bitte gerne den von einem selbst erzeugten Autoverkehr ertragen - das kann natürlich nicht für alle funktionieren. Für alle kann aber funktionieren, dass alle an der Autobahn leben müssen oder dass niemand an der Autobahn leben muss. Mir fällt da die Wahl einfach, da ich kein Auto habe und auch nur sehr selten eins benutze.

Gruß Nemo
---

Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 10.01.2026 12:33 von Nemo.
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